Vom eigenen Shop zum Softwaregründer mit über 3 Mio. € Zahlungsvolumen bei Rechnungskit (#196)

Shownotes

Christian Häfner hat 2011 FastBill mitgegründet und betreibt seit 2016 Happy Coffee, einen Online-Kaffeehandel mit vielen Abokunden. Der Umsatz liegt rund einer Million Euro, dafür läuft der Shop mittlerweile fast vollständig automatisiert und ohne Mitarbeiter. Das Shopsystem hat er in einem Jahr und neun Monaten selbst neu gebaut, ohne vorher programmieren zu können.

Aus der Buchhaltung für Happy Coffee wurde Rechnungskit. Die Software startet bei der Zahlung, ordnet Bestellungen zu, erstellt E-Rechnungen, archiviert sie GoBD-konform und liefert den DATEV-Export. Seit August ist sie live. Drei Kunden zahlen, rund 15 testen im Sandbox-Modus, und alle 50 bis 60 Sign-ups kamen bisher über LinkedIn.

Wir sprechen über das Preismodell ab 15 Cent pro Rechnung, Vergleichsseiten für SEO und GEO, einen Stack komplett aus Europa und warum Rechnungskit in der Happy Coffee GmbH bleibt. Wie Happy Coffee entstanden ist, erzählt Christian in Folge 10.

**Podcast-Gastauftritt:**andy Andy zu Gast bei Hannes Zwetschke +1 ](https://youtu.be/8cV7ETmC7QA))

Mit dem Partnercode HAPPYBOOTSTR-TC4B startest du du sechs Monate ohne Grundgebühr bei Rechnungskit

Christian, Rechnungskit & Happy Coffee

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Transkript anzeigen

Christian: Ich mache das ja mehr oder weniger ganz alleine. Das ist ein vollautomatisiertes

Christian: Business mittlerweile. Mein

Christian: eigentliches Ziel war, dass ich mit KI lernen wollte, zu programmieren.

Christian: Und neun Monate hat es gedauert zwischen, ich mache das jetzt und es ist dann live gegangen.

Christian: Tausend Abos, die ich halt migrieren musste. Und das Ziel war halt,

Christian: dass kein Kunde irgendwie was davon merkt.

Christian: Die machen so jeweils zwischen 8.000 und 10.000 Rechnungen im Monat.

Christian: Das ist ein Ausschnitt über LinkedIn gekommen.

Andy: Wie sieht da dein Entwicklungsworkflow aus? Und damit herzlich willkommen zu

Andy: Folge 196 von Happy Bootstrapping.

Andy: Im Intro hast du den Christian Heffner gehört und er war in Folge 10 schon mal zu Gast.

Andy: Damals noch nur zum Thema Happy Coffee, über das reden wir heute auch.

Andy: Aber heute geht es vor allem darum, was aus Happy Coffee alles entstanden ist,

Andy: denn er hat nämlich den Shop migrieren müssen, erst auf WooCommerce,

Andy: dann ein eigenes Shop-System.

Andy: Dabei gemerkt, was heute mit KI alles möglich ist und damit ist Rechnungskit entstanden.

Andy: Ein Rechnungskit ist ein SaaS, was heute schon über 3 Millionen Euro Zahlungsvolumen

Andy: abgewickelt hat. Da kannst du Rechnungszahlungen für Shopify,

Andy: Shops oder auch SaaS-Apps machen.

Andy: Finde ich super interessant. Bin gerade selber auch am testen mit einem neuen

Andy: kleinen SaaS, das ich baue.

Andy: Und fand es total interessant, wie er das alleine auch komplett durchautomatisiert

Andy: hat, auch den Stand von Happy Coffee.

Andy: Wenn du selber Rechnungskit ausprobieren möchtest, dann habe ich einen Gutscheincode

Andy: für dich auch in den Shownotes verlinkt.

Andy: Da zahlst du die ersten sechs Monate keine Grundgebühr.

Andy: Und bevor es jetzt direkt losgeht, abonniere doch gerne den Podcast.

Andy: Ansonsten kannst du das Kontaktformular oder mein LinkedIn nutzen,

Andy: um mir Feedback oder Fragen zur Folge zu schicken.

Andy: Vielen Dank und jetzt viel Spaß mit der Folge.

Andy: Guten Morgen, Christian, und willkommen zurück bei Happy Bootstrapping.

Christian: Moin, danke, dass ich wieder mal dabei sein darf.

Andy: Ja, also für die, die dich noch nicht kennen, kannst du kurz erklären,

Andy: wer bist du und was machst du alles?

Christian: Ich bin Christian und bin seit 2011 schon in der Gründerwelt aktiv.

Christian: Hab damals Fastbill mitgegründet, dann war ich sieben Jahre da,

Christian: habe dann parallel schon Happy Coffee aufgebaut, einen Online-E-Commerce-Kaffeehandel.

Christian: Das habe ich im Prinzip seit 2016 gemacht und,

Christian: habe jetzt in den letzten Jahren das ganze Ding einmal neu gebaut und im Zuge

Christian: dessen auch gleich eine Funktion, die ich da mit drin gebaut habe,

Christian: nämlich das ganze Rechnungsthema, jetzt neu ausgegründet. Und das heißt jetzt Rechnungskit.

Christian: Das ist das Software, die ich jetzt ganz frisch am Markt habe und versuche mich

Christian: irgendwie in dieser Gründerszene da einfach seit Jahren zu bewegen.

Christian: Ich mache einen Blog darüber, LSWB und bin gerne auf Reisen.

Christian: Also es ist eine tolle Welt, in der ich mich da bewegen darf.

Andy: Über LSWB und Happy Coffee haben wir schon ausführlich in Folge 10 gesprochen.

Andy: Das ist auch schon eine Weile her. Weißt du noch, wann das war?

Christian: Muss jetzt zwei, drei Jahre her sein? Ich weiß es nicht genau.

Andy: Ich glaube Februar 23 kam die Folge raus. Ich verlinke es auf jeden Fall auch.

Andy: Aber wenn diese Geschichte interessiert, wie es zu Happy Coffee kam und wie es genau funktioniert.

Andy: Da sprechen wir heute auch noch ein bisschen drüber, aber so ausführlich haben

Andy: wir schon drüber gesprochen und fand ich damals auch interessant,

Andy: was auch bei dir passiert ist und was du jetzt heute machst.

Andy: Und du bist ja jetzt auch wieder sichtbarer auf LinkedIn, da gehen wir nachher auch nochmal drauf ein.

Andy: Also wenn die Vorgeschichte interessiert, dann Folge 10 gerne hören.

Andy: Und ja, die Frage, die ich jetzt noch stellen muss, ist, wo erreicht dich eigentlich

Andy: gerade? Bist du unterwegs oder zu Hause?

Christian: Ich bin jetzt gerade wieder zu Hause, ausnahmsweise mal. Ich bin wirklich sehr, sehr viel unterwegs.

Christian: Gestern zurückgekommen aus meinem, ich will es gar nicht Urlaub nennen,

Christian: weil so richtig Urlaub, Urlaub mache ich halt nicht. Habe ich,

Christian: glaube ich, seit 15 Jahren nicht mehr gemacht.

Christian: Aber ich bin häufiger mit meiner Frau im Van unterwegs.

Christian: Wir surfen gerne, wir fahren dann die Küsten Europas gerne ab und genießen einfach

Christian: die Zeit irgendwo anders und versuche dann da irgendwie meinen Arbeitsmodus halt zu haben.

Christian: Aber das funktioniert super und bis gestern waren wir noch unterwegs,

Christian: die letzten acht Wochen in Schottland und England.

Christian: Ja, jetzt wieder am Schreibtisch.

Andy: Konnte man da auch surfen? Musst du dann einen Neopreden-Anzug anziehen,

Andy: damit es nicht zu kalt ist? Oder wie macht man das da?

Christian: Ja, Neopreden brauchst du ja fast überall in Europa. Also außer in Frankreich

Christian: im Sommer, auch nur im Sommer, ansonsten eigentlich überall.

Christian: Und ich sage immer, kalt wird es nur, wenn man das Neopreden dann auszieht.

Christian: Aber wenn du drin bist, das ist ja alles Hightech-Material mittlerweile.

Christian: Das ist schon in Ordnung. Ich wohne ja in Flensburg in Deutschland.

Christian: Das heißt, unser nächster Surfspot-Feel ist Dänemark und da ist dann auch recht kalt im Winter.

Christian: Da hast du dann auch dicke Handschuhe und Haube auf und dicke Schuhe.

Christian: Es ist schon erstaunlich, was das Material mittlerweile kann.

Christian: Also da passiert auch viel Innovation.

Christian: Und dann ist es eigentlich nur noch der Schweinehund, den man überwinden muss.

Christian: Aber funktioniert gut. Je kälter das Wasser, desto weniger Leute,

Christian: das ist auch immer angenehm.

Christian: Insofern lohnt sich das auch, in kälte Gewässer zu springen.

Andy: So, jetzt kommen wir ein bisschen so zur Vorgeschichte von Rechnungskill.

Andy: Du hast es gerade schon ein bisschen angedeutet.

Andy: Du hast Happy Coffee neu gebaut. Erstmal, wie groß ist Happy Coffee im Vergleich

Andy: zu 23? Ist es nochmal gewachsen?

Andy: Kannst du damit gut jetzt von leben oder kannst du da ein bisschen das einordnen,

Andy: damit man weiß, wie groß es heute ist?

Christian: Ja, also gewachsen leider nicht so richtig oder unwesentlich.

Christian: Wir sind jetzt so umsatzmäßig unter einer Million weiterhin im Jahr.

Christian: Das ist jetzt nicht so groß wie manche andere Kaffee-Brands in Deutschland.

Christian: Aber, und das ist die Besonderheit, ich mache das ja mehr oder weniger ganz

Christian: alleine. Das ist ein vollautomatisiertes Business mittlerweile.

Christian: Also da passiert wirklich eigentlich kaum noch was.

Christian: Wir leben von den, oder ich lebe, wir, meine Frau und ich, wir leben davon jetzt

Christian: seit wirklich vielen Jahren schon. Seit 2018 bin ich ja raus bei Fastpill und

Christian: seitdem ist Happy Coffee unser Brot und Butter, wenn man so will.

Christian: Und habe mir jetzt natürlich nicht nur meine Reisen ermöglicht,

Christian: weil keine Mitarbeiter jetzt auch seit einigen Jahren,

Christian: sondern habe mir jetzt vor allem die Zeit ermöglicht, mich mit dem ganzen Thema,

Christian: KI und all dem, was jetzt daraus entstanden ist, zu beschäftigen.

Christian: Also ich habe ja, Rechnungskipp zum Beispiel ist jetzt in einer superintensiven

Christian: Phase entstanden, wo ich ja mehr oder weniger Vollzeit da dran sitze.

Christian: Also Vollzeit als Gründer heißt ja.

Christian: 13 Stunden am Tag wirklich am Computer sitzen oder so.

Christian: Und das kannst du natürlich nur machen, wenn du wirklich Zeit hast dafür.

Christian: Und das ist für mich der größte Luxus, den mir das Business Happy Coffee ermöglicht

Christian: hat, dass ich mich frei bewegen kann, auch mental frei bewegen kann und Dinge

Christian: explorieren kann und bauen kann und machen kann.

Christian: Und halt kein Investment erfordert im Sinne von, jemand muss mir meine Zeit bezahlen.

Christian: So, das ist halt Happy Coffee und ist ein solides Business. es funktioniert,

Christian: viele Abo-Kunden und ist halt für mich so mein Learning Ground gewesen,

Christian: was halt diese ganze SaaS-Entwicklung angeht, weil ich habe das halt komplett

Christian: neu gebaut, das ganze System.

Christian: Genau, und so ist das halt auch alles jetzt mit Rechnungskittern entstanden.

Andy: Du warst ja da mal auf Shopify, dann gab es da ein bisschen Ärger und dann hast du,

Andy: bist du dann erst wieder zurück zu WooCommerce, da weiß ich die Geschichte nicht

Andy: mehr genau, du bist zu einer anderen Lösung und jetzt hast du es dann selber

Andy: neu gebaut, glaube ich, im Laufe des letzten Jahres oder, glaube ich,

Andy: schon das Jahr davor angefangen.

Andy: Ein komplettes Shop-System mit alle möglichen Abo-Funktionen,

Andy: was ich interessant finde, ich kann Kaffee per WhatsApp nachbestellen,

Andy: also auch als Firmenkunde, das muss man mal sagen, das hast du als Funktion

Andy: drin, was ja viele andere Shops gar nicht haben.

Andy: Kannst du da ein bisschen drauf eingehen, wann hast du das entschieden,

Andy: wie hast du da die Transformation gemacht, wann hast du den Schalter umgelegt,

Andy: dass es dann auf dem neuen System lief und gab es irgendwelche Stolpersteine dabei?

Christian: Ja, gerne. Es lief mal auf Shopify, dann wurde ich abgemahnt,

Christian: ich glaube, das war 2022,

Christian: von der Datenschutzbeauftragten Rheinland-Pfalz, die für mich zuständig ist,

Christian: weil mich jemand dort angezeigt hat und die Dame, mit der ich da Kontakt hatte,

Christian: die meinte, ja, wenn dich jemand anzeigt, dann müssen die dem Ganzen halt auch nachgehen.

Christian: Und das Problem war damals, es gab halt dieses Transatlantic Data Privacy Framework

Christian: nicht zu dem Zeitpunkt. Das ist dann ein halbes Jahr später erst live geschaltet

Christian: worden, dieses Gesetz, was halt US-Datentransfer wieder ermöglicht.

Christian: Und das gab es damals nicht. Und deswegen war ich gezwungen,

Christian: quasi Happy Coffee zu wechseln als kleiner Gründer und habe mich dann für eine

Christian: Self-Hosted-Lösung basierend auf WooCommerce entschieden.

Christian: Und Hwokumas ist jetzt halt.

Christian: Jetzt kein tolles System und vor allem, wenn es ein bisschen komplexer wird,

Christian: dann, ich hatte halt diese ABO-Funktion, da habe ich mich dann für eine Drittlösung

Christian: auch aus Deutschland entschieden, mit der ich aber dann auch nicht so richtig happy war.

Christian: Und das war in Kombination dann der Grund, der mich dazu bewegt hat,

Christian: mich mal damit zu beschäftigen, wie kann ich denn selber jetzt eigentlich eine

Christian: Lösung bauen. Das war die Zeit vor zweieinhalb Jahren, ging es los.

Christian: Da habe ich das entschieden und gesagt, jetzt gibt es ja irgendwie KI,

Christian: Da gab es dann die ersten Modelle, die auch zumindest technisch verstehen konnten,

Christian: was zu passieren hat, wenn man sowas selber bauen will.

Christian: Und mein eigentliches Ziel war, dass ich mit KI lernen wollte, zu programmieren.

Christian: Das war mein eigentliches Ziel. Und ich hatte halt zwar FASPIL immer damals

Christian: schon mitgegründet, aber halt nie als technischer Co-Founder.

Christian: Ich hatte keine Ahnung von FASPIL, das ist ein PHP gebaut.

Christian: Und ich hatte keine Ahnung von Programmiersprachen, von Frameworks,

Christian: von Infrastruktur, von, keine Ahnung.

Christian: Und dann habe ich mir gedacht, gut, ich nehme mir jetzt die Zeit und versuche

Christian: mit KI einfach zu lernen, wie all das funktioniert, von der Hardware,

Christian: von der Architektur, von der Infrastruktur bis hin zum,

Christian: Coding, bis zum welches Framework nutze ich, was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Nuxt.

Christian: Einem View und einem Next.js zum Beispiel, einem SwaytKit, was ich jetzt verwende.

Christian: Einfach so ein Grundverständnis aufbauen und dann kam halt Cursor damals noch

Christian: raus und dann fügte sich das irgendwie so zusammen, dass man halt wirklich,

Christian: da habe ich Zeile für Zeile geschrieben.

Christian: Und dann erst ungefähr ein halbes Jahr oder dreiviertel Jahr später oder ein

Christian: Jahr später kam erst die erste Version von Cloud Code raus.

Christian: Also ich habe ein Jahr lang vorher schon angefangen zu versuchen, selber zu basteln.

Christian: Und als dann Cloud-Code war, dann hat sich das natürlich geändert und gewechselt

Christian: und da wurde dann immer weniger Zeile für Zeile geschrieben.

Christian: Aber das Gute war, zu dem Zeitpunkt hatte ich schon echt gutes Verständnis davon,

Christian: was eigentlich passieren muss.

Christian: Und deswegen habe ich das halt auch sehr begrüßt, weil halt ab da ging es halt

Christian: wirklich krass schnell nach vorne.

Christian: Die ganzen Erkenntnisse, die ich halt vorher gewonnen hatte,

Christian: wurden dann einfach immer schneller und immer schneller.

Christian: Heute guckt es ja kein Mensch mehr Code so richtig an. Das ist ja auch ein Gewinn.

Christian: Aber ich weiß halt, was da passiert. Und zwar eben von Software,

Christian: von Frontend, Backend bis hin zu Hardware, Infrastrukturebene,

Christian: bis hin zu, warum gibt es eigentlich ein CDN und warum brauche ich eine Firewall

Christian: und wie funktioniert all das.

Christian: Also das ist schon massiv ein Wissensgewinn, den ich da gewonnen habe in der

Christian: Zeit und jetzt in Summe halt zu dem Ergebnis geführt hat, dass ich innerhalb

Christian: kürzester Zeit in der Lage bin, um halt das neu zu bauen.

Christian: Und genau, Happy Coffee war übrigens, um deine Frage dann noch zu beantworten,

Christian: war so mein Playground. Ich wollte halt nur dieses Subscription-Teil neu bauen.

Christian: Und dann habe ich aber, ich glaube, das war so dieser Effekt,

Christian: den halt viele haben, wenn sie das erste Mal mit Cloud Code irgendwie was machen,

Christian: haben gedacht, ah krass, das geht noch, ah krass, guck mal, das geht auch,

Christian: ach krass, ach komm, ich baue alles neu.

Christian: So, und wofür brauche ich eigentlich noch irgendein anderes System,

Christian: wenn ich mir das wirklich so nach meinem Gusto bauen konnte?

Christian: Und habe dann das nach meinen eigenen individuellen Anforderungen gebaut und

Christian: da ist halt alles drin. Also Abo-Lösungen, wie du schon sagst.

Christian: Auch so Sachen, dass man jetzt per WhatsApp bestellen kann. Ich gucke mir halt

Christian: an, was gibt es da für Schnittstellen bei WhatsApp selber bei Meta und baue

Christian: mir dann meine Lösung so.

Christian: Also ich verlasse mich null mehr jetzt auf irgendwelche Dritt-Tools,

Christian: sondern mache halt alles selbst. Inklusive das Rechnungsthema auch.

Christian: Da ging es jetzt auch nicht los mit, wer stellt eigentlich eine Rechnung für

Christian: mich, sondern ich wollte unbedingt verstehen, was ist eine E-Rechnung,

Christian: was bedeutet das, XML und PDF zusammen, was ist ein PDF-A3-Format,

Christian: was ist eigentlich eine GOBD-Archivierung, von der alle reden, was bedeutet das,

Christian: und habe dann halt gleichzeitig versucht, Gesetze,

Christian: mit technischen Anforderungen zusammenzubringen und daraus ist dann halt einfach

Christian: so ein Lastenheft am Ende entstanden,

Christian: was ich dann halt technisch mit meinen Fähigkeiten von Happy Coffee auf die Straße bringe. konnte.

Andy: Und Happy Coffee Migration abzuschließen, wie lange hast du gebraucht,

Andy: um das dann komplett rüber zu switchen?

Andy: Also von der WooCommerce-Lösung bis hin zu, ah, ich baue die Abo-Funktion vielleicht

Andy: als Plugin in WooCommerce, bis du dann gemerkt hast, ah, ich kann das Ganze

Andy: bauen und ab wann lief das dann oder seit wann läuft Happy Coffee auf der

Andy: komplett selbstgebauten Lösung?

Christian: Ja, und neun Monate hat es gedauert zwischen ich mache das jetzt und es ist dann live gegangen.

Christian: Das war Ende Januar, 31. Januar diesen Jahres, 26. Da habe ich den Switch gemacht.

Christian: Da saß ich gerade in Andalusien, in Spanien und habe gehofft, dass alles gut geht.

Christian: Ja, ich weiß es noch, der Tag. Das war super aufregend für mich.

Christian: Es sind auch einige Sachen schief gelaufen. Aber das war eine Erkenntnis,

Christian: weil es waren so 1000 Abos, die ich halt migrieren musste. Und das Ziel war

Christian: halt, dass kein Kunde irgendwie was davon merkt.

Christian: Vorher hatten die zum Beispiel kein Login. Vorher hatten die Molli als Zahlungsdienstleister.

Christian: Das heißt, die hatten alle ihre Payment-Mandate bei Molli. Und die Abos,

Christian: die Produkte, alles musste halt übernommen werden.

Christian: Und das ist halt, wenn man jetzt sowohl Backend als auch Frontend zusammen umswitcht,

Christian: ist das halt echt eine Challenge. Und so einen Parallelbetrieb aufzubauen,

Christian: der aber jetzt auch zu jeder Zeit sozusagen rückabgewickelt werden kann,

Christian: dass du wirklich ein Parallelsystem hast.

Christian: Also mega aufregend, mega aufregend. Und ich glaube, es hat eine Woche gedauert,

Christian: bis dann alle Sachen so rund waren, dass ich gesagt habe, okay,

Christian: ich kann jetzt wieder ein bisschen atmen und vielleicht auch mal schlafen.

Christian: Aber das war krass. Ja, das war spannend. Und seitdem läuft das einfach super.

Christian: Ich habe dann irgendwann, ich weiß gar nicht, im April oder so diesen Jahres

Christian: oder Mai, habe ich aufgehört, an Happy Coffee zu entwickeln.

Christian: Also ich habe hier so vier, fünf, sechs verschiedene Terminalfenster immer offen.

Christian: Davon ist jetzt nur noch eins für Happy Coffee da. Und das weiß ich sehr,

Christian: dass mein Commits da mit GitHub, da ist jetzt vielleicht noch ein Commit alle

Christian: zwei Wochen oder so, den ich da mal mache, wenn es irgendwo ist.

Christian: Ja, also fast gar nichts mehr. Und das ist für mich jetzt halt der große Gewinn,

Christian: dass ich das auf Autopilot mehr oder weniger laufen lassen kann,

Christian: weil ich entwickle es jetzt auch gerade nicht weiter. Ich bin da zufrieden mit

Christian: dem Zustand, wie er jetzt ist.

Christian: Habe da zum Beispiel jetzt auch so ein cooles, ach doch, das hatte ich noch

Christian: gebaut im Mai oder im Juni, so ein Kaffee-Equipment-Listing.

Christian: Das ist ja quasi wie so ein Idealo, aber geiler, dass du halt,

Christian: wenn du eine Kaffeemaschine suchst, dort halt,

Christian: auch einen täglichen Preisscraper-Vergleich dir anschauen kannst,

Christian: wo ist jetzt welche Maschine, wie günstig, was sagen eigentlich irgendwelche

Christian: YouTuber oder Experten dazu, was sagen irgendwelche Foren oder Blogs dazu.

Christian: Und das Ganze wird auch vollautomatisiert gefüllt, solche Seiten.

Christian: Also die KI denkt sich da nichts aus, aber er sucht halt dann Quellen mit verlässlichen

Christian: Informationen, die nach bestimmten Kriterien auch als verlässlich eingestuft werden.

Christian: Und hat dann so einen täglichen Preisscraper noch drin, dass der da auch so

Christian: Entwicklungskurven baut.

Christian: Und das funktioniert auch erstaunlich gut. Also ich habe selbst bei Google,

Christian: hat jetzt vor ein paar Wochen angefangen, mich da mit so Major-Keywords wie

Christian: Kaffee-Vollautomaten, Kaffee-Vollautomaten-Test, bester Kaffee-Vollautomaten,

Christian: sowas halt wirklich hoch wieder einzurenken.

Christian: Und da ernte ich jetzt gerade auch die ersten Früchte draus,

Christian: sodass ich da eigentlich gewillt bin, ein bisschen weiter zu machen.

Christian: Das war nur ein Test, aber es funktioniert scheinbar.

Christian: Und deswegen müsste ich mal weitermachen jetzt. Aber gerade habe ich die Prio auf was erinnert.

Andy: Ja, letzte Frage dazu. Du musst ja da regelmäßig auch Sicherheits-Updates eigentlich

Andy: einspielen. Das muss man ja auch automatisieren. Da hast du das automatisiert,

Andy: weil wenn du keine Updates mehr machst, dann fertig ist sowas.

Christian: Das ist nicht automatisiert, genau. Ich habe so einen Kalendereintrag,

Christian: ganz klassisch quasi, wo ich alle paar Wochen schaue, wo ich halt,

Christian: es geht ja bei Server-Updates los, es geht bei Software-Updates los, schauen.

Christian: Das muss natürlich alles auch durchgetestet werden.

Christian: Kann ich auch bei Rechnungskid gleich nochmal ein bisschen zu sagen,

Christian: aber dieses ganze technische Setup ist halt super, super wichtig,

Christian: auch wenn es so aussieht, als wenn ich da jeden Tag 30 neue Sachen raushaue.

Christian: Alles muss halt so tief und intensiv getestet werden, was auch mittlerweile einfacher geht.

Christian: Cloud Code kann ja zum Beispiel auch eigene Smoke-Tests bauen und sowas,

Christian: aber, und auch durchführen mit Browser-Steuerung, aber alles muss getestet werden

Christian: und immer und immer wieder und und auch genau Sicherheitslücken überprüft werden.

Christian: Ich hatte mir mal immer angewöhnt, immer wenn ich so ein bisschen Tokens übrig

Christian: habe, ist jetzt mit Opus 5.5 kein Thema mehr, aber vorher war das immer so,

Christian: bei mir ist Donnerstag um 11.

Christian: Abends ist immer der Reset von den Tokens und ich habe halt dann,

Christian: wenn ich am Abend oder am Nachmittag halt noch ein bisschen Puffer hatte so

Christian: in meinem Tokenverbrauch für die Woche,

Christian: dann habe ich halt immer gesagt, hier Cloud macht doch nochmal irgendwie Security-Checks

Christian: quasi durchführen lassen und formuliert und gesagt, teste doch mal da und auf

Christian: das und mach doch mal hier noch mal Tests und da auf das.

Christian: Also, dass ich quasi möglichst nie Leerlauf hatte, um alles maximal effizient

Christian: immer zu nutzen. Und ja, Sicherheit gehört da immer dazu.

Andy: Wenn man so die Indie-Hacker-Szene verfolgt, auch auf Twitter noch,

Andy: dann ist ja immer der Gag, die Deutschen und ihre Rechnungen,

Andy: ihren Rechnungsfetisch.

Andy: Ich hätte jetzt gedacht, das Rechnungskit irgendwie entstanden ist, weil sich...

Andy: Keine Ahnung, irgendeine Agentur für Arbeit oder irgendein Amt hat bei dir Kaffee

Andy: bestellt und war mit dem Rechnungsformat nicht zufrieden und daraus ist dein

Andy: Rechnungskit entstanden.

Andy: Aber das habe ich jetzt so verstanden, war nicht so, sondern du hast selber

Andy: gemerkt, da gibt es keine Lösung am Markt und hast dann eine für Happy Coffee

Andy: gebaut und gemerkt, hey, damit kann ich auch ein eigenes Produkt launchen.

Andy: Oder wie ist das passiert?

Christian: Ich habe das erstmal wirklich nur für mich gebaut. Und zwar nach Anforderungen

Christian: von Gesetzen und von meiner Steuerberaterin.

Christian: Die nutzt DATEV, was ja ganz viele Steuerberater in Deutschland machen.

Christian: Und die Anforderung, die ich halt vorher schon hatte, war halt,

Christian: dass ich die Zahlung mit den Bestellungen zusammenbringen muss.

Christian: Das Ganze muss halt dann in ein Format gebracht werden, was halt DATEV verstehen kann.

Christian: Mit Sachkonten, also die klassische Kontierungsarbeit, die halt so ein Steuerberater

Christian: ja macht, musste halt auch irgendwie gemacht werden.

Christian: Und die Steuerberaterin hat dann im Prinzip immer viele Fragen gestellt,

Christian: weil halt irgendwo Lücken waren. Und es gab so, oder es gibt ein paar Lösungen

Christian: am Markt, die halt Teile davon schon gut übernehmen.

Christian: Ich habe zum Beispiel das ganze Rechnungsthema, hatte ich jahrelang über Bilbi

Christian: immer laufen. Bilbi ist ja bekannt, ist total so ein jedes Tool.

Christian: Damit hat er auch ein tolles Produkt, ein tolles Team aufgebaut.

Christian: Es war total solide, aber wenn es halt hinten raus so auf Kontierungen oder

Christian: Zahlungsaufdröselung, die Settlements von Payment-Dienstleistern,

Christian: so das einmal aufdröseln, zuordnen zu den Gebühren.

Christian: Das ist halt einfach da nicht möglich. Und dann musste ich auf eine andere Lösung

Christian: umsteigen. Ich hatte Account Run dann im Einsatz hier bei mir.

Christian: Pathway Solutions wäre auch so eine Alternative gewesen. Die sind jetzt auch

Christian: nicht unbekannt. Die machen ja auch einen tollen Job, aber halt eben haben dieses

Christian: Rechnungsthema irgendwie nicht so richtig mit abgebildet. Pathway bietet nur

Christian: für Shopify noch eine Zusatz-App mit an.

Christian: Aber ich habe immer gesagt, okay, wo ist dann eigentlich dieses ganze,

Christian: also what's the fuss about? Warum ist das so ein Riesenthema?

Christian: Warum gibt es einen Markt für nur diese Aufräumarbeiten?

Christian: Die halt am Ende nichts anderes macht, einfach gesagt, als Zahlungen und Bestellinformationen

Christian: zusammenbringen und zu schauen, was ist es eigentlich, um es dann dem Steuerberater

Christian: im Data-Format aufbereitet zu geben.

Christian: Und für mich war halt, also auch hier war wieder mein Ansatz,

Christian: ich wollte verstehen, warum es das gibt, diese Tools, was die konkret machen

Christian: und wo das Problem eigentlich entsteht, was die versuchen zu lösen.

Christian: Und ich habe das ja auch dann hautnah erlebt mit Account One,

Christian: wo halt einfach viele Daten zusammenfließen. Da ist das wie so eine Blackbox

Christian: und dann kriegt der Steuerberater immer das raus. Da könnte ich an der Stelle

Christian: als Gründer, als Unternehmer sagen, okay, cool, Problem gelöst, die machen das schon.

Christian: Aber bei mir hat das dann was ausgelöst, wie so oft im Leben,

Christian: dass ich dann sage, ey, ich muss dem irgendwie auf den Grund gehen.

Christian: Ich muss verstehen, was ja eigentlich jetzt das Problem ist.

Christian: Aus meiner Sicht ist das Problem, dass halt die aller oder keine Lösung so richtig,

Christian: an der Ursache anfängt, nämlich bei der Zahlung, dass es das,

Christian: was am Ende auch so ein Steuerberater, ein Buchhalter braucht,

Christian: dass eine Zahlung, die eingeht bei einem Payment-Dienstleister oder einem Konto

Christian: oder wo auch immer, dass das halt immer der Kopf von allem sein muss,

Christian: Payment first, das ist halt mein Ansatz auf Berechnungskip.

Christian: Und dann gehe ich her und suche halt, was Dinge, die passend zu dieser Zahlung sein könnten.

Christian: Das können Bestellungen sein aus einem Shop, das können SaaS-Bestellungen über

Christian: eine API sein, das kann aus einer Stripe-Billing-Information sein,

Christian: das kann irgendwoher sein. Es kann auch ein manuelles Produkt sein,

Christian: aber es muss halt klar sein, wozu gehört diese Zahlung.

Christian: Und man kann dann halt sich an dieser Bestellung eben runterhangeln in die verschiedensten,

Christian: rechtlichen Fälle, die es halt so gibt, ist der Kunde jetzt in Deutschland,

Christian: ist das eine große Zahlung, eine kleine Zahlung, brauche ich überhaupt eine Rechnung,

Christian: ist der Kunde in Deutschland, ist der im EU-Ausland, bin ich B2B oder ist der

Christian: B2B, hat der eine Umsatzsteuer-ID.

Christian: Ist das eine Dienstleistung, ist das ein Abo mit einem Zeitraum,

Christian: ist das ein physisches Produkt, wenn ja, wann ist es verschickt worden,

Christian: also all so Fragen, die halt eine Auswirkung darauf haben,

Christian: was eigentlich am Ende in der Buchhaltung stehen muss.

Christian: Also genau, die habe ich mich einfach lang gehangelt, habe das halt mit Gesetzen

Christian: verglichen, habe halt auch wirklich

Christian: intensiv studiert, so wie die Gesetze funktionieren, was da drin steht.

Christian: Vieles wusste ich schon, aber jede Funktion bei Rechnungskid habe ich immer

Christian: noch mal double gecheckt gegen die aktuellen Gesetze.

Christian: Ja, und so halt wirklich den Prozess von vorne, von der Zahlung,

Christian: einmal bis ganz hinten, bis zum Dativ-Export quasi,

Christian: nachgebaut, abgebildet, sodass, und das war mein Wunsch halt,

Christian: dass meine Steuerberaterin am Ende sagt, super, danke, ich habe keine Fragen mehr.

Christian: Die hatte mich, als ich das am Anfang gesagt habe, hier, ich baue jetzt hier

Christian: selber mal einen Report, da hat die gesagt, hä, das gibt es doch schon dagegen.

Christian: Warum machen Sie das nicht mit der Account One und den anderen Möglichkeiten?

Christian: Und gesagt, ja, aber die machen ja nur die Hälfte der Arbeit.

Christian: Also ich will, ich muss ja auch die Rechnung selbst noch irgendwie abbilden,

Christian: weil das ganze E-Rechnungsthema kommt ja jetzt noch dazu. Und dann hast du halt,

Christian: weiß ich nicht, so einen Stripe, die dann irgendwie keine E-Rechnung ausstellen,

Christian: vielleicht, vielleicht auch nicht.

Christian: Dann hast du so einen Bilby, die machen das. Dann hatte ich aber bei Bilby auch

Christian: irgendwie Validierungsfehler, weil irgendwie nicht alle Felder richtig gefüllt

Christian: wurden. Und mir war das dann ehrlich gesagt zu doof. Und ich habe gesagt,

Christian: dann baue ich es halt für mich selber erstmal bei Happy Coffee.

Christian: Und das ist dann auch mit der Lösung im Januar live gegangen und habe dann meiner

Christian: Steuerberaterin ein bisschen nervös dann die ersten Exporte geschickt und habe dann.

Christian: Nix mehr gehört von ihr. Außer, dass ich dann irgendwann halt die Rechnung für

Christian: den Quartalsabschluss bekommen habe und gesagt habe, okay, dann hat es ja funktioniert.

Christian: Ich habe auch ein paar Mal mit ihr telefoniert, aber gesagt,

Christian: okay, so gut, dann passt das.

Christian: Und dann habe ich davon halt anderen Leuten erzählt, Bekannten aus der E-Commerce-Szene.

Christian: Und die erste Frage war halt, hier kann ich das auch nutzen.

Christian: Und das war halt nicht so einfach, wie jetzt zum Beispiel, ich habe eine Versandstation

Christian: für meine Versandlabels mit Airtable für mich mal gebaut. Das habe ich dann

Christian: auch für andere Röstereien noch gebaut.

Christian: Das war relativ einfach so zu duplizieren. Aber bei dem E-Rechnungsthema,

Christian: weil da ja noch viel anderes dazugehört, wie zum Beispiel dieses Archivierungsthema,

Christian: dass es unveränderbar ist, dass du Sachen haschen musst.

Christian: Bei mir werden die jetzt auch mit so einem Write-Once-Read-Many-Mechanismus

Christian: auf einem Object-Storage bei Hetzner gespeichert, dass die also auch physisch

Christian: unveränderbar sind, zusätzlich zu einer Software-Sperre.

Christian: Also solche rechtlichen Anforderungen müssen halt auch erfüllt werden.

Christian: Deswegen ist das nicht ganz so trivial wie jetzt eine Software,

Christian: die du mal eben irgendwo duplizierst und für einen anderen noch als Multitendlösung machst.

Christian: Und dann habe ich mich halt hingesetzt und gesagt, gut, dann baue ich es,

Christian: glaube ich, doch mal richtig und mache dann eine SaaS draus mit all dem, was dazugehört.

Christian: Und wenn ich schon mal dabei bin, dann kann ich ja noch gleich neben E-Commerce

Christian: so ein paar andere Fälle mit abbilden, wie zum Beispiel SaaS oder digitale Produkte,

Christian: also Kursanbieter oder sowas.

Christian: Also alles, was automatisiert über Online-Transaktionen verkauft wird,

Christian: das wollte ich halt noch mit abbilden.

Christian: Weil im Kern ist es dasselbe, buchhalterisch ein paar Spezialitäten.

Christian: Aber ja, so ist das dann halt gekommen. Und jetzt bin ich hier im Full-On-Modus.

Christian: Und seit ich live bin, wann war das? Im August?

Christian: Da bin ich jetzt am Trommel natürlich und versuche halt da Cases reinzukriegen

Christian: und echte Daten reinzukriegen.

Andy: Und Happy Coffee ist sozusagen der erste zahlende Nutzer davon,

Andy: wobei es ja die gleiche Firma ist, sprechen wir nachher noch drüber.

Andy: Aber du hast jetzt auch schon weitere Kunden drauf, die das nutzen hast du ja

Andy: gerade schon angesprochen.

Christian: Genau, genau. Ich habe jetzt auch seit einer Woche oder so die ersten Zahlen in Kunden tatsächlich.

Christian: Das sind, ich glaube, das sind neue Shops, die noch nicht so viel Bums jetzt

Christian: haben, aber es sind die ersten zahlenden Kunden und das Witzige war, der erste Kunde, der hat,

Christian: am letzten Tag des letzten Monats gebucht und hatte dann quasi zwei Rechnungen

Christian: oder drei oder so darüber schon abgebildet.

Christian: Und eine Rechnung kostet ja 15 Cent bei mir.

Christian: Es geht dann runter, wenn du halt viele hast, aber es geht bei 15 Cent los,

Christian: plus 9 Euro pro Monat Grundgebühr. Aber diese Grundgebühr, die rechne ich halt

Christian: nie im ersten Monat ab. Das ist so einfach, habe ich so festgelegt.

Christian: Das heißt, die erste Transaktion, die durchlief, war an 60 Cent.

Christian: Ich habe kurz überlegt, ob ich das ausschiebe und dann einfach im nächsten Monat

Christian: mit abrechne, Aber es war der perfekte Moment, um halt den abbrechenden Prozess

Christian: für mich einmal zu testen im echten Kunden.

Christian: Und deswegen habe ich stehen lassen. Und ja, also der erste MIR waren 60 Cent.

Christian: Und dann kam halt noch mehr jetzt dazu.

Christian: Es sind drei mittlerweile, die schon bezahlen. Und ich glaube so 15,

Christian: die jetzt demnächst dann wahrscheinlich umswitchen, die also so weit im Testing

Christian: sind, dass da jetzt schon eine ganze Weile Daten reinlaufen.

Christian: Und dann nochmal die 25, die noch interessiert sind, aber das echte Testing

Christian: noch nicht so richtig begonnen haben.

Christian: Dann bin ich gerade stark am Lernen, wie es am besten funktioniert,

Christian: wie man die Leute jetzt sozusagen onboardet. Das ist ja auch keine Impulsentscheidung,

Christian: wie man sagt, hier melde ich mich jetzt an und dann zack, bin ich live.

Christian: Außer du fängst wirklich an mit deinem Business.

Christian: Aber jeder, der eine bestehende Abrechnungsinfrastruktur irgendwo implementiert

Christian: hat, der will das halt erstmal klar wissen, was da passiert.

Christian: Deswegen habe ich so einen Setbox-Modus gebaut, der genau dafür da ist.

Christian: Echte Daten reinlaufen lassen, gucken, wie sich das System verhält, was passiert.

Christian: Echte Exporte erzeugen. Alles ist halt als Testdaten bekennzeichnet,

Christian: auch Rechnungen, da wird auch nichts verschickt an Kunden.

Christian: Aber das ist halt das Ziel, dass man wirklich ein volles Bild kriegt und alle

Christian: seine Special Cases einmal durchlaufen lässt.

Christian: Weiß ich nicht, von Stornos, Gutschriften, Shopify Store Credits,

Christian: Rabatten, internationale Abrechnungen.

Christian: So, das soll einmal alles durchgespielt werden und wenn dann irgendwann ein

Christian: gutes Gefühl da ist und im besten Fall der Steuerberater gesagt hat,

Christian: sieht auch gut aus Und dann kann man planen, lass uns zum ersten, nächsten,

Christian: Live gehen und dann wird die alte Welt abgestellt und ersetzt und das ist halt

Christian: nichts, was jetzt von heute auf morgen passiert.

Andy: Merke ich ja auch. Ich teste es ja gerade auch. Da können wir auch nochmal drüber sprechen.

Andy: Irgendwie bist du jetzt ja auch ein bisschen back to the roots gegangen.

Andy: Bei Fastbill ging es auch um Rechnungen, wenn auch ein bisschen anders.

Andy: Da ging es um, ich kann als Creator oder Einzelunternehmer Rechnungen erstellen

Andy: und die meinen Kunden schicken.

Andy: Was hat dich jetzt gereizt da nochmal ein SaaS zu bauen war es ein bisschen

Andy: auch Illustration, dass bei Happy Coffee das Wachstum irgendwie ausgeblieben ist

Andy: wolltest du von dem aktuellen SaaS-Hype wobei das die Frage ist,

Andy: ob wir den noch haben wolltest du von dem profitieren oder hast du das wirklich

Andy: ja, wolltest du da einfach nochmal, wolltest du das nochmal wissen einfach

Christian: Also meine ehrliche Antwort ist, ich habe ein Problem gesehen,

Christian: was viele haben, ich auch, und das wollte ich lösen.

Christian: Und das ist nicht gut gelöst bisher. Das war meine Hauptmotivation.

Christian: Ich habe das Produkt in erster Linie für mich selbst gebaut.

Christian: Dass das jetzt zufällig wieder das Rechnungsthema ist, ist halt ein Zufall.

Christian: Vielleicht war ich auch durch die Fastbill-Zeit schon ein bisschen vor...

Christian: Also ich bin halt sensibilisiert für dieses Buchhaltungsthema.

Christian: Ich bin jetzt keiner, der sagt, ich habe Angst vor dem Thema,

Christian: wie das ja viele Gründer sagen, ich will damit so wenig wie möglich zu tun haben,

Christian: das ist alles zu kompliziert für mich.

Christian: Vielleicht hat mir das jetzt geholfen, dass ich da so ein bisschen vorsensibilisiert war.

Christian: Aber Fast Build, wie du schon gesagt hast, da haben wir damals in Begegen Word

Christian: und Excel angetreten. Das war unser Wettbewerb bei Fast Build, das war 2011.

Christian: Dann ist daraus ein Produkt entstanden für Freelancer, für Dienstleister,

Christian: die halt manuell Rechnungen stellen und irgendwie Zeiten an ihre Kunden abrechnen

Christian: oder einzelne Produkte.

Christian: Was ich jetzt gebaut habe, ist eine Lösung, die halt automatisierte Transaktionen in hohem Volumen.

Christian: Rechtskonform automatisiert abrechnet und all die Gesetze erfüllt,

Christian: die es halt damals in Teilen gab oder noch gar nicht gab.

Christian: Jetzt kommt halt mit diesem E-Rechnungsthema noch zufällig ein zeitlicher Druck

Christian: dazu, da ändert sich gerade viel, wo viele ja auch sagen, ich habe da wieder

Christian: Angst davor, mich mit dem Thema zu beschäftigen.

Christian: Auf der anderen Seite finde ich, ist das ein großer Vorteil,

Christian: dass es dieses XML-Format jetzt gibt in Zukunft.

Christian: Und die PDF, die man halt sieht, ja nur noch das Human Readable Interface sozusagen bleibt.

Christian: Aber seit diesem Jahr dürfen wir zum Beispiel auch ausschließlich die XML als

Christian: Rechnung im Archiv aufbewahren.

Christian: Also man muss heute nicht mehr die PDFs archivieren, sondern es reicht,

Christian: wenn du die XML-Datei aufbewahrst und archivierst, was ja auch rein vom Datenvolumen viel geringer ist.

Christian: So eine XML-Rechnung ist halt ein Bruchteil von der Größe von einem PDF-Format.

Christian: Das heißt auch, Speicher wird jetzt deutlich günstiger und ich muss jetzt gar

Christian: nicht mehr in riesengroßen Speichermengen planen, wie das bei Fastbil damals der Fall war,

Christian: sondern jetzt werden einfach nur noch, wenn jemand sagt, ich möchte die Rechnung

Christian: runterladen, dann wird in dem Fall das PDF generiert.

Christian: Aber die Basis dafür ist immer das archivierte XML. und ähm,

Christian: Jetzt habe ich selbst den Faden verloren. Aber genau, also so kam halt dieses ganze Thema mit,

Christian: Rechnungskit, dass ich halt diese rechtlichen Anforderungen,

Christian: die jetzt alle betreffen und den Wusel im Markt, den ich ja selber durch eigene

Christian: Nutzung von verschiedenen Tools gesehen habe und erlebt habe.

Christian: Und der Chance, dass es jetzt halt eine Modernisierungsmöglichkeit gibt,

Christian: das kam für mich einfach zu einem günstigen Zeitpunkt.

Christian: Und jetzt haben wir halt, wie gesagt, die rechtliche Lage, die sagt,

Christian: du musst, also ab 1.1.26 müssen zum Beispiel Unternehmen, die,

Christian: mehr wie 800.000 Euro Jahresumsatz gemacht haben im letzten Jahr und B2B-Rechnungen

Christian: in Deutschland erstellen, die müssen das in Zugwertform oder in einem XML-fähigen Format machen.

Christian: Das kann X-Rechnung sein, reine XML oder Zugwertformat. Das ist ja dieses XML-PDF-Hybrid,

Christian: was sich durchgesetzt hat jetzt.

Christian: Das muss halt passieren. Das heißt, hier gibt es jetzt eine rechtliche Zeitlimit,

Christian: was halt viele Firmen schon erfüllen müssen. Und dann im nächsten Jahr kommt

Christian: nochmal eine neue Grenze. Das heißt, das müssen dann alle auf einmal machen.

Christian: Und selbst wenn ich jetzt in meinem Standard B2C E-Commerce-Shop einen Kunden

Christian: habe, der eine Agentur ist oder du bestellst Kaffee bei mir mit deiner Firma,

Christian: dann ist das eine B2B-Transaktion und dann muss ich als Unternehmen in Deutschland

Christian: jetzt eine XML-fähige Rechnung, eine Zugfahrt, genau.

Christian: Anbieten. Und zwar eben nicht nur das Dokument, sondern ich muss auch diese

Christian: rechtlichen Anforderungen an das Dokument, was zum Beispiel Archivierung und

Christian: so weiter angeht, die muss ich erfüllen.

Christian: Es ist jetzt keine, also die Schonfrist, die läuft jetzt gerade,

Christian: aber das wird halt immer straffer, diese Schlinge.

Christian: Und die Frage ist halt also nicht, mache ich es oder mache ich es nicht, sondern wann.

Christian: Und ich dachte, das könnte jetzt ein ganz guter Zeitpunkt sein.

Andy: Musst du das irgendwann zertifizieren lassen dann? Also kommt da irgendein Auditor

Andy: dann mal vorbei? Ich stelle mir das jetzt gerade auch vor. Es ist natürlich

Andy: klar, wie dein Gesetz was vorgegeben wird.

Andy: Aber jetzt, wenn du so ein Anbieter bist, musst du das irgendwann zertifizieren lassen?

Christian: Nee, das muss man nicht. Und ich glaube, das geht auch ehrlich gesagt nicht.

Christian: Was halt zertifiziert ist, ist jetzt zum Beispiel, ich nutze Hetzner als Rechnungszentrum.

Christian: Die sind jetzt ISO 27001 zertifiziert.

Christian: Aber es gibt jetzt zum Beispiel kein Zertifikat für DATEV oder keinen,

Christian: also sowas gibt es halt nicht. Habe ich tatsächlich schon ein paar Mal bekommen, die Frage.

Christian: Ich habe halt versucht, alles so transparent wie möglich zu machen.

Christian: Ich habe eine Seite gebaut auf rechnungskip.de slash Sicherheit,

Christian: da ist alles aufgeschrieben, wie auch die Infrastruktur aussieht,

Christian: was wir genau machen, wie wir jetzt zum Beispiel.

Christian: Diesen Schreibschutz gebaut haben, wo wir welche Hashes setzen,

Christian: um halt eine Unveränderbarkeit nachzuweisen.

Christian: Also das sind die Anforderungen, die der Gesetzgeber sagt. Der sagt,

Christian: du musst das halt für acht Jahre bis zum Kalenderjahresende speichern und unveränderbar

Christian: speichern, nicht löschbar speichern.

Christian: So, das sagen die musst du machen, aber wie du es dann technisch machst,

Christian: ist halt nicht vorgegeben.

Christian: In dem Moment, wo man aber sagt, ich mache das jetzt so und das ist für alle

Christian: nachvollziehbar und jemand, der jetzt Steuerprüfer zum Beispiel,

Christian: der könnte kommen, der kriegt dann auch, der hat ja auch meine,

Christian: unsere Auftragsdatenverarbeitung, wo auch nochmal alles drinsteht, der kriegt aber auch,

Christian: eine Verfahrensdokumentation in die Hand, wo alles drinsteht,

Christian: der kann das dann halt nachvollziehen.

Christian: Und das ist halt das, was ich mit maximaler Transparenz meine.

Christian: Aber eine Zertifizierung, dass man jetzt zum Beispiel ein GOBD-Archiv hat,

Christian: das gibt es, glaube ich, so gar nicht.

Christian: Und wenn, dann kann ich mich ja irgendwann mal darum bemühen.

Christian: Aber jetzt muss ich erst mal Kunden Nummer 4 gewinnen und dann schauen,

Christian: wann wir dieses Thema angehen.

Andy: Das Preismodell ist ja sehr günstig, wenn ich es mal so sagen darf.

Andy: Es gibt halt die Grundgebühr, 9 Euro hast du gesagt, an 15 Cent pro Rechnung.

Andy: Und ich glaube, es geht dann runter, je nach Größe bis 0,03 Euro, also 3 Cent pro Beleg.

Andy: Da musst du ja dann schon große Kunden finden mit vielen Belegen oder du brauchst

Andy: viele Kunden, damit sich das am Ende für dich dann rechnet.

Andy: Also die kleinen Shops bringen dir wahrscheinlich nicht so viel außer Kunden und Tester, oder?

Christian: Ja, also ich hatte zwei Überlegungen bei dem Preismodell. Ich habe wirklich

Christian: überlegt, wie mache ich es eigentlich. Auf der einen Seite, es gibt halt sehr, sehr große Shops.

Christian: Ich habe halt jetzt im aktuellen Testing Leute, die wahrscheinlich demnächst live gehen.

Christian: Das ist schon jetzt quasi in der finalen Planung, die machen so jeweils zwischen

Christian: 8.000 und 10.000 Rechnungen im Monat.

Christian: Und genau, also das sind schon große, größere Shops auf jeden Fall und ich wollte halt, dass es,

Christian: für mich jetzt als jemand, der eine Software anbietet und dir auch dann Ressourcen

Christian: verbraucht, da kommen ja ständig Calls rein, die Software, also Server und so,

Christian: das braucht es ja schon, auch den Speicher, auch wenn er gering ist,

Christian: aber das braucht man zumindest.

Christian: Deswegen wollte ich jetzt ein Modell haben, was jetzt nicht irgendwie limitiert

Christian: ist im Preis, sondern was halt fair mitwachsen kann.

Christian: Fair im Sinne von, es muss so sein, dass es auch im Markt halt noch,

Christian: ich sag mal, vergleichbar ist mit anderen, aber so, dass es sich auch für mich

Christian: eben lohnt. Deswegen habe ich halt diese Dekressionskurve gebaut,

Christian: die ich halt sage, je mehr du machst, desto günstiger wird es.

Christian: Und genau, das ist auch mit so Preisrechner auf der Webseite,

Christian: kann man das gut nachvollziehen. Und der zweite Gedanke war.

Christian: Es gibt ja die Aufbewahrungspflicht von Rechnungen. Wenn jetzt jemand sagt, ich,

Christian: kündige oder ich löse mein Unternehmen nächstes Jahr auf, dann muss der noch

Christian: weiter acht Jahre nach der letzten Rechnung bis zum Kalenderjahresende,

Christian: muss halt dieses Archiv der Rechnung steuerlich weiter bestehen.

Christian: Du kannst nicht einfach sagen, dann lösche ich jetzt alles und schmeiße den

Christian: Papierkorb und dann ist es weg, sondern du musst acht Jahre,

Christian: auch nachdem deine Firma aufgelöst wurde, musst du halt noch dieses Archiv nachweisen können.

Andy: Bei dir dann oder muss er die runterladen können?

Christian: Erstmal generell muss der Unternehmer oder ein Unternehmen, was halt Rechnung

Christian: erstellt hat, jede Rechnung, die in Deutschland erstellt wurde,

Christian: muss acht Jahre zum Kalenderjahresende aufbewahrt werden. Also maximal neun

Christian: Jahre sozusagen. Das ist der maximale Zeitraum.

Christian: Und das ist eine Pflicht, die muss der Unternehmer erfüllen.

Christian: Wie der das technisch macht, ist ihm überlassen.

Christian: Aber technisch heißt halt auch, GOBD-Archiv für acht Jahre, also GOBD,

Christian: heißt jetzt, wenn ich das einfach runterlade, die PDFs in meine Dropbox lege,

Christian: so dann ist das halt nicht rechtlich ausreichend, weil die Sachen sind dann

Christian: veränderbar. Ich kann sie löschen, ich kann sie verschwinden lassen.

Christian: Und das wäre halt was, das geht so nicht. Was wir jetzt als Rechnungskit anbieten,

Christian: oder was ich da anbiete, ist halt, Das sind zwei Möglichkeiten.

Christian: Entweder behältst du einfach das Archiv bei mir und zahlst dafür weiterhin den

Christian: Archivtarif. Das sind diese 9 Euro Basis.

Christian: Dafür hast du deine rechtlichen Sorgen aus dem Kopf oder kannst jederzeit,

Christian: wenn der Steuerprüfer in vier Jahren kommt, sagst du hier Zugang,

Christian: fertig. Kann er sich da alles anschauen.

Christian: Oder du lädst alles runter, also jemand, der bei Rechnungskid kündigt,

Christian: der hat 90 Tage lang Zeit, kriegt auch dann ganz viele Infos,

Christian: dass er sich sein komplettes Archiv runterladen kann, sowohl als PDF als auch XML, was er eben möchte.

Christian: Und dann ist er aber selber dafür verantwortlich, dass er das irgendwo anders

Christian: ordentlich archiviert.

Christian: Wie gesagt, auf der Festplatte speichern reicht da nicht aus.

Christian: Dropbox auch nicht, Drive auch nicht.

Christian: Das muss dann halt jemand selber machen. Aber ich kann die natürlich nicht zwingen,

Christian: die Leute bei mir zu bleiben.

Christian: Und da ich aber jetzt nicht irgendwie solche für mich Karteileichen haben wollte,

Christian: unnötigerweise, habe ich halt diesen 9 Euro Basistarif eingeführt,

Christian: wo ich gesagt habe, hey, das ist mein Service, den könnt ihr weiter nutzen.

Christian: 9 Euro ist hoffentlich gering genug, dass man das auch, also dass man die Pflicht

Christian: sozusagen noch einige Jahre erfüllen kann.

Christian: Wahrscheinlich werde ich es auch bauen, dass es dann automatisch irgendwann

Christian: ausläuft, wenn jemand wirklich sagt, meine Firma wurde aufgelöst,

Christian: dann kannst du Datum definieren und bis dahin wird abgerechnet und dann halt nicht.

Christian: Vielleicht biete ich auch an, eine große Rechnung zu erstellen,

Christian: dass es noch über die Firma, solange sie noch da ist, einmal gezahlt werden

Christian: kann und dann läuft das Archiv noch 8 Jahre.

Christian: Das muss ich nochmal gucken. So einen Case gab es jetzt halt noch nicht,

Christian: Aber das sind so die Dinge, die ich gerne mit anbieten würde.

Christian: Aber jeder kann jederzeit gehen, da gibt es keinen Zwang.

Andy: Ist ja interessant, dass du dich jetzt mit drei Kunden schon so damit beschäftigst,

Andy: was passiert, wenn der Kunde geht und was muss ich da rechtlich einhalten.

Andy: Spricht auf jeden Fall für das Produkt.

Andy: Was baust du bewusst nicht ein? Also du hast ja jetzt einen Checkout,

Andy: wo ich dann bestellen kann. Es gibt, ich kann Molli als Zahlungsanbieter anbinden,

Andy: was auch eine europäische Lösung ist.

Andy: Aber gibt es auch Dinge, die du bewusst gar nicht einbaust und wo du dann Nein

Andy: sagst? Also wie unterscheidest du da, was du baust und was nicht?

Christian: Also ich sage mal, für die Zukunft ist alles denkbar. Ich versuche mich halt

Christian: jetzt am Anfang danach zu hangeln,

Christian: oder danach zu richten, was halt so die konkreten Anforderungen sind.

Christian: Und auch hier wieder, ich habe bei mir selbst angefangen, ich selbst verkaufe

Christian: Kaffee, es gibt halt Bestellungen im Shop und es gibt halt Zahlungen über Molli.

Christian: Das ist ein relativ einfacher Case.

Christian: Aber mit jedem Kunden, der sich jetzt halt angemeldet hat, mit dem ich gesprochen

Christian: habe, habe ganz viele Exploration Calls gemacht mit Leuten,

Christian: Jetzt auch von Leuten, die halt das System nutzen, sehe ich halt an den Daten,

Christian: was eigentlich so die Cases sind und habe halt jetzt daraus oder lerne ich gerade,

Christian: was eigentlich die Anforderungen sind.

Christian: Bewusst weggelassen habe ich jetzt am Anfang, ganz am Anfang erstmal die Marktplätze,

Christian: Amazon, Otto, Kaufland und so weiter.

Christian: Ich bin jetzt gerade dabei, die ersten davon einzubauen. Das ist aber jetzt

Christian: sozusagen vier Monate nach Start kommt das.

Christian: Jetzt, wo ich mit dem anderen confident genug bin, ich habe auch erst mal mich

Christian: nur für drei Shop-Systeme als Integration entschieden, Shopify,

Christian: WooCommerce und Shopware und API.

Christian: Das sind die Möglichkeiten, die es gab.

Christian: Aber wenn wir jetzt nochmal diesen Payment-First-Ansatz uns ins Bewusstsein

Christian: rufen, dann ist halt die Frage, woher kommen denn diese Zahlungen zu diesen

Christian: Payments? Und das ist...

Christian: Dann entweder aus einer Bestellung kommt, die irgendwo herkommt,

Christian: aus dem Shop oder aus einer API, aus einer SaaS.

Christian: Oder es kann halt zum Beispiel eine Kassentransaktion sein, wo es halt keine

Christian: Bestellungen aus dem Shop dazu gibt. Und da ist zum Beispiel eine Grenze,

Christian: wo ich gesagt habe, dieses ganze TSE-Thema, Kassensysteme, das mache ich jetzt erstmal nicht.

Christian: Ist jetzt auch nicht mein Ziel. Und streng genommen kommt ja aus einer Kasse

Christian: auch keine Rechnung, sondern wenn dann Kassenzettel, Quittung, Z-Bom und so weiter.

Christian: Dafür gibt es auch schon coole Lösungen.

Christian: Da bin ich dann lieber offen für eine Partnerschaft. Zum Beispiel mit dem Christoph

Christian: von Open Fiscal habe ich gesprochen.

Christian: Die machen halt nur das, jetzt auch nur für Shopify in dem Fall.

Christian: Das halte ich dann aber auch aus Produktsicht für eine sinnvolle Trennung.

Christian: Ansonsten bin ich erstmal offen für alles, was halt eben Zahlungen erzeugt,

Christian: die automatisiert reinkommen. Alles, was irgendwie Bestellungen erzeugt.

Christian: Ob das jetzt Kurse sind, die jemand online verkauft. Ich glaube,

Christian: ob das Merch ist von irgendeiner Band, die wollen so eine Art Minishop haben,

Christian: oder ob das jetzt eine SaaS ist, wie du das gerade baust, wo du sagst,

Christian: ich habe vielleicht noch zwei, drei Add-ons.

Christian: Das war halt bisher nie so richtig einfach möglich, außer man baut es halt über

Christian: Stripe, über Stripe Billing.

Christian: Dann hast du aber wieder den US-Checkout, der wiederum nur so halb die Wahrheit,

Christian: erfüllt, die rechtliche Wahrheit in Deutschland. Da hast du dann sowas wie Buttonlösung

Christian: und Vertrag-Wiederrufen-Button und E-Rechnung sowieso.

Christian: Deswegen habe ich mir gesagt, gut, Checkout zu bauen ist jetzt ja auch nicht,

Christian: die Welt. Also baue ich das noch hinzu und zwar einmal für Einzelprodukte und einmal für SaaS.

Christian: Und ja, auch bei Payment-Anbietern. Ich habe jetzt Molly, Unser,

Christian: GoCardless, Paypal, Klana.

Christian: Das sind jetzt meine, guck mal gerade, Molly und Stripe natürlich. Die habe ich jetzt drin.

Christian: Und, ja, ansonsten höre ich einfach zu, was die Leute wollen.

Christian: Ein erster Interessent hatte zum Beispiel danach gefragt, er würde gerne seine

Christian: Kurse, die er mit Memberspot verkauft, und bisher halt auf so eine Lösung wie

Christian: Digistore24 oder Abelfire oder sowas geht.

Christian: Er hat gesagt, das ist alles ein bisschen pör, was die machen,

Christian: und ist auch nicht so endlos geil. Deswegen kann ich mit deinem Checkout eigentlich

Christian: auch meine Kurse verkaufen, die ich dann irgendwie bei Ghost oder bei Memberspot zum Beispiel mache.

Christian: Das war dann, habe ich dann erst die APIs angeguckt und habe es halt gebaut.

Christian: Ich schreibe dann den Anbietern meistens und dann ist es halt jetzt mit drin

Christian: und dann kam die Zusatzfrage, wenn ich jetzt Ads auf dein Checkout schalte,

Christian: kann ich denn da auch irgendwie meine Meta-Conversions messen?

Christian: Ja gut, habe ich das jetzt auch noch gebaut.

Christian: Dann kommt der Erste und sagt, ich mache auch TikTok und Google Ads,

Christian: so kann ich das auch machen.

Christian: Dann bauen wir jetzt eine Universallösung, wo du dein JavaScript hier einführen

Christian: kannst, Das muss natürlich wieder sicher sein alles, aber so kommt dann immer

Christian: eins zum anderen und das ist eine schöne Entwicklung.

Christian: Ansonsten ist mein Cut gerade noch bei eingehenden Rechnungen.

Christian: Die erfasse ich gar nicht. Also es geht wirklich nur darum, was reinkommt im

Christian: Umsatz und welche Bestellungen gehören dazu.

Christian: Aber dass du jetzt deine Lieferantenrechnung bei Rechnungskid hochlädst, das ist kein Case.

Christian: Da nutze ich selber übrigens noch Fastball für in meinem Unternehmen.

Christian: Das ist jetzt auch erstmal nicht geplant.

Andy: Okay, wo hast du, oder das ist ja immer auch eine Frage, die ich ganz,

Andy: ganz stelle, jetzt hast du die ersten drei, wo hast du die ersten drei Kunden

Andy: gewonnen? Kamen die über Kontakte, über dein LinkedIn-Game, was ja jetzt auch

Andy: wieder zugenommen hat im Laufe der letzten Monate?

Andy: Wie kamen die auf dich zu? Haben die dich über SEO gefunden?

Andy: Kennen die dich von Happy Coffee?

Andy: Also wo hast du die Kunden her?

Christian: Also bisher sind, ich glaube, es sind jetzt 50 oder 60 Sign-Ups oder Leads,

Christian: die ich insgesamt gewonnen habe und alle sind ausschließlich über LinkedIn gekommen.

Christian: Das habe ich als den für mich besten Kammer erst mal identifiziert,

Christian: weil ich muss halt nichts machen, außer dreimal am Tag posten.

Christian: Das habe ich halt jetzt seit Monaten, mache ich das jetzt schon,

Christian: ein, zwei, dreimal am Tag poste ich halt relevantes Zeug.

Christian: Also es gibt halt Phasen, Wochen, in denen ist es super. Da erreicht dann ein

Christian: Post irgendwie 50.000, 70.000 Views.

Christian: Dann gibt es halt Wochen, jetzt letzte Woche, da bin ich froh,

Christian: wenn überhaupt ein Post über 1.000 Views geht.

Christian: Aber einfach dranbleiben und dann gibt es halt mal wieder welche, die sind gut.

Christian: Also ich habe jetzt ja keine riesen Reichweite auf LinkedIn.

Christian: Das sind jetzt glaube ich 4.600 Kontakte oder Follower oder sowas.

Christian: Und ich habe aber, wenn ich mir die Statistiken bei LinkedIn anschaue.

Christian: Dann ist das schon ziemlich cool, was da halt geht. Also so eine Durchschnittswoche,

Christian: hat irgendwie irgendwas zwischen 20.000 und 50.000 Menschen,

Christian: die ich da erreichen kann.

Christian: Und klar ist jetzt nicht für alle dieses Thema super relevant.

Christian: Deswegen streue ich auch andere Sachen nochmal mit ein.

Christian: Aber mir ist halt wichtig, wenn man so eine Marke aufbaut, so eine Brand aufbaut,

Christian: dass man es halt nicht nur einmal schön irgendwo sagt, das war ein Learning

Christian: aus der Fastbildzeit noch, sondern dass du eigentlich konsequent immer und immer und immer wieder,

Christian: den Namen in den Raum wirfst, damit halt Leute zwangsläufig daran denken müssen,

Christian: wenn sie irgendwann an dieses Thema rechnen, in der Ehrlechnung denken.

Christian: So funktioniert halt Markenaufbau. Und darauf hoffe ich, dass es auch in der Zukunft funktioniert.

Christian: Und wenn wir dann in einem Jahr oder in zwei oder in drei nochmal sprechen,

Christian: dann wird es wahrscheinlich hoffentlich keinen Beitrag online mehr zu dem Thema

Christian: E-Rechnung geben, der nicht Rechnungskette als Lösung erwähnt, idealerweise.

Christian: Aber da muss man natürlich jetzt erstmal rankommen und deswegen baue ich jetzt

Christian: das ganze Thema Sichtbarkeit vor allem weiter aus.

Christian: Mein Ziel ist es jetzt halt, mit LinkedIn natürlich weiterzumachen,

Christian: aber ich will vor allem Inbound-Kanäle aufbauen, also SEO, Geo,

Christian: YouTube, all das, was halt mir dauerhaft mehr Traffic bringen kann, relevanten Traffic.

Christian: Das ist das, was ich machen will. Und LinkedIn oder Direktkontakt oder Outreach,

Christian: kalten Outreach mag ich persönlich überhaupt nicht und ist deswegen auch nichts, was ich jetzt so,

Christian: wahrscheinlich massiv machen werde. Ich werde es testen und dann auch sehen,

Christian: wie es ist. Ich muss ja alles einmal getestet haben.

Christian: Aber mein Ziel ist es eigentlich, eben mit Inbound-Kanälen möglichst auch gar

Christian: nicht zu wachsen und dann einfach die kleinen Steps machen.

Christian: Ob das ist langfristig auch gesünder und wertvoller, aber für mehr habe ich

Christian: auch gerade wieder Zeit noch das Budget.

Andy: Ja, also da warst du auf jeden Fall, oder wo du Gas gibst oder wo Claude Gas gibt.

Andy: Du kannst mal kurz erzählen, du hast einen Haufen Vergleichsseiten im Footer auf der Webseite.

Andy: Da gibt es dann Vergleichs mit LexOffice, mit SavDesk, EasyBuild,

Andy: Bilbi, bla bla bla, auch mit FastBuild natürlich und noch ganz viel mehr.

Andy: Ich glaube, ich habe das noch nie so gesehen, dass das so exzessiv ist und es

Andy: gibt auch einen Haufen Blogartikel.

Andy: Merkst du schon, dass das funktioniert? Also, dass du in diesem SEO-Bereich, Geo, dadurch

Andy: Sichtbarkeit gewinnst oder auch, du hast jetzt gesagt, die Kunden sind bisher

Andy: alle über LinkedIn gekommen oder kam jetzt schon nehmen man dann darüber oder

Andy: lesen die bisher und holen sich erst mal Content und du machst sie damit?

Christian: Also ja, die ersten Signups kamen jetzt schon auch gar nicht tatsächlich.

Christian: Ich habe das gemacht, recht früh, recht viel Content, weil erstens,

Christian: wenn ich so eine Software suchen würde, dann würde ich wissen wollen,

Christian: wo ist eigentlich der Unterschied zu X oder Y, die ich vielleicht schon kenne.

Christian: Ich sehe das ja auch in meinen Chats. Ich habe so einen KI-Chat gebaut und sehe

Christian: auch, welche Fragen dort gestellt werden.

Christian: Wo ist der Unterschied eigentlich zu Zevdesk. Warum ist das jetzt irgendwie anders?

Christian: Und dann kann man sich halt, bevor ich mir da jedes Mal irgendwie was ausdenken

Christian: muss oder eine KI habe, die sich Dinge ausdenkt oder ich mir halt dann nicht

Christian: sicher bin in dem Moment, weil ich die letzten Features nicht kenne,

Christian: habe ich halt hier einfach eine tiefe Recherche gemacht in die Tools und habe halt.

Christian: Unter der Annahme, dass ich für mich jetzt so einen Vergleich treffe,

Christian: gesagt, was ist wirklich der Unterschied zwischen diesen Tools?

Christian: Also wo ist der Unterschied? Und wie ich ja vorhin schon gesagt habe,

Christian: es gibt viele Tools am Markt, alle machen so ein bisschen was in dem Prozess,

Christian: und habe dann beschlossen, ich brauche so eine Visualisierung,

Christian: wo man halt den Gesamtprozess einmal aufzeigt und dann sagt,

Christian: aha, guck mal, Bilbi macht von da bis da, aber das nicht.

Christian: Zeftest macht von da bis da, aber das nicht. Account One, die fangen da an, aber da fehlt das halt.

Christian: Und vielleicht gibt es auch Tools wie zum Beispiel Pathway, die relativ den

Christian: kompletten Prozess abbilden, aber halt nur für Shopify wiederum.

Christian: Wenn du jetzt WooCommerce machst, dann kommst du da schon wieder nicht weit.

Christian: Das ist die erste Ebene, die fand ich einfach super wichtig und wertvoll vergleichbar zu machen.

Christian: Und das hat ja auch nichts damit zu tun, zu sagen, das Tool ist irgendwie besser

Christian: als ein anderes Tool, sondern es ist eine rein sachliche Ebene,

Christian: auf der hier verglichen wird. Da sind auch alle Quellen angegeben,

Christian: wo die her sind und die werden auch alle drei Monate wieder überprüft.

Christian: Damit jemand sich erstmal ganz objektiv, ganz neutral ein Bild davon machen

Christian: kann, was eigentlich wirklich der Unterschied ist.

Christian: Dafür habe ich diese Vergleichsseiten gebaut.

Christian: Die zweite Ebene ist dann so diese, wie gefällt es mir, wie fühlt es sich an,

Christian: wie mag ich die Oberfläche, gefällt mir irgendwie das Interface in dem einen

Christian: Tool vielleicht besser als bei dem anderen, ist irgendwo eine Funktion an der

Christian: Stelle vielleicht geiler als bei dem anderen Tool.

Christian: Das ist dann jemand, der dann im Tool ist und vielleicht auf der Ebene vergleicht

Christian: Vielleicht gibt es auch Leute, die wollen halt nicht so einen Sales-Prozess

Christian: durchlaufen, wollen sich erstmal irgendwo anmelden, durchklicken.

Christian: Genauso gibt es aber auch andere Leute, die haben sich bei mir gemeldet und

Christian: gewundert, ich habe gar keinen Talk-to-Sales-Button bei dir gefunden.

Christian: Also da muss man halt auch schauen, wem macht man es jetzt wie wo recht.

Christian: Aber das ist jetzt gerade eine Phase, in der lerne ich einfach,

Christian: wer welche Anforderungen hat. Und ich versuche dann halt all die so happy wie möglich zu machen.

Andy: Aber du versuchst ja schon ein bisschen das so auf Autopilot zu bauen.

Andy: Du willst ja jetzt keinen Sales Talk machen, so habe ich dich verstanden.

Christian: Also das sollte schon sein.

Andy: Das ist dein Heavy Coffee Learning, dass es auf Autopilot laufen sollte.

Christian: Absolut. Idealerweise schon, aber jetzt ist natürlich auch gerade eine Phase,

Christian: in der ist es halt nicht denkbar, dass ich Autopilot mache, sondern ich rede

Christian: ja auch gerne mit Leuten.

Christian: Mir geht es ja auch nicht darum, dass ich jetzt hier mit niemandem sprechen

Christian: will, aber am Ende mache ich das Ding alleine und muss halt schauen,

Christian: wie effizient kommt man vorwärts im Sinne von beiden Parteien.

Christian: Alle Kunden, mit denen ich schreibe, inklusive dir, sagen mir,

Christian: ich habe da eigentlich gar keine Zeit für gerade. Ich habe irgendwie Stress

Christian: und das ist ein Thema, ich weiß, ich muss das irgendwie machen,

Christian: aber so richtig passt es gerade nicht.

Christian: Und das ist halt was, da musst du mit umgehen. Ich kann das jetzt nicht ändern,

Christian: ich kann dich auch nicht zwingen, aber ich kann halt sagen, ey Leute,

Christian: wir haben alle das Problem mit den rechtlichen Anforderungen,

Christian: wir müssen es halt irgendwie lösen.

Christian: Wie kriege ich das irgendwie hin? Und das lerne ich einfach.

Christian: Und da ist jeder Mensch anders und ich versuche da einfach individuell drauf einzugehen.

Christian: Aber wenn ich jetzt mal dran denke, wie schaffe ich es halt nicht nur vier Kunden,

Christian: sondern 40 oder 400 oder 4000 immer zu gewinnen in kürzerer Zeit,

Christian: dann muss es eine Form von Automatisierung geben, sonst wird es halt einfach nicht skalierbar sein.

Christian: Und deswegen im Moment ist der Kontakt, der Austausch super intensiv und dann

Christian: irgendwann wird er einfach weniger hoffentlich und dann geht die Kurve hoch.

Christian: Aber bis dahin bin ich jetzt sehr, sehr dankbar über jeden einzelnen Austausch,

Christian: jeden einzelnen Chat und telefoniere mit eigentlich fast jedem Kunden und habe

Christian: ganz viel, biete mich an und das hilft mir jetzt auch das System fein zu schleifen und,

Christian: den Kunden auch Sicherheit zu gewinnen.

Andy: Ich glaube, ich habe dir vorgestern auf LinkedIn auf einen Beitrag von dir einen

Andy: E-Mail-Provider aus Europa empfohlen, weil du irgendwie hast,

Andy: glaube ich, geschrieben, du bist mit Brevo nicht ganz zufrieden.

Andy: Da habe ich dir AHA-Send empfohlen und am Tag später schickst du mir den Change-Log-Eintrag

Andy: und die Dokumentation, dass du es eingebaut hast. Also,

Andy: wie kriegst du sowas hin? Weil du musst es ja auch, du musst dich da selber

Andy: anmelden, du musst dir das anschauen, das kann ja Cloud für dich nicht machen.

Andy: Das Preismodell, das Ausprobieren, Testen, Einbauen, Dokumentationen schreiben lassen.

Andy: Wie sieht da dein Entwicklungsworkflow aus? Du hast jetzt gerade gesagt,

Andy: du hast ein paar Cloud-Code-Terminal-Fenster, dass du das hinbekommst.

Andy: Also, im Change-Log stehen ja auch teils mehrere Einträge dann pro Tag.

Andy: Da musst du ja immer sicherstellen, dass du da nichts kaputt machst,

Andy: wenn du am offenen Herzen da operierst.

Andy: Aber wie kriegst du es so schnell hin, sowas wie jetzt AHA-Sense so schnell einzubauen?

Christian: Auch hier wieder, ich habe ja die Lösung erst mal für mich selber gesucht.

Christian: Ich wollte Brevo ersetzen. Brevo ist jetzt grundsätzlich eine gute Lösung.

Christian: Was mich persönlich gestört hat, ist halt, dass die ein sehr marketingy Interface

Christian: haben und mir hat halt im Wesentlichen das Interface nicht gefallen.

Christian: Auch wollte ich irgendwie eine API-Integration haben und habe einfach mal gefragt

Christian: bei LinkedIn, wie ich das so immer mache. Hey, gibt es nicht irgendwie coole

Christian: Lösungen? Hat irgendjemand Erfahrungen? Ich hatte schon ein bisschen recherchiert.

Christian: Aha, send kann ich aber nicht.

Christian: Und eigentlich habe ich halt was gesucht, was die Resend aus den USA ist,

Christian: aber halt eben europäisch.

Christian: Mein Ziel ist halt 100% Souveränität in Europa und das heißt,

Christian: ein AWS mit Serverstandort Frankfurt zählt auch bei mir nicht rein,

Christian: sondern es muss eine Firma sein, die 100% in Europa ist und auch Infrastruktur

Christian: 100% in Europa verwendet.

Christian: So, das habe ich halt gesucht und dann kam halt ein Post mit unter anderem Aha-Send.

Christian: Und das ist ja das Schöne an der heutigen Welt. Da meldet sich der Gründer auf

Christian: einmal bei mir, was ich gar nicht brauchte an dem Moment, sondern was ich brauchte,

Christian: ist erstmal einen Namen. Ich gehe dann auf die Website.

Christian: Ich schreibe mir das dann nicht als To-Do auf die Liste, ich schreibe mir das

Christian: dann nicht als To-Do auf die Liste, check mal irgendwann Aha-Send aus,

Christian: sondern ich gehe dann auf die Website, mache ein zweites Tab auf,

Christian: gucke mir das an, gucke, ob die Dokumentation super aussieht,

Christian: gucke vielleicht, ob ich irgendwo noch eine Reputation an finde,

Christian: vielleicht ein, zwei Bewertungen oder irgendwas, gucken, wie viel Traffic da drauf ist.

Christian: So und dann habe ich ein Bild und dann melde ich mich an.

Christian: Das dauert dann fünf Minuten und dann habe ich einen API Key und dann gebe ich

Christian: einen Test Key. Dann baue ich ein Test Szenario mit meinem Cloud außerhalb von meiner Anwendung.

Christian: Dann schicke ich da mal ein paar Requests drauf, gucke halt,

Christian: wie das aussieht, ob das funktioniert, damit die Webhooks alles sauber aussehen,

Christian: wie das auch in der Dokumentation angegeben ist.

Christian: So, und dann habe ich ein Bild, eine Entscheidung und die kann ich dann halt

Christian: fällen innerhalb von 20 Minuten oder so.

Christian: So, und dann kann ich halt sagen, gut, das ist jetzt halt meine Lösung.

Christian: Ich gehe jetzt dann in meine Architektur bei Rechnungskits, hole mir halt mit

Christian: einer eigenen Session dann mit einer eigenen Branch, die ich dann aufmache,

Christian: plane dann dieses Feature.

Christian: Ich sage dann, hier, das ist das, was ich will, da will ich hin,

Christian: das ist die Dokumentation, so sieht unsere aktuelle Lösung aus.

Christian: Das will ich nicht mehr, das will ich dazu haben. Dann dauert so eine Planungssession

Christian: mit Cloud vielleicht nochmal eine halbe Stunde oder so, weil ich will das halt

Christian: wirklich dann auch einmal durchdenken richtig und von vorne bis hinten fertig haben.

Christian: Dann kommen noch ein paar Interface-Sachen dazu.

Christian: So, aber weiß ich nicht, dauert dann eine halbe Stunde vielleicht so eine Entwicklung,

Christian: wirklich eine konzeptionelle Entwicklung. In dem Fall war es halt eine super

Christian: einfache Sache jetzt, weil ich hatte das Interface schon da,

Christian: da musste halt nur eine extra Karte mit rein und dann brauchen wir halt die technische Sache.

Christian: So, dann kommt die Security-Ebene, dann muss das halt natürlich irgendwie über

Christian: meinen Bunny-CDN mitlaufen, dann muss die Firewall, vielleicht die Edge-Rules

Christian: nochmal angeguckt werden, da irgendwo was unnötig gecached wird oder nicht,

Christian: dass das alles funktioniert und auch safe ist. Aber das habe ich ja im Prinzip schon alles da.

Christian: Alles ist dokumentiert und wenn ich jetzt mit Cloud so ein Feature entwickle.

Christian: Weiß der all das, dann hat der all diese Erkenntnisse. Und das heißt,

Christian: ich kann das dann auch relativ zügig umsetzen. So eine Development-Test dauert

Christian: dann vielleicht nochmal eine Stunde oder sowas.

Christian: Und dann kann ich es testen, lokal. Dann habe ich halt lokal,

Christian: baue ich mir meine Test-Keys alles zusammen, bei Hacent gab es ja auch Test-Keys.

Christian: Spiel da einmal alles durch, klicke halt im Interface durch,

Christian: wie es wirklich aussieht, wie es funktioniert, ob es meinen Erwartungen entspricht oder nicht.

Christian: In der Regel sind in all diesen Stufen, die ich jetzt gerade nenne,

Christian: passieren immer noch Sachen. Ich finde immer wieder Sachen.

Christian: Und dann gibt es nochmal einen finalen Security-Check und wenn der dann halt

Christian: erfolgreich war, die Tests alle auch intern von Cloud gut waren,

Christian: jedes Mal, wenn ich was entwickle, gibt es auch immer nochmal einen Prompt,

Christian: schaust du den nochmal an, guck dir das nochmal an,

Christian: also ich gehe da wirklich nochmal im Detail dann durch und dann wird deployed.

Christian: Deployment dauert nochmal fünf Minuten und dann in deinem Fall waren zwischen

Christian: deiner Nachricht auf LinkedIn, deinem Kommentar und dass ich dir gesagt habe,

Christian: das gibt es. Am selben Nachmittag ist das noch passiert.

Christian: Das ist schon abgefahren. Laserfokus. Und ich habe dann jetzt für mich auch

Christian: beschlossen, ich habe gestern Brebo für mich für Rechnungskit ersetzt.

Christian: Ich habe das jetzt noch für Happy Coffee auf der Liste, aber ich habe das für mich ersetzt.

Christian: Und genau, warum das halt kam, warum ich dir geschrieben habe,

Christian: war, ich habe gedacht, gut, ich nutze das jetzt für mich, weil es eine geile Lösung ist.

Christian: Und jemand, der jetzt über Rechnungskit seine Rechnung verschickt,

Christian: über Rechnungskit an seine Kunden, das ist ja ein Feature, was mit drin ist,

Christian: aber halt nicht mein SNTP-Server, also nicht mein Ahacent jetzt nutzen will

Christian: und dann seine eigene Domain verwenden will,

Christian: der kann jetzt halt zukünftig das mit seinem eigenen Ahacent-Account machen.

Christian: So, und das war halt das Feature, was ich dann noch zusätzlich gebaut habe.

Christian: Gute Möglichkeit, dass ich meine eigenen E-Mails darüber schicke.

Christian: Und das war aber halt jetzt auch nicht mehr weit, weil im Prinzip die API ist

Christian: dieselbe, alles da. Und der Kunde muss halt jetzt nur irgendwo ein Feld haben,

Christian: seinen eigenen Key zu hinterlegen.

Christian: Und das war es dann im Prinzip. Also vieles ist halt am Ende nicht so komplex,

Christian: wie es aussieht, wenn man weiß, was zu tun ist sozusagen.

Christian: Das habe ich halt gelernt und deswegen finde ich, mit KI kann man jetzt wirklich

Christian: sehr, sehr schnell sauber auch zu einem Ergebnis kommen und,

Christian: Ja, so baue ich das im Prinzip zusammen. Es gibt komplexere Features wie eine

Christian: Amazon-Integration. Da dauert die Konzeption auch mal irgendwie drei Tage,

Christian: bis das wirklich durch ist.

Christian: Und dann nochmal das Development, so eine 6-Stunden-Session,

Christian: plus nochmal eine Woche lang dann Feinschliff. Das ist halt ein komplexeres Thema.

Christian: Aber so was wir jetzt HSN-E-Mail-Provider einbauen, das ist ratzfatz gemacht heutzutage.

Andy: Das ist natürlich cool. Also man hat gemerkt, du hast jetzt so einen EU-Fokus

Andy: bei Infrastruktur, Mail, du hast Hetzner, glaube ich, dann hast du Bunny-CDN angesprochen.

Andy: Das kommt natürlich aus deiner Historie raus, aber kannst du sagen,

Andy: wo es am schwierigsten war?

Andy: Musstest du irgendwo einen Kompromiss machen oder hast du jetzt überall eine

Andy: Lösung, mit der du sehr zufrieden bist?

Christian: Eigentlich bin ich super zufrieden, also es gibt immer noch Leute,

Christian: die sagen zum Beispiel, ja, Bunny ist jetzt halt ein zu wenig Unternehmen,

Christian: ja, ist in der EU, aber die nutzen irgendwie selber irgendeinen CDN,

Christian: was halt in der UK sitzt und das wiederum in der EU. Also ich glaube,

Christian: es ist ein sehr guter Punkt.

Christian: Das sind so Diskussionen, da kann man sich drauf einlassen oder nicht.

Christian: Es gibt auch Leute, die sagen, ja, Bunny wurde ja mal irgendwann irgendwas gehackt

Christian: und dann ist doch vielleicht Cloudflare wieder.

Christian: So, ich glaube, oder auch jetzt bei dem Aha-Sendik war ja auch die Diskussion,

Christian: ja, das ist ja irgendwie, weiß ich nicht, aus Holland, schickt da erstmal Millionen

Christian: Mails drüber, guckt mal, wie es dann ist.

Christian: Und ich denke mir, ja gut, teilweise fabriziert ihr hier auch Probleme,

Christian: die gibt es vielleicht so gar nicht. oder ihr hängt zu sehr in eurer Enterprise-Welt fest.

Christian: Man muss natürlich einmal schon wissen, was halt wo, wie passiert.

Christian: Aber auch Ahasend ist ein exzellentes Beispiel dafür, die halt ja auch so wie

Christian: Rechnungskid selber eine Seite gemacht hat, wo alles super transparent steht,

Christian: wie war es gehostet, was machen die, was machen die nicht.

Christian: Solange das nachvollziehbar ist und wenn dann noch mit dem Gründer in Kontakt da steht.

Christian: Sehe ich jetzt erstmal nicht den Grund zu sagen oder anzunehmen,

Christian: dass das jetzt nicht sauber ist, nur weil es halt nicht irgendwie ein Scaleway

Christian: oder ein OVH oder ein großes Unternehmen dahinter ist.

Christian: Ich bin halt da auch nicht nur pro Europa, sondern wirklich pro kleine Sachen,

Christian: weil bei kleinen Unternehmen, und das sehe ich an Rechnungsgrids selber,

Christian: ist häufig der Innovationsgrad deutlich höher, der Wille, irgendwie was Gutes

Christian: zu bauen, deutlich größer.

Christian: Und ich kann jetzt auch hier nur für mich sprechen.

Christian: Und das, was ich jetzt hier an technischer Infrastruktur aufgebaut habe,

Christian: das ist deutlich über dem Standard, was so viele größere Startups,

Christian: Scale-Ups umgesetzt haben.

Christian: Ich habe mir da teilweise mit Leuten Sachen angeschaut, wo ich echt die Hände

Christian: im Kopf zusammengeschlagen habe und denke, okay, dann mache ich es lieber selber.

Christian: Das war halt ganz, ganz häufig meine Erkenntnis. Und klar, am Ende ist es natürlich

Christian: auch Trust-Faktor. Ich will jetzt auch nicht zu überheblich wirken an der Stelle,

Christian: aber ich will schon sagen, dass ich das, glaube ich, besser im Griff habe als viele andere.

Christian: Jetzt geht es natürlich darum, den Trust aufzubauen und zu sagen,

Christian: hey, ich weiß, was ich tue, sowohl fachlich als auch technisch und versuche

Christian: das jetzt irgendwie halt besser zu vermitteln.

Christian: Dafür sehe ich übrigens YouTube auch als guten Kanal, wenn man ein Gesicht zeigt

Christian: und sagt, hier Leute, ich habe das gemacht, das ist meine Lösung,

Christian: ich nutze die auch für mich selber.

Christian: Die hat echte Prüfungen durchgestanden, die Lösung, echte Steuerprüfungen,

Christian: ist mit echten Steuerberatern im Einsatz.

Christian: Ich sehe da jetzt, also probiere es halt mal aus, was kann passieren.

Christian: Es ist jetzt auch nicht so, dass die mir ihr Leben anvertrauen.

Christian: Selbst wenn jetzt Rechnungskip mal nicht verfügbar ist,

Christian: Das fragen die mich ja auch häufig. Es gibt eine ausgearbeitete Backup-Strategie,

Christian: die erklärt ist, aber ich sage mal, die Quelle der Wahrheit sind eure Shop-Systeme

Christian: oder die Payment-Anbieter. Da sind die Zahlungen, da sind die Bestellungen.

Christian: Das heißt, selbst wenn das Rechnungskip mal nicht verfügbar ist,

Christian: eine Stunde oder so, dann holt er sich halt eine Stunde später die Informationen

Christian: und verarbeitet die dann.

Christian: Und das Rechnungsarchiv war halt das Wichtigste. Das ist wirklich eine kritische

Christian: Stelle. Da musste ich halt sicherstellen, dass das auch permanent gebackupt wird.

Christian: Bei mir wird alle 60 Sekunden spätestens, egal was in die Festplatte geschrieben

Christian: wird, es wird alle 60 Sekunden ein Backup gemacht spätestens.

Christian: Und das wird dann nochmal täglich gebackupt außerhalb von Europa,

Christian: auch Hetzner, aber Finnland in dem Fall.

Christian: Alles verschlüsselt kleinseitig, sodass halt auch alles sicher übertragen wird.

Christian: Aber dass wirklich auch im Desasterfall Daten noch verfügbar sind.

Christian: Und das wird regelmäßig durchgetestet, das Szenario, dass das auch funktioniert.

Christian: Mehr kann ich erstmal nicht machen, außer das so zu sagen und auch transparent,

Christian: zu kommunizieren. Und jetzt nennen wir mal irgendwo jemanden,

Christian: wo das vergleichbar, transparent ist, wie es gemacht wird eigentlich.

Andy: Das stimmt schon, ja. Also es ist ja auch jetzt ein Vorteil,

Andy: wenn du dann komplettes mit KI alles baust, dann kannst du ja auch so eine Dokumentation

Andy: und ein Change-Log und solche Dinge relativ einfach automatisiert erstellen.

Andy: Klar, schaust du wahrscheinlich nochmal drüber, aber das ist ja auch schon ein

Andy: Riesenvorteil, weil Claude würde dann auch sagen, hey, du hast dir deinen E-Mail-Provider

Andy: geändert, hier haben wir den

Andy: alten noch drinstehen, da müssen wir die Dokumentation updaten und sowas.

Andy: Das hilft ja, glaube ich, da an der Stelle auch.

Christian: Ja, das stimmt, das stimmt. Das ist auch wichtig. also es ist auch Teil des Prozesses.

Christian: Ich habe natürlich, wenn ich Content erstelle, dann ist das jetzt nicht so,

Christian: hier, mach mal Content, sondern es gibt halt eine ganze Liste an Anforderungen,

Christian: die jetzt Cloud bei mir bekommt. Ich schreibe die Texte gar nicht mehr selber

Christian: natürlich, aber habe jetzt auch nicht gesagt, hier, du schreibst die mal irgendwie.

Christian: Zum Beispiel steht dann da in meinen Anweisungen,

Christian: wenn du Behauptungen machst, immer Quellen. Wenn du Quellen verwendest,

Christian: seriöse Quellen. Seriöse Quelle ist das, das, das und das.

Christian: Alles doppelt checken. Bei Sprachlich nutze ich einen Humanizer zum Beispiel,

Christian: auch so ein GitHub-Report, was einfach nochmal Wording verbessert.

Christian: Mir ist auch egal, ob das jetzt irgendein Erkennungstool am Ende erkennt oder

Christian: nicht, sondern wichtig ist, dass die Information irgendwo steht und am Ende

Christian: sagen kann, dass das strukturell gut funktioniert.

Christian: Jedes Mal, wenn ein Text online geht, wird geschaut, gibt es irgendwo Backlinks,

Christian: die wir intern setzen können, aktualisieren müssen.

Christian: Jede Aussage, die euch auf irgendeiner Seite ändere, wird geprüft im kompletten

Christian: Repository, ob es irgendwo eine andere Aussage gibt.

Christian: Das sind auch Läufe, die passieren nicht immer automatisch, sondern da gehe

Christian: ich dann lieber eine Woche oder alle zwei Wochen, alle drei Wochen mal drüber

Christian: und sage halt, hey, guck doch mal.

Christian: Ob die Sachen, die wir in der letzten Woche veröffentlicht haben,

Christian: ob es dazu veraltete Informationen irgendwo gibt, ob es irgendwie sprachliche Sachen gibt.

Christian: Und dann gibt es noch die Marketing-Ebene. Ich habe jetzt zum Beispiel meine

Christian: Google-Search-Konsole gerade offen.

Christian: Das war ja auch eine Frage vorhin, kommen schon Inbound-Leads rein.

Christian: Also ich habe jetzt die letzten 28 Tage, sehe ich hier gerade auf Rechnungskit,

Christian: auf der Marketing-Seite sind jetzt 30.000 Impressionen, 306 Klicks.

Christian: Das geht jetzt nach oben, aber dafür, dass die Seite vor zweieinhalb Monaten

Christian: noch gar nicht live war, noch nicht existiert hatte, ist das jetzt schon gut.

Christian: Ich sehe halt auch jetzt die ersten Geo-Results.

Christian: Ein Grund, warum ich halt so früh damit angefangen habe, weil ich halt weiß, dass es dauert.

Christian: Aber am Ende geht es darum, sinnvolle Sachen auf die Seiten zu packen,

Christian: ordentliche visuell aufbereitete, verständliche Informationen zu haben,

Christian: die jemand so gut verstehen kann, dass sie halt verstanden werden können von

Christian: jedem Gründer, der das durchscannt.

Christian: Deswegen auch die Vergleichsseiten. und gleichzeitig aber auch rechtlich so

Christian: korrekt sind, dass sie gut funktionieren.

Christian: Aber auch da gibt es mittlerweile tolle Hilfen. Du kannst ja Cloud nicht nur

Christian: das Web durchsuchen lassen. Es gibt auch sowas wie hier TaxMCP zum Beispiel.

Christian: Das ist eine Dresdner Firma. Das ist von Tax & Bytes.

Christian: Aber ein MCP, der halt Gesetzestexte zum Beispiel verfügbar macht,

Christian: der ist nicht auch 100% immer up-to-date, aber das kann auch eine gute Basis

Christian: sein, wo man jetzt zum Beispiel nochmal eine rechtliche, fachliche Prüfung machen

Christian: kann, bevor halt irgendwie was live geht.

Christian: Und das Ziel ist halt, den Prozess einmal klar zu definieren,

Christian: die Anforderungen klar zu definieren und dann zu schauen, wie ich mit KI bestmöglich

Christian: schnellstmöglich zum Ergebnis komme.

Andy: Was mir aufgefallen ist, du hast Rechnungskit jetzt nicht als eigene UG oder

Andy: sowas angemeldet, sondern im Impressum steht, Rechnungskit ist ein Produkt der Happy Coffee GmbH.

Andy: Also ist wahrscheinlich verständlich,

Andy: wenn man schon eine GmbH hat und das ganze Konstrukt außenrum.

Andy: Du willst jetzt nicht noch eine zweite Firma aufmachen für ein Produkt, wo du drei Kunden hast.

Andy: Auf der anderen Seite ist es ja wahrscheinlich schwieriger, wenn es jetzt Erfolg

Andy: hat, das später rauszutrennen, falls du das mal machen willst oder hast du das

Andy: absolut nicht vor und es bleibt alles eins.

Christian: Nee, das sage ich nicht. Aber für mich gibt es zwei Gründe, warum man,

Christian: oder eigentlich gibt es nur einen Grund, warum man eine Firma gründen sollte,

Christian: eine Kapitalgesellschaft neu gründen sollte, nämlich wenn in irgendeiner Form,

Christian: also es gibt zwei Gründe.

Christian: Erstens, wenn es geteilt werden muss, das Konstrukt, weil du mehrere Gründer

Christian: hast, jeder braucht Anteile oder so.

Christian: Das ist das eine. Und das zweite ist, wenn du Geld für dieses Projekt reinholen

Christian: willst, durch Investoren zum Beispiel, was halt irgendwo geparkt werden muss in der Firma.

Christian: Das sind die zwei Gründe, warum man heute eine Firma gründen sollte, aus meiner Sicht.

Christian: Alles andere ist erstmal nur unnötiger Zusatzaufwand, zusätzliche Bilanz,

Christian: zusätzliche Steuererklärungen, zusätzliche Führungskosten auch von so einer Firma.

Christian: Das ist aus meiner Sicht einfach unnötig in meiner aktuellen Situation,

Christian: weil die Firma, die habe ich schon, da gibt es keine Investoren.

Christian: Ob man hätte die Coffee nicht, ich teile mir die Firma mit meiner Frau.

Christian: Das haben wir irgendwann vor Jahren mal aufgesplittet, dass wenn es irgendwann

Christian: mal in irgendeiner Form einen Exit gibt und liquidiert wird,

Christian: dann muss auch nichts quer verschenkt werden, sondern man kriegt einfach jeder

Christian: die Hälfte und dann ist gut.

Christian: Beziehungsweise 51,49 haben wir gemacht. Aber ansonsten sehe ich jetzt halt,

Christian: keinen Bedarf, weil es halt weder noch einen zusätzlichen Mitgründer gibt, noch einen Investor.

Christian: Also sind diese zwei Gründe, jetzt eine Extrafirma zu gründen,

Christian: aus meiner Sicht nicht erfüllt. Und deswegen habe ich es nicht gemacht.

Christian: Also operativ kann die Happy Coffee GmbH das einfach mitmachen.

Christian: Wenn jetzt allerdings der Rechnungskid wächst und ich schließe auch nicht aus,

Christian: dass das dann schon ein richtiges Start-up wird im Sinne von Mitarbeitern,

Christian: Investoren, I don't know, glaube ich nicht aktuell dran, aber sag niemals nie.

Christian: Aber wenn das irgendwann größer wird oder wenn es irgendwann ein Asset-Deal

Christian: in irgendeiner Form geben könnte oder sowas und jemand sagt,

Christian: du musst das operativ weiterführen, aber ich kaufe das schon mal,

Christian: wir machen eine eigene Firma.

Christian: So dann kann man darüber nachdenken, auch eine eigene Firma zu machen.

Christian: Aber das können wir dann noch entscheiden. Das ist ja auch nichts,

Christian: was jetzt sofort passieren muss.

Christian: Es kann auch sein, dass ich irgendwann Happy Coffee als Asset rausverkaufe,

Christian: die Firma einfach umbenenne, ein Rechnungskip GmbH und dann läuft es halt weiter.

Andy: Das ist auch eine Möglichkeit.

Christian: Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keinen Grund, eine eigene Firma dafür zu machen.

Christian: Und da das halt für manche vielleicht komisch aussieht, dass die Happy Coffee

Christian: GmbH jetzt Rechnungskip anbietet, habe ich auch das versucht,

Christian: so transparent wie möglich zu erklären.

Christian: Auf den Seiten überall steht, Ich habe das für mich gebaut, jetzt biete ich

Christian: es für alle an. Das ist die Situation.

Christian: Mehr kann ich an der Stelle auch erstmal nicht machen. Und eine eigene Firma

Christian: würde null Mehrwert bringen an der Stelle. Für niemanden kann ich es nicht.

Andy: Ja, also damit hast du auch die Investorenfrage schon beantwortet und warum

Andy: du eher an Bootstrapping glaubst.

Andy: Du hast ja schon ein bisschen erzählt, dass du eine Konsolensession für Happy

Andy: Coffee offen hast und fünf, sechs für Rechnungskit.

Andy: Ist das auch so deine Zeitverteilung? Also hast du einen Tag die Woche,

Andy: wo für Happy Coffee drauf geht und die anderen sechs dann für Rechnungskit?

Andy: Oder wie teilst du das gerade auf? Kann man sich so sagen.

Christian: Ja, also die Arbeit hat sich halt ganz schön verändert.

Christian: Ich habe ja in der, also früher war das immer so, früher vor einem halben Jahr

Christian: war das noch so, wenn ich arbeiten musste, fokussiert, dann habe ich halt vor

Christian: Computers sitzen müssen und mich konzentrieren müssen, brauchte ein ordentliches Umfeld.

Christian: Heute hat sich ja die Arbeit mit Agentworks ziemlich verändert.

Christian: Ich habe gerade zum Beispiel gesagt, so ein Konzept für eine Feature herauszuarbeiten

Christian: dauert halt mal eine halbe Stunde, eine Stunde, mal auch länger.

Christian: Und dann irgendwann gibt es aber den Moment, wo halt Agent erst mal macht,

Christian: Und das kann halt, je nachdem wie gut das Konzept ausgearbeitet ist,

Christian: kann es auch mal Stunden sein, dass das Ding halt arbeitet.

Christian: Und deswegen versuche ich halt in parallel immer möglichst viel zu machen und

Christian: gucke halt nur so, da ist gerade wieder Bedarf, da ist irgendwie Bedarf, da ist Bedarf.

Christian: Aber jetzt bin ich ja die letzten Wochen zum Beispiel unterwegs gewesen im Van

Christian: und ich gehe natürlich da auch, gucke mir die Gegend an, geh surfen,

Christian: fahre halt, sitze hinter dem Steuer.

Christian: Egal, was ich mache, der Computer ist nie zu und der hat immer irgendwas zu

Christian: tun. Und das ist halt das, was sich geändert hat.

Christian: Ich gucke halt zwischendurch mal rein, aber im Prinzip passiert super viel,

Christian: auch ohne, dass ich jetzt vorm Computer sitze.

Christian: Deswegen ist es ein bisschen schwierig heutzutage zu sagen, was mache ich denn nicht mit meiner Zeit?

Christian: Ich würde sagen, 120 Prozent mache ich Rechnungskit, aber das ist halt nicht

Christian: im Sinne von, Ich sitze die ganze Zeit jetzt davor und warte,

Christian: bis irgendwie irgendeine Konsole gerade wieder aufpoppt.

Christian: Aber so meine mentale Workload ist gerade vor allem ein Rechnungskit und überlege

Christian: jetzt gerade, wie kann ich Marketing machen, wie sind da die nächsten Steps,

Christian: während halt parallele Dinge an Produkt entwickelt werden.

Christian: Und Happy Coffee, wie gesagt, da habe ich jetzt gerade keine großen Ambitionen,

Christian: jetzt in irgendeine Richtung weiterzumachen.

Christian: Da passieren natürlich auch weiter Dinge. Das wird den Dingen,

Christian: die funktionieren, gut ausgebaut.

Christian: Aber als Beispiel, ich plane jetzt nicht die große Happy Coffee Europa Expansion übermorgen zu machen.

Christian: Das ist jetzt halt für jetzt zumindest erstmal gerade nicht auf dem Tisch.

Andy: Ich hatte gestern einen Tweet gesehen von dem Thibaut Maker,

Andy: das ist auch so ein Indie-Hacker, der hat auch erfolgreiche SaaS-Companies.

Andy: Und der hat geschrieben, ich lese jetzt mal kurz den Anfang vor,

Andy: AI was supposed to make us work less.

Andy: I've never been this tired in my life. Most days I have up to 10 agents running.

Andy: At the same time, one fixing a bug, one writing pages, one refactoring,

Christian: Bla bla bla.

Andy: Und dass er die ganze Zeit eben an Kontext-Switchen ist und dass er im Vergleich

Andy: zu vor fünf Jahren also hundertmal so viel Kontext-Switch er hat.

Andy: Und er nennt es den, oder es gibt wohl einen Ausdruck dafür,

Andy: das heißt the fried brain effect, hatte ich jetzt noch nicht gehört,

Andy: da gibt es aber auch im Harvard Business Magazine einen Artikel dazu.

Andy: Ich verlinke auf jeden Fall auch den Tweet.

Andy: We've got superpowers and somehow the pressure only went up.

Andy: If you can ship ten times more, You feel like to have to ship 10 times more every single day.

Andy: Und er hat aber auch keine Lösung fürs Problem. Also geht es dir da auch so?

Christian: Nee, nicht so ganz. Also ich verstehe, was er sagt. Aber für mich ist es halt

Christian: so, ich bin ja jetzt Mitte 40 und habe halt nicht mehr das Gefühl,

Christian: ich muss es irgendwem recht machen.

Christian: Das ist übrigens ein ganz großer Grund, warum ich halt weder ein Team noch einen

Christian: Investor haben wollte in der langen Zeit.

Christian: Mit Team sehe ich das mittlerweile wieder anders. Aber Investoren treiben dich

Christian: halt. Die wollen, die geben dir was und erwarten hast dafür.

Christian: Und das ist einfach was, was ich so nicht mehr machen möchte,

Christian: weil ich, warum ich all das mache, ich bin jetzt seit 2010, bin ich in dieser

Christian: Welt als Vollzeitgründer unterwegs, wenn man so will.

Andy: 16 Jahre, ja.

Christian: Wenn ich jetzt in diese Zeit zurückblicke, dann ist eigentlich der einzige Grund,

Christian: warum ich das alles gemacht habe, ist, dass ich mir ein gutes Leben machen kann.

Christian: Dass ich selber reisen kann, was ich will, machen kann, was ich will und einfach

Christian: schöne Sachen machen kann, eine gute Zeit haben will, nicht ins Büro irgendwo

Christian: fahren zu müssen, so das sind meine,

Christian: Gründe, warum ich das gemacht habe. Jeden Tag sehe ich meine Frau,

Christian: habe viel Zeit hier mit Freunden und im Prinzip können wir machen,

Christian: was wir wollen. Das ist halt das Leben, was wir leben und das ist der Grund, warum ich das mache.

Christian: Warum ich das nicht mache, ist, ich muss jetzt keinen 100 Millionen Euro Exit

Christian: oder so irgendwann anstreben.

Christian: Geld persönlich ist für mich nicht so wichtig.

Christian: Klar, muss alles funktionieren und man wird sich auch mal was leisten können

Christian: und das Leben kostet ja auch Geld, aber mir sind Statussymbole nicht wichtig,

Christian: sondern mir ging es immer nur um Zeit. Das ist meine Währung.

Christian: Und die habe ich eigentlich jetzt. Und deswegen versuche ich auch in dem, was ich mache,

Christian: ich versuche die Zeit natürlich zu nutzen, um mein Excitement für neue Technologien,

Christian: anzuwenden, zu verstehen, Sachen zu bauen und so. Das ist ja auch Zeit.

Christian: Aber das ist für mich eigentlich so der Value, der da rauskommt.

Christian: Jetzt zwei Jahre Zeit nehmen zu können, um Rechnungskipps zu bauen und die Grundlagen

Christian: dafür zu verstehen, das ist für mich viel mehr wert, als wenn jemand mir ein

Christian: großes Gehalt bezahlt, weil ich jeden Tag um neun hingefahren bin.

Christian: Das hat sich auch nicht geändert bei mir in den letzten Jahren.

Christian: Das war schon immer der Grund und das ist jetzt der Grund.

Christian: Früher hat man das dann gezeigt, indem man gesagt hat, ich bin digitaler Nomade.

Christian: Das hat sich auch ein bisschen geändert, aber heute die Grundwerte sind dieselben

Christian: noch. Und dafür mache ich das.

Christian: Und solange ich das machen kann, funktioniert das gut. Und ich habe ja auch

Christian: keinen Druck. Also niemand macht mir Druck, ob jetzt Rechnungskipp im nächsten

Christian: Monat 20 oder 40 oder immer noch vier Kunden hat.

Christian: Das würde nichts an meiner Situation, an meinem Leben ändern.

Christian: Ich will das natürlich nach vorne bringen und das wird auch passieren.

Christian: Aber wie schnell das jetzt geht, das ist eigentlich egal.

Christian: Und das liegt auch nur daran, wie gut ich das jetzt hinkriege.

Christian: Ich versuche halt mit Smartness daran zu gehen und Dinge effizient zu machen

Christian: und jetzt nicht irgendwie mit der Gießkanne irgendwie, weiß ich nicht,

Christian: Budgets zu verbrennen und,

Christian: In dem Moment, wo ich ja zum Beispiel auch mich weder um Investoren kümmern

Christian: muss, noch um Mitarbeiter kümmern muss, habe ich ja schon 80 Prozent Zeit wieder

Christian: gewonnen auf einem Tag, in dem ich mich einfach nur auf Produkt fokussieren kann.

Christian: Das ist halt auch ein Grund, warum ich lieber klein bleiben möchte.

Christian: Und es funktioniert halt anders. Die Downside ist, man muss halt alles selber

Christian: machen. Aber das ist halt ein Kompromiss, den ich gerne eingehe.

Andy: Machst du dir dann selber auch gar keinen Druck? Also bis zum Jahresende möchte

Andy: ich 50 Kunden haben, bis 2027 so.

Andy: Also wann ist es für dich ein Erfolg? Ist es heute schon ein Erfolg,

Andy: Rechnungskit? Oder würdest du das dann irgendwann auch wieder einstampfen?

Andy: Oder dann einfach nur bei Happy Coffee weiterverwenden?

Christian: Nee, nee, also es ist jetzt da, das habe ich mir vorgenommen.

Christian: Ein Erfolg ist halt in dem Moment, wo es der erste Kunde schon jetzt nutzt und bezahlt.

Christian: Also da sehe ich es nicht. Wenn ich dann irgendwann sage, ich will es nicht

Christian: mehr machen, dann kann man immer noch überlegen, wem gebe ich es dann und der ist dann weiter.

Christian: Macht, weil das ist ja jetzt eine tolle Software, das ist wirklich eine tolle

Christian: Software, die da auch jetzt steht und die ja auch nochmal ein Problem löst,

Christian: was halt viele Leute haben.

Christian: Und deswegen, das ist jetzt kein Homi-Projekt, wo ich mal überlege,

Christian: so mache ich es immer weiter oder nicht, sondern es ist ja auch Happy Coffee.

Christian: Aber ich bin bei Happy Coffee mit dem Stand zum Beispiel auch zufrieden.

Christian: Hätte ich jetzt aber ein Team von 20 Leuten, würde das nicht aufgehen,

Christian: die Rechnung. Dann hättest du halt Druck und musst das halt machen.

Christian: Und das meine ich halt. Dann habe ich lieber keine 20 Leute und habe halt auch keinen Druck.

Christian: Klar kann man immer mehr machen und immer höher, schneller, weiter.

Christian: Aber für mich ist der unternehmerische Erfolg in dem Moment schon da,

Christian: wenn ich davon leben kann. Das kann ich machen.

Christian: Und wenn es mir halt ausreichend Zeit gibt, um mir mein Leben zu ermöglichen.

Christian: Und jetzt zum Beispiel bei Rechnungskript genauso, wenn ich jetzt,

Christian: sagen wir mal, noch ein halbes Jahr oder so weitermache und dann irgendwann

Christian: davon vielleicht ein erstes Gehalt zahlen kann an jemanden und vielleicht ein zweites, ein drittes.

Christian: Warum nicht an der Stelle dann auch weitermachen und Dinge Ja.

Christian: Aufbauen lassen können, solange halt unsere Rahmenbedingungen sich nicht verändern,

Christian: dass wir alle ein schönes Leben leben wollen und eine gute Zeit haben,

Christian: aber gleichzeitig auch voll Bock auf dieses Produkt haben und irgendwie nach vorne bringen.

Christian: Also es ist so eine Mischung aus, wofür mache ich es, was motiviert mich intrinsisch,

Christian: aber natürlich soll das halt fachlich-sachlich irgendwie nach vorne gehen,

Christian: damit da auch ein ordentliches Unternehmen rauskommt.

Christian: Aber es muss jetzt nicht lovable werden, es reicht halt, wenn es ich weiß nicht,

Christian: Seftesk hat ja gut, die hatten auch Investoren, aber selbst ein Rechnungstool

Christian: in Deutschland hat es geschafft, 400 Millionen Euro Exit hinzulegen.

Christian: Warum nicht so etwas Kleines dann anstreben?

Christian: Muss ja keine Trillion Dollar Company werden. Weißt du, was ich meine?

Andy: Das stimmt auf jeden Fall, ja. Also ja, okay. Was würdest du,

Andy: wenn jetzt jemand zuhört, der hat auch so eine Idee, ist keine Rechnung,

Andy: sondern irgendwas anderes, was würdest du anderen Gründern raten,

Andy: die jetzt noch weiter vorne stehen?

Andy: Du hast ja jetzt auch schon 16 Jahre Erfahrung haben wir gerade schon gehört,

Andy: mehrere Firmen gegründet, auch schon eins verkauft.

Andy: Was würdest du jemandem raten, der jetzt weiter vorne steht,

Andy: dem Christian von vor 16 Jahren?

Christian: Also ich würde dem Christian von vor jetzt sagen, dass es halt mit den jetzigen

Christian: technologischen Möglichkeiten fahrlässig wäre, grob fahrlässig,

Christian: wenn man sich nicht mit dem Thema KI und KI-Entwicklung und sowas beschäftigt.

Christian: Das ist einfach der Zug, auf den muss man jetzt auch springen.

Christian: Also wer das noch nicht gemacht hat.

Christian: Der ist jetzt eigentlich schon, also wir sind immer noch in der Phase,

Christian: wo alles möglich ist, aber du musst es verstehen. Und dafür brauchst du Zeit.

Christian: Das ist meine Botschaft an alle, die halt gründen, vor 16 Jahren oder jetzt,

Christian: überleg dir genau, wofür du das machst.

Christian: Investoren zu gewinnen ist kein Erfolg in meiner Sicht.

Christian: Es ist auch ein Unternehmen zu verkaufen, an dem man am Ende noch einen Bruchteil

Christian: hält und ein bisschen was kriegt.

Christian: Es gibt viele tolle Beispiele, auch bei Twitter, bei Reddit,

Christian: überall, wo Gründer 40 Millionen Euro Exit gemacht haben und dann mit ein paar

Christian: hunderttausend rausgegangen sind.

Christian: Das ist halt alles aus meiner Sicht kein Erfolg, wenn du dich dafür jahrelang

Christian: abnutzt und halt auch nicht glücklich bist.

Christian: Jeden macht was anderes glücklich und ich will auch keine Statussymbole verurteilen,

Christian: das würde ich jedem selbst überlassen.

Christian: Aber am Ende ist die Zeit hier auf dem Planeten irgendwie begrenzt und die Phase,

Christian: in der wir jetzt so leben, wie wir jetzt leben, jung, gesund,

Christian: das muss man halt nutzen.

Christian: Und ich finde, wer halt irgendwas anderes plant und der Zeit macht,

Christian: als das, worauf man gerade sein Leben gestalten möchte, finde ich ist ein.

Andy: Ja, das glaube ich auch.

Christian: Das ist the time.

Andy: Ja, ich denke, das ist auf jeden Fall ein guter Schlusssatz gewesen, auch zur Motivation.

Andy: Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg. Ich werde es auf jeden Fall auch heute

Andy: noch weitermachen mit der Implementierung und dir vielleicht noch die eine oder

Andy: andere Frage stellen, wobei das meiste ist, glaube ich, jetzt echt durch.

Andy: Ja, vielen Dank fürs Teilen. Ja, ich danke dir.

Andy: Ja, cool. auf jeden Fall, wie aus so einer eigenen Motivation raus dann sowas

Andy: entstehen kann und echt interessant, wie du es auch gebaut hast oder jetzt dann

Andy: auch, wie schnell du da unterwegs bist, dann ja, viel Erfolg weiterhin und vielen

Andy: Dank fürs Teilen der Story.

Christian: Ich danke dir, Andy, das habe ich gerne gemacht und ja, bin gespannt,

Christian: ob deine Fragen dann zur Rechnung es gibt.

Andy: Klar, ich hoffe, es kommt der eine oder andere, der jetzt sich den Podcast angehört

Andy: hat und sich dann dabei registriert und wenn nicht, dann Kontakt findet man

Andy: ja und verlinkt ihn, bist du ja auch ist dann, wie immer, alles auch in den Shownotes.

Christian: Ich freue mich auf jeden Kontakt.

Andy: Dann mach's gut. Ciao, ciao.

Christian: Danke, mach's gut, ciao.

Andy: Ja, und das war es ja auch schon wieder die Folge 196 von Happy Bootstrapping.

Andy: In den Shownotes findest du, wie immer, alle Links zum Podcast,

Andy: auch einen Partner-Code für Rechnungskit. Da kannst du sechs Monate Grundgebühr sparen.

Andy: Wenn du dich über den Link anmeldest, kannst du gerne machen.

Andy: Und wenn du sonst irgendwelche Fragen oder Feedback hast, Kommentier doch gerne

Andy: den Podcast bei LinkedIn oder

Andy: hier bei YouTube oder schick mir Fragen an hallo.at happy-bootsapping.

Andy: Ansonsten kannst du natürlich gerne den Podcast abonnieren oder bewerten.

Andy: Würde mich super darüber freuen. Wir gehen auf die 200 zu und das hier ist echt

Andy: eine Menge, Menge Arbeit.

Andy: Und deswegen geht es auch nächste Woche gleich weiter. Und zwar geht es mit

Andy: einem coolen Start-up aus Österreich weiter, nämlich der Sonnenschmiede.

Andy: Finde ich ein ganz cooles Konzept. Die Österreicher sind beim Smart Meter Rollout deutlich weiter.

Andy: Und das ermöglicht ganz neue Geschäftsmodelle, auch Bootstrapped.

Andy: Von daher, für nächste Woche unbedingt rein bei Happy Bootstrapping.

Andy: Bis dahin, macht's gut. Ciao, ciao.

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