Elterngeld Buddy: Vom eigenen Elterngeld-Frust zur App mit 25.000 Downloads (#195)

Shownotes

Paulina Köpp hat zusammen mit ihrem Mann Ingo Elterngeld Buddy in Solingen gegründet. Die App führt Eltern per Chat durch den Elterngeldantrag und wurde rund 25.000 Mal heruntergeladen. Drei von sechs Kategorien sind kostenlos, die Freischaltung kostet 40 Euro.

Vor der App hat Paulina in einem Jahr über 600 Elterngeldberatungen geführt, ohne einen Cent Werbebudget. Die Eltern kamen über Instagram und Empfehlungen, ein schnell gedrehtes Reel brachte in einer Woche rund 10.000 neue Follower. Heute ist Meta Ads der wichtigste Kanal.

Wir sprechen über 12 Prozent Conversion (fast 30 Prozent, wenn das Kind schon da ist), warum die App ohne KI auskommt und ChatGPT beim Elterngeld danebenliegt. Außerdem geht es um unterschiedliche Formulare der Bundesländer, das Gründerstipendium NRW und warum beide mit Kleinkind ihren Job gekündigt haben, erst Paulina und im Mai 2025 dann Ingo.

Podcast Gast Auftritt: andy zu Gast bei Hannes Zwetschke +1

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Paulina: Dieser Antrag, das kann es einfach nicht sein. Weil es war natürlich so,

Paulina: Ingo war damals noch festangestellt, war so, sage ich mal, hatte das sichere

Paulina: Einkommen. Mit einem Kleinkind wagen wir es.

Paulina: Da nachts kamen 3000 Follower über dieses Reel. Ich weiß nicht,

Paulina: was da passiert ist. Und da kam, du hast recht, das ist nicht möglich.

Paulina: Also ich sage mal so, Stand jetzt kommen da wilde Sachen raus.

Andy: Also wenn du jetzt die Chance hättest und die Familienministerin sagt,

Andy: wir können mal fünf Minuten quatschen, Was würdest du ihr in fünf Minuten mitgeben wollen?

Andy: Und damit herzlich willkommen zu Folge 195 von Happy Bootstrapping.

Andy: Im Intro hast du die Paulina Köpp gehört und sie hat zusammen mit ihrem Mann

Andy: Ingo die App Elterngeld Buddy entwickelt.

Andy: Ja, und Elterngeld Buddy hilft dir beim Elterngeldantrag, wie der Name schon sagt.

Andy: Bei uns ist es schon eine Weile her, aber der Prozess scheint immer noch so

Andy: kompliziert zu sein, dass man

Andy: dafür eine App bauen kann, wo eben Kundinnen und Kunden dafür bezahlen.

Andy: Insgesamt wurde die App schon über 25.000 Mal heruntergeladen.

Andy: Es gibt auch diverse kostenlose Funktionen, um das auszuprobieren.

Andy: Ja, und wir sprechen darüber, wie man das Ganze vermarktet, was Instagram damit zu tun hat.

Andy: Wir sprechen über die Conversion Rate, die ich finde relativ hoch ist,

Andy: warum ChatGPT beim Elterngeld daneben liegt und wie es da in der Zukunft weitergeht

Andy: und was es eben auch für Risiken mit sich bringt, wenn man in diesem Bereich was gründet.

Andy: Ansonsten war ich beim Hannes Zwetschke im Podcast. Die Folge verlinke ich dir gern.

Andy: Er selber war bei mir zu Gast. ist auch schon ein bisschen her und zwar war

Andy: das Folge 127, verlinke ich dir auch und ansonsten kannst du mir wie immer Vorschläge

Andy: für Gäste schicken oder Feedback zur Folge an hallo-bootstrapping.de Jetzt geht's los, viel Spaß!

Andy: Guten Morgen, Paulina und herzlich willkommen bei Happy Bootstrapping.

Paulina: Hey, grüß dich.

Andy: Freut mich sehr, dass du am Montagmorgen jetzt hier am Start bist.

Andy: Stell doch dich mal kurz vor und was machst du oder ihr mit Elterngeld Buddy?

Paulina: Ja, sehr, sehr gerne. Ich bin Paulina, Paulina Köpp von Elterngeld Buddy, Mitgründerin.

Paulina: Zusammen mit meinem Mann Ingo haben wir Elterngeld Buddy zu zweit gegründet, vor knapp zwei Jahren.

Paulina: Und seitdem helfen wir Elterntag täglich bei ihrem Elterngeldantrag hauptsächlich momentan.

Paulina: Dazu haben wir eine App entwickelt, die den Eltern erlaubt, ihren Antrag ganz

Paulina: einfach im Chat mit einfachen Fragen.

Paulina: Da kommen sie dann zu ihrem fertigen Elternnet-Antrag und genau nebenbei haben

Paulina: wir auch noch persönliche Elternnet-Beratung, die wir anbieten.

Paulina: Fokus ist wirklich auf dem Digitalen, auf unserer App, wo wir wirklich den Eltern

Paulina: dabei helfen, dass sie zu ihrem fertigen Elterngeldantrag ganz schnell und sicher kommen.

Andy: Bei mir selber ist es ja schon eine Weile her. Also meine Jüngste ist jetzt acht Jahre alt.

Andy: Das heißt, hat sich in der Zwischenzeit offensichtlich nichts geändert.

Andy: Ist das immer noch so der normale Antrag, den man so kennt? Man muss diverse,

Andy: Durchschläge beifügen. Das kann man mittlerweile digital machen oder tut man

Andy: das immer noch hier einscannen und per Post abschicken?

Paulina: Also leider haben wir in Deutschland aktuell nicht so die, nicht die komplette

Paulina: digitale Infrastruktur, dass wir sagen können, okay, jedes Bundesland oder jede

Paulina: Kommune hat den Zugang, den digitalen Zugang.

Paulina: Es tut sich einiges, Gott sei Dank. Also wir haben einige Bundesländer,

Paulina: die sind da schon ganz gut dabei, dass man es digital einreichen kann.

Paulina: Aber in einigen Bundesländern nicht. Und da kommt es auch immer wieder zurückfragen

Paulina: oder dass Nachweise nochmal postalisch nachgefordert werden oder dass einige

Paulina: Sachen nicht komplett übermittelt werden können.

Paulina: Und das große Problem ist natürlich auch, digitale Übermittlung ist auch abhängig

Paulina: von bestimmten anderen Dingen. Zum Beispiel braucht man einen Online-Ausweis,

Paulina: Bund-ID-Zugang und nicht jeder hat es, nicht jeder richtet es sich ein.

Paulina: Und bei den ganzen Eltern, die bei uns schon in den persönlichen Gesprächen

Paulina: waren, sie haben uns schon teilweise gesagt, nee, also wir haben es digital

Paulina: versucht. Um Gottes Willen, das war so schlimm.

Paulina: Ich schicke es dann doch lieber per Post. Und das ist natürlich,

Paulina: das sollte eigentlich nicht so sein.

Paulina: Und unser Ziel ist es auch, dass man es auch voll digital über unsere App machen

Paulina: kann. Aber leider ist es natürlich so, dass es in Deutschland oder wir haben nicht den Zugang dazu.

Paulina: Da arbeiten wir dran und das wäre natürlich auch so ein großes Ziel,

Paulina: dass man sagen könnte, wir sind in Deutschland da angekommen,

Paulina: dass man alles komplett digital machen kann.

Andy: Und wie viele Eltern haben das schon genutzt? Also wie viele Elterngeldanträge

Andy: sind mit eurer App schon erstellt worden?

Paulina: Boah, gute Frage. Also wir haben aktuell, ich meine um die knapp 25.000 oder

Paulina: um die 25.000 Downloads.

Paulina: Wie viele Eltern jetzt direkt mit unserer App den Antrag erstellt haben?

Paulina: Also ein paar Tausende sind das, die den komplett auch erstellt haben und auch

Paulina: übermittelt haben. Genau, das habe ich nicht im Kopf.

Andy: Aber das Geschäftsmodell ist schon, die App ist erstmal kostenlos und sobald

Andy: ich den Antrag mit euch mache, dann bezahle ich dafür oder wie läuft das ab?

Paulina: Es läuft so ab, man lädt sich die App kostenlos runter, hat erstmal eine Kennenlernsektion,

Paulina: wo man einfach mal schauen kann, ist das Prinzip etwas für mich?

Paulina: Man chattet sich quasi durch den Elterngeldantrag und da, finde ich,

Paulina: sollte man schon schauen, ob man das so mag, dieses Chat-Prinzip.

Paulina: Und wir haben in der App sechs Kategorien. Also wir teilen den Elterngeldantrag

Paulina: in sechs Sektionen auf. Und drei davon sind komplett kostenlos.

Paulina: Das heißt, man kann herausfinden, ob einem der Geschwisterbonus zusteht.

Paulina: Und man kann auch den optimalen Bemessungszeitraum, also für diejenigen,

Paulina: die gerade zuhören und nicht wissen, hey, was ist ein Bemessungszeitraum?

Paulina: Das ist der Zeitraum, der maßgeblich für deine Elterngeldhöhe verantwortlich ist.

Paulina: Und der ist, sage ich mal, der Grundstein, damit dein Elterngeld auch optimiert

Paulina: werden kann und damit auch deine Elterngeld-Tür passt. Und diese drei Sektionen,

Paulina: also die Hälfte davon, bieten wir kostenlos an.

Paulina: Und wenn man sagt, okay, hey, finde ich cool, ging super schnell,

Paulina: dann kann man den Weg mit uns weitergehen und

Paulina: das ganze Spannende, sich quasi freischalten, also den Planer,

Paulina: wir haben einen sehr detaillierten Elterngeldrechter, der auch nach dem Programmablauf

Paulina: der Bundesregierung sich richtet.

Paulina: Also wir haben da wirklich sehr, sehr viel Herzblut und Wissen reingesteckt

Paulina: und man bezahlt dann quasi für die Freischaltung der weiteren drei Sektionen

Paulina: aber auch für die ganzen Dokumente.

Paulina: Man bekommt am Ende noch so einen kleinen Leitfaden, eine wirklich personalisierte

Paulina: Checkliste, also wir schauen oder die App prüfen, was gebe ich ein,

Paulina: wie ist meine Situation, dass man auch wirklich alles beisammen hat,

Paulina: was man braucht auch für den Antrag. Das ist ganz cool.

Andy: Okay, also für mich nicht mehr relevant heute, aber für die anderen draußen

Andy: den Bemessungszeitraum, wenn du jetzt den gerade schon erwähnt hast,

Andy: vielleicht kannst du das kurz erklären, was genau das ist. Also in den letzten

Andy: zwölf Monaten, glaube ich, aber ich weiß auch nicht mehr genau,

Andy: Ab Geburt? Nee. Ab wann ich in Mutterschutz gehe oder wie war das nochmal?

Paulina: Ja, also es ist tatsächlich abhängig davon, wer der Antragsteller ist.

Paulina: Der Bemerkungszeitraum ist nicht allgemein für alle Eltern gleich,

Paulina: sondern ist abhängig davon, bist du Mama, bist du Papa? Wie sieht deine Situation

Paulina: aus? Regulär sind es die letzten zwölf Monate vor dem Geburtsmonat.

Paulina: Aber es ist natürlich der Mutterschutz dazwischen bei vielen Mamas.

Paulina: Nicht jede Mama hat auch einen Mutterschutz. Also es gibt selbstständige Mamas,

Paulina: die haben nicht unbedingt immer einen Mutterschutz davor geschaltet,

Paulina: leider. Das ist leider so in Deutschland.

Paulina: Da kommt es darauf an, ist es das erste Kind, ist es das zweite Kind.

Paulina: Gab es eine Schwangerschaftsbedingte Erkrankung? Also warst du krankgeschrieben

Paulina: aufgrund deiner Schwangerschaft?

Paulina: Und das sind so alle Faktoren. Also beim ersten Kind ist es noch recht einfach.

Paulina: Beim zweiten Kind wird es dann schon komplizierter, vor allen Dingen,

Paulina: wenn er noch andere, man nennt das Verschiebetatbestände, dazwischen geschaltet

Paulina: sind. Dann muss man nämlich gucken und wir haben für sich auch einige Eltern,

Paulina: die mit einem zweiten Kind oder sogar mit einem dritten Kind bei uns sind.

Paulina: Die sind da, die landen teilweise fünf Jahre zurück. Also ich glaube,

Paulina: das weiteste, was wir zurückgegangen sind, ist sechs Jahre im Bemessungszeitraum.

Paulina: Das muss man sich mal vorstellen. Das Kind kommt 2026 zur Welt und wir haben

Paulina: als Bemessungszeitraum 2020.

Paulina: Und da muss man natürlich auch gucken, will ich das überhaupt?

Paulina: Weil man kann dann je nach Situation schauen, dass man auch,

Paulina: sage ich mal, einen Wunschbemessungszeitraum angibt.

Paulina: Aber da sind wir jetzt ganz, ganz tief im Detail. Also ja, grundsätzlich normalerweise

Paulina: zwölf Monate vor Geburt oder vor Mutterschutz.

Paulina: Außer es sind so ein paar Gegebenheiten, die dann dazwischen kommen.

Paulina: Zum Beispiel auch Selbstständigkeit, Mutterschutz und so weiter.

Andy: Und ihr beide macht es zusammen in Vollzeit. Habe ich das richtig verstanden?

Paulina: Yes, also wir sind beide 100% Elterngeld-Buddy. Wir sind quasi ein kleines Team. Das ist ganz witzig.

Paulina: Die Idee ist ja daraus erstanden, weil wir selber bei der Geburt unserer Tochter

Paulina: uns gedacht haben, also bei unserer ersten Tochter uns gedacht haben,

Paulina: es kann es ja nicht eigentlich sein in Deutschland. Warum ist das so?

Paulina: Und wir sind nicht die Einzigen, die das so gefühlt haben.

Paulina: Wir leben zusammen, wir sind zusammen verheiratet, Wir haben zwei Kinder und eine Firma.

Andy: Okay. Ach, das ist interessant. Und habt ihr dann sonst doch,

Andy: also macht ihr alles alleine oder habt ihr noch irgendwie Angestellte?

Andy: Habt ihr wahrscheinlich nicht oder arbeitet mit Freelancern zusammen,

Andy: sondern ihr beide seid Elterngeldbuddy sozusagen.

Paulina: Genau, wir sind beide 100% Elterngeldbuddy. Wir haben keine Angestellte.

Paulina: Wir hatten zeitweise eine Unterstützung, eine sehr liebe Mitarbeiterin für die

Paulina: Elterngeldberatungen. Aber da wir jetzt weiter eher

Paulina: in die App quasi investieren und da auch der Weg weitergeht,

Paulina: Gibt sie deswegen nicht mehr. Und da natürlich sehr viel Unterstützung auch

Paulina: von unserer Lokal, also hier Lokal von der Stadt Solingen. Also wir kommen aus

Paulina: Solingen. Ich glaube, das habe ich auch gleich erwähnt.

Paulina: Und in Solingen gibt es sehr coole Programme, die junge Startups unterstützt.

Paulina: Und genau da, falls ihr es hört, tausend Dank für eure Unterstützung und Hilfe.

Paulina: Genau, das ist natürlich keine Unterstützung von wir geben euch Geld oder wir

Paulina: stellen euch Mitarbeiter, Mitarbeiterinnen, sondern es ist einfach so eine eher

Paulina: mentale Unterstützung, die man da hat.

Paulina: Genau, da gibt es Coaches, die immer ein offenes Ohr für einen haben,

Paulina: das Coworked, also ein Coworking-Space in Solingen, der echt cool ist.

Paulina: Also für alle, die aus dem Bergischen Land kommen, schaut euch auf jeden Fall

Paulina: aus dem Coworking-Space an in Solingen.

Paulina: Coworked, genau, ist echt cool. Also ich muss sagen, so eine Unterstützung braucht man auch.

Paulina: Und falls welche zuhören, die auch gerade dabei sind zu gründen im Bergischen

Paulina: Land, also man bekommt wirklich sehr, sehr gute Unterstützung dort.

Paulina: Und wir sind auch sehr dankbar, dass wir auch gesagt haben, wir nehmen die Unterstützung auch an.

Andy: Wie schlimm war euer erster Elterngeldantrag? Was ist da alles schiefgelaufen

Andy: oder hat euch so maximal genervt, dass ihr zusammen dann beschlossen habt,

Andy: da draußen eine Idee zu machen? Also wie lange hat es dann auch gedauert? Wie war da der Prozess?

Paulina: Ja, also wir haben ihn schon nicht ganz so toll empfunden, muss ich sagen.

Paulina: Es war 2022 Corona, wo man sich auch nicht so krass ausgetauscht hat mit ganz vielen anderen Eltern.

Paulina: Es gab einen großen Wandel und wir waren zu der Zeit beide angestellt,

Paulina: Aber mit noch einem Gewerbe nebenbei. Also Mischeinkünfte nennt man das beim

Paulina: Elterngeld. Das heißt, wir hatten ein Einkommen aus selbstständiger Arbeit,

Paulina: aber auch aus nicht-selbstständiger Arbeit.

Paulina: Und ja, erstes Kind, wie es so ist, liest man natürlich ein paar Sachen nach,

Paulina: aber so wirklich, also es ist ja bei ganz vielen Eltern so, das wird ja schon

Paulina: irgendwie, so schwer kann es ja nicht sein, das machen ja alle.

Paulina: Und ja, es war tatsächlich nicht so, weil dadurch, dass unsere Tochter Ende

Paulina: Dezember ausgezählt, also der IT war Ende Dezember 2022,

Paulina: dann noch die Mischeingriffe dazu, es war schon viel komplizierter,

Paulina: weil dieser Jahreswitzel dazwischen kam. Sie kam dann doch 2022 zur Welt.

Paulina: Das heißt, das hat auch noch mal einiges verändert. Und bei mir war es zum Beispiel

Paulina: so, obwohl sie im Dezember 2022 zur Welt kam,

Paulina: war mein Bemessungszeitraum 2021 durch die Selbstständigkeit.

Paulina: Also Teil, naja, Teilselbstständigkeit, sage ich mal.

Paulina: Und ich weiß auch, dass ich mir damals alles ausgedruckt habe.

Paulina: Ich habe mir selber eine Checkliste dahin getan und dann geschrieben,

Paulina: kommt die kleine 2023 zur Welt, dann müssen wir das machen. Kommt sie in dem jetzt zur Welt?

Paulina: Im Dezember kann sie natürlich auch ein bisschen später kommen. Kann ja auch 2026 sein.

Paulina: Was sage ich denn? 2023, genau. 2023, ja. Ich lebe schon irgendwie bei unserer

Paulina: zweiten Tochter gerade gedanklich.

Paulina: Alles ausgedruckt. Ich habe mir das zweifach für uns beide ausgedruckt.

Paulina: Und genau, das Witzige ist auch, unsere Elternzeit sah beim ersten Kind ganz

Paulina: anders aus als beim zweiten Kind. Und das ist tatsächlich auch bei vielen Eltern so.

Andy: Was genau war anders? Also habt

Andy: ihr da gewusst, wie ihr besser optimieren könnt, die Zeiten optimieren?

Paulina: Absolut. Also bei der ersten Elternzeit haben wir ganz klassisch,

Paulina: 12 plus 2. Ich habe zwölf Monate genommen, mein Mann hat zwei Monate genommen.

Paulina: Und ich muss sagen, es war nicht das Richtige für uns. Also natürlich, es hat geklappt.

Paulina: Es ist auch alles gut gegangen, sonst wären wir nicht hier.

Paulina: Aber bei unserer zweiten Tochter haben wir gesagt, irgendwie ist es das nicht.

Paulina: Und wir haben zum Beispiel gar nicht den Partnerschaftsbonus mitgenommen.

Paulina: Bei unserer ersten. Doch, das machen wir jetzt.

Paulina: Genau, wir teilen uns das ganz anders jetzt auf. Also es ist auch ganz verrückt,

Paulina: sie ist ja jetzt, also unsere Soitschochter ist jetzt dieses Jahr zur Welt gekommen

Paulina: im April und unser Elternbezug wird sogar bis 2028 gehen, weil wir das so uns

Paulina: aufgeteilt und gestreckt haben und den Partnerschaftsmodus mitgenommen haben.

Paulina: Das ist ganz cool, dass man diesen großen Wissen auch ganz anders gestaltet.

Paulina: Und das sehen wir auch bei den Eltern, die persönlich bei uns da sind.

Paulina: Also wir haben zwar die App, aber viele wollen dann trotzdem nochmal ein persönliches

Paulina: Gespräch, dass sie am Ende ganz erstaunt sind, was doch alles möglich ist.

Paulina: Beispielsweise mit dem Partnerschaftsbonus.

Andy: Okay, aber jetzt muss ich nochmal reingehen. Wann genau habt ihr dann überlegt,

Andy: hey, da gibt es eine Idee? Habt ihr dann erstmal recherchiert? Gibt es sowas schon?

Andy: Wann habt ihr beschlossen da was zu gründen was waren da die ersten Schritte

Andy: und vor allem dann zusammen zu sagen wir kündigen dann auch und ziehen das durch.

Paulina: Ja, ist auf jeden Fall eine sehr spannende Geschichte. Also die Idee kam uns

Paulina: eigentlich schon so den Geburtszeitraum unserer ersten Tochter.

Paulina: Also vor vier Jahren hatten wir schon die Idee. Aber dazu muss man sagen,

Paulina: dass wir auch einfach nicht so gedanklich da bereit waren, mit dem ersten Kind,

Paulina: was ein paar Monate alt war, zu sagen, hey, wir schmeißen jetzt alles hin und machen es einfach.

Paulina: Ach ja, dazu gehört natürlich auch, ja, wir sind es, also ich sage mal so,

Paulina: viele sind ja sehr sicherheitsbedarft.

Paulina: Also man hat ja immer diese sichere Konstanze im Leben, vor allen Dingen konstanter

Paulina: im Leben mit Kindern, dass man sich denkt, ach, wenn ich jetzt gründe, was passiert dann da?

Paulina: Man braucht auch das sichere Einkommen und es ist halt natürlich nicht so einfach.

Paulina: Und irgendwann, da war unsere Tochter, glaube ich, zehn Monate alt,

Paulina: haben wir beide gesagt, Da waren wir spazieren und haben gesagt,

Paulina: lass es doch einfach mal machen. Lass es doch einfach ausprobieren mit diesem App-Gedanken.

Paulina: Also die Idee ist ganz klar daraus jetzt schon, dass wir gesagt haben,

Paulina: dieser Antrag, das kann es einfach nicht sein.

Paulina: Also es geht nicht, dass man da als Elternteil sich vor zig Formularen hinsetzen

Paulina: muss und alles verstehen muss, recherchieren muss mehrere Stunden.

Paulina: Das kann es nicht sein. Das soll einem Elternteil auch eigentlich gar nicht,

Paulina: also man soll sich eigentlich auf die schönen Dinge konzentrieren und nicht

Paulina: auf die ganzen Formulare.

Andy: Keine Last sein.

Paulina: Ja, genau. Also können ja auch vielleicht später mal darüber reden,

Paulina: wie es in anderen Ländern ausschaut. Aber in Deutschland ist es schon ein Phänomen, finde ich.

Paulina: Und diese Idee der App kam wie so ein Blitz zu sagen, hey, es gibt Steuer-Apps,

Paulina: also es gibt Apps, mit denen man ganz einfach zu seiner Steuererklärung kommt,

Paulina: warum gibt es so etwas nicht fürs Elterngeld? Wir haben recherchiert, es gab sowas noch nicht.

Paulina: Als unsere Tochter, glaube ich, 10, 11 Monate alt war, haben wir immer wieder

Paulina: gesagt, ach komm, wir schauen uns das mal an, wir arbeiten immer so zwischen

Paulina: Tür und Angel, bis wir dann gesagt haben, da war sie, glaube ich, 1,5 Jahre,

Paulina: Wir wollen das jetzt wirklich ernst machen und uns da

Paulina: Wirklich voll in die Eisen gehen und weiter daran entwickeln.

Paulina: Aber wenn es so ein bisschen nebenbei läuft, dann wird auch daraus liegen.

Paulina: Das ist ein sehr komplexes Thema. Man muss da wirklich schon richtig viel Zeit investieren.

Paulina: Wir haben zusammen zwar gegründet, aber erst war ich Vollzeit da für Eltern Bad Body.

Paulina: Und die offizielle Gründung war im Oktober 2024 und im Mai 2025 hat Ingo, also mein Mann, gesagt,

Paulina: also entweder läuft es weiter so nebenbei oder wir gehen jetzt wirklich all in.

Paulina: Und dann haben wir überlegt.

Paulina: Es war natürlich so, Ingo war damals noch festangestellt, war so,

Paulina: sage ich mal, hatte das sichere Einkommen Und wir hatten Eltern mit bei dir.

Paulina: Und wir haben natürlich gesagt, gut, mit einem Kleinkind wagen wir es.

Andy: Das ist auch schon mutig.

Paulina: Ja. Wir haben es gewagt, wir haben gesagt, gut, was soll passieren?

Paulina: Also entweder man ärgert sich total oder man ärgert sich in die andere Richtung,

Paulina: weil man es nie probiert hat und nie die Antwort darauf hat, was wäre wenn.

Paulina: Und so ist es jetzt schon wirklich zwei Jahre her, dass wir beide hier für Elterngart tätig sind.

Paulina: Unsere App gibt es schon, wir haben jetzt, sage ich mal, so ein Schwangerschaftszyklus

Paulina: mit der App durchlebt, das ist ganz witzig, weil die App gibt es seit neun Monaten, also

Paulina: fast zehn Monaten, also quasi einen ganzen Schwangerschaftszyklus,

Paulina: das ist ganz cool und ja, so kam es dazu, dass Ingo gesagt hat,

Paulina: ich mache das jetzt auch Vollzeit und

Paulina: Genau. Ich habe meinen Vollzeitjob hinter mir gelassen. Er hat seinen Vollzeitjob hinter sich gelassen.

Paulina: Und ich glaube, dazu gehört auch sehr viel Mut. Aber es war das Richtige für uns.

Andy: Ja, auf jeden Fall. Also ihr habt ja auch kleine GmbH gegründet,

Andy: habe ich gesehen. War das vorher ein Einzelgewerbe oder direkt als GmbH?

Andy: Ist ja auch schon ein, ich will es nicht sagen, ungewöhnlicher Schritt,

Andy: aber da ist man ja auch schon überzeugt von dem, was man tut.

Andy: Sonst würde man das nicht so machen.

Andy: Also was habt ihr vorher beide gemacht? Also habt ihr auch was in der IT-Entwicklung-App

Andy: oder Marketing gemacht?

Andy: Oder kommst du sogar irgendwie aus der eher sozialen Schiene,

Andy: dass du auch was mit Eltern, Eltern, Geld oder Kindern schon gemacht hast?

Paulina: Also das ist ganz witzig eigentlich, weil, also Ingo kommt wirklich aus der Software-Schiene.

Paulina: Er ist Software-Entwickler und hat zuletzt als Full-Tech-Entwickler gearbeitet.

Paulina: Also der ist ja ganz tief drin in den technischen Sachen oder in den technischen

Paulina: Know-how. Und bei mir ist es so, ich habe eigentlich Industrial Design,

Paulina: also ich habe Industrial Design studiert und auch den Bachelor gemacht.

Paulina: Bin dann, habe während meinem Studium an verschiedenen Konzernen gearbeitet

Paulina: im Bereich einfach Marketing, Design, also Marketingabteilung und bin dort auch geblieben.

Paulina: Also ich habe gar nichts mehr im Produktdesign richtig gemacht nach dem Studium

Paulina: und genau, war wirklich einfach ganz normal im Marketing, habe dort Kampagnen

Paulina: mitentwickelt, war aber auch eher so für

Paulina: Design tätig und das heißt, es war ganz cool, weil wir so zwei Konstanten, also wir hatten

Paulina: Das hat sich eigentlich ganz gut gefügt, weil er hat das technische Know-how

Paulina: und bei mir ist er das Marketing, das Design und das fanden wir schon immer

Paulina: ganz passend und wir hatten schon immer vor, zu gründen.

Paulina: Also wir hatten zwar unser Nebengewerbe, aber das ist jetzt natürlich noch was

Paulina: ganz anderes, wenn man das wirklich groß aufziehen möchte.

Paulina: Wir hatten aber diese Vision, dass es auch nicht nur beim Eltern nicht bleiben

Paulina: soll, sondern dass wir wirklich da die Familien auch entlasten wollen und auch

Paulina: Die bürokratischen Hürden mit abbauen wollen.

Paulina: Und dann haben wir gesagt, wir wollen es wirklich groß angehen,

Paulina: deswegen auch die GmbH, die wir dann gegründet haben.

Paulina: Und ja, genau, also wir kommen nicht aus dem sozialen Bereich,

Paulina: aber haben da, sage ich mal, das andere Know-how, was so die Produktentwicklung

Paulina: angeht und das Marketing dahinter.

Andy: Und ihr habt, glaube ich, am Anfang auch erst mal so Videocall-Beratungen gemacht,

Andy: bevor es die App gab. Habe ich es richtig gelesen? Also das waren sogar ein

Andy: paar. Also es waren ein paar hundert.

Andy: Da hat man ja schon mit vielen Eltern zu tun. Und haben die dann für die Videoberatung

Andy: erstmal gezahlt? Oder wie habt ihr das finanziert?

Paulina: Genau. Also eigentlich war der Plan folgendermaßen, dass wir ein paar Elterngeldberatung

Paulina: machen und hauptsächlich die App entwickeln im Hintergrund.

Paulina: Aber es sind dann, also wir haben mit Instagram gestartet, um einfach mal zu

Paulina: schauen, wie läuft das Ganze und da sind, ich glaube, ein, zwei Videos viral gegangen.

Paulina: Und seit dem Moment haben uns die Leute wirklich die Türen eingerannt.

Paulina: Also wir hatten so viele Anfragen, so, so wirklich, es kamen im Minutentakt

Paulina: Anfragen per Mail in den Direct Messages, dass die Eltern beraten werden wollen.

Paulina: Dann haben wir gesagt, okay, dann haben wir das umgeschaltet,

Paulina: dass man sich bei uns Termine buchen kann.

Paulina: Und es hat dann so einen Ausmaß bekommen, dass ich wirklich von morgens bis abends

Paulina: Eltergeldberatung gemacht habe, weil die Eltern kamen, sie haben uns weiterempfohlen

Paulina: und es hat sich auch in dem Moment gut angefühlt, weil man den Eltern ja auch

Paulina: natürlich geholfen hat in dem Moment.

Paulina: Also ja, sie haben dann für die Beratung, für die einzelne Beratung gezahlt.

Paulina: Also ganz normal, wie man das kennt, bei anderen Eljongle-Beratungsfirmen, sage ich mal.

Paulina: Und es heißt, ich war wirklich von morgens bis abends mit Beratung ausgelassen.

Paulina: Ich habe da so einen kleinen Break gemacht, wenn die Kleine in der Kita war.

Paulina: Ich habe bis 14 Uhr Beratung gemacht, dann die Kleine abgeholt und dann wieder

Paulina: ab 18 Uhr wieder abends bis 21 Uhr Beratung gemacht. Und das war schon eine Nummer, muss ich sagen.

Paulina: Es war wirklich viel. Und wir haben dann in dem einen Jahr über 600 Beratungen durchgeführt.

Paulina: Ich alleine, in dem Sinne, es ist schon eine Menge. Also wir, also ich.

Paulina: Und irgendwann haben wir gesagt, also entweder es bleibt jetzt bei den Beratungen

Paulina: oder wir kümmern uns jetzt wirklich um unsere Vision.

Paulina: Also deswegen, warum wir gegründet haben, wir haben ja nicht gegründet,

Paulina: um zu sagen, wir machen daraus eine, also wir ziehen Elternnet-Beratung jetzt

Paulina: hoch, sondern wir haben ja gegründet,

Paulina: Uns um die Bürokratie in Deutschland weitestgehend zu kümmern oder mehr in Richtung

Paulina: digitale Verwaltung zu gehen und den Elternnet-Antrag schritt zu machen.

Paulina: Fall zu digitalisieren.

Paulina: Ähm.

Paulina: Ja, deswegen war es schon, also es war echt verrückt und dann haben wir tatsächlich

Paulina: gesagt, nein, wenn wir das jetzt wirklich machen wollen, dann müssen wir die

Paulina: Beratung runterschrauben.

Paulina: Das heißt, wir haben angefangen von Monat zu Monat immer weniger Slots anzubieten,

Paulina: bewusst, weil wenn wir mehr Slots angeboten haben, dann waren sie weg.

Paulina: Das heißt, man muss das künstlich immer runterschrauben, weil wir natürlich

Paulina: auch, also wir sind ja nur zu zweit und es geht ja nicht, dass nur einer die

Paulina: App macht, bis wir schon beide dran sitzen.

Paulina: Und dann haben wir wirklich intensiv in zwei, drei Monaten uns wirklich eingeschlossen.

Paulina: Als Beratung gibt es jetzt nur noch wirklich ganz bestimmt, also ganz wenig, auch nur Eltern.

Paulina: Also wir mussten dann wirklich aussieben. Welche nehmen wir an,

Paulina: welche nicht? Das war auch nicht so einfach.

Paulina: Weil wir gesagt haben, wir wollen einfach unserem Ziel weiterkommen,

Paulina: die App zu veröffentlichen und dahingehend den Eltern zu helfen.

Paulina: Das war auch ein guter Schritt, weil es natürlich niederschwelligeres Angebot

Paulina: ist als eine Elternbetratung.

Andy: Ja, auf jeden Fall. Das machst du halt mal kurz. Aber wahrscheinlich hast du

Andy: aus den 600 Beratungen doch schon einiges auch für die App gelernt.

Andy: Und da hast du ja ganz viele Cases gehabt und gemerkt, hey, bei den meisten

Andy: drückt da das Schuh da oder da.

Andy: Und das ist eher so ein Nischenthema, kommt nicht so oft. Und dann hast du ja

Andy: deine Priorisierung für die App gehabt.

Andy: Also waren ja jetzt keine Beta-Nutzer der App, aber im Prinzip hast du ja die

Andy: zukünftigen App-Nutzer da sehr gut kennengelernt eigentlich, oder?

Paulina: Absolut. Also wir haben so viele verschiedene Fälle gehabt.

Paulina: Das ist einfach verrückt und es ist auch so spannend, dass man auch so einen

Paulina: Einblick zu bekommen, wie unterschiedlich doch die Familiensituation sind.

Paulina: Ja, also am Ende erkennt man wirklich, es gibt, also wenn man mit so vielen

Paulina: Eltern gesprochen hat, dann sieht man immer ein Muster.

Paulina: Also wenn ich jetzt eine Elterngeldberatung habe und ich mache nicht mehr viele

Paulina: Beratungen, sondern auch wirklich auch bei Eltern, die auf uns zukommen und

Paulina: sagen, hey, wir brauchen da doch eure Unterstützung.

Paulina: Merke ich schon direkt in den ersten zwei Minuten, wohin die Reise geht,

Paulina: weil man schon so ein gutes Gefühl entwickelt hat für die verschiedenen Familiensituationen.

Paulina: Also sie sind zwar unterschiedlich, aber trotzdem würde ich sagen,

Paulina: gibt es so drei, vier, fünf Cases, die sich wirklich oft wiederholen.

Paulina: Und dieses Wissen haben wir auch in die App eingebracht und ich glaube,

Paulina: dass der Weg auch wirklich so richtig war.

Paulina: Hätten wir nicht diese 600 persönlichen Gespräche geführt, dann wäre die App

Paulina: auch, glaube ich, nicht auf dem Stand gewesen, auf den sie heute ist.

Andy: Du hast dir schon ein bisschen erzählt, ihr wollt die App bekommen.

Andy: In der App habe ich drei kostenlose Themen und ab dann bezahle ich.

Andy: Gibt es viele, die dann da abbrechen oder das heißt, beim Shop spricht man von

Andy: einer Conversion Rate. Wie viele

Andy: konvertieren darüber, um dann die Mehrleistungen in Anspruch zu nehmen?

Paulina: Also die aktuelle Conversion Rate liegt bei uns bei 12 Prozent,

Paulina: wenn man sich alle Nutzer anschaut.

Paulina: Wenn man aber danach filtert, Conversion Rate bei denen, wo die Kinder schon

Paulina: geboren sind, dann liegt es sogar bei 29 Prozent.

Paulina: Oh, okay. Also, wenn Eltern bei uns eingeben in der App, es kommen ja verschiedene Cases bei uns rein.

Paulina: Wir haben die, die, sage ich mal, sich vielleicht einfach nur informieren wollen,

Paulina: die noch gar nicht schwanger sind, sondern einfach mal gucken,

Paulina: hey, was kommt denn so auf mich zu?

Paulina: Da ist die Conversion Rate, also, ja, wie sagt man, bei denen,

Paulina: die weder schwanger sind noch das Kind haben, ist die Conversion Rate eher sehr,

Paulina: sehr niedrig, weil sie wirklich nur da sind, um zu gucken. So, was ist das Ganze?

Paulina: Auf alle betrachtet liegen wir bei 12 Prozent, also bei den aktuellen Kohorten bei 12 Prozent.

Paulina: Bei denjenigen, die aber angeben, dass ihr Kind schon geboren ist,

Paulina: liegen wir bei fast 30 Prozent, was ich absolut stark finde.

Andy: Ich erinnere mich daran, wir haben das auf jeden Fall vor der Geburt geklärt,

Andy: was man da alles beachten muss und so, aber machen das viele dann erst,

Andy: wenn das Kind da ist, sozusagen.

Paulina: Manche kommen, also die allermeisten würde ich sagen, kommen bei uns rein,

Paulina: wenn sie noch schwanger sind.

Paulina: Aber es gibt natürlich auch welche, die kommen und die sind,

Paulina: also das Baby ist schon da und sie wollen sich jetzt...

Paulina: Wir haben ja nicht sehr viel Zeit.

Andy: Ja gut, manchmal kommt es ja auch früher, wie man denkt, oder...

Paulina: Ja, genau.

Andy: Und buchen dann auch noch welche die Beratung, die trotzdem schon 40,

Andy: Euro kostet, das App-Upgrade, richtig, oder?

Paulina: Genau, also wir haben die aktuelle Version 40 Euro. Wir arbeiten aber noch an

Paulina: einem weiteren Modell, dass wir sogar noch mehr Inhalte anbieten,

Paulina: dass man quasi, also dass man die Beratung wirklich gar nicht mehr braucht. Das ist unser Ziel.

Paulina: Also aktuell gibt es wirklich noch sehr wenige Eltern, die sagen,

Paulina: hey, wir wollen trotzdem noch dazu eine Beratung.

Paulina: Deswegen haben wir einmal 20 Minuten und 60 Minuten. Eigentlich versuchen wir

Paulina: es, dass sie es gar nicht brauchen. Also das ist so unser Ziel.

Paulina: Und wir haben wirklich versucht, ich glaube, so zwei, drei Monate wirklich gar

Paulina: keine Beratung mehr anzubieten.

Paulina: Aber wir haben gemerkt, die Eltern schreiben uns trotzdem die Mails und sie

Paulina: schreiben uns trotzdem die DMs und das kostet ja trotzdem Zeit.

Andy: Eine Support-Mail. Ja, ja, klar. Dann musst du es anbieten.

Paulina: So, hey, kann man nichts mehr bei euch buchen und wie sieht es denn aus und

Paulina: vielleicht hätte ich da noch eine Frage.

Paulina: Und irgendwann war dann der Aufwand, wir haben das in den letzten Wochen gemerkt,

Paulina: dann doch deutlich höher, die Fragen zu beantworten, als diese Beratung anzubieten.

Paulina: Okay, wir bieten doch jetzt die Beratung an. Langfristig soll es aber wirklich

Paulina: so sein, wir wollen die App auf so einen Stand heben,

Paulina: dass man noch mehr Optionen hat, dass man wirklich gar nicht mehr die persönliche

Paulina: Elternberatung benötigt, weil man so viele Inhalte dort hat.

Paulina: Und dass es dann nur noch, sage ich mal, entweder um einen kleinen App-Support

Paulina: sich dann handelt, dass man so ein, zwei Fragen einfach uns rüberschieben kann

Paulina: oder im besten Fall wirklich einfach da komplett straight durchgehen kann.

Paulina: Das ist so unser Ziel eigentlich.

Andy: Also, ja, aber wenn du jetzt die 160 oder 150 Euro für die 60 Minuten nimmst,

Andy: da kann man ja auch, also ihr habt den Zugang offensichtlich,

Andy: die Leute vertrauen euch, dann kannst du ja auch Leute einstellen,

Andy: die die Elterngeldberatung machen.

Andy: Dass du es als Gründer selber nicht machen kannst und dann hast du ja trotzdem

Andy: eine schöne Marge an der Stunde.

Andy: Also war das mal auch eine Option, aber du hast ja jetzt eher erzählt,

Andy: ihr wollt es weghaben und die Leute sollen die App buchen und es muss automatisch gehen.

Paulina: Ja.

Andy: Ist auch möglich. Du hast ja mit KI viele Möglichkeiten wahrscheinlich,

Andy: sprechen wir auch noch mal drüber. Aber habt ihr das auch mal überlegt gehabt?

Paulina: Ja, tatsächlich schon. Hatten wir auch letztes Jahr, also letztes Jahr,

Paulina: als es die App noch nicht gab, als sie noch in der Entwicklung war,

Paulina: ich habe ja gerade zum Anfang nochmal erwähnt, hatten wir auch jemanden,

Paulina: der uns da unterstützt hat.

Paulina: Aber es ist so, ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin muss man ja auch einarbeiten.

Paulina: Und da ist auch, es ist Zeit. Also Zeit ist da ein wesentlicher Faktor.

Paulina: Da jemanden zu finden auch, der auch Lust auf das, also viele haben wahrscheinlich

Paulina: Lust auf das Thema Elterngeldberatung, wenn sie erstmal so hören,

Paulina: aber da steckt viel mehr hinter. Es ist auch natürlich kein Beruf,

Paulina: es ist kein Ausbildungsberuf.

Paulina: Das heißt, man muss da erstmal, wenn man die Gespräche führt,

Paulina: vertrauen, diese Person bringt

Paulina: das Wissen mit. Ansonsten muss man das Wissen mit an die Hand nehmen.

Paulina: Und wir haben einfach gesagt, es ist wirklich so zeitintensiv,

Paulina: eine Person so gut einzuarbeiten, dass sie auch auf dem Stand die Beratung führen

Paulina: kann, wie wir es gerne hätten.

Paulina: Genau, weil wir wollen nicht einfach sagen, hey, hier, bucht euch 60 Minuten

Paulina: und wir beantworten einfach mal so ein paar Fragen, sondern wir wollen wirklich,

Paulina: dass die Eltern in diesen 60 Minuten die Augen geöffnet bekommen.

Paulina: Also, dass sie wissen, okay, es gibt so viel mehr, was ich tun kann und dass

Paulina: sie einfach so diesen Wow-Effekt haben.

Paulina: Und ansonsten sind wir der Meinung, kann man vieles automatisiert dann durchführen,

Paulina: weil, also wir haben mittlerweile schon so viele Eltern bei uns gehabt,

Paulina: sei es durch die App oder durch die Beratung, dass wir wirklich auch so gliedern

Paulina: können, wo sind die Probleme.

Paulina: Und genau, das wäre dann der nächste Schritt, quasi zu sagen,

Paulina: hey, wir heben die App nochmal auf eine nächste Stufe,

Paulina: dass wir eher dahingehend skalieren können, anstatt dass man sagen kann,

Paulina: weil ja, es ist natürlich, Mitarbeiter sind auch wichtig und auch der persönliche

Paulina: Kontakt und vielleicht haben wir in Zukunft auch noch jemanden,

Paulina: der uns da im Support, also für die Support-Themen unterstützt.

Paulina: Aber das kann auch ganz schnell fallen, so ein Konstrukt.

Andy: Wo gewinnt ihr eure aktuellen Nutzer oder App-Downloader, sage ich jetzt?

Andy: Wo fängt deren Recherche an?

Andy: Also machen die das noch in Google? Ich hätte jetzt gedacht,

Andy: dass man schon in JetGPT anfängt, aber du hast jetzt auch Instagram angesprochen.

Andy: Ihr macht auch viel Pressearbeit, glaube ich. Weiterempfehlungen hast du angesprochen.

Andy: Ich frage ja ganz gern immer, wo kommen die ersten zehn oder wo kamen die ersten

Andy: zehn? Wo kamen die nächsten 100 her? Du hast die 600 Beratungen angesprochen.

Andy: War da wirklich Instagram die Number-One-Quelle und ist das heute noch?

Paulina: Bei den Beratungen war auf jeden Fall Instagram die erste Quelle.

Paulina: Hätten wir nicht gedacht, aber wir haben tatsächlich für die Beratungen keinen

Paulina: Cent Werbebudget ausgegeben. Also es lief wirklich alles organisch.

Paulina: Wir haben die Beratung nie beworben, wir haben nie eine Anzeige auf Beratungen geschaltet.

Paulina: Es lief wirklich, der Stein kam ins Rollen. Wir haben eine recht große Community

Paulina: auf Instagram aufgebaut und Weiterempfehlungen.

Paulina: Also die Weiterempfehlungsrate, bei denen wir es getrackt haben,

Paulina: weil wir hatten die Möglichkeit, dass die Eltern angeben können,

Paulina: woher komme ich, Weiterempfehlungen, TikTok, Instagram, Google,

Paulina: Tube und so weiter und so fort.

Paulina: Und da haben wir mal eine kleine Auswertung gemacht bei den Elternberatungen.

Paulina: 34 Prozent haben angegeben, sie kamen über Weiterempfehlungen.

Andy: Und für die Weiterempfehlung kriegt ihr aber jetzt einen Elternteil,

Andy: das andere Eltern weiterempfehlt nichts. Das ist einfach so.

Andy: Also ihr habt keine Funktion eingebaut.

Paulina: Wir haben nichts eingebaut. Also es kam wirklich so. Jetzt mit der App war es

Paulina: dann so, wir hatten eine Warteliste, wo wir dann es announced haben,

Paulina: hey, wir sind jetzt da, wir sind online.

Paulina: Wir hatten dann auch noch einen kleinen Rabatt dabei hinterlegt,

Paulina: so für den ersten Launchmonat.

Paulina: Und die ersten kamen wirklich dann organisch durch die Newsletter-Warteliste,

Paulina: durch Instagram, durch Stories.

Paulina: Aber natürlich muss man sagen, wenn man ein niederschwelliges Produkt anbietet,

Paulina: dann braucht man auch mehr User da drauf, die es nutzen.

Paulina: Dann reicht es natürlich nicht die normale organische Menge,

Paulina: weil die Marge natürlich deutlich kleiner ist als bei so einer Elterngeldberatung.

Paulina: Also bei der Elternberatung zahlen die Eltern ja für die Zeit,

Paulina: mit denen ich quasi das alles durchgehe und das Wissen, dass ich denen mitgebe.

Paulina: Bei der App bin ich ja nicht da. Oder Ingo ist ja auch nicht dabei bei der App.

Paulina: Das ist ja der Sinn der Sache, dass ich es nicht mehr mache,

Paulina: sondern dass die Eltern quasi für das Wissen mitbekommen, was wir in diesen

Paulina: ganzen Gesprächen gelernt haben, dass sie halt dafür

Paulina: das Wissen quasi freischalten und da durchgeleitet werden und das auch auf Fehler

Paulina: optimiert, weil wir natürlich alles ins korrekte Formularfeld,

Paulina: also wir haben so eine Verknüpfung hinten eingebaut, dass jede Antwort mit dem

Paulina: richtigen Formularfeld verbunden ist.

Paulina: Und dass man auch da keinen Quatsch eintragen kann. Also auch bei der Elterngeldplanung,

Paulina: dass man da jetzt nicht Quatsch irgendwie einträgt. Also wir haben da so eine

Paulina: Prüfung hinter im Planer.

Paulina: Und genau, das ist quasi, dass wir da so ein paar Sicherheitsmechanismen eingebaut haben.

Paulina: Und Stand jetzt ist es tatsächlich so, dass die Kilometer S schalten und darüber

Paulina: kommen sehr, sehr viele.

Paulina: Und das ist auch wirklich unser Hauptkanal.

Paulina: Ein großer Teil auch über Weiterempfehlungen, aber Hauptkanal würde ich schon sagen,

Paulina: Ja, Paid-Ads.

Andy: Okay. Und Instagram machst du selber? Also auch die Reels und die Erklärungen

Andy: und die Videos, die da sind?

Paulina: Alles ja. Also ich rede immer von wir, aber eigentlich, also dahinter stecken Ingo und ich.

Paulina: Instagram ist so eher 95 Prozent bei mir.

Paulina: Aber natürlich, wenn ich ein paar Inhalte habe, ich komme immer wieder auf so,

Paulina: auf irgendwelche Ideen und dann frage ich immer, hey, guck mal,

Paulina: schau dir das mal an. Meinst du, das geht so?

Paulina: Meinst du, das wird die anderen so interessiert? Und er sagt dann einfach,

Paulina: mach doch, mach doch, ich vertraue dir, du machst es doch schon so lange, mach es einfach.

Paulina: Und ja, tatsächlich haben wir uns auch so ein kleines Mini-Home-Studio aufgebaut bei uns zu Hause.

Paulina: Genau, wo wir dann so ein paar Reels aufnehmen können und das Schneiden übernimmt dann aber Ingo.

Paulina: Oder wer uns auch eine große Hilfe ist, auch mein Papa, der ist nämlich Videograf,

Paulina: der hilft uns auch zwischendurch mal, wenn er mal es hat.

Andy: Das ist natürlich mega. Okay, was sind so die Themen, die da auf Instagram viral

Andy: gingen? Du hast ja gesagt, ihr habt mal geschaut, 24.000 Follower,

Andy: das ist ja jetzt auch schon so für die kurze Zeit.

Andy: Für eine Produkt-App finde ich das wahnsinnig gut.

Andy: Es gibt ein paar gepinnte Sachen hier, der Antrag leicht gemacht.

Andy: Es gibt Videos auch von euch mit den Kids so ein bisschen.

Andy: Aber was sind so die Themen, die da viral gegangen sind und was kannst du dich da erinnern?

Paulina: Also ich glaube, da wo der Stein so richtig ins Rollen kam, war,

Paulina: als wir auf die Elternzeit länger aufmerksam gemacht wurden,

Paulina: das war wirklich, das war auch ein Real, das habe ich nebenbei zwischen Tür und Angel gemacht.

Andy: Sie meisten die Besten, die wenig geplanten.

Paulina: Wirklich, es war nicht geplant. Wann war das? Ich glaube, das war irgendwann

Paulina: vor einem Jahr, müsste das gewesen sein.

Paulina: Oder vor etwas über einem Jahr. Also so die Jahreswende zwischen 24 und...

Paulina: Ja gut, das ist schon mehr als ein Jahr her.

Paulina: Also es war irgendwann so die Jahreswende. September, Januar, 25 war das, glaube ich.

Paulina: Für und Angel, Kiesa-Drop. Und es gibt ja auch sehr viele Themen,

Paulina: die mich auch persönlich beschäftigen, die dann auch wirklich eher so vom Herzen kommen.

Paulina: Und das sind dann auch die Themen, die dann auch am meisten Einklang finden,

Paulina: weil ich habe mich damals geärgert bei unserer ersten Tochter,

Paulina: dass ich nur ein Jahr Elternzeit angemeldet habe und nicht zwei Jahre,

Paulina: weil mir das, sage ich mal, so zum großen Verhängnis wurde.

Paulina: Und mich hat das immer so, so, so geärgert und irgendwann habe ich dann ein

Paulina: Reel gemacht, warum sich zwei Jahre Elternzeit lohnen.

Paulina: Das Reel ist schon anderthalb Jahre her und ich habe einfach so aus meiner Intuition

Paulina: gesprochen, also nicht gesprochen, sondern ich habe wirklich nur einen Hook

Paulina: gemacht, warum sich zwei Jahre Elternzeit lohnen.

Paulina: Dann sind drei Punkte, dann so ein Video von unserer Tochter,

Paulina: wir zeigen sie, ist es auch wichtig, dass man kein Gesicht kennt.

Paulina: Von hinten, von Weitem, echt generisch, sage ich mal. So drei Punkte.

Paulina: Die Punkte sind, warum sich das auch lohnt, sage ich mal. Aber ich habe es irgendwann

Paulina: so Tür und Angel, habe das Handy dann liegen lassen. Dann waren wir mit unserer

Paulina: Tochter unterwegs. Das waren so viele Themen. Ich meine, du hast selber Kinder, du weißt, wie es ist.

Paulina: Der Tag geht so wahnsinnig schnell rum, aber irgendwie endet der auch nie.

Paulina: Und dann schlafen wir jetzt halt, da gucke ich auf mein Handy und war so,

Paulina: Moment, hat sich jemand gehängt? Das war mein Handy, was ist da los?

Paulina: Also ich glaube, zu der Zeit hatten wir 1000 Follower, 1200.

Paulina: Ich weiß es gar nicht mehr. Irgendwie sowas um den Dreh.

Paulina: Also auch jetzt nicht schlecht, würde ich sagen, aber jetzt auch nicht wahnsinnig groß.

Paulina: Und ich gucke, hä, was ist denn da los? Auf die View-Zahlen,

Paulina: hä, was ist denn da los? Da habe ich das irgendwo erzählt. Was ist das denn?

Paulina: Ja, der so, ja, ist doch cool. Freu dich doch.

Paulina: Und am nächsten Tag, über Nacht, du kannst es dir nicht vorstellen,

Paulina: über Nacht kamen 3.000 Follower über dieses Reel.

Paulina: Ich weiß nicht, was da passiert ist. Und in einer Woche, in einer Woche kamen

Paulina: über dieses eine Reel, Ich glaube, 10.000 Follower.

Paulina: Gut ab, okay.

Andy: Musst du mehr zwischendurch und eigentlich machen.

Paulina: Also das ist echt verrückt, weil das war, ich habe mir dafür vielleicht fünf

Paulina: Minuten Zeit gelassen, weil ich mir dachte, ach ja, irgendwie,

Paulina: ich wusste es so, das war so ein Thema, was mir einfach am Herzen lag,

Paulina: weil mich das einfach selber so geärgert hat damals.

Paulina: Und dann habe ich noch ein Video gemacht über das Elterngeld und irgendwie,

Paulina: bei Instagram ist es ja so, Die ändern zwar auch immer wieder den Algorithmus,

Paulina: wie das Ganze funktioniert, aber es ist ja ganz oft so, wenn du,

Paulina: sage ich mal, so einen Peak erreicht hast,

Paulina: dann bleibst du immer so auf dieser Welle.

Paulina: Also Instagram ordnet dich ja ein, bist du ein Produkt, also bist du ein Firmenaccount,

Paulina: bist du ein Produktaccount oder bist du ein Creatoraccount.

Paulina: Und Firmen haben es wahnsinnig schwer, organische Follower zu bekommen oder

Paulina: überhaupt Interaktionen. Das ist wahnsinnig schwierig für Produkte und Firmen,

Paulina: weil keiner interessiert ist, wenn du über dein Produkt sprichst.

Paulina: Also die Leute sagen so, es interessiert mich einfach nicht.

Paulina: Aber wir haben es irgendwie geschafft, in diese Creator-Schiene zu kommen.

Paulina: Ja, also es gelingt auch nicht immer.

Paulina: Klar, es ist auch, ein paar Team gehen dann auch ein bisschen unter dem Radar,

Paulina: aber es ist absolut fein. Also,

Paulina: So jedes dritte Video geht so ein bisschen durch und wir lassen uns einfach

Paulina: überraschen, was da auf uns zukommt. Aber das war wirklich, ja,

Paulina: aber diesen Moment, den vergesse ich nicht und das war echt Wahnsinn.

Paulina: Also ich habe einfach meine Augen nicht geglaubt, was da gerade passiert.

Paulina: Man hat sich da überhaupt nicht, da ist nicht viel Zeit reingeflossen.

Andy: Ja, aber das ist cool. Glückwunsch auf jeden Fall. Ich habe auch gesehen,

Andy: ihr habt auf der Webseite auch so ein paar Gimmicks wie einen Windelrechner.

Andy: Also funktioniert das als Akquise-Kanal oder ist das eher so ein Gimmick?

Paulina: Nein, also es ist, wir haben einfach mal Sachen eingebaut, die wir selber irgendwie lustig fanden.

Paulina: Also sei es so ein Windelrechter oder für die Erstausstattung,

Paulina: also es ist eher Ingo, der die Sachen dann einbaut, weil er die dann ganz lustig findet.

Paulina: Also zwischendurch sind ein paar Leute drauf, rechnen sich das.

Paulina: Aber es ist jetzt nicht das Top-3-Akquise-Tool, würde ich jetzt sagen.

Paulina: Es ist ganz cool, es ist da und wir lassen es auch erst mal.

Andy: Auf der Vertriebsseite habe ich gesehen, habt ihr auch so ein Hebammen-Partner-Programm.

Andy: Machen da viele Hebammen mit. Also die sind ja relativ früh schon in Kontakt.

Andy: Ist ja eigentlich auch clever von euch, das so zu machen.

Andy: Weil das musst du ja relativ früh dann suchen, eine Hebamme,

Andy: dass du eben, weil die ausgebucht sind, also weiß ich es noch,

Andy: wenn du da nicht direkt fragst, wenn du weißt, dass du schwanger wirst,

Andy: dann kriegst du teilweise gar keine mehr.

Andy: Hat dich deine Hebamme auf die Idee gebracht? Oder wie sei da drauf gekommen,

Andy: über die dann auch zu gehen?

Paulina: Ja, tatsächlich. Also es kam tatsächlich über auch meine Hebamme.

Paulina: Vielen Dank, Julia, dafür, falls du es später hörst.

Paulina: Nee, also es war auch eigentlich gar nicht so geplant.

Paulina: Und irgendwann hatte ich dann mit meiner Hebamme gesprochen und sie meinte,

Paulina: ey, ich habe so viele Eltern, die mich danach fragen und ich finde das so cool, was ihr da macht.

Paulina: Und ich habe auch viele Hebammenfreundinnen und ich würde das auch gerne,

Paulina: also habt ihr nicht irgendwas, was ich den Eltern mitgeben kann?

Paulina: Und dann haben wir auch erstmal so ein paar Flyer mitgegeben.

Paulina: Und irgendwann haben uns auch mal ein paar Hebammen bei Instagram angeschrieben,

Paulina: die dann sagen, hey, ich finde eure Seite so cool, ihr macht echt coole Arbeit.

Paulina: Weil wir natürlich auch, wir legen auch sehr großen Wert darauf,

Paulina: auf unserem Instagram-Kanal nicht nur darüber erzählen, hey,

Paulina: wir haben eine App und es ist cool, sondern auch wirklich Wissen mitzugeben, den Eltern zu helfen.

Paulina: Und da haben uns auch einige Hebammen einfach angeschrieben, wir finden es cool.

Paulina: Gibt es irgendwas, was wir euch irgendwie, was wir den Eltern schicken können?

Paulina: Und dann ist halt diese Hebammen Unterseite entstanden, die wir dann einfach

Paulina: an die Hebammen verweisen, dass sie dann mit uns die ganze Zeit hin und her,

Paulina: also natürlich sie schreiben auch mit uns, aber dass sie sich da

Paulina: über unser Hebammen-Netzwerk da die ersten Infos

Paulina: aussuchen können.

Paulina: Genau, sie bekommen dann auch noch mal so einen eigenen Code für ihre Eltern. Genau.

Andy: Cool. Und das ist kostenlos sozusagen für die Hebammen. Die können das nutzen

Andy: und ihr habt halt was, wenn die euch weiterempfehlen sozusagen. Das ist ja auch nett.

Paulina: Okay, cool. Ja, also die Hebamme können auch ihren Eltern so kleinen Rabatt mitgeben. Mhm.

Paulina: Genau, ja.

Andy: Okay, schön. Ich überlege gerade, ich hatte neulich hier,

Andy: mein MPP heißt es, da kannst du als Firma über Bruttoentgeltumwandlung,

Andy: da war jetzt Folge 190, glaube ich, kannst du dann Hardware wie ein iPhone oder

Andy: ein iPad oder sowas machen.

Andy: Und bei denen funktioniert das ganz gut über so Benefit-Partner.

Andy: Also sowas wie Spendit oder weiß nicht, wie die anderen heißen.

Andy: Macht es Sinn, dass ihr auch darüber an die Arbeitgeber an die HR-Abteilungen

Andy: geht oder ist es da gar kein Thema oder Interesse also ich überlege gerade,

Andy: was gibt es noch für Partner weiß nicht, eine Krankenkasse vielleicht oder Geburtskliniken,

Andy: ja, Hebammen ist ja eigentlich schon relativ früh da bist du ja schon früh dran,

Andy: wenn du einen Kinderwagen kaufst ist ja auch noch relativ früh oder je nachdem

Andy: manche sind auch spät dran, aber da könntest du auch einen Gutschein reinlegen,

Andy: aber ich überlege gerade so So was könnten noch Partner sein,

Andy: also HR-Abteilungen oder Krankenkassen? Habt ihr sowas mal gehabt?

Paulina: Absolut. Also es sind alles Dinge, die noch auf unserer To-Do-Liste liegen.

Andy: Ja, wir können es nicht alles machen.

Paulina: Genau. Wir sind da auch echt immer dabei, Dinge zu priorisieren,

Paulina: weil man möchte so vieles machen, aber zu zweit schafft man auch natürlich nicht alles.

Paulina: Aber du sagst auf jeden Fall, also HR ist auch ein Schlüsselwort und ich denke

Paulina: auch so Babymärkte, das kann auch ein großer Hebel sein.

Paulina: Aber natürlich muss man ja auch ehrlicherweise dazu sagen, HR-Abteilung ist

Paulina: natürlich für die relevant, wo wir dann Richtung Konzernstrukturen denken.

Paulina: Also kleinere, also wir hatten auch tatsächlich auch ganz verrückter Side-Fact,

Paulina: wir haben auch tatsächlich auch ein paar Arbeitgeber, die auf uns zugekommen

Paulina: sind, die eine Elternmitberatung gebucht haben, wo ich ganz verwirrt war.

Paulina: Elternberatung aus Arbeitgebersicht, weil sie nämlich Mitarbeitende hatten,

Paulina: wo sie sich nicht sicher waren, was können wir denen sagen, was können wir denen nicht sagen.

Paulina: Also als Goodwill, sage ich mal, dass sie sich informieren wollten für ihre

Paulina: Arbeitnehmerinnen, was ich ganz cool fand.

Paulina: Und das müsste dann aber, es waren dann eher so kleinere Firmen,

Paulina: die dann, sage ich jetzt mal, nicht so die große Personalabteilung haben.

Paulina: Größere Firmen oder Konzerne haben ja HR-Abteilung, die sie auch darauf so ein

Paulina: bisschen spezialisiert haben.

Paulina: Aber es fehlt wirklich auch sehr, sehr vielen größeren Firmen da auch.

Paulina: Ja, einfach viele wissen auch gar nicht, was alles möglich ist.

Paulina: Und was ich mir auch ganz gut vorstellen kann, ist auch in Form von Workshops,

Paulina: dass man da für die HR ein paar Workshops geben kann oder dass die,

Paulina: sage ich mal, für ihre Eltern so als Elternmitarbeiter Benefit den Eltern auch

Paulina: ein paar Sachen mitgeben könnten.

Paulina: Also da ist, glaube ich, auch sehr, sehr viel möglich.

Paulina: Aber es müssten natürlich dann auch größere Firmen sein, für die sich das auch lohnt.

Paulina: Weil es bringt dir ja nichts, wenn nur alle zwei, drei Jahre ein Elterntal in

Paulina: Elternzeit geht. Es müsste ja schon wirklich

Paulina: Wir reden dann eher von so Strukturen, mehrere tausend Mitarbeitende,

Paulina: für die das wirklich relevant ist, wo das wirklich oft dann sich dann für die Firmen lohnt.

Paulina: Aber absolut, also gebe ich dir vollkommen recht, das wäre natürlich auch ein sehr großer Hebel.

Andy: Ich habe auch gerade überlegt, ich hatte ein paar Gäste, die haben sehr erfolgreich

Andy: mit Webinaren Kunden gewonnen.

Andy: Also ging es häufig aber um Gas-Geschäftsmodelle, also dann,

Andy: wo monatlich wiederkehrender Umsatz kommt, wo es sich halt auch lohnt,

Andy: ein Webinar zu machen, damit du an die E-Mail-Adressen kommst,

Andy: die Leute das Produkt kennenlernen und so weiter und so weiter.

Andy: Habt ihr das mal überlegt oder probiert? Also das ist ja eigentlich auch was,

Andy: wo ich jetzt gedacht hätte, du stellst einen Webinar-Termin ein,

Andy: tust ihn über Instagram oder über euren Newsletter ein, da müsstest du doch

Andy: wahrscheinlich auch viele, also das Thema Eltergeld zu informieren,

Andy: wenn die Leute halt merken, Also dass Sie eben früh sich informieren können.

Andy: Ist das was, was ihr mal probiert habt schon?

Paulina: Webinare haben wir überlegt, aber da gab es ehrlicherweise nicht so die Zeit, um das umzusetzen.

Paulina: Man muss aber dazu sagen, wir sind natürlich erstmal ein niederschwelliges Produkt.

Paulina: Zeit ist begrenzt und ich glaube, da wo sich das extrem lohnt,

Paulina: sind so SaaS-Lösungen oder Plattformlösungen, wo man die wiederkehrenden Käufe

Paulina: hat, wo man auch wirklich von ganz anderen Margen spricht.

Paulina: Weil wenn wir so ein Webinar machen, dann müssen wir uns natürlich auch überlegen,

Paulina: okay, da steckt ja auch sehr viel Planung hinter.

Paulina: Man will ja auch nicht einfach irgendwas raushauen und sagen,

Paulina: ich habe ein Webinar, sondern es muss ja wirklich Hand und Fuß sein,

Paulina: dass die Eltern auch es weiterempfehlen.

Paulina: Das ist uns immer besonders wichtig, weil wir sehen auch wirklich,

Paulina: wie auch bei den Beratungen, es ist cool oder bei der App, es ist cool,

Paulina: es wird angenommen und es wird wahnsinnig gut weiterempfohlen.

Paulina: Und genau deswegen, das machen wir, Das, was wir aber machen,

Paulina: ist natürlich auch für Newsletter. Also wir kriegen auch wirklich super viele

Paulina: Eltern, weil du ja sagst, gerade Stichwort E-Mail. Ja.

Paulina: Wir kriegen wirklich sehr, sehr viele, die sich bei uns so einfach eintragen.

Paulina: Deswegen war das so jetzt nicht das genaue Thema zu sagen. Wir machen nochmal

Paulina: eine Akquise, um, sage ich mal, weiter an die Kontakte zu kommen.

Andy: Ja. Ja, das ist ja auf jeden Fall sinnvoll. Okay. Ja.

Andy: Das Technologie-Part habe ich immer eigentlich auch drin. Jetzt hast du gesagt,

Andy: das macht er als Ingo, aber vielleicht kannst du zwei, drei Sachen trotzdem dazu beantworten.

Andy: Wenn in der App ein Chat ist und so, läuft da eine KI im Hintergrund,

Andy: die ihr selber optimiert habt auf das Thema Elterngeld oder ist das alles noch klassisch?

Andy: Und wie arbeitet ihr selber mit KI, wäre jetzt so die Frage noch.

Paulina: Also erstmal vorab, in unserer App stand jetzt ist keine KI verbaut.

Paulina: Das, was wir gemacht haben, also wir, Ingo,

Paulina: wir haben eine Plattform gebaut, also wirklich nur für unsere eigenen Zwecke.

Paulina: Wir nennen es intern untereinander Chatbot-Buddy. Wir sind ja Eltern,

Paulina: das ist unser Chatbot-Buddy.

Paulina: So heißt es quasi intern unser Produkt. Und es ist quasi ein Flow-Builder, den wir gebaut haben.

Paulina: Das heißt, der Antrag ist in diesen sechs Kategorien unterteilt,

Paulina: die alle in einen Flow durchgehen.

Paulina: Also wir geben die Fragen vor und wir geben auch die Antworten vor.

Paulina: Das heißt, die Eltern, das Einzige, was sie in Freitext eingeben,

Paulina: sind Name, Nachname, persönliche Daten. Das ist Freitext.

Paulina: Alles andere ist geleitet. Es ist ein geleiteter Ablauf, ein geführter Ablauf.

Paulina: Und im Hintergrund ist quasi das, was uns auch extrem wichtig war,

Paulina: dass wir losgelöst sind von Drittanbietern, dass wir unabhängig bleiben.

Paulina: Das war uns besonders wichtig.

Paulina: Und dass die Daten auch bei uns bleiben. Weil wenn man da jetzt OpenAI dahinter

Paulina: oder Antroffic, dann ist natürlich immer die Frage, wie landen dann diese Daten am Ende?

Andy: Ja, und wollen die Kunden das? Dann musst du zumindest transparent sein.

Paulina: Absolut. Also ich glaube, wollen die Kunden das? So viele nutzen aktuell OpenAI oder Antroffic.

Paulina: Ich denke schon, aber es ist ein sensibles Thema und wir wollten nicht einfach

Paulina: die Daten rüberschiffen

Paulina: auf andere Server, sondern haben gesagt, okay, gut, wir wollen es wirklich gehostet

Paulina: in Deutschland, wir wollen alles bei uns mit unseren Sicherheitsmechanismen,

Paulina: das war irgendwie besonders wichtig

Paulina: und deswegen haben wir da unseren eigenen Flow-Builder, wir haben ein komplettes

Paulina: CRM-System dahinter, was alles selbst gebaut ist, selbst entwickelt,

Paulina: wo wir auch alles verwalten können.

Paulina: Wir können dahinter auch Kampagnen steuern.

Paulina: Also es ist auch ein eigenes Produkt und es ist auch ein Produkt,

Paulina: was man auch, sage ich mal, für andere behördliche Themen nutzen könnte.

Paulina: Also Stand jetzt ist es wirklich nur für uns intern, für uns, für Elterngeld-Buddy.

Paulina: Genau.

Andy: Habe ich hier gestern gesehen auf LinkedIn, Sumit Kumar, der war auch schon

Andy: zweimal hier im Podcast, relativ früh und den meisten kennen ist der Gründer von Parkett.

Andy: Der hat sich jetzt mal hingesetzt, weil ihn das alles so genervt hat.

Andy: In Amerika gibt es ja das amerika.gov, weiß nicht, ob du es mitbekommen hast,

Andy: so eine Digitalplattform, wo die Bürger in Zukunft alles digital machen sollen.

Andy: Und Sumit hat, ich verlinke es auf jeden Fall, fragdenadler heißt das,

Andy: fragdenadler.de, das ist die Webseite, kannst du dir nachher mal anschauen.

Andy: Und ist so sein Ziel jetzt auch zu sagen, ey, das muss sowas werden,

Andy: dass ich mich digital als Bürger, dass ich eine Meta-Plattform habe für alle

Andy: Dienstleistungen, egal was ich brauche.

Andy: Also so Beispiele sind Führerschein neu beantragen, Personalausweis und dann

Andy: gibt es Projekte, also sind die Bundesländer dahinter, manche haben ja auch

Andy: schon digitale Sachen, manche noch nicht.

Andy: Und er versucht jetzt da erstmal, dass du die Informationen alle bekommst,

Andy: was du machen musst und wo du hingehst. Und ich weiß jetzt nicht,

Andy: ob er das Thema Elterngeld auch schon drin hat, habe ich jetzt nicht probiert.

Andy: Aber kann ich mir ja vorstellen, ist das eine Gefahr für euch?

Andy: Also A, die Frage, dass der Staat mal irgendwann selber so eine Plattform macht.

Andy: Wahrscheinlich kriegt man das nicht geschissen, aber da müssen so Privatleute

Andy: wahrscheinlich kommen und zeigen, dass es geht. Leider.

Andy: Aber ja, also einmal die Gefahr, mache ich meinen Elterngeldantrag mit JetGPT

Andy: oder mit Claude, komme ich da schon weit oder machen das die Menschen nicht?

Andy: Und denkst du, also ist das eine Gefahr für euer Geschäftsmodell in der Zukunft,

Andy: dass das dann tatsächlich doch irgendjemand mal auf die Reihe bekommt oder seid

Andy: ihr diejenigen, die das machen?

Paulina: Ich finde, das ist echt eine gute Frage, weil das sind auch Themen,

Paulina: mit denen wir uns auch zeitgültig beschäftigen.

Paulina: Das, was ich immer mache, ich gehe so alle ein, zwei Wochen zu ChatGPT OpenAI

Paulina: und frage mal, denke mir immer an so ein Szenario aus, hinterlege den Elterngeldantrag

Paulina: und versuche das mit ChatGPT zu machen.

Paulina: Und natürlich, die KIs werden auch alle besser, keine Frage.

Paulina: Aber man merkt beim Elterngeld, bei dem Thema Elterngeld, da kommt zwischendurch

Paulina: mal echt wirres Zeug raus. Also er bekommt so persönliche Daten gut hin,

Paulina: um das alles einzufügen.

Paulina: Aber wenn es um die Planung geht, also letzte Woche sogar, ich weiß nicht,

Paulina: inwieweit du so tief in dem Thema bist, es stand jetzt, beide Eltern können

Paulina: ja 14 Monate Basiselterngeld nehmen.

Paulina: Und aus einem Basiselterngeldmonat kann man sich zwei Monate Elterngeld plus machen.

Paulina: Das heißt also, entweder hast du diese 14 Basiselterngeldmonate,

Paulina: die du dir als Elternteile zwischendurch aufteilen kannst,

Paulina: oder du streckst das und hast quasi 22 Monate Bezug, weil der größte Teil davon

Paulina: Elterngeld plus ist, weil du dir das quasi in die Länge streckst.

Andy: Das ist dann halbiert sozusagen.

Paulina: Ne? Ja, ja, genau. Also du streckst es dir in Anführungsstrichen,

Paulina: es ist die Hälfte an Geld, aber im Endeffekt aufs Ganze ist es die gleiche Summe. Ja, absolut.

Paulina: Und ich habe tatsächlich gesagt, hey, ich möchte gerne zu Hause bleiben,

Paulina: ich bin mir unsicher, Basiselterngeld oder Elterngeld plus, Chatty,

Paulina: machen wir mal eine Planung.

Paulina: So, Planung fand ich echt wild, weil er hat mir dann eingetragen,

Paulina: zwölf Monate Basiselterngeld und anschließend zwölf Monate Elterngeld plus.

Andy: Das wäre ja geschickt, wenn das so gehen würde.

Paulina: Und es war letzte Woche, da habe ich gefragt, okay, wie kommst du auf die Planung?

Paulina: Ja, das Elterngeld Plus, also das Elterngeld Plus streckt das Basiselterngeld.

Paulina: Ich meine, den genauen Worten habe ich jetzt auch nicht mehr im Kopf,

Paulina: aber wird häufig benutzt, wenn man über das erste Lebensjahr hinaus Elterngeld beziehen möchte. Ja.

Paulina: Okay, habe ich mir gedacht. Und dann habe ich gesagt, so recherchiere bitte

Paulina: nochmal, ob es wirklich möglich ist. Ja, Elterngeld Plus kann.

Paulina: Nach dem ersten Geburtstag bezogen werden. Okay, dann habe ich eben gesagt,

Paulina: schau mal bitte ins bundeseinheitliche Elterngeld- und Elternzeitgesetz nach.

Paulina: Gleich das bitte in Paragraphen nach. Ich habe ja die Paragraphen genannt.

Paulina: Und schau mal bitte nach. Und dann kam, du hast recht, das ist nicht möglich.

Paulina: Also ich sage mal so, stand jetzt, kommen da wilde Sachen raus.

Paulina: Wir haben auch Eltern, die sich erstmal fragten, das war, zur Gründung war es

Paulina: noch nicht so. Da hat noch nicht jeder alles bei Chichiquiti eingetragen.

Paulina: Jede zweite Beratung fängt an, ich habe bei ChatGPT mal was eingegeben und da

Paulina: kam was raus. Das hat mich aber verwirrt, weil im nächsten Chat was anderes rauskam.

Paulina: Also ich denke, es wird auch alles besser werden. Da, wo wir aber den klaren

Paulina: Vorsprung haben oder wo ich unseren Vorsprung sehe, ist, dass wir dieses echte Wissen dahinter haben

Paulina: und jetzt schon an Lösungen arbeiten, wie wir dagegen steuern können.

Paulina: Also das hat ja schon am Anfang gesagt, wir wollen die App auch nochmal weiterentwickeln.

Paulina: Also das, was uns besonders wichtig ist, dass wir unser Produkt einfach immer

Paulina: besser machen und immer mehr auf die Bedürfnisse der Eltern abgestimmt sind.

Paulina: Und ja, vielleicht ist es so, dass es in fünf Jahren nochmal ganz anders ausschaut,

Paulina: aber da wollen wir auch vorbereitet sein.

Andy: Ja, also ich frage mich auch, wo da die Reise hingeht, weil der Staat muss ja

Andy: auch mehr digitalisieren.

Andy: Ja, absolut. Aber ich bin da auch skeptisch, wie es da, also dass es auf jeden

Andy: Fall nicht so schnell geht, wie wenn Startups das machen. Also das ist ja auf jeden Fall klar.

Andy: Und du hast jetzt was angesprochen mit den Paragrafen und so.

Andy: Wie ist das eigentlich in den Bundesländern überall gleich? Oder also von Regelung

Andy: her, ändert sich da häufig was?

Andy: Wir haben, glaube ich, im Vorgespräch darüber gesprochen, es soll bald auch

Andy: eine Änderung geben. Wie hast du die schon verstanden? Das ist wahrscheinlich die wichtigste Frage.

Paulina: Leider habe ich sie verstanden. Also es ist so, das Elterngeld wird bundeseinheitlich geregelt.

Paulina: Also alle Bundesländer halten sich an das bundeseinheitliche Elterngeld und Elternzeit gesetzt.

Paulina: Aber, ganz großes Aber, die Länder können vereinzelnd eigene Formulare rausbringen und nochmal eigene,

Paulina: ich nenne es jetzt mal so Richtlinien, die sich innerhalb dieses einheitlichen Gesetzes bewegen.

Paulina: Also Sie können jetzt nicht sagen, hey, bei uns könnt ihr jetzt aber 16 Basiselterngeld

Paulina: im Monat bekommen. Nee, Sie müssen sich wirklich an das halten,

Paulina: was auch im Gesetz steht.

Paulina: Aber Sie haben, also zum Beispiel NRW, wir kommen ja aus NRW, aus Solingen.

Paulina: NRW hat ein anderes Formular jetzt als Berlin beispielsweise.

Paulina: Oder auch als Baden-Württemberg. Und wir hatten tatsächlich sogar ein Gespräch

Paulina: mit dem Team, was den offiziellen Elterngeldantrag gebaut hat und entwickelt hat.

Andy: Den NRW dann? Okay.

Paulina: Den Bundeseinheit. Den Bundeseinheit.

Andy: Okay, ja, okay.

Paulina: Es gibt einen bundeseinheitlichen Elterngeldantrag, der offiziell von sehr vielen

Paulina: Bundesländern genommen wird.

Paulina: Aber es gibt dann auch noch, sage ich mal, ein paar Bundesländer,

Paulina: die das auch trotzdem akzeptieren. Also es gibt ein paar Bussländer,

Paulina: die sagen, es ist egal, welches ihr nehmt.

Paulina: Es gibt auch ein paar Bundesländer, die sagen, nee, ihr nehmt bitte unseres.

Paulina: Es ist wirklich wild. Also es ist wild, wirklich.

Paulina: Aber was wirklich cool war, wir haben mit den Leuten gesprochen,

Paulina: die den bundeseinwärtigen Erterngeldantrag gebaut haben, da den mitentwickelt haben.

Paulina: Und das war auch echt ein spannendes Gespräch.

Paulina: Aber selbst die waren verwirrt, weil sie gesagt haben, Es gibt so viele,

Paulina: sage ich mal, verschiedene Stationen, verschiedene Zugehörigkeiten,

Paulina: Ansprechpartner und Verbindungen, dass sie selber da nicht ganz durchblicken.

Paulina: Also sie haben gesagt, ihnen ist auch ein Rätsel, warum nicht alle Bundesländer

Paulina: jetzt sagen, wir machen das einfach. Es gibt immer wieder ein paar Bundesländer,

Paulina: die sagen, zum Beispiel NRW, nee, wir wollen das ein bisschen anders haben.

Andy: Wir machen ja extra Wurscht. Okay, wie sind die auf euch zugekommen oder seid

Andy: ihr an die herangekommen? Wie hat es geklappt?

Paulina: Ingo hat mit einem von ihnen geschrieben. Also Ingo ist wirklich so ein Mensch,

Paulina: der sagt so, hey, er ist wirklich da ganz locker und auch ohne irgendwelche Hürden.

Paulina: Spricht die Leute an, schreibt sie an und ist da auch wirklich super offen und

Paulina: hat sich dann mit einem connected. Und der hat sich dann besprochen mit seinem

Paulina: Team und die haben gesagt, hey, wir wollen wirklich mal miteinander sprechen.

Paulina: Die veranstalten ja auch selber immer so Hackathons intern, wo die auch teilweise

Paulina: gesagt haben, vielleicht willst du auch mal mitmachen.

Paulina: Also wo es dann darum geht, dass die sich gegenseitig da irgendwie...

Paulina: Ja, da nochmal richtig tief reingehen in die Entwicklung.

Paulina: Genau, aber das Problem ist, die Zuständigkeit hat sich jetzt geändert.

Paulina: Das heißt, die machen jetzt nicht mehr den Elterngeldantrag,

Paulina: sondern sie wurden jetzt für was anderes zugewiesen. Und ja,

Paulina: das ist halt das Problem mit Zuständigkeiten, wer macht was und Problem mit Ländersache.

Paulina: Dass die Länder auch natürlich alle miteinander sprechen müssen,

Paulina: nicht jedes Bundesland möchte dies. Es ist wirklich, ja, was soll ich dazu sagen?

Andy: Vom Ministerium ist aber noch niemand auf euch zugekommen. Also vom Familienministerium,

Andy: ich glaube, da ist die Zuständigkeit für das Thema Elendengeld, oder?

Andy: Hast du da mal Kontakt gehabt? Weil jetzt habt ihr ja auch so ein paar Presseerwähnungen

Andy: gehabt und das wird mir ja als Ministerin wahrscheinlich auch schon zu denken

Andy: geben, wenn es jetzt hier ein Start-up gibt, was baut, was eigentlich der Staat

Andy: hätte liefern müssen als Dienstleistung, sage ich mal.

Paulina: Leider nein. Also das ist, unsere eigene Vision war es, dass wir,

Paulina: wenn wir die App entwickeln, also ganz am Anfang, vor zwei Jahren,

Paulina: als wir gegründet haben, dass wir da auch an das Bundesministerium gehen können

Paulina: und sagen können, hey, wir haben eine coole Lösung,

Paulina: wollt ihr sie mal nehmen?

Paulina: Aber es ist ja ganz anders aufgebaut. Es gibt Ausschreibungen,

Paulina: es gibt Zuständigkeiten.

Paulina: Und da so einfach reinzukommen, als ein Start-up mal eben so eine App gebaut hat, das

Paulina: ist wirklich sehr schwer. Wir würden es uns wünschen, wir würden es uns auch

Paulina: wirklich wünschen, wenn das Ganze kostenlos wäre für alle und der Bund das einfach

Paulina: übernehmen würde, so ist es nicht.

Paulina: Und natürlich müssen wir auch irgendwie davon leben. Also es gibt auch die Serverkosten,

Paulina: es gibt auch die, also es ist ja nicht alles kostenlos, es gibt auch die,

Paulina: wie sage ich mal, die Gebühren bei Apple und Google, die sind ja auch jetzt

Paulina: nicht gerade die kleinsten, die man da zahlen muss.

Paulina: Also ja, genau.

Andy: Jetzt ist ja eure Gebühr auch nicht besonders hoch für das, was ich bekomme, wenn ich ehrlich bin.

Andy: Aber ich weiß gerade gar nicht, wie viele Kinder werden denn im Jahr aktuell

Andy: geboren. Ein paar hunderttausend, oder?

Paulina: Also Geburtenrate dir drunter?

Andy: Ja, aber so wie viele sind es denn im Jahr? Weißt du das gerade?

Andy: TAM sozusagen ist ja die Anzahl der Kinder.

Paulina: Total addressable market, ja. Klar, also es gibt, es wird immer weniger.

Paulina: Wir lagen jetzt, ich meine, im vergangenen Jahr knapp bei 700.000 Geburten. Tendenz sinken.

Paulina: Es ist aber auch natürlich, ja, es wird auch nicht mehr so viel,

Paulina: das Elterngeld soll nochmal verringert werden, es soll da Kürzungen geben.

Paulina: Wenn man sich anschaut, was so gerade medial alles besprochen wird,

Paulina: das ist jetzt ein echt schlechtes Zeichen für werdende Eltern.

Paulina: Und wir haben auch teilweise Eltern in der Beratung gehabt, die sagen,

Paulina: okay, wir sind jetzt gerade mit dem ersten Kind hier bei euch.

Paulina: Wir wissen nicht, ob wir uns ein zweites Kind leisten können oder ob wir das so möchten.

Paulina: Und ich glaube, das ist auch ein großes Thema. Deswegen, es ist eher Tendenz, alles sinken.

Paulina: Natürlich wird es immer Geburten geben, aber natürlich je weniger Geburten es

Paulina: gibt, desto kleiner auch der Total Addressable Mark. Das ist ja natürlich klar.

Andy: Aber gut, 700.000 ist ja jetzt trotzdem noch, da habt ihr auf jeden Fall noch

Andy: Potenzial, sage ich mal.

Paulina: Ja, klar, süßig.

Andy: Ja, ja. Was würdest du, also wenn du jetzt die Chance hättest und die Familienministerin

Andy: würde, du würdest sie mal auf einer Messekonferenz oder die hört den Podcast

Andy: hier und sagt, hier können wir mal fünf Minuten quatschen,

Andy: was würdest du ihr in fünf Minuten mitgeben wollen? Oder würdest du ihr raten vielleicht?

Paulina: Gute Frage.

Paulina: Gute Frage. Ich würde dir erstmal sagen, dass Kinder unsere Zukunft sind. Ich

Paulina: halte es für sehr, sehr wichtig, dass wir in unsere Kinder investieren,

Paulina: weil sie sind natürlich am Ende auch die, die auch das Rentensystem tragen.

Paulina: Aber ich meine, das wird sie ja auch wissen, hoffentlich.

Andy: Ja, hoffentlich.

Paulina: Aber ich würde ihr auch wirklich auch nahelegen, dass wir den ganzen Prozess

Paulina: rund ums Elterngeld nochmal überdenken.

Paulina: Es gibt Länder, da geht es ganz einfach.

Paulina: Also unser Nachbarland in Polen, da geht es ganz unkompliziert.

Paulina: Sowas in Deutschland wäre natürlich wünschenswert. Wie funktioniert es da? Okay.

Paulina: Dort ist es so, dass die letzten drei Monate vor der Geburt als Bemessungszeitraum gelten.

Paulina: Also es sind gar nicht zwölf, es sind drei.

Paulina: Und der Arbeitgeber kümmern sich darum. Also der Arbeitgeber,

Paulina: das, was du als Mama, Papa machen

Paulina: musst, ist, du musst deinem Arbeitgeber befreit sagen, mein Kind ist da.

Paulina: Die Geburtsurkunde wird alles digital übermittelt. Du musst dich da um nichts

Paulina: kümmern. Der Arbeitgeber weiß, das Kind ist da und der veranlasst es quasi,

Paulina: dass das dann ausbezahlt wird.

Paulina: Und da gibt es nichts mit Auszahlungsverzögerung, Bearbeitungszeiten.

Paulina: Das funktioniert.

Andy: Und haben die eine Regelung für Selbstständige auch?

Paulina: Für Selbstständige, das weiß ich gerade jetzt nicht so genau.

Paulina: Ich kenne das nur, sage ich mal, in dem Arbeitgeberbereich, Arbeitnehmerbereich.

Paulina: Also dort ist es so, dass du dir aussuchen kannst, ich nehme entweder für so

Paulina: eine Zeit, bekomme ich dann 80 Prozent meines Gehalts, wenn ich das strecke, 60 Prozent.

Paulina: Aber du sprichst das alles mit dem Arbeitgeber ab und der gibt das dann für

Paulina: dich ein. Also da gibt es wirklich nur drei, vier Fragen, die beantwortet werden müssen. Genau.

Andy: Cool. Habt ihr mal anderweitig Kontakt gehabt?

Andy: Gab es mal irgendwelche Investoren? Oder du hast ja jetzt auch die Hilfe in

Andy: Solingen angesprochen.

Andy: Gibt es Leute, die in euer Geschäftsmodell investieren wollen?

Andy: Oder habt ihr selber mal darüber nachgedacht? Jetzt habt ihr ja da schon ein

Andy: Risiko auf euch genommen. Gab es da mal Interesse? Gab es da mal Mails?

Andy: Ist das was, was jemand finanzieren möchte? Oder euch?

Andy: Kann ja auch jetzt jemand sein, der Geld hat und sagt, da sehe ich jetzt kein

Andy: Exit-Potenzial, aber das ist für mich etwas, was ich ideologisch supporten will

Andy: sozusagen. Ist da mal was passiert?

Paulina: Tatsächlich ja. Also wir hatten ein paar Gespräche, wo es auch eher in die Details gegangen ist.

Paulina: Da haben wir aber von unserer Seite aus gesagt, das sehen wir im Moment nicht.

Paulina: Also es ist ja auch so, wenn man ein richtiges Investment Case macht,

Paulina: ist ja das Ziel, dass der potenzielle Investor, potenzielle Investorin natürlich

Paulina: mehr herausbekommt am Ende.

Paulina: Und dann geht es auch darum, dass das Produkt vielleicht auch nochmal ganz anders

Paulina: gestaltet werden muss und da auch nochmal andere Margen daraus entstehen oder

Paulina: das Geschäftsmodell anders einfach weiterentwickelt wird.

Paulina: Und wir wollten uns da einfach nicht abhängig machen von jemandem.

Paulina: Also es ist nicht so, dass wir sagten, nein, wir wollen auf gar keinen Fall

Paulina: jemals Investmentrunden machen, aber Stand jetzt sehen wir es aktuell nicht.

Paulina: Also Stand jetzt wollen wir wirklich erst zu dem Produkt, wo wir sagen,

Paulina: es ist das bestmögliche Produkt für Eltern, die bestmögliche Unterstützung.

Paulina: Und ich würde sagen, wir haben auch wahnsinnig viel so aus eigener Kraft erreicht.

Paulina: Und wir wollten, es hat uns auch wirklich interessiert, was können wir aus eigener

Paulina: Kraft schaffen, ohne jetzt auf Dritte angewiesen zu sein, weil da kommen ja

Paulina: auch Verbindlichkeiten dazu.

Paulina: Also es ist jetzt nicht einfach so, dass dir jemand 300.000 Euro gibt oder 500.000

Paulina: oder 700.000 und sagt, feel free, nimm die Kohle, gib sie aus, wo du meinst.

Paulina: So läuft das ja alles nicht. Und auch so Investmentrunden, die kosten ja auch extrem viel Zeit.

Paulina: Und wir haben gesagt, wir wollen diese Zeit jetzt gerade lieber in unser Produkt

Paulina: reinstecken, in die Weiterentwicklung.

Paulina: Ich hatte ja auch noch mal ganz am Anfang erwähnt, dass wir nochmal schauen,

Paulina: dass wir in die App nochmal weitere Benefits einbringen, dass die Eltern noch

Paulina: besser abgeholt werden,

Paulina: Dass sie eigentlich zu 99 Prozent gar nicht mehr unsere persönliche Unterstützung

Paulina: brauchen und dass das eher so ein großes, ganzes Ding wird.

Paulina: Ja, es ist halt immer die Frage, wie so ein Investor darauf Sicht hat.

Paulina: Aber wir hatten schon einige, die auch wirklich auf uns zugekommen sind und

Paulina: gesagt haben, hey, wir haben da eigentlich Bock drauf.

Andy: Habt ihr jetzt andersrum gefragt, habt ihr viel von eurem eigenen Ersparten

Andy: investiert oder beziehungsweise eine Zeit lang vom Ersparten gelebt,

Andy: weil ihr euch selber noch nicht so die Gehälter auszahlen konntet,

Andy: die ihr von eurem Angestellten sein hattet?

Paulina: Ja, absolut. Also wir haben natürlich das Stammkapital, das ist natürlich die

Paulina: erste Sache, die man einzahlt, war natürlich auch vom privaten Geld.

Paulina: Und am Anfang war es ja so, wir haben es ja so gemacht, dass Ingo ja noch die

Paulina: ersten fünf, sechs Monate angestellt war. Dort haben wir gar kein Gehalt bezogen, weil wir

Paulina: von seinem Einkommen, genau, von seinem Gehalt gelebt haben. Genau, absolut.

Paulina: Und dann haben wir irgendwann gesagt, okay, als er dann eingestiegen ist,

Paulina: gab es natürlich dieses Gehalt nicht mehr.

Paulina: Und dort haben wir uns dann ein recht kleines Gehalt gezahlt aus der GmbH und

Paulina: dazu dann noch eine Förderung.

Paulina: Also für alle, die jetzt zuhören, die irgendwie interessiert sind oder gerade

Paulina: dabei sind zu gründen. Es gibt verschiedene, es ist immer auch von den Ländern

Paulina: abhängig. Also in NRW gibt es einige Förderprogramme.

Paulina: Wir haben das NRW-Stipendium bekommen für ein Jahr, also ein Jahr lang Unterstützung für uns beide.

Paulina: Das sind da 1200 Euro pro Person, die man dann bekommt.

Andy: Cool. Läuft es noch?

Paulina: Oder ist es schon fertig jetzt? Nee, das ist schon ausgewählt.

Paulina: Es hat im Mai angefangen, das lief bis dieses Jahr Mai.

Paulina: Und ist dann quasi nach einem Jahr ausgelaufen. Dann gibt es noch Exist,

Paulina: aber das kam jetzt für uns nicht mehr infrage, weil das zu lange her ist.

Paulina: Also Exist ist ja auch, ich weiß nicht, ob dir das ein Begriff ist,

Paulina: wenn du aus der Hochschule heraus gründest.

Paulina: Dafür darfst du aber noch nicht gegründet haben. Wir haben aber gegründet,

Paulina: deswegen ging es halt nicht. Ja, klar.

Paulina: Genau, also da haben wir die Förderung bekommen. Damit sind wir ganz gut ausgekommen.

Paulina: Und jetzt ist es so, dass wir natürlich jetzt kein großes, es ist wirklich ein

Paulina: sehr, sehr kleines Gehalt zahlen, sodass es gerade wirklich dafür reicht,

Paulina: dass man alles bezahlt. Und ja, viele denken ja, ich gründe und ich werde dann reich.

Andy: Ja, so schnell geht es nicht.

Paulina: Das leider nicht. Man muss echt extrem viel investieren, Zeit und auch finanzielles.

Paulina: Man sollte auf jeden Fall finanzielles Backup haben. Und wir hatten ja vorher beide gute Jobs.

Paulina: Wir haben beide ein recht gutes Gehalt gehabt, dass wir echt immer viel zur

Paulina: Seite gelegt haben und auch so einen Puffer aufgebaut haben und gesagt haben,

Paulina: ich habe irgendwann mal gelesen, es gibt verschiedene Phasen im Leben.

Paulina: Ja, es gibt so, in der Jugend hat man diese Aufbruchsphase und den 30er herum

Paulina: und gründen wahnsinnig viele.

Paulina: Und tatsächlich ist es ja bei uns auch so, dass ja auch genau in dieser Phase,

Paulina: also vor allen Dingen, wenn man Kinder ins Spiel kommt, wenn man Eltern wird,

Paulina: es gibt wahnsinnig viele, die dann so einen Umbruch im Leben erleben und dann

Paulina: komplett die Arbeitssituation hinterfragen.

Paulina: Das war ja bei uns auch so. Also hätten wir nie Kinder bekommen,

Paulina: gäbe es auch Alternate Buddy gar nicht.

Andy: Ja, das kann man wahrscheinlich sagen. Aber woran lag das? Also ich kann dir

Andy: sagen, wo das bei mir angefangen hat.

Andy: Ich glaube, ich habe bei unserer Tochter, also das ist unser drittes Kind,

Andy: da habe ich tatsächlich auch mal die zwei Monate Elternzeit am Stück gehabt

Andy: und da waren wir sechs Wochen unterwegs sozusagen.

Andy: Von zu Hause weg, im Ausland rumgereist und so. Danach habe ich das auch hinterfragt.

Andy: Also ganz klar, da überlegst du dir, wie soll die Zukunft aussehen?

Andy: Aber ich glaube, ich habe das gebraucht. Und vorher habe ich da nicht so drüber

Andy: nachgedacht, auch mir die Zeit nicht genommen oder so. Da bist du ja auch irgendwie

Andy: im Hamsterrad dann drin, sage ich mal. Ja.

Andy: Und war das bei euch dann auch so? Oder wart ihr während der Elternzeit auf

Andy: Reisen, wo euch das bewusst geworden ist?

Paulina: Also ja, wir sind auch in unserer ersten Elternzeit tatsächlich viel unterwegs

Paulina: gewesen. Also Ingo hatte ja auch zwei Monate Elternzeit bei unserer ersten Tochter

Paulina: und extrem viele Urlaubstage und über. Das heißt, im Grunde genommen war es

Paulina: eigentlich drei Monate.

Paulina: Und dort haben wir natürlich auch vieles hinterfragt. Und es war so ganz lustig.

Paulina: Man ist ja auch in so Rollenbildern drin. Und ob man möchte oder nicht,

Paulina: es ist ja vieles auch von der Gesellschaft vorgegeben.

Paulina: Und als ich noch schwanger war mit unserer ersten Tochter, hat er auch gesagt,

Paulina: boah, eigentlich würde ich auch gerne echt mal länger Elternzeit nehmen.

Paulina: Und da habe ich immer gesagt, nein, ich bin doch die Mama, ich muss doch die

Paulina: zwölf Monate nehmen, das ist aber so.

Paulina: Und es kam eigentlich von ihm aus, dass er gesagt hat, ich würde aber eigentlich gerne mehr nehmen.

Paulina: Und als er dann diese zwei Monate hatte, also er hatte die dann am Stück genommen,

Paulina: also zur Geburt hatte er vier Wochen Urlaub genommen und danach nochmal irgendwann

Paulina: im achten, neunten Lebensmonat.

Paulina: Damals durfte man ja noch Basis-Eltereingeld komplett gemeinsam beziehen.

Paulina: Da gab es ja nicht diese Sonderregelung.

Paulina: Genau, das kam dann ja bei unserem zweiten Kind, war es dann ja so.

Paulina: Und wir hatten dann zwei komplette Monate zusammen und das hat auch vieles geändert.

Paulina: Weil nachdem er dann zurückgekehrt ist, kam so dieser Umbruch.

Paulina: Dass auch wir gesagt haben, wir wollen.

Paulina: Es war schön, also es war wirklich schön. Ja, jetzt bei unserer zweiten Tochter

Paulina: haben wir es ganz anders gemacht.

Paulina: Wir teilen uns das wirklich jetzt gerade so 50-50 auf. Also nicht jeden Tag

Paulina: 50-50, aber mal arbeitet der länger, mal arbeite ich länger,

Paulina: mal teilen wir uns das auf. Also jetzt gerade ist er auch mit der Kleinen.

Paulina: Und ja, da kam so dieser Moment, wo man auch, das kennt sie auch dann von dir,

Paulina: man hinterfragt es einfach mal, man hinterfragt, ist die 40-Stunden-Woche wirklich

Paulina: so für uns als Familie das Richtige?

Paulina: Und der erste Schritt war bei ihm, bevor er quasi all-in in den Elterngeld-Body

Paulina: gegangen ist, er hat die Stunden reduziert,

Paulina: Und dann haben wir irgendwann gesagt, ja gut, also irgendwie,

Paulina: man muss sich ja entscheiden, was möchte man am Ende.

Andy: Apropos 50-50, sind die Firmenanteile auch 50-50 in der GmbH?

Paulina: Yes, yes, sind auch 50-50.

Andy: Und ist es also jetzt, ich habe schon öfters auch Geschwister,

Andy: die gegründet haben da, da frage ich natürlich immer, wie das so läuft.

Andy: Jetzt Ehepartner hatte ich glaube ich, habe ich das schon mal gehabt,

Andy: weiß ich gerade gar nicht. Also bei jemandem fällt mir ein, die sind mittlerweile

Andy: verheiratet, damals waren sie normal noch Partner. Wie ist das bei euch?

Andy: Also A, gibt es häufig unterschiedliche Meinungen, wo die Firma hin soll und

Andy: findet die Firma auch viel im Privatleben statt?

Andy: Oder kriegt ihr das irgendwie, also ist das ja vor allem bei dem Thema wahrscheinlich

Andy: schwer zu trennen bei euch, aber also habt ihr häufig Konflikte,

Andy: weil ihr in eine andere Richtung wollt?

Paulina: Das eigentlich nicht, also wir haben da schon eine klare Vorstellung,

Paulina: wo wir beide hinwollen, wir sind uns da eigentlich, also wir sind recht eingespielt,

Paulina: was das Thema eigentlich, aber natürlich wäre es jetzt gelogen, wenn ich sagen würde,

Paulina: Elchengeld Buddy trennen wir ganz klar, also weil es ist ja schon nochmal ein

Paulina: Unterschied, ob man als Ehepaar mit Kindern eine Firma gründet und dort zu zweit ist.

Paulina: Deswegen, das muss man auch sagen, als wir uns kennengelernt haben,

Paulina: wir haben uns in derselben Firma kennengelernt, deswegen wir kannten es ja schon.

Paulina: Wir kennen es ja nicht anders, weil wir in derselben Abteilung gearbeitet.

Paulina: Dann haben wir beide Firmen verlassen, waren in anderen Firmen.

Paulina: Zu Corona haben wir dann auch zusammengearbeitet, zwar bei anderen Firmen,

Paulina: aber zusammen in derselben Räumlichkeiten gearbeitet.

Paulina: Aber wir versuchen das schon zu trennen. Also wir sagen auch ganz klar,

Paulina: wir haben die und die Zeit, wo wir uns auch für Elterngeld bei dir nehmen.

Paulina: Und dann ist auch wirklich die Zeit für die Kinder. Also wenn unsere Große von

Paulina: der Kita kommt, dann ist auch Zeit mit der Großen und auch mit der Kleinen und nicht Zeit.

Paulina: Klar, es gibt auch Ausnahmen, wo es dann stressig wird, weil Veranstaltungen

Paulina: anstehen und man vieles vorbereiten muss.

Paulina: Aber wir versuchen schon zu sagen, wir haben die Zeit mit den Kindern.

Paulina: Und wir haben ja auch Eltern, die auch deswegen gegründet, um auch unseren Kindern

Paulina: zu zeigen, hey, damals so mit einem Kind, jetzt schon mit zwei,

Paulina: zu sagen, hey, das Leben geht auch anders.

Paulina: Und wir wollen nicht nur das vermitteln, dass jeder für sich selber entscheidet,

Paulina: aber wir wollten quasi auch unseren Kindern was mitgeben, auch ein gewisses

Paulina: Bild mitgeben. und deswegen versuchen wir das schon zu trennen.

Paulina: Es ist aber unglaublich schwer, das gebe ich zu. Es ist echt schwer.

Paulina: Das kennst du wahrscheinlich auch von dir.

Paulina: Es ist natürlich, und wenn wir da,

Paulina: ja, wir haben im, ich habe ja vor zwei Monaten eine neue, also wir arbeiten

Paulina: zwar immer an der App und versuchen die zu verbessern, aber wir haben vor zwei Monaten nochmal ein

Paulina: komplett richtiges neues Update ausgerollt, wo es so grundlegende Änderungen gab.

Paulina: Da war natürlich auch viel Nebenbeigespräch und unsere Tochter kann dann irgendwann

Paulina: mit ihrem Spielzeug-Handy und meinte so, Mama, guck mal, ich baue eine App.

Andy: Gut, das übernehmen die natürlich.

Paulina: Ich so, echt, du baust eine App? Was baust du denn für eine App?

Paulina: Guck mal, Mama, ich habe Elterngeldbuddy gebaut. Ich so, ach, cool.

Paulina: Ich glaube, hier ist so eine dreijährige, also fast vier schon und sagt,

Paulina: sie hätte eine App gebaut. Das ist schon lustig, aber dann überlegt man auch,

Paulina: okay, vielleicht schauen wir mal, dass sie es nicht mehr so ganz viel einnimmt.

Andy: Was könnt ihr in die App noch einbauen? Du hast vorhin ein bisschen erzählt,

Andy: ihr wollt das Angebot erweitern. Was ist ja ähnlich kompliziert in dem Umfeld?

Andy: Also Kindergeld weiß ich noch. Es war...

Andy: Das ging einfacher, glaube ich, aber hätte auch automatisierter laufen können in meinen Augen.

Andy: Ich glaube, das war damals sogar, also beim ersten Kind waren wir noch nicht

Andy: verheiratet. Das ist sowieso nochmal was anderes dann, was man da beachten muss.

Andy: Mutterschutz, Elternzeitplanung, was kannst du noch einbauen oder was habt ihr

Andy: noch auf der Roadmap konkret, über das du gerade reden kannst?

Paulina: Genau, also Kindergeld

Paulina: soll jetzt auch schrittweise vollautomatisiert laufen, Gott sei Dank.

Paulina: Also es ist jetzt teilweise, also der Weg soll dahin gehen, dass man nur noch

Paulina: QR-Code abscannt oder noch die Geburtsmeldung hat und das dann alles komplett automatisch läuft.

Paulina: Also jetzt, wir haben auch schon gesehen, im Vergleich zu unserem ersten,

Paulina: zweiten Kind war Kindergeld auch nochmal ein ganz anderes Thema.

Paulina: Also jetzt bei unserer zweiten Tochter, das ist wirklich, das ging zwei Minuten, war super easy.

Paulina: Also das, was wir machen, wir wollen jetzt erstmal das Thema Elterngeld nochmal

Paulina: dahingehend ausbauen in unserer App, dass wir nochmal mehr Unterstützung bieten,

Paulina: damit man die persönlichen Beratungen nicht mehr braucht.

Paulina: Und dann, wenn wir das einmal geschafft haben und da nochmal eine ganz andere

Paulina: User Experience hinter haben, also sie ist schon gut, würde ich sagen,

Paulina: aber wir haben auch noch Ziele, die wir selber verfolgen.

Paulina: Potenziale, genau, wir haben noch Potenziale, wie wir die Eltern noch besser unterstützen wollen.

Paulina: Wenn sowas geht wie Teilzeit und Elternzeit, wenn jemand vor dem ersten Geburtstag

Paulina: wieder einsteigen möchte und so weiter. Also gibt es auch ein paar Dinge,

Paulina: die wir gerne mit einbauen wollen.

Paulina: Und dann kann man natürlich auch weiter den Schritt gehen.

Paulina: Es gibt ja tatsächlich, also sieben, ich habe letztens noch die Zahl recherchiert,

Paulina: 67 Prozent der Eltern beantragen keine Folgeleistungen, die ihnen eigentlich zuständen.

Andy: Nach dem Elterngeld, oder?

Paulina: Ja, oder mit dem Elterngeld zusammen. Und das finde ich,

Paulina: Erschreckend. Also es ist zum Beispiel, dass viele

Paulina: Kinderzuschlag berechtigt sein oder Wohngeld berechtigt sein,

Paulina: aber sie beantragen es nicht, weil sie es einfach nicht wissen,

Paulina: dass sie das machen können.

Paulina: Oder weil man das so im Kopf eingespeichert hat, das kriegen wir nicht.

Paulina: Oder weil dann kommt, mein Mann verdient zu gut. Okay, aber habt ihr es mal ausgerechnet?

Paulina: Da kommt die Frage, nein. Wir haben bei uns auf der Seite auch so einen Kinderzuschlag-Rechner,

Paulina: wo man sich durchrechnen kann, ob ein Kinderzuschlag berechtigt ist,

Paulina: dass wir da schon mal zwischendurch verweisen,

Paulina: aber dass wir auch nochmal die Eltern da abholen.

Paulina: Und sie geben ja bei uns in der App sehr vieles ein, dass wir dann nochmal direkt

Paulina: da mit dem Kinderzuschlag beispielsweise weitergehen können und da das Angebot erweitern.

Paulina: Es gibt auch die Statistiken bei uns in Solingen. Das ist Wahnsinn.

Paulina: Es gäbe so viele Eltern, die einfach diese Leistung bekommen könnten,

Paulina: aber sie beantragen es sich, weil sie es nicht wissen. Das ist das Problem,

Paulina: weil sie es nicht wissen.

Andy: Okay, wenn du sie eh in der App hast, natürlich gut darauf hinweisen.

Andy: Ja, okay, Internationalisierung frage ich auch meistens noch kurz,

Andy: aber das ist ja, wir haben ja schon gelernt, der TAM ist in Deutschland noch

Andy: mehr als groß genug für euch.

Andy: Da brauchst du, und wahrscheinlich ist es in anderen Ländern dann anders kompliziert,

Andy: wo es dann wieder keinen Sinn macht. Also ihr müsst einfach in Deutschland größer

Andy: werden sozusagen. Der Markt ist ja da sozusagen.

Paulina: Ja, also es bleibt auch ein deutsches Unternehmen. Wir bleiben in Deutschland.

Paulina: Internationalisierung ist nicht geplant.

Paulina: Weil es, was die Bürokratie angeht und die ganzen Leistungen,

Paulina: die man beantragen kann, das sieht ja in anderen Ländern ganz anders aus.

Paulina: Also wenn man jetzt zum Beispiel nach Polen kommt, also meine Familie kommt

Paulina: aus Polen, deswegen weiß ich da viele.

Andy: Das dachte ich mir schon, dass du da was weißt.

Paulina: Genau, in den News. Ich bin auch da geboren und habe auch sechs Jahre da gelebt.

Paulina: Deswegen kenne ich da schon ein paar Dinge.

Paulina: Und da läuft es ganz anders. Also da gibt es wirklich viel weniger Leistungen.

Paulina: Wenn es aber Leistungen gibt, dann sind sie viel zugänglicher.

Andy: Könnten wir uns also eine Scheibe abschneiden von unserem Nachbarn.

Paulina: Was so die Elternzeit und das Elterngeld angeht, ist natürlich,

Paulina: was die Gesamtleistung angeht, neben Polen, Deutschland schon recht stark.

Paulina: Also in den Niederlanden sind es meines Wissens, glaube ich,

Paulina: nur vier Monate Unterstützung.

Paulina: In der Schweiz zwölf Wochen, das ist ja die Karenzzeit. Also es ist wirklich,

Paulina: wir haben zwar so, was das Finanzielle angeht, schon eine bessere Unterstützung,

Paulina: aber es ist natürlich deutlich komplizierter.

Paulina: In der Situation kannst du da schon mal 30 Seiten auf dem Tisch haben,

Paulina: die du, 30 bis 40 Seiten sogar mit Anlagen, die du einmal ausfilmst.

Paulina: Das ist schon nicht ohne, finde ich.

Andy: Ist ja jetzt für euch aber auch nicht schlecht, sonst gäbe es euer Geschäftsmodell

Andy: gar nicht. Dann ist ja jetzt auch okay.

Paulina: Ohne diese Problematik, muss man ja auch ehrlich dazu sagen,

Paulina: wäre Elterngeld bei dir auch nie entstanden. Hätten wir den Need gar nicht drin gesehen.

Andy: Ja, meine letzte Frage, aber die hast du zwischendurch schon ein bisschen beantwortet,

Andy: ist immer, also du hast ja auch die 40-Stunden-Wochen angesprochen und dass

Andy: ihr euch das so aufteilt.

Andy: Arbeitet ihr heute mehr oder weniger wie im Angestellten-Sein oder ist es einfach

Andy: andere Arbeit, weil du dann um 20 Uhr noch was machst, wenn die Kinder im Bett

Andy: sind und du eben flexibler arbeitest?

Andy: Oder, also, ja, wie ist deine Arbeitszeit und wie verteilt die sich?

Paulina: Ja, auch eine sehr gute Frage. Ich würde sagen, es ist anders. Es ist anders verteilt.

Paulina: Es ist jetzt nicht so, dass wir von 9 to 5 arbeiten und dann

Paulina: Lassen wir alles liegen, vorbei und Feierabend, es ist anders.

Paulina: Also ich würde schon sagen, wenn man die reinen Stunden sich anschaut,

Paulina: ist es wahrscheinlich mehr, muss ich leider sagen.

Paulina: Aber es ist anders aufgeteilt. Also Arbeitszeit endet meistens um 14 Uhr,

Paulina: weil da auch die Schließzeiten anfangen von unserer Tochter.

Paulina: Also wir haben bewusst einen mittleren Betreuungsplatz genommen für sie.

Paulina: Also um 14 Uhr wird sie abgeholt. Und wir wechseln uns ja ab.

Paulina: Mal holt Ingo sie ab, mal hole ich sie ab.

Paulina: Und dann verbringen wir den Nachmittag mit den Kindern.

Paulina: Und 18, 19 Uhr geht es dann ins Bett. Und dann hängen wir meistens noch mal ein, zwei Stunden dran.

Paulina: Oder zwischendurch bin ich alleine mit den Mädels unterwegs oder Ingo ist alleine

Paulina: mit den Mädels unterwegs, dass einer von uns dann sich noch mal ein,

Paulina: zwei Stunden nimmt. Also es kommt wahrscheinlich echt auf diese 40-Stunden-Stelle hoch.

Paulina: Aber es ist anders. Weil wenn man jetzt überlegt, 40 Stunden ganz normal angestellt,

Paulina: bis 16, 17, 18 Uhr, teilweise auch 19 Uhr, je nachdem, wie so die Pausenzeiten sind.

Paulina: Wenn du dann nach Hause kommst, die Kinder schlafen dann ja schon meistens. Ja.

Paulina: Es ist halt anders einfach aufgeteilt.

Andy: Du hast trotzdem mehr Zeit im

Andy: Prinzip mit den Kindern. Wenn du jetzt einen normalen Job hättest, dann...

Andy: Oder wenn ich mich daran erinnere, ich bin also, was weiß ich,

Andy: ich habe um acht angefangen, bin dann mit Zug gependelt, 19,

Andy: 19, 30 zu Hause gewesen. Dann hast du nicht mehr viel Zeit, wenn überhaupt noch

Andy: gehabt. Und das ist heute anders, glaube ich.

Paulina: Ja, absolut. Also ich glaube, vor 18 Uhr ist man meist nicht zu Hause,

Paulina: seitdem ist mein Homeoffice-Tag.

Paulina: Das war bei mir vorher vor den Kindern auch nicht anders, weil ich auch gegen

Paulina: 18, 19 Uhr zu Hause war. Es ist einfach ein anderes Leben, das muss man schon sagen.

Andy: Cool. Jetzt haben wir dann doch eine Weile gequatscht. Ich danke dir vielmals.

Andy: Das ist ja eine tolle Sache, was ihr macht und wünsche euch auf jeden Fall viel Erfolg.

Andy: Der Markt ist ja doch noch größer, als ich dachte, auch wenn die Geburtenrate leider runtergeht.

Andy: Ich wünsche euch trotzdem ganz viel Erfolg und auch, dass jetzt ein paar Leute

Andy: über den Podcast hier euch kennenlernen, euch folgen auf Instagram und dann

Andy: merken, da kann man gute Hilfe bekommen über die App.

Andy: Und dann, ja, toi, toi, toi für die Zukunft und dir vielen Dank fürs Teilen der Story hier.

Paulina: Ja, und ich danke dir auch für die Einladung. Es hat super viel Spaß gemacht.

Paulina: Es ist der erste Podcast, aber ich fand es echt super cool. Danke dir.

Andy: Sehr gerne, sehr gerne. Dann vielen Dank und mach's gut. Ciao.

Paulina: Danke, ciao, ciao.

Andy: Ja, und das war es ja auch schon wieder. Die Folge 195 hast du bis zum Schluss geschaut, gehört.

Andy: Dann schreib mir doch gerne dein Feedback zur Folge. Es würde mich super interessieren.

Andy: Hört mir wirklich so lange zu. Also per LinkedIn, Kontaktformular,

Andy: hallo.at.happi-bootswappi.de per Mail.

Andy: Du findest auch alle Links in den Shownotes. Da findest du auch alle Infos und

Andy: weiterführenden Links zu Elterngeld, Buddy, zu Paulina und zu Ingo.

Andy: Die kannst du dann auch gern connecten, anschreiben und ihnen Feedback liefern.

Andy: In der nächsten Folge, nächste Woche, habe ich den Christian Heffner zu Gast.

Andy: Das zweite Mal, er war in Folge 10 zu Gast. Damals ging es um Happy Coffee.

Andy: Heute hat er mit KI ein eigenes SaaS entwickelt, auch aus dem eigenen Lead heraus

Andy: bei Happy Coffee. Da geht es um Rechnungen. Rechnungskid heißt das.

Andy: Ich teste das gerade auch und damit kannst du Rechnungen erstellen.

Andy: Hört sich erstmal banal an, ist aber unter dem, wenn man mal ins Detail schaut,

Andy: dann doch etwas komplizierter, wie er das baut, vermarktet und wie er da rangeht.

Andy: Das hörst du nächste Woche. Fans, wahnsinnig spannend.

Andy: Würde mich freuen, wenn du den Podcast abonnierst. Vielen Dank dafür. Mach's gut. Ciao, ciao.

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