RaphRoxs: MTB-Bekleidung für Frauen – mit Raphaela Franke (#182)

Shownotes

Raphaela Franke ist Gründerin von RaphRoxs, einer Marke für Mountainbike-Bekleidung, die ausschließlich für Frauen entwickelt wird. Gelernte Elektronikerin für Geräte und Systeme, dann Modedesignerin, hat sie zuvor Funktionskleidung bei Engelbert Strauss und Schöffel entwickelt, bevor sie ihre Leidenschaften Design und Mountainbiken zur eigenen Brand verband.

Kernprodukt ist die perfekt sitzende MTB-Hose in 14 Größen, in Europa produziert und gemeinsam mit über 100 Riderinnen getestet. Raphaela kündigte ihren Job, setzte alles auf eine Karte und ging als One-Woman-Show ein Jahr später mit ihrem Shopify-Shop live – finanziert aus Erspartem statt aus Investorengeld.

Im Gespräch erzählt sie von der zähen Produzentensuche, dem Risiko dreistelliger Stückzahlen pro Farbe und davon, wie ihre Bike-Community aus Empfehlungen echte Verkäufe macht. Es geht um D2C-Fokus, community-getriebene Produktentwicklung und ihren Plan, bewusst langsam zu bootstrappen und irgendwann ein Frauenteam aufzubauen.

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Transkript anzeigen

Andy: Wie baut man eigentlich eine D2C-Brand für Mountainbikerinnen?

Andy: Genau darüber spreche ich heute in Folge 182 von Happy Bootstrapping mit der

Andy: Raffaella Franke von Revrocks.

Andy: Ja, und sie hat eigentlich Elektronikerin gelernt für Geräte und Systeme,

Andy: dann den Schwenk zur Modedesignerin gemacht und unter anderem bei Engelbert

Andy: Strauß und Schöffel gearbeitet.

Andy: Und irgendwie hat sie dann die Leidenschaft gepackt und sie wollte für ihr Hobby

Andy: Mountainbiken die perfekt sitzende Hose für Bikerinnen entwickeln.

Andy: Bisher haben die halt immer Männerhosen getragen und die waren entweder viel zu groß und zu klein.

Andy: Und da kommen wir auch schon zur Kernchallenge, die sie hat.

Andy: Sie bietet nämlich die Hose in 14 Größen an, produziert in Europa und hat mittlerweile

Andy: oder dann relativ schnell ihren Job gekündigt und alles auf eine Karte gesetzt.

Andy: Finanziert aus eigener Hand, ohne Investorengeld.

Andy: Und im Gespräch sprechen wir natürlich ausführlich über, wie kommt man hier

Andy: auf die Idee, sowas zu machen, Produzentensuche, das Risiko einzugehen,

Andy: dann auch mehr Varianten auf dem Lager liegen zu haben.

Andy: Die hat ja auch da spezielle Farben. Und wie das Ganze im Zusammenspiel mit

Andy: ihren Mädels, mit ihrer Bike-Community funktioniert.

Andy: Die Aufnahme haben wir gemacht, da war sie gerade auf einem Mountainbike-Festival

Andy: und ich hatte im Büro einen Stromausfall und musste dann nach Hause fahren und

Andy: die Aufnahme weitermachen. Vielen Dank daher nochmal, dass das geklappt hat.

Andy: Genau. Und ja, ist eine spannende Geschichte auf jeden Fall.

Andy: Ich war am Wochenende dann auch mit meinem Bruder Biken und habe tatsächlich

Andy: jemanden gesehen, der auch die Hose getragen hat.

Andy: Das sind dann die Zufälle, die das Leben so schreibt.

Andy: Wenn du mir, bevor es jetzt losgeht, noch einen kurzen Gefallen tun kannst,

Andy: kannst du gerne den Kanal auf YouTube abonnieren oder mir eine Bewertung bei

Andy: Spotify oder Apple Podcasts hinterlassen. Das würde mir sehr helfen.

Andy: Ich habe viel mehr Hörerinnen, wie die Bewertungen zeigen und das ist leider

Andy: die Währung bis hin bei den Podcastern, die uns weiterhilft.

Andy: Vielen, vielen Dank dafür. Du kannst auch kurz auf Pause drücken und das tun.

Andy: Und jetzt geht es direkt los mit der Folge. Ganz viel Spaß. Guten Morgen,

Andy: Raffaela und herzlich willkommen bei Happy Bootstrapping.

Raphaela: Ja, servus Andi. Freut mich, dass ich da sein darf.

Andy: Mich freut es auch, dass du da bist. Ich bin ja immer froh, wenn weibliche Gründerinnen

Andy: sich trauen, ihre Geschichte hier zu erzählen.

Andy: Und von daher bin ich der, der dankbar ist. Aber für die, die dich nicht kennen,

Andy: erzähl doch mal, wer du bist und was du genau machst.

Raphaela: Ja, ich bin die Raffi Raffaela und ich habe ein Startup für Mountainbike-Bekleidung für Frauen gegründet.

Raphaela: Das heißt Rough Rocks und es geht quasi rund um die perfekte Mountainbike-Hose und das perfekte

Raphaela: Mountainbike-Outfit speziell für uns Frauen auf dem Bike, genau,

Raphaela: und die perfekte Passform für uns Mädels.

Andy: Da bin ich schon sehr gespannt, was da, ich kenne ja jetzt nur die andere Seite

Andy: und trage die Klamotten auch regelmäßig.

Andy: Ja, du bist gerade im Bike-Gebiet, habe ich jetzt im Vorgespräch erfahren, richtig?

Raphaela: Ja, genau. Ich bin gerade im schönen Surfhaus des Lades noch.

Raphaela: Ich war jetzt am Wochenende hier auf dem Bike-Festival und habe mir dann gestern

Raphaela: Abend spontan überlegt, dass ich noch für länger und heute dann selber nach

Raphaela: unserem Podcast noch kurz aufs Radl gehe.

Andy: Bike-Festival, das ist sozusagen die Messe für die Fahrradfahrer.

Andy: Da stellst du vor Ort einen Artikel vor, man kann mit einer wahrscheinlich die

Andy: Marke anfassen, Mal was ausprobieren? Hat das gut funktioniert?

Raphaela: Ja, genau. Es ist so in der Art, es ist eben ein kleines Test-Event,

Raphaela: beziehungsweise Aussteller-Event, direkt eben im Bikepark.

Raphaela: Bei manchen Ausstellern kann man sich dann eben was ausleihen und das auch gleich testen.

Raphaela: Und bei mir kann man dann quasi meine Produkte vor Ort anfassen,

Raphaela: anprobieren und mit mir eben sprechen.

Raphaela: Genau, weil ich bin ja ein Online-Shop und deswegen hat man aktuell noch nicht

Raphaela: so die Möglichkeit, außer man bestellt es, meine Produkte anzugreifen.

Raphaela: Genau, und so ist es dann auf den Events eben eine schöne Sache,

Raphaela: direkt mit den Mädels eben dann auch zu connecten.

Andy: Auf jeden Fall, das glaube ich. Also bin ich schon sehr gespannt,

Andy: da habe ich später noch ein paar Fragen dazu.

Andy: Bevor wir aber dahin kommen, ist für mich immer die Vorgeschichte ganz interessant.

Andy: Erstmal, wofür steht der Name Ruff Rocks? Dein Name ist mit drin,

Andy: aber wie bist du darauf gekommen?

Raphaela: Ja, das hast du schon gut erkannt. Genau, Rough Rocks kommt eigentlich so ein

Raphaela: bisschen von, also Rough, das englische Rough für tough, robust,

Raphaela: starke Mädels, also steht für starke Mädels.

Raphaela: Und Rocks steht quasi für Steine, Felsen, für den Playground,

Raphaela: die Umgebung, aber auch so ein bisschen, hey, also lässige Mädels.

Raphaela: Also toughe, coole, lässige Mädels, die sie für nichts zu schad sind und die

Raphaela: halt gerne eben lernen, auch über Grenzen zu gehen.

Raphaela: Und ja, das ist so für mich ein bisschen im übertragenen Sinne auch das,

Raphaela: was das Mountainbiken ausmacht und was für die Mädels im Mountainbike sind.

Raphaela: Spricht und soll eben auch Mut machen, noch mehr Mädels von der Sportart zu

Raphaela: inspirieren und aufs Bike zu bekommen.

Andy: Super interessant. Hast du lange gebraucht, um auf den Namen zu kommen?

Andy: Oder war das so eine Brainstorming-Session mit KI?

Raphaela: Nein, um Gottes Willen. Ja, also ich würde mal sagen, dass der Name so ein bisschen

Raphaela: vier Jahre in mir geschlummert hat.

Raphaela: Also es hat schon lange gedauert. Ich habe schon mal die Idee gehabt, eine Brand zu gründen.

Raphaela: Da wäre es aber noch Damen und Herren gewesen und da war es nur rough, aber da,

Raphaela: gibt es noch eine andere Brand, die mir da ein bisschen im Weg gestanden ist

Raphaela: und dann hatte ich irgendwie nur Rocks und irgendwann bin ich so drauf gekommen,

Raphaela: hey du kannst es doch auch verbinden.

Raphaela: Am Anfang war es für mich selber noch ein wenig Zungenbrecher und dann ist aber

Raphaela: irgendwie in den vier Jahren immer größer geworden, dass ich gesagt habe,

Raphaela: ja, das ist es und das passt jetzt wie die Faust aufs Auge.

Raphaela: Genau. Und das Coole ist halt natürlich, dass mit Raph noch halt,

Raphaela: ja, der Funfact, dass noch ein Stück von meinem Namen mit drinsteckt.

Andy: Ich dachte, jetzt geht mehr um den Namen, aber an das Englische habe ich natürlich

Andy: nicht gedacht, aber ja, cool.

Raphaela: Nee, es ist tatsächlich eigentlich mehr vom Englischen abgeleitet und mein Name

Raphaela: ist quasi so das nice to have.

Andy: Und ursprünglich hast du aber was ganz anderes Du hast gelernt mal,

Andy: glaube ich, du hast eine Ausbildung zur Elektronikerin gemacht, richtig?

Raphaela: Ganz richtig.

Andy: Und wie bist du dann, das ist schon ein Weil her, wie bist du von da in die

Andy: Textilbranche gekommen?

Raphaela: Ja, also ich habe ja Elektronikerin für Geräte und Systeme gelernt bei einem sehr großen Konzern.

Raphaela: War eine richtig geile Zeit, also hat ultra viel Spaß gemacht.

Raphaela: Aber ich habe dann irgendwie festgestellt, ich bin ein Mensch,

Raphaela: der sehr gerne Dinge hinterfragt.

Raphaela: Und ich war dann kurz davor, Elektrotechnik zu studieren. Und ich weiß nicht,

Raphaela: bei mir war es dann so, dass die Firma, wo ich war, insolvent angemeldet hat,

Raphaela: während ich im zweiten Lehrjahr war.

Raphaela: Und dann saß ich da als Azubi ein bisschen rum und ja, dann war es mal ein wenig

Raphaela: fad und ich habe immer so überlegt, ich bin einfach dann doch so kreativ und

Raphaela: was ich nicht so alles machen könnte.

Raphaela: Und hobbymäßig habe ich schon sehr viel mit Textilien und einfach kreativen

Raphaela: Sachen halt gemacht. Nur es war für mich immer nie so greifbar,

Raphaela: das auch beruflich zu machen.

Raphaela: Dann kam das aber irgendwie immer mehr. Und dann habe ich eine Ausbildung zur

Raphaela: Modedesign-Marschneiderin noch hingelegt. Und somit ist das immer größer geworden.

Raphaela: Ich bin ja selber leidenschaftliche Mountainbikerin und Skifahrerin.

Raphaela: Und dann war das für mich so naheliegend, dass ich gerne all meine Hobbys irgendwie

Raphaela: beruflich miteinander verbinden möchte. Also Design und Sport.

Raphaela: Genau. Und so kam es dann dazu, dass ich da gelandet bin, wo ich jetzt bin.

Andy: Du hast ja, glaube ich, schon, ja, du tust schon länger so funktionale Kleidung

Andy: entwickeln für verschiedene Sportarten, unter anderem, glaube ich,

Andy: für Schöffel, Engelbert Strauß, noch ein paar andere Marken.

Andy: Warst du da festangestellt oder hast du das als Freelancerin gemacht?

Raphaela: Ich war da fest angestellt. Mein erster Job war direkt bei Engelbert Strauß.

Raphaela: Genau, das war richtig cool, richtig wahnsinnig viel lernen und auch schon gleich

Raphaela: ein Projekt auch leiten.

Raphaela: Das war richtig cool oder beziehungsweise mit aufbauen.

Raphaela: Und da hatten wir aber immer so ein bisschen, also wahnsinnig tolle Firma,

Raphaela: aber mir hat halt immer so ein bisschen die Nähe zu den Bergen gefehlt.

Raphaela: Also ich komme ja aus Bayern und leider war der Hauptbewohnsitz dann doch in Hessen.

Raphaela: Und dann war das für mich immer freizeitmäßig sehr anstrengend, hin und her zu pendeln.

Raphaela: Und am Wochenende dann noch zum Skifahren, zum Fahrradfahren und so weiter.

Raphaela: Und deswegen habe ich mir dann nochmal einen Job gesucht, wo quasi noch näher an Sport ist.

Raphaela: Und dann bin ich eben zu Schöffel gekommen und durfte da auch schon eben Bike-Ware,

Raphaela: Team-Ware für Skischulen, Skiclubs und Bergbahnen und den ÖSV bezahlen.

Raphaela: Genau, und habe da natürlich wahnsinnig viel lernen dürfen in der Zeit, wo ich dort war.

Raphaela: Und jetzt, seitdem ich mich selbstständig gemacht habe, habe ich dann ebenso

Raphaela: noch das ein oder andere Freelance-Projekt für Firmen, wo ich eben auch ähnliche,

Raphaela: Designs für Funktionsbekleidung mache.

Andy: Und wie und wann bist du auf die Idee gekommen, da funktionale Bike-Bekleidung

Andy: speziell für Frauen zu machen? Was ist das Problem an der sonstigen Bike-Mode, Bike-Ware?

Andy: Ich weiß nicht, wie man es nennt, aber wie bist du auf die Idee gekommen, das zu machen?

Andy: Warst du eigentlich mittendrin auf der anderen Seite und hättest es da schon

Andy: machen können? Kam das da nicht so gut an?

Raphaela: Ja, ich glaube tatsächlich dadurch ist die Idee immer größer geworden.

Raphaela: Also ich habe ja eben Bikewerk gemacht und bin aber ja selber im privaten Umfeld

Raphaela: ganz viel auf den Trails unterwegs und ich meine Freundin, die Andi,

Raphaela: bin ja zu den Fahrrägerinnen gekommen, also Andi beim Biken und,

Raphaela: die hat mich das mitgezogen und dann war ich in dieser Frauen-Mädels-Bike-Community

Raphaela: auch mit drinnen und sind ja ganz viel auf den Trails unterwegs gewesen.

Raphaela: Und als ich ja dann immer erzählt habe, dass ich gerade einen Prototyp oder

Raphaela: so gerade teste, habe ich halt mitbekommen, dass die Mädels einfach so Bock

Raphaela: haben, da selber mitzusprechen oder halt Ideen zu teilen.

Raphaela: Und dann habe ich halt erst mal gemerkt, was da für ein großes Potenzial einfach da ist.

Raphaela: Und das ist immer größer geworden.

Raphaela: Genau, im Angestelltenverhältnis habe ich schon auch natürlich gute Bekleidung

Raphaela: für Frauen auch gemacht, unter anderem.

Raphaela: Aber es ist halt einfach auch, muss man dazu sagen, für viele Firmen generell halt auch,

Raphaela: Ein Zeitfaktor, also den Fokus da so intensiv auf eine.

Raphaela: Zielgruppe zu lenken, dass,

Raphaela: ich mir gedacht habe, hey, da braucht es eine direkte Brand und dann kann man

Raphaela: da wirklich so den Fokus legen und eben diesen Bedarf und den Need decken und

Raphaela: direkt halt die Mädels mit einbeziehen und ja, genau.

Andy: Aber ist dann das Spezielle die Passform? Sind es die Farben?

Andy: Ich hoffe, die Leute sehen es jetzt auf YouTube an. Man sieht dich ja jetzt

Andy: hier auch sitzen mit der Cap und einem Oberteil.

Andy: Ist es dann schon auch was, mit dem du Biken gehen würdest oder ist es dann

Andy: jetzt auch Freizeitwear, was dazugekommen ist dann bei der Markt?

Raphaela: Ich habe jetzt tatsächlich gerade nur bis auf die Cap natürlich Bikewear an.

Raphaela: Also das ist ja so ein bisschen, genau, du hast ja gerade gefragt,

Raphaela: was das Spezielle ist. Also der Hauptfaktor ist natürlich schon die Passform, definitiv.

Raphaela: Aber es ist schon auch so ein Zusammenspiel aus mehreren Dingen.

Raphaela: Also aus dem Design, den Farben, den Features und wie wir Mädels uns wohlfühlen.

Raphaela: Aber Passform ist schon das größte Thema eigentlich, weil das ist halt auch so, dass,

Raphaela: einfach aus wirtschaftlichen Faktoren das halt oft schwer ist,

Raphaela: dass man dann auf diese, also auf uns Frauen, auf die Zielgruppe noch so fokussiert

Raphaela: und speziell im Detail eingeht.

Raphaela: Und der Damenschnitt ist ja dann doch, also ein Frauenkörper ist ja komplett

Raphaela: anders als wie ein Mann oder ein Männerkörper und dass man da halt wirklich

Raphaela: dann vom Schnitt eingeht und sich da spezialisiert und das halt.

Raphaela: Nochmal ausarbeitet.

Raphaela: Genau deswegen ist Passform für mich ja das größte Thema und ich habe ja auch

Raphaela: im Vergleich zu anderen Marken, Also wirklich bei den Hosen eine riesengroße Größenrange.

Raphaela: Also ich habe an sich sieben Größen von 34 bis 46.

Raphaela: Aber das Coole ist, es gibt quasi für große und kleine Mädels und das quasi

Raphaela: mal zwei sind wir bei 14 Größen.

Raphaela: Und das ist halt schon einzigartig. Und war natürlich jetzt am Anfang auch ein Riesenrisiko.

Raphaela: Ich habe ja gewusst aus Hörensagen, aus meinen Fragebügen, dass das so funktionieren

Raphaela: könnte, aber jetzt tatsächlich auf dem Event selber zu sehen,

Raphaela: dass das wirklich so funktioniert, ist schon echt toll und zu sehen,

Raphaela: wie sich die Mädels freuen, wenn die in eine Hose von mir reinschlüpfen.

Raphaela: Da muss ich schon immer gucken, dass mir nicht gleich die Freudentränen runterkommt.

Raphaela: Ja, ist schon echt schön. Also einfach das passt vom Thema. Ja,

Raphaela: große Frauen haben es halt extrem schwer und wenn man klein ist auch.

Raphaela: Wobei, dann kann man es ja noch unten irgendwie umkrempeln.

Raphaela: Aber wenn man halt größer ist, so einfach unten was anstückeln,

Raphaela: ist halt eine Schwierigkeit.

Raphaela: Und natürlich dann auch, das habe ich jetzt auch gesehen, wenn man halt wirklich

Raphaela: eine größere Größe hat, dann müssen halt die Mädels oft in der Herrenabteilung einkaufen,

Raphaela: und dann passen sie halt zwar in die Hose, aber es sitzt halt nicht an jeder Stelle so gut.

Raphaela: Und ja, also ich finde halt einfach das so schön, also auch ein größerer Körper

Raphaela: kann so schön in einer gut sitzenden Hose aussehen und den Körper und die Figur unterstreichen.

Raphaela: Und das ist halt mir wichtig und vor allem fühlen sich halt die Mädels so extrem wohl dabei.

Andy: Ja, und wann hast du die Idee dazu dann gehabt?

Andy: Da warst du noch angestellt, hast du dann, weiß ich, mit deinem Chef auch darüber

Andy: gesprochen und dann gesagt, hey, ich möchte da selber was machen.

Andy: Hast du das nebenher erst mal angefangen? Bist du da voll ins Risiko gegangen,

Andy: hast gekündigt und alles auf eine Karte gesetzt? Oder wir nehmen uns da mal

Andy: mit. Wann ist es in dir entstanden, dass du dann das wirklich durchziehen möchtest?

Raphaela: Ja, gut.

Raphaela: Wie war denn das nochmal genau? Also ich habe tatsächlich in der Firma gar nicht

Raphaela: drüber gesprochen, muss ich dazu sagen.

Raphaela: Genau, sondern das ist eben in mir so geschlummert und am Anfang war es halt

Raphaela: einfach, okay, ich will die Brand für Frauen gründen. Also ich muss dazu sagen,

Raphaela: ich wollte halt auch schon immer mal, also für mich war das schon auch klar,

Raphaela: dass ich irgendwann mal den Schritt in die Selbstständigkeit gehe.

Raphaela: Dementsprechend war ich natürlich auch offen dafür und habe meine Fühler ausgestreckt

Raphaela: und wie gesagt das Potenzial für Frauen war dann halt immer größer und,

Raphaela: irgendwann kam, also es kam dann einfach, es hat einfach den Schalter umgelegt

Raphaela: und gesagt, es kam wie so vom Himmel, okay das ist es jetzt es ist das größte

Raphaela: Thema, das muss ich machen,

Raphaela: das Potenzial ist da, ich muss es jetzt angreifen ich habe jetzt die Chance

Raphaela: dazu und dann habe ich quasi alles auf eine Karte gesetzt, meinen Job gekündigt.

Raphaela: Mir eine Unternehmensberaterin gesucht, die mich da begleitet hat und die mir

Raphaela: das auch nochmal die Angst genommen hat.

Raphaela: Also ich muss sagen, das war schon auch eine große Hürde. Deswegen habe ich

Raphaela: da am Anfang auch nicht wirklich mit vielen Leuten drüber gesprochen,

Raphaela: das Thema Selbstständigkeit, weil es kostet viel Energie, muss man sagen.

Raphaela: Also ich bin ein ultraoffener Mensch, man muss schon, also ich weiß nicht,

Raphaela: wie ich das am besten beschreiben soll, aber wenn man im Angestelltenverhältnis

Raphaela: ist, ist man ja in so einem Sicherheitsbecken, oder?

Raphaela: Und da auszubrechen und in die Selbstständigkeit zu gehen, ist an sich schon,

Raphaela: Ein mutiger Schritt, aber es ist halt schon auch schwer, weil natürlich man

Raphaela: selber mit so vielen Fragestellungen und Ängsten auch noch hadert,

Raphaela: und wenn dann das Außen halt, also wenn man von außen dann immer so gesagt bekommt,

Raphaela: ah ja, du hast aber doch einen sicheren Job und so, dann fällt es halt nicht so ganz schwer.

Raphaela: Und das habe ich aus meinem ersten, also ich wollte mich ja schon mal selbstständig

Raphaela: machen, da habe ich ein bisschen dazugelernt.

Raphaela: Genau deswegen habe ich das so für mich behalten und mit meiner Unternehmensberaterin

Raphaela: und meinen ganz engen Bike-Mädels und Family quasi darüber gesprochen.

Raphaela: Und ansonsten habe ich das ein bisschen für mich behalten, tatsächlich. Wo ist es da?

Andy: Ja, krass. Hattest du dann Geld gespart gehabt?

Andy: Weil du wirst ja am Anfang jetzt nicht gleich auf das Gehalt gekommen sein.

Andy: Du hast ja noch keine Produkte, noch nichts verkauft, noch, ja, wie hast du das gemacht?

Andy: Also ich kenne das eher so dann auch von den Gästen hier, dass die,

Andy: du weißt nicht, in Teilzeit, was nebenher dann anfangen, in der Hauptanstellung reduzieren.

Andy: Dann bauen sie die ersten Produkte, Online-Shop geht live, gibt die ersten Verkäufe,

Andy: man iteriert über die ersten Produkte, die werden immer besser und irgendwann

Andy: macht man es dann Vollzeit.

Andy: Oder man hat Geld gespart und nimmt das und setzt alles auf eine Karte,

Andy: was natürlich noch ein krasserer Schritt ist.

Andy: Wie hast du das gemacht oder wie hast du das dann finanziert am Anfang?

Raphaela: Ja, eins noch vorweg, genau, das war für mich eben, wieso ich es gleich Vollzeit gemacht habe.

Raphaela: Also für mich war das so, ich mache es entweder ganz oder gar nicht.

Raphaela: Ich wollte es nicht so nirgends machen.

Raphaela: Einerseits natürlich, weil ich ja genau dasselbe beruflich mache.

Raphaela: Und andererseits einfach, weil ich meine komplette Energie da reinstecken wollte

Raphaela: und sagen wollte, ja, okay, ich schaue, dass ich es dann aber wirklich intensiv

Raphaela: mache. Ich bin so ein kleiner Perfektionist.

Raphaela: Genau. Und ja, für mich ist es so, ich habe halt schon immer,

Raphaela: also schon seit meiner ersten Ausbildung schon immer mein Geld für meine Ziele gespart.

Raphaela: Also ich bin ein sehr sparsamer und bewusster Mensch und ja,

Raphaela: ich habe halt schon immer mein Geld eigentlich gespart, um mir meine nächsten Ziele zu ermöglichen.

Raphaela: Also von meiner ersten Ausbildung, ich habe ja, also meine Modedesign-Ausbildung

Raphaela: war ja auch schon, also war ja auch von einer Privatschule,

Raphaela: und ich habe halt quasi von meiner ersten Ausbildung das Geld weggespart,

Raphaela: weil ich wusste, ich will das halt machen im Nachgang, genau.

Raphaela: Und dann konnte ich mir halt das mehr oder weniger damit finanzieren,

Raphaela: natürlich auch mit Support von meinen Eltern.

Raphaela: Und dann wusste ich ja, dass ich irgendwann mal was Eigenes machen möchte und

Raphaela: habe halt da schon angefangen zu sparen.

Raphaela: Und somit war das halt für mich dann auch leichter. Genau, also ich habe halt

Raphaela: schon immer für meine Träume gespart.

Raphaela: Und natürlich ging es jetzt auch nicht ganz komplett nur damit.

Raphaela: Und habe dann halt noch ein bisschen ein finanzielles Polster von meinen Eltern

Raphaela: dazu bekommen, weil die halt auch an der Idee oder so dran geglaubt haben.

Raphaela: Und das hat es mir leichter gemacht.

Andy: Wann hast du dann den Schritt gemacht? Und du hast jetzt ja,

Andy: glaube ich, der Online-Shop ist gelauncht im April, wenn ich es richtig gesehen habe.

Andy: Wie lange hat es gedauert, bis du loslegen konntest, also bis du die ersten

Andy: Produkte dann auch hattest?

Raphaela: Auch ein Jahr.

Andy: Ein Jahr.

Raphaela: Also ich habe jetzt gerade auch überlegt, ja. Also ich habe am 30.

Raphaela: April 2025 meinen letzten Arbeitstag gehabt und ein Jahr später gelauscht, genau.

Andy: Und das ist ja ganz schön lange auch, wo du dann mit dir alleine im Reinen sein musst, sage ich mal.

Raphaela: Ja, schon, aber ich bin ultra geduldiger Mensch, also man muss auch geduldig

Raphaela: sein, sonst wird das glaube ich auch nichts. und ich lieb nichts anderes,

Raphaela: als sowas zu machen und da so rumzuwurschteln.

Raphaela: Ja, ich glaube, bei mir ist es auch so, dass man mit mir schon auch zusammenarbeiten muss.

Andy: Okay.

Raphaela: Ich habe das ein bisschen von meinem Papa gelernt. Wir ergänzen uns da sehr

Raphaela: gut. Wir sind beide sehr geduldig und wenn wir mal angefangen haben,

Raphaela: dann ist es, glaube ich, schwer, uns zu halten.

Raphaela: Wir haben zuvor mal noch ein Haus, habe ich mit meinem Papa umgebaut und da

Raphaela: kann dann bis in die Abendstunden gehen, weil wir da einfach so in unserer Welt leben.

Andy: Dein Papa oder sind deine Eltern Selbstständige auch gewesen oder warum haben

Andy: die dich da supportet oder sind die selber Mountainbiker? Beides?

Raphaela: Also die fahren Motorrad. Okay. Genau, die fahren Motorrad und sind auch gar

Raphaela: nicht, also sind nicht selbstständig. Meine Mama, die war früher nicht so selbstständig, genau.

Raphaela: Aber ansonsten halt schon immer, die haben schon immer alles selber gemacht,

Raphaela: also komplett alles eigentlich. Also ich bin so ein bisschen damit aufgewachsen,

Raphaela: alles selber zu machen und ich glaube auch, dass,

Raphaela: Deswegen bin ich da wahnsinnig stolz, das schon so früh so lernen zu dürfen.

Raphaela: Oder ich weiß jetzt gar nicht, wie man sagt, dass ich halt schon so früh damit aufgewachsen bin.

Raphaela: Also es war bei uns schon immer, man hat irgendwas gebaut, irgendwas gemacht,

Raphaela: irgendwas Kreatives umgesetzt.

Raphaela: Genau, und deswegen fällt mir das extrem leicht und da gehe ich auch auf.

Raphaela: Also es ist für mich nichts Schöneres zu sehen, wenn aus einer Idee Leute da

Raphaela: einfach Ideen haben, die sie dann da umsetzen. um dann zu sehen, was da halt draus wird.

Andy: Was war in dem Jahr, was hat am längsten gedauert? Was war so am zähesten dann?

Andy: Also jetzt, wenn ich mir das überlege, du machst ja Schnittmuster-Prototypen,

Andy: du musst produzieren lassen, Fotos machen, Webseite, bla bla bla.

Andy: Wahrscheinlich reicht ja auch nicht die erste Iteration von der Hose.

Andy: Was war das erste Produkt?

Andy: Wie ist das so gelaufen? Was hat am längsten gedauert?

Raphaela: Ich würde tatsächlich sagen, die Produzentensuche hat am längsten gedauert.

Raphaela: Ja, ich muss auch sagen, es war für mich auch tatsächlich eine größere Hürde.

Raphaela: Da stand ich mir auch ein bisschen selber im Weg, weil ich halt immer Angst

Raphaela: hatte, dass wenn ich da jetzt hinschreibe, sofort eine Ablehnung bekomme.

Raphaela: Das habe ich dann auch erst mal lernen dürfen, dass das ja gar nicht schlimm ist.

Raphaela: Nee, aber das war schon, glaube ich, so das Aufwendigste. Man muss dazu sagen,

Raphaela: der Rest ist ja so komplett, also das kann ich halt einfach.

Raphaela: Also deswegen, es macht mir Spaß. Kann schon auch sein, dass das lang gedauert

Raphaela: hat, aber für mich hat es sich halt nicht so angefühlt, weil ich,

Raphaela: ja, Schnitt, also ich habe jemanden geholt, also die Fernanda,

Raphaela: die hat mir geholfen beim Schnitt.

Raphaela: Genau, das habe ich dann abgegeben, weil ansonsten wäre es schon noch zeitintensiver gewesen.

Raphaela: Und wir haben dann zusammen den Schnitt gemacht. Ich habe dann immer die Muster

Raphaela: durchgenäht, genau, und das getestet, ihr dann wieder durchgegeben, was sie zu ändern hat.

Raphaela: Ansonsten war es halt wirklich das Produzententhema. Ich hatte halt Erfahrung,

Raphaela: was den asiatischen Markt angeht, aber ich mache ja alles, also bis auf meine

Raphaela: Caps, also meine Hauptprodukte, die kommen ja alle aus Europa.

Andy: Woher genau?

Raphaela: Genau, die Hose, die kommt aus Italien und die Oberteile, die kommen aus Portugal.

Raphaela: Genau, und das lag mir halt selber sehr am Herzen, das in Europa zu machen.

Raphaela: Aber ich hatte halt da keine Erfahrung, was die Produktionsstätten betrifft.

Raphaela: Deswegen war das halt schon sehr aufwendig, da jemanden zu finden,

Raphaela: der die Qualität dann technische Textilien in der ersten meiner kleineren Stückzahl quasi produziert.

Andy: Das wollte ich jetzt gerade fragen, wenn du jetzt dann sowieso 14 Hosen hast

Andy: und du brauchst eigentlich dann auch eine Stückzahl, um Lagerware zu haben,

Andy: kannst aber wahrscheinlich auch, also wie viele hast du da produzieren lassen

Andy: müssen von jeder Größe, dass die Produzenten das machen und hast du das alles

Andy: dann im Voraus bezahlt als kleine Brand?

Raphaela: Ja, also man muss dazu sagen, das ist das Gute, dass man nicht auf die Größe

Raphaela: noch eine Mindestaufnahmemänge hat.

Raphaela: Das ist das Gute, weil man halt im Stoff das schon so verschachteln kann.

Raphaela: Da geht es dann quasi auf alle Größen. Dann hat man den Size Breakdown.

Raphaela: Genau, aber ich habe halt pro Farbe schon eine höhere Stückzahl.

Raphaela: Ich weiß gar nicht, ob ich das jetzt sagen will.

Andy: Also kannst du sagen, war es dreistellig oder mehr?

Raphaela: Genau, also schon ein ordentliches Risiko tatsächlich. Vor allem,

Raphaela: weil ich ja auch mit einer Farbe rauskommen wollte. Also ich habe gesagt,

Raphaela: ja, ansonsten wird es halt schwarz und schwarz gibt es halt überall.

Raphaela: Aber eine Farbe ist halt schwierig. Welche wird es dann?

Raphaela: Genau, und deswegen habe ich da schon ein ordentliches Risiko.

Andy: Wie viele Farben hast du dann zum Launch gehabt?

Raphaela: Je Produkt drei Farben. Also das heißt, wenn du jetzt die 14 Größen nochmal,

Raphaela: also müsstest du jetzt nochmal drei nehmen eigentlich.

Andy: Und was gibt es dann? Schwarz und was noch?

Raphaela: Schwarz, Purple, also so ein dunkleres Lilla und Matcha Grün.

Raphaela: Also ich nenne es Liberty Green, aber es ist so ein bisschen Ton wie Matcha,

Raphaela: so kann man sich das vorstellen.

Raphaela: Ja, ein ganz modernes Grün, noch nicht gesehen.

Andy: Habe ich noch nicht gesehen, aber macht total Sinn. Und werden die auch am meisten

Andy: verkauft oder ist traditionell dann doch schwarz?

Raphaela: Ne, also es ist am besten natürlich Papel und Grüne kommt jetzt auch.

Raphaela: Also ich habe festgestellt, wenn ich das anhabe auf dem Event,

Raphaela: dann geht das richtig gut.

Andy: Und musstest du dann das vorfinanzieren oder gibt es da einen Unterschied zu

Andy: Asien? Bei Asien hast du ja glaube ich immer, wenn du eine kleine Marke bist,

Andy: musst du erstmal die Hälfte bezahlen, dass die loslegen und die andere Hälfte,

Andy: wenn es auf den Container geht oder so habe ich es zumindest schon mal gehört.

Andy: Und dann ist es dann so auch?

Raphaela: Ja, also es gibt natürlich unterschiedliche Konditionen.

Raphaela: Das, was man dazu sagen muss, ist, also ich finde es sogar schon positiv,

Raphaela: dass es so ist, weil natürlich der ein oder andere dann sogar vielleicht 100

Raphaela: Prozent das im Voraus will, wenn man ein Startup ist und das war jetzt bei mir Gott sei Dank nicht so.

Raphaela: Also ich hatte unterschiedliche Arten. Einmal, glaube ich, waren es 30 Prozent, dann 70 Prozent quasi.

Raphaela: Aber 50-50 ist so das engigste. Also 50 Prozent Anzahlung und dann,

Raphaela: wenn es geliefert wurde.

Andy: Und hast du dann das jetzt in einem eigenen Lager liegen oder hast du einen

Andy: Fulfillment-Partner, von wo aus das verschickt wird? Wie machst du das gerade?

Raphaela: Ja, also noch dazu, wenn ich eine One-Woman-Show habe.

Andy: Ja, da haben wir es gar nicht drüber gehabt.

Raphaela: Die alles komplett selber macht, genau. Also es ist auch eine Herausforderung,

Raphaela: die ich mir da quasi gestellt habe, weil ich habe gesagt, ich möchte gerne alles

Raphaela: einmal selber durchlaufen und selber lernen,

Raphaela: am Anfang und natürlich um Kosten zu sparen, weil für mich sind halt meine Produkte,

Raphaela: einfach das Wichtigste.

Raphaela: Deswegen habe ich ja gesagt, mache ich den Rest. Ich wurschtel mich da überall

Raphaela: durch und beiß mich durch. Und somit habe ich jetzt daheim einen kleinen Raum,

Raphaela: mit 16 Quadratmeter circa, wo ich das lager.

Raphaela: Und das ist eigentlich ganz lustig.

Raphaela: Ich dachte mir am Anfang, der reicht easy aus. Und dann kam so die Ware und

Raphaela: ich packe das so aus und ein Karton nach dem anderen. Und dann dachte ich mir

Raphaela: so, mein Gott, was soll das überall?

Raphaela: Jetzt habe ich mir so ein kleines Stecksystemregal gebaut, sodass quasi jedes

Raphaela: Produkt, jede Farbe, jede Größe in einem Regalboden liegt.

Raphaela: Aber es war dann schon lustig, das mal zu sehen, wie das dann quasi in der Masse, wie viel das dann ist.

Andy: Aber es ist noch in deiner Wohnung und du verschickst dann auch von da.

Raphaela: Genau, ja. Und das Coole ist, dass sogar die DHL, also bei uns ist die DHL direkt

Raphaela: im selben Gebäude. Es ist total easy eigentlich.

Andy: Okay, krass. Aber du bist jetzt dann im April live gegangen.

Andy: Kannst du grob sagen, wie viel du schon verkauft hast, wie viele Artikel?

Andy: Also sind es dann schon hunderte oder über tausend?

Raphaela: Also tausend sind es noch nicht, es sind um die hundert.

Andy: Okay.

Raphaela: Also,

Raphaela: ich muss gestehen, es ist für mich jetzt natürlich so, ad hoc kann ich es nicht

Raphaela: ganz sagen, weil ich ja jetzt auf drei Events war. Also ich war jetzt innerhalb

Raphaela: von einem Monat auf drei Events. Dementsprechend habe ich jetzt natürlich wenig

Raphaela: Zeit gehabt, das so im Detail auszuwerten.

Raphaela: Aber es ist schon sehr gut angenommen worden. Also ich bin sehr zufrieden und,

Raphaela: selbst wenn nicht jeder gleich sofort was kauft, aber das Feedback ist extrem

Raphaela: positiv und motiviert mich.

Raphaela: Aber ja, es ist, glaube ich, schon sehr gut gegangen. Ich habe halt keine Erfahrungswerte,

Raphaela: aber für mich fühlt es sich gut an.

Andy: Wo kommen dann die Käufe jetzt gerade her? Das ist immer so eine Frage,

Andy: die ich ganz gern stelle.

Andy: Wo hast du da die ersten zehn, die nächsten, du hast ja jetzt dann über hundertmal

Andy: gesagt, waren die auf Events oder kennen die dich aus der Szene?

Andy: Gab es irgendwie mal einen Presseartikel und dann hast du die Bestellungen darüber

Andy: gehabt oder sind es Weiterempfehlungen?

Raphaela: Die ersten Bestellungen kamen natürlich durch meinen Lounge und da haben halt

Raphaela: meine Mädels, die Community, extrem viel dazu beigetragen. Also das fand ich

Raphaela: faszinierend, wie das geteilt wurde.

Raphaela: Ich hatte nämlich selber gar nicht so die Zeit, mir zu den perfektionistischen,

Raphaela: wie sagt man da immer, eine Lounge-Strategie auszuarbeiten.

Raphaela: Also in meinem Kopf schon, aber in der Umsetzung ist es halt einfach aus Kapazitätsgründen

Raphaela: bisher dran gescheitert.

Raphaela: Und das war schon geil, das zu sehen, wie das geteilt wurde. Und dann hatte ich noch.

Raphaela: Die ein oder andere Freundin oder auch einfach den Fan, der irgendwie in der

Raphaela: Bikeszene arbeitet und dann in einem Magazin geholfen hat, einen Artikel reinzubringen.

Raphaela: Bringen und das war schon echt cool und hat mir wahnsinnig geholfen.

Raphaela: Dementsprechend ging dann natürlich zum Launch-Zeitraum ganz viel und dann bin

Raphaela: ich jetzt schon auf den Events gewesen und das ist natürlich super vor Ort,

Raphaela: direkt bei den Mädels zu sein.

Raphaela: Also ich war am Bike Women Camp am Molvenussee von der Karin Eller und einem Bike Magazin mit dabei.

Raphaela: Das war richtig cool und motivierend und gleich die Woche drauf am Women-Bike-Camp

Raphaela: am Reschensee von Sporting Women.

Raphaela: Und ja, das ist einfach super angenommen worden.

Raphaela: Und die Mädels wirklich, also deswegen, da ist mir so das Herz auch gegangen,

Raphaela: wie wohl die sich gefühlt haben. Und auch, wenn Mädel in meine Hose geschlüpft

Raphaela: hat, hat es gesagt, boah, man fühlt es richtig.

Raphaela: Die sitzt ja echt so gut und noch nie so gut. eine gute Markenballkose gehabt

Raphaela: und so und das war schon echt cool.

Andy: Am Schluss müssen die aber auch kaufen, also das ist ja auch klar,

Andy: da musst du ja irgendwie das hinbekommen, dass das getrackt wird und dass du

Andy: das hinbekommst, von daher aber

Andy: Ich glaube, so Hands-on-Feedback ist natürlich brutal viel wert.

Andy: Machst du dann, also wie läuft sowas ab?

Andy: Dann testen die die Produkte, du hast einen Fragebogen, da können die Dinge

Andy: ausfüllen oder wie kriegst du das Feedback dann strukturiert zu den Produkten

Andy: oder mach doch noch, was weiß ich, was mit Gelb oder was kommt da denn?

Andy: Oder mit Rosa oder mit Weiß vielleicht.

Andy: Also das musst du ja dann auf so einem Event ja irgendwie auch festhalten.

Andy: Entstehen da dann auch neue Produkte und Farben?

Raphaela: Ja, auf alle Fälle. Also ich muss sagen, ich,

Raphaela: Ich merke mir das aktuell.

Andy: Okay, krass.

Raphaela: Also ich bin ja alleine vor Ort. Beim ersten Event war mein Freund und zwei

Raphaela: Freunde mit dabei, die haben mir da geholfen.

Raphaela: Und dann war ich jetzt alleine immer unterwegs, dementsprechend von Aufbau zu

Raphaela: organisieren und so weiter. Und dann vor Ort am Stand stehen.

Raphaela: Und wenn da mehrere Mädels sind, dann schaffst du das gar nicht.

Andy: Naja, alleine nicht, ja.

Raphaela: Das heißt, es muss alles im Kopf bleiben. Und dann im Nachgang schreibe ich mir das runter.

Raphaela: Aber man merkt relativ schnell, was ein Pain-Point noch ist oder welches Produkt fehlt.

Raphaela: Und dann werde ich das sowieso wieder im nächsten Step so machen,

Raphaela: wie ich es ja auch überhaupt in meiner Produktentwicklung auch zum Start hinweg gemacht habe.

Raphaela: Da war ich ja auch auf dem Bike-Festival damals in Freiburg unterwegs und habe

Raphaela: halt quasi die Mädels direkt angesprochen, meinen Fragebogen denen geben und

Raphaela: da ganz viel Feedback eingesammelt und dann natürlich noch über Social Media auch,

Raphaela: dass ich da die Mädels mitnehme, was mir halt eben auch sehr wichtig ist.

Raphaela: Und gerade was das Thema Farben oder so ist, da sauge ich das halt auf,

Raphaela: was die Trends sind und so und dann schaue ich, dass ich das halt umsetze und

Raphaela: dann aber erst, bevor ich das final entscheide, quasi einmal rausspiele und

Raphaela: dann auch mit abstimmen lasse.

Andy: Okay.

Andy: Die Endpreise, sind die eigentlich unterschiedlich zu anderen Marken?

Andy: Jetzt, weil du eine kleinere Stückzahl hast, musst du das gerade noch teurer

Andy: machen oder was kostet so eine Hose im Vergleich?

Raphaela: Genau, also meine Wurse, die kostet jetzt 179,95 UVP, genau.

Raphaela: Und das ist schon jetzt,

Raphaela: Wenn man so die Bench auch anschaut, so ein bisschen eher im höheren Preissegment,

Raphaela: so in der Richtung zu Ortofox und Mons, die sind ein bisschen höher, genau.

Raphaela: Ich bin natürlich jetzt schon, ich bin einfach nicht im unteren Preissegment.

Raphaela: Das ist einfach auch nicht machbar. Andere Marken lassen halt dann doch in Asien

Raphaela: produzieren, haben eine andere Stückzahl, kommst du natürlich auf andere Preise.

Raphaela: Aber ich denke mal, dass der Preis für das, was man bekommt und vor allem,

Raphaela: dass es Made in Europe ist und diesen ganzen Community-Ansatz schon echt fair ist.

Andy: Du hast ja hier, ich glaube, du hast mir im Vorgespräch erzählt,

Andy: dass du eine WhatsApp-Grube hast mit den befreundeten Bikerinnen.

Andy: Das ist, glaube ich, das, was du als deine Mädels bezeichnest.

Andy: Wie funktioniert das für dich? Also schlagen die dir auch Produkte vor?

Andy: Lässt du die neue Schnitte testen, bevor die in Produktion gehen?

Andy: Also so eine Art Community-Driven-Development oder so. Ist das dafür gedacht

Andy: oder moralische Stütze? Was hilft dir da am meisten?

Raphaela: Genau, also die WhatsApp-Gruppe, von der ich erzählt habe, die ist auf jeden

Raphaela: Fall die moralische Unterstützung oder die mentale Unterstützung gewesen oder auch immer noch.

Raphaela: Genau, und das Thema Community-Driven-Produktentwicklung habe ich ja trotzdem,

Raphaela: aber das ist dann schon breiter gefächert.

Raphaela: Also da sind wirklich, also auch Mädels, die ich jetzt gar nicht so kenne.

Raphaela: Also meine Mädels sind generell alles Mädels, die Mountainbiken und die ich

Raphaela: irgendwo, irgendwann mal in irgendeinem Bikepark oder sei es auch nur durch Social Media kenne.

Raphaela: Genau, und die Support-WhatsApp-Gruppe, die ich habe, da sind dann nochmal,

Raphaela: also da sind dann acht bis zehn Mädels drin, die ich halt auch wirklich.

Raphaela: Besser kenne, also wirklich meine Freundinnen, Bike-Freundinnen und die kennen

Raphaela: sich aber witzigerweise teilweise untereinander nicht.

Raphaela: Und ja, die habe ich gegründet, weil, wie ich ja eingangs auch schon gesagt

Raphaela: habe, das Thema, diesen Schalter umzulegen in die Selbstständigkeit,

Raphaela: das ist schon eine große Hürde.

Raphaela: Und manchmal steht man sich selber dann einfach im Weg.

Raphaela: Also ich bin ja extrem kreativ, habe immer sau viele Ideen und so,

Raphaela: aber wenn man das dann auf einmal für einen selber macht und man da selber steht

Raphaela: und dann das ja der ganzen Welt eigentlich teilt,

Raphaela: dann ist das schon auch nochmal eine andere Herausforderung.

Raphaela: Da hatte ich halt oft dann auch ganz oft Angst, was doch nicht zu teilen oder

Raphaela: es ist doch das Richtige und so.

Raphaela: Und dann habe ich das oft zuvor nochmal in die Gruppe rein und dann haben die

Raphaela: mir quasi so ein bisschen die Angst genommen oder Mut gemacht oder eben gesagt,

Raphaela: hey, das kannst du noch verbessern oder so, also richtig cool.

Raphaela: Ja, ohne die wäre es weitaus nicht so einfach gewesen.

Andy: Das heißt, du machst so ein bisschen Community-getriebene Entwicklungen,

Andy: das finde ich eigentlich ganz cool, das hatte ich jetzt schon ein paar Mal irgendwie

Andy: so als Erfolgsfaktor identifiziert bei Bootstrapped Startups,

Andy: einfach weil man halt viel näher am Kunde ist.

Andy: Da bist du jetzt dann auch auf den Events vor Ort und kriegst direkt das Feedback

Andy: aus der Community, ist das dann

Andy: Irgendwie sind es ja so Multiplikatoren für deine Marke auch.

Andy: Die machen vielleicht Werbung für deine Produkte, die fahren damit woanders,

Andy: wenn du nicht dabei bist und dann sehen das andere Mädels.

Andy: Funktioniert das so? Ist das auch deine Intention dahinter, weil das eben vielleicht

Andy: durch so Mund-zu-Mund-Propaganda besser funktioniert, wie wenn du einfach Meta-Ads kaufen tust?

Raphaela: Ja, auf alle Fälle. Also es gibt ja nichts Schöneres, als wenn ein Mädel in

Raphaela: eine Hose steigt und sagt, wie geil ist die bitte und das dann weiterträgt.

Raphaela: Ich habe tatsächlich schon echt viele Fans und das so mitzuerleben,

Raphaela: das ist total schön und definitiv ist das auch, finde ich, menschlicher und

Raphaela: schöner als wie Meta zu schalten.

Raphaela: Und mir geht es halt vor allem darum, die Mädels mitzunehmen,

Raphaela: weil ich meine, ich muss jetzt ja nicht die Produkte für mich entwickeln.

Raphaela: Also ich möchte ja für die Mädels entwickeln und das halt einfach auch zu sehen,

Raphaela: dass da eine Freude da ist und ja, jeder da sich freut, irgendwie auch teilhaben zu dürfen, oder?

Raphaela: Genau, und ich brauche halt, dass das halt dann auch zum Schluss das Produkt ausmacht.

Raphaela: Und deswegen wird es halt dann auch gut, weil ich es ja für die Zielgruppe mache.

Andy: Das ist schwer zu messen, oder? Also du kannst ja, weißt du,

Andy: hast du dann 100 neue Instagram-Follower, wenn du auf einem Event warst?

Andy: Oder wie kannst du jetzt jemanden, der bei dir am Messestand war,

Andy: an dich binden? Oder kann der sich dann zum Newsletter anmelden?

Raphaela: Ach so, ja, ich habe dann einen QR-Code stehen, genau, über den kann man dann quasi mir folgen.

Raphaela: Und wie du schon sagst, also ich merke es natürlich dann anhand der Followerzahlen

Raphaela: oder halt auch anhand der Käufe dann.

Raphaela: Und vor Ort halt generell, ich merke ja dann, wie der Andrang dann am Stand auch ist.

Andy: Ja, ist für mich interessant so, weil wie kannst du da im Marketing noch,

Andy: was kannst du da noch machen? Also ich finde es schon cool, dass du vor Ort

Andy: gehst auf jeden Fall. Und das ist ja auch, wenn es deine Passion ist,

Andy: merkt mir auch voll, dass dir das auch Spaß macht.

Raphaela: Ja.

Andy: Deine Zielgruppe ist ja aber trotzdem super spitz. Weibliche Mountainbikerinnen,

Andy: wie kriegt man die sonst erreicht, außer über Social Media und so Events?

Andy: Gibt es da überhaupt, also du hast

Andy: ja schon Presseberichte so ein bisschen angesprochen in Zeitschriften.

Andy: Wie kommst du sonst noch an die ran, an neue Kunden?

Raphaela: Ja, also wie du sagst, es ist super spitz, aber ich glaube genau,

Raphaela: das ist ja auch das Schöne und das Potenzial, was da drin steckt.

Raphaela: Im Vergleich, wenn das jetzt schon irgendwie so eine riesengroße Sportart oder so ist.

Raphaela: Das Coole ist ja, dass Mountainbiken Community ist, oder?

Raphaela: Also, und das ist einfach so, man wird da, also die Mädels werden dann irgendwie drauf aufmerksam.

Raphaela: Also, ich weiß gar nicht, wie ich es erklären soll, aber es ist halt einfach

Raphaela: in dieser Mountainbike-Community ja im Generellen schon so ein Support da.

Raphaela: Deswegen habe ich mir auch die Sportart ausgesucht, weil da so eine Hilfsbereitschaft

Raphaela: einfach ist und jeder so open-minded und herzlich.

Raphaela: Und dieser Vibe, der trägt einen halt einfach mit.

Raphaela: Und das ist natürlich auch so, dass dann ein Mädel darauf aufmerksam wird,

Raphaela: dann wird das geteilt, dann kommt wieder einer dazu und dann funktioniert es schon auch.

Raphaela: Und die Mountainbike-Mädels, die supporten sich halt einfach generell so.

Raphaela: Also da gibt es ja nicht so dieses Ellenbogen, also eigentlich gar nicht,

Raphaela: sondern eher dieses extremer Support und Hilfsbereitschaft. Das ist ja auch

Raphaela: das, was mich inspiriert und meine Brand dann auch noch mit ausmachen soll.

Raphaela: Also ich bin privat geunftet so und genau deswegen habe ich mir das auch ausgesucht.

Raphaela: So möchte ich leben. Das ist ein Wert von mir und eben Gott sei Dank auch von

Raphaela: den Mountainbike-Mädels von meiner Zielgruppe.

Andy: Du nimmst ja auch die Menschen, die dann, oder die Bikerinnen,

Andy: die dir folgen auf Instagram, auch so ein bisschen mit in den Entwicklungsprozess

Andy: manchmal oder wenn neue Produkte entstehen. Ist das auch wichtig?

Andy: Also ein bisschen, ja,

Andy: man ist ja da sehr transparent dann auch. Ich glaube, auf Twitter hieß der Trend

Andy: mal Bild in Public, haben so viele so App und Software-as-a-Service-Startups so gemacht.

Andy: Ist das was, was du auch sehen kannst, dass dir das weiterhilft?

Andy: Und also änderst du dann auch die Produkte, wenn du da Feedback bekommst,

Andy: dann über Instagram-Kommentare oder so?

Raphaela: Ich nehme es mir auf jeden Fall zu Herzen und schaue es mir dann eben an.

Raphaela: Also ich muss ja schon auswerten, okay, ist das jetzt ein Einzelfall?

Raphaela: Oder ist das jetzt quasi so, wie es mehreren Mädels einfach geht?

Raphaela: Und das ist ja das Schöne, weil ich dadurch lerne, mich halt auch in andere

Raphaela: Mädels reinzuversetzen, was deren Pain oder Need ist.

Raphaela: Und ich entwickle mich ja persönlich dahin weiter und aber auch das Produkt dahin.

Andy: Ja, ja.

Andy: Ja, super cool. Aktuell ist es ja ein klassisches D2C-Geschäft,

Andy: sage ich mal, über einen Shopify-Onlineshop.

Andy: Denkst du dann, die Marken, die du früher gemacht hast, die waren ja auch so

Andy: ganz normal im Handel in Bikeshops oder auf Marktplätzen.

Andy: Ist das etwas, was du später auch mal machen möchtest oder wird das eine reine D2C-Brand bleiben?

Raphaela: Da bin ich immer noch hin und her gerissen und die Frage kann ich jetzt noch,

Raphaela: nicht so ganz beantworten.

Raphaela: Also eigentlich war schon die Idee, dass ich die B2C bleibe.

Raphaela: Also einfach, weil ich der Meinung bin, dass man so viel stärker und persönlicher

Raphaela: an der Zielgruppe ist und mit der Zielgruppe arbeiten kann als,

Raphaela: anders. Genau.

Raphaela: Und für mich wäre halt das Schlimmste, dass ich durch, also umso mehr Leute

Raphaela: ich mit reinnehme, dass ich halt umso weiter weg von meiner Zielgruppe komme.

Raphaela: Und es sind halt die Mädels und die Zielgruppe mit das Wichtigste.

Raphaela: Und deswegen, also die Idee wäre es schon, irgendwie bei B2C zu bleiben,

Raphaela: wenn es so weiterhin funktioniert.

Raphaela: Ich bin zwar schon mal offen, oder ich bin schon offen, auch mir,

Raphaela: Kooperationen und so weiter anzuhören und dann da im Einzelnen abzuwägen.

Raphaela: Aber erstmal würde ich bei B2C bleiben.

Andy: Okay. Was kannst du noch machen? Also hast du gerade eine Newsletter,

Andy: wo ich mich anmelden kann und dann über neue Produkte erfahre oder folge ich

Andy: dir da einfach über Social Media?

Raphaela: Ja, also das Beste ist natürlich, dass du dich schon mal bei meinem Newsletter

Raphaela: anmeldest und das Allerbeste bei Instagram, also Social Media,

Raphaela: das schaffe ich am einfachsten zu bedienen.

Raphaela: Bei dem Newsletter Workflow bin ich gerade noch dabei, den aufzubauen.

Raphaela: Genau, jetzt waren eben die Messen so im Fokus gestanden, dass ich das nicht

Raphaela: mehr geschafft habe, komplett einzurichten.

Raphaela: Genau. Und am besten kriegt man eigentlich den Wurzeln.

Raphaela: Ja, genau.

Andy: Okay.

Raphaela: Ja, aber ich wurscht durch, alles klar.

Andy: Cool. Ja, ich glaube, es leckt jetzt ein bisschen, aber wir kriegen es voll hin, denke ich.

Andy: Für dich ist das ja jetzt schon dein Hauptjob und nebenbei machst du,

Andy: glaube ich, immer noch so Freelance-Designs. Oder wie kriegst du das jetzt zeitlich

Andy: unter einen Hut mit den vielen Messebesuchen, Vorort-Terminen oder auch mal

Andy: selber eine Runde zu fahren?

Raphaela: Struktur, ja. Also ich bin halt jemand, ich kann extrem schnell abarbeiten,

Raphaela: geht aber auch nur da, weil ich mich halt dann einfach strukturiere irgendwie.

Raphaela: Und weil ich auch immer den Ausgleich brauche. Also ich kann zum Beispiel drei,

Raphaela: vier Wochen am Stück wirklich durchhasseln, aber dann brauche ich wirklich kurz

Raphaela: Energie tanken und dann geht es wieder weiter.

Raphaela: Genau, und so kann ich das halt, also ich schaue halt schon immer,

Raphaela: dass ich meinen Terminkalender im Vorfeld,

Raphaela: also das habe ich eben im Angestelltenverhältnis natürlich gelernt.

Raphaela: Ich habe ja sehr viele Projekte schon immer zeitgleich gemacht und da war ich

Raphaela: auch schon immer sehr ausgelastet und das geht halt nur, wenn man sich da gut

Raphaela: im Vorfeld durchstrukturiert.

Andy: Ja, ja.

Andy: Okay. Hat sich von deinen alten Wegbegleitern jetzt, was weiß ich,

Andy: von Schöffel oder anderen Firmen

Andy: mal jemand gemeldet? Gibt es da dann eher Zuspruch, Beifall, Support?

Andy: Gab es mal Fragen, hey, kannst du das nicht für uns machen? Oder keine Ahnung,

Andy: hat sich vielleicht sogar jemand gemeldet, der investieren möchte und sagt so,

Andy: hey, das können wir noch viel, viel größer machen, wenn ich da Geld reingebe?

Raphaela: Das hatte ich tatsächlich noch nicht,

Raphaela: aber ich glaube, ich weiß auch gar nicht, wie ich damit jetzt umgehen würde,

Raphaela: aber doch positive Motivation gab es auf alle Fälle bis jetzt,

Raphaela: also das ist schon schön zu sehen, natürlich, also ganz viel.

Andy: Ja, okay. Ja, ja, interessant. Okay,

Andy: wie gehst du jetzt damit um, dass du ja eigentlich dann trotzdem sehr kapitalintensiv

Andy: unterwegs bist, wenn die Marke jetzt ankommt und du brauchst

Andy: bei der nächsten Kollektion die fünffache Menge, kannst du das immer noch selber

Andy: vorfinanzieren? Gehst du dann zu einer Bank?

Andy: Oder bist du dann mit deinem Lieferanten schon so gut, dass du das irgendwie anders regeln kannst?

Raphaela: Also ich würde sagen, das müsste ich mir dann im Detail anschauen,

Raphaela: wenn es soweit ist, weil ich dann natürlich eher sagen kann,

Raphaela: was ich bis dahin schon an Umsatz erzielt habe und wie die Liquidität dann aussieht.

Raphaela: Aber ich kann mir dann schon vorstellen, dass ich dann eben vielleicht nochmal

Raphaela: einen KfW-Kredit oder so, also ich habe mich da auch schon informiert.

Raphaela: Genau, ich hatte auch schon eine Kreditanfrage, habe mich aber dann eben doch dazu entschlossen,

Raphaela: das selber zu, ja, also ohne zu lösen, eben falls dieser nächste Step auftreten

Raphaela: sollte, dass ich dann halt da nochmal, ja, eine Möglichkeit habe.

Andy: Ja.

Raphaela: Ich meine, das Schöne ist natürlich, ich glaube, wenn man dann auch die Reichweite

Raphaela: hätte und das Geld eben zu dem Zeitpunkt nicht langt von der Liquidität her,

Raphaela: dass man auch dann vielleicht eine Crowdfunding-Kampagne starten könnte.

Raphaela: Das kann ich mir zum Beispiel gerade bei so Community-Geschichten extrem gut vorstellen.

Raphaela: Vor allem, wenn man schon Fuß gefasst hat.

Raphaela: Am Anfang ist es natürlich so extrem schwer. Man muss auch dazu sagen,

Raphaela: mein Produkt wäre jetzt da halt auch echt schwer mit so einer Hose.

Raphaela: Also wenn man mich noch nicht kennt als Marke und ich quasi vor meinem Launch,

Raphaela: Crowdfunding gemacht habe, wäre es schwer. Ich glaube, jetzt hätte ich es einfach.

Raphaela: Aber das schaue ich mir dann halt an, wenn es soweit ist.

Raphaela: Also natürlich habe ich es in meinem Kopf, aber ich möchte jetzt auch nicht

Raphaela: ganz so drüber sprechen.

Andy: Wir haben ja jetzt über das Jahr vorhin gesprochen, wo du gebraucht hast,

Andy: was sehr aufhörig normal ist, wenn man so Produktentwicklung macht, denke ich.

Andy: Gab es da auch Momente, wo du gedacht hast, das wird nichts?

Andy: Hast du mal ans Aufhören gedacht oder gab es das für dich nie?

Raphaela: Das Aufhören gab es nicht, weil ich, wie gesagt, ich wusste,

Raphaela: dass, also ich habe halt auch Mädels da immer gesehen, die mich anfeuern und

Raphaela: deswegen gab es das für mich nicht und weil ich halt einfach so dran glaube.

Raphaela: Aber ich habe halt schon auch schwere Phasen gehabt. Also ich hatte ja vor Weihnachten,

Raphaela: was für mich mal wirklich herausfordernd, ich habe mich für den Gründerzuschuss,

Raphaela: beworben und bin da dann abgelehnt worden.

Raphaela: Das war schon ein bisschen ein Schlag, muss ich sagen.

Raphaela: Und ich habe aber dann halt gelernt, damit umzugehen, mit solchen Themen.

Raphaela: Also ja, es war auch eine Zeit, wo ich sagen muss, da kam in einer Woche,

Raphaela: ich habe schon gesagt, ja, andere haben das halt aufs Jahr verteilt,

Raphaela: ich an einem Tag so ungefähr.

Raphaela: Und ja, da habe ich dann schon auch gelernt, damit umzugehen, genau.

Andy: Im Vorgespräch hast du mir erzählt, dass Freundinnen von dir gedacht haben,

Andy: hey, der Online-Shop ist da, du machst jetzt schon einen Modsumsatz.

Andy: Aber wie groß ist die Kluft zwischen dem, was die Leute von außen sehen und der Realität?

Andy: Es trägt ja eine Menge Arbeit dahinter. Und du investierst ja da auch viel mehr

Andy: als 40 Stunden die Woche wahrscheinlich. Jetzt bist du übers Wochenende dann

Andy: ja auch noch weg. Ist ja dann auch irgendwie Arbeit, auch wenn es Passion ist.

Andy: Was sagst du denen, die das so von außen beobachten und dann sagen,

Andy: du hast ja deinen sicheren Job aufgegeben jetzt für das?

Raphaela: Ja, es kommt darauf an, was die hören wollen. Also es ist immer ganz lustig,

Raphaela: das ein bisschen so mitzuerleben, weil ich glaube, ganz viele von einem Produktentwicklungsprozess einfach,

Raphaela: wenig Ahnung oder Berührungspunkte haben.

Raphaela: Weil ich habe das halt schon erlebt von dem Zeitpunkt, wo Leute miterlebt haben,

Raphaela: hey, dass ich jetzt da an der Marke dran bin und eben mich selbstständig mache

Raphaela: und eine Marke gründe, bis es dann wirklich so weit ist.

Raphaela: Ich glaube, da haben voll viele gedacht, dass ich schon lang gelauncht habe

Raphaela: und schon lang Umsätze mache und so ist es ja nicht.

Raphaela: Also es gehört ja eine Planung dazu und im Produktentwicklungsprozess sind Firmen,

Raphaela: das sind in der Regel ungefähr zwei Jahre im Textilbereich, also wenn die einen

Raphaela: Handel dazwischen haben, also wenn es B2B ist.

Raphaela: Über den Handel, direkt an den Endverbraucher hat man dann vielleicht ein Jahr

Raphaela: kürzer, wo man sich spart.

Raphaela: Ich glaube, es geht natürlich schon schneller, aber ich möchte ja ein Produkt,

Raphaela: also für mich war es wahnsinnig wichtig, dass ich mit dem Produkt erstmal ins

Raphaela: Testing gehe, bevor ich das Produkt raus auf den Markt schmeiße.

Raphaela: Genau, und dementsprechend dauert es natürlich schon seine Zeit und ich habe

Raphaela: halt gemerkt, Es gibt halt so wie immer im Leben, es gibt halt Leute,

Raphaela: die interessieren sie dann auch dafür, denen kann man das dann auch erklären

Raphaela: und dann gibt es halt auch einfach Leute.

Raphaela: Die sagen halt dir das und werfen dir das anderen Kopf und die wollen aber auch

Raphaela: gar nicht sich dann da weiterentwickeln und hören, wie so ein Produktentwicklungsprozess

Raphaela: oder eben so eine Marke entsteht.

Raphaela: Also genau, weil das ist ja das Nächste.

Raphaela: Also ich habe ja nicht einerseits nur das Produkt, sondern ich entwickle ja

Raphaela: gleichzeitig auch noch eine Marke und ein Unternehmen und das geht halt einfach

Raphaela: nicht so von heute auf morgen.

Raphaela: Und ich glaube gerade das Thema von meiner Geschichte, von den Markennamen,

Raphaela: bin ich ja eh schon schnell gewesen, weil das so in mir über Jahre geschlummert hat.

Andy: Mhm.

Andy: Okay. Wenn wir jetzt in einem Jahr widersprechen würden, dann hast du,

Andy: ja nächstes Jahr im April wäre es ein Jahr, wir sprechen jetzt heute am 6.

Andy: Juli, das heißt nächstes Jahr im Juli.

Andy: Woran würdest du messen, dass du ein gutes Jahr gehabt hättest?

Andy: Also am Umsatz alleine, am Community-Wachstum, an der Sortimenterweiterung,

Andy: an der Markenbekanntheit, wenn man die denn messen kann?

Andy: Oder alles das zusammen wahrscheinlich? Was zählt für dich am meisten?

Raphaela: Ja, alles zusammen. Natürlich, am meisten wäre es cool, wenn ich alle Produkte,

Raphaela: die ich einkauft habe, auch alle dann verkaufe und an die Frau bringe.

Raphaela: Das wäre cool. Aber ich finde, es ist halt immer schwierig, oder?

Raphaela: Weil viele, die rechnen halt einfach in KPIs, in den sichtbaren Fakten, oder?

Raphaela: Und das ist es halt, glaube ich, auch nicht. Also ich bin da nicht der Mensch

Raphaela: dazu, der das nur so sieht, weil natürlich dauert das auch einfach,

Raphaela: bis man sich eine Community aufbaut oder eine Zielgruppe.

Raphaela: Also das dauert einfach und ich merke es ja selber, also jetzt gerade anhand

Raphaela: von Events und ich würde mich wahrscheinlich als Kunde da auch dazu zählen.

Raphaela: Ich bin jetzt keiner, der so extrem schnelle Käufe tätigt, weil ich eine bewusste Einkäuferin bin.

Raphaela: Und dementsprechend gibt es halt schon das ein oder andere Mädel wahrscheinlich,

Raphaela: die öfters auf mich aufmerksam sein muss oder wo ich auf...

Raphaela: Damit die halt dann eben auch kauft. Und das kann man halt schlecht am Anfang messen. Also genau.

Raphaela: Ich hoffe, das hat die Frage beantwortet. Ja, ja.

Andy: Willst du dann eher Sortiment erweitern, mehr auf Events gehen oder auch so

Andy: andere Community-Projekte machen? Weil solange du alles alleine machst,

Andy: kannst du dich ja nicht verreißen sozusagen. Das ist ja dann das Schwierige.

Andy: Also wo liegt für dich die Priorität, wenn Zeit und Geld sind ja begrenzt sozusagen?

Raphaela: Die Entwicklung definitiv. Das ist einfach mein Steckenpferd, würde ich mal sagen.

Raphaela: Also ich glaube, ich möchte, wie du schon sagst, das habe ich jetzt selber gemerkt,

Raphaela: ich bin ja ein Mensch, der gerne auf allen Hochzeiten tanzt und alles gerne

Raphaela: mitnimmt und sich selber gerne weiterentwickelt, dazulernen.

Raphaela: Aber es ist, wie du schon sagst, einfach die Hände gebunden,

Raphaela: einfach eigentlich auch, weil das Thema, der Faktor Zeit ja auch irgendwo noch

Raphaela: mit reinspielt. Bringt es ja nichts, wenn ich dann meine nächsten Produkte dann

Raphaela: doch erst in fünf Jahren rausbringe.

Raphaela: Und dementsprechend ist es schon so, dass ich da halt definitiv auch schauen

Raphaela: muss und abwägen muss, was ist gerade prioritär und was ist der nächste Schritt.

Raphaela: Also ich habe ja jetzt eben einen sehr intensiven Eventmonat hinter mir.

Raphaela: Jetzt habe ich auch erstmal wieder bewusst ein bisschen Luft,

Raphaela: wo ich sage, okay, ich muss jetzt kurz entscheiden, was sind die nächsten Steps.

Raphaela: Und gerade das Thema neue Produkte, das dauert halt einfach.

Raphaela: Also das Thema Stoff aussuchen, sich Gedanken machen, ins Techpack gehen,

Raphaela: die ganzen Daten zu haben, den Schnitt zu haben, das Testing,

Raphaela: sodass dann die Produktion das auch umsetzen kann.

Raphaela: Das dauert halt einfach und das ist halt schon sehr zeitintensiv.

Raphaela: Und das ist halt irgendwo halt auch einfach das Thema, das ich halt echt gut kann.

Raphaela: Und ja, da denke ich, oder da mache ich mir jetzt dann ab nächster Woche wieder

Raphaela: Gedanken, was die Priorität ist und genau.

Raphaela: Ja, und trotzdem will ich aber auch Events wieder nächstes Jahr mitnehmen.

Raphaela: Aber halt dann vielleicht schauen, dass ich es entweder, dass ich jemanden habe,

Raphaela: der mich dann da auch unterstützt und vertritt.

Raphaela: Oder halt meine Bike-Mädels dann für mich, für die Marke dann quasi auch da sind.

Andy: Kannst du das oder ist das in deinem Hinterkopf, das Ganze auch aufs Thema Skifahren

Andy: zu übertragen? Du hast ja auch gesagt, dass du das auch passioniert machst.

Andy: Und das wäre die andere Hälfte vom Jahr, in der man dann vielleicht nicht so gut biken kann.

Andy: Ist das in deinem Hinterkopf? Ist das da das gleiche Problem oder ist das Problem da nicht so groß?

Raphaela: Also das sehe ich tatsächlich noch gar nicht. So gerne ich Skifahre und so gerne

Raphaela: ich auch Produkte fürs Skifahren entwickle.

Raphaela: Aber mein Fokus ist schon, dass ich damit eine Brand für Fahrrad,

Raphaela: also für Mountainbiken bauen möchte und auch die Vision da lassen möchte.

Raphaela: Also ich kann mir schon vorstellen, dass ich das ums Gravelbike oder so in die

Raphaela: Richtung noch entwickle, weiter ausbaue.

Raphaela: Aber bevor ich auf das Thema Skifahren gehe, möchte ich lieber erstmal gute

Raphaela: Produkte für das Mountainbike entwickeln, die dann auch für All-Season sind.

Andy: Ja klar, was ja im Winter brauche ich auch Dreckklamotten sozusagen,

Andy: da habe ich wieder anderen Bedarf oder was Warmes auch.

Raphaela: Genau.

Andy: Willst du dann Rav Rocks bewusst klein und fein halten? Oder du hast ja jetzt

Andy: auch angesprochen, jemanden holen, um auf eine Messe zu gehen.

Andy: Willst du das dann auch schon größer skalieren, ein Team aufbauen,

Andy: Menschen einstellen, die dir helfen können?

Raphaela: Also ich möchte auf jeden Fall irgendwann ein Team aufbauen.

Raphaela: Also meine Idee ist ja auch, dass ich ein Frauenteam aufbaue.

Raphaela: Das wäre so meine Rundsportstellung, Traumvorstellung.

Raphaela: Aber ich möchte das so ein bisschen Step by Step machen. Also,

Raphaela: eher ein bisschen langsamer bootstrappen, würde ich mal sagen.

Raphaela: Weil meine Sorge ist, dass es schneller wächst, als wie ich wachse.

Raphaela: Ich merke schon, es ist halt wichtig,

Raphaela: dass man selber mental und auch da unternehmerisch mit wachst, oder?

Raphaela: Und deswegen würde ich das halt gern, also ich möchte schon gern größer werden,

Raphaela: aber ich möchte jetzt auch nicht von heute auf morgen so bumm und zack, so ist es.

Raphaela: Ja, genau. Verstehe.

Andy: Ist bei deinen Girls eigentlich eine größere Influencerin dabei?

Andy: Oder würde das nicht Sinn machen, dass du auf Menschen gehst?

Andy: Ich habe es mir gerade mal nebenher geschaut. Dein Account hat ähnlich Follower

Andy: wie der Refrox, also dein privater Account, so um die eineinhalbtausend Follower.

Andy: Das ist ja jetzt nicht so groß, aber ich glaube, es gibt bestimmt Bikerinnen,

Andy: die deutlich größer sind.

Andy: Auch im Dachmarkt, macht es Sinn, mit denen zusammenzuarbeiten,

Andy: denen Samples zu schicken, die irgendwie, weiß nicht, am verkauften Artikel

Andy: zu beteiligen? Also klassisches Influencer-Marketing, hast du das schon probiert?

Raphaela: Ich habe da schon ein paar Mädels, die mir da helfen, also die Andi ja.

Raphaela: Andi Biken ist ja meine Freundin und ist selber extrem begeistert von meinen Produkten.

Raphaela: Und das ist ganz cool, weil Andi halt Produkte quasi jetzt nicht direkt bewirbt,

Raphaela: sondern halt einfach Produkte trägt, von denen sie selber überzeugt ist und

Raphaela: das finde ich halt ganz schön.

Raphaela: Und dann habe ich die Helene Frühwirt. Genau, ich hoffe, ich habe es richtig

Raphaela: ausgesprochen. Genau, Helene.

Raphaela: Man weiß dann immer die Nachnamen nicht.

Raphaela: Genau, und die supportet mich. Sie ist ja eben auch Rennfahrerin und dann habe

Raphaela: ich noch die Martina, die ja auch in der Bikebranche besser unterwegs ist,

Raphaela: die mich auch supportet und das ist eben ganz schön, weil die kommt bei mir

Raphaela: daheim ums Eck auch her und da ist jetzt auch eine richtig tolle Freundschaft

Raphaela: zwischen uns entstanden.

Raphaela: Genau, also es wächst gerade so, genau aber da ist halt eben auch wieder das

Raphaela: Thema durch das, dass ich halt allein, also ich glaube es geht noch einiges

Raphaela: mehr aber durch das, dass ich natürlich alleine bin,

Raphaela: dauert das einfach, genau ja.

Andy: Ich habe jetzt gerade nur überlegt, ob die dir dann direkt irgendwie helfen

Andy: können, wenn die sagen, hey, was weiß ich,

Andy: es gibt ja auch bekannte Streamer oder Hip-Hopper, die zusammen mit irgendjemand

Andy: anderem eine Marke aufbauen und dann eine Beteiligung an der Marke oder sowas bekommen.

Andy: Wenn die halt eine große Reichweite mitbringen, kann das ja sinnvoll sein.

Andy: Aber das schwebt dir wahrscheinlich nicht vor, sondern würdest du das eher so machen?

Raphaela: Ja, ich glaube, das ist auch immer ein sehr sensibles Thema. war.

Raphaela: Also ob da auch, also ja, ich habe aber auch darüber noch gar nicht nachgedacht, bin ich ganz ehrlich.

Raphaela: Aber vielleicht ein guter Ansatzpunkt.

Andy: Ja, kannst du ja mal überlegen. Also es war glaube ich jetzt in manchen Beispielen

Andy: ganz erfolgreich, aber häufig kennt man die, wo es nicht geklappt hat,

Andy: ja nicht, weil es die nie in Pressebericht oder sowas schaffen.

Raphaela: Ja.

Andy: Okay. Ja, cool, Raffaella. Ich finde es super interessant. Ich werde es mal

Andy: meiner Frau auf jeden Fall auch vorschlagen, die geht es nicht ganz so oft mit

Andy: mir Mountainbiken, weiß nicht, aber sie ist auf jeden Fall größer als ich,

Andy: die könnte das Problem auch haben.

Raphaela: Vielleicht liegt es an den Klamotten, wenn sie die coolen klamotten hat,

Raphaela: dann fühlt sie sich wohl und dann hat sie bestimmt Bock.

Andy: Das natürlich auch, ja, das natürlich auch, das hat viel mit zu tun, klar.

Andy: Ich wünsche dir viel Erfolg weiterhin und finde es echt cool,

Andy: was du machst und es ist eine super interessante Nische, an die ich noch nie gedacht habe.

Andy: Aber so wird man immer wieder überrascht, wenn man hier so einen Podcast macht.

Andy: Vielen Dank, dass du am Start warst und dann wünsche ich dir weiterhin ganz

Andy: viel Erfolg und heute noch viel Spaß beim Biken.

Raphaela: Ja, vielen Dank. Ja, ich sehe jetzt gerade, ich schaue gerade raus.

Raphaela: Heute Nacht hat es ein bisschen geschüttet.

Raphaela: Und am Vormittag war es noch ein bisschen arg bewölkt und nieslig.

Raphaela: Und jetzt hat es sich aber ein wenig verzogen.

Raphaela: Und jetzt schaue ich jetzt mal einmal den From-East-Trail mitnehmen und dann geht es auch heim.

Andy: Alles klar. Hey, dann ganz viel Spaß und brech dir nichts. Viel Spaß.

Raphaela: Um Gottes willen, niemals.

Andy: Alles klar. Viel Erfolg weiterhin. Ciao, ciao.

Raphaela: Ciao.

Andy: Ja, und das war auch schon wieder Folge 182 von Happy Bootstrapping.

Andy: Vielen Dank fürs Zuhören. Falls du bis hier dran geblieben bist,

Andy: kannst du mir gerne Feedback schicken an hallo happy-bootstrapping.de oder übers

Andy: Kontaktformular auf der Website happy-bootstrapping.de

Andy: Wie immer findest du auch alle Links zum Podcast in den Shownotes.

Andy: Hier auf Instagram von Raph Rocks, den Online-Shop, Rafaela auf LinkedIn.

Andy: Wenn du mit ihr sprechen möchtest, freut sie sich bestimmt. Und auch das Women's

Andy: Bike Camp ist verlinkt, falls du dich für das Thema interessierst.

Andy: Damit du die nächste Folge nicht verpasst, abonniere doch gern den Podcast.

Andy: Das wird mir wirklich sehr helfen, denn in der nächste Woche kommt noch mal

Andy: eine coole E-Commerce-Folge und zwar mit dem Philips von Stuer.

Andy: Die machen gusseiserne Pfannen, komplett made in Germany.

Andy: Und da haben wir über die Reise von Affiliate Blog bis hin zu Crowdfunding und

Andy: der heutigen Größe von Stuer gesprochen.

Andy: Tolle Folge, höre deshalb unbedingt rein nächste Woche 183. Wir hören uns.

Andy: Bis dann. Mach's gut. Ciao, ciao.

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