Bootstrapped zur Nr. 1: Wie Choosy den DACH-Essensplaner-Markt gewann (#163)

Shownotes

Vanessa Westphal ist Mitgründerin von Choosy – dem meistgenutzten Essensplaner im DACH-Raum. Die App plant die Woche intelligent: personalisierte Rezeptvorschläge, Vorratsverwaltung, smarte Einkaufsliste. Choosy denkt wie ein Restaurant – welche Zutaten lassen sich mehrfach verwenden, was passt zum Budget? Das Ergebnis: bis zu 1.000 Euro Ersparnis pro Jahr für Premium-Nutzer.

Das dreiköpfige Team – remote, zusammengefunden über Y Combinator – startete mit einer halben Million Euro Fremdkapital und VC-Wachstumspfad. Zwei Jahre später lagen sie fast bei null. Ein Tipp von Holger Harms (Blinkist) brachte die Wende: bootstrappen, Premiummodell einführen, Fokus auf das Produkt. Letzten Monat: 250.000 Euro Umsatz.

Warum Free-Nutzer den meisten Supportaufwand verursachen, wie Choosy im Play Store Chefkoch überholt hat – und was mit 6,99 Euro Monatsabo und 139-Euro-Lifetime-Deal Richtung USA geplant ist.

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Transkript anzeigen

Andy: Hallo und herzlich willkommen zu Folge 163 von Happy Bootstrapping.

Andy: Mama, Papa, was gibt es heute eigentlich zu essen?

Andy: Mit dieser Frage beschäftigen wir uns bei uns im Haushalt regelmäßig.

Andy: Ich koche so zwei, dreimal die Woche für die Kids und für irgendeinen gibt es immer Theater.

Andy: Für irgendjemand will was anderes, schmeckt es nicht, man braucht eine extra Wurst.

Andy: Und damit es nicht mehr passiert, gibt es die App Juicy. Und ja,

Andy: laut Vanessa, die Mitgründerin von Juicy, ist Juicy die meistgenutzte Essensplanung-App im Dachmarkt.

Andy: Die App plant jede Woche intelligente Rezepte, macht die Vorschläge,

Andy: hilft dir bei der Vorratsverwaltung, smarte Einkaufsliste und, und, und.

Andy: Und mit der Premium-Variante macht das dreiköpfige Gründerteam aktuell 250.000 MRA im Monat.

Andy: Also muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

Andy: Ist eine richtig krasse Nummer und ich fand die Aufnahme super spannend.

Andy: Einmal natürlich weibliche Gründerinnen, suche ich sowieso immer wieder,

Andy: Welche, die haben sich über Y-Combinator gefunden, was für eine Geschichte,

Andy: haben dann erstmal ein Funding eingesammelt und dann den Switch gemacht,

Andy: weil es nicht so funktioniert hat, wie sie wollten, sie in eine andere Richtung wollten.

Andy: Da gab es auch einen Mentor, der sie gecoacht hat und jetzt sind sie komplett

Andy: im Bootstrapping-Modus unterwegs, also nur das Geld ausgeben,

Andy: was wir auch verdienen und das ist ja mittlerweile echt auch eine spannende Sache.

Andy: Wir sprechen neben dem monatlichen und Jahressabscription auch über den Lifetime-Deal,

Andy: den sie aktuell noch anbieten.

Andy: Und das fand ich super spannend, wie auch die ganze Folge. Also hörst du unbedingt an.

Andy: Schick mir gerne dein Feedback oder Fragen an die Vanessa an hallo-at-happy-bootschein.de.

Andy: Gutscheincode gibt es nicht, aber es gibt einen direkten Kontakt zu ihr.

Andy: Und wie das funktioniert, erfährst du natürlich am Ende der Folge.

Andy: So, ansonsten abonniere gerne den Podcast, bewerte ihn, adde mich auf LinkedIn

Andy: und schicke mir Feedback zu der Folge oder auch einfach über das Kontaktformular

Andy: auf happy-bootstabbing.de und jetzt viel Spaß mit der Folge.

Andy: Guten Morgen, Vanessa, und herzlich willkommen bei Happy Bootstrapping.

Vanessa: Guten Morgen, ich freue mich sehr, hier zu sein.

Andy: Ich mich auch. Bei mir scheint ja die Sonne bei dir ein bisschen drüber.

Andy: Und ja, gute Laune, die kommt auf jeden Fall, weil das Wetter schöner wird.

Andy: Für die, die dich nicht kennen, und wahrscheinlich sind es ein paar da draußen,

Andy: kannst du mal kurz zusammenfassen, wer du bist und was du machst.

Vanessa: Klar, gerne. Ich bin Vanessa, Mitgründerin von Choozy. und Chusi,

Vanessa: das ist ein Essensplaner, oder ich sollte sagen, wahrscheinlich der Essensplaner.

Vanessa: Wir sind inzwischen die Nummer eins im Dachraum, also Deutschland,

Vanessa: Österreich und Schweiz.

Vanessa: Und Essensplaner für die, die das wiederum nicht kennen, das ist im Prinzip

Vanessa: eine Hilfe dabei, herauszufinden, was man denn in der Woche kochen kann.

Vanessa: Das ist so, für unsere Großeltern würde ich sagen, war das mal normal,

Vanessa: sich einmal in der Woche hinzusetzen und zu überlegen, was kann man denn kochen,

Vanessa: einfach um Lebensmittel, Müll und Geld zu sparen. Das spart man auch heute noch damit.

Vanessa: Anderer Benefit ist natürlich, sich gesünder zu ernähren.

Vanessa: Und die App, die wir entwickelt haben, die hilft dabei auf sehr intelligente Art und Weise.

Vanessa: Aber ich denke, da gehen wir im Podcast auch noch mal ein bisschen tiefer drauf

Vanessa: ein. Deswegen, da sage ich jetzt noch gar nicht zu viel vorab.

Andy: Auf jeden Fall. Also die Zielgruppe sind dann wahrscheinlich auch vor allem

Andy: Familien dann auch. Oder ist das auch für mich?

Andy: Ich bin ja hier, ich oute mich jetzt mal. In der Regel koche ich viermal die

Andy: Woche für die Kinder zum Mittag, weil meine Frau noch im Büro ist.

Andy: Und das ist natürlich immer schwierig, da was zu finden, was allen drei schmeckt.

Andy: Da wäre es mir natürlich schon recht, wenn ich irgendjemand hätte,

Andy: auf den ich die Essensauswahl schieben könnte.

Andy: Die App hat gesagt, wir müssen heute das kochen, weil wir haben noch das und das im Kühlschrank.

Andy: Okay, ich bin sehr gespannt. Kannst du ein bisschen einordnen, wie groß ist es?

Andy: Du hast gesagt, ihr seid die Größte im Dachmarkt, dann ist das ja wahrscheinlich schon ordentlich.

Andy: Kannst du ein bisschen was zu, wie viele Menschen arbeiten bei euch an der App

Andy: und an der Firma generell? ist ja auch eine richtige Firma, sozusagen.

Vanessa: Ja, Anzahl Menschen ist tatsächlich gar kein guter Indikator bei uns.

Vanessa: Wir sind nämlich ein sehr kleines Team.

Vanessa: Ich finde, das ist auch eigentlich sehr attraktiv im App-Bereich,

Vanessa: dass das durchaus möglich ist, von wenigen Menschen sehr viel zu erreichen,

Vanessa: sehr viele Menschen zu erreichen.

Vanessa: Genau, wir sind zu dritt. Jetzt im März bekommen wir Verstärkung.

Vanessa: Wir überlegen gerade uns noch weitere Verstärkungen dazu zu holen.

Vanessa: Genau, also als Team selbst sind

Vanessa: wir recht klein, aber inzwischen als Business gar nicht mehr so klein.

Vanessa: Also wir haben jetzt letzten Monat 250.000 Euro Umsatz gemacht. Wow, okay.

Vanessa: Kleines, feines Team, aber wir dürfen inzwischen schon sehr,

Vanessa: sehr vielen Menschen im Alltag helfen tatsächlich, was mich sehr freut.

Andy: 52, okay, das ist natürlich schon ordentlich. Das hatte ich jetzt so nicht auf

Andy: dem Schirm, weil ich habe gesehen, also wir sprechen dann nachher über den Preis

Andy: und so und es gibt auch einen Free-Account.

Andy: Ja, super spannend. Wann habt

Andy: ihr, also Also was gibt es noch so für App-Metriken, die interessant sind?

Andy: Kannst du Anzahl Installation vielleicht?

Andy: Oder ist das was, womit man, oder ne, Monty Active Use, das ist glaube ich immer,

Andy: wird immer zitiert sozusagen. sagen.

Vanessa: Ja, es ist total witzig, weil nach Installation oder nach Anzahl Usern fragen vor allem immer VCs.

Vanessa: Okay. Also wir werden, daran kann man immer ganz gut erkennen,

Vanessa: wie stark ist jemand tatsächlich selber im Bootstrapping-Game drin,

Vanessa: also jetzt, wenn man selber eine App hat, oder wie sehr achtet man,

Vanessa: also kennt man die Metriken wirklich und ähm,

Vanessa: Mostly active users ist schon viel, viel, viel relevanter. Was für uns total

Vanessa: relevant ist, ist, wie viel Prozent der aktiven Nutzer subscriben denn für Premium.

Vanessa: Und das ist bei uns als Kennwert 5% bei Duolingo.

Vanessa: Und wir marschieren da gerade auf eine stabile 10% zu.

Vanessa: Also unser Ziel ist, weil wir müssen natürlich, also als wir gedacht haben,

Vanessa: wir gehen den VC-Fahrt, das haben wir am Anfang gemacht, wir haben auch tatsächlich

Vanessa: ein bisschen Geld eingesammelt, kann ich auch was zu erzählen,

Vanessa: war unser Ziel immer Nutzer, Nutzer, Nutzer, maximal viele Nutzer bekommen und

Vanessa: wir haben auch sehr viele Nutzer, aber irgendwann merkt man so, ja schön,

Vanessa: die Nutzer verursachen Serverkosten, die verursachen Supportaufwand und gerade

Vanessa: die, die nichts bezahlen, verursachen immer die meisten Kosten,

Vanessa: den meisten Support-Aufragung, haben den höchsten Anspruch, meckern am allermeisten,

Vanessa: wo wir dann uns denken, so komm, geh einfach.

Vanessa: Also das ist wirklich ganz spannend und die, die dann zahlen,

Vanessa: die haben eine höhere Retention, die kennen das Produkt besser tatsächlich.

Vanessa: Das kennt man auch von sich selbst und auch von tatsächlich witzigerweise,

Vanessa: spannende Auswertung von Ivy League Universitäten gesehen, weil man kriegt inzwischen

Vanessa: Ivy League Kurse ja auch for free komplett, wenn man das möchte über,

Vanessa: diese Education Platz, ich weiß gar nicht mehr wie sie heißt EduOrg,

Vanessa: irgendwie sowas in der und ich habe selbst an einer Ivy League Uni studiert

Vanessa: und deswegen kenne ich die Zahlen

Vanessa: und die haben gesagt bei dem ein und demselben Kurs, wo die Leute im MBA,

Vanessa: 180.000 Euro für zahlen und weil andere das kostenfrei bekommen haben die einmal

Vanessa: Abbrecherquote 98% versus 0%.

Vanessa: Und das spiegelt für mich auch sehr, sehr stark wider, was man auch bei einer App halt eben sieht.

Vanessa: Und deswegen ist es auch immer mein Tipp an Leute, die mit einer App starten,

Vanessa: startet auf jeden Fall auch direkt mit einer Paid-Version. Wir haben es nicht

Vanessa: gemacht und wir mussten erst mal auf die Nase fallen.

Vanessa: Aber es ist so ein guter Indikator, wie relevant das Produkt halt im Alltag

Vanessa: ist und wie viel Zeit sich auch Menschen nehmen, um das Produkt kennenzulernen.

Andy: Ja, jetzt hast du es schon angesprochen. Also ich habe es auf jeden Fall später

Andy: noch drauf, weil es mich immer interessiert, wenn jemand einen Free-Account

Andy: anbietet und du hast die Schmerzen alle schon erzählt. Wir sprechen später nochmal drüber.

Andy: Aber selbst, also ihr habt ja, euer Abo kostet 6,99 Euro im Monat oder 49 im Jahr.

Andy: Das ist ja schon so, selbst wenn ein Premium-Account ein Support-Ticket macht,

Andy: dann muss der ja ein Jahr dabei bleiben sozusagen, dass ich mit ihm dann am

Andy: Ende Geld verdient habe.

Andy: Von daher ist es natürlich super spannend, dass du das dann sagst,

Andy: dass die Free-Accounts den meisten Aufwand machen.

Andy: Okay, gehen wir mal nochmal einen Schritt zurück. Wann habt ihr das Ganze gegründet?

Andy: Du hast jetzt gesagt, ihr habt angefangen auch nur mit einem Free-Account. Wie alt ist die App?

Andy: War das eure erste Gründung? Habt ihr das vom Studium heraus schon gemacht dann?

Andy: Oder was habt ihr vorher gemacht? Wie kam es dazu?

Vanessa: Ja, also unsere Gründungsgeschichte ist tatsächlich ganz spannend, ganz lustig.

Vanessa: Wir drei Mitgründer, wir kannten uns vorher gar nicht. Wir haben alle vorher

Vanessa: in unseren Jobs gearbeitet.

Vanessa: Meine beiden Mitgründer sind noch ein Ticken älter als ich. Die haben jeweils

Vanessa: vorher, ich glaube, zwölf Jahre Berufserfahrung gehabt.

Vanessa: Unser Programmierer, schräger Techie, hat schon immer programmiert.

Vanessa: Da weiß ich gar nicht, wo da Berufserfahrung anfängt und aufhört,

Vanessa: was ich da mit reinziehen sollte oder nicht.

Vanessa: Und hat auf jeden Fall unter anderem die Entwicklung von Bolinda verantwortet.

Vanessa: Das ist so der größte Audible-Konkurrent.

Vanessa: Auch eben eine App kennt man, also hier kennt man je zu Lande nicht so gut,

Vanessa: aber auf der südlichen Hemisphäre kennt man das sehr, sehr gut.

Vanessa: Und genau, ist auch sehr, sehr groß.

Vanessa: Genau, mein anderer Mitgründer kommt aus der Spielebranche und hat dort eben

Vanessa: vor allem so Arten, wie Spiele designt sind, also die Logik beziehungsweise

Vanessa: die Psychologie dahinter, würde ich jetzt mal sagen, wenn ich es richtig beschreiben kann.

Andy: Handy-Spiele dann oder auch ganz normale Spiele?

Vanessa: Also er ist schon sehr, sehr stark App-Branche. Okay.

Vanessa: Budget dafür bekommen habe, das einfach mal so zu machen und ein Entrepreneurship-Programm,

Vanessa: also wirklich Unternehmertum im Unternehmen mit aufgebaut.

Vanessa: Und dabei gemerkt, ich finde Unternehmertum einfach wahnsinnig spannend,

Vanessa: mich interessiert wirklich alles daran, die Strategie, wie macht man ein Produkt

Vanessa: bekannt, warum funktioniert was und warum funktioniert was nicht,

Vanessa: Psychologie dahinter und so.

Vanessa: Genau, und das hat mich dann grundsätzlich zu der Idee gebracht,

Vanessa: dass ich selbst was machen möchte und das, was wir jetzt machen,

Vanessa: habe ich tatsächlich geträumt.

Vanessa: Wir hätten alle unabhängig voneinander den gleichen Wunsch, die gleiche Idee

Vanessa: genau zu diesem Produkt.

Vanessa: Am spezifischsten natürlich mein Mitgründer, der ist Produktdesigner.

Vanessa: Der hatte schon, als wir uns kennengelernt haben, die Marke entwickelt.

Vanessa: Der hatte schon die Designs gemacht. Der hatte schon an einem Gründungswettbewerb

Vanessa: hier in Bochum teilgenommen.

Vanessa: Und zunächst noch mit einem Freund von ihm, der dann rausgegangen ist.

Vanessa: Und dann hat er neue Mitgründer gesucht.

Vanessa: Und er hat das im Internet über die Y-Combinator-Plattform getan.

Vanessa: Also auch eine ganz, ganz große Empfehlung an der Stelle.

Vanessa: Genau, da findet man wirklich tolle Leute. Ich hatte auch irgendwie 20 verschiedene

Vanessa: Gespräche und man merkt sehr schnell, so ein bisschen wie so beim Blind Date,

Vanessa: man merkt sehr schnell, ob es passt oder nicht.

Vanessa: Also mir ging das zumindest so.

Vanessa: Man kann da angeben, also die, ich sage jetzt mal Rahmenbedingungen,

Vanessa: was man für eine Expertise hat, was man sucht, ob man eine Idee hat,

Vanessa: ob man eine Idee hat, ob man eine Idee zu finden, wie viel Zeit man hat und so weiter.

Vanessa: Und dann haben wir uns dort gematcht. Erst meine beiden Mitgründer untereinander

Vanessa: haben festgestellt, hey, uns begeistert das gleiche Thema, wir arbeiten am gleichen Thema.

Vanessa: Und dann eben mit mir als dritte Person dazu.

Vanessa: Das war vor ziemlich genau vier Jahren, ein bisschen mehr als vier Jahren. Ende Januar war das.

Vanessa: Nach 19 Gesprächen, die ich damals hatte, wo ich direkt gemerkt habe,

Vanessa: oh nee, das passt halt gar nicht, war ich dann so, okay, das letzte Gespräch,

Vanessa: was du vor allem hast, kannst du jetzt auch noch machen.

Vanessa: Und dann wusste ich innerhalb von zwei Minuten, that's it.

Vanessa: Ich war mir so sicher, ich war so überzeugt von der Kompetenz meiner Mitgründer,

Vanessa: aber auch, dass es von den Werten her passt.

Andy: Du hast 19 Gespräche gemacht und hast dann trotzdem noch ein 20.

Andy: Gemacht und das war es dann.

Vanessa: Ja, genau.

Andy: Krass, okay.

Vanessa: Ja, es ist wirklich...

Andy: Hast du schon ein bisschen Zeit investiert, oder?

Vanessa: Das sollte man auch tun, weil es ist so wichtig, die richtigen Mitgründer zu haben.

Vanessa: Also man kann natürlich auch alleine gründen und damit auch total erfolgreich sein.

Vanessa: Man braucht nicht unbedingt Mitgründer, aber zu mir hätte es zu dem damaligen

Vanessa: Zeitpunkt nicht gepasst, was alleine zu machen. und deswegen bin ich sehr,

Vanessa: sehr glücklich und dankbar über meine Mitgründer.

Vanessa: Zusätzlich habe ich noch das Glück, dass sich das vom Skillset komplett ergänzt.

Vanessa: Mein einer Mitgründer ist eben, obwohl wir alle recht technisch sind vom Hintergrund,

Vanessa: also mit Elektroinformationstechnik, die zu sein im Team, die das Marketing

Vanessa: macht, sagt auch sehr viel über die technische Ausrichtung des Teams aus, glaube ich.

Vanessa: Wir sehen uns auch wirklich als Tech-Firma und unser nächster Hire ist auch im Tech-Bereich.

Vanessa: Da freuen wir uns auch schon sehr drauf, wenn der Dominik dann zu uns dazukommt.

Vanessa: Genau, ja, das erstmal so zur Gründungsgeschichte. Dann haben wir recht schnell

Vanessa: tatsächlich gelauncht.

Vanessa: Und ich weiß noch, in der ersten Woche, wo wir angefangen haben,

Vanessa: zusammen zu arbeiten, hatten wir auch schon unseren ersten Pitch vor Investoren.

Vanessa: Julius hatte auch schon, also mein Mitgründer Julius, der Produktdesigner ist.

Vanessa: Hatte unsere ersten Investoren schon überzeugt.

Vanessa: Das heißt, es war schon ganz, ganz viel da, auch als ich dann dazu gekommen bin.

Vanessa: Und genau, dann hatte ich meinen

Vanessa: Job innerhalb von einer Woche dann gekündigt. Ich weiß noch genau, 31.

Vanessa: Januar hatte ich mit meinen Mitgründern gesprochen und dann sehr spontan gesagt,

Vanessa: okay, ich versuche jetzt sofort rauszukommen, damit wir halt Vollgas geben können.

Vanessa: Und bin dann auch sehr dankbar, dass ich die Unterstützung von der Firma,

Vanessa: wo ich damals war, auch bekommen habe.

Vanessa: Meine Chefin war da sehr verständnisvoll. Da hätte man durchaus auch anders

Vanessa: reagieren können, weil ich ja nicht drei Monate Kündigungsfrist gehabt.

Vanessa: Und die haben mich dann schneller rausgelassen.

Vanessa: Und dann haben wir innerhalb von einem Monat die erste Version gelauncht.

Vanessa: Die war noch sehr anders, als das, was man jetzt hat.

Vanessa: Ich habe tatsächlich letztens noch zurückgeschaut und dachte mir so,

Vanessa: oh, aber in meinem Kopf war so, weiß nicht, irgendwie, die App sah ja schon

Vanessa: fast immer so aus irgendwie.

Vanessa: Ich weiß nicht, manchmal vergisst man, wie weit man gekommen ist.

Vanessa: Und dann habe ich das so gesehen und dachte mir so, hm, in dem Menü unten fehlen

Vanessa: total viele Punkte und was?

Vanessa: Das hatten wir da drin. Total lustig.

Vanessa: Aber es hat auch damals, also es hat schon von Anfang an tatsächlich recht gut

Vanessa: funktioniert. Wir hatten in der ersten Woche 1500 Downloads.

Vanessa: Ja, und dann ging das recht, also es ging da schon recht schnell.

Vanessa: Wir sind gestartet mit Mikro-Influencern, wenn man das so nennen kann.

Vanessa: Also wirklich, ja doch, also Mikro-Food-Influencer, auch Menschen mit 500 Followern oder sowas.

Vanessa: Und tatsächlich auch waren da welche bei, die jetzt einen großen Account haben,

Vanessa: wo wir uns damals schon dachten, wow, warum haben die nur so wenig Follower, das weiß ich noch genau.

Vanessa: Eine auch Bekannte hier aus Düsseldorf, ja genau, die haben uns am Anfang geholfen,

Vanessa: haben die App promotet über den Zeitraum des Launches und tatsächlich die Zahlen

Vanessa: danach kann ich dir gar nicht genau sagen, wie die sich entwickelt haben.

Vanessa: Aber ich weiß nur, es hat auf jeden Fall, es hat funktioniert und wir hatten

Vanessa: quasi kein Marketing-Budget.

Vanessa: Wir hatten die ersten zwei Jahre fast gar nichts in Marketing gesteckt.

Vanessa: Wir haben eben das Geld dann, also wir haben Geld eingesammelt und wenn man

Vanessa: so Geld einsammelt, also ungefähr eine halbe Million.

Vanessa: Ehrlicherweise, wenn ich jetzt zurückschaue, waren wir damit zu schüchtern.

Vanessa: Wir haben sehr viel Entscheidungen im Hiring getroffen.

Vanessa: Nicht, dass die Leute falsch waren, sondern dass wir,

Vanessa: ich glaube, am Anfang, wenn man so viel Geld bekommt für einen,

Vanessa: das ist ja damals schon viel Geld für fremden Leuten, dann traut man sich nicht,

Vanessa: die Hälfte davon zu nehmen und in wirklich guten Entwickler zu stecken.

Vanessa: Das hätten wir uns niemals getraut.

Vanessa: Aber wenn ich jetzt nochmal jemandem einen Rat gebe, geben dürfte oder meinem

Vanessa: damaligen ich, würde ich sagen, hey komm, investieren richtig,

Vanessa: richtig gute Leute und trau dich auf Geld in Marketing zu stecken.

Vanessa: Das haben wir damals nicht so sehr gemacht.

Vanessa: Deswegen ist es trotzdem gut gelaufen, vor allem für uns gut.

Vanessa: Ich glaube, der Weg, den wir dann eingeschlagen haben, ist genau der, der auch zu uns passt.

Vanessa: Wir wollten dann zwei Jahre später nochmal Kapital einsammeln und dann hat sich

Vanessa: der Markt halt extrem gedreht in der Zeit.

Vanessa: Also hat man auch als Privatperson sehr mitbekommen.

Vanessa: Lebensmittelpreise sind gestiegen, sodass man dann als Privatperson mitkommt,

Vanessa: dass die bekommt von der schlechten Weltwirtschaft und dass jeder irgendwie

Vanessa: so ein bisschen mehr aufs Geld schaut.

Vanessa: Und das war bei den Investoren eben nicht anders.

Vanessa: Und gerade jetzt als App, ich bekomme auch ganz, ganz viele Nachrichten von

Vanessa: App-Gründern, die irgendwie Kapital einsammeln wollen. Es ist wirklich schwierig,

Vanessa: als App Kapital einzusammeln.

Vanessa: Mir war, als wir diese über halbe Million eingesammelt haben,

Vanessa: war mir gar nicht bewusst, wie schwierig das ist.

Vanessa: Also wie oder wie ungewöhnlich das ist, so viel Geld als App einzusammeln. Ja, genau.

Vanessa: Und dann waren wir am Ende vom Geld angekommen und hatten aber noch nicht viel.

Vanessa: Das war das allergrößte Problem, weil wir uns sehr stark eben auf die falschen

Vanessa: Metriken konzentriert haben.

Vanessa: Die Metriken, nach denen halt immer gefragt wurden. Und Investoren haben auch

Vanessa: immer gesagt, ja, Influencer, total wichtig.

Vanessa: Und die Kommission, also dieses Kommissionsmodell mit den Supermärkten,

Vanessa: die waren an ganz anderen Dingen interessiert als das, was wir ursprünglich bauen wollten.

Vanessa: Und da sind wir so ein bisschen vom Pfad abgekommen.

Vanessa: Unser Ziel war es von Anfang an, wir haben einen White Spot gesehen in der Industrie,

Vanessa: in der Kategorie Food & Drinks.

Vanessa: Kann ich gleich auch nochmal mehr darauf eingehen, das ist nämlich super spannend.

Vanessa: Und wir wollten da ein App-Business bauen.

Vanessa: Nicht irgendwie ein Business, was auch eine App hat,

Vanessa: sondern ein App-Business, was denkt wie ein Duolingo oder ein Calm,

Vanessa: was wirklich App-first und wo auch man, das merkt man ja auch an der Qualität

Vanessa: des Produkts, wenn es ein App-Business ist, weil da fließt halt die ganze Energie

Vanessa: rein und bei uns ist die Energie in verschiedene Orte geflossen,

Vanessa: würde ich jetzt mal sagen.

Vanessa: Genau, und das haben wir dann auch sehr stark gemerkt und dann hatten wir das Glück, dass wir,

Vanessa: ein guter Bekannter von mir mich mit dem Holger von Blinkist connected hat.

Vanessa: Und ja, zu dem Zeitpunkt haben wir mit unserer App halt eben noch kein Geld verdient.

Vanessa: Und wir haben halt einen Haufen Nein von Investoren bekommen.

Vanessa: Und ich war ehrlicherweise psychologisch ziemlich am Ende und dachte,

Vanessa: wir haben ein Scheißprodukt.

Vanessa: Und dann sagt der Holger von mir, ihr habt eine krass gute Retention.

Vanessa: Ihr habt ein ziemlich gutes Produkt.

Vanessa: Versucht das mal zu bootstrippen. Und ich dachte, das ist ein Scherz.

Vanessa: Dann habe ich auch selber angefangen zu sehen, wie gut das Produkt tatsächlich

Vanessa: ist und dann haben wir den Bootstrapping-Fad gewählt.

Vanessa: Wir sind wirklich nochmal bei Null gestartet, wenn man so will.

Andy: Und bis dahin war es kostenlos und euch ging es darum, möglichst so viele Geräte

Andy: zu kommen, weil das die Investorenmetrik war sozusagen, oder eine von denen,

Andy: die du jetzt angesprochen hast.

Andy: Und bis dahin gab es gar kein Premium-Modell für die App. Also ich habe für

Andy: die App selber gar nichts bezahlt, sondern ihr habt eigentlich nur über das

Andy: komische Modell von den Supermärkten dann verdient oder so Produktplatzierungen oder sowas.

Vanessa: Ja, genau. Also das war ganz, also rückblickend ist das echt ziemlich witzig,

Vanessa: weil wir halt irgendwie die Hypothese hatten, dass niemand für so eine App zahlen möchte.

Vanessa: Aber die Hypothese hat sich erst über die Zeit entwickelt und sagt,

Vanessa: das allererste Pitch-Tech, was mein Mitgründer gemacht hat, war tatsächlich

Vanessa: genau das, was wir jetzt tun.

Vanessa: Und die Zahlenachsetzung, die er da reingeschrieben hat, ist ziemlich genau

Vanessa: das, wie es sich jetzt gerade entwickelt. Das ist total spannend.

Vanessa: Aber wir sind dann total vom Pfad abgekommen.

Vanessa: Aber wie gesagt, es ist halt Learning, Learning macht man es gut,

Vanessa: wir haben viel dazugelernt und sind jetzt, seitdem wir diese Entscheidung getroffen

Vanessa: haben, sehr, sehr fokussiert, sonst könnten wir mit so wenig Menschen im Team

Vanessa: gar nicht so weit kommen.

Vanessa: Ja, genau.

Andy: Eine Frage noch zu dem, also du hast gesagt, das ist super interessant,

Andy: ich habe wahrscheinlich die Hälfte meiner Fragen schon wieder vergessen, aber das heißt,

Andy: ihr habt euch auf Y-Combinator auf der Plattform kennengelernt,

Andy: das funktioniert auch ohne, dass man im Y-Combinator-Batch drin ist sozusagen.

Andy: Sagen, die haben so eine Matchmaking-Plattform, da habt ihr euch kennengelernt

Andy: und ihr habt dann remote angefangen, an dem Produkt zu arbeiten und dann remote beschlossen,

Andy: du hast die zwei remote kennengelernt, habt ihr euch mal wo getroffen und du

Andy: hast dann gekündigt, weil du gemerkt hast, einfach es funktioniert.

Vanessa: Ja, genau. Wir haben uns remote kennengelernt, da wusste ich aber auch in diesem

Vanessa: Remote-Termin schon, in den ersten zwei Minuten, dass das passt.

Vanessa: Und dann meine ich, haben wir uns sogar den Tag danach persönlich getroffen.

Vanessa: Ich habe da noch in München gewohnt, bin mit einem Zug hochgefahren,

Vanessa: mein anderer Mitgründer in Darmstadt und der Dritte im Bunde wohnt immer noch in Bochum.

Vanessa: Da ist auch der Firmensitz, also sozusagen die offizielle Firmensitz.

Vanessa: Wir sind nach wie vor noch remote, sind auch große Fans davon.

Vanessa: Ich glaube, es erfordert einfach ein extremes Vertrauen, was wir von Anfang

Vanessa: an sehr stark hatten. Bin ich auch sehr dankbar für.

Vanessa: Genau, und Y-Combinator als Plattform kann ich, wie gesagt, sehr empfehlen.

Vanessa: Das ist wirklich eine tolle Match-Baking-Plattform.

Andy: Haben die anderen beiden, also sind sie ja nicht da und können was dazu sagen,

Andy: haben die auch 20 Gespräche geführt, wie du, um jemanden zu finden?

Vanessa: Bei Julius weiß ich tatsächlich die Anzahl gar nicht. Hauke,

Vanessa: also unser Techie, der hat auch ziemlich viele Gespräche geführt.

Vanessa: Die genaue Anzahl kann ich dir tatsächlich nicht sagen.

Andy: Ja, ja, okay. Wann war das so der, also wenn du jetzt zurückgehst,

Andy: du hast jetzt ein bisschen erzählt, ihr habt gegründet dann vor knapp vier Jahren

Andy: oder habt damit angefangen, dann zwei Jahre später kam der Switch zum Bootstrapping.

Andy: Wann hast du, also da war dann die Entscheidung da wahrscheinlich,

Andy: nachdem Holger von Blinkist dann das empfohlen hatte.

Andy: Ja, witzigerweise. Was habt ihr dann geändert?

Vanessa: An der Stelle möchte ich noch mal ganz kurz auch Shoutout an meinen aktuellen

Vanessa: anderen, also meinen Mentor geben.

Vanessa: Das ist der Gründer von Floki Jonas. Der teilt auch ganz viel zum Thema Bootstripping.

Vanessa: Das wäre eigentlich auch mal was, den hier einzuladen. War das schon mal bei dir im Podcast?

Andy: Ne, ne, vielleicht hört er das ja und hat jetzt Bock.

Vanessa: Ich nüge euch mal. Jonas war, Jonas habe ich ganz am Anfang in Berlin kennengelernt,

Vanessa: weil ich dachte, ja, Startup, ich muss nach Berlin. Ich bin da von München nach Berlin umgezogen.

Vanessa: Und ich weiß schon gar nicht mehr, wie wir uns kennengelernt haben und das allererste,

Vanessa: was Jonas zu mir gesagt hat, war, Vanessa habt ihr eine Premium-Version?

Vanessa: Und ich so, nee, bei uns in der Branche, da will keiner verzeihen.

Vanessa: Ich dachte noch so, ja, komm, der macht eine ganz andere App und ich habe auch

Vanessa: gar nicht verstanden zu dem Zeitpunkt. Für mich im Kopf waren wir ein Start-up,

Vanessa: und nicht ein App-Business. Also jetzt sehe ich es halt sehr,

Vanessa: sehr, sehr spezifischer, sehr viel spezifischer und der hat uns halt damals

Vanessa: schon gesagt, was für ihn funktioniert hat und,

Vanessa: Hätte ich damals einfach hingehört, wäre das genau das gewesen,

Vanessa: was wir jetzt getan haben, was auch jetzt funktioniert hat.

Vanessa: Und zwei Jahre später hat uns Holger halt nochmal das Gleiche gesagt und ich so, okay.

Andy: Aber wie habt ihr den Switch dann gemacht? Also habt ihr den Bestands-Free-Kunden-Features

Andy: weggenommen und die in die Premium-Version verschoben?

Andy: Oder habt ihr einfach neue Premium-Funktionen euch ausgedacht und dafür dann Geld verlangt?

Andy: Weil was wegnehmen stelle ich mir immer schwierig vor, psychologisch auch für

Andy: die User, die gewohnt sind, das alles kostenlos ist. Wie habt ihr das gemacht?

Vanessa: Ja, das ist eigentlich jetzt ganz lustig. Wir haben einen Konkurrenten in UK

Vanessa: und die haben auch sehr, sehr viel Geld eingesammelt, also viele Millionen,

Vanessa: die genau diesen Pfad gegangen sind, nämlich Funktionen wegzunehmen und die

Vanessa: waren uns mit dem Launch von Premium ein paar Monate voraus und da haben wir

Vanessa: richtig den Shitstorm gesehen, den das verursacht hat.

Vanessa: Wir haben das nicht gemacht. Wir haben uns jetzt nicht speziell neue Funktionen

Vanessa: ausgedacht, sondern diese Funktionen, die es gibt, die waren schon immer Teil

Vanessa: unserer Vision und Und unsere Vision hat sich dahingehend auch recht wenig verändert.

Vanessa: Also die, die wir von Anfang an für dieses Produkt hatten und für das,

Vanessa: was es im Alltag tun soll und wie man sich damit fühlen soll,

Vanessa: diese Vision ist immer gleich geblieben tatsächlich.

Vanessa: Aber wir hatten halt, also es war einfach der aktuelle Stand des Produkts,

Vanessa: hatte viele Sachen davon noch nicht drin.

Vanessa: Ist ja ganz logisch, wenn man startet, startet man erst mal mit den Hauptdingen

Vanessa: und dann kommen sukzessive mal mehr Funktionen und Aspekte dazu.

Vanessa: Genau, und die, die wir dann hinzugefügt haben, haben wir dann als Teil der

Vanessa: Premium-Version gemacht. Deswegen, Chusi hat eine sehr, sehr,

Vanessa: sehr umfangreiche Free-Version.

Vanessa: Rückblickend würde ich sagen, man kann auch ein bisschen weniger eine Free-Version reinpacken.

Vanessa: Aber das hat sich halt bei uns so ergeben. Deswegen haben wir auch so viele

Vanessa: Free-Nutzer, die uns im Support die Ehre erweisen.

Vanessa: Weil halt die App auch sehr gut for free funktioniert. Aber es gibt inzwischen

Vanessa: auch wirklich tolle Premium-Funktionen.

Vanessa: Seine ganzen Rezepte von Social Media, Notizen und so weiter speichern kann.

Vanessa: Den Vorrat, den du eben erwähnt hast, dass die App einem wirklich dabei hilft,

Vanessa: den Vorrat aufzubrauchen.

Vanessa: Das ist auch was, was sehr unique ist, was es auch in der Kategorie sonst gar nicht gibt.

Vanessa: Da ich spare einfach extrem viel Geld. Also die Leute mit der Premium-Version

Vanessa: sparen so 1000 Euro im Jahr.

Vanessa: Also es ist auch, ich sage immer, es ist die erste Subscription,

Vanessa: die einem Geld spart tatsächlich. Also es ist ein positiver Bisschen.

Andy: Weil ich weniger wegwerfe, oder was? Genau. So viel ist es. Okay, krass.

Vanessa: Ich war auch überrascht. Ich hätte gedacht, dass es weniger ist,

Vanessa: aber ich habe selbst genau die gleiche Erfahrung gemacht.

Vanessa: Also ich habe keine Kinder, ich habe quasi einen Single-Haushalt und ja,

Vanessa: Ich achte wirklich extrem auf meine Ernährung. Ich esse sehr gesund,

Vanessa: sehr abwechslungsreich und ich spare da jetzt.

Vanessa: Also ich achte da jetzt nicht auf das Geld in dem Sinne, sondern es ist so wichtig

Vanessa: für mich, es ist eine wichtige sozusagen Ausgabe für mich.

Vanessa: Obwohl ich das tue, schad ich es regelmäßig für 35 Euro in der Woche einkaufen zu gehen.

Vanessa: Klar, natürlich gibt es auch teurere Wochen, wo man dann den Vorrat wieder aufstockt.

Vanessa: Aber da bin ich schon überrascht. Da hilft die App einfach wirklich extrem und

Vanessa: ich fühle mich einfach auch extrem gut organisiert dadurch. Es ist wirklich

Vanessa: eine Hilfe, es ist krass.

Andy: Liegt das daran, weil Zutaten für Rezepte wiederverwendet werden,

Andy: aber es ist ein komplett anderes Essen.

Andy: Also ist das sozusagen das, du hast da ein Video geteilt, das habe ich auf Instagram,

Andy: das werde ich in den Shownotes auch verlinken, wo man ein bisschen,

Andy: da machst du deinen Kühlschrank auf und hast so eine Inventarisierung und dann

Andy: lässt du dir basierend auf dem, was du im Kühlschrank hast, die ganze Woche planen.

Andy: Jetzt sieht es im Kühlschrank nach recht wenig aus sozusagen.

Andy: Aber du kaufst natürlich noch Sachen dazu. Aber die Dinge, wo du hast,

Andy: die werden bei mehreren Rezepten verwendet.

Andy: Ist das so, wie ein Restaurant halt auch seine Speisekarte macht,

Andy: dass man kein Rinderfilet für drei verschiedene Speisen nutzt und deswegen dann

Andy: das Geschäft am Ende funktioniert, ohne dass man viel wegwirft?

Andy: Ist das so der Trick dabei dann?

Vanessa: Ja, genau. Nur noch viel personalisierter. Also du kannst zum Beispiel sagen,

Vanessa: für mich ist so, ich sage jetzt mal, das klingt jetzt sehr nach Laienkoch,

Vanessa: Aber für mich ist Grünzeug beim Kochen, also mir ist immer wichtig,

Vanessa: dass es Grünes dabei ist, nur als Beispiel.

Vanessa: Und dann ist mir aber egal, ob es jetzt Brokkoli oder Zucchini ist.

Vanessa: Und die kann ich als Alternativen eintragen in der App oder hinterlegen.

Vanessa: Und wenn es dann irgendwie einen Curry gibt, wo Brokkoli drin ist und ich aber

Vanessa: noch Zucchini zu Hause habe, dann sagt die App mir, also weiß die App das.

Vanessa: Und schlägt mir das Rezept trotzdem vor und zeigt mir dann ein alternatives

Vanessa: Verwenden. Und da kann ich dann die Zuckmier rein.

Vanessa: Dadurch hat man einen größeren Rezeptpool, den man verwenden kann.

Vanessa: Man hat mehr Abwechslung drin, aber man wird auch daran erinnert,

Vanessa: hey, kannst du das aufbrauchen, was uns bei dir da im Gemüsefach vergammelt.

Vanessa: Oder halt eben auch, weiß nicht, dann hat man auch mal trockene Zutaten,

Vanessa: also sowas wie Reis oder sowas, was man auch einfach da nicht immer neu kaufen

Vanessa: muss. man kennt das, dann stellt

Vanessa: man so die dritte Reispackung neben der Aspeinung, die so ausscheidet.

Andy: War noch eine da, ja, das kenne ich, das geht mir regelmäßig so,

Andy: weil irgendwo ist dann doch noch eine.

Andy: Du hast, jetzt bleiben wir mal kurz noch bei dem Essensplan,

Andy: wenn ich dann, du kriegst den Vorschlag und dann kannst du die bestätigen oder

Andy: kannst dann sagen, ah, das mag ich nicht, schlag mir was anderes vor und das

Andy: macht er dann auch relativ instant und dann hast du deinen Plan für die Woche,

Andy: so habe ich es verstanden.

Vanessa: Genau, man kann quasi durch die Rezepte durchswipen.

Vanessa: Und die App berechnet kontinuierlich neu, welches Rezept halt da reinpasst.

Vanessa: Wir haben verschiedene, man kann sich das so vorstellen, die App stellt einen

Vanessa: Wochenplan zusammen und dabei achtet die auf verschiedene Dimensionen.

Vanessa: Wir nennen das bei uns jetzt, wir nennen das Scores.

Vanessa: Das ist auf der einen Seite einmal der Geschmack, das kennt man,

Vanessa: also das Prinzip kennt man von Spotify, Netflix und Co.

Vanessa: Dann ist Gesundheit. Also jedes Lebensmittel hat ja einen sehr spezifischen

Vanessa: Fingerabdruck, was da für Nährstoffe drin enthalten sind.

Vanessa: Das kennt man von dieser Tracking-Logik. Chusi macht das aber nach vorwärts.

Vanessa: Vorwärts gedacht sozusagen. Guckt dann, okay, wie kann die Woche möglichst ausgewogen

Vanessa: aussehen, dass sie trotzdem noch deinen Geschmack oder euren Geschmack trifft.

Vanessa: Man kann auch Zutaten ausschließen.

Vanessa: Hilft besonders, wenn man Kinder hat, die gewisse Dinge nicht essen.

Vanessa: Da muss man sich darüber keine Gedanken machen.

Vanessa: Die App sagt dann trotzdem, okay, du möchtest vielleicht High-Protein essen,

Vanessa: das kannst du auch einstellen.

Vanessa: Und achtet dann eben darauf, dass du trotzdem die Nährstoffe,

Vanessa: also dass du die Nährstoffe abdeckst, die du brauchst, mit den Kriterien,

Vanessa: die du eingestellt hast, mit dem Geschmack.

Vanessa: Dann kannst du noch ein Budget einstellen. Da versucht die App auch,

Vanessa: dich in dem Budget zu halten.

Vanessa: Also kennt quasi die Preise von den Lebensmitteln, weiß dann ja,

Vanessa: woraus wiederum das Rezept gemacht ist, guckt, was man wiederverwenden kann

Vanessa: und so weiter und so fort, sodass man halt in dem Budgetrahmen bleiben kann.

Vanessa: Nachhaltigkeit ist auch noch ein Aspekt des CO2- und Wasserverbrauchs,

Vanessa: wobei wir aber auch gemerkt haben über die Zeit jetzt, dass,

Vanessa: auch wenn es schade ist, aber so ist halt die Realität, sich die meisten Leute

Vanessa: aktuell nicht mehr so viel für Nachhaltigkeit interessieren,

Vanessa: sondern mehr auf sich gucken.

Vanessa: Das ist leider so.

Vanessa: Wir hören nicht auf, an der Mission zu arbeiten deswegen, weil Ernährung ein

Vanessa: super relevanter Faktor im Thema Nachhaltigkeit ist.

Vanessa: Aber ja, es ist schon definitiv ein Trend, den wir beobachten.

Vanessa: Es wird mehr aus meinem Leben geschaut und natürlich auch die Gesundheit.

Andy: Was für Features habe ich denn in der Free-Version alle drin?

Andy: Also wenn ich die jetzt runterlade und ausprobiere und was kommt dann in Premium dazu?

Andy: Weil du ja gesagt hast, da ist relativ viel schon in der Free dabei.

Andy: Ich habe gesehen, es gibt 3000 Rezepte schon in der Free-Version oder bis zu 3000.

Andy: Das reicht ja eine ganze Weile, 3000 Rezepte.

Andy: Kannst du mal ein bisschen erzählen, was denn so ist? Es gibt ja auch eine Einkaufsliste,

Andy: habe ich gesehen. Ist die im Free schon dabei? Wie unterscheiden sich die Versionen?

Vanessa: Ja, also die Free-Version ist wirklich schon sehr umfangreich.

Vanessa: Du kannst das, was ich gerade erzählt habe mit den Gesundheitswerten,

Vanessa: du kannst Budget angeben, all das kann die Free-Version auch.

Vanessa: Du kannst Hauptmahlzeiten planen, eben aus den 3000 Mahlzeiten.

Vanessa: Du kannst auch eigene Gerichte hinzufügen.

Vanessa: Das dann aber manuell bei unserem Rezept-Editor, wenn du die importieren willst,

Vanessa: hast du Fear for Free und sonst ist das eben Teil der Premium-Version.

Vanessa: Also dieses automatische Importieren von Instagram, TikTok und Co.

Vanessa: Oder aus Notizen, auch aus Kochbüchern.

Vanessa: Das heißt im Prinzip, wenn man sich da Zeit sparen will, das ist Teil der Premium-Version.

Vanessa: Dann, genau.

Andy: Das heißt Instagram ist quasi, da haben wir ganz viel gespeichert.

Andy: Da gehe ich einfach her, nehme den Link, packe den in die App und dann wird

Andy: erkannt anhand vom Text, anhand der Caption oder anhand vom Video,

Andy: wie muss ich das kochen und was brauche ich für Zutaten.

Andy: Dann auch, also was bei uns immer nicht passt, die Rezepte sind am meisten für

Andy: zwei Personen und dann musst du es für fünf hochrechnen. Was macht das die App dann auch?

Vanessa: Alles automatisch. Ja klar, also ich rechne alles automatisch. Genau, dann.

Vanessa: Auch von allen Quellen. Also Leute nutzen das wirklich, um einfach ihre ganzen

Vanessa: Rezepte an einem Ort zu haben, übersichtlich.

Vanessa: Und die Rezepte werden dann auch von der App wirklich abwechslungsreich eingeplant.

Vanessa: Und vor allem, was man ja auch von Instagram kennt, ist halt,

Vanessa: dass dann, man sieht das Rezept und es spricht einen visuell an,

Vanessa: aber es trifft eventuell gar nicht die Kriterien, die man für ein Rezept unter der Woche braucht.

Vanessa: Mal als Beispiel, unter der Woche hat man meistens so 30 Minuten Zeit zum Kochen.

Vanessa: Auf Instagram-Rezepte, es gibt schnelle Rezepte, aber es gibt auch Rezepte,

Vanessa: die brauchen dann eher so eine Stunde und haben dann vielleicht noch eben Zutaten

Vanessa: drin, die aktuell gar nicht Saison haben.

Vanessa: Das sind alles Dinge, über die sich Creator gar nicht so viel Gedanken machen

Vanessa: oder auch Zutaten, die vielleicht aktuell einfach sehr teuer sind.

Vanessa: Und bei Choosy kannst du einfach alle deine Rezepte reinpacken und die App sucht

Vanessa: dir die intelligenteste Kombi raus für die Woche.

Vanessa: Das ist halt dieses, du hast die Rezepte, das ist genau der Punkt,

Vanessa: weswegen dieses Einkaufen so anstrengend ist, weil man hat die ganzen Rezepte

Vanessa: und denkt so, ja, ich hab's ja, warum ist es trotzdem so anstrengend?

Vanessa: Ja, weil der Punkt die Kombination ist und nicht die Rezepte zu speichern.

Vanessa: Genau, das macht die App eben für dich. Auch in der Free-Version enthalten ist

Vanessa: dann natürlich die Einkaufsdüste, die kannst du ergänzen.

Vanessa: Du kannst auch über Rewe bestellen, wenn du das möchtest, sparst dir dann nochmal

Vanessa: zusätzlich Zeit. Du kannst aber auch selber ganz normal in den Markt gehen und abhaken.

Vanessa: Das ist alles in der Free-Version enthalten. Wenn du jetzt noch mehr Malzeiten

Vanessa: als eine Hauptmahlzeit am Tag planen möchtest, dann sind es quasi dreimal Swipen

Vanessa: in der Free-Version sogar auch noch enthalten.

Vanessa: Rückblickend würde ich sagen, das hätten wir jetzt nicht unbedingt in die Free-Version packen müssen.

Vanessa: Das haben wir tatsächlich bei dem Launch der Premium-Version auch noch für free gemacht.

Vanessa: Da würde ich jetzt heutzutage sagen, komm, da hätten wir einfach direkt eine

Vanessa: Paywall hinmachen können und sagen können, wer mehr als eine Hauptmahlzeit planen

Vanessa: möchte, der kann dann auch wirklich mal zahlen.

Vanessa: Aber ja, haben wir damals nicht gemacht und deswegen ist es auch noch Teil der Free-Version.

Vanessa: Was dann Teil der Premium-Version ist, ist wirklich dieser intelligente Vorrat,

Vanessa: die Alternativen und sowas.

Vanessa: Und das spart dann wirklich zusätzlich nochmal extrem viel Geld.

Andy: Und so High-Protein, glaube ich. Also das ist, als du möchtest High-Protein

Andy: oder Low-Carb oder so spezielle Essenspläne haben.

Andy: Das habe ich gesehen, oder? Das ist auch Premium-Version.

Vanessa: Genau, High-Protein ist Teil der Premium-Version, Low-Carb ist Teil der Premium-Version,

Vanessa: aber ganz, ganz viele Einstellungen. Also alle anderen sind nicht Teil der Premium-Version.

Vanessa: Da sind wir auch sehr großzügig gewesen, muss ich auch rückblickend sagen.

Vanessa: Also man kann bei Choosy wirklich auch alles einstellen von Laktose, Fruktose.

Vanessa: Man kann einstellen, dass man schwanger ist, dass man in der Stillzeit ist,

Vanessa: weil das alles beeinträchtigt, was man für Ausgangsvoraussetzungen hat oder

Vanessa: auch was man für Nährwertbedarf hat. und auch Kinder und sowas.

Vanessa: Also man legt quasi einzelne Personen in der App an, die kann man auch einladen.

Vanessa: Und darauf passiert, berechnet Jusy den Nährwertbedarf. Also niemand in der

Vanessa: Familie wird, ich sage jetzt mal, ignoriert.

Vanessa: Weil bei diesen ganzen Tracking-Apps ist ja immer nur auf einen selbst als Person bezogen.

Vanessa: Und die Realität sieht halt anders aus. Die Realität, wir haben auch eben kurz

Vanessa: drüber gesprochen, die Kinder machen die Saftkur jetzt nicht mit.

Vanessa: Wenn es jetzt aber dahin geht, dass man dann anfangen muss, für jeden in der

Vanessa: Familie einzeln zu kochen oder für sich und die Kinder, dann wird das halt ganz

Vanessa: schnell ganz anstrengend. Und das ist,

Vanessa: Eben unsere Ambition, dass man das nicht muss, weil man sagen kann,

Vanessa: ich möchte Hyprotein, weil ich möchte, habe ein gewisses sportliches Ziel zum Beispiel.

Vanessa: Dann schließe ich die Zutaten aus, die die Kinder nicht mögen.

Vanessa: Ich stelle ein, ich habe 30 Minuten unter der Woche und weiß nicht,

Vanessa: Frau ist schwanger zum Beispiel.

Vanessa: All das kann man einstellen und dann berechnet die App einem das.

Vanessa: Und man kann dann auch auf die, wenn man also in der Planung sieht man einen

Vanessa: Healthscore, da kann man draufklicken und dann kann man auch sehen,

Vanessa: wie die aktuelle Planung für die einzelnen Personen ist.

Vanessa: Also zum Beispiel der Frau Eisen fehlt oder sowas.

Vanessa: Und dann sieht man auch da, was man noch essen kann. Oder Nüsse und Samen zum

Vanessa: Beispiel in der Woche fehlen. Das haben wir ganz oft. Oder Vollkorn fehlt auch häufig bei vielen.

Andy: Und die Kinder können das Essen dann auch bewerten und die App lernt dann,

Andy: was man vorschlagen kann oder wie ist das? Also das wäre jetzt bei uns wichtig wahrscheinlich.

Vanessa: Ja, voll. Das ist total süß. Wir haben ganz, ganz viele Familien,

Vanessa: die so berichten, dass die Kinder deswegen mehr probierfreudiger werden.

Vanessa: Ich sehe das witzigerweise auch direkt an den Kindern von meinen Mitgründern.

Vanessa: Die sind total probierfreudig und die bewerten auch immer das Gericht.

Vanessa: Und man kann die Kinder auch aussuchen lassen, weil man stellt ja sowieso die

Vanessa: Grundeinstellung ein, sagt hier nicht mehr 30 Minuten, bitte nicht das drin,

Vanessa: wenn man kein Alkohol im Essen kann, auch einstellen und dann können die Kinder

Vanessa: einfach durchswipen und wenn sie was anspricht, das auswählen,

Vanessa: dann, ja, also das gibt den Kindern einfach nochmal so ein bisschen so ein Gefühl von Mitbestimmung.

Vanessa: Das funktioniert also von dem Feedback, was wir bekommen, tatsächlich sehr,

Vanessa: sehr gut. Und wenn dann das mal doch nicht geschmeckt hat, dann kann man das auf die App schieben.

Andy: Das ist das Wichtige. Das ist ja wie jetzt das Social-Media-Verbot in Australien.

Andy: Wenn es gesetzlich kommt, dann sind die Eltern nicht schuld.

Andy: Das ist dann in der Erziehung einfacher auf jeden Fall.

Andy: Okay, verstehe. Ja, kannst du die Inventarisierung vom Kühlschrank,

Andy: die machst du aber noch manuell.

Andy: Also da kann ich kein Foto machen und die AI erkennst du wahrscheinlich noch

Andy: zu schwer, weil du kannst ja nicht von Frontalfoto schließen,

Andy: was ist alles drin, wie viel ist die Menge und so weiter. Das mache ich noch manuell.

Vanessa: Ja, genau. Also, wenn man das initial befüllt, dann macht man das manuell,

Vanessa: wenn man dann Schuh sie einfach ganz normal im Alltag nutzt und die Einkaufsliste

Vanessa: nutzt, Einkaufsliste abhakt, du hast in den Vorrat übernommen.

Andy: Genau. Ah, ja, okay.

Vanessa: Mit dem Autoimport, das wünsche ich mir natürlich, aber es ist wirklich ein

Vanessa: bisschen schwieriger, als man denkt, weil letzten Endes eigentlich ist es logisch,

Vanessa: wenn man da irgendwie, keine Ahnung, eine Packung hat, dann weiß,

Vanessa: da kann man ja auf dem Foto nicht sehen, wie viel ist denn da noch drin,

Vanessa: da muss man ja auch als Mensch öffnen, reingucken.

Vanessa: Und halt auch dieses, wenn man ein Frontal ein Bild macht, das ist natürlich

Vanessa: schwierig zu sehen, was dahinter steht.

Vanessa: Das ist im Supermarktregal leichter. Da gibt es im Supermarkt inzwischen ja

Vanessa: schon gute Technologien, wo zum Beispiel ein Roboter am Regal entlang fährt,

Vanessa: um die Bestandsaufnahme zu machen.

Vanessa: Aber da steht dann halt, keine Ahnung, 20 mal passierte Tomaten hintereinander,

Vanessa: nebeneinander. Das ist ein bisschen leichter.

Vanessa: Im Kühlschrank steht das ja nicht so aufgeräumt da in der Regel.

Vanessa: Aber ja, wir denken natürlich auch schon, was es für Lösungen geben kann,

Vanessa: dass der Vorrat noch automatischer wird.

Vanessa: Eine Sache, die schon sehr automatisch ist, ist zum Beispiel,

Vanessa: dass halt Haltbarkeiten hinterlegt sind.

Vanessa: Das kann man natürlich verändern. Aber ganz ehrlich, um damit arbeiten zu können,

Vanessa: also wir haben so ein paar übergenaue

Vanessa: Nutzer, die halt da genau das Haltbarkeitsdatum eintragen wollen.

Vanessa: Das macht in manchen Fällen auch Sinn, aber in vielen ist es so,

Vanessa: wenn es jetzt plus minus ein Tag ist,

Vanessa: dann muss man sowieso gucken, bei Gemüse mal hält es sich länger,

Vanessa: mal hält es sich nicht so lange, da isst man ja selber manchmal und wascht,

Vanessa: dann funktionieren die groben Richtwerte sehr, sehr gut und wenn es dann sich

Vanessa: doch länger hält, toll, dann wundervoll, kann man halt dann auch das später

Vanessa: noch, also kann man auch noch ändern in der App und so lange, ist doch noch halt.

Andy: Okay. Du hast bei den Preisen, haben wir vorhin schon angerissen, 6,99 und 49,99 im Jahr.

Andy: Das ist ja jetzt für das, was du gesagt hast, man kann damit sogar sparen.

Andy: Finde ich ja schon, sind das die Preise, die euer erster Wurf gewesen sind oder

Andy: habt ihr es am Anfang günstiger gehabt und dann irgendwann erhöht? Wie war das?

Vanessa: Wir haben tatsächlich noch nicht so viele Preisexperimente gemacht.

Vanessa: Da kann man wahrscheinlich deutlich mehr machen.

Vanessa: Wir haben jetzt eine Lifetime-Version noch rausgebracht, die sehr gut funktioniert.

Vanessa: Mal gucken, wie lange wir die anbieten werden.

Andy: Was kostet die dann im Vergleich zu dem Jahresabo? Ist das so zweieinhalbmal Jahresabo?

Vanessa: Ja, genau. Also dreimal 39. Aha.

Vanessa: Ja, genau, also die Nutzer bleiben bei uns auch wirklich lange,

Vanessa: weil es ist wirklich die App, wenn man es wirklich, wenn man es schafft,

Vanessa: dass es Teil des Alltags wird,

Vanessa: dann ist es eine echte Hilfe und dann wollen die Leute es auch gar nicht mehr

Vanessa: hergeben, deswegen wäre es für uns dämlich, das Günstige anzubieten.

Vanessa: Und man muss ja auch sagen, man hat ja auch immer den Mehrwert dann noch in die Zukunft.

Vanessa: Man kann zum Beispiel das mit dem Rezept-Importer, kann man ja immer wieder

Vanessa: neue Rezepte importieren.

Vanessa: Wir bringen immer wieder neue Funktionen raus. Deswegen, das war so der Preis,

Vanessa: wo wir es gerade noch wirtschaftlich anbieten können.

Andy: Okay. Wie viele haben das? Also haben dann Leute von free zu Lifetime konvertiert

Andy: oder Leute, die euer Abo bezahlen,

Vanessa: Lifetime und fertig? Beides. Wir haben auch Leute,

Vanessa: die noch innerhalb der Trial-Phase, wir haben eine 7-Tage-Trial-Phase,

Vanessa: direkt dann halt in das Lifetime-Abo wechseln wollen.

Vanessa: Also wirklich, das ist schon krass.

Vanessa: Und wir haben auch immer wieder Nutzer, deswegen eine Free-Version lohnt sich

Vanessa: dahingehend schon. Wir haben immer wieder Nutzer, die die App schon vermitteln.

Vanessa: Drei Jahre nutzen und dann auf einmal anfangen zu bezahlen, wo wir uns so denken.

Vanessa: Warum? Warum jetzt? Aber gut.

Andy: Da müsstest du ja fast ein Interview machen. Also ich hatte neulich einen SaaS-Gründer

Andy: da, der bietet dann in der Onboarding-Mail

Andy: ist drin, hier buch dir ein One-on-One mit dem Founder rein.

Andy: Da könntest du ja bei sowas da mal einen Termin automatisch einbuchen,

Andy: um herauszufinden, warum man nach drei Jahren dann konvertiert.

Andy: Das ist ja schon interessant.

Vanessa: Ja, ich glaube, manche wollen halt einfach kein Abo. Das ist so ein bisschen

Vanessa: so eine deutsche Mentalität. Ich meine, das ist ein bisschen Lifetime dann auf jeden Fall.

Vanessa: Ich meine, initial haben wir die Premium-Maison ohne Inhalt eingeführt.

Vanessa: Das hatte ich gar nicht erzählt. Wir hatten am Anfang ein Supporter-Abo.

Vanessa: Das war das erste Abo, was wir angeboten haben.

Vanessa: Weil Leute gesagt haben, kann man spenden. Das war tatsächlich witzig.

Andy: So ging es los, okay.

Vanessa: Ja, genau. Das war ganz cool. Ja, aber ich denke, es ist halt,

Vanessa: gewisse Leute wollen halt gewisse Funktionen unbedingt haben.

Vanessa: Man merkt es auch, das ist so richtig deutsch. Wir haben irre viele Wünsche,

Vanessa: die uns jeden Tag erreichen.

Vanessa: Und ich habe so ein bisschen den Eindruck, manche Nutzer sagen so,

Vanessa: nee, ich bezahle erst, wenn die genau das umsetzen.

Vanessa: Die verbringen auch gar nicht das Geschäftsmodell dahinter. Die sind so, es ist so witzig.

Vanessa: Also der deutsche Markt ist wirklich speziell. Ich muss sagen,

Vanessa: ich freue mich schon sehr, wenn wir jetzt internationalisieren,

Vanessa: was da einfach für ein anderes Mindset herrscht.

Vanessa: Also ich bin einfach sehr, sehr, sehr gespannt darauf, was da so das Feedback

Vanessa: sein wird und wie anders das Verhalten der Menschen in den jeweiligen Märkten sein wird.

Andy: Das heißt, geht jetzt erstmal nach Europa dann? Oder gleich komplett international,

Andy: also mit USA und allem darunter?

Vanessa: USA, genau. Also wir bringen einfach eine englische Version der App raus und

Vanessa: was jetzt den Inhalt der App anbelangt, spezialisieren wir uns auf USA für die englische Version.

Vanessa: Aber grundsätzlich, in der englischen Version kann es ja prinzipiell jeder nutzen,

Vanessa: aber wenn man jetzt im Bereich Ernährung unterwegs ist, dann weiß man ja,

Vanessa: Ernährungsgewohnheiten sind von Land zu Land so unterschiedlich und eine Lokalisierung

Vanessa: ist bei uns mehr als nur die Sprache anpassen.

Vanessa: Das ist Rezept-Content, das ist Zutaten.

Vanessa: Also wenn man jetzt mal ein Beispiel macht, in den USA wird sehr viel Gemüse

Vanessa: einfach vorgeschnitten gekauft.

Vanessa: Das heißt, es hat einen riesen Einfluss darauf, wie gekocht wird.

Vanessa: Tatsächlich war jetzt die letzten Wochen in Kapstadt und auch da kaufst du Gemüse

Vanessa: in der Regel vorgeschnitten.

Vanessa: Und da gibt es mehr vorgeschnittenes Gemüse in den Regalen als normales Gemüse. Crazy.

Andy: Okay, das hatte ich super.

Vanessa: Ja, das kommt natürlich auch auf den Supermarkt an, definitiv.

Vanessa: Aber es ist schon krass und deswegen das muss man dann schon sehr stark berücksichtigen.

Vanessa: Und das hat natürlich auch einen Einfluss auf die Mengen. Ob man jetzt einen

Vanessa: Brokkoli mit 300 Gramm kauft, also der im Schnitt 300 Gramm hat,

Vanessa: mit das Beispiel 500 Gramm, dann nehmen wir mal 500 Gramm, oder die geschnittenen

Vanessa: Brokkoliröschen, die dann 300 Gramm in der Verpackung haben.

Vanessa: Weil Schusi ist nämlich so intelligent, und das ist unsere Ambition,

Vanessa: dass sie es wirklich an jeder Stelle unterstützt, also dass man halt auch die

Vanessa: Mengen richtig hat, tatsächlich. Mhm, verstehe.

Andy: Wie du hast ein bisschen vorhin erzählt, also jetzt mal so Richtung Marketing

Andy: auf eurem umkämpften Markt, wie du es gesagt hast, du hast gesagt,

Andy: die ersten 10.000 oder 1.000 Installationen, die habt ihr über diese Mikro-Influencer

Andy: mit 500 Followern bekommen.

Andy: Haben die das komplett für umsonst gemacht damals?

Andy: Also einfach damit die Content haben oder haben die irgendwie was dafür bekommen

Andy: für Installationen oder Erwähnungen oder eine Pauschale?

Vanessa: Wir hatten zu dem Zeitpunkt gar kein Geld. Deswegen bin ich sehr dankbar dafür,

Vanessa: dass die uns alle kostenfrei unterstützt haben.

Vanessa: Wir haben die auch alle manuell angeschrieben. Das war extrem viel Arbeit.

Vanessa: Und ja, also muss man echt sagen, da bin ich sehr dankbar, dass die einfach

Vanessa: das Projekt cool fanden.

Vanessa: Ich glaube auch wussten, okay, die sind viele, also viele, mit denen wir zusammengearbeitet

Vanessa: haben, sind auch heute deutlich größer und sind gestartet für sich selbst mit

Vanessa: so einer Ambition, sich was aufzubauen.

Vanessa: Deswegen saß man irgendwie auch in einem Boot, ehrlicherweise.

Vanessa: Und man hat irgendwie so eine Aufmerksamkeit für Ernährung geteilt und wollte

Vanessa: auf seine Art und Weise da den Leuten das Leben schöner und besser machen.

Vanessa: Genau, und deswegen haben die uns einfach so promotet.

Vanessa: Dann später, klar, dauerhaft geht das natürlich nicht und ist auch nicht unser Ziel.

Vanessa: Wir wollen nicht, dass Leute for free arbeiten oder was für uns tun.

Vanessa: Ja, genau deswegen. Also dann haben wir eine ganze Zeit lang erstmal gar nicht

Vanessa: wirklich Marketing gemacht. Dann haben wir gestartet mit Google Ads.

Vanessa: Mit einem mini, mini, mini, mini, mini Budget.

Vanessa: Deswegen also es war auch quasi nichts. Und Meta-Ads halt auch,

Vanessa: als wir gestartet sind. Ich weiß noch, das ist noch gar nicht lange her.

Vanessa: Wir haben letztes Jahr erst mit Werbung auf Instagram gestartet.

Vanessa: Und da haben, ich weiß noch, wir waren auf dem App-Grow-Summit.

Vanessa: Das ist, by the way, auch wenn mir jetzt Leute zuhören, eine meiner Lieblingsveranstaltungen

Vanessa: findet jedes Jahr in Berlin statt.

Vanessa: Ich freue mich auch, wenn hier jetzt jemand da ist, der gerne hinkommen möchte,

Vanessa: nächstes Jahr schreibt mir einfach. Ich freue mich, euch dann auch persönlich kennenzulernen.

Vanessa: Genau, und da haben wir mit Leuten gesprochen und gesagt, ja,

Vanessa: wir möchten ja ein Meta-Ads schalten, starten mit so 1.000 Euro im Monat.

Vanessa: Und da wurden wir komplett ausgelacht. Und dann haben wir Kontakte zu Leuten

Vanessa: bekommen, die halt einfach für große Apps, also zum Beispiel über den Holger

Vanessa: von Blinkist, also für Blinkist oder...

Vanessa: Wie heißt diese Pärchen-App, die jetzt auch recht groß ist? Ich vergesse den Namen, Mama.

Andy: Bamm?

Vanessa: Oder? Nee, nee, das für, was man nachhandelt braucht, wenn man so ein bisschen

Vanessa: Krivo in einer Beziehung hat.

Vanessa: Also ich weiß gerade, irgendwas mit Pär...

Vanessa: Paired, glaube ich, heißt die. Okay. Von das UK, genau.

Vanessa: Also Leute, die halt solche Apps halt groß gemacht haben, diese Apps haben alle

Vanessa: eins gemeinsam, die sind alle VC finanziert.

Vanessa: Und die waren so, ja, wir können anfangen zu sprechen, oder beziehungsweise

Vanessa: wir können gerne mit euch zusammenarbeiten, aber wir müssen schon 30.000 Euro

Vanessa: im Monat dafür ausgeben. Und wir so, Hahaha.

Vanessa: Witz. Und genau, needless to say, wir haben nicht zusammengearbeitet,

Vanessa: sondern haben das dann selber angefangen auch zu bauen und ja,

Vanessa: genau, selber mit den Ads gestartet.

Vanessa: Ich muss aber sagen, Marketing ist so das, was so ganz lange und sehr stiefmütterlich

Vanessa: behandelt haben, wo wir jetzt erst stärker eingehen, weil keiner von uns wirklich

Vanessa: einen Marketing-Hintergrund hat.

Vanessa: Das liegt bei mir und es liegt auch bei mir, mich dann noch mehr mit auseinanderzusetzen.

Vanessa: Und ich freue mich auch, das dieses Jahr wirklich gut zu lernen.

Vanessa: Wenn jetzt hier jemand zuwört, Spezialist im Marketing, meldet euch bei mir,

Vanessa: ich habe immer Bock auf Austausch, gerne auch dazu zu lernen.

Vanessa: Aber das ist echt so ein Thema, ich dachte auch ganz lange, weil es auch so

Vanessa: diesen Mythos da draußen gibt, ein gutes Produkt, das trägt sich von selbst durch die Welt.

Vanessa: Ja, Bullshit. Das ist definitiv nicht so.

Vanessa: Man braucht immer gutes Marketing. Wir haben schon ein sehr,

Vanessa: sehr starkes Word auf dem Hauch und von den Zahlen wissen wir noch,

Vanessa: wir haben ein gutes Produkt.

Vanessa: Aber Marketing, da kommt man halt trotzdem nicht dran vorbei.

Andy: Ich hatte neulich einen SaaS-Gründer, also eine Physiotherapie-Praxis-Software.

Andy: Der hat 70 Prozent, oder das ist auch ein Bootstrap, sind glaube ich zwölf Leute

Andy: oder sowas aus Österreich.

Andy: 70 Prozent der Neukunden kommen über Weiterempfehlungen der Bestandskunden.

Andy: Habt ihr so ein Feature auch drin? Also könnt ihr jetzt ja auch,

Andy: wenn jemand eine Familie zufrieden ist damit, dann kann die das ja anderen Familien

Andy: weiterempfehlen und kriegt dafür einen Monat umsonst oder drei Monate oder was weiß ich was.

Andy: Habt ihr sowas euch mal überlegt oder gibt es das schon?

Vanessa: Überlegt, ja, möchten wir noch einen Baum, definitiv, aber haben wir aktuell noch nicht.

Andy: Okay.

Vanessa: Genau, wir haben also Weiterempfehlungen auf jeden Fall, das ist für uns auch

Vanessa: ein sehr starker Wachstumshebel.

Vanessa: Ich kann dir jetzt tatsächlich gar nicht die genaue Zahl sagen,

Vanessa: aber es ist bei uns auch sehr groß.

Vanessa: Wie gesagt, genau, ich möchte jetzt keine falsche Zahl sagen.

Vanessa: Auf jeden Fall auch eine sehr große Zahl, ich weiß es nicht so genau.

Andy: Was ist dann heute die Hauptquelle für Neukunden oder für Installation?

Andy: Ihr seid ja in den App-Stores wahrscheinlich relativ gut gerankt.

Andy: Ihr habt, ich glaube, 4,8 und 4,9 Sterne jeweils in den App-Stores.

Andy: Oder mehr als 100.000 Downloads bei Google, da sieht man das ja.

Andy: Reicht das schon aus, damit man da Installation bekommt? Bewerbt ihr die App

Andy: dann im App Store selber über das Marketing?

Andy: Kommt da viel her? Sind es eher Paid-Ads, wie du jetzt angesprochen hast,

Andy: auf Instagram, Meta und so weiter? Oder wo kommen die Kunden heute her?

Vanessa: Es ist auf jeden Fall ein Mix. Wir haben Marketing im App Store ausprobiert.

Vanessa: Das war tatsächlich recht teuer.

Vanessa: Deswegen machen wir das aktuell nicht wirklich. Wir haben verschiedene Sachen

Vanessa: ausprobiert. Wir haben letztes Jahr auch TikTok ausprobiert.

Vanessa: Das hat für uns auch nicht so gut funktioniert.

Vanessa: Meta funktioniert für uns ganz gut. Google Ads funktioniert auch ganz gut.

Vanessa: Aber halt tatsächlich viel auch wirklich über Weiterempfehlung.

Vanessa: Unsere Marke jetzt im Such, also um mal so ein bisschen Dazahlen zu nennen,

Vanessa: unsere Kategorie ist in der Suche letztes Jahr um 19% gewachsen und unsere Markenbekanntheit um 150%.

Vanessa: Also viel, viel mehr Leute suchen nach Choosy versus nach unserer Kategorie,

Vanessa: also Essensplanung und so.

Vanessa: Und das ist auch wahrscheinlich auch direkte Weiterempfehlungen,

Vanessa: weil nur dann gibt man ja direkt den Namen ein.

Andy: Oder man liest woanders drüber. Also macht ihr, was macht ihr noch?

Andy: Macht ihr Pressearbeit? Macht ihr noch Influencer Marketing?

Andy: Lohnt sich das noch? Oder was gibt es noch für Möglichkeiten?

Vanessa: Also ganz ehrlich, ich glaube, dass sich schon auch vieles davon lohnt.

Vanessa: Wir haben einfach sehr lange da nicht so viel gemacht.

Vanessa: Wir waren da sehr zurückhaltend damit.

Vanessa: Ruhm zu experimentieren und da auch viel Geld für auszugeben,

Vanessa: auch weil wir es einfach de facto nicht hatten.

Vanessa: Gerade wir sind ja wirklich wieder bei Null gestartet vor zwei Jahren.

Vanessa: Also wirklich, literally bei Null.

Vanessa: Mein Mitgründer und ich haben auch auf Gehalt verzichtet für ein Jahr.

Vanessa: Und das war wirklich bei Null, Null. Wir konnten uns das einfach nicht leisten,

Vanessa: irgendeinen Influencer zu bezahlen.

Vanessa: Und ich bin total froh und dankbar, dass es sich jetzt so gut entwickelt hat

Vanessa: und dass wir jetzt sukzessive einfach mehr ins Marketing investieren können

Vanessa: und auch testen können und sowas, was funktioniert.

Vanessa: Ich persönlich glaube sehr stark daran, dass echter Content für uns sehr wichtig ist.

Vanessa: Also wir haben ein bisschen mit UGC experimentiert.

Vanessa: Ich bin jetzt aber dazu übergegangen, weil wir auch das Glück haben,

Vanessa: dass uns immer wieder Leute bei Instagram einfach so verlinken und ich denke

Vanessa: mir, oh, die haben ja eine Reichweite, irgendwie 20.000, 40.000 Follower oder sowas.

Vanessa: Dass ich dann sage, hey, habt ihr nicht Lust, für uns ein Video zu machen?

Vanessa: Oder auch wenn man einen kleineren Account hat, also auch Shoutout,

Vanessa: falls ihr jemand zuhört mit euch, machen wir super gerne, dass sie dann einfach

Vanessa: so ein, im Prinzip, ein Nutzer Video machen und wir dann entweder da auch Ads

Vanessa: drauf schalten oder halt einfach das gemeinsam posten.

Vanessa: Da haben wir jetzt ein paar Sachen in der Pipeline, die starten wir jetzt.

Vanessa: Weil ich glaube auch, das ist super spannend.

Vanessa: Du hast ja selbst gerade gesagt, dass das Video von mir gesehen,

Vanessa: was ich da gemacht habe für die Planung.

Vanessa: Und ich glaube, dass das viele Leute interessiert, wie andere Leute wiederum

Vanessa: ihr Essen planen, was sie in der Woche einkaufen, wie man sich da organisiert.

Andy: Ich fand es vor allem authentisch, weil es war jetzt kein so ein Hochglanzstudio,

Andy: sonst irgendwas Video, sondern das hast du wahrscheinlich zu Hause bei deinem

Andy: Kühlschrank aufgenommen.

Andy: Korrekt. Muss man ja auch mal wollen, dass man seinen Kühlschrankinhalt teilt.

Andy: Aber das finde ich dann, da bleibst du halt hängen.

Andy: Also ihr habt ja da im Instagram-Kanal und der ist ja jetzt bei euch selber

Andy: gar nicht so groß. Der hat 6.000, 7.000 Follower, wenn ich es richtig gesehen habe.

Andy: Da hast du oben ein paar angepinnte Videos und dann habe ich aber das andere

Andy: gesehen, habe mir das als erstes angeschaut.

Andy: Weil ich das irgendwie, ja, man kann jetzt auch, also weiß nicht,

Andy: ob das dann jeder so macht, aber da habe ich auf jeden Fall verstanden und da

Andy: habe ich, wenn ich ehrlich sagen muss, das habe ich auf der Webseite irgendwie

Andy: ein Stück weit vermisst, so ein Video, wo mir erklärt,

Andy: was macht eigentlich die App und wie kann sie mir helfen, so,

Andy: wie kann es, das ist viel Text, du hast viel Erklärung dazu da, aber wenn du jetzt,

Andy: wahrscheinlich, ich recherchiere halt jetzt für den Podcast,

Andy: aber du discoverst halt die App wahrscheinlich eher im App Store und da wird es dann besser erklärt.

Vanessa: Ja, ja, absolut, das stimmt. Aber nee, hast du voll recht.

Vanessa: Also wir können bei unserem Instagram auf jeden Fall oder bei unserem Social-Media-Auftritt

Vanessa: allgemein noch einiges verbessern. Und ich freue mich da auch drauf,

Vanessa: weil es ist für dieses Jahr geplant.

Andy: Aber so Rezepte generell, die funktionieren ja total gut. Also wenn ich mir

Andy: zwei, drei anschaue, dann kriege ich dann, ist mein ganzer Feed auf einmal voll davon.

Andy: Deswegen hätte ich jetzt gedacht, dass TikTok bei euch noch besser funktionieren

Andy: würde. Warum hat das nicht so funktioniert?

Andy: Also ich habe gesehen, es gibt einen Account, der ist aber, glaube ich,

Andy: im Footer bei euch ist noch nicht mal verlinkt, aber ich habe mir gedacht,

Andy: kann nicht sein, dass es es nicht gibt und habe dann kurz gegoogelt, okay,

Andy: Juicy Essence Blader heißt der Account, ich verlinke sie auf jeden Fall alle,

Andy: ist nicht so groß, aber ich hätte gedacht, dass es da deutlich besser funktioniert,

Andy: noch wie auf Instagram, aber passiert nicht.

Vanessa: Also ich würde sagen, die Stoßfolgerung, es funktioniert nicht,

Vanessa: wäre zu kurz gegriffen. Ähm,

Vanessa: Wir als Team sind einfach überhaupt nicht Social Media affin gewesen die letzten Jahre.

Vanessa: Das ging so weit, dass ich selbst zum Beispiel über ein halbes Jahr lang kein Instagram hatte.

Vanessa: Und Instagram war für mich Äquivalenz zu Social Media. TikTok habe ich sowieso nicht.

Vanessa: Ja, ich würde sagen, deswegen sind wir vielleicht auch nicht unbedingt so die

Vanessa: Experten für gewesen. Ich habe jetzt kapiert, okay, macht Sinn, ist wichtig.

Vanessa: Ich mache das jetzt auch alles privat mit und so. Das Leute folgt uns, it's coming.

Vanessa: Und das andere ist auch, dadurch, dass wie gesagt, es gibt so viel Rezept-Content,

Vanessa: habe ich mich sehr schwer damit getan, zu überdenken, okay, was ist denn wirklich

Vanessa: neuartig und ich bin nicht dieses.

Vanessa: Fein herausgeputzte Instagram-Girl, die dann da total ästhetische Videos macht und bei mir in der Küche,

Vanessa: da geht es auch mal chaotisch zu und da fällt auch mal was runter und ich glaube

Vanessa: halt, wenn es Videos bei uns geben wird, dann werden die auch eher so sein,

Vanessa: aber der Wettbewerb ist da eben sehr, sehr groß, weil es gibt so viele extrem

Vanessa: hochwertig produzierte Rezept- Reels.

Vanessa: Ja, da hat man schon stark Konkurrenz. Das ist ja auch genau kurz am Anfang

Vanessa: angesprochen, dass die Branche, in der wir unterwegs sind,

Vanessa: Also es ist extrem viel Konkurrenz. Ich muss sagen, es ist schon krass,

Vanessa: dass wir mit unserem Mini-Mini-Mini-Team jetzt im Playstore Chefkoch überholt

Vanessa: haben. Das ist eigentlich Wahnsinn.

Vanessa: Wir kämpfen nur gegen Teams an, die viel, viel, viel, viel, viel größer sind.

Vanessa: Zehnfaches, zwanzigfaches Marketingbudget, teilweise sogar noch mehr.

Vanessa: Und von der Teamgröße auch mehr als zehnfach so groß.

Andy: Was denkst du, woran liegt es? Also was ist so das Geheimnis?

Andy: Wir haben jetzt gelernt in den letzten 10 Minuten, Marketing,

Andy: müsst ihr noch viel machen, habt ihr gar nicht so viel Potenzial.

Andy: Aber es hat ja offensichtlich doch sehr gut funktioniert, was ihr bisher gemacht

Andy: habt. Ist das vielleicht nicht sogar das Geheimnis gewesen?

Andy: Oder habt ihr euch so arg aufs Produkt fokussiert und einfach ein gutes Produkt

Andy: gebaut? Ist das das Geheimnis davon?

Andy: Oder wenn du darüber nachdenkst heute, was denkst du, war das Erfolgsgeheimnis jetzt?

Vanessa: Ja, doch, definitiv. Ein sehr gutes Produkt. Definitiv. Also sehr gutes Marketing

Vanessa: war auf jeden Fall nicht unser Erfolgsgeheim.

Vanessa: Aber wie gesagt, was nicht ist, kann ja noch werden.

Vanessa: Und ich denke jetzt, irgendwann fängt es dann an, halt beides wichtig zu werden, aber,

Vanessa: Ein gutes Produkt, ganz ohne Marketing, funktioniert natürlich auch nicht.

Vanessa: Das soll jetzt auch nicht die Message hier sein, das ist mir ganz wichtig.

Vanessa: Aber ein gutes Produkt ist trotzdem sehr, sehr, sehr wichtig und auch den Leuten wirklich zuzuhören.

Vanessa: Im Support, wenn man uns schreibt, man bekommt super schnell eine Antwort.

Vanessa: Und das ist auch unsere Ambition, da persönlich zu sein. Als wir quasi den VC-finanzierten

Vanessa: Pfad gehen wollten und mehr Leute im Team waren, war uns das als Gründer immer

Vanessa: wichtig, die Nachrichten zu lesen.

Vanessa: Das sind so Sachen, die wir auch, wenn wir wachsen, nicht aus der Hand geben

Vanessa: werden, dass wir wirklich nah an den Nutzern dran sind.

Vanessa: Und wenn man zum Beispiel auch auf Instagram schreibt, ist die Wahrscheinlichkeit,

Vanessa: dass man von mir als Antwort eine Sprachnachricht bekommt, wo ich mich einfach

Vanessa: einmal persönlich vorstelle und wirklich auf den Wunsch oder das Problem eingehe.

Vanessa: Und die Nutzer, die lieben mich halt. Und wenn man irgendwie eine Frage hat,

Vanessa: die super spezifisch ist, dann mache ich auch ein Video dazu, um das zu beantworten.

Vanessa: Das ist mir egal, ob das dann der Algorithmus toll findet oder nicht.

Vanessa: Aber wenn jemand eine Frage hat, dann beantworte ich die.

Andy: Und die kommt dann public in den Feeds sozusagen, die Frage dann. Ja, das sage ich gut.

Vanessa: Also es ist jetzt nicht, dass ich immer die Leute sozusagen expose und sage,

Vanessa: hier, die wussten nicht, sondern einfach so. Ich habe dann halt ein Video dazu gemacht.

Andy: Muss passen.

Vanessa: Der Person ist geschafft, genau.

Andy: Ja, okay, verstehe. Also das heißt, du machst auch selber noch Support oder

Andy: ihr drei macht alle Support, logischerweise, wenn ihr jetzt gerade zu dritt seid.

Vanessa: Genau, also mein...

Andy: Ja, das ist ja auch cool. Bist du ja nah dran am Produkt.

Vanessa: Genau.

Andy: Also näher als bei Chefkoch.

Vanessa: Das stimmt. also der bei uns das Produkt designt, macht auch den Support.

Vanessa: Also der Einzige bei uns, der keinen direkten Support macht,

Vanessa: aber natürlich indirekt schon, ist unser Techie, Hauke.

Vanessa: Aber er macht schon was Support, weil wenn irgendwer ein technisches Problem

Vanessa: hat, dann klar, ist es...

Andy: Ja, macht er trotzdem, ja.

Vanessa: Ja, genau. Wo ich Support mache, ist halt eben auf Social Media,

Vanessa: wenn uns irgendwer schreibt,

Vanessa: dann kommt die Antwort von mir und wenn es irgendwas ist, wo ich denke, hey, das ist super,

Vanessa: produktrelevant, man sollte mal wirklich einfach mit meinem Mitgründer sprechen,

Vanessa: dann sage ich das auch und dann sage ich das auch ganz offen,

Vanessa: hier, ich leite dich nicht an Support weiter, weil das so ein Astroschirm ist, sondern sprich mal,

Vanessa: mit Julius, der macht unseren Support und dann können wir ein bisschen besser

Vanessa: verstehen, welcher Wunsch vielleicht hinter dem und dem Funktionsschwund tatsächlich

Vanessa: steckt und dann gucken, wie man das ins Produkt bringen kann auf eine sinnvolle Art und Weise,

Vanessa: weil manchmal wünschen sich Leute auch Dinge und meinen aber eigentlich was ganz anderes.

Andy: Jetzt folgt eigentlich der Blog zum Firmen-Setup, aber da haben wir ja schon

Andy: gelernt, ihr seid drei Geschäftsführer, ihr sucht gerade neue Leute,

Andy: da sitzt der Firma meist in Bochum. Ihr arbeitet remote.

Andy: Ein Thema ist mir aber aufgefallen, ihr seid noch eine UG.

Andy: So, ich darfst dir ein bisschen Umsatzzahlen geteasert. Spielt das überhaupt

Andy: eine Rolle bei einer B2C-App, ob es eine UG oder GmbH ist? Interessiert das jemand?

Vanessa: Null. Also wir haben von unseren Investoren oder den Investoren,

Vanessa: mit denen wir gesprochen haben, immer Kommentare dazu bekommen.

Vanessa: Aber wir haben noch nie von einem Nutzern einen Kommentar dazu bekommen.

Vanessa: Kennt man ja auch selber, also,

Vanessa: Wer weiß wirklich, von wem die Apps sind, die man da auf dem Handy hat?

Vanessa: Wer setzt sich wirklich damit auseinander? Und dann mit der Rechtsform.

Vanessa: Ich glaube, da sind wir auch ein bisschen in so einer Bubble unterwegs.

Vanessa: Unter Unternehmern, Gründern, Bootstrippern und sowas.

Vanessa: Also wenn ich meine Freundin hier aus meinem Ort frage, was eine UG oder eine

Vanessa: GmbH ist, dann gucken die mich an und sagen mir, komm, lass in Ruhe.

Vanessa: Mach dein Business-Kram alleine.

Andy: Okay. Also gibt es da auch keinen, wie das erstmal zu ändern wahrscheinlich, oder?

Vanessa: Für unsere Nutzer auf gar keinen Fall. Und das ist auch genau so dieses Fokusthema.

Vanessa: Also wir machen, und ich denke, das ist ein riesen Geheimrezept,

Vanessa: um erfolgreich damit zu sein.

Vanessa: Wir machen nichts aus Außendarstellungsgründen, aus Vanity-Gründen.

Vanessa: Wir machen Dinge aus der Freude heraus und wir machen Dinge vor allem,

Vanessa: wenn sie unseren Nutzern was bringen.

Andy: Du hast kurz angesprochen.

Vanessa: Ich habe dir auch gesagt, ich habe letztes Jahr alles an Podcasts abgesagt.

Vanessa: Und du meinst auch, du hattest mir letztes Jahr geschrieben oder wir wurden verknüpft. Klar.

Andy: Ich bin ja froh, dass es jetzt geklappt hat. Ich habe ja immer Schwierigkeiten,

Andy: weibliche Gründerinnen zu finden und die dann auch noch etwas Technisches machen.

Andy: Das ist total cool. Von daher vielen Dank auf jeden Fall dafür.

Andy: Ein bisschen, du hast doch gerade beim Firmen-Setup gesagt, du stellst jetzt

Andy: jemand Neues ein, das ist wieder ein Techie, dann wieder für die App-Entwicklung

Andy: oder was ist da der Hintergrund?

Vanessa: Ja, definitiv, genau. Inzwischen ist die App einfach, also wir haben hier sehr

Vanessa: viele Nutzer, sind sehr groß inzwischen auch.

Vanessa: Ein Riesen, also dass das allein überhaupt, dass das eine Person alleine macht,

Vanessa: das ist halt ein Wahnsinn.

Vanessa: Aber wir haben auch so einen Backlog an Dingen, die wir umsetzen möchten.

Vanessa: Deswegen, also eigentlich sind auch zwei dafür zu wenig, aber wir starten jetzt

Vanessa: erstmal und das ist jetzt unser erster,

Vanessa: ja ich würde sagen jetzt zum ersten Mal so, dass wir sagen, okay wir haben halt

Vanessa: darauf geachtet, jemanden ins Team zu holen, wo wirklich alles passt,

Vanessa: so wie man es machen sollte.

Vanessa: Auch jemand, der extrem viel Berufserfahrung mitbringt und nicht halt jemand,

Vanessa: der oder die super jung ist noch.

Vanessa: Und ich glaube, das ist halt so wichtig, dass es vom Team her passt und deswegen

Vanessa: ich freue mich wirklich wie so ein kleines Kind an Weihnachten da drauf,

Vanessa: dass er jetzt bald dann bei uns anfängt.

Vanessa: Und so ist dann auch das Ziel, das Team weiter aufzubauen, dass wir halt lieber langsam da wachsen.

Vanessa: Also für uns die Teamgröße ist wirklich überhaupt keine relevante Metrik. Gar nicht.

Andy: Warum auch, ja. Du hast vorhin kurz angesprochen, dass du in Kapstadt warst,

Andy: dann auch zum wahrscheinlich so Arbeiten.

Andy: Also ist jetzt die Frage, wie ist denn dein Arbeiten für dich?

Andy: Hast du eine normale 40-Stunden-Woche? Arbeitet ihr zu den gleichen Zeiten?

Andy: Habt ihr einmal einen Termin die Woche? Was steht die Woche an?

Andy: Und der Rest ist so im Free-Flow-Modus unterwegs? Oder wie sieht es heute aus,

Andy: wenn man so eine App in der Größe entwickelt?

Vanessa: Ja, also es ist sehr unterschiedlich. Also wir haben schon so Kernzeiten,

Vanessa: zu denen wir gleich arbeiten, aber jetzt nicht so, dass es total abgestimmt ist.

Vanessa: Also das ist jetzt nicht so steif, wie das irgendwie, wenn das vielleicht aus

Vanessa: dem Kopf kommt oder so kennt.

Vanessa: Wir haben einen Termin in der Woche, wo wir uns einmal koordinieren, abstimmen.

Vanessa: Grundsätzlich haben wir das Glück, dass wir mit unserem Geschäftsmodell sehr

Vanessa: wenige Termine haben. Also ich bin auch die mit den meisten Terminen von uns, würde ich sagen.

Vanessa: Weil wir halt, ja, wir haben ja nicht wirklich, wir haben ja keinen Kundentermin.

Vanessa: Ich habe eine Zeit lang Vertrieb gemacht, weil wir auch mit Foodbrands zusammenarbeiten.

Vanessa: Da hatte ich natürlich mehr Termine und wir haben auch immer noch Foodbrandpartner vereinzelt.

Vanessa: Ist aber, wie gesagt, nicht mehr unser Kerngeschäftsmodell. Deswegen fokussiere

Vanessa: ich mich da jetzt auch in der Zeit nicht drauf und ansonsten jetzt zu meinem

Vanessa: Arbeitsalltag, das ist jetzt schon gestartet, sich zu shiften,

Vanessa: weil ich mich nicht mehr auf Social Media fokussiere,

Vanessa: und ja, wenn es jetzt darum geht, halt was zu kochen und das abzufilmen,

Vanessa: wenn ich dann halt abends koche, dann koche ich halt abends,

Vanessa: also es ist wirklich, also ich würde sagen, bei mir ist es dadurch,

Vanessa: deutlich flüssiger geworden im Übergang. Aber für mich fühlt es sich ehrlicherweise

Vanessa: auch richtig an, weil Kochen und Ernährung ein ganz, ganz großer Teil von meinem

Vanessa: Alltag ist und ein ganz, ganz großer Teil von meiner Leidenschaft.

Vanessa: Und ich freue mich jetzt auch darauf, dass ich mich mehr auf Marketing fokussieren

Vanessa: kann und im Prinzip dadurch halt wirklich diesen komplett fließenden Übergang habe.

Vanessa: Also ich finde es super, super cool.

Andy: Ja, okay. Damit wir das mal nochmal verstehen, was du am Anfang gesagt hast,

Andy: Ihr habt am Anfang Investoren genommen, das ist ja immer so mein letzter Abschnitt,

Andy: das Thema Bootstrapping, jetzt seid ihr im anderen Modus unterwegs.

Andy: Habt ihr die dann rausgekauft, die euch ursprünglich Geld, sind die noch drin, haben die noch Anteile?

Andy: Wie sind die mittlerweile, also wie ist da die Zusammenarbeit,

Andy: wenn man normalerweise hat ja ein Investor immer das Ziel, irgendwann einen

Andy: Exit zu machen und dass es verkauft wird.

Andy: Und seid ihr da noch ganz normal zusammen und die kriegen ihre,

Andy: was weiß ich, Erfolgsbeteiligung und ist für die okay? Oder wie läuft das ab?

Vanessa: Ja, also wir haben, als wir uns dazu entschieden haben, den ein bisschen anderen Pfad zu gehen,

Vanessa: es war, ich würde jetzt nicht sagen, es war komplett alternativlos,

Vanessa: aber wahrscheinlich schon sehr, aber einfach das Investmentumfeld zu dem Zeitpunkt

Vanessa: so war, wie es war. und halt, wie gesagt, App-Business.

Vanessa: Das haben wir halt sehr transparent gegenüber gemacht.

Vanessa: Dann haben wir die gepoolt. Wir haben selbst Anteile zurückbekommen,

Vanessa: weil wir auch selbst ins Risiko gegangen sind.

Vanessa: Und das hat auch jeder von denen verstanden. Unsere Investoren sind alle wirklich

Vanessa: sehr fair und tolle Menschen. Deswegen haben wir die auch ausgesucht.

Vanessa: Wir haben auch Investoren drin, die selbst.

Vanessa: Ja, mal halt auch Ups und Downs in ihrem Business mitgemacht haben. Die kennen das.

Vanessa: Nicht alle natürlich. Wir haben ein sehr gemischtes Feld an Investoren,

Vanessa: aber manche von denen kennen das sehr gut und waren von Anfang an so,

Vanessa: ey, wir supporten euch. Das ist total cool.

Vanessa: Wenn ihr jetzt bootstripen wollt, dann macht das so.

Vanessa: Also, muss ich echt sagen, richtig gut.

Vanessa: Und inhaltlich allerdings kann man schon sagen, können uns so Investoren jetzt nicht so viel helfen.

Vanessa: Das ist, glaube ich, aber auch ab einem gewissen Punkt normal.

Vanessa: Weil wenn es jemanden im Außen gibt, der das eigene Business besser kennt als

Vanessa: man selbst und einem bessere Tipps geben kann, dann würde ich sagen,

Vanessa: macht man auch irgendwie was falsch.

Vanessa: Deswegen, also da brauchen wir jetzt unsere Investoren gar nicht.

Vanessa: Also wir schicken denen regelmäßig Updates und dann kommt so,

Vanessa: hey, voll gut, zurück und ein bisschen Lob.

Vanessa: Wir haben dann, also selbst Termine haben wir eigentlich nicht,

Vanessa: außer dass man halt dann eben rechtlich braucht, um zwischen Jahresabschluss

Vanessa: zu machen, einmal zusammenkommen. wobei selbst da bräuchten wir sie eigentlich

Vanessa: nicht, weil wir absolute Mehrheitsanteile halten.

Vanessa: Also wir haben wirklich viele Anteile behalten an der Firma.

Vanessa: Deswegen, aber es ist einfach so, man sieht sich dann mal, auch wenn es digital

Vanessa: ist, aber es ist einfach schön, sich mal wieder zu sehen ab und an.

Vanessa: Und dann treffe ich auch den einen oder anderen Investor mal persönlich.

Vanessa: Eine unserer Investorinnen, die habe ich persönlich auch sehr,

Vanessa: sehr gerne. Die wohnt hier bei mir in der Nähe.

Vanessa: Es ist einfach schön, aber ich würde jetzt sagen, also in unserem Daily Doing

Vanessa: sind wir eine Bootstrap-Firma. Wir haben da jetzt keine Berührungspunkte.

Andy: Und für die ist es so okay, dass sie dann, was weiß ich, kriegen die dann,

Andy: wenn ihr einen Gewinn macht, wahrscheinlich dann ihren Anteil davon und das war's.

Andy: Aber das ist ja für die jetzt wahrscheinlich, willst du als Investor sowas nicht

Andy: im Portfolio haben unbedingt, hätte ich jetzt gedacht, dass man dann irgendwann sagt,

Andy: kauft mir doch die Anteile ab oder was weiß ich, dass zumindest einzelne Investoren,

Andy: die sich gegenseitig zuschachern, sodass das eben auch weg ist von dem eigenen

Andy: Portfolio oder passt das nicht? Ist das alles so entspannt?

Vanessa: Also, ja,

Vanessa: Boah, da habe ich so viele Gedanken zu. Wo starte ich immer?

Vanessa: Also erstmal die Frage, ich verknüpfe dich mal mit Jonas und ich finde,

Vanessa: das ist eine Podcast-Folge wert, weil er nämlich auch, die haben auch Investoren

Vanessa: initial drin gehabt, ein bisschen was, aber sind halt trotzdem ein Bootstip.

Vanessa: Und der kann dazu viel, viel mehr sagen.

Vanessa: Vielleicht schafft er es ja. Dann schaffst du es ihm zu überzeugen.

Andy: Ja, wäre cool, ja.

Vanessa: Genau, und deswegen, ja, natürlich möchten Investoren irgendwann einen Return on Invest sehen.

Vanessa: Das ist erstmal ganz, ganz klar formuliert. Das ist wichtig,

Vanessa: das ist auch richtig so, weil sonst ist es eine Spende.

Vanessa: Ich finde es auch persönlich sehr, sehr wichtig, wenn man Leute mit reinholt,

Vanessa: die an einen glauben, die einem Geld geben, dann möchte ich auch, dass die profitieren.

Vanessa: Das ist mir persönlich total wichtig, wenn jemand an mich glaubt,

Vanessa: dann soll die Person davon profitieren.

Vanessa: Genau, also Gewinnausschüttung ist das eine. Da gab es jetzt auch eine Gesetzesänderung,

Vanessa: was richtig cool ist, dass man Gewinne ausschütten kann, unabhängig von den Anteilen.

Vanessa: Vorher war es so, es muss immer ein Verhältnis zu den Anteilen stehen,

Vanessa: was dann auch eine Firma unter Druck setzen kann, wenn man will,

Vanessa: dass alle irgendwie in einem gewissen Maße ihre Investments zurückbekommen oder

Vanessa: mehr oder was auch immer und dann muss man halt recht viel ausschütten, um das machen zu können.

Vanessa: Aber genau, da sind wir tatsächlich gerade an dem Punkt noch nicht,

Vanessa: wir wachsen, wollen auch als Firma weiterhin wachsen.

Vanessa: Wir haben große Ziele und unsere Investoren unterstützen uns da auch, was super ist.

Vanessa: Aber genau, langfristig können wir uns auf jeden Fall irgendeine Art von Exit

Vanessa: auch vorstellen. Möchte ich jetzt nicht ausschließen.

Vanessa: Und das ist dann wiederum für Investoren von einer Bootstrips-Firma total attraktiv.

Vanessa: Weil, was man nicht vergessen darf, ist, die Anteile verwässern ja extrem.

Vanessa: Also ich bin selbst auch in zwei Startups investiert und die gehen beide einen

Vanessa: ähnlichen Weg, wie wir das jetzt tun.

Vanessa: Ich habe aber auch von anderen Startup-Gründern mitbekommen und auch Investoren,

Vanessa: wie stark Anteile verbessern können.

Vanessa: Und je nachdem, wie die Firma dann performt, ist es gar nicht mehr so ein sexy Investment.

Vanessa: Und deswegen kann das durchaus sein, dass man da jetzt nicht mit diesem 10-fachen

Vanessa: Multiple rausgeht, weil die Person oder die Person,

Vanessa: Der VC oder was auch immer, der Geldgeber, der zuletzt investiert,

Vanessa: der sitzt natürlich am längsten Hebel.

Vanessa: Und je nachdem, in welcher Situation die Firma da ist, werden da sehr unschöne

Vanessa: Liquidation Preferences auch reingeschrieben.

Vanessa: Und also habe ich auch sehr lange gebraucht zu verstehen, dass Anteile,

Vanessa: die in dem Vertrag drinstehen, nicht das einzige ist, worüber man sprechen und verhandeln wollte.

Vanessa: Da gibt es ganz, ganz viele andere Punkte noch und es ist sehr,

Vanessa: sehr, sehr komplex, das Thema. Und deswegen ist es nicht immer der attraktivste

Vanessa: Weg, den Messie fahrzugehen für Angel Investor.

Vanessa: Und es kann sehr attraktiv sein, in eine Firma zu investieren,

Vanessa: die dann am Anfang einfach faire Anteile gibt und die dann nicht verbessern

Vanessa: und dann ein Exit nach ein paar Jahren stattfindet.

Vanessa: Klar muss man natürlich in sich für sein, dass man das Geld dann nicht braucht,

Vanessa: aber ich denke, wenn man als Angel Investor investiert, dann muss man sowieso

Vanessa: eine gewisse Liquidität mitbringen.

Vanessa: Vielleicht, wenn ein, zwei Startups diesen Weg wählen, dass es gar nicht schlecht

Vanessa: ist, sowas als Ausbalancieren halt eben im Portfolio zu haben.

Andy: Du hast vorhin auch so ein bisschen, also danke für die Einordnung,

Andy: Liquidation Preference ist ein wichtiges Wort, glaube ich, das gibt es glaube

Andy: ich auch ganze Podcast-Folgen dazu, die das erklären.

Andy: Das brauchen wir jetzt hier nicht machen.

Andy: Du hast gerade vorhin auch kurz gesagt, dass ihr dann eine ganze Weile auf Gehalt

Andy: verzichtet habt, als ihr einen Switch gemacht habt. Das ist immer so auch eine

Andy: Frage, die ich ganz, ganz stelle.

Andy: Gab es da irgendwelche Momente, wo ihr auch davor wart, hinzuwerfen?

Andy: Also gab es irgendwelche totalen Fuck-Ups, wo ihr überlegt habt,

Andy: einfach einzustellen auch? Oder war das nie ein Thema?

Vanessa: Das ist so spannend.

Vanessa: Ganz ehrlich, das war irgendwie nie ein Thema. Also ich würde sagen,

Vanessa: es war mental extrem herausfordernd.

Vanessa: Ich habe mich viele Monate ziemlich scheiße gefühlt.

Vanessa: Vor allem, also ich kann jetzt nur für mich sprechen. Also ich möchte das bewusst

Vanessa: auch an dieser Stelle tun, weil ich nicht über meine Mitgründer an der Stelle sprechen möchte.

Vanessa: Das ist für jeden herausfordernd. Das lässt sich auf jeden Fall sagen.

Vanessa: Ähm, aber ja, also für mich war es wirklich mental eine extreme Herausforderung

Vanessa: weil ich vorher auch sehr gut verdient habe in meinem Job, ich habe ein sechstelliges Gehalt gehabt,

Vanessa: das kann ich ja nicht schon auf jeden Fall sagen und das dann auf null runter

Vanessa: zu gehen, ist schon scheiße, vor allem weil man natürlich ja aus seinen Lebensstationen

Vanessa: Freunde gewinnt und meine Freunde,

Vanessa: die ich halt zu dem Zeitpunkt hatte,

Vanessa: auch, oder auch immer noch habe dann gut verdient haben,

Vanessa: und ja, kannst du dir so vorstellen, alle verdienen gut,

Vanessa: sind irgendwie so in so einem sehr stabilen Setup, was weiß ich,

Vanessa: als Hochzeitkinder und so weiter.

Andy: Sind jetzt alle Partner in der Unternehmensberatung sozusagen?

Vanessa: Ja, ich habe viele Freunde, die inzwischen, genau da ich das ja selber lange in der,

Vanessa: Unternehmensberatung war, die halt irgendwie den Pfad gegangen sind,

Vanessa: die jetzt auch eine gute Führungsrolle am Konzern haben, da fühlt man sich schon,

Vanessa: kacke und fragt sich, ob das so der Pfad ist, ob man sich das wirklich so gut überlegt hat damals,

Vanessa: als ich da spontan gekündigt habe.

Vanessa: Definitiv. Also solche Gedanken sind mir schon durch den Kopf gegangen.

Vanessa: Aber ich habe also im Sinne von, dass ich mich selbst schlecht deswegen gefühlt

Vanessa: habe, aber für mich gab es trotzdem nie den Punkt, wo ich hätte hinwerfen wollen.

Vanessa: Ich kann dir gar nicht sagen, warum. Irgendwie immer dran geglaubt.

Andy: Sind die heute neidisch auf dich, die Unternehmensberaterfreunde,

Andy: weil die müssen weiterhin das machen, was man ihnen sagt oder was der Kunde

Andy: sagt und du bist du ein Stück weit freier und verdienst du dir jetzt auch ganz

Andy: ordentlich sein bei den Zahlen?

Andy: Also geht es jetzt andersrum?

Vanessa: Also,

Vanessa: Ich glaube, es gibt einfach unterschiedliche Typen von Menschen.

Vanessa: Für mich war Freiheit schon immer ein großer Antrieb und das ist mir auch nach wie vor sehr wichtig.

Vanessa: Also Freiheit und Erfüllung sind die größten Antriebe für mich in meinem Leben.

Vanessa: Und das spüre ich beides sehr stark, bin ich sehr dankbar für.

Vanessa: In der Unternehmensberatung, ich würde sagen, ich habe nie ganz richtig reingepasst.

Vanessa: Ich habe reingepasst insofern, dass ich Unternehmensstrategien liebe,

Vanessa: sehr strategischer Mensch bin.

Vanessa: Aber ich war immer die im Corporate, die einfach so ein bisschen rebellisch war.

Vanessa: Die grundsätzlich, wenn sie eine Aufgabe hat, auch überlegt hat,

Vanessa: was man stattdessen noch tun könnte.

Vanessa: Und ja, ich würde eher sagen, ich habe da Leute getroffen, nicht alles,

Vanessa: es haben auch tatsächlich einige gegründet inzwischen, aber die,

Vanessa: die jetzt, viele, die jetzt noch da sind, die sind halt auch da,

Vanessa: weil die den Weg einfach mögen.

Vanessa: Ich dachte immer am Anfang, dass alle, ich dachte immer eine Zeit lang,

Vanessa: jeder möchte in die Unternehmensführung gehen und dachte immer so,

Vanessa: okay, das sind einfach nicht so viele Leute, weil es halt so schwer ist,

Vanessa: da hinzukommen. Ja, es ist nicht so einfach.

Vanessa: Also man hat Hürden, aber ich habe sehr spät erst verstanden,

Vanessa: dass das gar nicht jeder möchte.

Vanessa: Und ich habe zum Beispiel eine sehr gute Freundin, die ist Beamtin,

Vanessa: die ist damit extrem glücklich.

Vanessa: Und das bringt mich auch immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück,

Vanessa: zu sehen, dass man mit sehr vielen unterschiedlichen Menschen.

Vanessa: Berufen sehr glücklich sein kann und ich bin auch sehr dankbar dafür, dass nicht,

Vanessa: jeder einen Memo-Job haben möchte, bei dem er oder sie in, keine Ahnung, in Kapstadt ist,

Vanessa: sondern dass es auch Menschen gibt, die, ich habe eine andere Freundin,

Vanessa: die arbeitet in der Gynäkologie in einem Krankenhaus und das ist auch wichtig

Vanessa: und sie liebt ihren Job auch sehr und die Menschen sind,

Vanessa: deswegen bin ich einfach, also würde ich sagen, es gibt da keinen,

Vanessa: Kein Grund, neilig auf irgendwas zu sein.

Vanessa: Es ist einfach wichtig, wenn man weiß, das ist mein Weg, dass man sich dann

Vanessa: auch traut, den zu gehen.

Vanessa: Und das ist egal, ob das in der Unternehmensberatung ist oder eben im Krankenhaus, in der Pflege.

Vanessa: Und ich würde mir auch wünschen, dass wir das mehr als äquivalent ansehen,

Vanessa: auch wenn vielleicht Gehälter unterschiedlich sind.

Vanessa: Für mich hat das alles den gleichen Wert.

Vanessa: Es ist wirklich, also gerade halt die Sachen in der Pflege, es ist so wichtig,

Vanessa: dass es Menschen gibt, die das tun.

Andy: Ich finde, das ist ein schönes Plädoyer. Es gehört trotzdem besser bezahlt,

Andy: auf jeden Fall, würde ich sagen.

Andy: Ja, zum Schluss interessiert mich immer ganz gern noch bei allen technischen

Andy: Dingen, die du machst und Arbeiten und so weiter.

Andy: Bei was kannst du total, also was funktioniert für dich gut zum Abschalten?

Andy: Um dich, gibt es Momente, wo du mal gar nicht ans Business denkst und wie du

Andy: die Strategie weiterentwickeln kannst, die App weiterentwickeln kannst,

Andy: was ihr alles machen könnt. Bei was kannst du besonders gut abschalten?

Vanessa: Zwei Dinge helfen mir dabei sehr zum Abschalten, helfen mir Natur.

Vanessa: Also ich wohne hier, wo ich wohne, sehr nah am Wald. Da gehe ich sehr gerne

Vanessa: hin. Ich bin jeden Tag in der Natur.

Vanessa: Jetzt habe ich tatsächlich auch in Kapstadt gemerkt, dass mir der Wald fehlt.

Vanessa: Hätte ich nicht mehr als gedacht, weil ich vorher in meiner Großstadt gelebt

Vanessa: habe und mich die letzten zwei Jahre einfach so stark daran gewöhnt habe.

Vanessa: Und das andere ist, das ist gar nicht ein Tool, um direkt abzuschalten, aber es macht was.

Vanessa: Also es hat sehr viel mit mir gemacht, also wir kennen auch so eine klassische

Vanessa: Dankbarkeitspraxis, also wenn man sich überlegt, okay, wofür bin ich dankbar,

Vanessa: hat mir sehr geholfen oder hilft mir einfach jeden Tag, noch mehr Leidenschaft

Vanessa: für das Business zu haben, sodass

Vanessa: ich, wenn ich dran denke, auf so einen positiven Mindset dran denke.

Vanessa: Weil das ist, glaube ich, wirklich viel, viel mehr der Punkt,

Vanessa: wenn ich an das Business denke, egal was ich tue und ich denke da aus dem Stress

Vanessa: heraus dran, dann macht das viel mehr mit mir, als wenn ich daran denke und

Vanessa: es ist irgendwie ein inspirierter Gedanke.

Vanessa: Man kennt das zum Beispiel, man steht unter der Dusche oder sowas,

Vanessa: da macht irgendwas völlig anderes, es hat auf einmal eine Idee.

Vanessa: Und diese Idee ist ja total positiv, das möchte ich ja haben.

Vanessa: Das ist ja nichts, was ich wegdrücken möchte, wo ich irgendwie sage,

Vanessa: nein, meine Work-Life-Balance sagt jetzt, jetzt ist, keine Ahnung,

Vanessa: 20 Uhr, ich stehe unter der Dusche Und ich darf auf gar keinen Fall ans Business

Vanessa: denken, sonst bin ich ein schlechter Mensch und habe meine Work-Life-Balance

Vanessa: nicht unter Kontrolle. So ist das ja nicht.

Vanessa: Das geht ja eher so wirklich darum, aus welchem Mindset denke ich da dran.

Vanessa: Und genau deswegen, diese beiden Dinge helfen mir.

Andy: Das ist schön, dass du das sagst. Es ist aber schwierig wahrscheinlich,

Andy: wenn man ein rein digitales Produkt baut.

Andy: Ich habe einen Freund, der ist Architekt und der ist dann regelmäßig natürlich,

Andy: der sieht, was er schafft.

Andy: Der macht einen Entwurf, dann geht er auf die Baustelle, dann wird es so umgebaut

Andy: und dann ist er irgendwann fertig. Und dann, ah, das habe ich gemacht.

Andy: Das ist ja bei einem digitalen Produkt eher schwieriger. Jetzt siehst du natürlich

Andy: die App, aber wie macht ihr das dann so im Team?

Andy: Nimmst du positives Feedback und Kommentare, die ihr für die App bekommt?

Andy: Und ihr habt ja auch viele positive.

Andy: Klebst du die wohin? Tut du die wo teilen? Ist das auch so ein Teil der Praxis

Andy: dann, dass man merkt, was man denn eigentlich tut?

Vanessa: Ja, das hat tatsächlich meinen Mitgründer eingeführt, dass er,

Vanessa: wir haben so einen Feedback-Channel bei uns im Slack und er teilt da regelmäßig

Vanessa: Feedback und ich habe auch angefangen, dann auch ab und an was zu teilen,

Vanessa: aber er bekommt natürlich super viel Support und ab und an auch mal so einen

Vanessa: Playstore-Kommentar oder einen Win, genau,

Vanessa: da haben wir einen extra Channel für, aber stimmt natürlich,

Vanessa: mit einem digitalen Produkt, ich sehe ganz oft so auf LinkedIn Leute,

Vanessa: die halt irgendwie so ein physisches Produkt haben oder auch auf Instagram,

Vanessa: jetzt wo ich da ein bisschen mehr unterwegs bin wieder und das fehlt mir schon.

Vanessa: Also ich wünsche mir schon jetzt für die Zukunft für uns auch so ein paar vielleicht

Vanessa: Kooperationen in der realen Welt, wenn man so sagen kann, wo man irgendwie das

Vanessa: so ein bisschen mehr was zum Anfassen machen kann.

Vanessa: Also genau, wenn jemand zuhört mit irgendwie einem Produkt oder sowas und Bock

Vanessa: hat zu kooperieren, denkt, hey, das passt.

Vanessa: Bessensplanung mit Ernährung ist ein Thema für uns. Dann gerne melden.

Vanessa: Weil das ist wirklich was, was ich mir auf jeden Fall wünsche,

Vanessa: dass man noch so ein bisschen mehr,

Vanessa: Connection in der realen Welt.

Vanessa: Aber es hat natürlich auch Vorteile. Also dadurch, dass man halt so ein digitales

Vanessa: Produkt hat, hat man halt auch eben die Freiheit, die ich mir da ja auch eigentlich

Vanessa: für mich gewünscht habe.

Vanessa: Deswegen ist es immer für und wieder und ich glaube, es gibt auch da kein richtig und falsch.

Vanessa: Man muss einfach für sich gucken und ich sag, ein zweiter Lieblingssets ist

Vanessa: von einer Freundin von mir, der es mal zu mir gesagt hat, wo ich immer so viel

Vanessa: an mir gezweifelt habe. Aber dann meinte sie, the grass is greener where you

Vanessa: water it. Und das stimmt halt.

Vanessa: Ja, versuche ich mich immer daran zu erinnern.

Andy: Das ist doch ein schönes Schlusswort, würde ich sagen. Jetzt haben wir auch

Andy: noch intensiv gesprochen.

Andy: Vielen, vielen Dank auf jeden Fall für die Offenheit und das Teilen.

Andy: Und dann, ja, für dieses Jahr habt ihr dann Internationalisierung vor?

Andy: Habe ich es richtig verstanden? USA, wann geht es los? Oder habt ihr da einen

Andy: Meilenstein bis zum Jahresende? Wie plant ihr da voraus?

Vanessa: Ja, also Ziel ist auf jeden Fall, dieses Jahr die Internationalisierung zu starten.

Vanessa: Ob wir dann auch den Launch dieses Jahr schaffen, das kann ich noch nicht sagen.

Vanessa: Wir wollten ursprünglich schon viel eher internationalisieren und haben dann

Vanessa: gemerkt, wir haben deutlich mehr Umsatzpotenzial im Dachraum,

Vanessa: als wir das jemals für möglichkeiten hätten.

Vanessa: Und deswegen haben wir jetzt nochmal ein bisschen umgeschiftet,

Vanessa: auch schon vorher, auch schon letztes Jahr und gesagt, okay,

Vanessa: wir machen erst noch die und die Funktionen, die wir reinbringen wollen.

Vanessa: Deswegen ganz genau kann ich es dir noch nicht sagen.

Vanessa: Ich glaube, das ist auch was zum Bootstrapping so ein bisschen dazugehört,

Vanessa: dass man so guckt, okay, was funktioniert jetzt, was machen wir als nächstes

Vanessa: und nicht eine unrealistische Planung für die nächsten fünf Jahre macht,

Vanessa: die man dann alle drei Monate überarbeitet, sondern nur sagt,

Vanessa: okay, wir kennen den nächsten Schritt und auf den fokussieren wir uns.

Andy: Ja, cool. Das finde ich ja auch eine schöne Flexibilität.

Andy: Es kann ja auch wieder was am Markt passieren, man muss schnell reagieren und

Andy: kann es dann aber auch, weil man eben ein kleines Team ist und mit niemandem

Andy: sich abstimmen muss. Okay, ja spannend.

Andy: Ja, vielen, vielen Dank und dann euch weiterhin viel Erfolg und ja,

Andy: würde mich freuen, wenn der ein oder andere, den du jetzt erwähnt hast,

Andy: sich melden bei dir mit den Challenges, aber auch die potenziellen Gäste.

Andy: Das wäre natürlich auch spannend.

Andy: Ja, vielen Dank und weiterhin viel Erfolg.

Vanessa: Ja, danke schön.

Andy: Mach's gut, ciao. Und das war auch schon wieder Folge 163 von Happy Bootstabbing.

Andy: Wie hat es dir denn gefallen?

Andy: War alles für dich drin? Sind irgendwelche Fragen offen?

Andy: Meld dich gern einfach per Mail an hallo-bootstabbing.de oder das Kontaktformular auf der Website.

Andy: Kannst du auch gern Vorschläge für neue Gäste schicken oder falls du selber

Andy: denkst, hey, ich habe auch so eine Story, wie die Vanessa hat zu erzählen,

Andy: Auch wenn es ein bisschen kleiner ist, absolut kein Problem.

Andy: Bin an allem sehr interessiert, melde dich daher gern.

Andy: Ansonsten gibt es einen direkten Kontakt zu Vanessa über die Shownotes,

Andy: da ist ihre E-Mail drin, falls du einen Gutscheincode haben willst oder eine

Andy: andere Idee hast oder dich für die Head-of-Marketing-Stelle interessierst,

Andy: kannst du den dann gerne nutzen.

Andy: Ansonsten abonniere die Folge gerne oder kommentiere die Folge auf YouTube und

Andy: abonniere den YouTube-Kanal.

Andy: Da gibt es das jetzt auch live und in Farbe, also nicht live, aber eben farbig.

Andy: Auch da würde mich dein Feedback interessieren und wahrscheinlich sind es viel

Andy: zu viele Call-to-Actions jetzt.

Andy: In der nächsten Woche habe ich einen coolen Gast und zwar den Ben von den Kaffeemachern

Andy: aus der Schweiz. Und das ist wirklich super interessant.

Andy: Vom Gastro zur eigenen Kaffee-Rösterei, Online-Shop, Kaffeetraining und sogar eine eigene Plantage.

Andy: Also Wahnsinn-Story, auch echt ein großes Business. Super interessant.

Andy: Habe mir jetzt auch wieder Kaffee bestellt.

Andy: Hör da gerne nächste Woche rein, dann in Folge 164. Wir hören uns. Mach's gut. Ciao, ciao.

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