1.800 Kunden: Wie Andreas Wittig mit seinem Bruder vier AWS Marketplace Produkte und mehr betreibt (#160)
Shownotes
In Folge 160 spreche ich mit Andreas Wittig, der zusammen mit seinem Bruder Michael seit elf Jahren die widdix GmbH betreibt – zu zweit, ohne Angestellte, mit 1.800 Kunden weltweit. Die beiden haben sich auf Produkte rund um AWS spezialisiert und den Sprung vom Consulting zum reinen Produktgeschäft geschafft.
Angefangen hat alles bei einem Fintech-Startup in Stuttgart, das scheiterte. Andreas und Michael machten sich mit ihrem frisch aufgebauten AWS-Know-how selbstständig, schrieben zwei Fachbücher und begannen neben dem Consulting nach der 80/20-Regel eigene Produkte zu entwickeln. Ihr Virenscanner für Amazon S3 – Bucket AV – wuchs langsam, aber stetig und ist heute ihr größtes Produkt mit 60–70 Prozent US-Kunden.
Andreas spricht offen über die Herausforderung, vier Produkte zu zweit zu betreiben, über Pricing-Experimente, die ISO-27001-Zertifizierung für rund 10.000 Euro pro Jahr und warum er nach elf Jahren Selbstständigkeit mit seinem Bruder noch nie ernsthaft Streit hatte.
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Links zum Podcast
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- bucketAV Virus und Malware Scan für Amazon S3 und Cloudflare R2
- attachmentAV Antivirus für Salesforce, Atlassian, WordPress, API und mehr
- Self-hosted GitHub Action runners für AWS
- Marbot - Event-driven AWS Monitoring
- Artikel: AI is Killing B2B SaaS
Buchtipps:
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Transkript anzeigen
Andy: Hallo und herzlich willkommen zu Folge 160 von Happy Bootstrapping.
Andy: Guten Morgen Andreas und herzlich willkommen bei Happy Bootstrapping.
XXXX: Hallo Andi, freut mich.
Andy: Ja, mich freut es vor allem. Wir kennen uns jetzt ja schon ein bisschen länger, zumindest digital.
Andy: Und ich bin jetzt schon sehr gespannt auf das, was wir jetzt alles gleich durchkauen werden.
Andy: Für die, die dich nicht kennen, erzähl doch mal, wo kommst du her und mit was
Andy: beschäftigst du dich den ganzen Tag?
XXXX: Ja, ich bin so vor 15 Jahren so ein bisschen in den AWS, Amazon Web Services Topf gefallen.
XXXX: Und seitdem beschäftige ich mich eigentlich mit dem Thema so rund um die Uhr.
XXXX: Am Anfang viele Kunden beraten, wie man Infrastrukturen dort aufbaut.
XXXX: Und mittlerweile baue ich zusammen mit meinem Bruder Produkte,
XXXX: hauptsächlich eigentlich für Kunden, die Infrastruktur bei AWS laufen haben.
Andy: Und wie heißt die Firma dahinter?
XXXX: Die Firma heißt Wittix, so ein bisschen abgewandelt wie unser Nachname Wittig.
Andy: Wie heißt das? Dann WITIC Digital sozusagen oder wo steht die Abkürzung?
XXXX: Ja, um ehrlich zu sein, wir haben einfach einen Firmenname gebraucht und wir
XXXX: hatten noch die Domain irgendwie mal aus Spaß registriert und dann wurde das
XXXX: irgendwie der Firmenname.
XXXX: Es hat jetzt nicht so eine wahnsinnig tiefe Geschichte, aber das war einfach
XXXX: gerade, was wir hatten und was wir dann genommen haben.
Andy: Und in Kürze, wir gehen ja nachher noch einen Deep Dive zu den Produkten,
Andy: aber ihr habt zumindest mal vier Produkte, von denen ich weiß.
Andy: Einmal ist es Attachment AV, also ein Attachment-Antivirus-Gen.
Andy: Das Ganze gibt es noch für Buckets, also für S3-Buckets.
Andy: Dann gibt es einen Hyper-Enf, das sind sozusagen Private Runner für AWS.
Andy: Und es gibt noch den Marbot, was so ein Monitoring-Alerting-Tool ist.
Andy: Genau, das ist gut zusammengefasst. Ist es richtig? Ja, ist gut zusammengefasst.
Andy: Und das macht die WIDIX GmbH und ihr seid nur zu zweit?
XXXX: Genau, wir sind zwei, mein Bruder Michael und ich. Wir sind zu zweit,
XXXX: seit elf Jahren zusammen eine Firma.
Andy: Und damit wir ein bisschen einschätzen können, wie groß ist das Ganze?
Andy: Kannst du uns grob sagen, wie viele Kunden habt ihr?
Andy: Ist das überhaupt so einfach zu sagen? Es gibt ja so ein per CPU-Pricing teilweise.
Andy: Wie viele Kunden habt ihr? Wie viele Umsätze macht ihr?
XXXX: Ja, wir haben 1800 Kunden so über alle Produkte zusammen. Also schon ganz schön
XXXX: gewachsen über die Zeit.
XXXX: Und haben früher viel Consulting gemacht und haben das abgelöst sozusagen,
XXXX: jetzt machen wir nur noch Produktentwicklung und Vertrieb.
Andy: Produktentwicklung, Vertrieb, Balancing zwischen den vier Produkten sozusagen.
Andy: Und ihr macht alles selber. Also auch bis zum Support runter sozusagen.
XXXX: Ja, wir machen alles selber bis zum Support. Wir haben ab und zu arbeiten mit
XXXX: Freelancern zusammen, die uns beim Entwickeln von spezielleren Sachen dann helfen,
XXXX: weil sie da mehr Expertise haben.
XXXX: Zum Beispiel haben wir gerade einen Salesforce-Entwickler als Freelancer drin,
XXXX: der uns da hilft, eine App zu bauen.
XXXX: Wir haben immer wieder mal welche, die helfen uns mit Design, Webseiten, sowas.
XXXX: Manchmal mit Marketing-Experten, die wir hinzuziehen, aber ja,
XXXX: eher so für Projekte und nicht jetzt die ganze Zeit dabei.
Andy: Okay. Umsätze bist du jetzt ausgewichen, so grob vielleicht?
XXXX: Ja, bin ich ein bisschen ausgewichen mit Absicht, genau.
Andy: Aha, okay, okay. Kann man ja bei North Data nachschauen, ist ja eine GmbH.
Andy: Vielleicht mache ich das noch, hätte ich das machen sollen? Naja,
Andy: Mist. Also 1800 Kunden, wahrscheinlich sind es hauptsächlich Firmenkunden bei
Andy: euch, die dann über den AWS Marketplace euch buchen. Und das ist ja auch geschickt,
Andy: da sprechen wir später auch mal drüber, wie das Ganze läuft.
Andy: Okay, du hast erzählt, ihr habt mit Consulting angefangen.
Andy: Kannst du ein bisschen früher einsteigen, wie vor 15 Jahren ABS?
Andy: Das war, heute haben wir 26, also 2011, dann 2010 so angefangen.
Andy: Da war der ja relativ früh wahrscheinlich dabei.
XXXX: Genau, wir waren, genau, Michael und ich, wir waren zusammen in der,
XXXX: damals hieß es noch nicht so, heute würde man sagen, das war Fintech und eine
XXXX: Bankgründung in Stuttgart, ein kleines Startup, wo wir gearbeitet haben.
XXXX: Und wir haben da zusammen so eine Online-Banking-Handelsplattform entwickelt
XXXX: mit einem kleinen Team und haben als Entwickler eine Lösung gesucht,
XXXX: wie wir unsere Software deployen können.
XXXX: Und haben eben diese Anforderung gehabt, dass wir zwei Datacenter brauchen als
XXXX: Vorausfallsicherheit.
XXXX: Das ist so eine BaFin-Regulierungsgeschichte, die man da erfüllen muss als Finanzdienstleister.
XXXX: Und haben dann AWS entdeckt, wo du das ja im Prinzip mehr oder weniger umsonst
XXXX: einfach klicken kannst. Dann hast du eine Maschine da und eine Maschine da.
XXXX: Und das war super praktisch für uns. Vor allem als Entwickler konnten wir alles
XXXX: über eine API steuern und das hat uns super gefallen. Und da sind wir da so
XXXX: ein bisschen reingerutscht.
XXXX: Und dann hatten wir so ein bisschen im Nachhinein das Glück,
XXXX: dass aus dem Startup da nichts wurde.
XXXX: Also aus dem Startup wurde nichts. Und wir sind da relativ kurzfristig dann
XXXX: betriebsbedingt gekündigt und rausgegangen und haben dann gedacht,
XXXX: das ist die perfekte Gelegenheit, uns selbstständig zu machen und eine Firma zu gründen.
XXXX: Genau, und so ist es so ein bisschen gekommen. Und dann haben wir uns im Moment,
XXXX: was können wir eigentlich?
XXXX: Und haben ein bisschen gedacht, na gut, in was wir uns gerade neu eingearbeitet haben, war AWS.
XXXX: Und das hat sich dann auch so entwickelt als Thema, weil das dann auch so ein
XXXX: bisschen Fahrt aufgenommen hat in Europa.
XXXX: Da kam dann die Region in Frankfurt von AWS gerade dazu, ein paar Jahre später
XXXX: oder ja, zu dem Zeitpunkt eigentlich.
XXXX: Und da hat es einfach so ganz gut gepasst und ist dann so unser Ding geworden.
Andy: Zu eurem Start, bei der Pintec gab es noch die Frankfurt-Region noch gar nicht, ne?
XXXX: Ich glaube, die kam da gerade am Ende. Also als wir da aufgehört haben,
XXXX: sind wir da gerade noch umgezogen. Und so kann ich mich noch so grob erinnern.
XXXX: 100%ig kriege ich da jetzt die Jahreszahlen nicht zusammen. Aber das hat gerade,
XXXX: haben wir da glaube ich noch mit Kripp gehabt nach Frankfurt tatsächlich.
Andy: Und dann seid ihr als Freelancer an den Markt gegangen für AWS.
Andy: Und das war ein Selbstläufer damals. Oder habt ihr da Vertrieb machen müssen?
Andy: Oder wie hat das funktioniert?
XXXX: Ja, also am Anfang haben wir, wir wussten nicht, was wir machen.
XXXX: Tatsächlich, wir konnten also ein bisschen Webentwicklung, ein bisschen Appentwicklung.
XXXX: Das ging AWS, das war so, was wir so konnten.
XXXX: Und haben dann geguckt, was davon funktioniert. Am Anfang war das noch gar nicht klar.
XXXX: Und was ich halt dann rausgestellt habe, dass AWS halt so ein heißes Thema war.
XXXX: Da kam noch zufällig ein Verlag, Manning, aus den USA. Die haben gefragt,
XXXX: ob wir ein Buch über AWS schreiben wollen.
XXXX: Das haben wir dann gemacht. Das hat ganz gut gepasst. Wir hatten halt viel frei
XXXX: noch, weil wir noch nicht so viele Kunden hatten.
XXXX: Dann haben wir noch ein Buch geschrieben. Und das war dann, das ist natürlich
XXXX: super, wenn du Consulting machst und du hast ein Buch geschrieben.
XXXX: Und wir haben in der Finanzbranche eine Migration nach AWS gemacht in Deutschland.
XXXX: Das war auch so ein Beispiel.
XXXX: Die haben das gemacht und so. Und das war dann schon eine ganz gute Story,
XXXX: sich als Consultant zu verkaufen.
XXXX: Genauso hat das eigentlich angefangen.
Andy: Okay, und dann ging das so weiter und weiter und weiter und ihr habt ein gutes
Andy: Geschäft mit Consulting gemacht und irgendwann habt ihr gemerkt,
Andy: die Anforderungen wiederholen sich oder wie ist das erste Produkt entstanden?
Andy: Und welches war das erste?
XXXX: Ja, das ist eine gute Frage. Wir haben immer so eigentlich den Drang gehabt,
XXXX: auch Produkte zu entwickeln.
XXXX: Es hat uns immer Spaß gemacht, zusammen irgendwas zu programmieren,
XXXX: was man nachher irgendwie Kunden verkaufen kann.
XXXX: Auch das Feedback von Kunden einzuarbeiten, so ein bisschen Produktentwicklung
XXXX: zu machen. Das hat uns immer viel Spaß gemacht.
XXXX: Und das haben wir immer nebenher, neben dem Consulting auch gemacht.
XXXX: Wir hatten lange Jahre diese Regel für uns, dass wir 80 Prozent unserer Zeit
XXXX: machen wir Consulting, 20 Prozent machen wir mit Entwicklung.
XXXX: Das war immer so unsere grobe Kennzahl, die wir so im Sinn hatten.
XXXX: Das war nicht immer ganz leicht. Das Consulting-Geschäft hat so richtig geboomt
XXXX: und dann hast du halt immer, du wusstest deinen Tagessatz und 20 Prozent wusstest
XXXX: du, was du sozusagen in Anführungszeichen verschenkst oder halt irgendwas anderes investierst.
XXXX: Aber wir haben es immer so ein bisschen versucht und wir haben viele Sachen ausprobiert.
XXXX: Ich kann dir eine verrückte Geschichte, die wir mal gemacht haben.
XXXX: Der Michael hatte so eine Time-Series-Datenbank, war er so ein bisschen Experte.
XXXX: Und da haben wir eine SaaS-Lösung praktisch, dass du so eine Time-Series-Datenbank
XXXX: in der Cloud eben deployen kannst. Das haben wir versucht, hat überhaupt nicht funktioniert.
XXXX: Dann tatsächlich Bucket-AV, also ein Servierenscanner für Amazon S3.
XXXX: Das war schon ein relativ frühes Experiment, haben wir eigentlich erst mal so
XXXX: als Open-Source-Projekt rausgehauen, haben aber gesehen,
XXXX: dass relativ viele Leute das interessant finden, haben das dann weiterentwickelt
XXXX: als Produkt und das war halt immer so nebenher, neben Consulting.
XXXX: Wir haben am Anfang auch viele so Infoprodukte gemacht, also Bücher,
XXXX: E-Books mit Beispielprojekten und solche Sachen haben wir viel versucht.
XXXX: Wir haben auch mal versucht, so Videocontent zu vermarkten, aber das war alles
XXXX: immer, ja, das hat sich einfach nicht gelohnt.
XXXX: Das war viel zu viel Arbeit für viel zu wenig Umsatz am Ende.
Andy: So Kurse, so auf Udemy und so?
XXXX: Genau, haben wir alles durch, so Pluralsight, Cloud, Guru, wie die alle hießen,
XXXX: viele, viele Sachen gemacht.
XXXX: Genau, das war halt immer so die Idee, nicht nur Consulting,
XXXX: wo man halt, ja, du verkaufst halt, du arbeitest, ich weiß nicht,
XXXX: 40 Stunden die Woche, kannst du halt 40 Stunden verkaufen.
XXXX: Das ist zwar ganz nett, aber wenn du halt Software verkaufst,
XXXX: kannst du halt, brauchst du es ja einmal verkaufst, du hundertmal verkaufst, du tausendmal.
XXXX: Das macht natürlich irgendwie vom Geschäftsmodell mehr Spaß.
Andy: Und die 20 Prozent, die hast du dann? Die habt ihr dann abends draufgehauen
Andy: oder was weiß ich, so wie Google oder ich glaube 3M hat es ja ursprünglich gemacht,
Andy: da war es glaube ich auch der Freitag.
Andy: Habt ihr einen festen Tag gehabt oder wie hat das funktioniert?
XXXX: Also wir haben immer auch geguckt, dass wir jetzt im Consulting immer auch freie
XXXX: Zeiten dazwischen hatten.
XXXX: Also wir haben immer eher kürzere Projekte gemacht, wo wir dann auch mal wieder
XXXX: eine Woche dazwischen frei hatten und so.
XXXX: Wir haben immer so ein bisschen versucht, das zu jonglieren.
XXXX: Oder einer hatte ein großes Projekt, der andere hat dann eher an Produkten gearbeitet.
XXXX: Also so ein bisschen das aufgeteilt.
XXXX: Genau, hat auch nicht immer ganz geklappt, aber so im Schnitt war das schon
XXXX: eigentlich eine ganz gute Sache.
XXXX: Und über die Zeit ist es dann tatsächlich so gewesen. Ich meine,
XXXX: das hört man auch, also ich habe es schon von vielen anderen Bootstrapern gehört,
XXXX: wenn du so ein Produkt halt anfängst, das wächst halt langsam.
XXXX: Am Anfang ist es halt unglaublich zäh in der Regel. Also du hast dann halt irgendwie
XXXX: 100 Dollar im Monat oder das ist halt, da kannst du natürlich noch nicht viel damit anfangen.
XXXX: Aber wenn es halt mal zwei Jahre, drei Jahre, vier Jahre läuft,
XXXX: dann summiert sich das auf und wird halt irgendwann echt ein relevanter Teil
XXXX: vom Umsatz. Und so war es dann bei uns.
XXXX: Und genau, so über die Zeit konnten wir dann tatsächlich aus immer weniger Consulting
XXXX: und immer mehr Produktentwicklung machen.
Andy: War denn Bucket AV, also das stelle ich mir als so ein typisch deutsches Produkt.
Andy: Einfach mal so, es gibt einen Konzern, der fängt mit AWS an und dann sagt irgendjemand,
Andy: ein Entscheider, da gibt es gar keinen Virenscanner. Da brauchen wir einen Virenscanner.
Andy: Was können wir denn da machen? Hat AWS keinen Virenscanner? Nö.
Andy: Okay, dann gibt es dieses Bucket-AV. Dann können wir es machen.
Andy: Also seid ihr über diese Schiene dann über den deutschen Markt dann erst einmal
Andy: gewachsen oder ist das ein internationales Problem?
Andy: Hier, wir brauchen einen Virenscanner, sonst ist die Cloud böse.
XXXX: Es ist international. Also ich glaube, schon immer ist unser Markt,
XXXX: wir haben, glaube ich, 60, 70 Prozent des USA.
XXXX: Das verteilt sich dann so über die Europa und Asien. Das ist tatsächlich das
XXXX: Coole an dem AWS Marketplace.
XXXX: Du kannst halt an alle Kunden von AWS relativ leicht verkaufen.
XXXX: Du trickst dich auch immer so ein bisschen am Einkaufsprozess vorbei,
XXXX: weil du landest ja am Ende auf der AWS-Rechnung.
XXXX: Das heißt, da gibt es in der Regel keinen Einkaufsprozess dazwischen.
XXXX: Mittlerweile haben die großen Konzerne das zum Teil da ein, aber die meisten
XXXX: können einfach darüber halt was kaufen.
XXXX: Und das ist, ja, USA, Europa, Asien, das Geschäft.
XXXX: Ja, viele haben das Problem. Es gab einfach keine Lösung, die das nativ einfach konnte.
XXXX: Und das hat uns natürlich viel geholfen. Du suchst bei Google Viren-Scanner
XXXX: für S3 und dann findest du eben Bucket AV als eine der Lösungen.
XXXX: Es gibt noch zwei, drei andere.
XXXX: Und das war am Anfang super, weil AWS halt super lange gebraucht hat,
XXXX: das Feature selber zu releasen. Warum auch immer.
XXXX: Es gibt ja bei AWS immer diese ReInvent, diese jährliche Konferenz in Las Vegas, wo wir auch oft waren.
XXXX: Und wir haben immer halt gezittert, dass es jetzt dieses Jahr released wird.
XXXX: Aber die Party ging dann oft dann doch nochmal ein Jahr weiter.
XXXX: Und irgendwann kam es dann, also es ist jetzt seit zwei Jahren released.
XXXX: Jetzt gibt es das Feature von AWS auch.
Andy: Zwei Jahre erst, okay.
XXXX: Ja, also echt spät. Am Anfang haben wir noch gar keine, also erst haben wir
XXXX: uns gefreut, es hat gar nichts an den Subscriptions geändert.
XXXX: Mittlerweile sehen wir das schon. Das hat jetzt natürlich den Need für eine
XXXX: externe Lösung schon deutlich eingeschränkt.
XXXX: Also unser Wachstum ist deutlich langsamer geworden.
XXXX: Und das ist auch ein bisschen der Grund, warum wir dann angefangen haben,
XXXX: uns noch so ein bisschen in andere Richtungen noch weiter umzuschauen und neue
XXXX: Produkte noch zu entwickeln.
Andy: Jetzt sind wir ja schon fast voll in der Produktdiskussion, aber das interessiert mich jetzt schon.
Andy: Seid ihr dann auf die Messe gegangen, weil ihr eben neugierig wart,
Andy: was AWS launcht? Oder habt ihr das selber auch ausgestellt?
Andy: Oder haben die euch sogar eingeladen und gesagt, hey, ihr seid unser Vorzeige-Marketplace
Andy: oder eins unserer Vorzeige-Marketplace-Produkte.
Andy: Wollt ihr hier eine Vorstellung machen oder so?
XXXX: Nee, nee. Was wir da machen, ist völlig irrelevant für AWS. Das spielt für uns eine große Geschichte.
XXXX: Für die sind das Peanuts, was wir da machen. Das interessiert die nicht.
XXXX: Wir waren immer auf der... Die ReInvent ist eine wahnsinnig große Eason-Konferenz in Las Vegas.
XXXX: Das war am Anfang halt, als wir jung waren auch, Auch war das immer super spannend,
XXXX: dahin zu fliegen. Es war mega beeindruckend, alles.
XXXX: Also Dimensionen, Amerikaner so Geschäfte machen und so, das war immer schon ganz cool.
XXXX: Ja, mittlerweile hat es auch so ein bisschen seinen Reiz verloren.
XXXX: Wir waren jetzt auch schon viele Jahre nicht mehr, aber wir haben da auch nie ausgestellt.
XXXX: Das sind Dimensionen, in denen du da für einen Stand bezahlst.
XXXX: Das macht für uns keinen Sinn, denke ich.
Andy: Und ist das AWS eigene Produkt? Also unterscheidet sich das jetzt gravierend
Andy: von eurem? Ist das billiger? Seid ihr noch billiger?
Andy: Wir gehen ja nachher noch ein bisschen in die Diskussion. Ist das auch mit Open
Andy: Source gemacht oder haben die da was komplett Eigenes geschaffen?
Andy: Wie sieht da der Vergleich aus?
XXXX: Ja, also schwierig. Also Preismodell ist wie immer bei AWS kompliziert.
XXXX: Also es gibt Szenarien, da sind wir billiger. Es gibt Szenarien, da sind die billiger.
XXXX: Es kommt so ein bisschen darauf an, was für Dateien, wie groß die sind und so weiter du das kennst.
XXXX: Feature mäßig sind wir, denke ich, immer noch ein bisschen vorne,
XXXX: also wir haben noch ein bisschen mehr Features, auch was du dann machen kannst
XXXX: mit dem Ergebnis von so einem Scan, was passiert dann da automatisiert,
XXXX: kannst du was in Quarantäne schieben und so, das sind wir ein bisschen weiter vorne noch.
XXXX: Aber natürlich ist es für Kunden immer, wenn es ein AWS-Feature gibt,
XXXX: ist es halt immer viel einfacher, das zu benutzen, statt von einem Dritten irgendwas
XXXX: zu installieren. Das ist auch klar.
XXXX: Was wir mittlerweile tatsächlich jetzt so die letzten Monate sehen,
XXXX: es gibt jetzt schon wirklich Kunden, die gucken aktiv, gibt es Features von
XXXX: AWS, die sie mit Drittanbietern ersetzen können.
XXXX: Also hatte ich jetzt schon ein paar Mal in der Inbox, die dann sagen,
XXXX: wir kommen lieber zu einem Drittanbieter und nehmen nicht das native Service von AWS.
XXXX: So ein bisschen diese Gegenbewegung, sage ich mal, gegen so große Tech-Konzerne tatsächlich.
XXXX: Ja, das habe ich jetzt auch schon gesehen. Mal gucken, wo das noch so hinführt.
Andy: Aus dem politischen Grund, weil abhängig sind sie ja dann, selbst wenn sie jetzt
Andy: euch über den Marketplace buchen.
XXXX: Ich glaube, das ist eher so eine Sache, wo du dein Geld ausgibst.
XXXX: Okay. So würde ich das sagen.
XXXX: Natürlich bleibt am Ende die Infrastruktur auch auf AWS. Aber ein bisschen weniger
XXXX: vom Kunden geht dann dir.
Andy: Das wäre jetzt ja sowieso mein Gag, den ich natürlich bringen muss.
Andy: Wenn du jetzt eure CPU-Leistung woanders beziehen würdest, könntest du ja das
Andy: Produkt billiger anbieten wie AWS selber wahrscheinlich.
Andy: Also ist das nicht so. Also, ich bin... Das ist wahrscheinlich wieder das Traffic,
Andy: der reinhaut. Ich glaube auch.
XXXX: Der Zoll am Netzwerk, der wird wahrscheinlich die Rechnung kaputt machen.
XXXX: Das ist auch so ein bisschen, wir haben ja einen Cloudflare-Scanner gebaut dann noch für R2.
XXXX: Und der eingehende Traffic ist ja umsonst, von dem her ist es dann okay.
XXXX: Aber da hast du dann auch schnell, wir haben da Tests gefahren und so Performance-Last-Tests
XXXX: und haben dann auch Daten hochgeschoben von AWS nach Cloudflare.
XXXX: Und da merkst du dann schnell, wie diese Traffic-Fee, die AWS da aufgebaut hat,
XXXX: dann da reinkickt und da auch Geschäftsmodelle unmöglich gemacht hat.
Andy: Ja, das ist halt, das ist wirklich auch, also es ist jedem die Empfehlung,
Andy: sich da mal umzuschauen, aber es ist halt auch echt schwierig,
Andy: dann sowas raus zu migrieren.
Andy: Kennen wir ja die Storys. Ja, okay. Jetzt ein bisschen weiter vorne nochmal.
Andy: Ihr habt dann gesehen, hey, AWS baut selber in die Richtung Produkte oder wir
Andy: müssen uns gegen das Risiko absichern. Ich glaube, die anderen Produkte gibt es ja schon länger.
Andy: Erstmal noch die Frage, wann habt ihr gemerkt, dass ihr mit BucketAV was habt,
Andy: was für euch mehr Sinn macht, weil ihr nicht Zeit gegen Geld tauscht?
Andy: Also du hast ja gesagt, am Anfang ist es langsam gewachsen, haben sich dann
Andy: die Anfragen wiederholt oder gab es irgendwie ein exponentielles Wachstum irgendwann mal?
Andy: Oder was hat euch dann dazu bewegt, A, noch mehr Produkte zu bauen oder B,
Andy: dann zu sagen, wir wollen eigentlich weg von dem Consulting und hin zu mehr Produkten?
XXXX: Ich würde sagen, das ist eine Mischung aus vielen Dingen. Also erstens mal,
XXXX: ich meine, man sieht es, also es ist nie exponentiell irgendwie gewachsen.
XXXX: Es wächst einfach stetig.
XXXX: Du siehst einfach, wir haben auch so einen Slack-Channel, da kommen immer wieder
XXXX: rein, wenn die nächste Subscription abgeschlossen wurde.
XXXX: Und das allein motiviert es. Also ich sehe jeden Tag, kommen da halt die Subscriptions
XXXX: rein und das allein motiviert es sozusagen an dem Produkt beiderzumachen,
XXXX: weil du siehst, es gibt ein Interesse am Markt einfach. Du kriegst auch viele Kunden.
XXXX: Also wir kriegen ja immer wieder E-Mails von unseren Kunden,
XXXX: die fragen nach Features oder du siehst ja so ein bisschen, was kommt an,
XXXX: was braucht der Markt sozusagen.
XXXX: Das kriegt man eigentlich über das Kundenfeedback immer ganz gut mit.
XXXX: Und wenn wir neue Produkte ausprobieren, dann man sieht dann schon nach einem
XXXX: Jahr, also interessiert das überhaupt jemand oder er gar nicht so.
XXXX: Das merkst du dann schon.
XXXX: Und wenn da so ein bisschen Interesse da scheint, Und dann ist es so,
XXXX: in der Regel gucken wir uns halt an die Produkte, die wir haben,
XXXX: die Zeit, die wir haben und dann überlegen wir, wo macht es halt jetzt gerade
XXXX: Sinn, Zeit wieder rein zu investieren, um da weiterzubauen.
XXXX: Bei Bucket AV ist es ehrlicherweise auch so, wir sind da im Prinzip mit den Features beschäftigt.
XXXX: Wir haben da 95 Prozent von dem, was unsere Kunden fragen, haben wir da drin.
XXXX: Und die anderen fünf machen auch, denke ich, keinen Sinn, da reinzubauen.
XXXX: Also da ist es dann halt auch Maintenance viel über die Jahre.
XXXX: Das merken wir auch, dass halt, was du vor sieben Jahren oder so gestartet hast,
XXXX: da hast du jetzt halt dann auch Sachen, die musst du austauschen,
XXXX: Komponenten in der Software, die du ersetzen musst.
XXXX: Da fließt auch dann irgendwann relativ viel Zeit auch in den Maintenance-Sachen
XXXX: rein. Oder es gibt neue AWS-Features, die du dann irgendwie verwenden willst.
XXXX: Oder neue Regionen. Jetzt gibt es ja zum Beispiel diese Region in Brandenburg,
XXXX: wo es ein bisschen anders alles funktioniert.
XXXX: Und das sind dann halt so Themen, die wir dann da ja machen.
Andy: Aber in Brandenburg kannst du trotzdem normal über den Marketplace verkaufen.
XXXX: Nee, ist alles anders. Es ist ja alles so ein bisschen abgekoppelt vom Rest
XXXX: von AWS in dieser neuen Region, die sie da Sovereign Cloud nennen.
XXXX: Und da ist jetzt alles ein bisschen anders. Da sind wir gerade dran, das zu portieren.
XXXX: Das Spannende ist, in der neuen
XXXX: Region, da in Brandenburg, da gibt es den Virenscanner von AWS nicht.
Andy: Da gibt es viele Features, habe ich gelesen.
XXXX: Und das ist natürlich wieder für uns interessant, da reinzugehen,
XXXX: weil wir haben auch schon die ersten Kunden gefragt, ob wir da das anbieten
XXXX: können. Also ja, das merkt man dann immer relativ schnell so.
XXXX: Und da sind wir dann auch immer spontan. Ich meine, wir haben so einen Produkt-Backlog
XXXX: natürlich, Aber das kam jetzt halt rein und jetzt, das war auch am Anfang nicht
XXXX: klar, gibt es das wie vor da nicht.
XXXX: Das ist jetzt in den letzten paar Wochen klar geworden und jetzt wollen wir das halt kurz
XXXX: haben wir das nach oben priorisiert, weil das halt irgendwie gerade Sinn für uns macht.
Andy: Ja, ist ja dann für die Kunden, die genau dahin wollen, wahrscheinlich wieder
Andy: im Einkaufsprozess irgendwo auf einer Checkliste drauf, gibt ein Virenscanner,
Andy: oh, gibt kein Virenscanner, dann können wir das ganze Projekt nicht machen,
Andy: ist ja dann für euch geschickt.
XXXX: Ja, ich meine, es gibt ja schon in vielen so Security-Frameworks,
XXXX: ist halt schon die Regel, dass eingehende Daten gescannt werden müssen und dann
XXXX: musst du das halt irgendwie machen.
Andy: Ja, also jetzt sind wir ja schon voll in den Produkten. Ich glaube,
Andy: du hast ein bisschen meine Frage noch nicht so ganz beantwortet.
Andy: Wann so der Scheidepunkt war mit wir wollen voll auf Produkte gehen.
Andy: Habt ihr da irgendein Vorbild gehabt?
Andy: Habt ihr das für euch selber entschieden? Habt ihr im amerikanischen Markt irgendjemanden
Andy: verfolgt und gesehen, hey, da ist dieses Zeit-Geld-Verhältnis deutlich besser, was wir investieren?
Andy: Oder war es einfach auch so der Spaß an der Sache für euch? Haben die Kunden
Andy: genervt beim Consulting?
XXXX: Nö, schon der Spaß an der Sache. Ich meine, was für uns schon eine große Motivation
XXXX: war, Aber Consulting ist super spannend gewesen.
XXXX: Ich habe das super gerne gemacht. Das war auch so in meinen Zwanzigern oder
XXXX: Ende 20er, Anfang 30er war es natürlich auch super spannend.
XXXX: Du kommst viel rum in der Welt.
XXXX: Wir waren gut hauptsächlich schon in Deutschland und Europa,
XXXX: waren aber auch ein paar Mal in den USA.
XXXX: Du kriegst halt viel mit. Du lernst unglaublich viele Leute kennen,
XXXX: wenn du Consulting machst. Also ich kenne immer noch viele Leute von der Zeit.
XXXX: Und das war immer spannend, aber für uns ist dann auch schon so ein bisschen Lifestyle gewesen.
XXXX: Also man war früher vier, fünf Tage die Woche auf Geschäftsreise.
XXXX: Jetzt bin ich halt praktisch, ich weiß nicht, ich mache vielleicht ein,
XXXX: zwei Geschäftsreisen im Jahr mittlerweile. Das heißt, das ist natürlich schon
XXXX: auch so für ein Familienleben, für persönliche Sachen halt alles viel leichter zu organisieren.
XXXX: Ich habe nicht viele Meetings in meinem Kalender.
XXXX: Ich kann mir die Zeit einfach super flexibel einteilen, arbeite oft vormittags
XXXX: und dann oft auch nochmal abends.
XXXX: Das sind eigentlich eher so die Sachen, die dann auch einfach gut reingepasst
XXXX: haben, so ein bisschen wie auch unser Privatleben sich so ein bisschen verändert hat über die Zeit.
XXXX: Und das ist jetzt einfach so ein Consulting-Leben, wo man so aus dem Koffer
XXXX: lebt, halt auch nicht so super passt, wenn man so in seinen Ende 30er,
XXXX: Anfang 40er ist, würde ich sagen.
Andy: Was hast du dann überhaupt noch für Geschäftsreisen? Also gibt es da große Kunden
Andy: von euch, die dann tatsächlich wollen, wir wollen mal kennenlernen,
Andy: wer unsere Dokumente scannt oder gibt es die wirklich?
XXXX: Nee, Geschäftsreisen sind dann eher so kleine Konferenzen, wo wir irgendwie
XXXX: auch hinfahren, um so die Community bis hin zu treffen.
XXXX: Das ist eigentlich das einzige, was wir noch an Geschäftsreisen machen.
XXXX: Das ist tatsächlich so, die Kunden, wir kennen viele Kunden überhaupt nicht,
XXXX: das ist auch manchmal ein bisschen erschreckend, aber das ist natürlich auch
XXXX: in so einem Marketplace einerseits das Schöne, andererseits auch Schwierige.
XXXX: Zum Teil steht halt ein Firmenname, die kaufen unser Produkt,
XXXX: aber wir wissen gar nicht, wer in der Firma das wirklich benutzt.
XXXX: Manchmal versuchen wir es über LinkedIn dann rauszufinden, wie ihr da erreichen könnt.
XXXX: Aber in einem großen Konzern hast du ja keine Chance rauszufinden, wer da dahinter steckt.
XXXX: Und das machen wir dann in der Regel auch gar nicht. Und wenn die sich nie melden
XXXX: mit dem Support, dann wissen wir gar nicht, wer das ist am Ende.
Andy: Hintersteckt. Aber wenn die Support-Anfrage aufmachen, machen die das sauberes
Andy: AWS-Tool und dann kriegt ihr das irgendwie da reingespielt. Oder wie läuft das ab?
XXXX: Nee, das läuft einfach. Wir haben über eine E-Mail-Adresse machen, wir haben Support.
Andy: Okay, verstehe. Jetzt haben wir schon ein bisschen Produkte darüber gesprochen,
Andy: das Bucket AV ist schon das Größte.
XXXX: Oder? Das ist das Größte, ja. Und wir haben dann so ein bisschen,
XXXX: also es ist ja auch immer so ein bisschen die Opportunität, also was passt so als nächster Schritt.
XXXX: Wir sind ja zwei Leute, wir machen Support, Marketing, Entwicklung,
XXXX: was du halt sonst noch alles machst mit einer Firma, von Buchhaltung bis Bürofäden,
XXXX: sag ich mal, Podcast aufnehmen.
XXXX: Und das heißt, wir gucken halt immer ein bisschen, was ist der logische nächste
XXXX: Schritt, wo wir halt mit dem, was wir haben, auch das nächste vielleicht bauen können.
XXXX: Die Idee war dann eben, dass mit diesem, im Prinzip, was wir machen mit dem
XXXX: Bucket AV, ist ja eine Virenscan-Engine, also Klammer AV haben wir und Sophos
XXXX: haben wir noch lizenziert.
XXXX: Die binden wir ja im Prinzip ein, integrieren die. Das ist ja im Prinzip die,
XXXX: was da dahinter steckt an Technik.
XXXX: Und dann haben wir überlegt, wo können wir das noch hinbringen?
XXXX: Und die Idee war dann eben mit Attachment-AV, auch sogar der Name ist gleich,
XXXX: das Webseiten-Design haben wir einfach kopiert.
XXXX: Wo können wir das noch hinbringen? Und dann, wo gibt es eigentlich noch keinen
XXXX: Virenscanner? Und dann haben wir uns halt eingeschaut, zuerst haben wir uns
XXXX: Atlassian eingeschaut mit Shira und Confluence.
XXXX: Da gab es damals, mittlerweile haben die es auch eingeführt,
XXXX: aber damals gab es das nicht, haben wir es da reingebaut.
XXXX: Und dann haben wir weiter geguckt, können wir das als API anbieten?
XXXX: Also einfach, wenn ein Entwickler möchte irgendwie diese Funktionalität Virenscanning
XXXX: in seinen Upload-Form oder irgendwo einbauen, wie können wir das anbieten?
Andy: Bei WordPress habe ich gesehen, kann ich es nutzen?
XXXX: Genau, dann haben wir WordPress-Plugin gemacht, Salesforce haben wir jetzt eine
XXXX: Integration erbaut, make.com ist so eine Automatisierungsplattform,
XXXX: n8n ist so eine ähnliche Geschichte aus Deutschland.
XXXX: Genau, das heißt, wir gucken jetzt einfach so ein bisschen dieses Pattern,
XXXX: man integriert sich in viele verschiedene andere Produkte, die so eine Art Marktplatz
XXXX: oder Schnittstelle oder Module oder sowas haben.
XXXX: Das ist da gerade so ein bisschen die Strategie.
Andy: Okay.
XXXX: Genau. Und das Viren-Scan ist das Gleiche.
XXXX: Die technische Grundlage ist dieselbe wie bei Bucket AV, aber wir bringen es
XXXX: eben jetzt auf andere Plattformen.
Andy: Ja, das Branding ist anders und du hast halt eine API, die du ansprechen kannst.
Andy: Also genau. Das Bucket AV gibt es aber aktuell nur auf AWS.
Andy: Also ihr hättet jetzt auch sagen können, wir bringen Bucket AV,
Andy: also entweder baust du verschiedene Produkte auf oder du bringst das auf verschiedene
Andy: Plattformen. jetzt auch zu Azure, Google oder anderen Plattformen bringen können.
Andy: Habt ihr euch da mal angeschaut? Die haben ja, glaube ich, alle auch ein Marktplatzmodell.
XXXX: Ja, haben wir uns angeschaut. Prinzipiell ist das auf unserer Liste was mit
XXXX: Dingen, die wir machen können, die es irgendwann vielleicht mal gibt.
XXXX: Ich gucke mir gerade an, ob wir es vielleicht eher so Richtung Scaleway oder
XXXX: europäische Cloud Provider bringen. Das wäre eigentlich eher,
XXXX: was ich gerade interessant fände.
XXXX: Genau. Das steht noch aus. Durchaus möglich, dass wir das irgendwann machen.
XXXX: Mit vielleicht einem spannenden Unterschied, den wollte ich noch sagen,
XXXX: zwischen Attachment-AV, was wir da zum ersten Mal gemacht haben,
XXXX: dass wir eben wirklich ein SaaS, also Software as a Service anbieten,
XXXX: weil Bucket AV ist ja, das ist unsere Software,
XXXX: aber der Kunde installiert das in seinem AWS-Account, das heißt,
XXXX: die ganzen Ressourcen, alles läuft in der Hoheit vom Kunden,
XXXX: das heißt, wir haben die Daten auch nie gesehen, also wir sehen auch nichts
XXXX: davon, wir haben keinen Zugriff auf das System.
XXXX: Und jetzt haben wir uns eben in diese SaaS-Richtung bewegt, wo dann das Backend
XXXX: bei uns läuft, auf unsere Infrastruktur.
Andy: Ich buche bei euch, du schickst mir eine Rechnung.
XXXX: Genau. Und es sind natürlich viele Themen dann gekommen, die wir vorher noch nicht hatten.
XXXX: Es ist eigentlich ein schönes Prinzip, finde ich, dass der Kunde kauft eine
XXXX: Software, kann sie selber bei sich laufen lassen.
XXXX: Also mit BucketAV haben wir das auch optimiert. Das ist von Kunden wirklich
XXXX: super einfach, das zu betreiben.
XXXX: Alles automatisiert, was da irgendwie geht bei AWS.
XXXX: Funktioniert auch prima. Der Vorteil ist eben, der Kunde muss die Daten nicht,
XXXX: wir sind kein Data Processor für den Kunden, GDPR, das ganze Geschieße hast
XXXX: du alles nicht an der Backe. Das ist natürlich super spannend auch für die Kunden.
XXXX: Und jetzt mit Attachment-EV, wie haben wir das eben? Dann haben wir jetzt zum
XXXX: Beispiel angefangen eine ISO 27001 Zertifizierung zu machen.
XXXX: Denn wir müssen ja irgendwie den Kunden jetzt beweisen, dass wir auch auf die
XXXX: Daten aufpassen und dass wir jetzt IT-Security hinkriegen als Firma und so.
XXXX: Und dann, das sind natürlich dann Themen, die uns schon auch ein bisschen Zeit gekostet haben,
XXXX: da so einen Zertifizierungsprozess zu machen, auch überhaupt noch unseren ganzen
XXXX: Prozess wirklich so formell aufzusetzen und so. Das haben wir da schon relativ viel investiert.
Andy: Habt ihr die schon durch?
XXXX: Ja, das haben wir vor einem Jahr gemacht. Ich meine, da musst du immer so Audits
XXXX: machen. Jetzt kommt der jährliche Audit.
XXXX: Genau, aber das war dann schon noch mal ein bisschen ein anderes Geschäft.
XXXX: Und du musst dann plötzlich wieder Infrastruktur managen. Also ich war eigentlich
XXXX: ganz froh, dass ich keinen On-Call mehr hatte und irgendwie nach Alerts gucken musste nachts.
XXXX: Das ist natürlich jetzt wieder ein bisschen anders, aber es war jetzt auch ganz
XXXX: interessant und ja, ganz spannend.
Andy: Die Firmen, die einem das abnehmen, habe ich gehört.
XXXX: Mal schauen, was das für eine Skalierung annimmt. Irgendwann brauchen wir da
XXXX: vielleicht mal Hilfe. Ja, das stimmt.
Andy: Ich habe gerade wieder eine, also witzig, dass du sagst, aber ich hatte letztes
Andy: Jahr auch ein Gespräch, weil ich es mir immer angeschaut habe, also mit dem ISO.
Andy: Jetzt gerade eben habe ich wieder eine Mail bekommen von der Ansprechpartnerin,
Andy: ob wir das jetzt 26 vorhaben anzugehen.
Andy: Also ich hatte einen Kunden, der wollte das unbedingt haben.
Andy: Jetzt ist es nicht mehr so relevant.
Andy: Kannst du ein bisschen kurz sagen, mit was muss ich da rechnen an zeitlichem
Andy: Invest und was habt ihr dafür bezahlt?
Andy: Musst du dann gleich ein SMS aufsetzen und das irgendwie dokumentieren?
Andy: Brauchst du eine andere SaaS-Plattform, um deine Prozesse zu dokumentieren oder
Andy: hast du es erst mal mit einem Excel-File gemacht? Also was ist der Aufwand zeitlich und finanziell?
XXXX: Also wir haben uns so ein SaaS-Tool angeschaut. Es gibt ja so ein paar,
XXXX: die da in dem Markt unterwegs sind.
XXXX: Und im Prinzip, was diese SaaS-Anbieter machen, ist, die bauen Integration in
XXXX: deine ganzen SaaS- und Cloud-Tools wieder rein, also
XXXX: Du konnektierst dich dann mit AWS, konnektierst dich mit Google,
XXXX: Workspace, GitHub, was auch immer.
XXXX: Diese ganze Automation mit Scan von, ist die Infrastruktur richtig konfiguriert,
XXXX: hast du irgendwie Vulnerabilities in deinen Softwarekomponenten auf den Maschinen.
XXXX: Das läuft alles über diesen SaaS-Anbieter dann. Also das ist eigentlich eine
XXXX: ganz gute Lösung und die hilft uns tatsächlich auch.
XXXX: Also wir haben früher diese Einzelteile schon alle benutzt.
XXXX: Bei GitHub geguckt, dass die Dependencies von unseren Softwarepaketen aktuelles
XXXX: hatten wir und wir hatten das dann bei AWS.
XXXX: Aber jetzt haben wir halt so einen zentralen Übersicht über alles und das hilft
XXXX: tatsächlich uns, einen Überblick zu kriegen.
XXXX: Zeit Invest, ich denke, wir haben da so, ich habe da so zweieinhalb,
XXXX: drei Monate daran gearbeitet, das alles glatt zu ziehen, also diese ganzen Integrationen einzurichten,
XXXX: Alles glatt zu ziehen, da kannst du Ausnahmen definieren, da macht es keinen
XXXX: Sinn, diese Regel zu befolgen, hier muss ich sie noch befolgen,
XXXX: einfach alles anzuschauen, auch mit dem SaaS-Anbieter da durchzugehen.
XXXX: Und dann ist es, am Ende hast du praktisch eine große Sache,
XXXX: war auch noch die ganzen, also Freelancer, die man eben hat,
XXXX: die dann mit einem zusammenarbeiten,
XXXX: dass du dir halt dann auch richtig on boardest, die müssen dann so ein Security-Training
XXXX: machen, da musst du dich halt auch noch drum kümmern.
XXXX: Also, dass du dann Zugriffsrechte wieder wieder rufst, wenn die gehen und so,
XXXX: dass das alles funktioniert. Das war tatsächlich noch ein bisschen Arbeit.
XXXX: Ja, ich denke, ich habe so zwei bis drei Monate daran gearbeitet.
XXXX: Ich glaube, die ganzen Tools und die Zertifizierung selber und so,
XXXX: ich denke mal, das kommt so ungefähr auf 10.000 Euro so grob.
XXXX: Also mit allen Kosten, die da zusammenhängen, so grob.
Andy: Für die erste und jetzt für die Folge?
XXXX: Für ein Jahr. Ja, das hast du dann im Prinzip mehr oder weniger jedes Jahr hast
XXXX: du da 10k, würde ich sagen.
XXXX: Ja, weil du hast dann wieder Reaudits, dann musst du noch Penetration-Tests,
XXXX: solltest du ab und zu mal einen in Auftrag geben und so.
XXXX: Also da hast du dann schon auch so jährliche Kostenblöcke drin.
Andy: Okay, interessant zu wissen für die, die es vielleicht auch ist ja jetzt was,
Andy: was immer wieder kommt, Und wenn man jetzt gerade auch mit egal deutschen Behörden
Andy: oder Versicherungen, Banken, was du früher auch gemacht hast,
Andy: die wollen sowas ja immer haben.
Andy: Von daher hat mich das jetzt mal interessiert, wie das läuft.
XXXX: Und wir kriegen tatsächlich auch von vielen Kunden, also größeren Kunden,
XXXX: vor allem auch so im Salesforce-Umfeld, da kriegen wir oft halt so Fragebogen,
XXXX: ich weiß nicht, ob du das schon mal so,
XXXX: mittlerweile kriegst du ja, wenn du als Lieferant gelistet werden willst,
XXXX: kriegst du erst mal so einen Security-Fragebogen mit 400 Fragen.
XXXX: Und das Spannende ist, diese ganzen Fragen, die sind im Prinzip alle beantwortet
XXXX: in unseren Prozessen, Prozeduren, die jetzt in diesem, die ISO-Zertifizierung eben definiert sind.
XXXX: Und die kann ich dann immer relativ einfach da auch übertragen.
XXXX: Also dafür hilft es dann schon.
XXXX: Du hast auch diese Struktur dann und weißt, wo du was geregelt hast und wie das überwacht wird.
XXXX: Das hat uns tatsächlich schon auch geholfen, da ein bisschen Struktur und Überblick reinzukriegen.
Andy: Zwei Fragen noch zu Bucket AV und Attachment AV, bevor wir dann weitergehen.
Andy: Du hast Sophos noch erwähnt als Enterprise-Produkt für Viren-Scanning neben
Andy: Klamm-AV, was der Open-Source ist, wo ich mein Pattern-Update bekomme,
Andy: wo ich was spenden kann und so weiter.
Andy: Wie rechnet ihr mit Sophos ab? Also wissen die, wie viel Infrastruktur ihr habt?
Andy: Musst du da pro CPU auch was bezahlen oder habt ihr da eine Flat Fee?
Andy: Und also wie funktioniert das mit so jemand zusammen?
XXXX: Sie haben praktisch eine Umsatzbeteiligung, kriegen die.
Andy: Okay.
XXXX: Also ich glaube, das ist wahrscheinlich relativ üblich für solche Lizenzen.
XXXX: Für uns war das ganz spannend, eben in den Clam-EV noch einen anderen Anbieter
XXXX: an Viren-Scanner zu haben, weil eben nicht alle, mit so einem Clam-AV waren
XXXX: die Kunden nicht alle so zufrieden.
XXXX: Und tatsächlich ist schon auch die, was wir dann gesehen haben,
XXXX: die Performance und auch die, also wird wirklich irgendwas gefunden an Viren,
XXXX: die ist viel höher und auch die Performance viel besser. Also das ist schon
XXXX: wirklich ein deutlicher Unterschied nochmal gewesen.
XXXX: Deswegen verwenden wir jetzt auch selber Software für unsere ganzen Attachment-AV-Integrationen,
XXXX: weil wir viel weniger Infrastruktur, also Rechenkapazität dafür brauchen.
XXXX: Das lohnt sich viel mehr für uns, dann das auf Software auszunehmen.
Andy: Ist dann sogar billiger am Ende, weil du weniger CPU-Ressourcen buchen musst,
Andy: obwohl du die Subscription... Okay, interessant.
XXXX: Ja, tatsächlich ist das so. Genau, deswegen. Das war eigentlich ganz interessant.
Andy: Okay, dann ist bei beiden der AWS-Marktplatz wahrscheinlich das größte Ding.
Andy: Was ist so Nummer zwei und drei? Du hast hier Jira Confluence angesprochen,
Andy: Salesforce, WordPress, reines API-Scanning. Was ist das so noch groß?
XXXX: Ja, also die API ist tatsächlich relativ interessant.
XXXX: Letztes Jahr haben wir das so richtig an den Markt gebracht.
XXXX: Und das ist auf jeden Fall das, was am schnellsten wächst, ist die reine API.
XXXX: Wir haben da jetzt auch so SDKs gebaut, dass Entwickler das einfacher benutzen können.
XXXX: Und das wächst jetzt gerade. Das ist unser schnellst wachsendes Produkt.
XXXX: Und da haben wir eine Variante als SaaS eben, also wo du es einfach bei uns
XXXX: gegen die API wirfst und da hast du irgendwie, weiß ich nicht,
XXXX: 10.000 Requests pro Monat und bezahlst x Euro dafür.
XXXX: Und wir haben das auch nochmal als AWS-Lösung, dass du es dann in deinem AWS-Account
XXXX: deployen kannst. Die zwei Optionen haben wir da gerade.
XXXX: Und die andere Sache, die gerade von uns am spannendsten ist,
XXXX: ist die Salesforce-App tatsächlich. Das ist so ein bisschen anstrengend.
XXXX: Salesforce ist halt so ein super oldschool-Riese. Wir haben das auch selber
XXXX: versucht zu entwickeln, sind da gescheitert, weil das einfach ein riesen Ecosystem
XXXX: ist, wo die Dokumentation ist
XXXX: fürchterlich. Es macht gar keinen Spaß so alles, wenn man es nicht kann.
XXXX: Deswegen haben wir da uns jemanden gesucht, der uns das bauen kann.
XXXX: Aber auch der ganze Salesforce-Kunden, die sind es halt gewohnt,
XXXX: dass sie so einen klassischen Sales-Prozess haben.
XXXX: Du hast erstmal einen Call, dann kriegst du ein Angebot, dann hast du 100 Fragen
XXXX: und dann irgendwann machst du den Abschluss.
XXXX: Das ist halt, was wir bisher gar nicht gemacht haben. Wir haben ja immer nur
XXXX: Inbound-Marketing und am Ende ist der Marketplace, wo du halt klickst und fertig.
XXXX: Das ist da jetzt ein bisschen anders, wenn wir versuchen, das gerade hinzukriegen,
XXXX: dass wir die auch eben in so einen automatisierten Prozess eher reinkriegen
XXXX: und da auch eher die kleineren,
XXXX: mittleren Kunden eben nehmen und die großen, die machen wir dann auch gar nicht,
XXXX: weil wir da keine Zeit dafür haben, jetzt irgendwie sechs Monate mit einem Kunden
XXXX: da hin und her zu diskutieren, ob er das Produkt haben will oder nicht.
XXXX: Da gibt es ein paar große Anbieter, das sollen lieber die machen.
XXXX: Wir machen da eher bis hin die kleinen Fische und da gibt es erstaunlich viele,
XXXX: Also Salesforce ist in Australien und Teilen von Europa tatsächlich super weit
XXXX: verbreitet für auch viele Governance-Kunden, die wir da haben.
XXXX: Also es ist wirklich interessant, da kommen spannende Kunden vorbei und für
XXXX: die ist es dann auch einfach, wenn sie es sich kurz buchen können.
XXXX: Das ist auch etwas, was wir so ein bisschen gelernt haben. Man denkt ja so,
XXXX: also viele kennen das ja auch, die Kunden wollen Sales, jemanden vom Sales haben,
XXXX: den sie anrufen können und so.
XXXX: Und was wir halt auch sehen, ist auch große Enterprise-Kunden,
XXXX: die finden das, glaube ich, auch ganz angenehm, wenn sie einfach klicken können
XXXX: und was bezahlen und eben nicht diese riesen, erstmal kommt eine Sales-Truppe
XXXX: an, marschiert, macht einen Workshop und so.
XXXX: Also auch große, wirklich große Konzerne kaufen über Marktplatz Dinge ein und
XXXX: machen auch riesen Umsätze.
XXXX: Das ist wirklich auch ganz spannend, was wir uns auch nicht so gedacht haben
XXXX: eigentlich, aber was tatsächlich auch funktioniert. Das ist das.
Andy: Also kein NDA unterschreiben, dann wirst du im SAP angelegt,
Andy: dann kriegst du eine Excel-Liste zum Aushöhlen, damit hast du alles nichts mehr zu tun.
XXXX: Versuchen wir es uns so gut wie möglich rauszuhalten, weil wir es einfach auch
XXXX: zu zweit, das kriegen wir zeitlich einfach nicht hin. Da bin ich ja, das schaffe ich nicht.
XXXX: Aber das Spannende eben auch, man kommt dann, das war auch im Consulting schon,
XXXX: es gibt oft auch noch einen anderen Weg, in Konzerne was zu verkaufen.
XXXX: Also wenn es wirklich ein Need irgendwo gibt, dann gibt es immer auch nochmal
XXXX: einen, der irgendwo eine Freigabe drücken kann, damit was nicht über den offiziellen Weg geht.
XXXX: Also auch im Consulting, wir waren bei großen DAX-Firmen drin,
XXXX: wo die uns als kleine Firma nachher gebucht haben, weil halt irgendjemand Wichtiges
XXXX: gesagt hat, das geht schon in Ordnung, als was sonst nicht ging.
XXXX: Aber normal kommst du dann nur über Personalvermittler rein.
XXXX: Aber es gibt immer auch Mittel.
XXXX: Also wenn was wirklich gebraucht wird, gibt es, denke ich, auch immer einen
XXXX: Weg, wie das dann doch passiert.
Andy: Jetzt haben wir über die zwei anderen Produkte oder drei, ich weiß nicht,
Andy: sind es fünf oder vier, wir haben über den Marbot und Hyper-Enf noch nicht gesprochen.
Andy: Der Marbot ist ja wahrscheinlich eher so, ist das das kleinste Produkt?
XXXX: Das ist auf jeden Fall eines der ältesten. Das machen wir schon ziemlich lange.
XXXX: Das kannst du jetzt gar nicht genau sagen, aber das ist eines der ältesten Produkte.
XXXX: Ich glaube, es dürfte sogar ein bisschen älter als Bucket AV sein.
XXXX: Die Idee war, eine Monitoring-Lösung für AWS zu bauen.
XXXX: Wir sind aber irgendwie, also es gibt Kunden, die es benutzen,
XXXX: ein paar hundert, aber es ist jetzt nie so das Ding gewesen,
XXXX: was so mega abgehoben hat.
XXXX: Also wir haben irgendwie immer so ein bisschen, wir haben schon ein paar Mal
XXXX: das bisschen geändert. Was ist der Ansatz? Wie machen wir es technisch?
XXXX: Wie funktioniert es? Wie ist unser Marketingansatz? Aber irgendwie haben wir
XXXX: das noch nie so richtig abhebt. Haben wir da bisher einfach noch nicht hingekriegt?
XXXX: Ich bin mir immer nicht ganz sicher, woran es eigentlich liegt.
XXXX: Wir diskutieren jedes Jahr, was wir damit weitermachen.
XXXX: Es gibt Kunden, die das lieben. Wir selber benutzen das auch.
Andy: Jetzt hast du doch gar nicht gesagt, was man mitmachen kann.
XXXX: Was man mitmachen kann, ja, sorry. Also im Prinzip die Idee ist,
XXXX: du willst wissen, was in deiner AWS Infrastruktur los ist, ob es da irgendwie Probleme gibt.
XXXX: Und es gibt da viele AWS Services, Features, die du benutzen kannst.
XXXX: Nur du musst die halt auch richtig konfigurieren, einschalten und irgendwie
XXXX: die Ergebnisse einsammeln. Und das macht im Prinzip Marbot.
XXXX: Das konfiguriert das Monitoring und schickt die Ergebnisse nach Slack oder nach
XXXX: Microsoft Teams, damit das Team darauf reagieren kann.
XXXX: So ein bisschen Incident-Response ist da drin, also du sagst dann,
XXXX: ich nehme mir diesen Alert, schau mir den an, dann sehen die anderen,
XXXX: du arbeitest da dran, das ist dann noch drin.
XXXX: Also eigentlich die Zielgruppe sind kleine Teams, so bis fünf Leute,
XXXX: die eine AWS-Infrastruktur monitoren wollen, die nicht wissen, wie das geht.
XXXX: Und die können das dann im Prinzip über Slack und Microsoft Teams durchklicken
XXXX: und das nach AWS deployen.
XXXX: Genau, das ist so die Dinge.
Andy: Und das hat das einfachste Pricing von euren Produkten, glaube ich.
Andy: Oder zumindest da weiß ich, was ich bezahle und was ich kriege,
Andy: weil alles andere ist ja CPU-bound und hängt vom Traffic ab,
Andy: was ja auch völlig verständlich ist, haben wir auch schon diskutiert,
Andy: musst du bei AWS ja selber bezahlen, also musst du es irgendwie abrechnen.
Andy: Das ist beim Arbot noch einfach gemacht, glaube ich.
XXXX: Genau, da geht es nach, das stimmt, das ist ein ziemlich simples Pricing.
XXXX: Da haben wir auch schon viel ausprobiert mit Preismodellen. Also wir hatten
XXXX: mal einen externen Berater drin, der ein bisschen so mit dem Pricing uns geholfen hat.
XXXX: Weil das ist ja auch immer so ein Thema, wie preist man eigentlich was richtig?
XXXX: Also das ist ja tatsächlich super schwierig.
XXXX: Am Anfang haben wir auch viele Sachen viel zu billig immer am Markt gehabt.
XXXX: Das war dann, das ist auch nicht richtig.
XXXX: Also du erstens verlierst du auch Trust. Die Kunden, wenn es zu billig ist,
XXXX: glauben sie nicht, dass es eine gescheite Lösung ist.
XXXX: Das ist das eine Problem. Und das andere Problem ist natürlich,
XXXX: du hast ja einfach nicht genug Umsatz, um die Entwicklung dann wieder zu finanzieren.
XXXX: Das heißt, da sind wir auch immer am überlegen, wie kann man das Pricing besser machen.
XXXX: Jetzt bei Bucket AV haben wir das Problem, wie kannst du es so machen,
XXXX: dass die Kunden das leichter vergleichen können oder willst du gar nicht,
XXXX: dass sie es so leicht vergleichen können.
XXXX: Und das sind ja immer so schwierige Fragen, was passt da am besten für wen und so weiter.
XXXX: Das ist echt immer eine super spannende Frage, wo wir auch immer ein bisschen am Rumprobieren sind.
XXXX: Und gerade bei den Produkten, wo wir noch am Anfang sind, da probieren wir dann
XXXX: auch oft nochmal ein Experiment und machen es nochmal anders,
XXXX: probieren nochmal mit einem niedrigeren Preispunkt, höheren Preispunkt, anderes Preismodell.
XXXX: Es ist immer wieder einfach schwierig.
XXXX: Du kriegst auch schwierig Feedback von den Kunden dazu, weil es sagt dir dann
XXXX: auch keiner, es ist echt schwierig, das irgendwie hinzukriegen.
Andy: Fällt es überhaupt auf auf der ABS-Rechnung, wenn euer Produkt teurer wird?
Andy: Das frage ich mich ja dann, wenn das einfach passiert.
XXXX: Wir haben tatsächlich schon ein paar Jahre her, da haben wir eine relativ drastische
XXXX: Preis-Erhöhung gemacht, hatten dann Schiss, dass jetzt irgendwie Kunden abspringen,
XXXX: kein einziger hat sich je gemeldet.
XXXX: Also das ist dann immer schade, dass man es nicht schon vorher gemacht hat,
Andy: Aber das taucht auf Seite 242
Andy: auf der PDF-Abrechnung auf und dann ist es wahrscheinlich durchgerutscht.
XXXX: Bei manchen bestimmt.
Andy: Okay, das nächste Produkt Hyper-Env, das sind Private GitHub-Runner,
Andy: die ich in meiner AWS-Umgebung deploye, damit ich eben meine Bild-Artefakte,
Andy: Secrets und so weiter nicht expose oder was ist da der Use-Case dafür?
XXXX: Genau, es geht gleich.
Andy: Das sind billiger wie die offiziellen sozusagen auch wahrscheinlich.
XXXX: Genau, also tatsächlich die Motivation, also wir haben als Consultants,
XXXX: wir haben ja viel so DevOps und CI-CD-Pipelines und so gemacht und wir hatten
XXXX: immer wieder auch so Runner-Programm.
XXXX: Für so GitHub und früher war es Jenkins und GitLab und so weiter.
XXXX: Ich weiß gar nicht, wie oft ich sowas gebaut habe, auch für Kunden,
XXXX: Consulting-Kunden, dass wir eben so eine Flotte von Maschinen bereitstellen,
XXXX: die dann diese Workflows abarbeiten können.
XXXX: Und dann haben wir irgendwann gedacht, okay, wir bauen mal eigentlich auch für
XXXX: uns selber, weil bei GitHub war es uns so, dass diese Runner,
XXXX: die werden schon ganz schön teuer, also die sind echt ganz schön hoch bepreist.
XXXX: Wir haben wahnsinnig viele Bildminuten, die wir verbrauchen.
XXXX: Ich habe es vor kurzem mal bei LinkedIn gepostet und alle fanden es schrecklich
XXXX: sozusagen, wenn wir halt viele Integrationstests tatsächlich haben,
XXXX: die wir regelmäßig laufen lassen, die einfach eine Stunde oder so laufen,
XXXX: bis da alles hochgefahren und ausprobiert ist.
XXXX: Und dann haben wir das gedacht, wir probieren es mal aus, um das selber zu bauen
XXXX: und machen ein Produkt raus.
XXXX: Und genau, das ist so ein bisschen die Idee. Also eine Idee hinterhalb ist,
XXXX: du kriegst günstiger deine Compute für deine Runner bei AWS,
XXXX: als du sie bei GitHub kriegst.
XXXX: Das ist eine Motivation für Kunden, sowas zu benutzen.
XXXX: Die andere Motivation ist noch, du willst, dass deine Runner halt in AWS laufen,
XXXX: damit du im gleichen Netzwerk schon bist.
XXXX: Also das ist eigentlich die zweithäufigste Motivation, dass du schon im privaten Netz bei AWS bist.
XXXX: Und dann auf deine Datenbank kommst, um da dein Migrationsskript laufen zu lassen und sowas zu haben.
XXXX: Das sind eigentlich die zwei Hauptgründe, warum Kunden nach so einer Lösung suchen.
Andy: Okay.
XXXX: Aber das ist auch eine schwierige Geschichte mit Hyper-Enf, weil GitHub hat
XXXX: da auch gerade wieder Preisänderungen eingekündigt, dann wieder zurückgezogen.
XXXX: Jetzt kommt es wahrscheinlich im März, ist noch nicht so ganz klar.
XXXX: Also da ist auch die Frage, ob das Geschäftsmodell überhaupt nachher noch Sinn macht oder nicht.
XXXX: Also wenn da jetzt diese Extra-Charge für diese sogenannten Self-Hosted-Runner
XXXX: kommt, dann macht das wahrscheinlich businessmäßig gar keinen Sinn mehr, Hyper-Enf zu machen.
XXXX: Mal gucken, ja. Also sind wir uns noch nicht ganz sicher, was da mit wird.
Andy: Ja, das ist ja auch das Risiko, was ihr jetzt generell habt.
Andy: Baut ABS was Eigenes, reduzieren sie den Preis.
Andy: Kommt sowas wie jetzt bei GitHub? Also das ist so eine, verlinke ich gerne,
Andy: hatte ich in meinem alles nur geklauten Newsletter, glaube ich auch.
Andy: Sie haben angekündigt, dass du für self-hosted Runner auch pro Minute zahlen musst.
Andy: Die Argumentation ist, wir müssen ja unsere zentrale Infrastruktur,
Andy: wo die angemeldet und verwaltet werden, das kostet uns ja auch Geld.
Andy: Also wollen wir von dir was haben, dass du unsere Runner nicht nutzt,
Andy: ein Stück weit kann man es verstehen.
Andy: Ich glaube, was ich wieder nicht verstehen kann, ist, dass es,
Andy: glaube ich, sehr kurzfristig Erfolg ist, wie man das bei den Amerikanern ja
Andy: kennt, neue Preise in zwei Wochen oder in drei und dann sind die aktiv und du
Andy: hast sie auf der Rechnung und da gab es einen Sheetstorm, da haben sie das zumindest zurückgenommen.
Andy: Ja, ich glaube zwei Tage später oder so. Habe jetzt aber auch nicht mehr verfolgt,
Andy: was sie da entschieden haben. Und daher bin ich da sehr gespannt.
Andy: Ist natürlich für euch gefährlich.
Andy: Habt ihr dann, jetzt haben wir
Andy: die vier Produkte Du hast vorhin fünfmal gesagt, habe ich was vergessen?
XXXX: Wir haben ein paar eingestellt. Also es gibt nicht alle Produkte,
XXXX: die wir am Anfang hatten.
XXXX: Ich denke, das stimmt, das ist ein Problem, was man hat.
XXXX: Ich glaube, das ist, was jeder ... Wir sind ja eine kleine Entwicklerbude mit zwei Leuten.
XXXX: Wir können natürlich keine oder wir haben natürlich immer nur kleine Lösungen,
XXXX: die einen relativ überschaubaren Scope auch haben.
XXXX: Klar kann das jemand ein großes wie AWS oder auch die anderen relativ schnell
XXXX: nachbauen oder ähm, oder, ja, oder ändern sich die
XXXX: Das ist, denke ich, man muss da ein bisschen flexibel sein, ein bisschen gucken,
XXXX: wo wir deshalb auch, das was uns ganz gut gefällt, ist das Attachment-AV,
XXXX: wo wir halt in so viele verschiedene Plattformen rein integrieren können und
XXXX: auch die API, wo wir direkt mit den Entwicklern praktisch dann die Geschäftsbeziehung haben.
XXXX: Wir glauben, dass das relativ stabil sein wird auch in Zukunft.
XXXX: Weil wenn was mal integriert ist, ist es auch schon, in der Regel hast du das dann ganz gut.
XXXX: Das ist auch, was wir bei Bucket AV und bei so Sachen sehen.
XXXX: Wenn du so eine Lösung mal ausgerollt hast, sozusagen die Hürde,
XXXX: das wieder einzutauschen gegen eine andere Lösung, die ist schon auch relativ groß.
XXXX: Du musst ja erstmal Aufwand wieder
XXXX: reinstecken, musst irgendwie jemanden beauftragen, das wieder umzubauen.
XXXX: Das passiert dann auch nicht von heute auf morgen in der Regel.
XXXX: Das heißt, du hast schon relativ konstanten Umsatz auch mit den ganzen Sachen.
Andy: Du hast gerade kurz eingestellte Produkte erwähnt. Das interessiert mich jetzt
Andy: natürlich immer bei solchen Menschen, die dann auch mehrere Sachen machen.
Andy: Wie viele Sachen habt ihr schon gemacht, die nicht funktioniert haben oder die ihr eingestellt habt?
Andy: Also jetzt sind vier Produkte am Markt, die sind erfolgreich, kann man schon sagen.
Andy: Wie viel muss man denn machen, damit man vier erfolgreiche Produkte hat?
Andy: Habt ihr 40 Produkte gebaut oder 10? oder kannst du ungefähr was sagen?
XXXX: Also das eine ist das, was ich vorher gesagt habe, wir den Zeitreinladenbanken,
XXXX: das haben wir eingestellt schon relativ früh.
XXXX: Das hat A keine große Reaktion am Markt gehabt und dann haben sie auch noch
XXXX: die Lizenzbedingungen da geändert gehabt, die wir da hatten,
XXXX: für die Software, die wir da benutzt haben.
XXXX: Und dann diese ganze Content-Sache haben wir im Prinzip, also das war jetzt
XXXX: gar nicht unsere Software-Produkte, sondern diese ganzen Info-Produkte,
XXXX: die wir hatten, Bücher und so weiter, das haben wir alles eingedächt,
XXXX: machen wir gar nicht mehr, weil das ist einfach nicht so interessant. Vielen Dank.
Andy: Ja, super interessant. Also jetzt, wir haben jetzt ein bisschen Technologie schon gehabt.
Andy: Machen wir mal kurz da weiter, bevor wir dann zum Thema Vertrieb und Marketing kommen.
Andy: Du hast gesagt, ihr nutzt hauptsächlich selber AWS logischerweise.
Andy: Da frage ich mich natürlich, habt ihr euch das mal angeschaut oder du hast ja
Andy: jetzt auch angesprochen, du willst dir andere Cloud-Anbieter anschauen.
Andy: Wäre da nicht mehr Marge für euch drin, wenn ihr nicht das Premium bezahlt für AWS?
Andy: Oder ist es für euch voll okay, weil ihr ja in der bequemen Marktplatzsituation
Andy: da seid und euch ins gemachte Nest setzen könnt?
XXXX: Ja, gut. Also unsere Geschichte ist halt da, wir machen halt schon lange AWS.
XXXX: Wir kennen uns sehr gut aus. Wir haben viel Consulting gemacht,
XXXX: wo wir wahnsinnig viel über jede kleine Detail von AWS gelernt haben.
XXXX: Das heißt, unser Problem ist immer, wir sind halt sehr schnell, was auf AWS zu bauen.
XXXX: Also wenn ich irgendeine Lösung brauche, stecke ich dir die Services bei AWS
XXXX: recht schnell zusammen und habe eine Lösung sozusagen.
XXXX: Das ist so ein bisschen unser, sage ich mal, in Anführungszeichen Problem.
XXXX: Wenn ich es woanders mache, muss ich mich halt erstmal wieder,
XXXX: was kann jetzt bei Scaleway die Serverless-Funktion, was ist da bei S3,
XXXX: also wie das bei denen heißt, der Object Storage, das dauert halt einfach viel,
XXXX: viel länger. Und ich kenne die ganzen Stolperfallen noch nicht.
XXXX: Bei AWS weiß ich genau, was ist das Problem, wie kann ich große Daten,
XXXX: Terabyte von S3 runterladen, was ist da, da gibt es ja Dinge,
XXXX: die hat der normale Entwickler noch nie gehabt, das Problem,
XXXX: die wir da schon gelöst haben, sage ich mal. Das ist immer so ein bisschen das Problem.
XXXX: Aber wir gucken uns durchaus jetzt auch andere Sachen an. Anderes Problem auch
XXXX: noch ist halt immer, es macht halt immer am meisten Sinn, dahin zu gehen,
XXXX: wo auch viele andere sind.
XXXX: Und wenn ich mir jetzt halt angucke, Anzahl Kunden bei Cloud Provider oder auch
XXXX: irgendwie Lösung X und vergleiche das mit dem anderen, dann macht es halt immer
XXXX: eigentlich schon am meisten da Sinn, wo halt auch die meisten Kunden sind, da ist halt der Umsatz.
XXXX: In der Regel auch dann höher. Deswegen, ja, mit Attachment-AV haben wir jetzt
XXXX: einfach so ein bisschen flexibler.
XXXX: Wir haben uns schon wegentwickelt von AWS, auch mit Absicht,
XXXX: weil wir halt immer schon wussten, dass wir nicht alles auf einen Standbein setzen wollen.
XXXX: Und das ist so ein bisschen was mit Attachment-AV auch so Stück für Stück passiert tatsächlich.
Andy: Was hältst du jetzt? Das haben wir uns vorhin die AWS-Souverän-Cloud angesprochen.
Andy: Ich hatte ja auch schon ein bisschen belächelt.
Andy: Ich habe auch einen Bekannten, der sich sehr reichweitenstarken LinkedIn-Post
Andy: zugeschrieben hat, glaube ich, den Handelsregister-Auszug gepostet und von wegen
Andy: AWS hätte es so verkackt,
Andy: weil es eben ja der Inhaber am Ende die amerikanische Firma ist.
Andy: Was hältst du von der ganzen Geschichte?
Andy: Denkst du, das hat eine Chance oder werden die, jetzt haben wir auch angesprochen,
Andy: dass es ein paar Features gar nicht gibt und das für euch ist es dann wieder eine Chance.
Andy: Hat dann, ich glaube, Microsoft hat ja mal sowas auch gebaut mit der Telekom
Andy: zusammen, so eine Azure Cloud für Deutschland, die gibt es heute nicht mehr.
Andy: Hat das überhaupt eine Chance, wenn es so viele Sonderlocken hat?
XXXX: Gute Frage, ja. Ich bin mir auch nicht sicher. Also ich finde es erstaunlich,
XXXX: wie viel Aufwand AWS offenbar reingesteckt hat technisch. Also sie haben wirklich
XXXX: ja versucht, technisch alles abzutrennen von dem, sag ich mal,
XXXX: aus US gesteuerten Teil ihrer Cloud.
XXXX: Also sie haben wirklich DNS, Zugriffsrecht, alles extra gebaut.
XXXX: Das macht es ja wahnsinnig technisch auch wirklich kompliziert.
XXXX: Die Dokumentation ist ein Klon von der anderen.
Andy: Okay.
XXXX: Da müssen sie auch alles pflegen. Also ich weiß gar nicht, da muss ja wahnsinnig
XXXX: viel Arbeit reinfließen, dann das alles aktuell zu halten und zu maintainen.
XXXX: Deswegen, ich bin mal gespannt, wie, also die ganze Consultant,
XXXX: wir haben viele Verbindungen noch zu diesen ganzen AWS-Consultant-Firmen in
XXXX: Europa und Deutschland.
XXXX: Und die sind ja alle, die werden alle drauf getrimmt, jetzt in diese Servering
XXXX: Cloud ihre Kunden zu begleiten.
XXXX: Also das wird schon ein Sales-Druck dahinter sein, da Leute auch reinzubringen.
XXXX: Aber ich bin auch mal gespannt, wie das dann am Ende, also ob sich der ganze
XXXX: Aufwand für AWS auch nachher lohnt. Ich meine, die werden schon irgendwie auch durchgerechnet.
XXXX: Aber so von außen betrachtet frage ich mich, die müssen ja dann auch schon Umsätze
XXXX: da machen, dass sich das alles lohnt.
Andy: Ja, da brauchen halt ein Commitment. Weil also ich frage mich halt,
Andy: wenn du jetzt in Frankfurt bist, was weiß ich, und in der Regel hast du ja deine
Andy: Daten selber verschlüsselt, hoffe ich zumindest, mit deinem eigenen Schlüssel,
Andy: der nicht in AWS läuft, dann sind deine Daten einigermaßen sicher.
Andy: Ja, es steht eine amerikanische Firma drüber und so weiter, kann man gerne geteilter Meinung dazu sein.
Andy: Aber gehst du jetzt nicht her und migrierst es in die Sub-Rand-Region,
Andy: vor allem nicht, wenn du weniger Funktionen hast.
Andy: Auf der anderen Seite, wenn du öffentlicher Dienst bist, dann gehst du doch
Andy: zum richtig souveränen Angebot, zu einem deutschen oder europäischen Anbieter.
Andy: Da gibt es ja jetzt auch eine gute Auswahl. Du hast es Hellway genannt,
Andy: es gibt Staggit, es gibt EON, es gibt,
Andy: was weiß ich, UpCloud aus Finnland, Exascale aus der Schweiz,
Andy: wir sind ja hier neutral, um ein bisschen ein paar zu nennen,
Andy: dann gehst du doch dahin, wenn die Features reichen, sage ich mal.
XXXX: Würde ich jetzt spontan auch vermuten, aber ich kann es dir nicht sagen.
XXXX: Ich sehe auch, also wenn ich jetzt wirklich diese Sorgen habe mit US- Konzernen
XXXX: und Dingen, verstehe ich nicht ganz, was der große Unterschied zwischen European
XXXX: Servern Cloud und Frankfurt ist.
XXXX: Tatsächlich Weniger Features und 10 Prozent, das ist auch teurer,
XXXX: das ist mindestens 10 Prozent teurer, das musst du ja auch noch berechnen und
XXXX: Migration ist eh, also Migration von dem einen nach andere glaube ich dann noch
XXXX: weniger, es kostet ja auch mal einen Haufen Geld und Aufwand,
XXXX: also bin gespannt, was sich da tut.
XXXX: Wir gucken jetzt mal halt, weil es das Virenscanner Feature gibt,
XXXX: ist das schon seitens wirklich so kurzfristig interessant, da kann man so ein
XXXX: bisschen opportunistisch vielleicht was ab was lösen.
XXXX: Und den Umsatz mitnehmen, aber ja, ich bin mal gespannt, wie es sich entwickelt.
XXXX: Also, was man auch sagen kann, man kann schon, also AWS hat schon die sind schon
XXXX: auch gut mit einem großen Verkaufsteam und die haben da schon auch ein bisschen
XXXX: Power dahinter, solche Dinge auch zu steuern.
XXXX: Von dem her, mal gucken.
Andy: Heute Morgen habe ich ein Newsletter bekommen oder einen Link,
Andy: da steht AI is killing B2B SaaS.
Andy: Die schickt dir den Artikel nachher und werden hier auch in den Shownotes verlinken.
Andy: Wie ist so dein Take? Sieht man jetzt so flinkt in dir auch.
Andy: Du hast N8N angesprochen. Das habe ich gestern schon gesehen.
Andy: Bei Cloud bauen sie jetzt selber Agenten ein. Brauchst vielleicht gar kein N8N mehr in Zukunft.
Andy: Gehe ich jetzt her und kann nächste Woche hingehen und mir Bucket AV selber nachbauen.
Andy: Funktioniert das dann? Natürlich noch die Sophos Lizenz.
Andy: Also ist das eine Gefahr für euer Geschäft? Was denkst du dazu?
XXXX: Ich kann es dir auch nicht genau sagen. Ich lese auch diese Artikel überall.
XXXX: Ich probiere es so selber ein bisschen aus, baue Sachen, gucke, was da rauskommt.
XXXX: Ich bin noch unentschlossen, ehrlich zu sein. Also mal gucken,
XXXX: wie sich das weiterentwickelt.
XXXX: Ich glaube schon, dass ich habe irgendeine Lösung gebaut und ich habe fünf Jahre
XXXX: lang investiert, eine Lösung weiterzuentwickeln und im Detail sozusagen zu verfeinern.
XXXX: Das ist schon ein Unterschied.
XXXX: Also das sehe ich bei Bucket AV.
XXXX: Du denkst, das ist ja eigentlich super einfach. Du lädst eine Datei von S3,
XXXX: schickst sie durch den Virenscanner. Was soll da schon schief gehen?
XXXX: Aber was da im Detail alles nachher drin gelandet ist, an Problemen,
XXXX: die wir da gelöst haben in Software, das hätte ich am Anfang auch nicht gedacht,
XXXX: was da alles so passieren kann.
XXXX: Was alles schief gehen kann und unter hoher Last auch so Systeme zu betreiben und so.
XXXX: Also da haben wir wirklich über die Jahre viel gelernt und viel rein implementiert.
XXXX: Und ich denke mir immer, ich kann mir noch nicht ganz vorstellen,
XXXX: dass das nachher aus so einer LLM rausfällt in dieser Detailtiefe.
XXXX: Dass du da kurz mal eben ein Skript oder eine Lösung bauen kannst,
XXXX: das sehe ich so. Das finde ich auch ganz interessant.
XXXX: Aber ich glaube dann, so ein Produkt über die Jahre zu verfeinern und zu verbessern,
XXXX: Und das ist schon nochmal eine Leistung, die da eben nicht einfach aus so einem LLM rausfällt.
Andy: Aber du tust es selber auch schon mit AI-Coden logischerweise. Was nutzt du da aktuell?
XXXX: Also ich benutze es eigentlich gerade viel, meine Sachen zu reviewen.
XXXX: Also ich sage, dann guck dir das nochmal an. Was fällt dir da auf?
XXXX: Ich benutze es oft so, Fehler zu finden. Also ich habe irgendwie so einen Stacktrace
XXXX: und dann sage ich, was ist hier schiefgegangen?
XXXX: Und dann ist es meistens relativ gut darin, die Stelle zumindest zu finden.
XXXX: Und ich sehe dann relativ schnell, was das Problem ist. Das hilft mir ganz gut.
XXXX: Ich habe es jetzt auch schon viel benutzt bei Blogposts. Also Michael und ich,
XXXX: wir machen ganz viel Peer-Reviewing.
XXXX: Also alles, was wir programmieren, alles, was wir auch an Content machen,
XXXX: schaut der andere nochmal durch und meistens mit GitHub so ein Pull-Request
XXXX: und schaut der andere kurz rein.
XXXX: Und es hat tatsächlich jetzt mit Blogposts viel gemacht, dass ich die auch in
XXXX: die LLM reinwerfe und sage, guck dir das mal kritisch an, habe ich irgendwas
XXXX: technisches falsch beschrieben und so.
XXXX: Das ist mir tatsächlich, hat es mir auch schon öfters was gefunden,
XXXX: wo ich einfach was geschrieben habe, was nicht ganz stimmt.
XXXX: Kann ich sagen, guck hier nochmal in die Doku von der API von der,
XXXX: was weiß ich, von hier, von da.
XXXX: Guck dir hier nochmal die Preise an, habe ich es richtig ausgerechnet.
XXXX: Also ganz spannend, da habe ich oft auch schon Fehler damit gefunden.
XXXX: So benutze ich es eigentlich gerade tatsächlich.
Andy: Aber so zum Coden dann Claude oder Codex oder bunt gemischt?
XXXX: Bunt gemischt. Ich probiere alles so ein bisschen aus. Was mir eigentlich ganz
XXXX: gut gefällt, ich habe Continue Dev, das ist so ein Plugin für Visual Studio Code.
XXXX: Da habe ich hinten AWS Bedrock dran gehangen und dann kann ich da die Modelle
XXXX: mir so ein bisschen aussuchen und durchprobieren.
XXXX: Das fand ich eigentlich ganz interessant, so ein bisschen zu rumspielen.
Andy: Na, cool. Ja, haben wir da ein bisschen einen Einblick bekommen.
Andy: Beim Vertrieb Marketing, da haben wir jetzt ja auch schon viel drüber gesprochen,
Andy: dass ihr da sehr profitiert von dem Marketplace, aber was ich jetzt noch nicht
Andy: ganz verstanden habe, wie,
Andy: Also musst du da eine Provision auch an den Marktplatz abtreten oder stellen
Andy: die dir denn hin, weil du nutzt ja selber AWS-Ressourcen, machst so wieder Umsatz auf der Plattform.
Andy: Wie funktioniert sowas? Und wann bekommst du dein Geld? Ist das dann immer ein
Andy: Monat, nachdem das mit dem Kunde abgerechnet wurde, so zeitversetzt?
Andy: Also wie funktioniert das?
XXXX: Andi, was denkst du? Musst du bei Amazon eine Provision bezahlen,
XXXX: wenn du einen Marktplatz benutzt?
Andy: Ich würde sicherlich jetzt mal ja sagen, aber sie haben ja eigentlich verdient
Andy: ja mit dir schon Geld, wenn du die, du bringst den Kunden auf die Plattformen.
XXXX: Sie verdienen gerne Doppelt auch, denke ich. Ja, also du zahlst eine Provision
XXXX: natürlich. Die ist auch ganz unterschiedlich.
Andy: 5, 10, 10, unterschiedlich.
XXXX: Okay. Unterschiedlich je nach Produktart. Also eine hohe Provision zahlst du
XXXX: für diese AMI-Produkte, also wie Bucket AV.
XXXX: Eine niedrige Provision zahlst du für SaaS-Produkte.
XXXX: Sie pushen ganz arg, dass die ganzen Partner alle über diesen Marketplace verkaufen.
XXXX: Das ist ein großes Ziel von AWS.
XXXX: Wir können froh sein, dass wir noch keine Werbung schalten müssen im AWS-Marketplace,
XXXX: wie du es bei Amazon hast.
Andy: Ich habe noch Fragen, musst du da jetzt Marketplace Optimization machen schon,
Andy: also so damit du gefunden wirst.
XXXX: Also wir machen natürlich Keywords, also wir gucken, dass unsere Keywords gefunden
XXXX: sind, gucken immer, wie das Ranking zu den Konkurrenten und so ist,
XXXX: das machen wir auf jeden Fall.
XXXX: Es gibt noch keine Werbung auf dem AWS Marketplace, das wird sicher irgendwann
XXXX: kommen, bin ich mir 100% sicher.
XXXX: Genau. Dann der Marketplace, was wirklich schwierig ist, also man kommt schlecht
XXXX: an die Daten ran, worüber sind die Kunden das erste Mal gekommen?
XXXX: Also sind sie über unsere Webseite gekommen oder sind sie über ein Marketplace
XXXX: gekommen? Kann man nicht so 100% auseinanderhalten anhand der Daten,
XXXX: die man da kriegt leider.
XXXX: Aber es sind, denke ich, beides wichtige Kanäle für uns.
XXXX: Und das, was für uns immer gut funktioniert, ist, wenn du ein Problem hast,
XXXX: was du halt leicht suchen kannst.
XXXX: Also du hast halt das Problem S3-Viren-Scan, dann ist klar, was braucht der
XXXX: Kunde, also das kannst du, Keywords sind klar, alles ist relativ simpel,
XXXX: es gibt nicht so viele Alternativen.
XXXX: Das ist auch, was uns bei AWS-Monitoring mit Marboard deutlich schwerer fällt,
XXXX: weil das ist halt ein viel breiteres Feld.
XXXX: Der Kunde kennt halt einen viel breiteren Begriff an, da gibt es viel mehr Lösungen,
XXXX: da ist es viel schwieriger im CEO und so zu machen.
XXXX: Das ist auf jeden Fall so. Deswegen versuchen wir auch eher so diese,
XXXX: also wir gucken auch ein bisschen bei der Produktauswahl, was wir bauen,
XXXX: können wir das einfach erklären und passt es in drei Keywords sozusagen.
XXXX: Okay, das ist auch eine Strategie.
XXXX: Ja, weil mit zwei Leuten, du hast jetzt keine Zeit, irgendwie lange was zu erklären.
XXXX: Wir haben da nicht die Kapazität, irgendwie einen riesen Marketing-Bohai abzufeuern,
XXXX: sozusagen, um erstmal irgendwie das nie zu erklären.
XXXX: Und das funktioniert für unser Produkt nicht. Also das können wir nicht leisten, sowas.
Andy: Kriegst du dann Bewertungen auf dem Marktplatz und kannst dadurch in dem Ranking steigen?
Andy: Also nur 5-Sterne-Bewertungen oder gibt es auch Kommentare von Kunden oder wie läuft das?
XXXX: Genau, Bewertungen sind, also wie immer weißt du nicht genau,
XXXX: wie der Algorithmus die Sortierung macht, aber Bewertungen scheinen auf jeden Fall reinzufließen.
XXXX: Das heißt, wir gucken, dass wir mit Kunden, mit denen wir interagiert haben,
XXXX: eben nachher noch mal Bewertungen im Marketplace fragen und das hilft auch auf
XXXX: jeden Fall, im AWS Marketplace gefunden zu werden.
XXXX: Hilft natürlich auch, den Trust aufzubauen, wenn jemand sich die Lösung anschaut.
XXXX: Genau, das auf jeden Fall.
Andy: Und jetzt dann zu Attachment-AV und eurem eigenen SaaS.
Andy: Wie sieht da euer Marketing-Game aus? Also macht ihr da Performance-Marketing?
Andy: Macht ihr wieder Vorträge, Infoprodukte? Gibt es irgendwas, was da besonders
Andy: gut funktioniert oder wie funktioniert die Kundenakquise dafür?
XXXX: Das Einzige, was wir bisher zum Laufen bekommen haben, ist eigentlich Content-Marketing.
XXXX: Also das ist das Einzige, was jemals bei uns richtig funktioniert hat.
XXXX: Das heißt, wir gucken, dass wir Content produzieren, machen YouTube-Videos,
XXXX: machen Blog-Posts, SEO-Sachen.
XXXX: Das ist das eine. Und bei Attachment-LV ist tatsächlich auch dadurch,
XXXX: dass du halt Integration dann hast, du hast dann was bei Make.com auf der Seite
XXXX: über dein Produkt, du hast was bei N8N dann drin, bei WordPress im Plug-in-Store.
XXXX: Du hast ja auch immer Backlinks und kannst wieder zurück verlinken und so.
XXXX: Das ist ganz, ganz interessant auf jeden Fall, um das so ein bisschen aufzubauen.
XXXX: Was sehen wir aber? Ist ja alles
XXXX: noch relativ frisch, also ist ja alles so ein bis zwei Jahre erst alt.
XXXX: Also wir sehen jetzt so langsam, dass sich das aufbaut.
XXXX: Gucken auch gerade so ein bisschen an mit SDKs. Also da hast du auch für jede
XXXX: Programmiersprache, gibt es irgendeinen Modul-Package-Manager,
XXXX: wo du wieder was publishen kannst.
XXXX: Da versuchen wir so ein bisschen noch hinzugehen und dann halt auch viel Content.
XXXX: Und das ist auch so eine Story, die zieht sich bei uns seit elf Jahren durch. es ist immer so
XXXX: Sag ich mal, Marketing zu machen steht immer relativ weit unten auf der Sachen,
XXXX: die wir Lust haben zu machen, sage ich mal.
XXXX: Es macht immer mehr Spaß, irgendwas zu programmieren oder irgendwas weiterzuentwickeln.
XXXX: Und da müssen wir uns immer so ein bisschen zwingen, auch genug Marketingzeit
XXXX: zu investieren, um die Sachen dann auch an den Mann zu bringen, tatsächlich.
Andy: Das ist genau so ein Struggle.
XXXX: Den wir haben.
Andy: Also du kannst natürlich Podcast- oder Newsletter-Werbung buchen,
Andy: da mache ich natürlich auch einen Special Deal für euch, ist ja klar.
Andy: Aber jetzt überlege ich gerade auch, wenn ich so zurückgehe bei den Gästen,
Andy: die jetzt ein SaaS gebaut haben, was mich dann doch überrascht hat,
Andy: ist, ich hatte jetzt schon zwei, drei Gäste,
Andy: bei denen brutal funktioniert das Thema Webinare, also dass man eben Wissen
Andy: weitergibt mit einem Partner zusammen.
Andy: Ich war jetzt hier, egal, was war das hier, Social Media Scheduling Tool,
Andy: die hatten über 1000 Teilnehmer in einem Webinar, was ich total abgefahren finde.
Andy: Damit schaffst du ja Trust und auch kleine Verbindungen. Kriegst du auch die
Andy: E-Mail-Adressen vielleicht von den Menschen, die dann teilnehmen.
Andy: Und Weiterempfehlungen, da hatte ich auch ein B2B SaaS hier für Physiotherapie-Praxen.
Andy: Die haben 70 Prozent der Neukunden, kriegen die halt, weil die Bestandskunden
Andy: das weiterempfehlen und dafür einen Benefit bekommen.
Andy: Das fand ich auch abgefahren. Also 70% weiter Empfehlungsquote.
Andy: Mir fallen bestimmt noch ein paar ein.
Andy: Aber ich kann natürlich total verstehen, ihr seid beide Techniker und was man
Andy: am wenigsten gern macht, ist dann rausgehen, Marketing machen und so.
Andy: Verhoffe ich, dass jetzt ein paar über den Podcast auf jeden Fall kommen.
XXXX: Vielleicht. Ja.
Andy: Oder du einen Werbeslot buchst. Das spreche ich mal nachher noch.
XXXX: Ich denke, unser Problem ist so ein bisschen, dass die Produkte sind ja schon
XXXX: ziemlich speziell, sage ich mal.
XXXX: Jetzt nicht jeder, der irgendwie Salesforce hat, will deinen Virenscanner haben,
XXXX: sondern den willst du jetzt halt haben, weil jemand hat dir gesagt,
XXXX: in deiner Security Review, dass du den brauchst.
XXXX: Also ich glaube, wir haben immer, unsere Produkte sind schon auch so ein bisschen,
XXXX: du brauchst wirklich den Need.
XXXX: Du machst jetzt nicht einfach mal so aus, weil du drauf gestoßen bist,
XXXX: kaufst du unser Produkt, sondern wenn du es nicht wirklich brauchst,
XXXX: würde es dich auch nicht interessieren.
XXXX: Ich glaube, ein bisschen anders, wie wenn du ein Physiotherapeut bist,
XXXX: dann kann dich erst mal einer auf die Idee bringen. Du könntest auch ein Online-Tool kaufen.
XXXX: Dann denkst du, ah ja, das würde ja Sinn machen. Aber wahrscheinlich hast du
XXXX: gar nicht die Idee gehabt, nach einem zu suchen. Das ist, glaube ich,
XXXX: ein bisschen der Unterschied.
Andy: Vielleicht musst du eine Partnerschaft oder ein Webinar mit einem ISO 27001
Andy: SaaS-Anbieter machen und dem dann sagen, hey, für jeden Kunde,
Andy: den ihr bei Haben-ein-Viren-Scanner, für Obfekt-Storage oder für Attachments,
Andy: dass die dann eine Provision kriegen.
Andy: Das könnte ich mir jetzt gut vorstellen, dass es dann darüber funkt,
Andy: weil die sind ja dann da dran,
Andy: Können Partner empfehlen?
XXXX: Das wäre eine Möglichkeit, die ist tatsächlich ganz spannend im AWS Marketplace.
XXXX: Bei AWS gibt es ja auch so ein Riesen-Ekosystem mit AWS-Consulting-Partnern.
XXXX: Und die sind ja alle auch provisionsgetrieben. Die kriegen zum Beispiel von
XXXX: AWS-Provisionen, wenn sie irgendwas aufbauen bei AWS.
XXXX: Und die kriegen auch Provisionen, wenn sie was im AWS Marketplace verkaufen.
XXXX: Also können Provisionen kriegen.
XXXX: Das heißt, ich kann theoretisch sagen, du verkaufst für mich Bucket AV an deinen
XXXX: Kunden. lieber Consulting-Partner und du kriegst dafür 20% oder so Rabatt auf
XXXX: unser Produkt, kannst es aber zum gleichen Preis verkaufen.
XXXX: Also solche Deals gibt's, das kannst du auch im AWS Marketplace direkt abwickeln und sowas.
XXXX: Und da gibt's dann große Softwareanbieter, haben dann so Aliens Manager,
XXXX: die haben dann halt, die graben dann die ganzen AWS-Consulting-Partner an,
XXXX: machen mit denen so Agreements, dass die dann da Prozente kriegen und so.
XXXX: Das ist theoretisch möglich, aber ja, wir haben auch noch nie richtig da Zeit
XXXX: in den Reihen investiert und das versucht.
XXXX: Aber das wäre auch eine Möglichkeit, zum Beispiel den Reach da zu erweitern.
Andy: Wenn die von euch Provisionen bekommen und von AWS, dann kriegen die es ja doppelt.
Andy: Von daher ist es für die bestimmt spannend.
XXXX: Könnte sich lohnen. Ja, das stimmt. Aber die Frage ist... Nee,
XXXX: sorry, mach Glück weiter.
Andy: Wolltest du noch etwas sagen? Nee, alles gut.
Andy: Wie funktioniert eine Firmengründung mit dem eigenen Bruder?
Andy: Streitet man sich da? Sieht man sich zu oft? Oder ist das was,
Andy: was bei euch total geschmeidig jetzt gelaufen ist über die lange Zeit?
XXXX: Also wir sehen uns nicht so oft, weil wir nicht im gleichen Vorarbeiten machen.
XXXX: Nein, das funktioniert super gut bei uns. Also wir haben das von Anfang an,
XXXX: war das eine super Sache.
XXXX: Es gab, glaube ich, noch nie über irgendwas Streit.
XXXX: Wir waren uns auch noch nie so richtig über irgendwas uneinig.
XXXX: Wir sind so ein bisschen, ein kleines bisschen verschieden sind wir schon.
XXXX: Michael ist schon ein bisschen mehr, der noch tiefer so im Programmieren und
XXXX: so drinsteckt und da mehr Freude noch drin hat, ich mache schon auch so ein
XXXX: bisschen, zumindest gern so Marketing und Sachen.
XXXX: Genau, deswegen, das funktioniert eigentlich super. Genau, wir haben,
XXXX: es ist auch wirklich angenehm, so mit jemandem das zu machen,
XXXX: den man schon so lange kennt und den man so ein Verhältnis hat.
XXXX: Das macht natürlich auch vieles einfacher.
XXXX: Man kann über Sachen einfach reden, wo man es sonst vielleicht ein bisschen schwierig ist.
XXXX: Schwierigkeiten hat, deswegen ja. Also für uns funktioniert das super.
XXXX: Wir haben auch, das ist ja auch, das Witzige, wir haben ja vorher auch schon
XXXX: zusammen in der gleichen Firma gearbeitet damals, also wir sind schon relativ
XXXX: lange beruflich zusammen unterwegs auch gewesen.
Andy: Naja, witzig. Okay, das wäre cool, wenn es so funktioniert und habt ihr dann
Andy: eine feste, du hast es ein bisschen angesprochen, er ist tiefer in der Technik,
Andy: aber so feste Themen habt ihr euch nicht aufgeteilt. Also jeder macht es so aus, jeder entwickelt.
XXXX: Ja, ja, wir müssen ja auch uns vertreten können, sonst kannst du ja nie in Urlaub
XXXX: oder können nicht sein oder so.
XXXX: Also von dem her wir machen schon jeder alles. Es ist natürlich bei jetzt mittlerweile
XXXX: der vielen verschiedenen
XXXX: Produktvarianten, jetzt auch gerade bei Attachment.aff, wo dann das eine der
XXXX: Michael geboren hat, das andere ich, da ist es manchmal dann ein bisschen schwieriger,
XXXX: muss ich erstmal nochmal eingucken, wie hat er das programmiert,
XXXX: was muss ich da jetzt anfassen, wenn ich da was ändern will.
XXXX: Aber da gibt es schon so ein paar Sachen, die so ein bisschen aufgeteilt sind,
XXXX: aber wir versuchen, dass das schon jeder alles machen kann, damit wir uns auch
XXXX: eben gut vertreten können und das hat eigentlich auch immer ganz gut funktioniert.
XXXX: Wenn wir zusammen in Urlaub gehen, abends gehen wir noch zusammen in Urlaub,
XXXX: das ist dann unangenehm, weil dann muss man abends immer beide den Laptop aufklappen
XXXX: und noch den Support-Hut durchmachen.
Andy: Okay, ja, aber da, okay, also zumindest für First Level und so für Einordnung
Andy: könntest du dir ja jemand holen da an der Stelle.
XXXX: Ja, wir haben tatsächlich den, ich habe schon mit anderen Software-SaaS-Anbietern,
XXXX: die sowas gemacht haben, gesprochen.
XXXX: Also wir haben wirklich das Glück, dass wir wahnsinnig wenig Support-Anfragen kriegen.
XXXX: Also wir haben wirklich, also für so viele Kunden haben wir relativ wenig Support-Anfragen,
XXXX: deshalb wir kriegen das ganz gut hin, das noch selber zu machen.
XXXX: Und der Vorteil ist, dass wir halt immer auch gleich das Feedback,
XXXX: also wir haben immer im Kopf eigentlich das Feedback, weil ich habe es ja jeden
XXXX: Tag gelesen, was die Kunden schreiben.
XXXX: Ich muss jetzt nicht lange das zusammenfassen lassen und mir angucken.
XXXX: Das hilft eigentlich ganz gut.
Andy: Wie sieht eure Wocheneinteilung auf? Also arbeitet ihr noch normal 40 Stunden
Andy: und macht dann jeden Tag ein anderes Produkt?
Andy: Besprecht ihr montags kurz, synchron oder asynchron, was steht die Woche an?
Andy: Also wie viel ist davor Bauchgefühl? Wie viel ist Reaktion auf den Markt?
Andy: Wie viel ist geplant dann ein Jahr voraus oder so? Wie macht ihr das?
XXXX: Wir machen immer so ungefähr vierteljährlich, machen wir so eine grobe Marschrichtung sozusagen.
XXXX: Wo wollen wir unsere Zeit rein investieren? in welche Produkte,
XXXX: Erweiterung, wo soll die Zeit reinfließen, was macht gerade Sinn.
XXXX: Dann haben wir einen Backlog mit dem, was wir so im nächsten Vierteljahr so grob so machen wollen.
XXXX: Und dann ist aber vieles tatsächlich auch ergibt sich dann auch doch relativ spontan.
XXXX: Kundenanfragen, wo man dann doch nochmal kurz reinguckt und dann was umsetzt
XXXX: auch oder wie sich gerade mit der European Server in Cloud irgendeine Opportunity
XXXX: halt auftut, die man dann doch noch nutzen will.
XXXX: Also vieles ist, es gibt so einen groben Plan, aber es wird dann auch schon
XXXX: viel über den Haufen geworfen und dann doch nochmal anders gemacht.
XXXX: Oder manchmal ist ja auch so, du ziehst an einer Ecke, willst was entwickeln,
XXXX: was weiterbauen, dann merkst du, du musst erstmal noch an der anderen Ecke was
XXXX: anderes machen, damit das überhaupt funktioniert. Also es ist ja oft auch so,
XXXX: dass sich Dinge dann zu Abhängigkeiten zueinander haben und die ergeben sich dann auch viel spontan.
XXXX: Genau, wir jonglieren so unser Privatleben mit unserem Arbeitsleben durch die Gegend.
XXXX: Also dann ist halt einmal eine Woche, wo wir ein bisschen mehr arbeiten,
XXXX: weil wenn es gerade gut läuft, die nächste Woche sind Kinder krank,
XXXX: Schule hat geschlossen, was auch immer.
XXXX: Dann hast du ein bisschen weniger, also das so über die Gegend.
XXXX: Übers Jahr verteilt sich das dann so und dann haben wir einen ganz relativ normalen
XXXX: Arbeitsalltag. Aber wir sind halt sehr flexibel, was ich auch echt richtig schätze.
Andy: Habt ihr schon mal eine Anfrage bekommen, ob irgendjemand anders 1 Euro Produkte kaufen will?
Andy: Hat Sophos sich mal gemeldet und gemerkt, hey, es wäre eigentlich ganz cool,
Andy: wenn wir das selber anbieten würden, was die zwei da machen.
Andy: Also ist das schon mal eine Anfrage bei euch im Postfach gelandet?
XXXX: Also es kommen ab und zu zu Anfragen von so Investoren, die so SaaS-Sachen zusammenkaufen.
XXXX: Ich weiß gar nicht, wie man die ganz genau nennt.
Andy: So für Akzentatoren gibt es für SaaS-Firmen.
XXXX: Ja, genau. Das kommt ab und zu rein. Ich bin mir nicht sicher,
XXXX: wie ernst gemeint die Anfragen tatsächlich immer sind.
XXXX: Also es ist ja immer schwer abzuschätzen. Wir haben aber bisher auch immer gesagt,
XXXX: dass wir eigentlich überhaupt kein Interesse haben und haben das immer gleich abgedehnt.
XXXX: Also im Moment macht es für uns großen Sinn.
XXXX: Ich frage mich auch immer, das ist so ein bisschen unser Ding.
XXXX: Ich meine, wir sind ja zwei Leute.
XXXX: Wenn wir was verkaufen, wollten wir da auch eigentlich raus.
XXXX: Also warum sollte man das kaufen, ist auch so ein bisschen eine Frage.
XXXX: Also wenn man was für das Verkaufen optimieren wollte, müssten wir anfangen, ein Team aufzubauen.
XXXX: Das jetzt in der aktuellen Situation ist das jetzt nicht auf unserer Agenda,
XXXX: aber vielleicht mal in der Zukunft mal schauen.
Andy: Okay, weil die Work-Life-Balance so passt, da hast du jetzt glaube ich gerade
Andy: nichts dazu gesagt, vor allem wie viele Stunden du noch reinsteckst in der Woche.
Andy: Kann man es überhaupt so sagen?
XXXX: Ich kann es dir jetzt vielleicht sagen, aber es ist, denke ich,
XXXX: eine relativ normale Arbeitswoche.
XXXX: Ist jetzt nicht super exzessiv, also wir haben früher deutlich mehr gearbeitet, auf jeden Fall.
XXXX: Aber ja, ich denke, eine relativ normale Arbeitswoche haben wir.
Andy: Ja, okay. Also Verkauf, also es gibt zum Beispiel in Deutschland die SaaS Group,
Andy: da kenne ich hier auch den Tobi, der das macht.
Andy: Okay, ich kenne auch Firmen, die dahin schon verkauft wurden,
Andy: sowas gibt es zum Beispiel.
Andy: Und ja, deswegen hat es mich jetzt mal interessiert, aber ist natürlich klar,
Andy: wenn ihr zu zweit das macht und es für euch so funktioniert und ihr dann eher
Andy: neue Produkte dazu baut,
Andy: wie dann verstehe ich natürlich, dass das ist natürlich eine coole Geschichte,
Andy: wenn ihr, wenn einer von euch eine neue Idee hat, also wahrscheinlich habt ihr
Andy: zehn Ideen, jeder gerade in der Schublade und das macht ihr dann auch bei diesem
Andy: Drei-Monats-Treffen und dann,
Andy: hat jeder eine Stimme und dann wird geschaut, was entwickelt wird oder geht
Andy: dann jeder zu seinen Stiefel und entwickelt das, was er gerade machen will,
Andy: wenn ihr ein neues Produkt bauen wollt?
XXXX: Nee, wir sprechen schon ab. Also wir haben, natürlich haben wir viele Ideen,
XXXX: wahrscheinlich, also Ideen hat ja meistens jeder viele, das ist ja immer nicht
XXXX: das Problem, Ideen zu haben.
XXXX: Das Problem ist ja, was macht irgendwie auch Sinn, was kann man irgendwie auch
XXXX: etablieren, wo denken wir, ist das realistisch?
XXXX: Und da ist es für uns mittlerweile eigentlich so, dass wir halt immer so ein
XXXX: bisschen gucken, da wo wir jetzt sind, wo kann man da eigentlich noch ganz geschickt anbauen?
XXXX: Also das ist ja echt, wir haben also was sind unsere Voraussetzungen mit den
XXXX: bestehenden Kunden, die wir haben, was passt zu denen noch, was mit unserer,
XXXX: wir haben ja so ein bisschen auch noch Reichweite mit Blog und YouTube-Channel
XXXX: und so, was können wir darüber vielleicht noch machen?
XXXX: Also es ist ja immer auch schon ein bisschen überlegen, was passt auch einfach noch so rein?
XXXX: Also was komplett, haben wir auch mal überlegt, ob wir was komplett anderes nochmal machen.
XXXX: Also der Bereich Finanzen, Märkte, Aktienmärkte uns so interessiert und so,
XXXX: eigentlich so privat, haben wir auch schon überlegt, ob wir da noch irgendwie
XXXX: Software-SaaS in die Richtung machen. Aber das ist halt schon weit weg von dem,
XXXX: was wir jetzt bisher so gemacht haben.
XXXX: Da müsstest du ja relativ von Null nochmal anfangen mit Marketing und Content bauen und so.
XXXX: Ist das dann meistens nicht ganz oben auf der Liste.
Andy: Glaubst du, dass du nicht, also du hast es jetzt angesprochen,
Andy: ich kenne natürlich, der Summit war schon ein paar Mal hier im Podcast,
Andy: der Parkett baut, gibt es ja jetzt mittlerweile 20 Tools.
Andy: Bei ihm ist das ja aus dem persönlichen Need und Schmerz entstanden,
Andy: damals, weil er mit dem Comdirect-Tracking unzufrieden war.
Andy: Ist, glaube ich, Podcast-Folge 3, wenn es interessiert, haben wir darüber gesprochen,
Andy: ist schon eine Weile her, hat sich mittlerweile auch super entwickelt.
Andy: Glaubst du, dass du ein Persön, also funktioniert sowas dann auch auszuprobieren,
Andy: aus eurem Business, brauche ich da einen persönlichen Schmerz?
Andy: Ist das die Motivation oder kann ich auch einfach ganz nüchtern den Markt analysieren
Andy: und sagen, da fehlt noch was, da stecke ich jetzt nochmal Zeit rein?
Andy: Also musst du wirklich einen Leidensdruck haben, damit es dann Erfolg wird?
XXXX: Also ich glaube, es hilft halt, wenn man was baut, was man selber braucht,
XXXX: weil man halt viel leichter einschätzen kann, ob es auch so funktioniert, wie man es baut.
XXXX: Also gerade bei Bucket AV, wo wir halt viel Knowledge hatten über AWS,
XXXX: Das hilft natürlich super, zu wissen, was sind da die Möglichkeiten,
XXXX: was sind die möglichen Anforderungen.
XXXX: Wenn du da ins Blaue reingehst, von irgendeinem Thema, wo du gar keine Ahnung
XXXX: hast, hast du es, denke ich, deutlich schwieriger.
XXXX: Da musst du erst mal ganz schön viel Feedback bekommen. Und wo kommt das am Anfang her?
XXXX: Also ganz am Anfang hast du halt immer das Problem, du hast wenig Kunden,
XXXX: kriegst wenig Feedback. Jetzt später wird es natürlich immer leichter.
XXXX: Und deswegen, wir haben eigentlich immer Sachen gebaut, die wir auch selber benutzen können.
XXXX: Auch zum Beispiel mit Hyper-Enf, mit den GitHub-Runnern, wenn wir die nicht
XXXX: selber in relativ großem Stil benutzen würden, dann würden wir viele Probleme
XXXX: gar nicht rausfinden, weil unsere Kunden schreiben uns das nicht gleich am Anfang,
XXXX: was da jetzt das Problem ist, sondern das muss dann auch erstmal funktionieren.
XXXX: Von dem her denke ich, es hilft schon, wenn man was baut, was man auch selber
XXXX: braucht. Ja, das hilft auf jeden Fall.
Andy: Habt ihr irgendwann einen Moment gehabt, wo ihr Bock hattet?
Andy: Also hattest du irgendwann gezweifelt? Ist es noch das Richtige?
Andy: Ich schmeiße alles hin, übergebe deinem Bruder das Ganze und mache was komplett
Andy: anderes? Oder hat es das nie gegeben?
XXXX: Das hat es nie gegeben. Es gab mal einmal eine kurze Zeit, wo wir ein bisschen,
XXXX: wir haben das Consulting ein bisschen runtergefahren gehabt,
XXXX: wo wir noch nicht so viel SaaS-Revenue hatten.
XXXX: Und wir dachten, wir machen es ein paar Monate, wo wir kein Consulting haben,
XXXX: wo wir ein bisschen Zeit haben, Produkte weiter zu entwickeln und Urlaub zu machen und sowas.
XXXX: Und haben dann aber Schwierigkeiten gehabt, das Consulting wieder an den Start
XXXX: zu kriegen, den Umsatz. Das war mal eine Phase, wo es ein bisschen eng war.
XXXX: Aber ansonsten, ich kann mir auch mittlerweile echt gar nichts anderes mehr vorstellen.
XXXX: Also ich hoffe, dass das noch lange gut geht.
XXXX: Ich kann mir gar nicht vorstellen, irgendwo mich anstellen zu lassen oder irgendwas
XXXX: anderes wiederzumachen. Das kann ich mir gerade schwer vorstellen.
Andy: Weil du da auch gar nicht mehr kompatibel bist wahrscheinlich mittlerweile.
XXXX: Weiß ich nicht, das stelle ich mir zumindest schwierig vor. Ich habe ja viele
XXXX: Firmen von innen gesehen im Consulting und das stelle ich mir schwierig vor,
XXXX: da wieder hinzugehen. Aber mal schauen.
Andy: Das kann ich verstehen, das kann ich auf jeden Fall nachvollziehen.
Andy: Was denkst du, wenn du jetzt so zurückblickst auf die letzten Jahre,
Andy: wenn du zwei, drei Faktoren nennen könntest, die für den Erfolg eures Businesses
Andy: jetzt entscheidend waren.
Andy: Was würde da in den Sinn kommen?
XXXX: Also ich glaube, das ist ja immer so ein bisschen eine Frage,
XXXX: wie lange macht man was weiter, wenn es scheinbar nicht funktioniert?
XXXX: Also so, wir nennen das Konsistenz oder wie soll man es in ein Wort fassen?
Andy: Resilienz.
XXXX: Resilienz, ja. Oder Durchhaltevermögen oder wie auch immer.
XXXX: Und ich glaube, das haben wir tatsächlich schon relativ viel,
XXXX: dass wir schon auch, wenn wir uns für was committed haben, dann ziehen wir das
XXXX: schon eine Weile durch, auch wenn es am Anfang nicht so aussieht, als ob es funktioniert.
XXXX: Und es ist auf der einen Seite irgendwie was, was man, glaube ich,
XXXX: braucht, wenn man was aufbauen will, dass man halt auch zu Zeiten durchstehen
XXXX: muss, wo es nicht läuft, wenn man Pech hat.
XXXX: Andererseits ist es ja auch immer so eine schwierige Sache, wie lange zieht
XXXX: man jetzt was durch und wann hört man es auf?
XXXX: Also das ist ja, weil manchmal muss man ja auch gehen lassen,
XXXX: wenn es halt nicht funktioniert.
XXXX: Und das ist so ein bisschen ein Spannungsfeld. Aber ich denke,
XXXX: ich bin froh, dass wir zum Beispiel bei BucketAV oder so relativ lange da drangeblieben sind.
XXXX: Weil am Anfang, wenn ich da die Zahlen kurz mal angeschaut, wie das halt gestartet
XXXX: ist, um es auch zu vergleichen mit den anderen Produkten jetzt.
XXXX: Also wie schnell ist es eigentlich am Anfang gewachsen?
XXXX: Und das war halt, am Anfang ist es ja, so schaust du dir das an,
XXXX: die Kurve, und dann ging es halt so, da hast du 10 Dollar verdient, nach 20.
XXXX: Also das ist ja furchtbar eigentlich, demotivierend, weil dann denkst du,
XXXX: da musst du ja noch 100 Jahre warten, bis das was wird.
XXXX: Aber da dann dran zu bleiben und das kann dann halt doch nach fünf Jahren was
XXXX: werden, also das ist auch schon eine relativ wichtige Sache und ich glaube das
XXXX: ist auch so Bootstrapping, ich glaube es hilft schon, wenn man
XXXX: es nebenher startet, also wenn man noch entweder ein
XXXX: Consulting-Business oder Freelancing, also wenn man einfach noch einen Revenue-Stream hat, den man
XXXX: mit dem man was auch relativ lange durchhalten kann. Weil wenn wir jetzt einfach
XXXX: von null, also ich weiß jetzt auf dem Bankkonto, wir können jetzt drei Monate
XXXX: durchhalten, lass uns eine Softwarelösung bauen, das schafft man in der Zeit nicht.
XXXX: Ich glaube, das unterschätzt man, wie lange es halt auch braucht,
XXXX: so Lösungen, gerade Software am Markt zu etablieren.
XXXX: Ich glaube, das dauert einfach so ein bisschen. Am Anfang hast du halt...
Andy: Im B2B-Bereich, glaube ich. Im B2C hast du es, glaube ich, einfacher, aber so...
XXXX: Ja, vielleicht, ja, genau. Und ich glaube, wenn man ein bisschen Durchhaltevermögen
XXXX: hat und einfach von woanders noch sein Dach über dem Kopf und sein Essen bezahlen
XXXX: kann, dann hat es, glaube ich,
XXXX: wirklich für uns gut funktioniert, wenn man das dann auf lange Zeit strecken kann.
XXXX: Das ist halt auch so ein bisschen vielleicht der Schwäbische,
XXXX: also ein bisschen Risiko rausnehmen und mit relativ wenig Risiko Unternehmer sein sozusagen.
XXXX: Aber andererseits hat man auch mehr Chancen, kann man länger mitspielen im Spiel.
Andy: Ja, ich glaube auch, dass so die besseren Produkte entstehen dann einfach,
Andy: wenn du dir auch Zeit dafür nimmst und nicht kurz was hinrotzt und dann in zwei
Andy: Monaten dir selber den Druck machst, dass es dann bis dahin funktionieren muss,
Andy: so wie du es beschrieben hast.
Andy: Also bin ich fest davon überzeugt, dass es genau so ist.
Andy: Abschließend, was machst du, wenn du nicht vorm Computer sitzt?
Andy: Also wie erholst du dich privat? Kannst du irgendwie bei irgendwas besonders gut abschalten?
Andy: Oder hast du ständig im Kopf, hey, mal gucken, was nachher wieder schiefgegangen
Andy: ist oder was für ein Ticket da liegt.
XXXX: Ja, also bei mir sind schon die zwei Prioritäten Arbeit und Familie.
XXXX: Und dann ist eigentlich 99 Prozent meiner Zeit verplant.
XXXX: Und ansonsten, ich bin ganz gut im Abschalten beim Schwimmen,
XXXX: ein bisschen Sport machen.
XXXX: Aber auch so ein bisschen auch versuchen, nicht ganz verkrüppelt vorm Computer
XXXX: mit einem Rückenschmerzen herauszukommen. Genau, das ist so ein bisschen.
Andy: Ja, okay. Und Podcast hören, hoffe ich. Podcast hören, wahrscheinlich auch nicht.
XXXX: Ich habe vor kurzem, meine Podcast-App zeigt jetzt so eine Statistik an,
XXXX: wie viele Stunden Podcasts ich höre.
XXXX: Das sind wahnsinnig viele Stunden, aber ich muss ehrlich sagen,
XXXX: dass ich nicht alle Zeit davon richtig zuhöre.
XXXX: Das passiert auch ganz viel so nebenher beim irgendwas anderes machen.
Andy: Man muss alles mal so Stichworte fallen lassen, damit man die Aufmerksamkeit wieder hat.
Andy: AWS, souverän, keine Ahnung, Kostenexklusion.
Andy: Ja, ey, Andreas, vielen, vielen Dank für das, jetzt haben wir schon eine Stunde
Andy: 20 gequatscht, 22, die Zeit vergeht wie im Flug, wenn man ein bisschen Spaß
Andy: hat und was dazulernen, ich habe sehr viel gelernt mal wieder,
Andy: ich danke dir vielmals fürs Teilen der Story und ich hoffe, dass der ein oder
Andy: andere Kunde sich jetzt da bei euch anmeldet und,
Andy: oder sich bei euch mit Feedback oder mit Ideen für ein neues Produkt dann hört.
XXXX: Sehr gut, vielen Dank Andi, hat Spaß gemacht mit dir und ich freue mich auch
XXXX: auf die nächsten Heavy Bootstrapping Folgen von den anderen Bootstrappern da draußen.
Andy: Ah, da freue ich mich auch drauf. Ich glaube, deine wird Folge 160 jetzt sogar,
Andy: wenn ich es richtig im Kopf habe. Und dann schauen wir mal. Alles klar.
XXXX: Vielen Dank.
Andy: Danke dir. Dann dir einen schönen Tag.
Andy: Ciao, ciao. Ja, und das war sie auch schon wieder, die Folge 160 von Happy Bootstrapping.
Andy: Vielen Dank, wenn du bis hierhin zugehört hast.
Andy: Wie hat es dir denn gefallen? Schreib mir doch gern Feedback an hallo at happy-bootstrapping.de
Andy: oder über das Kontaktformular.
Andy: Auf der Website würde mich über jede Zusendung freuen und ich beantworte die
Andy: auch früher oder später immer alle.
Andy: Ganz klar, wenn du auch Vorschläge für neue Gäste hast, gern her damit.
Andy: Ich suche vor allem immer auch weibliche Gründerinnen.
Andy: Die gibt es nämlich auch ganz viele, nur klicke ich die kaum in den Podcast.
Andy: Ich habe hier deutlichen Männerüberschuss im Podcast und so richtig gefallen
Andy: tut mir das natürlich nicht, weil ich möchte natürlich auch deren Storys hier
Andy: beleuchten und erzählen und schauen, was die so für Challenges haben.
Andy: In der nächsten Woche habe ich dann einen Sven zu Gast, also wieder einen Mann
Andy: und der Sven ist von visito.me und das ist ein Software-as-Service-Startup in der Gastronomie,
Andy: also digitale Speisekarten, digitales Bezahlen, Bestellen und ganz viel drumherum.
Andy: Und würde mich freuen, wenn du nächste Woche wieder dabei bist in der Folge
Andy: 161. Bis dahin, mach's gut. Ciao, ciao.
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