229.000 YouTube Abonnenten: Wie Alex Schäfer CarRanger zum Vollzeitjob machte (#159)

Shownotes

In Folge 159 spreche ich mit Alex Schäfer, der mit seinem YouTube-Kanal CarRanger 229.000 Abonnenten erreicht hat und seit Herbst 2025 Vollzeit davon lebt. Der 35-Jährige testet alles, was vier Räder hat – vom 2.000-Euro-Gebrauchten bis zum 200.000-Euro-Neuwagen. Dafür hat er seinen sicheren Konzern-Job nach 16 Jahren aufgegeben.

Alex erzählt offen, wie er neun Monate für die ersten 100 Abonnenten brauchte und warum er sich bewusst gegen Hersteller-Bezahlung entschieden hat – mit Konsequenzen: Von BMW über Mercedes bis Porsche wurde er noch nie zu einem Presseevent eingeladen. Sein Geschäftsmodell basiert auf YouTube-Werbeeinnahmen und ausgewählten Werbepartnern im Verhältnis knapp 50:50.

Spannend sind auch seine Einblicke in die Produktionsrealität: ein Arbeitstag pro Video, zwei bis drei Longform-Videos plus tägliche Shorts, alles als One-Take und zu 99 % alleine produziert. Alex erklärt, warum er bewusst auf Skalierung verzichtet und sein Hobby als „bezahlte Selbstverwirklichung" bezeichnet.

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Transkript anzeigen

Andy: Hallo und herzlich willkommen zu Folge 159 von Happy Bootstrapping.

Andy: In der heutigen Folge spreche ich mit dem Alex Schäfer, auch bekannt als Car

Andy: Ranger, ein YouTuber, der Autocontent macht.

Andy: Und zwar alles Mögliche, was vier Räder hat, nimmt der Alex sich unter die Lupe.

Andy: Und da hat er jetzt im Laufe der Jahre einen ganz schönen großen Kanal aufgebaut.

Andy: Nämlich aktuell sind es um die 229.000 Abonnenten. Also es kann natürlich jetzt

Andy: schon wieder mehr sein, als wir aufgenommen hatten.

Andy: Vor acht, neun Tagen waren es noch ein bisschen weniger.

Andy: Und darüber reden wir natürlich im Podcast. Wie hat er das angefangen?

Andy: Wann hat er das angefangen? Wie hat er die ersten 100, die ersten 1000 Subscriber bekommen?

Andy: Und er hat dann letztes Jahr im Herbst den Switch gemacht und das Ganze jetzt,

Andy: ja, macht er jetzt in Vollzeit.

Andy: Er hat dann so ein bisschen wie ich, also er kommt auch aus der Schwarzgruppe,

Andy: hat dann Teilzeit gearbeitet dort, weil es irgendwann halt nicht mehr ging,

Andy: weil es schon eine Menge Zeit kostet, so ein Video zu erstellen.

Andy: Sprechen wir auch darüber, wie hoch ist der Aufwand, um ein 30,

Andy: 40 Minuten Video zu erstellen. Was sind seine erfolgreichsten Videos?

Andy: Was sind seine Knife? Und wie funktioniert vor allem das Geschäftsmodell dahinter?

Andy: Fand ich super interessant.

Andy: Und ja, kann ich mir die ein oder andere Scheibe auf jeden Fall von abschneiden,

Andy: mindestens mal für YouTube.

Andy: Wenn du mich noch nicht kennst, weil du jetzt den Alex kennst und hier gelandet

Andy: bist, In dem Podcast geht es um Bootstrapper, also Menschen,

Andy: die entweder ein Solo-Business aufbauen, ein Start-up gründen,

Andy: aufbauen, egal ob jetzt mit App oder mit einem Content-Channel wie der Alex,

Andy: mit einem E-Commerce-Business, mit einem Team zusammen oder mit einem Software-as-Service-Angebot.

Andy: Und so habe ich schon mit 158 anderen Gründerinnen gesprochen.

Andy: Ich glaube, alle Folgen gibt es auch auf YouTube, aber so mit Video gibt es

Andy: jetzt nur die letzten zwei.

Andy: Und jetzt schauen wir mal, wie das weitergeht. Ansonsten kannst du dir gerne

Andy: natürlich den Podcast auch als Audio anhören.

Andy: Du hast überall Spotify, Apple Podcasts, wo es Podcasts gibt.

Andy: Und kannst auf happy-bootshipping.de

Andy: dir den Newsletter zum Podcast abonnieren, wenn dir das zu lang ist.

Andy: Also die Folge ist jetzt auch ein bisschen länger, aber ich fand es super interessant,

Andy: wie doch das YouTube-Business so funktioniert.

Andy: So, und jetzt geht es auch schon direkt los mit der Folge mit Alex und mir. Ganz viel Spaß.

Andy: Guten Morgen, Alex, und herzlich willkommen bei Happy Bootstrapping.

Alex: Danke, schön, dass ich hier sein darf.

Andy: Du sitzt jetzt hier mit deinem Car Ranger Pulli. Für diejenigen,

Andy: die dich nicht kennen, erzähl doch mal in ein, zwei Sätzen, Wer bist du?

Andy: Wo kommst du her? Was machst du?

Alex: Also ich bin der Alex. Ich bin 35. Ursprünglich komme ich mal aus Thüringen.

Alex: Und mich hat es dann der Arbeit wegen so in dem Zeibronner Land quasi verschlagen.

Alex: Schon etliche Jahre her. Aber wer mal mich kennen könnte, ist mehr so von YouTube und Social Media.

Alex: Das heißt, ich habe einen YouTube-Kanal, Car Ranger. Das heißt,

Alex: wer sich unsicher ist, was macht der Junge überhaupt, kann parallel oder im

Alex: Nachgang ja mal reinschauen, um das ein bisschen einzuordnen.

Alex: Und da teste ich Autos, neue Autos, alte Autos, wirklich alles.

Alex: Und deswegen ist das Motto da auch alles, was dich bewegt.

Alex: Und das ist also so eine schöne Geschichte, weil ich so, ich sag mal,

Alex: nebenher aufgebaut habe. Ich glaube, das ist ja so ein bisschen unser Thema

Alex: heute, dass wir das mal beleuchten.

Alex: Und also daher kann man mich kennen und alles rund um das Automobil ist meine

Alex: Passion und inzwischen halt auch mein Job.

Alex: Und deswegen, wer mich unterstützt hat, hat vor Monaten oder Jahren schon so

Alex: einen Hoodie gekauft wie ich und der ist sehr bequem und deswegen trage ich ihn.

Andy: Aber alles, was sich bewegt, das muss aber trotzdem Vierräder haben.

Andy: Es gibt keine Motorräder, keine Elektrofahrräder, keine Mountainbikes,

Andy: sondern es sind schon immer vierrädrige Fahrzeuge oder auch sechsträdrige.

Alex: In 99 Prozent der Fälle hat das ganze Vierrede. Es gibt auch ein paar Ausnahmen,

Alex: sowas wie eine Ape zum Beispiel.

Alex: Ich weiß nicht, ob du das was sagst, diese Piazza Ape, der italienische Traum des Nahverkehrs.

Alex: Und dann zum 1. April gibt es auch immer Ausnahmen.

Alex: Also am 1. April mache ich eine reguläre Fahrzeugvorstellung,

Alex: aber das ist dann kein Auto. Also in den letzten Jahren war da dabei vom Bobbycar

Alex: über das Catcar bis hin zu einem Flugzeug, also wirklich einem kleinen Flugzeug.

Alex: Eine Tecnam P92 war das, glaube ich.

Alex: Inklusive Flugeindruck sozusagen, einmal die komplette Vorstellung.

Alex: Das sind so die Ausreißer, aber wer jetzt auf den Kanal geht,

Alex: wird Autos sehen, alles was vier Räder hat, egal ob alt oder neu.

Andy: Hast du für den 1. April schon was für dieses Jahr? Wir nehmen heute am 30.

Andy: Januar auf, so für die Einordnung.

Alex: Ja, nee, das ergibt sich meistens so ein paar Wochen vorher.

Alex: Letztes Jahr hatte ich da ein sehr spannendes Kleinstfahrzeug.

Alex: Also du musst dir vorstellen, so 2 Meter, was?

Alex: 40, 230 lang gewesen das Ganze.

Alex: Du kannst damit auf der Stelle wenden. Das war ziemlich toll.

Alex: Vor allem in der Kombination, stell dir einfach eine kleine Box vor,

Alex: die kleiner ist als der Mensch, der da einsteigt, so gefühlt,

Alex: aber mit einem Rolls Royce Kühlergrill.

Alex: Und das wird schwer dieses Jahr zu toppen. aber ich werde mir kurz vorher was

Alex: einfallen lassen. Ich habe schon öfter Angebote für Reisebusse und Ähnliches bekommen.

Alex: Vielleicht geht es diesmal in die Richtung, was möglichst Großes zu finden.

Andy: Vielleicht musst du eine Kooperation hier mit dem Conny Reimann machen und dem

Andy: seinen, was hat er, diesen Schulbus da doch umgebaut zum Wohnmobil.

Alex: Ja, genau sowas in die Richtung fände ich mal ganz interessant,

Alex: dass man einfach mal was Großes macht.

Alex: Aber da bin ich noch offen, da wird es sich kurz vorher aber was ergeben.

Alex: Meistens meldet sich, und das meine ich positiv, irgendein Verrückter mit einer

Alex: verrückten Idee und dann kann man da was machen.

Andy: Jetzt ist für viele das vielleicht verwunderlich, wie man von YouTube leben

Andy: kann, aber da werden wir auf jeden Fall in der Folge Autogen sprechen.

Andy: Dass man es einordnen kann? Kannst du vielleicht ein bisschen ein paar Zahlen nennen?

Andy: Also wie groß ist der Kanal auf YouTube?

Andy: Wie viele Subscriber hast du aktuell? Wie viele Videos gibt es?

Andy: Machst du das alleine? Hast

Andy: Vielleicht erzählst du was zum...

Alex: Genau, ich ruhe mal so ein bisschen aus. Also auf YouTube bin ich gerade bei 228.000 Abonnenten.

Alex: Wow. Auch da wieder ist immer die Frage, mit wem man das vergleicht,

Alex: weil es gibt ja auf der einen Seite so die klassische Presse-Journalisten-Schiene,

Alex: wenn ich mich jetzt mit Zeitungen zum Beispiel vergleiche und Leuten,

Alex: die ernsthaft Autos testen, dann bin ich da verhältnismäßig groß.

Alex: Wenn man das mit mehr Lifestyle-Influencer in der Ecke vergleicht,

Alex: dann ist es eher klein und ich bin irgendwo in diesem Graubereich dazwischen.

Alex: Ich glaube, das wird noch ein spannendes Thema da heute sein.

Alex: Aber auf jeden Fall bei 228.000 bei YouTube.

Alex: TikTok ein bisschen über 50.000. Das ist aber sowas, das wird nebenher bedient.

Alex: Instagram werde ich ein bisschen aktiver gerade. Da bin ich bei 18.500 sowas.

Alex: Aber YouTube ist mein Fokus.

Alex: Deswegen dort am größten. Wir

Alex: haben die Firma gegründet mit drei Gesellschaften. Wir sind auch zu dritt.

Alex: Jeder hat da so ein bisschen eigene Aufgaben. Aber jeder hat von Anfang an,

Alex: ich sag mal, sein Leben und seine Beschäftigung nebenher gehabt.

Alex: Und keiner war da finanziell drauf angewiesen. Im positiven Sinne.

Alex: Nur ich bin halt am meisten drauf hängen geblieben und bin deswegen auch der

Alex: einzige Moment, der davon lebt.

Alex: Und da gibt es auch keine Planung, das zeitnah zu verändern.

Alex: Und deswegen das, was in dem Kanal passiert, mache ich zu, oder das,

Alex: was man sehen kann, mache ich zu 99 Prozent alleine.

Alex: Oder halt bei einzelnen Videos mit Unterstützung von meiner Frau,

Alex: mit einem ehemaligen Kameramann, der mal mitkommt.

Alex: Natürlich ganz viel mit den Besitzern, aber da habe ich die anderen Gesellschaften nicht mit im Boot.

Alex: Die sind mehr bei Hintergrundthemen, die man nicht sehen kann.

Alex: Das ist für mich natürlich genauso wichtig wie die Dinge, die man sehen kann,

Alex: ist aber halt für die Leute außen nicht wahrnehmbar.

Andy: Aber spielst du das transparent, weil du bist ja schon das Gesichter.

Alex: Ja, also es gibt auch Videos, wo zum Teil die zwei anderen Gesellschafter,

Alex: also der Jan und der Claudio, mal mitzusehen sind.

Alex: Das heißt, die Zuschauer, wenn sie denn viele Videos schon kennen,

Alex: die Leute auch. Das ist nicht das Thema.

Alex: Aber ehrlicherweise muss man halt auch schauen, wer hat welchen Anspruch im Leben und Co.

Alex: Und wenn ich jetzt sage, komm, wir teilen uns das Geld durch drei und dann können

Alex: wir alle gemeinsam in einer WG leben, da sind wir alle im Leben ein bisschen

Alex: anders abgebogen. Ich meine, der Jan ist viel...

Alex: In der Beratung unterwegs und im Bereich IT in der Beratung und der Claudio

Alex: ist viel in Immobilien unterwegs und wenn man das beides jetzt so hört,

Alex: dann klingt das nicht so, als sollten wir uns das Geld durch drei Teilen an einer WG leben.

Andy: Okay, das heißt der Umsatz, der reicht jetzt, damit du davon leben kannst.

Alex: Genau, der Umsatz reicht dafür aus und das ist auch so, ich sag mal,

Alex: die GmbH sich selber trägt, weil dadurch, dass wir nicht als YouTube-Kanal gestartet

Alex: sind, sondern mit einer anderen Maßgabe,

Alex: ist auch dieses Unternehmenskonstrukt GmbH für YouTuber ein bisschen ungewöhnlich

Alex: und das muss ich ja auch alles irgendwie tragen oder sowas wie rote Kennzeichen

Alex: zum Beispiel, ganz praktisch für jemanden, der mit Autos hantiert,

Alex: endet aber nichts daran, dass auch die Steuern, Versicherungen fällig sind.

Alex: Und dann habe ich gerade noch zwei Projektautos da.

Alex: Das ist jetzt nicht so, dass diese Dinge einfach so vom Himmel fallen,

Alex: sondern dafür muss man ja auch ein bisschen Geld in die Kasse holen.

Andy: Ich habe mir den Kanal hier nebenher offen. Unter den beliebten Videos ist eine UAZ452 Buchanka.

Alex: Die Buchanka, das Kastenbrot.

Andy: 700.000 Aufrufe vor drei Jahren, das ist aufgenommen. Ist das das Video mit den meisten Views auch?

Alex: Nee, es gibt noch was mit mehr Views, aber das ist so bei den Top 5 auf jeden

Alex: Fall von den langen Videos mit dabei.

Alex: Ich glaube, das meistgeklickte, aber ich schaue parallel noch mal ab. Du hast recht.

Alex: Dann hat sich das innerhalb der letzten paar Wochen verändert und die hat jetzt

Alex: in der Winterzeit nochmal angezogen, weil der Opel Senator war bis vor kurzem auf eins.

Alex: Aber du hast recht, ja, das ist das meistgeklickte Longform-Videos.

Alex: Video bei Shorts sind halt nochmal eine andere Welt. Da kommst du halt schnell

Alex: dann in Millionenbereiche rein.

Alex: Muss man heutzutage machen, ist aber nicht mein favorisiertes Video.

Andy: Du hast ja auch so ein 5-Minuten-Video Autobahn, Mercedes 560 von 1987,

Andy: Baujahr, der hat auch 660.000 Aufrufe.

Andy: Nur damit man das Geschäft versteht, das werden wir ja gleich auch noch ein

Andy: bisschen drüber sprechen, aber die meisten Videos, die du machst,

Andy: du machst ja auch relativ viel, sind glaube ich knapp 2000 Videos im Kanal,

Andy: die erreichen nicht diese Aufrufe, oder?

Alex: Nee, die kommen nicht auf das Level hin. Das hat aber auch wieder mit verschiedenen Faktoren zu tun.

Alex: Das eine ist ja, interessiert das Thema erstmal die Menschen,

Alex: das ist also die Grundherausforderung, mache etwas, was die Leute sehen wollen.

Alex: Und diese Buchanka, dieser Russenbus, jetzt für alle eine Erklärung,

Alex: die nicht parallel nach der Buchanka suchen.

Alex: Die Buchanka ist sowas, wie man in Deutschland einen Bulli kennen würde,

Alex: den ursprünglichen VW-Bus.

Alex: Auch so optisch quasi wie ein T. Nur halt, dass man dort beschlossen hat,

Alex: die muss höher sein, muss Allrad haben.

Alex: Und wir bauen die seit 60, 70 Jahren unverändert.

Alex: Das heißt, das Ding sieht immer noch so aus wie in den 60ern und gibt es jetzt

Alex: noch als Neuwagen. Und das ist so ein bisschen die Story von dem Auto.

Alex: Genau, die Frage ist halt, interessiert es die Leute dann noch,

Alex: wann postet man etwas, wie ist gerade so der Wettbewerb drumherum?

Alex: Und ehrlicherweise, die Spielregeln auf YouTube verändern sich immer so ein bisschen.

Alex: Das liegt einerseits daran, wird das Thema Auto gerade insgesamt so ein bisschen

Alex: gepusht oder ist das eher rückläufig?

Alex: Oder auch, es gab jetzt eine relativ große Umstellung, dass wenn Menschen mit

Alex: einem Adblocker YouTube-Videos schauen, zählen das nicht mehr als Klick.

Alex: Und das macht natürlich einen riesen Unterschied und auf einmal hast du statt

Alex: 100.000 Klicks 50.000, 60.000 Klicks, obwohl genauso viele Leute dein Video geschaut haben.

Alex: Aber YouTube sagt halt, naja, guck mal, für uns zählen ja quasi werberelevante

Alex: Wiedergaben. Wenn jemand einen Adblocker

Alex: hat, ist das keine werberelevante Wiedergabe, also zählt es nicht.

Alex: Und deswegen kann man nicht alles immer miteinander vergleichen oder wenn man

Alex: jetzt auch sieht, die meistgeklickten Videos sind alle ein paar Jahre älter,

Alex: bedeutet das ja nicht unbedingt, dass der Kanal jetzt auf einen absteigenden

Alex: Ast ist oder es mir deswegen schlechter geht. Die Regeln ändern sich halt manchmal.

Andy: Es gibt da viel jetzt Wettbewerb. Also du hast ja jetzt, also was ich viel sehe,

Andy: es gibt viel so reine Elektroautotester mittlerweile.

Andy: Das ist ja bei dir jetzt nicht der Fall. Du machst so, was du gesagt hast,

Andy: haben wir vielleicht das Extrembeispiel angesprochen, aber es gibt dann,

Andy: haben wir die 1987er Mercedes, dann hast du irgendwie ein, was weiß ich,

Andy: was ist das hier, ein 850i in BMW von 92.

Andy: Du scheinst ja da schon sehr divers zu sein. Entweder sind es irgendwelche speziellen

Andy: Autos, ältere Autos, oder du hast dann auch jetzt den neuen Elektrobus von Kia

Andy: zum Beispiel. Das ist, glaube ich, eins von aktuellen Videos.

Andy: Also was ist so dein Kriterium, wonach du die Autos aussuchst?

Alex: Ich glaube, das Wichtige ist, es muss mich selber interessieren.

Alex: Weil wenn es mich nicht interessiert, dann merkt es am Ende des Tages auch der Zuschauer.

Alex: Und dann macht es einfach keinen Spaß. Dann hatte ich beim Filmen keinen Spaß,

Alex: dann hatte Zuschauer beim Zuschauen keinen Spaß, wenn er denn überhaupt zuschaut.

Alex: Und das ist so mit das Hauptkriterium, dass es mich interessiert.

Alex: Es gibt aber kein Auto, wo ich sage, oh, das ist mir zu langweilig oder ähnliches,

Alex: sondern ich möchte halt wirklich die ganze Bandbreite abdecken.

Alex: Dann ist es auch egal, ob das Auto von 1950 oder von 2026 ist und ob das jetzt

Alex: gerade 5.000 oder 500.000 Euro kostet, gibt es da alles.

Alex: Das Entscheidende für mich ist, kann ich mir denjenigen vorstellen,

Alex: der so ein Auto kaufen möchte oder damit fahren möchte?

Alex: Weil das ist, glaube ich, das Wichtige, dass man auch als Tester quasi machen

Alex: muss, so ein bisschen diese Empathie, für wen ist das und was möchte der überhaupt?

Alex: Weil ich kann nicht diesen Elektrobus, der Topspeed 135 hat,

Alex: mit der gleichen Maßgabe testen wie eine 911 Turbo S, der das Sechsfache kostet und 330 fährt.

Alex: Das sind völlig verschiedene Menschen, die das kaufen.

Alex: Oder selbst wenn es der gleiche Mensch ist, dann kauft er es für zwei ganz verschiedene

Alex: Anwendungen und hat einen ganz anderen Fokus in dem Auto.

Alex: Weil wenn ich in dem Bus bin, dann bin ich froh, dass unter dem Fahrersitz noch

Alex: eine Klappe ist für ein extra Fach und dass es in Metall, was ich leicht abwischen

Alex: kann, in dem Porsche, werde ich nicht darauf achten, ob ich jetzt unter dem

Alex: Sitz noch eine Ablage habe,

Alex: sondern geht es nur darum, dass der Sitz schön tief kommt, damit ich ein bisschen

Alex: Gefühl fürs Auto bekomme.

Alex: Also dieses ins Auto reinversetzen ist super spannend aus meiner Sicht und deswegen

Alex: will ich es halt auch so vielfältig wie möglich.

Alex: Nur wenn ich halt das gleiche Modell schon mal hatte und jetzt sagt mir jemand,

Alex: guck mal, der letzte war blau und meiner ist grau und ich habe das andere Radio,

Alex: dann werde ich halt sagen, du, das ist cool.

Alex: Ich habe das auch in meinem Portfolio für die Zukunft, dass ich Zugriff drauf habe.

Alex: Aber die Motivation in dem Moment ist natürlich geringer, als wenn mir jemand

Alex: sagt, hey, ich habe ein Modell, das hast du noch nie gefahren,

Alex: das ist Farbe XY und komm doch mal hierher.

Andy: Okay, verstehe. Das heißt, danach wählst du das aus und dann hast du damit auch

Andy: ein Alleinstellungsmerkmal oder gibt es irgendwelche Vorbilder?

Andy: Also der größte Auto-YouTuber, den wir jetzt in Deutschland so kennen,

Andy: ist ja der JP, würde ich jetzt mal sagen, wobei der mittlerweile einfach viel,

Andy: viel mehr noch macht wie jetzt nur Videos.

Andy: Aber es gibt noch einige andere, die spezialisieren sich dann auf Elektroautos oder auf andere Themen.

Andy: Hast du da irgendein Vorbild oder machst du einfach das, worauf du Bock hast?

Alex: Also jetzt für den deutschsprachigen Raum würde ich sagen, ich mache das, worauf ich Bock habe.

Alex: Es gibt natürlich so, ich sage mal, prägende Ereignisse, die einen erstmal dahin

Alex: gebracht haben, wo man jetzt ist.

Alex: Und da du hast ja schon gesagt, wir sind gerade am 30. Januar.

Alex: Letztes Wochenende war die Rallye Monte Carlo. Da durfte ich mit dabei sein.

Alex: War mit Toyota dort. Und da habe ich zum Beispiel Richard Hammond getroffen.

Andy: Ich weiß nicht, ob du was sagst.

Alex: Also einer vom ursprünglichen Top Gear Trio. Da muss ich zum Beispiel sagen,

Alex: wenn diese drei Menschen damals nicht gewesen wären, würde ich das wahrscheinlich nicht machen.

Alex: Einfach weil das so ein bisschen der Beweis war, du kannst auch ein Auto testen

Alex: und vorstellen und das muss nicht broternst die ganze Zeit sein.

Alex: Du kannst auch ein bisschen von diesem Standard abweichen und es interessiert

Alex: Leute und sie kriegen trotzdem das Wissen über ein Auto vermittelt.

Alex: Und deswegen, das ist vielleicht als Startschuss schon irgendwo zu nennen.

Alex: Dann gibt es auch im englischsprachigen Raum zum Beispiel Doug DeMuro.

Alex: Ich weiß nicht, ob du denkst, der macht auch ein bisschen speziellere Autos

Alex: hier. Und ihm geht es vor allem darum, diese Besonderheiten zu finden.

Alex: Und das sind so eher Menschen, wo ich sagen kann, die taugen mir da als Vorbild.

Alex: Weil im deutschsprachigen Raum ist es halt so, du hast sehr stark die,

Alex: ich nenne es jetzt mal Lifestyle-Ecke mit, ich habe ein Auto und ich mache etwas

Alex: damit und du kannst mir auf meiner Reise bei diesem Auto zusehen.

Alex: Da würde ich zum Beispiel auch einen JP dazu zählen, weil er kauft ein Auto,

Alex: er baut dieses Auto um und dann kannst du dir dieses fertige Auto ansehen und

Alex: du bist bei der Reise so nah wie möglich dabei.

Alex: Und auf der anderen Seite hast du halt wirklich diese Journalismus-Schiene,

Alex: die halt sagt, das ist das Auto.

Alex: Wenn ich gut bin, zitiere ich nicht nur die Pressemappe. Wenn ich einen schlechten

Alex: Tag habe, mache ich das aber nur.

Alex: Und du hast so diesen Weg. Und ich glaube, das, was ich mache,

Alex: dazwischen gibt es eine Handvoll Leute, die aber zum Teil sehr spezialisiert

Alex: sind, wie du schon gesagt hast, so auf E-Mobilität, der K-Meniek zum Beispiel.

Alex: Der macht ja auch grundsätzlich die ernsthaften Vorstellungen mit den Informationen,

Alex: macht es aber hier und da halt auf seine sehr eigene Weise, ist also auch ein bisschen von den,

Alex: Herstellervorgaben losgelöst, was ich gut finde und ist aber halt logischerweise

Alex: in seiner Schiene und in der ist er sehr, sehr gut und dieses Ich-mache-alles

Alex: ist, glaube ich, ein Leinstellungsmerkmal. Das hat nicht nur Vorteile,

Alex: Aber ich habe das beschlossen, mal so zu machen und ich will das auch genauso weiter tun.

Andy: Was bedeutet, du hast den Richard Hammond kennengelernt? Also kurz Handshake

Andy: und weiter oder hast du schon ein paar Sätze mit ihm gewechselt und ihm erzählt, was du so machst?

Alex: Also ich habe ihn jetzt zum Glück aus meiner Sicht nicht länger zugetextet,

Alex: weil ich persönlich bin kein großer Freund davon, dass nur wenn man jemanden

Alex: gut findet, dann hingeht und erst mal acht Bilder zusammen machen muss und Co.

Alex: Sondern die Geschichte war, am Samstag, Sonntag waren wir bei der Ready mit

Alex: dabei Und Montag ist ja quasi der Tag danach und hat Toyota nochmal so ein kleines Lager aufgeschlagen,

Alex: hat die Rallye-Fahrer, hat Straßenautos, aber auch eins von ihren Rallye-1-Fahrzeugen.

Alex: Also Rallye-1 ist die höchste Kategorie, die die Formel 1 des Rallye-Sports

Alex: sozusagen mit hingebracht und hat dann für wohlgemerkt sehr wenige Pressevertreter

Alex: europaweit halt die Möglichkeit gehabt, einerseits das Straßenauto zu fahren, zu filmen,

Alex: aber auch eine Mitfahrt im Rallye-1-Auto zu bekommen mit einem professionellen Fahrer.

Alex: Und dieses Programm hat halt auch Richard Hamm genossen an dem Tag.

Alex: Das heißt, man war halt so zusammen beim, ich ziehe mich um und ziehe mir einen

Alex: Helm auf und er war dann auch beim Mittagessen mit dabei.

Alex: Und wie allzu oft hat sich halt gezeigt, das ist ein ganz normaler Mensch,

Alex: der ist ganz locker drauf, war auch mit seiner Tochter da und es ist dann halt

Alex: schön, wenn du siehst, also dieses klassische Vater-Tochter-Ding,

Alex: er setzt dir den Helm auf, fragt dir nochmal, wie es dir geht und so.

Alex: Aber einfach so diese menschliche Interaktion und ehrlich zu sein,

Alex: das zu beobachten und dabei zu sein, ist mir jetzt wichtiger als zu sagen,

Alex: hey, ich bin der 873.000.

Alex: YouTuber, den du kennenlernst und schau doch bitte unbedingt mal bei mir rein.

Alex: Nee, also das so zum Genießen war ganz gut.

Andy: War es deine erste Rallye jetzt, die du so begleitet hast und hast du da dann

Andy: auch Videos aufgezeichnet? Kann man das schon sehen oder wie viel Content entsteht bei sowas?

Alex: Also das war jetzt die erste große Rallye-Veranstaltung, wo ich in so einem Rahmen mit dabei war.

Alex: Sonst war ich eher so bei lokalen Geschichten oder hab auch bei Oldtimer-Rallyes

Alex: mal aktiv teilgenommen.

Alex: Und was ich aber draus gemacht habe, ist im Endeffekt eine Geschichte zu dem

Alex: Straßenauto, das du kaufen kannst. Okay.

Alex: Weil das interessiert die Leute bei mir auf dem Kanal am meisten,

Alex: weil das ist ein echtes Auto.

Alex: Du kannst jetzt zu deinem Toyota-Händler gehen und kannst sagen, ich will das so haben.

Alex: Der Junge hat gesagt, es gibt jetzt eine Aero-Performance-Package.

Alex: Ich will auch dieses Aero-Performance-Package für 300.000 Euro haben. Verkauf mir so ein Auto.

Alex: Und dann habe ich natürlich gesagt, guck mal, ich fahre mit dem normalen Auto.

Alex: So fahre ich als Mensch. Mensch, ich kann ganz okay Auto fahren,

Alex: aber ich würde jetzt nicht sagen, also ich bin jetzt kein professioneller Fahrer oder ähnliches.

Alex: Und dann bin ich mit dem Straßenauto zusammen mit Oliver Solberg gefahren.

Alex: Ich sage dem ein oder anderen vielleicht nichts, aber man muss sich vorstellen,

Alex: der Typ hat einen Tag vorher die Rallye Monte Carlo gewonnen.

Alex: Und das ist die Rallye, die alle gewinnen wollen. Und er hat nicht irgendwie

Alex: in seiner Klasse, Jugendmeister irgendwas, sondern die größte Klasse,

Alex: die schnellsten Autos, Gesamtsieger.

Alex: Und am nächsten Tag sitzt er sich mit dir in ein Auto und zeigt ihm mal,

Alex: was so ein Straßenauto kann.

Alex: Und das habe ich dann halt ins Video mit einfließen lassen, einfach mal zu gucken,

Alex: wie fährt der denn damit und Rallye-Fahrer haben mir gefühlt eh so einen Nagel

Alex: im Kopf und um dann nochmal zu zeigen,

Alex: guck mal, das kann der mit einem Straßenauto und jetzt setzen wir uns mal in

Alex: quasi dieses Purpose-Bild 1,2 Millionen Euro Rallye-Auto rein,

Alex: und dann merkst du mal, dass das halt nochmal eine ganz andere Welt ist und

Alex: das lasse ich ins Video mit einfließen, da gibt es ein langes YouTube-Video

Alex: dazu, da kommen dann noch ein paar Shorts und auf Instagram konnte man halt

Alex: so die Rallye ein bisschen mitverfolgen.

Andy: Okay. Da fällt mir gerade ein hier, jetzt sind wir ein bisschen schon off-topic,

Andy: aber ist glaube ich jetzt ganz interessant.

Andy: Ein Freund von mir hat letztes Jahr den Baltic Sea Circle gemacht. Kennst du das?

Alex: Ja, das kenne ich ja. Aber da ist man ja meistens mit verhältnismäßig günstigen Autos unterwegs.

Alex: Da gibt es glaube ich verschiedene Budgetvorgaben, aber auch oft so bis 5000 Euro und ähnliches.

Andy: Mindestens 20 Jahre alt muss es sein, glaube ich, das Auto.

Andy: Das wäre vielleicht auch mal was, also du bist halt dann 16 Tage weg,

Andy: aber er hat dann auch das auf Instagram,

Andy: er hat sich hier so einen, ich nenne es mal, einen Satelliten-Internet-Anbieter,

Andy: nicht hat er sich geholt und aufs Dach gemacht und dann waren die zu viert da

Andy: unterwegs und haben das dokumentiert und ich glaube,

Andy: das ist eine geile Reise gewesen, also für den, die es nicht kennen,

Andy: sich verlinkt, ich glaube 16 Tage unterwegs, habe es mir gerade aufgemacht,

Andy: 7.500 Kilometer, geht in Hamburg los, dann Helsinki, Oslo,

Andy: Trondheim, Hochgans, Lofoten, Nordkap und Lappen.

Andy: Land, Helsinki, Tallinn, Riga, so geht es wieder zurück.

Andy: Dann ist man, ja, keine Autobahn, kein Navi, 7.500 Kilometer,

Andy: Autos, Motorräder, Vans, Trucks, alle Baujahre, aber mindestens 20 Jahre alt

Andy: und je älter, desto mehr Punkte bekommst du.

Andy: Also das wäre, da könntest du jetzt vielleicht mit so einer alten...

Alex: Da habe ich wirklich voll Bock drauf und inzwischen habe ich ja ein bisschen

Alex: mehr Zeit für solche Geschichten.

Andy: Mit der Buschanka-Fahrt. Wenn die dann 80 Jahre alt ist, hast du vielleicht gleich mal nichts.

Alex: Also das wäre ein gut geeignetes Auto, weil auch bei Wind und Wetter,

Alex: das Auto ist ja wirklich konzipiert für genau sowas.

Alex: Aber trotzdem würde ich das nicht machen wollen, weil gefühlt das gerade Ausfahren

Alex: mir schon zu anstrengend ist mit dem Auto.

Andy: Okay, ja das ist dann natürlich blöd. Du hast jetzt ein bisschen gerade erzählt,

Andy: was so die Anfänge waren, aber...

Andy: Das ist so immer ganz gern, was mich noch ein bisschen interessiert.

Andy: Du hast 2017 angefangen damit.

Andy: Da hast du noch Vollzeit gearbeitet. Da kommen wir auch noch gleich drauf.

Andy: Wie ging das damals los? Was war dein erstes Video? Warst du jetzt nicht der

Andy: erste Outdoor-YouTuber? und das ist ja immer das, was du denkst.

Alex: Ich glaube, wir müssen da noch ungefähr ein Jahr vorher ansetzen.

Alex: Also wir sind im Jahr 2017, aber wir sind im Februar, noch nicht im Dezember.

Alex: Und zwar, da haben wir die Firma gegründet.

Alex: Natürlich, nachdem wir uns vorher schon gewisse Gedanken gemacht haben.

Alex: Und die Vorgeschichte ist, dass vor allem mit Claudio, der ja einer der Mitgründer

Alex: ist, wir haben uns im Studium kennengelernt, das war 2009, und haben dann halt

Alex: angefangen, immer Dinge mit Autos zu machen.

Alex: Das heißt, man hat was gekauft, dann hat man das Auto selber gefahren und hat

Alex: es verkauft und hat gemerkt, Momentchen mal, Autofahren kostet ja auf einmal

Alex: gar nichts, wenn ich das clever anstelle.

Alex: Und das hatte er schon vorher gemacht. Ich bin da so ein bisschen quasi mit

Alex: reingerutscht. Das haben wir so über die Jahre hin auch zum Teil professionalisiert.

Alex: Da hast du so einen Platz und dann stehen da mal acht Autos und dann vertickst

Alex: du halt mal deine Autos nebenbei.

Alex: Und das hat immer ganz gut geklappt, aber du erlebst halt unglaublich viele Geschichten.

Alex: Sehr viele schöne Geschichten, aber auch viele Dinge, wo du dir einfach nur

Alex: an den Kopf fährst und denkst, warum? Wie funktioniert das?

Alex: Und dann war unser Gedanke, hey, wir verändern einfach so ein bisschen die Regeln

Alex: beim Gebrauchtwagenverkauf, weil die Grundchallenge ist ja,

Alex: entweder du gehst zum Händler, der logischerweise auch noch davon leben muss,

Alex: das heißt, er kann dir bei einer Entzahlungnahme nicht den kompletten Preis

Alex: geben, den er beim Wiederverkauf bekommt, logisch.

Alex: Oder du sagst, nein, ich will die ganze Kohle haben, also stellst du dich irgendwann

Alex: mal hin, machst dein Auto sauber, machst Bilder,

Alex: erstellst ein Inserat, nur damit dann irgendjemand anruft und sei es nur jemand

Alex: wie ich, der sagt, hey, ich gebe dir nicht das Geld, was du haben willst,

Alex: ich gebe dir viel, viel, viel weniger und ich mache vor Ort noch dein Auto schlecht.

Alex: Ich meine, das mache ich jetzt nicht unbedingt, auch dem Alter bin ich raus,

Alex: aber du hast das Prinzip verstanden, du hast menschliche Kontakte,

Alex: die du nicht unbedingt haben möchtest.

Alex: Und da haben wir einfach eine Dienstleistung quasi zwischengeschaltet,

Alex: wo wir gesagt haben, hey, das egalisiert das so ein bisschen,

Alex: das stellt dann eine Fairness her.

Alex: Und die ersten Videos hatten quasi den Gedanken, diese Dienstleistung ein bisschen

Alex: zu pushen, beziehungsweise war einfach so nach den ersten Monaten die große

Alex: Erkenntnis, du hast dann also Gebrauchtwagen, die du bei dir auf der Plattform,

Alex: beziehungsweise auch über mobile.de, Autoscout und Co.

Alex: Halt anbietest und Menschen haben keine Ahnung von den Autos.

Alex: Und dann ist so das Thema, du hast 78 verschiedene Neubarken-Kanäle zur Wahl

Alex: und dann kannst du halt sehen, ob der neue Passat jetzt mit oder ohne Massagesitze kommt.

Alex: Aber niemand sagt dir, taugt der Vorgänger-Passat denn eigentlich was?

Alex: Und jetzt, wo die alle 5, 6 Jahre alt sind und 150.000 Kilometer haben,

Alex: ist da nicht die Erkenntnis, dass die auseinanderfallen oder ist die Erkenntnis, die waren echt gut?

Alex: Und das war so ein bisschen die Lücke, wo ich gesagt habe, das ist doch nicht so schwer.

Alex: Weil guck mal, ich kann mir hier aus den ganzen Foren und sonst wo die Informationen

Alex: zusammensuchen. Die Autos sind auch da. Warum mache ich denn kein Video?

Alex: Und damit hat das Ganze angefangen. Und dann habe ich im Dezember 2017 mit den Videos angefangen.

Alex: Und seitdem geht es ohne Pause mit den Videos weiter. Nur die Ursprungsdienstleistung.

Alex: Aufgrund des Wettbewerbs, nette Geschichte, da gab es einen großen Anbieter,

Alex: der kam zufällig ein paar Monate nach uns auf den Markt, war aber halt eine Tochter der Allianz X,

Alex: hat also einen Riesentopf voll Gold hinbekommen und hatte auch dann auf einmal Fernsehwerbung.

Alex: Ich weiß nicht, ob sich der eine oder andere erinnern kann, es gab 2017 Fernsehwerbung

Alex: von einer Firma namens Abraka.

Alex: Und Abraka als Allianz-Tochter hatte halt ein ordentliches Werbebudget.

Alex: Und die haben dann auch so ein paar Dinge, wo wir gesagt haben,

Alex: hey, wenn du die Dienstleistung abbrichst, dann müssen wir dir ein Gutachten

Alex: berechnen, das kostet 150 Euro.

Alex: Haben die zum Beispiel gesagt, was, wenn du abbrichst, das schenken wir dir,

Alex: weil wir haben ein unbegrenztes Budget.

Alex: Und das hat natürlich unsere Dienstleistung ein bisschen erschwert.

Alex: Deswegen haben wir nach einer Zeit X halt gesagt, ey, das läuft null auf null,

Alex: ist aber vom Stressfaktor her schon eine harte Belastung. Lassen wir das einfach sein.

Alex: Die Kollegen von Abraq haben es dann danach auch sein lassen,

Alex: haben einen zweistelligen Millionenbetrag versenkt. Ihr nicht. Venture Capital.

Alex: Und wir haben halt das sein lassen. Und dann war ich aber bei den Videos schon

Alex: so verhaftet, dass ich einfach sage, ich mache das aus Spaß.

Alex: Ich mache das nicht, weil Leute schauen oder weil das gar Geld bringen könnte,

Alex: sondern ich mache das einfach, weil es Spaß macht, sich damit zu beschäftigen.

Alex: Das Filmen, das Schneiden, das Hochladen, aber vor allem auch das Auto an sich

Alex: halt. Deswegen bin ich da hängen geblieben.

Andy: Wann hast du dann den Switch gemacht, dass ihr das aufgehört habt oder ihr habt

Andy: das wahrscheinlich zusammen entschieden?

Andy: Und wann hast du gemerkt, dass man damit auch Geld verdienen kann,

Andy: wenn man nur den Content macht?

Alex: Also diesen Switch haben wir relativ früh bezogen.

Alex: Jetzt müsste ich selber überlegen, ob das noch 18 oder dann schon 19 war.

Alex: Aber so nach einem Jahr, anderthalb Jahren irgendwo haben wir halt gesagt,

Alex: hey, das lohnt sich finanziell einfach nicht.

Alex: Weil das Konzept ist gut. Das haben halt auch dann andere ja ausprobiert.

Alex: Das Konzept kann funktionieren, aber halt in der Konstellation,

Alex: wie wir es dann hatten mit den Gegebenheiten, war es einfach für uns nicht zielführend.

Alex: Und ich glaube, das sind halt auch wichtige Dinge, die man irgendwo lernt.

Alex: Klar hat da jeder auch einen ordentlichen Batzen Geld irgendwo reingesteckt.

Alex: Aber relativ kurz drauf hat man halt über YouTube gemerkt, Momentchen mal,

Alex: da kommt der Geld zurück.

Alex: Ich glaube, dann so ab 2019 war ich auf dem Punkt, dass ich gemerkt habe,

Alex: ja Momentchen mal, ich kann ja jetzt das Equipment von den Einnahmen zahlen.

Alex: Ich muss ja nicht mehr so wie hier, da noch eine gebrauchte GoPro für einen

Alex: Hunderter, da noch ein Mikro irgendwie für 500 mir privat kaufen,

Alex: sondern das kann jetzt die Firma.

Alex: Und dann hatten wir relativ zügig danach, und ich glaube 2020 ist er zu uns

Alex: gestoßen, den Tim dabei als Kameramann.

Alex: Und das war dann der Punkt, wo man sagen konnte, ich habe einen Vollzeit-Mitarbeiter,

Alex: der mit mir loszieht, mit mir filmt, das Ganze schneidet.

Alex: Und da ist, obwohl ich selber noch keinen Cent verdiene, habe ich aber bereits

Alex: jemanden, der Vollzeit arbeitet.

Alex: Und also spätestens da weißt du ja, dass das monetär schon eine Rolle trägt

Alex: oder auch eine gewisse Verantwortung gegenüber dem Mitarbeiter erfüllen kann.

Alex: Und irgendwann ist dann auch aus Geldgründen in die freie Wirtschaft gewechselt,

Alex: einfach weil ich diesen Wettbewerb, wie viel Geld ich mitgehen kann in dem Fall.

Alex: Ich kann nicht mit einem mittelständischen Unternehmen mit 500 Mitarbeitern

Alex: konkurrieren. kann und möchte ich auch nicht, weil das wäre auch wieder ungesund

Alex: einfach für das Unternehmen.

Alex: Aber dann habe ich gemerkt, dass da weg war. Momentchen, mach wieder alles alleine.

Alex: Aber die Einnahmen bleiben ja unverändert.

Alex: Und wenn du dann irgendwo den Punkt hast, dass du sagst, die Ausgaben sind deutlich

Alex: niedriger, die Einnahmen bleiben gleich, Momentchen mal, dann wird ja auf einmal

Alex: so ein Business Case am Ende des Tages draus.

Andy: Interessant. Also ist nicht auch das Spannende, da kommen wir bestimmt später

Andy: auch nochmal drauf, an YouTube jetzt.

Andy: Du hast, wir haben jetzt vorhin die Boushanka angesprochen, den Obel-Senator,

Andy: das vor sechs Jahren rausgekommen.

Andy: Das ist ja so, wenn du einmal guten Content gemacht hast, dann hast du durch

Andy: diesen Katalog, den du hast, kommt ja immer wieder was rein.

Andy: Also du verdienst ja jetzt mit dem Video von vor sechs Jahren noch Geld.

Andy: Das ist ja jetzt nicht so, dass jemand bei anderen Geschäftsmodellen ist es

Andy: ja in der Regel nicht so. Da ist es, was sechs Jahre alt ist,

Andy: interessiert keinen mehr.

Andy: Aber werden so diese alten Videos auch noch so aktiv geguckt, dass du das in deinem,

Andy: in deinen Werbeeinnahmen merkst?

Alex: Also wir sind ja live mit dem Internet verbunden. Das heißt,

Alex: ich habe parallel mal geschaut bei dieser Buchhanka.

Alex: Deswegen hatte ich auch einen alten Stand. Die hat jetzt letzten November nochmal

Alex: so einen richtigen Push gehabt und hat da Klicks gezogen.

Alex: Und die hat letztes Jahr zum Beispiel mal so knappe 63.000 Klicks gemacht.

Alex: Und das sind, das kann ich ja jetzt offen sagen, in dem Fall 482 Euro,

Alex: die dieses Video letztes Jahr auch noch verdient hat.

Andy: Und das obwohl es, das ist jetzt drei Jahre alt, aber...

Alex: Jahrelang her ist. Und das funktioniert natürlich nicht bei allen Videos gleich gut.

Alex: Das ist auch wieder so ein bisschen der Unterschied zwischen Neuwagen und Gebrauchtwagen Content.

Alex: Neuwagen Content hat da das Problem, der ist super on point.

Alex: Du musst genau, wenn alle anderen zum Presseembargo veröffentlichen,

Alex: veröffentlichst du auch.

Alex: Aber zwei Wochen später kreit kein Hahn mehr danach.

Alex: Das ist ja nicht mehr, Entschuldigung für den Ausdruck, der neue heiße Scheiß.

Alex: Sondern es ist ja wieder was Neues da und du bist halt immer so ganz nah dran am Puls der Zeit.

Alex: Aber die Buchanka wird immer eine Buchanka bleiben und deswegen schauen da halt Leute immer noch rein.

Alex: Man muss aber ehrlicherweise sagen, so gefühlt nach zwei, drei Wochen flacht ein Video extrem ab.

Alex: Manchmal hast du halt Glück, dass sie nochmal so eine zweite Luft irgendwo hinten

Alex: rausbekommen und ehrlicherweise, wenn ich da irgendwann 10.000 Videos drauf

Alex: habe, ist das ja eine selbst laufende Rente,

Alex: weil das ja immer wieder geklickt wird und das ist dann ja auch da und ich baue

Alex: ja gerade einen einen Automobilkatalog auf, wo ich sagen kann,

Alex: egal welches Auto, egal aus welchem Baujahr, schau halt rein,

Alex: das oder was Vergleichbares wirst du finden können.

Alex: Und das ist natürlich schon charmant, dass auch für Dinge, für die ich nichts

Alex: mehr tun muss, trotzdem noch Einnahmen bekommen.

Andy: Bevor wir jetzt nochmal genau einsteigen, wie die Monetarisierung alles funktioniert,

Andy: nochmal kurz diese Zeitschiene uns anschauen.

Andy: Du hast ja zu der Zeit auch 100% gearbeitet und hast dann nebenher den ganzen Content gemacht.

Andy: Du hast dann irgendwann reduziert, du hast eine Schwarzgruppe da gearbeitet,

Andy: da haben wir auch eine Connection sozusagen.

Andy: Wann hast du den Switch gemacht? Also hast du erst mal reduziert?

Alex: Genau, also ich habe erst mal reduziert. Das heißt, in dem Kontext ziemlich,

Alex: als ich gemerkt habe, okay, ich verliere meinen Kameramann, verliere damit auch einen Kostenpunkt.

Alex: Das heißt, einfach die Struktureinnahmen, Ausgaben verändert sich ein bisschen,

Alex: was mir ja dann auch die Möglichkeit gibt.

Alex: Ich zahle mir ja quasi sein Geld und mache seine Arbeit auch noch mit, sozusagen. Ja.

Alex: Habe ich reduziert von 40 auf 30 Stunden.

Alex: Zehn Stunden klingt immer erst mal wenig, macht aber in der Woche schon einen

Alex: dramatischen Unterschied.

Alex: Und habe das dann auf dem Level noch mal so für ungefähr zwei Jahre gefahren

Alex: und bin jetzt dann letzten Herbst, also Herbst 2025, bin ich komplett ausgestiegen.

Alex: Und seitdem mache ich nur noch das Thema Car Ranger.

Alex: Wo ich jetzt aber auch sagen muss, ich mache seit acht Jahren diese Videos.

Alex: Ich habe inzwischen ein bisschen ein Gefühl dafür, worauf ich mich verlassen kann und worauf nicht.

Alex: Dass ich ohne schlechtes Gewissen der Frau und den Kindern und vor allem den

Alex: Raten fürs Haus gegenüber, ich den Wechsel machen kann, ohne dass halt jemand

Alex: aufschreiben wird und sagen muss, Momentchen mal, hier ist ja kein Geld mehr in der Spardose.

Andy: Hättest du deinen alten Job nicht weiter nebenher machen können,

Andy: auf 60 Prozent oder 50 Prozent?

Andy: Oder was hat, weiß nicht, waren wahrscheinlich nicht nur finanzielle Beweggründe,

Andy: weswegen du das gemacht hast, sondern auch die zeitliche Schiene oder,

Andy: weiß nicht, vielleicht auch emotional

Andy: oder Stresssituationen, wie es zu Hause läuft, weiß ich jetzt nicht,

Andy: aber was war der Beweggrund dann, das im Herbst komplett zu beenden?

Alex: Also der große Faktor ist halt immer Zeit, weil unsere Zeit ist irgendwo endlich

Alex: und wenn du zwei Jobs machst, die beide mehr oder minder Vollzeit sind,

Alex: weil der eine mit 30 Stunden ganz nett, aber dafür, wenn du noch 50 Stunden

Alex: bei YouTube machst, bist du trotzdem bei 80 und 80 klingt dann ziemlich unangenehm.

Alex: Wenn du dann auch noch Kinder hast und eine Frau und hast so,

Alex: du willst allen so ein bisschen gerecht werden,

Alex: ist Zeit der Faktor. Klar, an der Arbeit weiter reduzieren geht immer bis zu

Alex: einem gewissen Grad, aber ehrlicherweise wird man dann dem Job ja auch nicht mehr gerecht.

Alex: Und wenn du dann noch das Thema hast, du hast einen Job mit maximaler Freiheit,

Alex: weil wenn ich jetzt sage, ich veröffentliche nächste Woche kein Video,

Alex: kann mich niemand aufhalten, das so zu tun.

Alex: Und wenn ich sage, ich veröffentliche sieben Videos und ich bin 24 Stunden unterwegs,

Alex: dann mache ich das auch und mich kann keiner davon aufhalten.

Alex: Und wenn ich in den Titel schreiben will, alle Mazda-Fahrer tragen grüne Schuhe,

Alex: dann schreibe ich da halt rein, alle Masterfahrer tragen grüne Schuhe.

Alex: Und dann bist du gleichzeitig in dem großen Konzern drin, wo es heißt,

Alex: das ist eine gute Idee, aber der, der, der, der und die und die und die,

Alex: die müssen das auch gesehen haben,

Alex: dann müssen wir darüber sprechen, dann machen wir noch eine Präsentation und

Alex: wenn die das abgenommen haben, bekommt der das, der das dann auch abnimmt und

Alex: dann, dann können wir das tun.

Alex: Dann ist das halt eine ganz andere Welt, in der man unterwegs ist und irgendwann

Alex: bist du halt an dem Punkt zu sagen, ich kann das nicht mehr.

Alex: Also ich kann diese Komplexität in Abstimmungsprozessen einfach nicht mehr sehen,

Alex: weil ich weiß, wie viel schneller es gehen könnte.

Alex: Und wenn ich jetzt nur 20 Stunden zum Beispiel die Woche machen würde,

Alex: dann erreiche ich da auch nicht so viel, dass ich sagen kann,

Alex: es erfüllt mich irgendwo.

Alex: Und ich glaube, der große Punkt ist halt am Ende des Tages, dass man für sich

Alex: selber erkennen möchte, wie viel Belastung ist gesund.

Alex: Und ich will halt nicht der typische 42-Jährige sein, der sagt,

Alex: Frau, tschüss, Kinder, tschüss, lieber Sportshow-Zentrum, verkauf mir ein Boxster

Alex: S mit roten Gurten, damit ich meine Midlife-Crisis feiern kann.

Alex: Ehrlicherweise, wenn man die Gelegenheit hat, sowas vorher zu erkennen und zu reagieren,

Alex: warum sollte ich mich jetzt überlasten, nur damit mir die Sparkasse irgendwann

Alex: auf die Schulter klopft und sagt, Mensch, du hast deinen Finanzierungsplan übertroffen,

Alex: dein Haus ist drei Jahre früher abbezahlt, du hast zwar keine Familie mehr,

Alex: die drin wohnt, aber es ist früher abbezahlt. Herzlichen Glückwunsch.

Andy: Aber ihr habt es dann zu Hause schon gemeinsam entschieden, das so zu machen.

Andy: Das ist nichts, was du...

Alex: Ja, natürlich. Das funktioniert nur zusammen, das hat ja auch die letzten Jahren

Alex: nur zusammen funktionieren, weil ehrlicherweise, ich filme sehr viel am Wochenende,

Alex: weil ich bei Privatleuten bin und wenn du Montag bis Freitags im Büro bist,

Alex: abends Videos schneidest und am Wochenende da noch zum Filmen unterwegs bist,

Alex: wenn du da nicht wirklich 100% Rückendeckung hast.

Andy: Dann kannst du im Keller reingehen und da schlafen und dann ist irgendwann vorbei.

Alex: Wenn man wirklich so nebenher lebt und das nicht mal das abgestimmte Ziel von

Alex: den beiden ist oder man irgendwo hinarbeitet, dann kann man es gleich sein lassen.

Andy: Aber das ist ja jetzt ein interessanter Punkt. Jetzt machen wir dieses Zeiteinteilungsspielchen

Andy: mal gleich. Das mache ich sonst immer am Ende.

Andy: Dann hast du, als du auf 80 Prozent gearbeitet hast, noch jetzt bis zum letzten

Andy: Herbst, dann hast du am Wochenende die Videos aufgenommen, hast die dann abends

Andy: geschnitten und trotzdem tagsüber eingetaktet zur Veröffentlichung.

Andy: Also ist dadurch dann der Stress entstanden, dass du dann halt auch nie Erholung

Andy: hattest. Und was hat sich jetzt heute geändert dann seit dem Winter?

Andy: Nimmst du die Videos trotzdem noch bei den Privatleuten auf,

Andy: aber hast du jetzt unter der Woche mehr Zeit für Familie und Co.? Oder wie siehst du das?

Alex: Also erstmal, ich glaube, man muss auch noch so ein bisschen bei mir im Sommer

Alex: und Winter einteilen, weil für Neuwagen macht es keinen Unterschied.

Alex: Da gibt es schöne Presse-Events irgendwo in Lissabon, da ist meistens schönes Wetter.

Alex: Oder wenn ich ein Presseauto hier habe, dann habe ich das vor zwei Wochen.

Alex: Irgendwann in den zwei Wochen wird schon mal ein Tag kein Regen sein im Winter.

Alex: Das kann ich also übers ganze Jahr hinweg gleichmäßig machen.

Alex: Aber bei neuen alten Autos ist das so ein bisschen eine Herausforderung.

Alex: Bei den sieben Mustang holst du

Alex: jetzt nicht Anfang Februar bei gesalzenen Straßen raus. Das macht keiner.

Alex: Und auch, wenn ich jetzt zu dir komme und sage, Mensch Andreas, wir machen einen Dreh.

Alex: In drei Wochen am Sonntag komme ich zu dir. Da ist die Wahrscheinlichkeit,

Alex: dass es in drei Wochen am Sonntag regnet, einfach viel zu groß.

Alex: Das heißt, ich muss ehrlicherweise so zwischen Anfang, Mitte,

Alex: April und Ende Oktober, muss ich,

Alex: 90% des Altauto-Contents für ein ganzes Jahr machen. Ich muss nur sofort produzieren.

Alex: Ich bin also in diesen Sommermonaten, gerade wo es schön ist,

Alex: an den Wochenenden unglaublich viel unterwegs, im Winter deutlich weniger.

Alex: Also ich habe so ein bisschen diesen Dachdecker-Modus halt bei mir an der Arbeit drin,

Alex: dass es über die Saison einfach schwankt und die große Veränderung jetzt ist

Alex: halt, ja, ich kann was filmen, egal ob am Wochenende oder unter der Woche und

Alex: ich kann es halt einfach auch um 11 Uhr schneiden, aber ich meine damit 11 Uhr

Alex: vormittags und nicht 11 Uhr abends.

Andy: So wie früher.

Alex: Ich kann auch manchmal einfach um 21 Uhr mit meiner Frau auf der Couch sitzen

Alex: und irgendwas Deppertes im Fernsehen schauen und einfach mich mal berieseln

Alex: lassen und vielleicht auch nicht so den, ich sag mal,

Alex: Kontakt zum normalen Leben verlieren, weil vorher bist du halt,

Alex: du springst von Job A zu Job B,

Alex: hast dazwischen noch irgendwas, bist auf irgendeinem Presse-Event,

Alex: musst gleichzeitig dein Diensthandy noch haben, falls nicht doch irgendjemand

Alex: gerade noch was gehabt hat.

Alex: Und das ist einfach weggefallen. Und das macht das Leben deutlich angenehmer,

Alex: weil man halt Situationen genießen kann, ohne gleich den Druck zu haben.

Alex: Aber in fünf Minuten habe ich noch ein Meeting mit einem anderen Job zu einem

Alex: 100% anderen Thema und muss diesen Switch hinbekommen.

Alex: Und ich habe den anderen Job gerne gemacht und ich habe ihn auch,

Alex: glaube ich, gut gemacht. Ich war 16 Jahre in dem Unternehmen.

Alex: Aber diesen Wechsel hinzukriegen, ist halt irgendwann sehr belastend,

Alex: weil du bei beiden Jobs nie 100% geben kannst.

Andy: Ich glaube, die Kontext-Switch ist auch das, was einen fertig macht und weswegen

Andy: du dann abends erschöpft ins Bett fällst oder vielleicht reagierst.

Alex: Wir machen das jetzt so, Mentalität reingehst und hast dann aber fünf Leute

Alex: vor dir sitzen, die sagen, nein, wir machen das jetzt nicht so.

Alex: Warum denkst du denn, dass wir das jetzt so machen? Und du kommst aber raus

Alex: aus einer Welt, wo es heißt, okay, links oder rechts, links, los.

Alex: Und wenn rechts richtig gewesen wäre, muss ich mich auf dem Weg umentscheiden.

Alex: Aber ich laufe los und ich stimme mich nicht noch mit irgendjemandem ab sondern

Alex: wenn ich denke, das ist halt richtig dann werde ich schon selber auf die Nase

Alex: fliegen wenn es nicht richtig war.

Andy: Sind denn deine Videos besser geworden? Kriegst du mehr Views?

Andy: Was hat sich für dich geändert, jetzt seit du dann den Kontext nicht überholt hast?

Alex: Die Zeit ist, um ehrlich zu sein, noch zu kurz, um das so richtig zu bewerten,

Alex: weil ehrlicherweise die meisten Autos, die ich gefilmt habe,

Alex: beziehungsweise die meisten älteren Autos, die ich gefilmt habe,

Alex: sind noch aus der Zeit, wo ich noch beide Jobs hatte.

Alex: Aber ich für mich merke halt, dass ich auch, wenn ich mir im Schnitt zum Beispiel

Alex: für irgendetwas mal fünf Minuten Zeit nehmen möchte, noch etwas raussuchen,

Alex: wie funktioniert ein gewisser Effekt,

Alex: dann nehme ich mir halt mal fünf Minuten oder ich nehme auch mal 50 Minuten,

Alex: nur um meinen eigenen Wissensdurst zu befriedigen, um zu wissen,

Alex: wie das geht und das in einem Video einzubauen.

Alex: In der Vergangenheit war es halt so dieses, ich könnte das jetzt einbauen,

Alex: das wäre um 0,2 Prozent besser, dann das Video, aber es kostet mich Zeit,

Alex: ich habe keine Zeit, also lasse ich es weg.

Andy: Wenn du jetzt so ein typisches Video, habe ich jetzt mal ein bisschen geguckt,

Andy: die sind so 30, 40 Minuten lang, du hast auch...

Alex: Die Zielzeit für mich, ja.

Andy: Wie lange produzierst du so, Also du fährst zu jemandem hin,

Andy: machst ein Video, nimmst wahrscheinlich zwei Stunden Content auf und dann schneidest

Andy: du da nochmal zwei Stunden dran, um dann eine halbe Stunde Video zu haben?

Andy: Oder wie viel Auffall ist das?

Alex: Ja, also man kann grob rechnen, ein Arbeitstag pro Video hast du.

Andy: Ein Arbeitstag pro Video?

Alex: Ja, wenn du alles mit reinrechnest. Du musst so sehen, ich muss mich auf das

Alex: Auto vorbereiten. Das funktioniert bei manchen einfacher, bei manchen schwieriger.

Alex: Aber da rechne ich schon mal mindestens eine Stunde, ich sag mal,

Alex: Vorbeschreitungszeit für Recherche, die du haben musst.

Alex: Dann hast du je nach Auto noch eine Anfahrt. Selbst wenn ich hier bei mir irgendwo

Alex: was filmen will, muss ich ja erstmal einen Spot haben, wo ich in Ruhe für mich

Alex: bin und auch niemand anderen auf den Wecker gehe, wenn ich da zwei Stunden stehe.

Alex: Das heißt, du hast mindestens schon mal eine Stunde, die du noch anfahrt bei

Alex: jedem Autorechnern kannst. Dann hast du ungefähr zwei Stunden für den Dreh an sich.

Alex: Wenn es mit den Besitzern ist, dann katscht man hier nochmal fünf Minuten,

Alex: da nochmal fünf Minuten, geht auch noch eine Stunde einfach für,

Alex: ich nenne es jetzt mal Networking drauf. auf.

Alex: Der ursprüngliche Dreh muss ja auch erstmal organisiert sein.

Alex: Ich muss ja da erstmal sagen, Mensch Andreas, wann hast du denn eigentlich Zeit

Alex: und was hast du denn noch für Autos und hast du dir schon einen Drehort überlegt?

Alex: Und diese ganzen Dinge, die kommen mir auch dazu.

Alex: Dann der Videoschnitt selbst, je nachdem, wie konzentriert man da dran ist,

Alex: bist du auch irgendwo, ich habe ja zwischen zwei und vier Stunden.

Alex: Dann hast du nochmal ein Stündchen allein für, ich lade das hoch,

Alex: ich gebe einen Titel ein, ich muss ein Titelbild, also so ein Subname erstmal generiert haben,

Alex: ich muss da auch in den Beschreibungstext was rein und im einerseits besten

Alex: Fall, andererseits schlimmsten Fall, hast du noch irgendeinen Werbepartner,

Alex: der aber auch sagt, schick mir das Ganze nochmal zur Abnahme,

Alex: bitte mach doch genau diesen Text in die Beschreibung.

Alex: Warum kannst du das nicht fünf Sekunden länger machen? Film doch nochmal was Kleines dafür mit.

Alex: Also deswegen, du musst mindestens einen Arbeitstag in vollwertigen Pro-Video

Alex: rechnen. Die Zeit geht halt drauf.

Andy: Und wie viele hast du jetzt vorproduziert? Oder wie viele hast du,

Andy: wahrscheinlich hast du viele aufgenommen, aber noch nicht zu Ende produziert?

Andy: Wie weit bist du vorbereitet jetzt auf den Sommer, der dann jetzt irgendwann wieder kommt?

Alex: Also ich bin jetzt zum 30. Januar so, dass ich, was die alten Autos angeht,

Alex: wo von eins die Woche kommt, ich wahrscheinlich bis Ende April noch genug hätte.

Alex: Also da habe ich noch mal so keine Ahnung, 12 bis 15 irgendwie sowas habe ich

Alex: da gerade noch im Vorlauf liegen.

Alex: Neue Autos habe ich immer weniger im Vorlauf. Da habe ich glaube ich gerade so drei, vier Videos.

Alex: Also aktuell sind es knappe 20 Videos, die ich noch ungeschnitten oder teilgeschnitten

Alex: oder unveröffentlicht auf Halte liegen habe. Ziel für mich ist immer,

Alex: dass ich unveröffentlichte Videos habe, weil dann habe ich keine Arbeit mehr,

Alex: dann muss ich nur auf den großen roten Knopf drücken.

Alex: Und im Medialfall habe ich da so drei, vier Wochen Vorlauf einfach fertig.

Alex: Das habe ich jetzt zum Beispiel gerade nicht geschafft. Da bin ich ziemlich auf Null gelaufen.

Alex: Das ist aber halt auch einfach Eigenorganisation, weil andere Dinge zu tun waren.

Alex: Und wie viele Videos im Vorlauf sind, das schwankt halt. Ich hatte schon Tage,

Alex: so in den letzten Jahren März, wo ich gedacht habe, ich habe nichts mehr.

Alex: Ich muss jetzt losgehen und ich muss jetzt schneiden, jetzt veröffentlichen,

Alex: damit ich einfach in meiner Taktung bleibe.

Alex: Und ich habe halt Situationen so im Oktober, wo ich sagen kann,

Alex: okay, ich habe da jetzt 40, 50 Videos liegend,

Alex: Und die Leute kommentieren zum Teil und dürsten nach diesen Autos,

Alex: aber ich für mich muss halt so taktisch vorgehen und sagen, nein,

Alex: ich veröffentliche das jetzt nicht und haue jetzt im Oktober, November,

Alex: Dezember 100 Videos raus, nur um dann im Januar, Februar, März drei zu veröffentlichen.

Alex: Das wäre halt nicht sehr clever.

Andy: Das heißt, du hast da eine feste Taktung mit zwei Videos pro Woche oder wie ist das?

Alex: Genau, die feste Regel ist im Moment, ich sage, es gibt ein altes Auto die Woche,

Alex: das kommt sonntags und das ist fest, darauf können sich quasi alle verlassen und neue Videos,

Alex: also neue Auto-Videos und meine Projektgeschichten kommen immer dann,

Alex: wenn sie entstehen, spontan mit dazu.

Alex: Aber du hast mindestens zwei lange Videos die Woche.

Alex: Aktuell sind es tendenziell drei.

Alex: Vielleicht wird es da nochmal wieder auf zwei fahren, aber so zwei bis drei

Alex: lange Videos die Woche und halt jeden Tag Hochkanteinhalte.

Andy: Jeden Tag Shorts.

Alex: Jeden Tag ein Short. Ich mache auch nicht mehrere am Tag, aber jeden Tag kommt

Alex: ein Inhalt, um auch eine gewisse Kontinuität zu haben.

Andy: Und warum Sonntags als Release für den Longform-Content? Das hat sich einfach so ergeben.

Alex: Also bei meinen Zuschauern ist es zum Beispiel so, die Woche ist relativ stark

Alex: bis auf Freitag. Freitag, Samstag sind schwach. Der Sonntag ist wieder gut.

Alex: Und ich habe es einfach so Sonntagmittag, 13 Uhr, dass dann,

Alex: wenn alle beim Sonntagskaffee sind, können sie in ihrer Erinnerung an die alten

Alex: Autos schwelgen und die neuen Autos kommen dann unter der Woche.

Alex: Ich habe schon alle Veröffentlichungstage mal ausprobiert, alle Zeiten mal ausprobiert.

Alex: Es gibt auch sicherlich jetzt jemand, der sagt, hey, Sonntag 13 Uhr ist das

Alex: Dümmste, was du machen kannst.

Alex: Dann würde ich erst mal sagen, hey, schau dir doch mal meine Zuschauer an,

Alex: die sind ein bisschen anders als bei vielen anderen Kanälen und das andere ist,

Alex: wenn ich es jetzt verändere, dann würde ich sicherlich für zwei Wochen denken,

Alex: diese Veränderung, die hat mich richtig nach vorne gebracht und die nächsten

Alex: zwei Wochen würde ich sagen,

Alex: jetzt geht gar nichts mehr, es ist alles viel schlechter als vorher und es gibt

Alex: bei ganz vielen Dingen in diesem Business, auch sowas wie Einladungsverteiler,

Alex: wo ich gesagt habe, hör auf es verstehen zu wollen,

Alex: akzeptiere, dass manche Dinge so sind, wie sie sind und das hat sich bewährt. in dem Fall.

Andy: Jetzt reden wir eine Dreiviertelstunde und haben noch gar nicht über Zahlen

Andy: so ein bisschen gesprochen. Das ist glaube ich aber auch etwas,

Andy: was die Menschen interessiert.

Andy: Wie funktioniert das Business auf YouTube?

Andy: Du hast ja verschiedene Einnahmequellen und ich glaube, du hast mir im Vorgespräch

Andy: gesagt, der absolut größte Punkt sind schon Werbeeinnahmen, die direkt von YouTube direkt kommen.

Andy: Ist das richtig? Wie viele Prozent ungefähr macht das aus?

Alex: Es kommt darauf an, wie viele Werbepartner man schafft, nebenher zu haben.

Alex: Also sagen wir es mal so, wenn du wirklich groß und wirklich erfolgreich bist,

Alex: dann ist YouTube dein kleinerer Anteil, weil du irgendwelche großen Werbekooperationen

Alex: nebenher hast, die dann den Größteil ausmachen. So sollte es sein,

Alex: wenn du richtig groß bist.

Alex: Wenn du natürlich ganz am Anfang stehst, dann hast du nur YouTube und gar keine

Alex: Werbepartner und nach und nach teilt sich das.

Alex: Ich glaube, ich bin gerade so an dem Punkt, wo ich sagen kann,

Alex: nicht ganz viel, also die Werbepartner sind noch ein bisschen schwächer als

Alex: das, was von YouTube kommt.

Alex: Ich glaube, wenn ich mich aber bemühen würde und mich für alles verkaufen würde,

Alex: was Geld bringt, dann könnte ich auch die YouTube-Einnahmen da übertreffen.

Alex: Aber auch da wieder, es muss ja irgendwo authentisch und echt bleiben.

Alex: Und was bringt es mir denn quasi, in Anführungszeichen, ich weiß nicht,

Alex: wie sehr darf man hier eigentlich fluchen? Ist das limitiert?

Alex: Ich werde nicht das reiche Arschloch sein, was alle Leute abgezogen hat,

Alex: sondern dann habe ich lieber mal 2000 Euro weniger und bin ein halbwegs zufriedener

Alex: Mensch, der sich noch in den Spiegel anschauen kann, aber gerade nicht ganz 50-50.

Andy: Und wenn du jetzt so einen Werbepartner, da hast du dann irgendwas,

Andy: was zum Auto passt, ein Putzmittel oder sowas und dann hast du dann trotzdem

Andy: noch Werbung bei YouTube an oder schaltest du die dann aus?

Andy: Also wie nehmen die Viewer das wahr?

Alex: Also in den meisten Fällen lasse ich dann die Werbung bei YouTube an.

Alex: Es gibt Sondersituationen, da kann ich gleich mal so einen kleinen Exkurs machen,

Alex: wo man sowas auch ausschalten kann.

Alex: Es ist halt auch mal die Frage, wie werblich ist das Ganze?

Alex: Weil jetzt gerade zum Beispiel in einem Video, was ich gestern veröffentlicht

Alex: habe, da geht es um einen Renault Avantime oder Avanti, den ich habe,

Alex: also als Projektauto bei mir.

Alex: Und da ist mein Werbepartner, den ich mit dabei habe, C-Tag.

Alex: Und C-Tag ist was Batterieerhaltungsgeräte, also wenn du deine 12-Volt-Batterie

Alex: im Auto, so vor allem bei einem Saisonfahrzeug über den Winter erhalten möchtest,

Alex: dann ist ehrlicherweise C-Tag ist der Hersteller.

Alex: Ich meine, ich war lange genug in der Schwarzgruppe, um zu wissen,

Alex: dass auch Lidl quasi das eigene Mock-Off im Non-Food anbietet.

Alex: Das ist auch nicht verkehrt, ja. Aber wenn du zu irgendeinem Autohändler reingehst,

Alex: zu irgendeinem Sportwagenhändler, sonst was, wo die Autos am Ladegerät hängen,

Alex: die hängen da alle bei C-Tag.

Alex: Und wenn jetzt C-Tag zu mir sagt, hey, guck mal, wie wäre es denn,

Alex: wenn wir das unterstützen, dafür sagst du, dass wir folgende neuen Produkte

Alex: mit folgenden Eigenschaften haben.

Alex: Das ist ein absoluter No-Brainer, das musst du machen.

Alex: Weil ehrlicherweise auch alle Zuschauer finden das geil.

Alex: Weil das ist die Marke dafür. und die sagen dann halt, hey, das habe ich auch

Alex: schon und oh, ich brauche das Neue, weil ich habe die Vorgängergeneration.

Alex: Und also sowas geht halt super harmonisch mit rein. Dann hast du da halt auch

Alex: mal so, ich sage mal, eine Minute Element in dem Video drin.

Alex: Was ich halt nicht mache, sind so, ich kriege tausend Anfragen von irgendwelchen

Alex: chinesischen Firmen, die Dashcams machen, die aber ein dedicated Video haben

Alex: wollen, wo es dann nur um ihre Dashcam geht. Und ich sage, ich teste Autos.

Alex: Ich kann nicht eine Viertelstunde lang deine Dashcam testen.

Alex: Das funktioniert nicht. Das habe ich einmal gemacht und mir gedacht,

Alex: nein, das mache ich nie wieder.

Alex: Das funktioniert einfach nicht, sondern es muss halt was Organisches sein,

Alex: was in die Videos reinpasst.

Alex: Und wenn es halt darum geht, du kannst mit irgendeinem Tool einen Fehlerspeicher

Alex: von deinem Auto auslesen, ja, dann kaufe ich ein gebrauchtes Auto und wir lesen

Alex: diesen Fehlerspeicher aus und während ich das mache, siehst du ja das Produkt

Alex: und hast quasi auch den werblichen Teil mit drin.

Alex: Aber es sollte halt nicht so dieses, hey, guck mal hier, geh unbedingt jetzt

Alex: sofort zu Bett 1 und das mache ich 20 Minuten lang in dem Video, das funktioniert halt.

Andy: Passt nicht zusammen. Okay, also das heißt, der Großteil kommt von Werbung,

Andy: noch nicht ganz halbe, halbe YouTube plus die speziellen Werbepartner.

Andy: Du hast ja auch bezahlte Subscriber, das macht glaube ich aber nicht viel aus

Andy: jetzt und dann hast du noch Merchandising in einem eigenen Shop,

Andy: wo du unter anderem den Pulli, den du anhast und auch deine ich nenne es mal

Andy: Signature-Hemden, die du dann häufig anhast, verkaufst. Das ist aber nicht so relevant.

Alex: Ne, das ist nicht so relevant, aber ich springe gerade nochmal einen kleinen

Alex: Stück zurück, um es jetzt ein bisschen weniger auf mich bezogen zu machen,

Alex: so an YouTube allgemein, damit hier auch alle so ein bisschen verstehen können,

Alex: wie das Business funktioniert.

Alex: Du hast am Anfang glaube ich eine Grundsatzentscheidung, nämlich von wem möchtest du bezahlt werden?

Alex: Und da gibt es zwei Wege. Entweder du lässt dich von den Leuten bezahlen,

Alex: die dein Content anschauen, oder du lässt dich von den Leuten bezahlen,

Alex: die wollen, dass Content gemacht wird. Also Hersteller.

Andy: Du das Auto gestellt bekommst sozusagen und kriegst du Geld dafür.

Alex: Genau, aber ich lasse mir ja auch Autos stellen. Aber es macht einen Unterschied,

Alex: ob ich sage, ich lasse mir ein Auto stellen.

Alex: Oder ich lasse mir ein Auto stellen, hätte gerne 2.500 Euro zur Produktionskostenunterstützung,

Alex: um dann das Auto vorzustellen.

Alex: Hat natürlich den Vorteil, wenn der Hersteller mir Geld gegeben hat,

Alex: bin ich unabhängig davon, wie viel ich mit diesem Video verdiene.

Alex: Weil meine Miete ist ja quasi schon bezahlt durch diese Einnahmen.

Alex: Da gibt es halt diese verschiedenen Ansichten. Du musst halt am Anfang sagen,

Alex: lasse ich mich für meinen Zuschauern bezahlen oder lasse ich mich für meinen

Alex: Auftraggeber und für das Video bezahlen.

Alex: Aus meiner Sicht hast du dann halt immer demjenigen gegenüber die Verpflichtung, von dem das Geld kommt.

Alex: Und das ist so das Grundthema und das, worüber wir sprechen,

Alex: ist halt der Weg, dass ich sage, ich lasse mich für meinen Zuschauern bezahlen,

Alex: dafür aber nicht von Herstellern,

Alex: was natürlich den Vorteil hat, ich kann erst mal sagen, was ich möchte und die

Alex: Konsequenzen kommen ein bisschen später. Genau, aber...

Andy: Gab es da schon Konsequenzen oder hast du da schon Erfahrung?

Andy: Also ist es dann wirklich so eine Schwarz-Weiß-Entscheidung,

Andy: wenn du dann jetzt über keine Ahnung, das ist vorhin Porsche erzählt oder andere

Andy: Hersteller, wenn du dann

Andy: die kritisierst in so einem Test, dann kriegst du halt kein nettes Fahrzeug mehr oder wie?

Alex: Du als Hersteller hast ja die Möglichkeit, dir alle Leute einzuladen,

Alex: die du möchtest zu so einem Event.

Alex: Die können bei JP anrufen und können sagen, hey JP, kommst du vorbei?

Alex: Was sicherlich ein Preisschild haben wird. Oder wir könnten auch bei dir anrufen

Alex: und sagen, Mensch, Andreas, du interessierst dich doch vielleicht für das Auto,

Alex: komm doch mal vorbei als Privatperson.

Alex: Du veröffentlichst zwar nicht, aber wir haben ja hier einen Slot quasi.

Alex: Also theoretisch, die könnten ja Gott in die Welt holen. Und wenn ich dann bedenke,

Alex: ich bin bei 28.000 Abonnenten, was, wie gesagt, für ernsthafte Autovorstellungen auf YouTube,

Alex: Da wird es schon dünn. So viel da drüber gibt es schon nicht mehr.

Alex: Und ich war noch nie auf einem Presse-Event von BMW.

Alex: Noch nie bei Mercedes. Noch nie bei Cupra. Noch nie bei Opel. Noch nie bei Peugeot.

Alex: Und jetzt könnte ich diese Liste so weitermachen.

Alex: Es gibt also Hersteller, die die Entscheidung treffen, ich lade lieber jemanden

Alex: ein, der deutlich kleiner ist, als den.

Alex: Und es gab halt auch schon das Thema, dass ich Presseautos hatte und mir Dinge

Alex: vielleicht nicht so ganz gefallen haben an dem Auto.

Alex: Und dann merkst du halt im Verhalten danach, merkst du die Konsequenzen.

Alex: Das ist dann halt einfach so.

Alex: Nur du musst dann die Entscheidung beim Filmen treffen, sage ich jetzt das,

Alex: was der Hersteller hören will, damit ich das nächste Auto bekomme oder ich auch

Alex: den nächsten Auftrag für Geld bekomme oder sage ich,

Alex: dem bin ich nicht verpflichtet, es gibt da draußen Leute, die bezahlen Geld,

Alex: beziehungsweise die bezahlen nicht Geld, aber die bezahlen mit ihrer,

Alex: Lebenszeit, indem sie Werbung konsumieren, die bezahlen dafür,

Alex: dass ich ihnen dieses Auto zeige und wenn da der Hersteller gespart hat,

Alex: dann werde ich das sagen und dann reibe ich denen das voll unter die Nase und

Alex: wenn die mir kein nächstes Auto geben, so what, dann organisiere ich es mir halt anders.

Alex: Und das ist halt so der Weg, den ich gehe, aber ja, du hast Konsequenzenpunkte.

Andy: Okay, also musst du dich für den Weg entscheiden sozusagen und dann hat es halt Konsequenzen.

Andy: Interessant, okay. Ja, also ich mag diesen authentischen Ansatz auf jeden Fall,

Andy: weil das ist ja auch das, was man sehen will, weil jetzt, wenn ich so,

Andy: was weiß ich, schaue gerade auch mal wieder,

Andy: was weiß ich, gibt es einen Elektrobus für Familien, du hast jetzt den Kia drin

Andy: gehabt, jetzt kommt ein neuer Mercedes und so, und das ist ja eine Art voll

Andy: Geld, was man ausgibt, entweder über ein Leasing oder man kauft sowas,

Andy: dann willst du jetzt ja auch keinen naja, geschönten,

Andy: wenn ich dann 50 Minuten anschaue von so einem Video, und da ist nichts drin,

Andy: was an dem Auto nicht gut ist, sozusagen, das ist ja alles perfekt, so dann

Alex: Also ehrlicherweise, es gilt auch für die geschriebenen Berichte.

Alex: Ich habe oft das Gefühl, man nimmt die Pressemappe, die einem der Hersteller

Alex: gibt, haut das einmal bei Gemini, JetGPT und Co.

Alex: Rein und sagt, formulier mir das und mecker am Ende noch kurz über den Preis und zack, fertig.

Alex: Das ist auch nicht so allgemeingültig. Es gibt viele Kollegen,

Alex: die machen da einen super krassen Job und die sind zum Teil noch viel mehr im Detail drin als ich.

Alex: Da gibt es echte Profis, das gilt bei weitem nicht für alle.

Alex: Es gibt aber auch Situationen, wo ich mir denke, du hast keine Ahnung von den

Alex: Autos, du hast kein Interesse an dem Auto und du veröffentlichst am Ende was,

Alex: worauf Leute die Kaufentscheidung basieren lassen wollen.

Alex: Das ist keine gute Idee. Das ist auch keine gute Idee, dann als Kunde auf der

Alex: Basis eine Entscheidung zu treffen.

Alex: Weil ich lese auch ganz oft in den Kommentaren, hey, ich habe mir das und das

Alex: Auto aufgrund des Videos gekauft.

Alex: Das finde ich gut, das ist meine Relevanz, das freut mich natürlich.

Alex: Ich denke mir aber auch immer, hoffentlich habe ich einen guten Tipp gegeben.

Alex: Das ist ja auch so dieses, ich muss das so gut machen, dass wenn sich jemand

Alex: dafür oder dagegen entscheidet, aufgrund von meiner Meinung,

Alex: dass er auch ein bisschen Hand und Fuß hat.

Alex: Ich kann jetzt halt nicht pauschal sagen, oh, das ist doch alles blöd,

Alex: was die da zusammen getackert haben und so weiter, wenn ich dafür keine Basis habe.

Alex: Ich kann aber auch nicht sagen, Mensch, dieser neue X3, der ist richtig geil.

Alex: Ich habe diesen 89.000 Euro Pressetestwagen und hinten an der Rückbank habe

Alex: ich so richtig schönes Hartplastik um meine Schulter dagegen.

Alex: Das finde ich so richtig toll.

Alex: Ja, so läuft es halt nicht.

Andy: Wenn du, also, was ich immer meine Gäste frage, wenn die ein Produkt haben,

Andy: eine App haben, ein Software-Service-Business, wo kamen die ersten 10,

Andy: wo die ersten 100 Kunden her?

Andy: Ja, das ist bei dir wahrscheinlich schwer zu sagen, aber wie ist der Kanal jetzt

Andy: gewachsen und kannst du sehen, wo das Wachstum herkam?

Andy: Also war das eher ein lineares Wachstum jetzt und dass es einfach der Lohn ist,

Andy: dass du jetzt eben jedes Jahr ein Stück gewachsen bist oder gab es irgendwelche

Andy: Ausschläge da drin, wo du irgendwelche exponentiellen Dinge hattest,

Andy: weil du ein geiles Video hattest?

Andy: Kommt das Wachstum über die Shorts bei YouTube oder sogar über die anderen Social-Media-Kanäle?

Andy: Also wie wächst so ein YouTube-Kanal?

Alex: Also ganz am Anfang,

Alex: Ganz am Anfang war es sowohl für die Videos, also woher die Autos kommen,

Alex: als auch für die Abonnenten das Thema, das einfach nur über Freunde und Bekannte lief.

Alex: Das heißt, das war so auf dem Motto, hey, Michael, gib mir doch mal dein Auto

Alex: für zwei, drei Stunden. Ich gebe es dir gleich wieder zurück.

Alex: Schon hatte ich ein Auto, um das zu filmen.

Alex: Und dann dieses, ich habe einen YouTube-Kanal. Abonnier das jetzt.

Alex: Abonnier das jetzt. Abonnier das

Alex: jetzt. Und dann habe ich neun Monate gebraucht für die ersten 100 Abos.

Alex: So, von diesen 100 waren bestimmt 50 Kaltakquise im Freundeskreis.

Alex: So dieses, gib mir mal kurz dein Handy, ja, und zack, abonniert.

Alex: Hat also ewig gedauert. Und dann, es gab halt so einzelne Videos,

Alex: auch am Anfang schon, die einfach gut funktioniert haben.

Alex: Weil der YouTube-Algorithmus hat natürlich jetzt nicht so viel Interesse an

Alex: diesen super kleinen Kanälen, wenn der aber merkt, Momentchen mal,

Alex: dieses Video, das funktioniert ja ganz gut.

Alex: Dann hast du halt auf einmal ein Video, das hat dann nicht 100 Klicks,

Alex: sondern 10.000 Klicks gehabt.

Alex: Und das hat dann so die ersten Abo-Wellen gebracht.

Alex: Also das waren halt so wirklich Videos, die dann immer mal so ein bisschen Schwung gegeben haben.

Alex: Und jetzt inzwischen ist es so, es gibt, ich sag mal, ein Grundrauschen,

Alex: ein Grundwachstum, was immer da ist. Und manchmal merkst du halt,

Alex: dass einzelne Videos nochmal wie so eine kleine Welle oder so eine Windböe dir

Alex: nochmal so ein bisschen Rückenwind geben.

Alex: Aber es gibt ein relativ konstantes Wachstum. Also ich bin gerade so,

Alex: wenn du es aufs Jahr siehst, so bei 40.000, 50.000 Abos, die es im Jahr mehr werden.

Alex: Also mein nächster Meilenstein sind auf jeden Fall so die 250.000.

Alex: Die hätte ich jetzt gerne im Herbst.

Alex: Und dann ist das schon recht zufriedenstellend.

Andy: Was kannst du so machen?

Alex: Wichtig, wenn du aber mit reingehauen hast, ist das Thema mit den Shorts.

Alex: Das ist zum Beispiel auch was, wo ich sage, das ist eigentlich nicht so meine

Alex: Baustelle, weil du sehr wenig Zeit für das Thema auch Wissensvermittlung hast,

Alex: weil mein Ziel ist, dass ich ja Wissens vermittel und die Leute mal kurz lachen zwischendurch.

Alex: Und da sich 60 Sekunden oder so zu nehmen, ist mir eigentlich zu wenig.

Alex: Aber das ist für Abonnentenwachstum halt super wichtig.

Alex: Also ehrlicherweise, der Markt

Alex: bestimmt die Gesetze. Wenn Shorts verlangt werden, liefere ich Shorts.

Andy: Sind es dann Ausschnitte aus den Videos oder sind es produziert speziell Shorts?

Alex: Speziell eigenständig produziert, ja.

Andy: Aber dann immer schon zu einem Auto oder zu einem Problem oder was weiß ich?

Andy: Nimmst du dann auch Stellung zu Kommentaren, die du auf Videos bekommst?

Alex: Also zum selben Auto. Mein Gedanke ist immer, ich mache erst das komplette Video,

Alex: und dann mindestens zwei, manchmal

Alex: drei, ganz selten auch mal vier Shorts noch zusätzlich zu dem Auto.

Andy: Okay.

Alex: Aber du siehst dieselben Autos in den Shorts wie auch in den langen Videos.

Alex: Das heißt, wenn noch jemand bei den Shorts immer so ein bisschen echauffiert

Alex: ist mit, aber du hättest doch noch das, das und das zeigen können,

Alex: das hat das Auto doch auch.

Alex: Dann denke ich mir immer, jep, hat es auch. Es gibt ein 36 Minuten, 12 langes Video.

Alex: Dann zeige ich dir richtig gut, wie die Fenster hier über funktionieren oder

Alex: ob du die Rückbank umlegen kannst, in diesen 42 Sekunden, die du gesehen hast,

Alex: leider nicht enthalten.

Andy: Ja, verstehe. Und die Shorts nimmst du dann und haust du dann auch zu Instagram

Andy: und zu TikTok. Da nimmst du aber den gleichen Content einfach.

Alex: Da nehme ich dann den gleichen. Also alles, was hochkant ist,

Alex: ist auf den Kanälen gleich. Aber es ist nicht nur ein Ausschnitt aus den langen

Alex: Videos, sondern es ist schon separat.

Andy: Was kannst du noch machen, um so einen Kanal wachsen zu, also was bei Podcasten

Andy: was man dann macht, man lädt sich vielleicht mal einen größeren Podcaster ein

Andy: oder man wird woanders eingeladen und dann kriegt man vielleicht ein paar Hörer mit

Andy: hast du schon mit anderen Auto-YouTubern zusammen mal was gemacht der JP wird

Andy: wahrscheinlich jetzt nicht anrufen und sagen, hey Alex, ich hab hier den Oldtimer

Andy: um zusammen ein Video dazu machen passiert sowas?

Alex: Also grundsätzlich helfen tut sowas ein spannendes Beispiel,

Alex: so vor drei, vier Wochen Dann hat der Marco Degenhardt von Halle 77,

Alex: was so im Gebraucht-Oldtimer oder Oldtimer-Youngtimer-Bereich eigentlich der

Alex: relevante Spieler in Deutschland quasi ist,

Alex: der hat gesagt, hey, immer wenn mich mal sowas zu einem Auto interessiert,

Alex: dann schaue ich beim Car Ranger rein, weil der kann dir das in allen Details

Alex: beschreiben, das kann ich so nicht, ich mache das ein bisschen anders,

Alex: aber schaut doch mal beim Car Ranger rein.

Alex: Super nett, hat er gesagt. War auch unabgestimmt, einfach so.

Alex: Hat, glaube ich, gepasst für alle Seiten.

Alex: Zag mal, 500, 600 Abonnenten an einem Tag dazugekommen. Einfach nur,

Alex: weil er das kurz gesagt hat. Super.

Alex: Meine Erfahrung hat aber gezeigt, immer wenn ich mit Leuten im Gespräch war,

Alex: ist es schwierig, funktionierende Kooperationen, Partnerschaften,

Alex: wie auch immer, zwischen YouTubern herzustellen.

Alex: Es gibt so eine gewisse, ich sag jetzt mal, Stutenbissigkeit und von so dieses,

Alex: ja klar, treffen wir uns morgen früh da und dort und dann war da keiner, bis hin zu ein, ja nee,

Alex: andere mit hochziehen kann ich ja nicht oder ein, ja wir können schon was zusammen

Alex: machen, aber das machen wir nicht auf meinem Kanal mit 200.000 Abonnenten,

Alex: sondern auf meinem Zweitkanal mit 4.000 Abonnenten, wo ich mir immer so denke,

Alex: nein, so funktioniert Partnerschaft auf Augenhöhe nicht.

Alex: Und deswegen habe ich ehrlicherweise aufgegeben, mich da um irgendjemanden zu bemühen.

Alex: Also ich renne da niemanden hinterher, wenn jetzt morgen jemand aus der Branche

Alex: um die Ecke kommt und sagt, Mensch Alex, guck mal, ich habe hier ein neues Auto,

Alex: du hast doch ein altes, lass uns doch da mal zusammen, irgendwelche Videos stellen

Alex: wir dann zusammen und so, wäre ich der Letzte, der Nein sagt,

Alex: ich habe da richtig Bock drauf, aber ich renne den Leuten halt nicht mehr hinterher,

Alex: einfach weil die Erfahrung da ist.

Alex: Alle sind schon sehr auf ihren eigenen Erfolg bedacht, was ich auch verstehen

Alex: kann, mich interessiert auch mein eigener Erfolg, ja,

Alex: Aber um ehrlich zu sein, ist es mir egal, ob es da jemanden gibt,

Alex: der 100.000, eine Million oder 10 Millionen Klicks im Monat macht,

Alex: solange meine Klicks okay sind.

Alex: Und solange der nicht rumläuft und sagt, oh, ihr dürft nicht in den Car Ranger

Alex: schauen, weil der Car Ranger ist schlimm.

Alex: Ich habe den gesehen, der ist vor der Kirche lang gefahren und hat eine Katze überfahren.

Alex: Ja, deswegen, solange sowas nicht passiert, ist mir die anderen ehrlicherweise ziemlich egal.

Andy: Du hast jetzt vor, ich glaube vor zwei Wochen, wir hatten ja ein Vorgespräch,

Andy: hast du den Ask Me Anything auf Reddit gehabt.

Andy: Das ist ja einfach schon mal auch geil, wenn man sowas hat.

Andy: Haben die dich gefragt? Da gibt es ja einen Kanal, wo sich mit dem Thema gebrauchte

Andy: Autos, glaube ich, beschäftigt. Dann sind die auf dich zugekommen,

Andy: haben dich gefragt. Hast du gesagt, machen wir das mal?

Andy: Wie läuft sowas ab? Wie siehst du, dass es dir was gebracht hat?

Andy: Und dann muss ich natürlich sagen, habe ich jetzt schon häufig Ask Me Anythings mir angeschaut.

Andy: Meistens antworten die Leute im Text und du machst es halt einfach mal die Antworten als Video.

Andy: Also habe ich noch nicht gesehen, aber so häufig bin ich auch nicht auf Reddit.

Andy: Aber krasse Aufwand auf jeden Fall. Also waren es viele Fragen in einer. Wie kam es zu dem Thema?

Alex: Also es kam zu dem Thema, die Kollegen von Reddit haben sich bei mir gemeldet

Alex: und haben gesagt, hey, schau mal unsere Moderatoren außerhalb dieser Community Automobil-Modelle.

Alex: Haben gesagt, sie hätten dich da gerne mit dabei, weil du hast eine gewisse

Alex: Größe an Community, du bist ein authentischer Typ.

Alex: Beantworte doch, hast du Lust, bei so einem SMA-Animation mitzumachen?

Alex: Das sind also, ich sag mal, ein bisschen die Spielregeln.

Alex: Und ich hab gesagt, ja, ich freu mich ja. Das ist ja auch das Gleiche heute hier.

Alex: Es geht ja auch nicht immer, was dabei rumkommt am Ende, sondern es ist ja auch

Alex: für die, die es wirklich interessiert, so die Möglichkeit zu geben,

Alex: dabei zu sein. Da dachte ich mir auch so, okay, klar, wenn die Fragen haben, immer los.

Alex: Und dann hat man so ein bisschen das Organisatorische geklärt,

Alex: dass man einen Account mit den entsprechenden Berechtigungen hat.

Alex: Und dann ein ziemlich neues Feature ist halt, das Ganze als Video Antworten zu machen.

Alex: Das ist relativ frisch, deswegen haben es noch nicht so viele gemacht.

Alex: Und dann habe ich gesagt, ja klar, ich meine, ich mache Videocontent,

Alex: warum sollte ich nicht auch die Antworten in dem Video machen?

Alex: Plus, die meisten Leute stellen ja schon am Vortag ihre Fragen,

Alex: um dann am eigentlichen Tag die Antworten zu bekommen.

Alex: Also habe ich mich einfach zwei Stunden bevor das Ask Manesting offiziell begonnen

Alex: hat, die Fragen gezogen, mir eine Kamera geschnappt, das Ganze abgefilmt, meine Antworten.

Alex: Eine Stunde vorher habe ich mich hingesetzt, habe die Antworten zu kleinen Videosnippets

Alex: zusammengeschnitten und quasi kurz bevor es losging, habe ich dann angefangen

Alex: Antworten hochzuladen, damit man da einfach so ein bisschen den Blick hat oder

Alex: jeder halt seine Antworten bekommt.

Alex: Und den Rest habe ich dann halt einen Textform gemacht und das war cool.

Alex: Also war eine schöne Erfahrung. Auch ein gutes Fragen-Niveau,

Alex: weil das ist ja immer so ein bisschen die Frage.

Andy: Was war die kurioseste Frage, die da rumkam?

Alex: Achso, ich glaube, so eine klassische Standardfrage, die dann das Niveau nach

Alex: unten abrundet, war halt so immer die Frage nach der Länge des Glieds.

Alex: Die Abrundung nach unten.

Andy: Die kommt dann immer beim Ask Me Anything.

Alex: Irgendjemand wird das im Zweifelsfall fragen.

Andy: Okay. Naja, okay. Ja, du, es ist ja, wie finden dich denn die,

Andy: also musst du denn, ich frage immer, machen die Leute aktiv Vertrieb sozusagen,

Andy: frage ich immer, wenn die ein Produkt haben oder so.

Andy: Musst du noch aktiv auf Autobesitzer zugehen und die fragen,

Andy: ob die, ja, zu hochstellen?

Alex: Ich habe in den Videos so eine kleine Bauchbinde drin, die jetzt sagt,

Alex: du möchtest dein Auto im Einblick sehen, weil Einblick ist der Name vom Format,

Alex: weil man ja einen Blick auf das Auto wirft und einen Einblick in alles bekommt

Alex: und ein bisschen mehr komische Tonkonstruktion, immer ein bisschen mehr deutig.

Alex: Und dadurch, dass ich diesen Einblender drin habe, muss ich jetzt nicht mehr

Alex: irgendwie separat Leute anschreiben. Die Menschen kommen aktiv auf mich zu.

Alex: Und auch was Werbepartner angeht. Ich habe es, wie gesagt, aufgegeben,

Alex: auf Leute zuzukommen, sondern ich warte darauf, dass die Menschen kommen zu mir.

Alex: Ich bin grundsätzlich sehr offen dafür, aber dieses Hinterherrennen funktioniert einfach nicht.

Alex: Sondern wenn jemand was von mir möchte, dann kommt er auch zu mir und dann stimmen

Alex: wir das gerne ab und dann kann es losgehen.

Andy: Okay. Siehst du jetzt irgendwelche, also wo kann da die Reise hingehen mit so

Andy: einem Kanal, wenn du jetzt dir das Wachstum anschaust und es geht so linear

Andy: weiter, für Autos werden wir uns immer interessieren denke ich mal,

Andy: selbst wenn wir irgendwann selber fahren oder wenn sie fliegen können,

Andy: wird es immer ein Interesse dafür geben,

Andy: also wenn wir das Auto fahren lassen, so wollte ich sagen

Andy: wo geht die Reise da für dich hin tust du das irgendwie mal internationalisieren

Andy: wird es ein rein deutscher Kanal bleiben

Andy: ja, gibt es noch andere Plattformen außerhalb von YouTube, wirst du gab es schon

Andy: eine Anfrage von Netflix, ob du eine Dokumentation mit denen machst,

Andy: also Also wo kann es dahin gehen?

Alex: Also ich sehe jetzt nicht so diesen Bedarf unbedingt nach einer großen Skalierung.

Alex: Das ist ja immer so dieses, hey, wie können wir das denn da weiter hoch und

Alex: ähnliches skalieren, sondern ich bin gerade an sich in der komfortablen Situation,

Alex: dass ich sagen kann, das ist zum Leben ganz gut.

Alex: Aber finanziell, das ist zum Leben aber auch ganz gut, was zum Beispiel die Bekanntheit angeht.

Alex: Weil wenn ich mir jetzt wünsche, ich habe die zehnfachen Abonnenten und die

Alex: zehnfachen Klicks, dann ist das cool, da habe ich Lust drauf und das ist auch

Alex: wirtschaftlich interessant.

Alex: Aber immer wenn ich so Menschen treffe, die in dem Bereich sind,

Alex: ich habe auch letztes Jahr eine Oldtimer-Rallye gemacht und war dann in einem

Alex: Team mit Matthias Malmedy, der ja somit der bekannteste Deutsche,

Alex: ich nenne es jetzt mal Motorjournalist ist,

Alex: oder auch halt Motor-YouTuber, weil er da ja viel selbst macht.

Alex: Er hat halt schon Einschränkungen in seinem Leben.

Alex: Das muss man halt ganz eindeutig so sehen. Und wenn ich mich mit ihm zwischen

Alex: zwei Stromhäuschen kurz verstecke, damit wir ein kleines Gespräch führen,

Alex: ohne dass acht Leute angelaufen kommen, dann ist das halt was,

Alex: wo man sich überlegen muss, möchte ich das für mein Leben?

Alex: Und deswegen, ja, ich würde zu nichts Nein sagen.

Alex: Wenn jetzt die angesprochene Netflix-Geschichte ums Eck kommt und ich zu den

Alex: Autos auf die Art und Weise was machen kann, ich würde mir nicht trauen,

Alex: Nein zu sagen. Natürlich würde ich das machen.

Alex: Natürlich wäre die Hoffnung, dass das Ganze viel, viel größer wird.

Alex: Aber ich habe mir halt viele Gedanken in der Vergangenheit gemacht,

Alex: was und wie man bewusst dafür nehmen könnte, um einfach, ich sage mal,

Alex: blind Wachstum zu generieren. und sei es jetzt zum Beispiel ein englischsprachiger

Alex: Kanal. Das Ganze auch auf Englisch zu machen.

Alex: Und da gibt es positive Beispiele, dass das klappen kann. Es gibt einen Kanal, Autogefühl heißt der.

Alex: Das macht der Thomas. Ich habe den Thomas oft getroffen. Super Typ.

Alex: Der macht auf Deutsch und auch auf Englisch auf zwei verschiedenen Kanälen und

Alex: er ist sehr erfolgreich, weil er diese Internationalisierung hat.

Alex: Aber dadurch, dass ich ja nicht nur die Fahrzeugpräsentation machen will,

Alex: sondern ich will immer diesen Witz auch irgendwo noch drin haben.

Alex: Das ist halt so eine Mischung aus Fahrzeugpräsentation und Stand-up-Comedy am Ende des Tages.

Alex: Das kriege ich auf Englisch nicht ganz so hin wie auf Deutsch.

Alex: Plus, ich bin doch mit dem Deutschen schon zeitlich so am Limit,

Alex: dass ich mir denke, nee, das lasse ich einfach weg.

Alex: Oder das Nächste wird zu sagen, ich weiß ja, was die Leute für Autos am meisten interessieren.

Alex: Ich spezialisiere mich nur noch darauf. Ich bringe nur noch genau das,

Alex: was die Leute haben wollen.

Alex: Das wäre ja rein unternehmerisch das Klügste, was man machen kann.

Alex: Wenn ich, keine Ahnung, Schuhe verkaufe und ich merke halt, meine Kunden sind

Alex: Mazda-Fahrer, die grüne Schuhe haben wollen, dann verkaufe ich halt ganz viele

Alex: grüne Schuhe und die roten nehme ich aus dem Programm, weil die will halt keiner haben.

Alex: Aber ich habe mir halt gesagt, nein, ich will diese Abwechslung haben.

Alex: Ich ziehe das jetzt durch.

Alex: Mit halt zum Teil dem Risiko, dass du, was weiß ich, viele Abonnenten hast,

Alex: aber die Hälfte der Abonnenten bei dem neuen Video sagt, das juckt mich doch nicht.

Alex: Ich bin für alte Autos hier. Was will ich denn jetzt mit diesem Kia Elektrobus-PW

Alex: hat natürlich rein statistisch Nachteile.

Alex: Weniger von deinen Abonnenten klicken auf das Video. Das ist fürs Video nicht so gut.

Alex: Das heißt, rein rational müsste ich sagen, ich mach das Auto nicht.

Alex: Ich mach nur das alte Zeug.

Alex: Oder manche neuen Sachen funktionieren gut. Ich mach nur noch Dacia.

Alex: Dacia klickt super. Mach nur noch Dacia-Videos.

Alex: Das wäre alles rein von der Betriebswirtschaft her vernünftiger.

Alex: Ich meine, ich habe ursprünglich mal Handeln studiert. Das ist jetzt nicht so,

Alex: als ob ich das nicht checke.

Alex: Ich bin nicht so doof, um das nicht zu sehen, sondern ich entscheide mich bewusst dagegen.

Andy: Das ist halt der Punkt. Da habe ich heute Morgen erst Podcast-Werbung sogar

Andy: gehört. Bei einem großen deutschen Podcast war Dacia der Sponsor,

Andy: da war ich dann auch etwas überrascht.

Andy: Aber das ist ja klar, das kommt ja gut an, was die da machen.

Andy: Zwei Fragen kurz dazu auf Twitch, hast du auf Twitch schon mal probiert kannst

Andy: du sowas live mal probieren könnte

Andy: das funktionieren, da gibt es ja auch Menschen, die nur von Twitch leben

Alex: Also ich mache grundsätzlich meine Videos one take, das ist auch so ein bisschen

Alex: ein Unterschied zu vielen anderen da sind Versprecher drin da sind Verhaspler

Alex: drin da kriege ich mal eine Motorhaube nicht richtig auf oder nicht richtig

Alex: zu, solche Dinge passieren,

Alex: aber es ist halt one take, das heißt wäre eigentlich prädestiniert,

Alex: sowas auch live zu machen, weil es ja eh schon One-Take ist.

Alex: Ich habe aber Twitch und Ähnliches noch nicht ausprobiert. Auch da ist die Geschichte,

Alex: wie viele Plattformen kann und will ich noch?

Alex: Weil wahrscheinlich gut, wenn ich mir jemanden, der als Titel Head of Content

Alex: bla bla bla in seinem Titel stehen hat, mit in die Firma hole,

Alex: damit ich dem einfach die Brocken zuwerfe und sage veröffentliche das.

Alex: Guckt es, das viele Klicks bringt, macht da irgendwas draus.

Alex: Aber solange ich das als bewusste One-Man-Show mache,

Alex: Das klingt vielleicht manchmal so ein bisschen, als ob ich so faul wäre und einfach nicht durch.

Alex: Aber ich bin halt öfter mal so an diesen Punkt gekommen, wo ich gemerkt habe, ab da wird es ungesund.

Alex: Und irgendwie bin ich jetzt gerade auf dem Level, dass ich bedenke,

Alex: okay, wenn ich in 20 Jahren zurückschaue, was hast du damals eigentlich gemacht?

Alex: Dann habe ich ja so gefühlt aus Sicht von vieler den Kindheitstraumen gelebt.

Alex: Ich gehe zu Leuten hin, darf deren Auto fahren, mache dann ein paar Bilder und

Alex: ein Video und kriege dann auch noch Geld dafür.

Alex: Ich fliege mit Toyota zur Rallye Monte Carlo und darf mich in das schnellste

Alex: Rallye-Auto setzen, was sie haben und werde damit rumgefahren. Und das ist mein Job.

Alex: Durch Monaco laufen drei Tage lang. Das klingt ganz schön unangenehm,

Alex: wenn man zu Hause spricht.

Alex: Und dann ist ja so die Frage, musst du dann halt jetzt noch zusätzliches so

Alex: unangenehm für dich gestalten, dass du wirklich wieder auf 80 Stunden Arbeit

Alex: in der Woche kommst und es halt Arbeit wird, weil gerade das meiste,

Alex: was ich mache, fühlt sich nicht nach Arbeit an, sondern ist so bezahlte Selbstverwirklichung.

Alex: Leute geben mir Geld, dass ich das machen darf, was ich eh gerne machen würde

Alex: und ermöglichen, dass ich das überhaupt machen kann.

Alex: Ich glaube, so ein bisschen sollte man diese Zufriedenheit mitnehmen und einfach

Alex: dann später sagen können, hey, ich bin zufrieden gewesen.

Alex: Ich habe nicht die meisten Klicks rausgeholt, Ich habe nicht die meisten Euros rausgeholt.

Alex: Ja, unser Haus könnte größer sein.

Alex: Aber ich bin zufrieden.

Andy: Ist es nicht auch, wenn du jetzt, also so geht es mir zum Beispiel,

Andy: du haust eine Folge raus, eine Podcast-Folge und denkst, die ist eigentlich geil.

Andy: Die muss am ersten Tag gehen, die durch die Decke und dann passiert es nicht.

Andy: Also hast du wahrscheinlich bei Videos auch, wie gehst du damit um?

Alex: Die billigsten Kack-Videos, wo ich mir selber denke, boah, da hast du jetzt

Alex: ja überhaupt keine Zeit reingesteckt.

Alex: Das ist ja so aus der Kamera und nicht mal aus der Kamera, aus dem Handy rausgefallen

Alex: und direkt auf YouTube gelandet.

Alex: Und das hast du zwischen Tür und Angel, weil du warst bei so einem Event und

Alex: dann hast du einen 20-Minuten-Slot und mit dem 20-Minuten-Slot hast du ein 21-Minuten-Video

Alex: gefilmt. Und das ist richtig doof.

Alex: Dann, Beispiel zum Beispiel, weil wir hatten ja vorhin so ein bisschen diese

Alex: Videoklickzahn offen, ich war Dacia Duster.

Alex: Statische Premiere in Portugal irgendwo. Und ich hab so einen Mini-Slot gehabt.

Alex: 20 Minuten. Das Video ist 19 Minuten 37.

Alex: Veröffentlicht Ende 2023. Hat 650.000 Klicks. Eins der erfolgreichsten Videos überhaupt.

Alex: Ich dachte mir beim Film, was haspel und haue ich mir hier für einen Rotz zusammen.

Alex: Das ist das dümmste Video, was ich seit langem gemacht habe.

Alex: Das ist das erfolgreichste überhaupt.

Alex: Und dann hast du so Videos, wo da steckt so viel Liebe drin.

Alex: Dann denkst du, das ist das beste Auto, an der besten Location,

Alex: mit bester Laune gefilmt. Das sind die besten Daten.

Alex: Also 10.000 Klicks.

Alex: Yay. Du hast ja nicht mal den Sprit verdient, um da hinzufahren.

Alex: Aber so ist es halt manchmal. Also die besten Videos kriegen nicht immer die besten Klicks.

Andy: Und damit muss man einfach leben.

Alex: Das gehört zu dieser großen Liste an Dingen, wo ich festgestellt habe,

Alex: die muss man akzeptieren. Wenn man anfängt, sie zu hinterfragen, wird man nur verrückt.

Andy: Ich musste auf jeden Fall schmunzeln. Du hattest hier einen Multivan-Test und

Andy: da hast du dich darüber aufgeregt, dass immer wenn du ihn anmachst,

Andy: da piepst du irgendwas, wegen irgendwas beschwert sich das Auto immer.

Andy: Das war ja auch One-Take und dann hat das Auto natürlich gepiepst.

Andy: Und ich habe auch ein Multivan und immer ist irgendwas.

Andy: Also von daher ist das auf jeden Fall authentisch gewesen. Das kann ich bestätigen.

Alex: Vorletzte Woche sitze ich in einem Passat, Vorgängergeneration, und filme das Auto.

Alex: Und dann sitze ich so innen drin und sage so, richtig, richtig gutes Auto.

Alex: Kriegst du gebraut für einen guten

Alex: Preis. Hast dir Platz drin und auch die Materialien, wie toll das ist.

Alex: Und ich versuche gerade so das deutsche Auto wieder nach oben zu holen und habe

Alex: die richtige Stimmung. In dem Moment, während ich drinnen sitze,

Alex: mit Zündung ankommt, eine Fehlermeldung mit einer Sprachdurchsage,

Alex: Fehler im Notrufsystem, bitte besuchen Sie Ihren Kundendienst.

Alex: Wo du dir auch so denkst, sowas macht das One-Take halt aus,

Alex: weil während ich versuche, das Auto zu loben, wirft es einfach eine Fehlermeldung

Alex: und sagt, fahr in die Werkstatt, schnell.

Andy: Du hast zu viel gelobt, ja. Was fährst du denn privat gerade für Autos?

Andy: Oder wie kann man das überhaupt sagen? Du hast gesagt, du hast Projektautos da stehen.

Andy: Wie sieht der Fuhrpark aus?

Alex: Also ich habe zwei Jaguare. Das ist ja immer so der Gag. Einen zum Fahren,

Alex: einen dafür die Werkstatt.

Alex: Die sind immer hier. Die sind quasi so privat für alle Autointeressierten.

Alex: Das eine ist ein 2005er Jaguar XJ als Super V8.

Alex: Schon ein klangvoller Name, Super V8 und das andere ist ein,

Alex: 2013er Jaguar F-Type Roadster einer von den ganz frühen so wie man ihn sich

Alex: vorstellt, British Racing Green, Außen, Beige die sind einfach da die werden

Alex: jetzt nicht so unendlich viel gefahren,

Alex: Aber immer, wenn ich ein Auto brauche, die sind auf jeden Fall hier.

Alex: Dann habe ich natürlich ganz viel Presseautos von den Herstellern.

Alex: Da versuche ich immer halt eins da zu haben, um es halt auch bewegen zu können.

Alex: Weil wenn ich mit dem Auto mehr gefahren bin, kann ich halt auch eine realistische

Alex: Einschätzung und Meinung dazu haben.

Alex: Mit den Autos fahre ich dann logischerweise die meisten Kilometer.

Alex: Das macht Sinn, um die Autos kennenzulernen.

Alex: Das ist aber auch irgendwo vernünftig. Weil angenommen, ich fahre irgendwo rein

Alex: oder mir fährt jemand rein, dann habe ich zwar mit dem Hersteller zusammen ein

Alex: kleines Problem, aber ich diskutiere lieber mit dem Hersteller,

Alex: als mir selbst zu erklären, dass mein Jaguar kaputt ist.

Alex: Es ist ganz einfach so. Und dann halt die Projektautos. Da habe ich jetzt gerade einen Renault Avanti.

Alex: Und dieser Avanti, der braucht noch so ein paar Dinge, um TÜV zu kriegen.

Alex: Und weil das mit dem TÜV sich ein bisschen hinziehen wird, habe ich als Zwischenauto

Alex: mir noch einen 2007er Audi A6 Allroad geholt.

Alex: Der ist jetzt für den Winter praktisch. Allrad, Standheizung,

Alex: Gummifußmatten. Der Februar kann kommen.

Andy: Ja, vielleicht kommt der Schnee auch nochmal. Aber so ein Elektroauto war jetzt nicht dabei.

Alex: Also, ja, es geht immer so ein bisschen unter. Ich habe noch eine Peugeot E208.

Alex: Also ich habe auch noch ein Elektroauto.

Alex: Das ist halt, um ehrlich zu sein, fast nie hier, weil immer meine Schwiegermutter damit unterwegs ist.

Alex: Die habe ich so ein bisschen mobil gemacht, weil ich brauche auch hier immer

Alex: mal so ein bisschen Hilfe von ihr.

Alex: Und da habe ich halt gesagt, okay, damit du diese 30 Kilometer immer dann hin

Alex: und her fahren kannst und ihr alter Polo ist irgendwann bei einem Unfall kaputt

Alex: gegangen, dachte ich mir, du sollst jetzt einmal ein richtiges,

Alex: ordentliches Auto haben, so mit gutem Licht.

Alex: Eins, das auch ein paar Assistenzsysteme hat. Eins, das auch mal so ein Luxus

Alex: wie eine Sitzheizung hat oder eine Kamera beim Einparken. Deswegen hat sie diesen E208.

Alex: Ja, und der ist halt so problemlos und stressfrei, den vergesse ich sogar in

Alex: der Aufzählung. Aber ja, der ist da.

Andy: Wenn du jetzt diese aktuellen Diskussionen anschaust mit Verbrennerverbot und

Andy: was weiß ich was, Wirst du jetzt in Zukunft nur noch Elektroautos testen dann?

Andy: Oder die alten wird es ja weiterhin geben, aber wann ist so dein Take da drauf?

Alex: Also ich teste alles und bin da bei allem dabei. Es gibt sehr,

Alex: sehr gute Elektroautos.

Alex: Ich bin jetzt niemand, der da

Alex: sagt, oh, das ist schlimm und Elektroschrott und oh, wenn es denn brennt.

Alex: Nee, also da ist ganz viel Stammtischmeinung dabei, aber von beiden Seiten.

Alex: Also links wie rechts ist mir persönlich ein bisschen zu viel Stammtisch.

Alex: Ich werbe da für die von der FDP immer viel zitierte Technologieoffenheit,

Alex: aber jetzt nicht so im Sinne,

Alex: um den Verbrenner länger zu pushen, sondern dass es halt gerade einfach für

Alex: jeden Anwendungsfall und auch jedes Budget unterschiedliche Lösungen gibt.

Alex: Und das ist ganz einfach so. Es gibt Leute, die müssen elektrisch fahren.

Alex: Alles andere wäre grob fahrlässig, weil die haben ihre PV-Anlage,

Alex: die fahren ihre kurzen Strecken, die haben eh irgendwie einen Leasing laufen,

Alex: dann können sie sich auch das Auto elektrisch holen.

Alex: Die müssen das einfach tun. Alles andere wäre echt nicht clever.

Alex: Und dann hast du halt auch jemanden auf dem Land, der sagt, ich habe nur 10.000

Alex: Euro Maximalbudget für meinen Gebrauchten. Ich fahre jeden Tag 200 Kilometer.

Alex: Ich habe keine PV-Anlage und die nächste Schnellladesäule ist eine halbe Stunde

Alex: von mir weg. Und sorry, dann kann ich dem auch nicht sagen, aber guck mal,

Alex: es gibt doch jetzt günstige Elektro-Kleinwagen.

Alex: Nee, das funktioniert für den halt einfach nicht.

Alex: Ja, aber grundsätzlich ist elektrisch halt rein rational gesehen oder auch technisch

Alex: von der Effizienz her der Weg, der zu gehen ist.

Alex: Also da braucht man sich keine Illusionen machen, dass doch unser Verbrenner

Alex: nochmal den großen Schritt und so. Nein, das Thema ist durch.

Alex: Auch wenn du jetzt die ganzen Sportwagen und so hast, die klingen nicht mehr

Alex: wie früher, die fahren nicht mehr wie früher, die dürfen das nicht mehr wie

Alex: früher. der Zug ist abgefahren.

Alex: Wenn du einen wirklich geilen Verbrenner haben willst, musst du was Gebrauchtes kaufen.

Alex: Das kann fünf Jahre alt sein, das kann aber auch 25 Jahre alt sein.

Alex: Irgendwo dazwischen hast du viele interessante Angebote.

Alex: Aber an sich läuft es da elektrisch weiter. Und was ich noch schlimmer finde,

Alex: sind dann, wenn alle sagen, ja, aber Wasserstoff kommt doch jetzt. Nee.

Alex: Also, ehrlicherweise, hier bei uns in

Alex: Bad Rappenau hatten wir eine Wasserstofftankstelle direkt an der Autobahn.

Alex: Konnte ich auch mal schön Toyota Mirai fahren, als Pressetestwagen.

Alex: Alles super, fährt hervorragend.

Alex: Ja, wenn du jetzt da stehst, hast du noch ein Dach, wo du dich drunter stellen

Alex: kannst, aber keine Tanksäule oder keine Zapfsäule mehr für den Wasserstoff.

Alex: Es werden immer weniger Tankstellen. Das Zeug ist viel zu teuer.

Alex: Nee, das wird nicht funktionieren da will ich allen, die diese riesen Hoffnung

Alex: haben aber mit Wasserstoff wird doch alles besser nein.

Andy: Garantiert nicht Ein Freund von mir hat ein paar Leute gefragt die auch so die

Andy: Szene verfolgen der hat mir,

Andy: ich suche gerade ein neues Auto das sollte 800 Volt Technik haben also Elektroauto

Andy: und 95 Kilowattstunden Akku was würdest du da gerade empfehlen gibt es überhaupt

Andy: was in die Richtung, wo man sagen kann Ja,

Alex: Also es gibt ja gerade die vom BMW gibt es die neue Klasse das ist ja die X3,

Alex: was ja so sehr gefeiert wird, so sehr, dass er für dieses Jahr ausverkauft wird.

Andy: Wie bitte? Das ist jetzt erst vorgestellt worden, glaube ich, oder?

Alex: Ich glaube, die Fahrpräsentation war so im November und das Auto ist schon ein

Alex: bisschen länger bekannt.

Alex: Aber die ersten Auslieferungen starten offiziell am 7. März,

Alex: ab dann des Auslieferungsbeginn.

Alex: Da bekommt zum Beispiel der Car Maniacs ein.

Alex: Aber aus meiner Sicht ist das viel mehr als ein Auto, sondern es ist wirklich

Alex: eine neue Fahrzeugklasse.

Alex: Weil du hast dann von Mercedes auch den GLC als EQ-Modell oder jetzt letzte

Alex: Woche vorgestellt von Volvo, den EX.

Alex: Die sind alle in einem ähnlichen Preisrahmen.

Alex: So zwischen 60.000 und 70.000 geht das los.

Alex: Je nachdem, bei welchem Hersteller zwischen 70.000 und 80.000 hast du dann das

Alex: Auto, was dir wirklich gefällt.

Alex: Aber die haben alle die 800-Volt-Technik, die haben alle Akkus rund um 100 Kilowattstunden,

Alex: und die sind dann halt auch gut miteinander vergleichbar.

Alex: Also das ist so diese neue Fahrzeugklasse, die kommt.

Alex: Die auch wohlgemerkt alle günstiger sind als der vergleichbare Verbrenner von der gleichen Marke.

Alex: Also wenn du einen X3 mit einem ordentlichen Motor und Ausstattung nimmst,

Alex: bist du ja um die 10.000 Euro teurer, als wenn du den Elektro iX3 mit gleicher Ausstattung nimmst.

Alex: Und deswegen wird es halt jetzt

Alex: interessant, weil preislich ist er eher günstiger als der Verbrenner.

Alex: Die Reichweiten sind deutlich besser. Aufgrund der 8-Volt-Technik kannst du

Alex: halt auch schnell laden.

Andy: Und dann halt auch günstiger.

Alex: Genau, und das pusht dann halt jetzt.

Andy: Okay. Okay, ja, jetzt haben wir jetzt viele Themen, glaube ich, besprochen.

Andy: Eins interessiert mich jetzt noch, du hast ein bisschen über Zeiteinteilung gesprochen gehabt.

Andy: Wie erholst du dich gerade privat, wenn du das mal nicht machst?

Andy: Also ich stelle mir das, hast du auf YouTube, auf deinem Handy,

Andy: hast du die Kommentare an,

Andy: kannst du da überhaupt abschalten, kommentierst du, beantwortest du alles gleich

Andy: oder sagst du, nee, ich habe jetzt hier Flugmodus und wir gehen vier Stunden wandern und

Andy: Ich habe alle Notifications aus. Also wie kriegst du das hin,

Andy: abzuschalten? Und schaust du nicht die ganze Zeit,

Alex: Ob jemand was kommentiert hat oder nach deinen Zahlen? Also das ist so ein bisschen meine Krankheit.

Alex: Ich schaue den ganzen Tag, was Leute kommentieren. Ich schaue nicht auf die

Alex: Zahlen, aber ich schaue auf das, was Leute kommentieren.

Alex: Also ich lese jeden einzelnen Kommentar.

Alex: Und jeden, den ich als beantwortungswürdig empfinde, beantworte ich auch.

Alex: Nee, du hast ja viele Aussagen. Eine Aussage muss ich nicht beantworten.

Alex: Wenn jemand eine Frage hat, dann beantworte ich sie grundsätzlich schon.

Alex: Wenn die Frage aber nur zum Provozieren gestellt ist, brauche ich sie auch nicht zu beantworten.

Alex: Also don't feed the troll, das ist halt einfach so.

Alex: Aber da hänge ich zu viel dran. Das ist Krankheit, das ist einfach so.

Alex: Und da muss man sich halt manchmal bewusst zum Abschalten zwingen.

Alex: Und letztes Jahr waren wir als Familie mal so für eine knappe Woche auf Elba

Alex: als Reisedestination sehr zu empfehlen.

Alex: Und dann habe ich mal in der Woche einfach nicht drauf geguckt.

Alex: Sich so selbst aber auch mal dazu gezwungen. Wir hatten auf dem Berg so ein

Alex: Airbnb-Ferienhäuschen, da war kein Empfang.

Alex: Das WLAN ging auch nicht so wirklich. Und das war im Nachhinein halt so ein

Alex: Riesensegen, weil man sich selber mal ein bisschen davon...

Alex: Aber grundsätzlich, ich schaffe es jetzt auch mal zwei, drei Stunden nicht drauf

Alex: zu gucken. Wenn ich mit den Kindern male, kann ich mit den Kindern auch malen,

Alex: ohne drauf zu gucken, das geht schon.

Alex: Was ich halt mir überlegen muss, ist mal sowas wie ein Hobby oder so anzufangen.

Andy: Ich würde jetzt zum Beispiel,

Alex: Jetzt auch wo ich ein bisschen mehr Zeit habe, würde ich es auch gerne wieder

Alex: schaffen, was morgens laufen zu gehen.

Alex: Klingt jetzt nach so einem absoluten Basic, wenn du aber halt zwei Vollzeitjobs

Alex: plus die Kinder nebenher hast.

Alex: Das funktioniert einfach nicht. Ja, dann musst du dir die Zeit nehmen.

Alex: Ja, kann ich, aber dann fällt etwas anderes runter und ich nehme mir ja bereits

Alex: Zeit nur halt für andere Dinge. Und,

Alex: Da muss ich für mich noch so ein bisschen was finden, weil ich quasi keine Hobbys habe.

Alex: Andererseits, das, was ich mache, mache ich halt so gern. Das ist halt mein

Alex: Hobby. Ich habe halt im Moment das Glück, dass mir Leute Geld für mein Hobby geben.

Andy: Ja, verstehe ich auch. Also das mit dem Spaziergang kriege ich gut hin.

Andy: Da kann ich dir noch ein paar Tipps geben.

Andy: Aber es ist halt viel, viel ist glaube ich Routine. Einfach,

Andy: dass man es als Routine eingebaut bekommt.

Andy: Und so hast du jetzt gerade deine Routinen mit, ich checke, was war bei YouTube,

Andy: was muss ich kommentieren etc. APP. Checken die Kinder denn, was der Papa macht?

Alex: Ja, schon so ein bisschen, weil sie ja jede Woche mit einem anderen Auto zur

Alex: Kita gefahren werden und so.

Alex: Und also die wissen schon so grob, was los ist. Das ist natürlich für Außenstehende

Alex: immer ein bisschen schwierig zu verstehen.

Alex: Was weiß ich, damals in der Kita mit einem roten R8 fortzufahren,

Alex: fanden manche Kita-Mamas nicht so lustig, aber ich dachte mir,

Alex: sorry, ich muss halt den R8 testen.

Alex: Ist halt so, auch als wir das Haus gekauft haben und ich immer in meinen Malerklamotten

Alex: ausgestiegen bin aus einer nagelneuen S-Klasse-Lang-Version mit Stuttgarter

Alex: Kennzeichen, wenn sich auch alle gedacht haben, oho, der Herr Investor.

Alex: Und dann stehe ich halt da wie der letzte Assi auf gut Deutsch.

Alex: Also, manche Dinge im Leben wirken nach außen halt ein bisschen komisch und

Alex: die Kinder merken so langsam auch, dass ihr Papa andere Dinge macht als die

Alex: meisten anderen hier so in unserem Raum.

Alex: Vor allem dann ist man so in dieser Schwarzgruppenwelt unterwegs, was die Kita angeht.

Alex: Und dann machen ja viele Leute das, von außen betrachtet das Gleiche.

Alex: Die sitzen in einem Büro und starren in den Bildschirm. Das mache ich auch große Teile des Tages.

Alex: Aber dann bin ich halt mal eine Woche in Japan zur Tokyo Mobility Show.

Alex: Und alle denken sich, aber warum ist er jetzt ohne seine Familie in Japan?

Alex: Was ist eigentlich sein Problem?

Andy: Naja, gut, du kannst jetzt nicht immer alle mitnehmen, dann auf sowas,

Andy: vor allem wenn keine Schulferien sind oder sowas. Ja, wäre auch dann schwierig,

Alex: Den Hersteller zu erklären, du, ich weiß, so ein Business-Ticket nach Japan

Alex: kostet, keine Ahnung, so irgendwas zwischen 6.000 und 8.000 Euro.

Alex: Ich hätte gerne bitte vier anstelle von einem.

Andy: Klar, ja.

Alex: Ja, klar, hier haben wir euch da vorne, Reihe zwei haben wir euch reserviert.

Andy: Ja, ja, wir haben den ganzen Flieger für dich. Willst du nicht noch jemanden

Andy: mitnehmen, hast du nicht die,

Alex: Ja.

Andy: Und Jake, was sagen zu deinen Eltern, Verwandten zu dem Job?

Andy: Das ist ja, glaube ich, auch immer so schwierig hier. Da ist YouTuber sozusagen,

Andy: wie, da kann man Geld mitverdienen?

Alex: Genau, dieses wie, da kann man Geld mitverdienen, in Kombination mit einem,

Alex: naja, du wirst schon wissen, was du tust.

Alex: Ja, also ich glaube, dieser Wechsel ist jetzt für manche nicht ganz nachvollziehbar

Alex: gewesen, weil ich halt einen sehr guten, sehr sicheren, bewährten Job hatte.

Alex: Das hat jeder verstanden. Wenn du sagst, du bist bei Lidl, dann weiß halt jeder, du bist bei Lidl.

Alex: Da hast du halt einfach diese 99% Bekanntheit. Wenn du jetzt aber sagst,

Alex: ich mache meinen YouTube-Kanal weiter, dünnes Eis in vielen Gesprächen.

Alex: Aber bei meinem Vater zum Beispiel klappt das gut, der ist auch so in der Autowelt

Alex: unterwegs und der macht auch viel in Eisenach, ich komme aus Eisenach im Museum,

Alex: der hat halt öfter Situationen, dass er mit Menschen abends am Tisch sitzt und

Alex: dann wird ein Handy hingehalten und wird gesagt, oh guck mal hier,

Alex: geiles Video und dann muss er halt sagen, ja, das ist mein Sohn.

Alex: Und die Situation gab es wohl schon häufiger und das freut mich natürlich auch,

Alex: wenn das quasi wieder so an ihn zurückkommt und dann wird das glaube ich schon

Alex: ganz gut verstanden und doch mein Umfeld hat es inzwischen nach all den Jahren

Alex: halbwegs verstanden, dass das was Bewährtes ist.

Andy: Und dann können sie auch mal R8 oder S-Klasse mit dir fahren.

Andy: Das ist ja jetzt auch nicht was, was man sonst bieten kann, dem Papa oder so.

Alex: Ja, genau, genau, genau. Aber es ist halt auch immer so ein bisschen wichtig

Alex: zu zeigen, wie der Wechsel ist.

Alex: Also jetzt zum Beispiel die letzten zwei Autos, mit denen ich zur Kita gefahren

Alex: bin, war erst ein BMW M5 Touring, Listenpreis 174.000.

Alex: Ja, und jetzt die letzten Tage halt Fiat Grande Panda für 21.000.

Alex: Weil es geht ja nicht darum, immer dieses Klamouröse zu haben,

Alex: sondern ich will ja den Wechsel durch, alles durch.

Alex: Und dann ist es irgendwie aus

Alex: meiner Sicht auch wichtig, dass die Kinder verstehen, ist es genauso okay,

Alex: mit dem 2.000 Euro Renault, den ich gekauft habe, zur Kita zu fahren,

Alex: genauso wie es okay ist, mit dem 200.000 Euro BMW M irgendwas da rumzueiern.

Alex: Weil der Mensch, der am Ende aussteckt, ist der gleiche. Und ich glaube,

Alex: das zu verstehen ist nicht ganz einfach, aber eine wichtige Lektion.

Andy: Vor allem für alle in der Familie und im Umfeld.

Alex: Ja, du kannst aber auch, wenn du mit verschiedenen Autos kommst,

Alex: kannst du gut bei Leuten erkennen, wer auf solche Statussymbole achtet und wer nicht.

Alex: Weil bei manchen Leuten, wenn du aus einem billigen alten Auto aussteigst,

Alex: das ist dann manchmal so dieses, ich mache mir Sorgen um dich.

Alex: Ist dann alles gut bei dir? Ja, dann merke ich halt, okay, ich bin der Gleiche wie immer.

Alex: Ja, na klar geht es mir gut. Ja, dieses Auto hat 2000 Euro gekostet. Na und? Das ist halt so.

Alex: Und das gleiche geht halt auch in die andere Richtung, dass du halt sehr bewertet

Alex: wirst, wenn du mit was sehr Teurem kommst, aber das hilft halt auch,

Alex: um die Leute so ein bisschen einzuschützen, weil ehrlicherweise,

Alex: mir ist es halt inzwischen egal, aber das ist halt auch was,

Alex: was ich lernen musste, dass ein Porsche oder ein Trabant beide dich hoffentlich

Alex: trocken von A nach B bringen.

Andy: Ja, das ist doch ein schönes Schlusswort. Jetzt haben wir auch echt eine Weile

Andy: gequatscht, wir haben sehr viele interessante Einblicke gewonnen in das ganze YouTube-Game.

Andy: Vielen Dank dafür, auch für deine Zeit und ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg, bin gespannt.

Andy: Ich habe auf jeden Fall den Kanal jetzt abonniert und kriege da mit,

Andy: was du so alles treibst und ja, wahrscheinlich muss ich den Podcast doch dann

Andy: auch auf YouTube stellen.

Andy: Spätestens deiner, das ist immer so jetzt, aktuell ist es nur rein Audio überall

Andy: und dann ist das Geschäft immer da.

Andy: Wahrscheinlich ist es spätestens mit deiner Aufnahme jetzt, dann kommt alles auf YouTube.

Alex: Wie immer, man muss einfach anfangen. Und daher danke, dass ich auch hier die

Alex: Gelegenheit hatte, mal so ein bisschen aus meiner Welt auszubrechen in was ganz anderes.

Alex: Und ich hoffe, ich konnte da auch so ein bisschen alle mal bereichern,

Alex: was bei YouTube so passiert.

Andy: Vielen Dank dafür. Dann dir weiterhin viel Erfolg und toi, toi, toi.

Alex: Dankeschön. Ciao.

Andy: Ciao, ciao.

Andy: Ja, und das war es ja auch schon wieder, die Folge 159 von Happy Bootstrapping.

Andy: Wie hat es dir denn gefallen? Hast du auf YouTube geschaut oder auf Spotify, Apple Podcasts gehört?

Andy: Schreib mir doch gern kurz das Feedback per Mail an hallo.happy-bootstrapping.de

Andy: oder über happy-bootstrapping.de über das Kontaktformular auf der Webseite.

Andy: Würde mich super drüber freuen, egal welches Feedback du hast.

Andy: Du kannst auch mich über LinkedIn kontaktieren und wie immer findest du alle

Andy: Links auch zu den Videos, die wir hier im Podcast gesprochen haben,

Andy: von Car Ranger oder alle anderen Links zum Podcast, dann in den Shownotes.

Andy: Nächste Woche spreche ich mit dem Andreas Wittig in Folge 160 und der Andreas

Andy: entwickelt mit seinem Bruder schon seit längerer Zeit Micro SaaS auf AWS.

Andy: Da haben wir viel darüber gesprochen, wie funktioniert denn der Marktplatz da,

Andy: wie kriegt man da überhaupt, wie verdient man Geld damit, wie macht man Marketing

Andy: und fand ich super interessant, wie das ganze Geschäftsmodell mit dem Marktplatz

Andy: funktioniert. Hör also nächste Woche unbedingt wieder rein, Folge 160.

Andy: Genau, wir hören uns. Mach's gut, schöne Woche. Ciao, ciao.

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