1000 Anrufe, 50 Termine, 5 Kunden: Die Pentacode-Story (#158)

Shownotes

In Folge 158 von Happy Bootstrapping spreche ich mit Lorenz Strasser, der Pentacode aufgebaut hat – eine HR Workforce Management Software für den Mittelstand. Mit 22 Mitarbeitern verwalten sie 60.000 aktive Mitarbeiter und haben über 15 Millionen Schichten geplant. Die Firma ist kostendeckend, cash-positiv und komplett bootstrapped ohne Investoren.

Lorenz startete 2012, verfestigte die Idee 2017 und benannte später in Pentacode um. Nach zwei Unternehmensgründungen, darunter 13 Gastronomie-Standorte mit 500+ Mitarbeitern, fehlte ihm die passende Software für KMUs. Seine Kaltakquise-Bilanz am Anfang: 1000 Anrufe, 50 Termine, 5 Kunden. Seine klare Haltung: "Wer zahlt, bestimmt die Musik" – deshalb nie externes Kapital.

Lorenz teilt seine drei Erfolgsfaktoren: Zuversicht über einen langen Zeitraum, Resilienz und Frusttoleranz. Sich selbst in Frage stellen, ob die Organisation noch funktioniert, sei entscheidend. Außerdem spricht er über Sport jeden Tag, Cello spielen, 25 Jahre Ehe und dass er heute keine Kaltakquise mehr machen muss.

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Transkript anzeigen

Andy: Hallo und herzlich willkommen zu Folge 158 von Happy Bootstrapping.

Andy: In der heutigen Folge spreche ich mit dem Lorenz Strasser von Pentacode.

Andy: Und Pentacode, das ist eine SaaS-Software,

Andy: genauer eine HR-Workforce-Management-Software für den Mittelstand.

Andy: Noch spezieller für die Gastronomie. Und der Lorenz und seine 22 KollegInnen

Andy: verwalten da aktuell über 60.000 Mitarbeitende in der Gastrobranche.

Andy: Das heißt, die planen da ihre Schichten, die kommunizieren mit ihrem Arbeitgeber,

Andy: tragen Einwandseurlaub, haben und so weiter und haben da mit Pentacode schon

Andy: über 15 Millionen Schichten geplant.

Andy: Das ist schon total abgefahren. Die Company ist komplett bootstrapped natürlich.

Andy: Wir sind ja hier bei Happy Bootstrapping und auch Cash Positiv.

Andy: Das ist dem Lorenz auch ganz wichtig. Er hat das Ganze 2012 angefangen und damals

Andy: ganz klassisch die Klinke geputzt, um die ersten Kunden zu finden.

Andy: Das ist ja auch etwas, was mich immer interessiert. Wo kamen die ersten zehn,

Andy: die ersten hundert Kunden her? Wie hat es mit Kalter Krise funktioniert?

Andy: Und deshalb sprechen wir auch viel über seine drei Erfolgsfaktoren,

Andy: nämlich das Thema Zuversicht über einen langen Zeitraum, also Durchhaltevermögen

Andy: auch, Resilienz und vor allem Frusttoleranz.

Andy: Das ist nämlich auch ein wichtiges Thema, wenn man sowas aufbaut.

Andy: Und der Lorenz hat zum Glück Erfahrungen in der Gastrobranche vorher gehabt.

Andy: Daher hat er das ganze Wissen dann auch und das in die Tat umgesetzt,

Andy: fand ich total interessant und spannend.

Andy: Ja, ansonsten ist es die erste Folge, die du auch komplett als Video auf YouTube anschauen kannst.

Andy: Ich nehme jetzt hier das Intro zum, glaube ich, zwölften Mal auf,

Andy: weil ich immer irgendwas verpeilt habe.

Andy: Ich hoffe, das klappt jetzt auch alles und mal schauen, wie das Ganze funktioniert

Andy: mit der Plattform und wie ich das alles unterbekomme.

Andy: Vielleicht kriege ich auch das Video irgendwann zu Spotify und dann schauen

Andy: wir mal, wie es weitergeht.

Andy: Genau, ansonsten kannst du mir gerne Feedback zur Folge schicken, Vorschläge

Andy: für neue Gäste übers Kontaktformular auf happy-bootstramming.de Da kannst du

Andy: auch den Newsletter zum Podcast abonnieren und per E-Mail erreichst du mich

Andy: über die Links in den Shownotes oder per Mail hallo at happy-bootstramming.de

Andy: Jetzt ganz viel Spaß mit der Folge mit Lorenz und mir.

Andy: Hallo Lorenz und herzlich willkommen bei Happy Bootstrapping.

XXXX: Ich danke dir vielmals, ist mein großes Vergnügen.

Andy: Ja, du hast ja gesagt, es ist deine erste Podcastaufnahme. Ich versuche die

Andy: so geschmeidig wie möglich zu gestalten, wie immer natürlich.

Andy: Für die, die dich nicht kennen, erzähl doch mal in deinen Worten.

Andy: Wo kommst du her, was machst du und mit was beschäftigst du den ganzen Tag?

XXXX: Geografische Herkunft, Altötzing, mitten in Bayern, born and bred Bavarian, wenn man so will.

XXXX: Was ich jetzt mache, ist meine dritte Unternehmensgründung. Ich beschäftige

XXXX: mich im Augenblick sehr viel mit Social Media Werbung und mit unserer KI.

XXXX: Das Ergebnis einer mittlerweile fünfjährigen Tätigkeit im Softwarebereich ist,

XXXX: denn wir entwickeln HR Workforce Management.

XXXX: Das ist das, was ich im Augenblick mache.

Andy: Jetzt musst du uns noch verraten, wie die Firma heißt.

XXXX: Achso, das könnte auch noch interessieren, genau. Ja, Pentacor.

XXXX: Pentacor AG mit Sitz in München.

XXXX: In unmittelbarer Nähe des Oktoberfests.

Andy: Das ist natürlich wichtig, das zu erwähnen, das ist klar.

Andy: Und wofür steht der Name eigentlich?

XXXX: Sprüche, ich fände euch, es ist griechische 5 und der Code ist die Lösung der

XXXX: 5 essentiellen Probleme,

XXXX: die eigentlich jedes Unternehmen hat in unterschiedlicher Größenordnung,

XXXX: immer abhängig oder unterschiedlicher Gewichtung, immer abhängig von der Größe des Unternehmens,

XXXX: von der Prüfungssicherheit beginnend bis zur Information in Echtzeit.

XXXX: Ich muss mal ganz ehrlich sagen, also der Name selbst, der ist jetzt zehn Jahre

XXXX: alt und ich weiß, ich habe mir damals viele Gedanken gemacht,

XXXX: wie das Ding heißen soll. Und ich kam auf diese fünf Kernprobleme.

XXXX: Ich kriege aber heute nur mehr vier zusammen.

Andy: Vielleicht sind es heute auch nur noch vier und damals waren es fünf.

XXXX: Ich glaube, heute sind es sogar noch mehr als früher.

Andy: Okay. Bevor wir genauer einsteigen, Du hast gesagt HR Workforce Management Software,

Andy: das hört sich natürlich wahnsinnig hochtrabend an.

XXXX: Genau, HR Management.

Andy: Okay, und kannst du ein bisschen einordnen für die Hörerinnen und Hörer,

Andy: wie groß ist die Firma heute, wie viele Menschen beschäftigt ihr,

Andy: wie viele Mitarbeitende habt ihr, was macht ihr grob für Umsätze?

XXXX: Kann ich sagen. Wir haben insgesamt jetzt 22 Mitarbeiter.

XXXX: Davon ist ein Drittel oder knapp über ein Drittel sitzt in der Technik.

XXXX: Wir verwalten knapp 60.000 aktive Mitarbeiter unserer angeschlossenen Unternehmen.

XXXX: Das ist die für uns wesentliche Kennzahl, da wir nach Mitarbeiteranzahl abrechnen.

XXXX: Und unser Umsatz, da muss ich bitten, das möchte ich ganz gern für mich behalten.

XXXX: Was wir sind, das kann ich sagen, wir arbeiten kostendeckend.

XXXX: Was insofern relevant ist, da ich uns an dem Bootstraffing gegründet habe, da sind wir beim Thema.

XXXX: Und wir haben keinen Business Angel im Hintergrund, wir haben keinen Investor im Hintergrund.

XXXX: Die einzigen Verpflichtungen, die ich habe, und ich spreche von mir als Person,

XXXX: derer sind, Bündung und Gehälter muss ich bezahlen, ich habe Verpflichtungen

XXXX: im Finanzamt gegenüber.

XXXX: Genau, und die Gesellschaft hat Verpflichtungen mir gegenüber bezüglich meiner

XXXX: Gesellschaft. Aber ansonsten abonnieren wir auch vollkommen unabhängig.

XXXX: Und wir sind cash-positiv.

Andy: Okay. Mit 22 Mitarbeitern deckt

Andy: ihr 60.000 Menschen ab, die mit eurem Tool arbeiten, Zeitplanung machen,

Andy: Personalschichtenmanagement und solche Dinge. Das ist eine ganz schöne Herausforderung.

XXXX: Ja, aber das geht ja dafür, dafür ist ein SaaS-Service ideal geeignet.

Andy: Ja. Ich habe auf der Webseite noch ein paar andere Zahlen gelesen.

Andy: 8.500 Abteilungen, 3.800 Stempeluhren.

Andy: Ist das so, die haben wir migriert mit unserer digitalen Lösung und 15 Millionen

Andy: geplante Schichten jetzt über die Zeit, seit es Pentacode gibt. Ist das richtig dann?

XXXX: Ja.

Andy: Und wann habt ihr gegründet oder du?

XXXX: Naja, das Unternehmen selbst wurde 2012 gegründet, damals ein Unternehmen namens Sandströmer AG.

XXXX: Und da war das eigentlich, das war ein Ergebnis aus meiner Zweitgründung und

XXXX: da habe ich dann lediglich so bestimmte Aktivitäten und auch ein paar Markenrechte

XXXX: und dergleichen gegründet und wusste zu dem damaligen Zeitpunkt noch nicht so

XXXX: wirklich, was ich mit dem Unternehmen machen will.

XXXX: Ich hatte die Idee dieser Software, aber das war in den ersten paar Jahren eher so spielerisch.

XXXX: Das war auch noch auf einer anderen technologischen Basis.

XXXX: Da konnte ich selbst noch mitwirken. Ich habe ursprünglich meine Mathematik

XXXX: und Informatik studiert.

XXXX: Dass die Idee sich wirklich verfestigt hat, das war dann erst in 2017.

XXXX: Und 2017 habe ich dann auch alle anderen Tätigkeiten gekippt,

XXXX: die in der Sunstream abliefen und dann ein paar Jahre später das ganze Baby

XXXX: dann auch umgenannt in die Panzer-Code-AG.

Andy: Aha, der ursprüngliche Name, was hast du dabei gedacht an?

XXXX: Ich wollte einfach nur, dass es spannend klingt, es sollte nicht bedeutungsschwer

XXXX: sein, es dürfte keine Bedeutung haben, da er nicht wusste, was er mit der Gesellschaft

XXXX: machen wollte und ich fand dieses schwedische Ö,

XXXX: das fand ich ganz interessant.

Andy: Du bist dann jetzt der andere Weg gegangen, wie typische Gründer,

Andy: die jetzt nebenher was anfangen machen.

Andy: Du hast zuerst mal das Unternehmen gegründet und dann gleich noch eine AG und

Andy: dann hast du dir überlegt, was du damit machst. Das ist ja jetzt eher ungewöhnlich.

XXXX: Ich kam ja zu der Zeit aus der Unternehmensberatung und ich habe dann ein paar

XXXX: Altmandate mit reingepackt nach der Veräußerung des zweiten Unternehmens.

XXXX: Ich saß auch dann aus meiner gastronomischen Vergangenheit auf Markenrechten,

XXXX: die habe ich dann ebenfalls drin gebündelt.

XXXX: Und das Ganze war aber schon gedacht als, es war so ein Kessel,

XXXX: in dem sich dann schon die letztendliche Geschäftsidee befand,

XXXX: wobei ich mir noch nicht schlüssig war, ob ich diese Geschäftsidee auch wirklich bis zur Reife bringen.

Andy: Wie hat es dann passiert mit der Reife? Du hast ja beschrieben,

Andy: du kommst ursprünglich aus der Gastronomie.

Andy: Ich denke mal, da gab es schon solche Software, mit denen ich Schichten planen

Andy: konnte, mit deren ich Mitarbeiter abrechnen konnte und die Zeiten.

Andy: Wahrscheinlich habe ich da viel so Minijobber oder Werkstudenten oder Praktikanten

Andy: oder Menschen, die auf Stundenbasis am Wochenende arbeiten oder sowas in der Gastro aushalten.

Andy: Wie bist du da auf die Idee gekommen, in den Bereich reinzugehen?

XXXX: Ja, weil es das eben noch nicht gab.

Andy: Gab es noch nicht?

XXXX: Nein, es gab es nicht.

Andy: Es gab es schon, aber es gab es damals dann vorher noch nicht.

XXXX: Damals gab es so Dickschiffe wie, das kann man ja auch nennen,

XXXX: so Arthos oder so, die waren ja für einen Mittelstand und für kleinere Unternehmen völlig ungeeignet.

XXXX: Und unsere Gastronomie, das

XXXX: waren ja dann doch am Ende über 13 Standorte mit über 500 Mitarbeitern.

XXXX: Und das war sehr, sehr, sehr fußläufig.

XXXX: Excel war absolutes High-End. Und da waren wir zu der damaligen Zeit,

XXXX: und da möchte ich jetzt nicht unbescheiden klingen, aber da waren wir ganz, ganz weit voraus.

XXXX: Wir hatten schon, man muss ja sagen, ich bin ja schon älteren Kalibers. und so gesehen

XXXX: Also was die Softwareentwicklung anbelangt, da befanden wir uns damals in Pleistocent.

XXXX: Und wir hatten schon 1994, wir hatten schon unseren eigenen Server,

XXXX: der Saubim-Schrauber 60 MB hatte und einen eigenen Raum benötigte.

XXXX: Das war so groß wie ein Kühlschrank und hat Hitze abgegeben wie ein Herd.

XXXX: Da musste immer das Fenster offen sein. Wir waren über Intranet und Outlook

XXXX: mit den Filialen verbunden.

XXXX: Wir haben unsere eigene Software geschrieben,

XXXX: allerdings das Ganze auf Microsoft-Basis und waren, was den Grad der Datenautomatisierung

XXXX: anbelangt, wirklich weit vorne, ganz weit vorne und auch, was die Bezahlungsmode anbelangt.

XXXX: Und das war, was wir damals entwickelt haben, so bis in die Ende der 90er Jahre

XXXX: rein, das war auch so ein Kerngedanke der neuen Software.

XXXX: Und die gab es auch vor 10, vor 15 Jahren gab es sowas im Wesentlichen nicht.

XXXX: Und das fiel mir eben auf über meine Unternehmensberatung, dass ich feststellte,

XXXX: dass das, woran wir kranken oder was wir gehabt hätten, das haben andere auch nicht.

XXXX: Und dann haben wir überlegt, na gut, jetzt nachdem alle Probleme ja verallgemeinert

XXXX: werden können, zumindest mal in der Gastronomie und Hotellerie,

XXXX: muss es doch auch eine Lösung geben, die man verallgemeinern kann.

XXXX: Und diese Lösung habe ich bei allen Recherchen nicht gefunden und dachte mir,

XXXX: Wenn es sowas nicht gibt, dann gibt es jetzt entweder keinen Bedarf oder es gibt kein Angebot.

XXXX: Und ganz kurz, ich will jetzt nicht abschweifen, aber du kennst vielleicht die

XXXX: Anekdote von dem englischen und dem amerikanischen Schuhverkäufer.

XXXX: Beide kommen nach Zentralafrika und der Engländer ruft zu Hause an und sagt,

XXXX: vergiss es, ich fliege wieder nach Hause, hier tragen Sie keine Schuhe.

XXXX: Und der Amerikaner ruft zu Hause an und sagt, schick mir einen wie ein paar,

XXXX: hier haben Sie noch keine Schuhe.

XXXX: Und ich habe dann eher wohl schon die amerikanische in der Realität.

Andy: Gewählt. Okay, also die Anekdote kann ich noch nicht, aber das ist sehr interessant.

Andy: Okay, dann hast du dann jetzt, hast du dann also der erste Kunde,

Andy: das ist ja immer so ein bisschen auch mitentscheidend, also warst der dann du

Andy: selber oder deine alte Firma?

Andy: Waren das Mandate aus deiner Unternehmensberatung?

Andy: Oder wie hast du die Software am Anfang aufgebaut?

Andy: Also du musst ja mit irgendeinem, heute deckt die ja wahrscheinlich viel mehr

Andy: ab wie damals, aber das ist ja mit irgendeinem kleinen Teilstück angefangen

Andy: und hast das angeboten? Wie hat das damals funktioniert?

XXXX: In der ersten Iteration der Software, also die, mit der wir so anfangs gespielt

XXXX: haben, da, naja, das erste Mal so ein Jahr, anderthalb so ein bisschen so rumgebastelt.

XXXX: Das war alles noch mit RDP-Lösung und also wir sprechen hier wirklich schon

Andy: Eine Weile her, ja.

XXXX: Ein ziemlich archaisches Modell ist ja auch schon jetzt zwölf Jahre her.

XXXX: Ich konnte das ja aufsetzen auf den Gedankengut, das wir entwickelt haben in der Gastronomie.

XXXX: Und die Systemlogik als solche, die war mir ja vertraut, nur eben das Umfeld,

XXXX: in dem das stattfinden sollte.

XXXX: Und da habe ich mir Zeit lassen und war ja nicht in Bedrängnis und auch nicht unter Zwang.

XXXX: Und dann war der MVP, war soweit fertig, weil man dachte, okay,

XXXX: das passt jetzt eigentlich sowas, automatische Umsatzerfassung,

XXXX: Seiten werden manuell erfasst, führt zu einer vollständigen Dokumentation, exportfähige Daten.

XXXX: Ja, und dann bin ich einfach, ich bin raus und bin in München die Leokoldstraße hoch

XXXX: und bin in jeden größeren Laden reingegangen, also Gastronomie,

XXXX: und gesagt, wie schaut es denn aus,

XXXX: wollte das mal ausprobieren und dann lief das ganz gut und dann bin ich an ein

XXXX: paar Nebenstraßen weitergegangen und dann kamen am Ende von zwei Tagen 17 Kunden

XXXX: nach Hause und so fing es an.

Andy: Hast du da schon einen Vertrauensvorschuss gehabt, weil man dich da gekannt

Andy: hat von der Gastronomie früher oder warst du da ein unbekannter Hund?

XXXX: Tatsächlich war der Umstand, ich war weniger erfolgreich bei denen,

XXXX: die meinen Namen mit Gastronomie sofort in Zusammenhang brachten.

XXXX: Ich verstand das gar nicht.

XXXX: Ich fand das am Anfang auch wirklich ehrenrührig, so nach dem Motto,

XXXX: wie kommt der eigentlich dazu?

XXXX: Wir haben doch schon gemeinsam Projekte gemacht und dergleichen und jetzt lässt der mich abblitzen.

XXXX: Ich habe das nachher eigentlich für mich so erklärt, dass die vielleicht auch

XXXX: nicht zu Unrecht sagen, Moment einmal,

XXXX: ich bin Gastronom und du warst Gastronom, jetzt willst du mir alles über Software

XXXX: erzählen, das ist ein Mangel der Glaubwürdigkeit.

XXXX: Und keine persönliche Ablehnung, wie ich es am Anfang schon ein bisschen so interpretiert habe.

XXXX: Das hat sich aber dann gelegt mit der Zeit. Irgendwann hat man mich ernst genommen.

Andy: Okay. Du bist mit den 17 Kunden nach Hause, hast deine Software weiterentwickelt

Andy: und einen Monat später haben die schon ihre erste Rechnung erhalten. Genau.

XXXX: Okay. Das ist ausgestellt.

Andy: Und da hast du auch gleich gemerkt, vielleicht habe ich da doch den Punkt getroffen,

Andy: wenn ich an der Straße und ein paar Querstraßen weiter so erfolgreich Vertrieb machen kann,

Andy: indem ich in den Laden gehe und da muss was sein, da gibst du Gas und gehst mehr rein.

Andy: Oder welcher war der Moment, wo du das gemerkt hast?

XXXX: Also ich war mir sicher, dass es ein Produkt ist, das der Markt braucht.

XXXX: Was ich nicht wissen konnte, ist, wie offen ist der Markt eigentlich dafür?

XXXX: Und hier muss man schon mal sagen, das waren die ersten beiden Tage, Streifzüge.

XXXX: Ich hatte ja keine Ahnung von Vertrieb, null.

XXXX: Das war dann auch eher so ein Phänomen, denn Vertrieb ist ein ganz,

XXXX: ganz hartes Knochengeschäft. Da muss man ganz viele dicke Bretter bohren.

XXXX: Das wird entschieden, ehrlich über Frustrationstoleranz und Resilienz.

XXXX: Insofern, das war so ein, ich habe einen großen Atemzug genommen,

XXXX: um festzustellen, dass ich dann sehr lange die Luft anhalten muss.

Andy: Aber in der Gastro ist meiner Erfahrung nach das nochmal besonders schwierig,

Andy: weil du hast ja häufig den Verantwortlichen gar nicht da.

Andy: Dann sind die Leute immer im Stress und egal wann du kommst,

Andy: der, der dafür verantwortlich ist, der hat doch keine Zeit für dich,

Andy: weil der muss ja immer irgendwelche Brände löschen, einer ist krank,

Andy: irgendwas passt nicht, Getränkelieferung kam zu spät oder wie.

Andy: Wie hast du das geschafft? Also das ist zumindest meine Gastro-Erfahrung,

Andy: was so Vertrieb betrifft.

XXXX: Ja.

XXXX: Das ist absolut richtig. Es ist ja nicht nur so, dass da so operative Widrigkeiten

XXXX: im Weg stehen, sondern grundsätzlich ist es so, man darf ja nicht vergessen,

XXXX: das Ganze ist jetzt zwölf Jahre her. Ja, zwölf.

XXXX: Und zum einen die Einsicht in die möglichen Notwendigkeit und Hilfestellung

XXXX: durch Software, die war ja überhaupt nicht vorhanden.

XXXX: Ganz ehrlich zu der Zeit auch noch so nach dem Motto meine Zahlen irgendwie in irgendeiner Cloud

XXXX: No-Go dann muss man auch sagen, dass die Gastronomie ist insofern ist super,

XXXX: weil es einfach immer im Regelfall wirklich nette Menschen sind.

XXXX: Denn wenn man dann misantropisch ist und Menschen nicht leiden kann,

XXXX: dann hat man eigentlich keine Chance.

XXXX: Also man muss Menschen schon irgendwo mögen, damit man Gastronomie auch wirklich

XXXX: erfolgreich betreiben kann.

XXXX: Aber es ist auch so, und Gastronomen sind zum einen in meiner Erfahrung,

XXXX: Die streben einen hohen Grad der Selbstwirksamkeit an.

XXXX: So nach dem Motto, ich mache, ich kann.

XXXX: Und das andere ist, sie sind jetzt Gastronomen, sie sind jetzt nicht unbedingt

XXXX: so Innovationen gegenüber aufgeschlossen.

XXXX: So nach dem Motto, es funktioniert ja. Why change a running system?

Andy: Ich habe ganz andere Probleme wie das sozusagen auch.

XXXX: Ja, exakt so. Und das war auch so,

XXXX: also Gott sei Dank hat ja zur Zeit der Unternehmensberatung nichts mit kleineren

XXXX: Gastronomien oder Einzelgastronomien zu tun, sondern immer nur mit größeren Einheiten.

XXXX: Denn Gastronomen sind, bedingt auch wieder durch das Gefühl der Selbstwirksamkeit,

XXXX: die sind relativ resistent, wenn es um Beratung geht.

XXXX: Und da ist es eher so, die lassen sie dann beraten, wenn sie kein Geld mehr für die Beratung haben.

XXXX: Und insofern ist, denke ich, Vertrieb in der Gastronomie zumindest damals bei

XXXX: einem Produkt, das relativ exotische Merkmale hatte, möchte ich es mal so formulieren,

XXXX: war nicht einfach. Die ersten zwei Tage waren einfach, naja, ein Phänomen.

XXXX: Aber es hat mich lange am Laufen gehalten.

Andy: Was gab es noch für Meilensteine, die du erwähnen würdest? Also du hast am Anfang

Andy: alleine gemacht, hast dann angefangen, gibt es irgendwie was,

Andy: was dir noch in Erinnerung bleibt?

Andy: Gab es irgendeinen größeren Kunde, der Ja gesagt hat?

Andy: War es die Einstellung von einem ersten Kollegen, Kollegin oder fällt dir irgendwie

Andy: spontan noch was ein, was so Meilensteine waren in den letzten Jahren?

XXXX: Doch, einer, aber der hatte überhaupt nichts mit internen zu tun,

XXXX: sondern das war der Zeitpunkt, als er feststellte, dass jemand den Namen mir

XXXX: kam, mich rechts geholt hat.

XXXX: Okay, das war der Meilenstein.

XXXX: Denn, wie gesagt, das war eine sehr fußläufige Angelegenheit,

XXXX: wenn auch einen wirklich hohen Automatisierungsgrad, aber es ist nichts,

XXXX: was ich heute weit weg von irgendeiner modernen Anwendung habe.

XXXX: Und dann kam eben jemand, das in einem Unternehmen, das nahm ich,

XXXX: komm jetzt, soll ich das nennen?

Andy: Was ist deine Entscheidung?

XXXX: Ach, hohe not. Dann kam Gastromatik. Okay. Dann kam in 2015, 16, so.

XXXX: Und die hatten eben dann, ja, die haben was sehr Ähnliches gemacht,

XXXX: aber auf einer wirklich modernen Plattform.

XXXX: Und da habe ich mir dann überlegt, und die haben eigentlich das Recht überholt, und zwar mit 100.

XXXX: Und da habe ich mir dann überlegt, naja, lässt das jetzt sein?

XXXX: Ich müsste es eigentlich so nicht gefallen lassen.

XXXX: Und da habe ich dann echt ein bisschen

XXXX: rumgehirnt und dann haben wir das ungefähr so ein Jahr angeschaut.

XXXX: Und dann dachte ich mir, nee, dafür ist eigentlich die Idee zu gut.

XXXX: Und eigentlich bin ich jetzt, obwohl ich ja der Erste war, der die Idee hatte,

XXXX: komme jetzt eigentlich ein bisschen zu spät.

XXXX: Aber es ist ja noch lange nicht ausgereizt und es ist Platz für viele.

XXXX: Und da habe ich dann entschlossen, nee, das macht jetzt wirklich,

XXXX: wirklich ernst an, mit der zweiten Iteration, Umprogrammierung von dem ganzen

XXXX: Ding, das ganze Ding auf eine komplett neue Plattform zu setzen,

XXXX: Mitarbeiter einzustellen, Geld einzusetzen und das ist ja immer eher verursacht

XXXX: durch Wettbewerbsgedanken.

Andy: Und gibt es denn heute noch den Wettbewerber?

XXXX: Ja, ja, die Jungs, ehrlich gesagt, nachdem ich den Namen ja schon nannte,

XXXX: dann darf ich mich auch mal ganz kurz dazu äußern, ich mag die Software persönlich gar nicht,

XXXX: aber das ist meine persönliche Ansicht, das weiß ich nicht, möglicherweise solltest

XXXX: du das rausschneiden, aber weil ich es schon sagte, lassen wir es dann trotzdem drin.

XXXX: Aber die Gründer, die haben einfach alles wirklich richtig gemacht und da muss

XXXX: man einfach wirklich den Hut ziehen.

XXXX: Die haben jetzt mit dem richtigen Produkt zum richtigen Zeitpunkt,

XXXX: die haben die richtigen Expansionsstrategien entwickelt, die richtigen Feature-Erweiterungen,

XXXX: die haben alles, alles richtig gemacht und dann vor zwei oder drei Jahren für

XXXX: einen sehr, sehr hohen Betrag verkauft.

XXXX: Okay. Bei der Gelegenheit...

XXXX: Du wirst es nicht fassen. Das Unternehmen heißt Riverside.

Andy: Okay, das heißt auch Riverside, ja.

XXXX: Riverside, ja. Okay, interessant.

Andy: Das muss ich mal noch recherchieren dann. Okay. Steigen wir mal ein bisschen.

Andy: Wir kommen später noch ein bisschen zur Historie und was für dich dann Bootstrapping ausmacht.

Andy: Aber wenn du jetzt so ein bisschen mal, wir haben jetzt ein bisschen über Gastro schon gesprochen.

Andy: Was sind so denn die typischen Kunden von Pentacode?

Andy: Ist das eine Bäckerei? Ich habe auf der Webseite gesehen, Freizeitpark ist ja

Andy: schon wieder eine ganz andere Größenordnung.

Andy: Geht es dann nur um die Gastro im Freizeitpark oder alle Menschen,

Andy: die da arbeiten? Also was sind so die typischen Kunden?

Andy: Kleiner wie zehn Angestellte, mehr, unter 100, über 100?

XXXX: Das lässt es eigentlich gar nicht so klassifizieren. Also kleinere, ja.

XXXX: Es gibt so Unternehmen, die haben 10, 12 Mitarbeiter, aber die sind dann eher

XXXX: zum Beispiel so im medizinischen Bereich unterwegs, so Zahnarztpraxen oder Arztpraxen

XXXX: und dergleichen. Die sind aber auch nicht wirklich, die können auch nicht zur typischen Klientel.

XXXX: Bäckereien, Filialmetzgereien, Freizeitparks, Sportparks zum Beispiel,

XXXX: Gastronomie, Hotellerie, auch Fitnesscenter haben vollkommen unterschiedliche

XXXX: Dienstleistungen, aber für uns ist ja die Dienstleistung nicht relevant,

XXXX: sondern das, was die Unternehmen auszahlen.

XXXX: Sie haben 24-7 Betrieb häufig, 365 Tage im Jahr, komplizierte Gehaltsmodelle,

XXXX: zwei- bis dreischicht Betriebe, volatile Arbeitszeiten, relativ hohe Ausfallzeiten,

XXXX: relativ hohe Personalfluktuationen und das sind halt alles die Dinge,

XXXX: die wir mit Pentacode abfragen.

XXXX: Und insofern ist die Dienstleistung des anderen egal, sondern je schwieriger

XXXX: die Arbeitsverhältnisse sind, je komplizierter die Lohnmodelle,

XXXX: desto lukrativer ist der Einsatz von Benzerkort.

Andy: Okay, desto eher ist es was für euch. Aha. Und was sind so die hauptgenutzten

Andy: Features dann? Ist es so Zeiterfassung, Personalplanung?

Andy: Ich habe auch gelesen, Controlling, Recruiting.

Andy: Was ist so der Number One Case, den die Menschen mitmachen da draußen?

XXXX: Jedes dieses Unternehmen plant die Mitarbeiter. In den allermeisten Unternehmen

XXXX: werden die Arbeitszeiten elektronisch erfasst.

XXXX: Alles andere passiert ohnehin automatisch. Die Nutzungstiefe unserer Software ist sehr, sehr groß.

XXXX: Ich denke, die liegt im Durchschnitt bei ungefähr 90 Prozent und das Ganze wird

XXXX: eben auch unterstützt jetzt durch unsere KI,

XXXX: die eben diese ganzen Algorithmen ersetzt und das Ganze eben kontextual prozessiert.

XXXX: Und dadurch, dass man, das ist eher die Frage, was guckt sich,

XXXX: was guckt sich ein Anwender an, es ist nicht die Frage, was tut er,

XXXX: weil im Wesentlichen werden Dienstpläne geschrieben und Mitarbeiter erfassen

XXXX: ihre Arbeitszeiten und dann ist halt die Frage, okay, wie groß ist das wirtschaftliche,

XXXX: das Interesse an wirtschaftlichen Hintergründen,

XXXX: da unterscheiden sich dann schon die Betriebe.

XXXX: Aber alle Planerdienste erfassen die Arbeitszeiten, die Dokumentation haben

XXXX: sie dann, wenn die Prüfung kommt, und dann exportieren sie die Bewegungsdaten

XXXX: in die Lohnbuchhaltung.

Andy: Okay. Und damit machen sie dann auch die Abrechnung oder die exportieren sie

Andy: auch in die Lohnbuchhaltung?

XXXX: Nein, Abrechnung machen wir nicht innerhalb von Pentacode. Wir haben zwar unsere

XXXX: eigene, die Pentacode Payroll, da übernehmen wir Abrechnung für Unternehmen,

XXXX: aber grundsätzlich ist das für Pentacode irrelevant. Wir exportieren die sogenannten Bewegungsdaten.

XXXX: Also alles, was sich während des Monats ändert, exportieren wir in alle maßgeblichen

XXXX: Buchhaltungssysteme. Da ist es so, für eine Lohnbuchhaltung brauchen wir mit

XXXX: dem Datenimport acht bis zehn Sekunden. Das ist unabhängig von der Anzahl der Mitarbeiter.

Andy: Wie stelle ich mir das? Du hast wahrscheinlich Use Cases, die ich so in einem

Andy: typischen Zeiterfassungs-Personalplanungssystem nicht habe, weil in der Gastro

Andy: ist das so ein typischer Fall,

Andy: du planst deine Schichten fürs Wochenende und am Freitag ruft der Peter an und

Andy: sagt, er ist krank, er kann nicht kommen.

Andy: Dann hast du wahrscheinlich eine Funktion, wo ich sagen kann,

Andy: hey, es ist eine Schicht frei, wer kann einspringen und dann kriegen alle,

Andy: die wollen, kriegen eine Push-Notification und der Erste, der sagt,

Andy: ich komme, der kriegt die Schicht oder wie läuft sowas ab?

XXXX: Ja, das ist ein Weg, aber wobei das ist nicht der Weg,

XXXX: der klassischerweise beschritten wird, weil wenn der Kamerad um 16 Uhr anruft

XXXX: und um 18 Uhr zum Dienst erscheinen soll, dann hat man keine Zeit mehr für irgendwelche

XXXX: Schichtausschreibungen, die dann unter Umständen mal ignoriert werden.

XXXX: Da gibt es entweder, man macht das so auf die herkömmliche, traditionelle Art

XXXX: und Weise, man nimmt ein Telefonwörter in die Hand oder aber,

XXXX: das ist eine Frage der Routinen, die man in einem Unternehmen etabliert,

XXXX: dass es eigentlich schon eher so der Normalfall ist, wenn jemand nicht kann,

XXXX: dann kümmert er sich darum, wer den Ersatz machen könnte.

XXXX: Er gibt seine Schicht frei, der andere nimmt die Schicht an.

XXXX: Das passiert dann über die Mitarbeiter-App und der Dienstplaner,

XXXX: der kriegt eine Notification, der kommt nicht, der kommt stattdessen und die Schicht ist abgedeckt.

Andy: Das heißt aber alle Mitarbeiter, auch die, was weiß ich, die Minijopper in der

Andy: Gastro, die haben eine Pentacode-App drauf, wo sie ihre Zeiten erfassen und

Andy: mit dem Arbeitgeber kommunizieren können, digital sozusagen.

XXXX: Vor allen Dingen bei den Minijobbern ist es ja so, dass das sind ja Leute,

XXXX: die kommen ein- bis zweimal die Woche, die kommen meist zu unterschiedlichen Zeitpunkten.

XXXX: Das sind jetzt auch nicht immer die unbedingt verlässlichsten,

XXXX: weil wir machen das ja nur für

XXXX: Nicht zur Miete zu bezahlen. Und da ist es also häufig so, dass viele zum Beispiel

XXXX: einfach für die Minijobber, die schreiben die Schichten aus und dann geht es

XXXX: in den Verteiler und dann ist First Come, First Serve, wer die Schicht übernimmt,

XXXX: Der erscheint dann auch.

XXXX: Da ist es häufig so, dass der Manager aber eigentlich gar nicht mehr so geplant

XXXX: werden, sondern dass man hier schon die Mitarbeiter mitwirken lässt.

XXXX: Und das ist auch der Vorteil der Erd, muss man ganz ehrlich sagen.

XXXX: Man muss sich ja mal vorstellen, in der Gastronomie ist ganz extrem,

XXXX: das sind ja Leute, die arbeiten dann, wenn andere Freizeit haben,

XXXX: damit sie deren Freizeit gestalten.

XXXX: Das geht ja zu Lasten der eigenen Freizeit, zu freizeittypischen Zeiten und

XXXX: das häufig am Wochenende.

XXXX: Von geregelten Familienleben oder so, wollen wir jetzt gar nicht reden.

XXXX: Wenn man jetzt den Mitarbeitern zum Beispiel die Möglichkeit gibt,

XXXX: dass sie Wünsche äußern dem Dienstplaner gegenüber, bevor der seinen Dienstplan

XXXX: schreibt, dann entsteht dieses Gefühl der Selbstwirksamkeit.

XXXX: Das heißt, das Gefühl, ich habe ein bisschen Einfluss.

XXXX: Das heißt, ich kann an dem Tag nicht, würde an dem Tag bevorzugt arbeiten, wie auch immer.

XXXX: Jetzt muss der Wunsch ja nicht in Erfüllung gehen, liegt in der Natur des Wunsches,

XXXX: aber wenn es der Dienstplaner schon mal weiß, wird er in einem sozial intakten

XXXX: Unternehmen möglichst Rücksicht auf diese Wünsche nehmen.

XXXX: Und vor allen Dingen, er kann es bereits zum Zeitpunkt der Planung und muss

XXXX: dann veröffentlicht nicht irgendeinen Plan, irgendeine WhatsApp oder so und

XXXX: kriegt nachher die Anrufe, du, ich möchte da nicht, der kann aber und so weiter

XXXX: und setzt die Arbeit fort.

XXXX: Und das ist vor allen Dingen bei, also es gilt generell für alle,

XXXX: aber da sind geringfügig Beschäftigte schon sagen wir mal,

XXXX: Da hilft es sehr, ich möchte es mir so sagen.

Andy: Okay. Im Vorgespräch hattest du gesagt, du möchtest keine Eier legen,

Andy: die wollen mich sauber bauen. Zitat.

Andy: Wie fokussierst du Pentacode auf die Kernfeatures?

Andy: Gibt es einen, entscheidet ihr das alles selber?

Andy: Habt ihr eine enge Abstimmung mit den Kunden? Können die Features beeinflussen,

Andy: die du dann rausstreichst und sagst, Nee, das machen wir nicht,

Andy: weil dann wird die Software zu umfangreich, kompliziert.

Andy: Wie funktioniert die Produktweiterentwicklung unter dem Aspekt?

XXXX: Zum einen Feature-Requests. Da kann jeder in der Software Feature-Requests beantragen.

XXXX: Das läuft dann bei uns erst einmal ein.

XXXX: Und so sammeln wir auch und je mehr wir veröffentlichen dann die,

XXXX: die relativ viele von diesen Votes haben und dann sieht man ja,

XXXX: wo sich die meisten ansammeln. Die rutschen dann so nach oben.

XXXX: Wir veröffentlichen aber auch nur jene Features, die wirklich im Zusammenhang

XXXX: mit Personalmanagement sind.

XXXX: Wir wollen kein Bauchladen werden im Sinne von, wir gehen immer weiter in die

XXXX: Breite, sondern wir wollen immer weiter in die Tiefe gehen.

XXXX: Und zwar immer unter der Maske, aber der Umgang mit der Software selbst darf

XXXX: nicht komplizierter werden.

XXXX: Es muss intuitiv bleiben. Und da findet sich eigentlich immer einen Weg.

XXXX: Wir wollen nicht in die, sagen wir mal so, wir haben zwar ein bisschen so als

XXXX: Beispiel sowas wie Recruiting.

XXXX: Das eignet sich unter ganz bestimmten Voraussetzungen ganz hervorragend,

XXXX: aber es ist kein Recruiting-Tool mit Channel-Manager und so weiter und so fort,

XXXX: denn das erfordert wieder eine ganz eigene Perspektive.

XXXX: Wenn man sich so eine breit aufgestellte Software ansieht, dann schaust du dir

XXXX: die an und dann kannst du eigentlich schon erkennen, aha, da kommen sie her,

XXXX: weil da verstehen sie wirklich was und das andere haben sie jetzt so hingepflanscht.

XXXX: Das machen wir nicht. Da haben wir dann spezielle Partner dafür mit Schnittstellen und dergleichen.

XXXX: Bei uns ist es, würde ich gerne nennen, ist es Onboard, die machen das professionell,

XXXX: die machen nur das und das machen sie richtig gut,

XXXX: passen auch so von der UX und vom UI her recht gut zu uns und das sind halt

XXXX: alles so Kriterien und da muss man sich halt auch auf eine Zusammenarbeit einigen

XXXX: können und so erweitern wir, wir erweitern durch Kompetenzpartner.

XXXX: Wir bleiben, wir sind ein Spitzeprodukt und das bleiben wir auch.

Andy: Das wäre auch noch erzählt, ähm, Du oder auch generell ihr und deine Kolleginnen

Andy: und Kollegen, ihr ratet auch vom Produkt ab, wenn ihr merkt,

Andy: dass beim Kunde nicht passt.

Andy: Also ist ja A, schon mal ungewöhnlich und B, wie kommt sowas an?

Andy: Wie reagiert ein Kunde drauf, der sich eigentlich auf deine Webseite verirrt

Andy: oder eine Empfehlung bekommt und dann mit dir ein Gespräch hat und du sagst,

Andy: für dich passt das nicht?

XXXX: Keiner riskiert.

XXXX: Im Einzelfall ist es so und fast so, als wäre so eine Trotzreaktion ja jetzt

XXXX: erst recht, aber normalerweise, wir gründen das ja auch.

XXXX: Und es bringt ja nichts, heute an Kunden ein Land zu ziehen,

XXXX: mit dem man nachher dann nur Ärger hat.

XXXX: Es nimmt so viele Ressourcen in Anspruch, auch innere Ressourcen.

Andy: Ja, auf beiden Seiten, ja.

XXXX: Ja, und das ist dieses Beschwerdemanagement, das braucht wirklich kein Mensch.

XXXX: Und vor allen Dingen, wenn es einfach offensichtlich ist, wenn man sagt,

XXXX: okay, du hast dieses und jenen Bedarf und das ist ein Bedarf,

XXXX: dann können wir so nicht abdecken.

XXXX: Such dir eine Software für, keine Ahnung, Projektmanagement zum Beispiel.

XXXX: Bist du besser bedient als bei uns. Alles, was du bei uns machst,

XXXX: das geht alles über Bande.

XXXX: Das sind alles so Workarounds, das taugt nichts, da gibt es Besseres.

Andy: Okay. Ja, interessant. Also das ist ja auch was wert, wenn man da ehrlich beraten

Andy: wird, weil das ist ja dann auch schon Beratung mit in einem Vertriebsgespräch dann eigentlich.

XXXX: Eigentlich sind unsere Vertriebsgespräche grundsätzlich eine Beratung.

XXXX: Wir beraten über den Einsatz der Software.

XXXX: Also keiner von unseren Leuten hat so diesen Vertriebs-Slang.

XXXX: Das ist der berühmte ABC, always be closing.

XXXX: Kann man schon so machen. Aber wir brauchen ja einen Fit.

XXXX: Und deshalb wird erst einmal auch gefragt, okay, wo ist jetzt dein Problem,

XXXX: was nutzt du, was macht das Problem, wo ist der größte Schmerz,

XXXX: den du am liebsten heute schon abstellen würdest und so wird das erst einmal

XXXX: abgefragt und dann sagen wir, okay,

XXXX: das können wir so, so, so und so machen, ich glaube, du bist wirklich gut bei

XXXX: uns aufgehoben und weil wir da der festen Überzeugung sind, kriegst du die Software

XXXX: in den ersten vier Wochen sowieso umsonst, mit aller Beratung und so weiter

XXXX: und dann kannst du jederzeit aussteigen.

XXXX: Und so läuft es am besten, finde ich.

Andy: Aber Bezahlung, da müssen wir auch noch kurz drüber reden. Ich habe gesehen,

Andy: auf der Webseite zumindest ist ab 4 Euro pro Mitarbeiter pro Monat.

Andy: Da ist ja auch schon nett wahrscheinlich. Und dann hast du Zusatzgebühren für

Andy: die App. Ich glaube, für noch ein anderes Ding.

XXXX: Oder die Zeiterfassung.

Andy: Oder die Zeiterfassung, genau. Da ist ja auch mehr Aufwand dann wahrscheinlich.

Andy: Und dann gibt es noch die KI-Lösung, die Ida.

Andy: Ist das richtig ausgesprochen? Also YLA, Ida wahrscheinlich.

Andy: Ist ein cooler Gag. Und die kostet es nochmal zusätzlich.

Andy: Wie nutzen die die heute? Also natürlich schreibt jeder gerade KI über sein

Andy: Produkt, aber was ist jetzt da das Spezielle, was kann ich damit machen als

Andy: Kunde bei dir, bei Pentacode?

XXXX: Das Allermeiste passiert im Hintergrund und zwar echte KI ist das.

XXXX: Also das sind insgesamt neun unterschiedliche Sprachmodelle,

XXXX: die dahinter sind, wenn man das nennt, LLMs.

XXXX: Das ist genuine KI. Und das ist auch kein Werbe-Claim oder Marketing-Gag oder sowas.

XXXX: Ich frage mich immer, wenn alle die, die vor zwei Jahren schon KI angeboten

XXXX: haben, was haben sie denn da hergenommen?

XXXX: Also ist ja eigentlich erst seit 2023 steht es zur Verfügung, Mitte des Jahres.

XXXX: Wenn sie gut sind, haben sie Machine Learning und in all meisten Fällen ist

XXXX: das Werbe-Hokus-Pokus. Bei uns ist es so, dass das meiste findet im Hintergrund statt.

XXXX: Das merkt man so nicht, dass es die KI-Prozesse steuert.

XXXX: Und man erkennt es aber daran, dass es dialogfähig ist.

XXXX: Das heißt, ich habe einen Ansprechpartner, die Ina, YNA, weil you're not a person.

XXXX: Die hat 24 Stunden am Tag zur Verfügung steht und die Frage, da sage ich,

XXXX: keine Ahnung, ich möchte den Dienstplan der nächsten Woche freuen,

XXXX: bring mit euch hin, erlaubt mir die Vorlage XY rein, ich möchte die Arbeitszeitnahweise

XXXX: an alle Mitarbeiter der Küche verschicken,

XXXX: macht das für mich, was steht heute für mich an, ja die und die hat Geburtstag,

XXXX: ja schreibe eine Geburtstagsgrüße, Sie halten sie persönlich und wahrenherzig

XXXX: und dann macht sie alles solche Sachen oder fahren wir Analysen.

XXXX: Das ist der Sicht- und Hörbare, weil wir haben auch einen Avatar und das ist der Hörbare.

XXXX: Das war aber das Ende der KI. Aber der echte Intelligenzsprung,

XXXX: wenn man so will, der findet im Hintergrund statt.

XXXX: Algorithmen werden eben durch so plastische Modelle ersetzt.

XXXX: Und eine sehr spannende Angelegenheit und bei der Gelegenheit,

XXXX: die wird jetzt am Montag, am 2. Februar, wird sie veröffentlicht.

Andy: Du bist der Erste.

XXXX: Der übrigens erfährt.

Andy: Okay, okay. Da ist die Folge schon erschienen dann.

Andy: Also sie kommt dann Donnerstag darauf. Also ist ja dann, ja,

Andy: herzlich willkommen Ida sozusagen.

Andy: Wie ist es dann hauptsächlich zur Effizienzsteigerung bei den Kunden?

Andy: Oder ist es auch für dich gut, weil du viel weniger Support-Tickets bekommst,

Andy: weil alle immer erst mal bei der INA landen?

XXXX: Also die INA ist mit dem sogenannten RAG ausgestattet. Das heißt,

XXXX: sie hat eine große Wissensdatenbank und das wird mit Sicherheit in Zukunft in den Support einzahlen.

XXXX: Aber Effizienzgewinn, nein. Insofern hängt immer davon ab, was man betrachtet.

XXXX: Also wenn ich bei uns, unser Pensacode ist so aufgebaut, dass es ohnehin,

XXXX: das ist eine ganz flache Hierarchie, das heißt, es gibt keine Funktion,

XXXX: für die mehr als zweimal klicken muss.

XXXX: Das heißt, wenn ich weiß, wo sich was befindet, bin ich schneller,

XXXX: wenn ich klicke, als wenn ich die Hinsicht sagt, bring mich da und da hin oder zeig mir das und das.

XXXX: Effizienz gewinnen dann allerdings sehr wohl in dem Bereich die Fehleranfälligkeit

XXXX: eines Systems, seit das Kind ausgeschlossen ist.

XXXX: Dass es dann vor allem in den Bereich der Prüfungssicherheit geht und vor allen

XXXX: Dingen, wenn es um die Intelligenzleistungen geht.

XXXX: Das heißt also zum Beispiel, dass ich sage, ich möchte eine Analyse fahren,

XXXX: ich möchte gerne wissen,

XXXX: beispielhaft, ich stelle die Arbeitszeiten der letzten beiden Quartale aneinander

XXXX: gegenüber und denen wiederum die Krankzeiten, sagen wir, die Entwicklung in Stunden,

XXXX: 90 Prozent und dann fährt es eine Analyse und das dauert also zwei Minuten und

XXXX: dann hast du eine exakte Aufschlüsselung.

XXXX: Deiner Kosten und oder deine Ursachen und dann kannst du auch sagen,

XXXX: okay, wie sieht es im statistischen Mittel aus und

XXXX: Oder du stellst Wissensfragen, zum Beispiel, was ist denn jetzt eigentlich Phantomlohn?

XXXX: Dann erfährst du das halt und dann musst du halt nicht einen Steuerberater anrufen,

XXXX: irgendwas recherchieren, dich auf Hörensagen verlassen, solche Dinge halt.

Andy: Es ist eigentlich die wirklich intelligente.

XXXX: Leistung im Hintergrund, die spürbare zumindest oder unmittelbar erfahrbare.

Andy: Ja, also es ist okay, ich verstehe, dann hast du diese,

Andy: die Reporting-Beispiele sind wahrscheinlich ganz gut, weil das ist ja was,

Andy: wo ich sonst, muss ich mir ein CSV runterladen und es selber machen oder wenn

Andy: eine SaaS-Anwendung ein Reporting hat, wo ich mir es zusammenklicken kann,

Andy: dann kann ich mir es zusammenklicken.

Andy: Aber das sind ja so die typischen Analysen, die ich sonst gar nicht fahren kann

Andy: oder nur mit viel Aufwand.

XXXX: Ich kenne jetzt keine Software, bei der man einfach irgendwas zusammenklicken

XXXX: kann, sondern da muss man dann schon ein BI-Modell drüber setzen oder Business Intelligence haben.

XXXX: Die sind ja auch nicht billig und die sind auch nicht lückenlos.

XXXX: Und Ina weiß jetzt, sie hat den Zugang zu allen Daten und weiß,

XXXX: wo sie was herziehen muss, wie sie es berechnen muss.

XXXX: Und das brauche ich halt ohne irgendeine Zuarbeit.

Andy: Ich habe gesehen, Enterprise-Pläne habt ihr auch noch im Angebot.

Andy: Was ist so da der Hintergrund? Also sind es dann besonders große Systemgastronomien,

Andy: die nochmal gesondere Anforderungen haben?

Andy: Ist das was, wo du viele Kunden hast oder ist der Großteil der Kunden schon

Andy: in den kleineren Plänen oder im normalen Angebot?

XXXX: Die allermeisten im normalen Angebot, also auch Unternehmen mit vierstelligen

XXXX: Mitarbeitern, weil das reicht, das kann ja alles.

XXXX: Bei Enterprise ist es einfach der spezielle Service Level Agreements,

XXXX: das ist eine dedizierte Datenbank, da gibt es dann auch eine eigene Staff Suite,

XXXX: also da wird das Logo und die Systemfarben vom Unternehmen werden berücksichtigt.

XXXX: Da gibt es auch dann wirklich das, dass das sozusagen auf Unternehmensbedürfnisse hingetrimmt wird.

XXXX: Das ist das, was und es ist deutlich teurer, das ist das, was Enterprise schon

XXXX: vom Rest unterscheidet, aber

XXXX: bei manchen Unternehmen ist es notwendig, aber es sind nicht viele.

XXXX: Oft, auch hier sagen wir dann schon, Enterprise landet immer noch bei mir,

XXXX: wo ich dann schon frage, ist euch das wirklich Spaß wert?

XXXX: Also in anderen Worten, natürlich, aber wenn dann jemand darauf lebt,

XXXX: dann kriege ich das nicht.

Andy: Also ich glaube, du hast ein spannendes Angebot auf jeden Fall.

Andy: Ich glaube, das interessiert meine Hörer jetzt auch.

Andy: Kannst du jetzt was zu sagen oder nicht? Du hast den Kunden ja selber angesprochen

Andy: mit den 1000 Mitarbeitern.

Andy: Wenn du jetzt normal 4 Euro pro Mitarbeiter nimmst für so ein Seed,

Andy: wie muss man das anpassen, wenn der Kunde mit 1000 kommt?

XXXX: Können wir machen, aber das machen wir dann nicht auf Basis einer Monatslizenz,

XXXX: sondern eine Jahreslizenz.

Andy: Dann gibt es eine Anpassung, okay.

XXXX: Dann gibt es eine Anpassung, aber das heißt auch, bei uns ist es ja so,

XXXX: es kann in den ersten vier Wochen, kostet es nichts, der kriegt die gesamten

XXXX: Schulungen alles umsonst und kann jederzeit abspringen und dann nach vier Wochen, allen Tag,

XXXX: zwickert automatisch das Abo-Verhältnis und auch hier wieder kann man jederzeit

XXXX: kündigen, vier Wochen vorbieten.

XXXX: Es ist in vier Wochen zum Monatsende. Immer unter dem Vorsatz,

XXXX: Reisen ist immer ziehen lassen.

XXXX: Und nachdem wir eine Churn-Rate haben, die unter einem Prozent liegt,

XXXX: machen wir nicht vieles falsch.

XXXX: Wenn wir nachlassgewerden, manchmal fragt man natürlich auch jemand,

XXXX: geht hier nicht nur irgendwas, dann sagen wir, naja gut, also welches Feature sollen wir weglassen?

XXXX: Wir haben unsere Preise so kalkuliert, da wirst du nicht von heute auf morgen

XXXX: reif, aber es muss die Kosten decken und bei Enterprise ist es dann,

XXXX: ja, wir sind dann auch mal 20 oder 25 Prozent,

XXXX: hängt immer wirklich von der Unternehmensgröße ab,

XXXX: 25 Prozent eigentlich, ja, 20 Prozent, aber das heißt dann ein Jahr im Voraus

XXXX: und ein Jahr Vertragsdauer.

Andy: Okay, damit du ein bisschen Planungssicherheit hast. Ist dann wahrscheinlich

Andy: aber auch die Regel, dass die größeren Kunden das machen, damit ihr beide Sicherheit habt.

Andy: Die Turn-Rate finde ich interessant, aber du bist ja wahrscheinlich auch schon

Andy: so tief drin von den Prozessen her.

Andy: Wenn du das gut machst, ist wahrscheinlich auch die Hemmschwelle groß, das auszutauschen.

Andy: Da ist ja, glaube ich, auch schon ein Vorteil. Wenn man da mal drin ist und

Andy: es gut macht, dann wechselt man auch nicht so leicht raus. Das muss man die

Andy: Mitarbeiter umschulen, im laufenden Betrieb irgendwann umstellen.

Andy: Ist, glaube ich, nicht so einfach.

XXXX: Ja, wobei, ich denke, dass man diesen sogenannten Lock-in-Effekt,

XXXX: den sollte man nicht überbewerten.

XXXX: Wir haben es laufen schon von anderen Anbietern, von einem in Besonderen, immer wieder Kunden zu.

XXXX: Also die sind ja mit diesen Oberflächen vertraut, die wissen Drag-and-Drop und

XXXX: wie das alles so geht. Entschuldige, ich muss immer wieder husten. Ja, kein Problem.

XXXX: Aber ja, es gibt da schon eine Kundenbindung.

XXXX: Das ist schon, und dann muss, wenn man, wenn jemand, aber je mehr jemanden unzufrieden

XXXX: ist, dann geht er. Punkt.

XXXX: Was anders ist, ist bei Kunden, die sowohl die Software wie auch die Lohnbuchhaltung

XXXX: nutzen, das ist ja nicht nur ein Profitcenter,

XXXX: Und jeder mittelgroße SaaS-Anbieter hat mittlerweile ebenfalls die Lohnabrechnung.

XXXX: Da ist der Login-Effekt größer, weil da muss er ja gleich noch eine neue Lohnabrechnung finden.

XXXX: Und das ist der strategische Vorteil einer Payroll-Einbindung und dann das nationale

XXXX: Ereignis-Profit-Sensor.

Andy: Okay.

Andy: Du hast ein bisschen erzählt, wie du die ersten 17 Kunden erhalten hast,

Andy: nämlich durch Klingebritzen, ganz klassisch.

Andy: Wie ging es dann weiter? Wo hast du die nächsten 100 Kunden gefunden?

Andy: War das dann alles auch noch?

Andy: Vertriebsarbeit, vor Ort gehen? Oder hast du dann schon eine Kaltakquise gemacht?

Andy: Oder andere? Weiß nicht, warst du auf einer Messe? Wo kamen die nächsten 100 Kunden her?

XXXX: Die ganz brutale Kaltakquise. Telefonieren in die Hand nehmen. Runtertelefonieren.

XXXX: 9 von 10 Telefonaten sind Leertelefonate.

Andy: Und funktioniert das heute noch? Also erreichst du telefonisch noch jemanden in der Gastro?

XXXX: Ja, also wir haben ja Marketing ganz, ganz spät für uns entdeckt. Extrem spät.

XXXX: Ich würde es heute tatsächlich zu diesem Unternehmen auch anders aufziehen.

XXXX: Ich würde erst einmal mich, ich würde mit dem MVP aufs Marketing achten und

XXXX: dann eher das Produkt nachziehen, als erst ein möglichst gutes Produkt zu haben

XXXX: und ewig lang nicht zu wissen, wie man es vermarktet.

XXXX: Das würde auch jedem raten. Ist das so zu machen?

XXXX: Nicht unbedingt so fake it till you make it. Das ist nämlich super riskant.

XXXX: Aber wenn man, ich kann ja in der Werbung heute etwas mehr versprechen,

XXXX: als ich heute leisten kann, wenn ich übermorgen liefere.

XXXX: Das meine ich mit Produkt hinterherziehen, weil der Sales Cycle sowieso so lange dauert.

XXXX: Nur deshalb, weil ich heute jemanden anspreche, weil ich heute eine Werbung

XXXX: schalte, treten wir morgen nicht die Tür ein.

XXXX: Das ist gerade bei so einem, wie soll ich sagen, innovationsabversen Branchen,

XXXX: wie zum Beispiel der Gastronomie, da ist so ein Entscheidungszyklus, der dauert.

Andy: Das ist länger.

XXXX: Ja, aber ich sehe, ohne Kalterkrise wird es nicht gehen.

XXXX: Das muss man in der Hose haben.

XXXX: Da muss man bereit sein, rauszugehen, entweder in irgendeiner Form der unmittelbaren

XXXX: Ansprache und sich ein Nein abholen können.

XXXX: Und wer das nicht kann, der hat ein Problem, auch das beste Produkt an den Mann zu kriegen.

XXXX: Du musst die Schneid haben. Das ist eben nicht alles.

XXXX: Auch zu warten, dass die reinkommen, dass die dir zulaufen. Ja,

XXXX: ab und an wird ein Kunde von der Katze zu Hause reingebracht,

XXXX: aber das ist wirklich die Ausnahme.

Andy: Gibt es irgendwelche anderen Dinge, die besonders gut funktionieren?

Andy: Also ich weiß nicht, kriegt irgendjemand Neu-Unternehmensgründung,

Andy: kriegt man ja mit über das Handelsregister.

Andy: Jetzt hast du aber nicht jedes Gastro-Unternehmen wird da eingetragen,

Andy: sondern häufig sind es dann auch so Einzelgewerbe, aber gibt es irgendwie,

Andy: keine Ahnung, kannst du mit der IHK einen Deal machen für alle Gastronomen,

Andy: die starten, die sich da anmelden, dass sie eben eine Werbung von dir kriegen

Andy: oder hast du irgendeine Möglichkeit,

Andy: so einen Starter-Kirt an frische Gastronomen zu schicken, weil du irgendwo mitbekommst,

Andy: hey, da gibt es jetzt eine neue Bar oder ein neues Restaurant.

XXXX: Die Möglichkeiten gibt es, dafür gibt es also auch so Adresshändler,

XXXX: ich nenne das jetzt mal so ein bisschen nicht herablassend gemeint,

XXXX: aber am Ende des Tages kaufst du nichts anderes als die Adressen ein.

XXXX: Aber das heißt ja nicht, dass es dir weniger frustrierend ist,

XXXX: weil du weißt ja nicht, wer hinter diesem Unternehmen steht.

XXXX: Das könnte eine Dünnerpude sein, das könnte ein Pitz-Pub sein oder eine Bar

XXXX: mit drei Mitarbeitern oder es könnte eine Gastronomie mit 45 Mitarbeitern sein.

XXXX: Das heißt, es sagt überhaupt nichts über die Qualität des Leads aus.

XXXX: Die muss man sich erarbeiten. Es gibt schon auch Software, die sowas zur Verfügung stellt.

XXXX: Steelfront zum Beispiel aus quasi jeder Branche.

XXXX: Ich mache gerne mal Werbung für die. Die sind nämlich wirklich gut.

XXXX: Ja, dann geht es darum, irgendjemand muss auf die zugehen.

XXXX: Für Marketing braucht man viel Geld. Wenn man dieses Geld hat zu Anfang,

XXXX: dann sollte man das auch dafür ausgeben mit Augenmaß, aber auf den reinen Effekt

XXXX: von Marketing gründet sich keine erfolgreiche Geschäftsidee.

XXXX: Da muss man echt, das muss man in sich tragen.

XXXX: Man muss bereit sein, sich ein Nein abzuholen und weiterzugehen und Krone aufsetzen,

XXXX: weitergehen und wieder die Krone aufsetzen.

XXXX: Und das ist wie die chinesische Wasserfolter.

XXXX: Da ist es ganz einfach so, je mehr Telefonate, desto mehr Abschlüsse. So einfach ist das.

Andy: Machst du das selber heute auch noch?

XXXX: Nein, ich habe es Jahre lang selber gemacht.

Andy: Ja, ja.

XXXX: Und wenn ich jemandem einen Tipp geben soll, und das mache ich gerne,

XXXX: komme aus der Beratung, das tut mir auch nicht weh.

XXXX: Ich glaube, dass einer der Kernfehler ist, der versucht, ein Produkt über das Telefon zu verkaufen.

XXXX: Will keiner. Wir verkaufen kein Produkt. Wir bitten um einen Termin.

XXXX: Und wir versprechen, wir brauchen nicht mehr als 30 Minuten und entweder sie sagen nachher,

XXXX: ich bin super aufgestellt oder sie sagen, ich setze mich jetzt mit dem Thema

XXXX: auseinander, aber es wird nie verlorene Zeit sein.

XXXX: Wir verkaufen kein Produkt. Wir wollen nur einen Termin.

Andy: Und der Termin ist dann aber remote oder muss da jemand vor Ort gehen?

XXXX: Remote. Nee, nee, das kann man sich nicht leisten.

Andy: Ja, deswegen frage ich. Das ist so meine Erfahrung mit Gastronomen.

Andy: Ja, kannst du mal vorbeikommen und mir das zeigen?

Andy: Dann sage ich so, nee, also das macht ja in der Regel gar keinen Sinn,

Andy: weil da musst du ja fünf Jahre Kunde bleiben, dass du, also was weiß ich,

Andy: bei zweimal acht Euro oder fünfmal acht Euro.

XXXX: Das lohnt sich jetzt gar nicht. Komplett ausgeschlossen, das würde Ihnen sagen.

XXXX: Ja, das war früher schlimmer.

XXXX: Also es war wirklich zum Teil kompliziert. Die haben sich einfach so die Vertreter

XXXX: ins Haus gewünscht, aber das ist jetzt vollkommen aus der wurde geraten.

XXXX: Spätestens seit Corona. Aber das war schon vorher so, dass Einzelne sagten,

XXXX: wenn er nicht kommt, dann will ich auch nichts wissen.

XXXX: Na ja, dann muss er dir jemand anderes machen.

XXXX: Aber spätestens mit Corona hat das aufgehört. Komplett.

Andy: Ich hatte neulich einen SARS-Gast hier, Appointment. Das ist so eine Software

Andy: für die Verwaltung von Physiotherapie-Praxen.

Andy: Und die haben 70 Prozent der Neukunden kommen über Weiterempfehlungen der Bestandskunden.

Andy: Also, Also es kommen trotzdem einige, also es ist nicht so, dass dann sieben

Andy: im Jahr kommen oder zehn und von denen sind sieben dann Weiterempfehlungen.

Andy: Es kommt schon eine gute Menge dann über Weiterempfehlungen.

Andy: Habt ihr sowas auch? Passiert es in der Gastro, dass ich meinem Wettbewerber

Andy: so ein Produkt weiterempfehle, mit dem er effizienter arbeiten kann?

XXXX: Mittlerweile schon. Früher völlig ausgeschlossen, da dachte jeder,

XXXX: das ist ja auch Herrschaftswissen.

XXXX: Ein Schnitzel ist besser als deins, weil, da wird nichts außen getragen und

XXXX: von wegen Umsätze oder irgendwelchen Unterstützungen.

XXXX: Das hat sich eigentlich schon gemackelt.

XXXX: Es gibt mehr Zusammenarbeit, Kollaboration und weniger Futterneid.

XXXX: Dass die Einzelnen immer noch gibt, die meinen, sie hätten das warme Wasser

XXXX: erfunden, die finden wir überall, aber das passiert tatsächlich.

Andy: Und habe ich da jetzt als Pentacode-Kunde was davon, wenn ich es weiterempfehle

Andy: dann? Kriege ich da einen Bonus oder wie macht er sowas?

XXXX: Tatsächlich bisher nicht. Wir werden jetzt aber schon einen weiteren Empfehlungsbonus

XXXX: werden. Wir sind jetzt in der Vorbereitung.

XXXX: Da gibt es nämlich auch noch, es ist nicht einfach nur so, dass jemand Geld

XXXX: kriegt, sondern das Ganze hat ja auch noch

XXXX: einkommenssteuerliche Konsequenzen und da wollen wir jetzt die Leute nicht allein

XXXX: lassen. Deshalb haben wir da ein ziemlich gutes Modell vorbereitet und dass

XXXX: wir uns für die weitere Empfehlung bedanken.

XXXX: Und zwar indem wir auch was zukommen lassen, das dann auch spürbar ist,

XXXX: ohne dass es zu Risiken führt.

XXXX: Aber bisher nicht, sondern es war tatsächlich

XXXX: Punkten, die happy sind, die uns weiterempfehlen und das war unsere Form des

XXXX: Marketings bis vor dem Jahr. Ja, cool.

Andy: Auf was für einem Tech-Stack ist heute aufgebaut, Pentacode?

Andy: Also was für Programmiersprache benutzt du?

XXXX: Bit, Rack, je nachdem. Python. Aber da bin ich eigentlich der falsche Ansprechpartner,

XXXX: weil ich habe das zwar mal studiert, aber wie gesagt, das war zur Dinosaurienzeit.

XXXX: Hat man noch Kobo gewerbt?

Andy: Wahrscheinlich. Oder hat man noch Koboi gelernt.

XXXX: Ja, also

XXXX: Das war ein Lochkartenleser.

Andy: Lochkartenleser, ja. Geil, ne?

XXXX: Und dann Daten ins Leibniz-Rechenzentrum. Ja, ja, ja.

Andy: Du bist, glaube ich, einer, wenn nicht sogar der, also hier mal eine Schweizer,

Andy: ein Schweizer Gast hier, das war witzigerweise ein Adresshändler,

Andy: das war eine AG damals, weil das dort viel weiter verbreitet ist.

Andy: Ich bin mir gerade gar nicht sicher, ich glaube, ich habe jetzt in 156 Folgen, die ich jetzt live habe,

Andy: keine deutsche AG interviewt, vielleicht habe ich sie auch vergessen,

Andy: aber warum hast du eine AG gemacht damals in Deutschland und keine GmbH?

Andy: Ist ja eher untypisch jetzt für ein kleineres Unternehmen, oder?

XXXX: Ja, also eine AG erfordert halt zweimal so viel Stammkapital statt 25.000, 50.000 Euro.

XXXX: Sie hat bestimmte Formverschriften, die hast du bei der GmbH nicht,

XXXX: aber auf der anderen Seite kannst du mit einer AG sehr viel machen,

XXXX: ohne dass du jetzt mal zum Friseur,

Andy: Müsste ich mal wieder.

XXXX: Zum Total laufen musst. Und ja,

XXXX: Und dann, und da war es zu dem Zeitpunkt quasi noch nicht ausgeschlossen,

XXXX: also ob wir da nicht unter Umständen Beteiligungsverhältnisse eingehen,

XXXX: wogegen wir dann kategorischen Entschluss entschlossen haben und dann war vermutlich

XXXX: auch so ein bisschen Eitelkeit, weil eine AG halt dann ein anderes Klangvolumen hat als eine GmbH.

Andy: Ja, es sticht auf jeden Fall heraus, das kann ich sagen. Also sonst hätte ich

Andy: es jetzt ja auch nicht gefragt, weil mir ist aufgefallen, okay.

Andy: Hast du dann, was ist dann deine, bist du ja dann kein Geschäftsführer, sondern Vorstand?

XXXX: Richtig, ich bin auch kein klassischer Angestellter im INGMH-Geschäftsführer.

Andy: Das ist anders, halt.

XXXX: Ich habe einen eigenen Rechtsstatus, ein bisschen aufgereicht.

Andy: Und hast du auch einen Aufsichtsrat dann, oder?

XXXX: Ja, klar.

Andy: Ja, wer macht sowas dann? Sind das dann Mentoren, Freunde, der Notar?

XXXX: Nee, das sind schon, du kannst die alle einsammeln, das können ja auch Familienmitglieder

XXXX: sein, sofern sie volljährig sind, aber nee, das sollten dann idealerweise schon

XXXX: Leute sein, die in der Aufsichtsrat zwar ja auch beaufsichtigen und dann,

XXXX: wenn es denn möglich ist, bitte freundlich.

XXXX: Also so holt man sich jetzt nicht irgendwie irgendjemanden rein,

XXXX: sondern es sollten dann idealerweise Leute sein, die auch eine gewisse Kernkompetenz

XXXX: haben, also der Aufsichtsratsvorsitzende ist ein promovierter Jurist zum Beispiel,

XXXX: die ja auch Hilfestellend sein können.

XXXX: Also ein Aufsichtsrat ergänzt Fähigkeitsmängel von mir durchaus komplementär.

XXXX: Und die sind ja nicht nur, die sie beaufsichtigen, also man muss denen schon

XXXX: Rede und Antwort stehen, aber nachdem meine Beteiligungsgesellschaft ja zu 100%

XXXX: Aktionär ist, habe ich sehr viel Gewicht in der Hauptversammlung.

XXXX: Wie gibt es denn noch über? Ja.

XXXX: Und da hat er sich da auch relativ wenig drin zum Bild. Okay.

Andy: Aber da trifft man sich dann trotzdem einmal im Quartal in der Runde dann noch?

XXXX: Erstens online und dann einmal im Jahr treffen wir uns und das ist dann auch

XXXX: am meisten mit einer Größenverhandlung verbunden. Auch manchmal auf zweimal im Jahr.

Andy: Und die Firma ansonsten, seid ihr jetzt mit Sitz in München,

Andy: mit Büro oder arbeitet ihr remote? Wie ist das heute organisiert?

XXXX: Wir haben ein Büro, in welchem ich mich auch befinde. Wir sind allerdings alle remote.

Andy: Ganz Deutschland oder auch noch weiter? In ganz Deutschland oder hast du auch

Andy: ausländische Angestellte oder europäische?

XXXX: Im Augenblick nee, in Deutschland einer war in Madrid, ist aber nicht mehr der

XXXX: CTO, der arbeitet jetzt asynchron seit zweieinhalb Monaten aus Bangkok,

XXXX: ansonsten sind wir alle verteilt von

XXXX: zwischen München und Flensburg über Berlin und Dresden und Hamburg und Frankfurt

XXXX: und das klacht ganz wunderbar.

XXXX: Das werden wir auch nie mehr ändern. Wir haben so gut wie überhaupt kein Papier.

XXXX: Wir versuchen also wirklich alles möglichst digital umzusetzen.

XXXX: Und lange Zeit hatten wir das Büro nur aus dem Grund, dieses Büro gibt es eigentlich

XXXX: nur deshalb, weil ich nicht zu Hause arbeiten will.

XXXX: Und dann haben wir halt ein paar Arbeitsplätze und die, die in München sind,

XXXX: die kommen halt rein oder kommen nicht rein, das ist egal

XXXX: und das ist natürlich alles Vertrauensarbeitszeit, aber es funktioniert ganz

XXXX: super hat natürlich begonnen wie bei den meisten mit Corona

XXXX: werde ich auch nicht mehr abschaffen, es gibt keine Büropräsenz jetzt zum einen,

XXXX: solange ich was zu sagen habe, nicht geben und das habe ich vorhin schon vor,

XXXX: früher haben wir drüber nachgedacht aber da da hängt der Popo zu tief.

XXXX: Da hatte ich nie den Schneid, es wirklich durchzuziehen und mit Corona hat es

XXXX: sich dann sowieso ergeben.

Andy: Normalisiert. Warum kannst du zu Hause nicht arbeiten oder willst du es strikt getrennt haben?

XXXX: Also es hilft, wenn man es trennt. Ich weiß nicht, wie es anderen geht,

XXXX: aber zu Hause da laufen mindestens 10 Minuten am Tag zum Kühlschrank.

XXXX: Das mache ich hier im Büro nicht.

XXXX: Außerdem gibt es dann einfach so, das ist ein Cut-Off. Wenn ich hier rausgehe,

XXXX: fahre 10 Minuten mit dem Rad, um zu Hause zu sein oder ich gehe mit dem Hund

XXXX: 25 Minuten nach Hause, dann ist es wirklich, dann höre ich hier zu arbeiten

XXXX: auf und komme zu Hause an und

XXXX: arbeite nicht, es sei denn, ich entscheide mich dazu.

XXXX: Wohingegen, wenn es nur zu Hause stattfindet, es wird über den ganzen Tag geschmiert

XXXX: und da ist überhaupt keine richtige Abgrenzung mehr und ist einfach nicht mein Ding.

Andy: Du hast vorhin kurz angesprochen, dass es die AG gab, weil du dir überlegt hattest,

Andy: auch Kapital oder Beteiligung reinzuholen, hast dich dann aber irgendwann dagegen entschieden.

Andy: Gab es da so einen Moment, wo du irgendwie woanders gesehen hast,

Andy: wie eine Beteiligung schiefgelaufen ist?

Andy: Oder hast du gemerkt, das funktioniert so, auch wenn ich das Bootstrappe,

Andy: auch wenn es den Begriff da vielleicht noch nicht gab?

Andy: Was war so dieser Mindset-Auslöser dafür, das aus eigener Kraft zu schaffen?

XXXX: Ich habe mir anfangs nach meiner eigenen Zielfinanzierung mal umgeguckt,

XXXX: was ist da so, da gibt es ja auch so Agenturen, die sowas vermitteln und so

XXXX: und mit ein paar Leuten Gespräch führen.

XXXX: Da kam mir einfach so der Gedanke, ich habe mir da auch mal wirklich eingelesen,

XXXX: wie die Mechanismen so funktionieren.

XXXX: Und wie gesagt, Software ist ja ganz was anderes als Unternehmensberatung oder Gastronomie.

XXXX: Komplett anders. Und das habe ich auch immer so begriffen, so nach dem Motto,

XXXX: also mein Erfahrungsschatz von früher, der gilt hier nur bedingt.

XXXX: Also setz dich mal am besten mit den Mechanismen, den wirtschaftlichen Mechanismen

XXXX: auseinander, die dahinterstehen.

XXXX: Ist ja alles schön, dann kriegst du Geld und dann hast du eine Cashburn-Rate

XXXX: und dann soll aber auch das Wachstum der Cashburn-Rate entsprechen und dann,

XXXX: wenn das nicht der Fall ist, dann auf einmal kommt eine neue Finanzierungsrunde

XXXX: und dann hast du auf einmal wahnsinnig viel Ärger.

XXXX: Und ich bin der feste Überzeugung, dass wenn ich mich Finanzpartner erinnerte,

XXXX: dann gäbe es das Unternehmen gar nicht mehr.

XXXX: Man sieht ja immer nur die Leuchttürme, die es schaffen und was man nicht sieht,

XXXX: weil die meisten wegschauen, ist dahinter ein riesengroßer Friedhof und zwar von wirklich guten

XXXX: Geschäftsideen, die es einfach nicht geschafft haben, weil die falschen Signale

XXXX: gesetzt haben, den falschen Ehrgeiz

XXXX: am falschen Ort und das

XXXX: Ja klar, 3 Millionen hört sich nach viel an, aber das kann ganz flach bei wenig sein.

XXXX: Und ganz ehrlich, dann kann ich es mir leisten.

XXXX: Und ich wollte unbedingt meine Unabhängigkeit und lieber riskierend Geld als eine Geschäftsidee,

XXXX: weil sich die jemand anderer dann möglicherweise auch unter den Nagel reißt

XXXX: oder sich einfach einstampft. Und ich kann nichts dagegen tun.

XXXX: Wenn man jetzt nicht sehr viel Geld braucht, würde ich sagen,

XXXX: lieber die Verwandtschaft anpumpen als ein Business Angel.

Andy: Ja, echt? Okay. Hast du das machen müssen, mal zwischendurch die Verwandtschaft anpumpen?

XXXX: Nee, nee. Das war nur mit der ersten und er mit der ersten Gründung.

XXXX: Aber auf jeden Fall geholfen.

XXXX: Nee, das konnte ich selbst finanzieren.

Andy: Was ich auch immer ganz gerne frage, gab es irgendwie jetzt auch vielleicht

Andy: zum Anfang der Gründung, gab es irgendwelche Fuck-Up-Momente,

Andy: wo du kurz davor warst hinzuwerfen, weil irgendwas gravierend schiefgegangen ist?

Andy: Oder hat dich die Gastro damals schon so abgehärtet, dass das eher einfach war

Andy: mit Software im Vergleich zu Gastro?

XXXX: Also sagen wir mal so, der Vorteil von Software ist, man hat es mit wesentlich

XXXX: weniger Menschen zu tun.

XXXX: Gastronomie ist das, was man People-Driven nennt.

XXXX: Du hast einen Laden, dann hast du 70 Mitarbeiter, in den Laden laufen jeden

XXXX: Tag 350 Gäste rein, das ist eine permanente, das ist eine große Melanze.

XXXX: Und die größten Probleme hast du nicht bemerkt, sondern die größten Probleme

XXXX: hast du mit dem Mitarbeiter.

XXXX: Das ist wirklich, wenn man sagt, also das war nach 15 Jahren,

XXXX: war das ein Bad ins Stahlgebieter und das alles andere ist dann leichter.

XXXX: Verkauf-Momente gab es,

XXXX: aber nie von der Natur, dass ich mir sagte, jetzt schmeiße ich alles auf, will ich nicht mehr.

XXXX: Sondern das war dann eher so, okay, gibt es ja Fortführungsprognosen,

XXXX: die mich veranlassen, jetzt trotzdem nochmal die Viertelmillion reinzuschmeißen.

XXXX: Das war dann eine Güterabwägung. Und dann muss man auch ganz ehrlich sagen,

XXXX: da war irgendwann mal so viel Geld drin, dass ich mir sage, also entweder du

XXXX: verlierst jetzt, keine Ahnung,

XXXX: eineinhalb Millionen, oder sagst, das ziehe jetzt aber durch,

XXXX: jetzt möchte ich es dann doch wissen, wird es gehen nochmal was?

XXXX: Und dann ist halt am Ende, Gott sei Dank, alles gut gegangen.

Andy: Nimmst du mittlerweile auch das Geld und investierst in andere Geschäftsmodelle?

Andy: Also alles bleibt in der Firma und zwar als sie privat aus, und den Rest reinvestierst du?

XXXX: Ich kriege mein Gehalt und ansonsten dient alles das der Weiterentwicklung als

XXXX: KI-Implementierung, das kann man sich vorstellen, das kostet wirklich viel Geld

XXXX: Das ist eine sehr aufwendige Angelegenheit.

Andy: Du musst es auch betreiben.

XXXX: Das bleibt in der Firma.

XXXX: Wenn ich ein Unternehmen gründe, kommt irgendwann einmal der Punkt,

XXXX: an dem das Unternehmen auch mir dienen muss.

XXXX: Man kann das ja nicht nur altruistisch betreiben, so Hauptsache der Firma geht es gut.

XXXX: Mein Vater und Großvater waren Unternehmer, die dachten zum Teil echt noch so.

XXXX: Ich denke auch, am Anfang musst du echt, wie immer, Ob es eine Beziehung ist,

XXXX: ein Geschäft, ein Geschäft, das sie aufziehen muss, man ist erstmal aufgefordert zu investieren.

XXXX: Und zwar ohne, dass man sofort einen Return verlangt.

XXXX: Aber irgendwann sollte die Liebe erwidert werden.

XXXX: Das sollte man halt mit Augenmaß dann machen. Und wenn man das einigermaßen

XXXX: so richtig auszurüttet, und eine Idee, eine Geschäftsidee, die nicht völlig

XXXX: mit dem Klammerbeutel gepudert ist, dann geht es sogar so halt schon auch ganz gut.

Andy: Wie siehst du generell den Einfluss von KI jetzt in der SaaS-Branche?

Andy: Jetzt gibt es ja nicht nur Lovable und die ganzen Klone, mit denen man so Apps bauen kann.

Andy: Denkst du, dieses Jahr kommt noch jemand mit einem Vibe-Coded-Personalmanagement

Andy: für die Gastro-Branche raus?

Andy: Ist das eine Gefahr für dich oder ist das alles nicht so einfach,

Andy: wie man so auf LinkedIn und in der Presse sonst so liest?

XXXX: Ja, White-Coded heißt so nach dem Wort Baum eine Software. Ja.

XXXX: Ne, wird nicht kommen. Und was KI-gestütztes Personalmanagement anbelangt,

XXXX: da sind wir meines Wissens die ersten einzigen. Und zwar ist der Grundstand.

XXXX: Also, insofern haben wir einen technologischen Vorsprung.

XXXX: Ja, wie klein ist das, das wird sich herausstellen, das wird irgendwann der Zweite kommen.

XXXX: Dann sehen wir, wie klein oder große waren.

XXXX: Aber wenn da einer heute nicht damit angefangen hat, dann wird das in drei Monaten,

XXXX: kriegt er das nicht auf die Beine.

Andy: Ja, ich glaube, aber es ist nicht so einfach. vor allem bei so Dingen, die,

Andy: mit Regularien zu tun haben, wie du jetzt, egal ob jetzt das Arbeitszeit ist,

Andy: dann Zuschläge, was weiß ich, was es alles gibt, das ändert sich ja dann auch

Andy: und man muss es immer anpassen und das ist, glaube ich, nicht so einfach, so was,

Andy: so schnell nachzubauen.

XXXX: Ja, das macht ja KI dann, die

XXXX: Die weiß das ja, also Änderungen und hinterlegt es dann auch automatisch und so.

XXXX: Ja, hoffentlich sind es richtig. Die ändern nichts beim Anwender,

XXXX: aber sie sagt, Vorsicht, der Mindestlohn steigt oder irgendeine Fristen haben

XXXX: sie geändert oder dergleichen.

XXXX: Das ist das Schöne von KI, eines der schönen Dinge.

Andy: Jetzt hast du ein bisschen erzählt, dass du investiert hast in die KI bei der

Andy: Entwicklung und so weiter.

Andy: Kannst du Pentacode in Europa irgendwo, also ich habe gesehen,

Andy: Deutschland, Österreich ist gerade Markt.

Andy: Ist der noch groß genug, dass du da noch ordentlich wachsen kannst oder gibt

Andy: es irgendwann eine Internationalisierung?

XXXX: Das kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Klar, die Schweiz,

XXXX: der klassische Dachraum, aber ob die Schweiz so lukrativ ist, das weiß ich gar nicht.

XXXX: Man muss ja ganz ehrlich sagen, in osteuropäischen Ländern, das sind die Einhaltung

XXXX: der Regularien anbelangt, wesentlich weiter als wir.

XXXX: Also in Polen, Tschechische Republik, Slowenien und so, dagegen,

XXXX: also, da wird riesig groß vorgegangen und die haben auch tatsächlich einen ziemlich

XXXX: hohen Technologisierungsgrad.

XXXX: So was die Kassen anbelangt, wie auch so jede Form des Erfassungssystems.

XXXX: Ob, ich denke, der Markt in Deutschland ist wirklich im Augenblick groß genug,

XXXX: da sind wir noch weit weg von der Verdrängung.

XXXX: Dummerweise, muss ich fast sagen, ist so eine HR-Software

XXXX: hat eben sehr viel mit dem Rechtsraum zu tun und mit Steuergesetzgebung und

XXXX: mit Sozialversicherungsrecht und so.

XXXX: Und dann ist es zwar bei uns Arbeitslosen-Kranken-Renten-Versicherungen,

XXXX: in Italien heißt es IMSS-Ina-IRPEF, aber es ist trotzdem wieder ganz was anderes.

XXXX: Das heißt, wenn wir internationalisieren würden, dann nur mit unserem Systempartner.

XXXX: Wir haben die Erfahrung gemacht, wie schwierig das schon ist in Österreich.

XXXX: Und schwieriger wird es auch nicht. Wir sprechen die gleiche Sprache,

XXXX: aber die haben über 700 Kollektivverträge.

XXXX: Da wird auch noch zwischen Arbeiter und Angestellter unterschieden.

XXXX: Und hätte ich alles gewusst, hätten wir es nicht gemacht. Ich glaube,

XXXX: da wäre es leichter gewesen, nach Italien zu gehen.

XXXX: Aber nur mit einem Systempartner. Also eine eigene Entwicklung und einen eigenen

XXXX: Vertrieb in einem anderen Land aufzubauen.

Andy: Schwierig. Ja, mit Italien sind wir scheinbar jetzt schon beschäftigt,

Andy: haben wir so ein bisschen gehört. Okay, ich bin mal gespannt, was da noch kommt.

Andy: Wenn du jetzt zurückschaust auf die letzten 10, 12 Jahre, welche Faktoren waren

Andy: zurückblickend dann maßgeblich verantwortlich für den Erfolg, den du jetzt hast?

Andy: Du hast von einem auf 22 Leute das aufgebaut.

Andy: Wir haben vorhin über die Kundenzahl gesprochen, die Mitarbeiter,

Andy: die du selber hast und die ihr verwaltet sozusagen. Das ist ja auch ein ganz schöner Erfolg.

Andy: Was waren so zwei, drei Dinge, wo du sagst, wenn jetzt ein Zuhörer die hört,

Andy: die soll er sich abschneiden?

Andy: Was war maßgeblich für einen Erfolg verantwortlich?

XXXX: Eigentlich gar nicht so sehr irgendwelche Dinge, die mit der Software oder der

XXXX: Organisation selbst zu tun haben.

XXXX: Also man braucht schon eine, man sollte eine Vorstellung entwickeln von Wachstum.

XXXX: Diese Pains of Growth. In der Gastronomie macht es einen Unterschied,

XXXX: ob ich ein, zwei, drei, fünf oder zehn habe, weil sich die Organisation verändert.

XXXX: Wenn ich über Mitarbeiter in einem Haus wachse, dann wie jetzt bei uns,

XXXX: dann ändert sich das ebenfalls, dieses schnelle, wie soll ich sagen,

XXXX: agile, muss die Bahne gelenkt werden.

XXXX: Aber das ist eine Frage, das ist eine Frage der organisatorischen Übersicht

XXXX: und dass man sich selbst immer so ein bisschen in Frage stellt,

XXXX: Oder funktioniert das jetzt noch so, wie es funktionieren sollte oder bin ich

XXXX: an einem Punkt, an dem ich es jetzt eigentlich anders organisieren sollte.

XXXX: Aber das sind relativ große Schritte. Das passiert nicht von einem auf zwei auf fünf Mitarbeitern.

XXXX: Das ist halt dann, wenn es einmal zweistellig wird oder so. Wobei,

XXXX: sagen wir mal, es gibt andere Unternehmen, die sind deutlich schneller gewachsen,

XXXX: auch in anderen Branchen, durch andere Möglichkeiten, wie auch immer.

XXXX: Also das Wachstum von 1 auf 22, weil jetzt sechs Jahre ist jetzt nichts,

XXXX: was man sich groß an die Brust hängen darf. Nur um das einmal im Erfolg zu relativieren,

XXXX: ich bin happy, aber es ist nicht so, dass ich sage, okay, hey,

XXXX: jetzt ist der zweite Bill Gates.

XXXX: Aber ich denke, dass also wenn man eine gute Geschäftsidee hat und von dieser

XXXX: wirklich überzeugt ist, da sind eigentlich andere Faktoren entscheidend.

XXXX: Das ist der Person in dem Wohnen. Da sollte man sich selbst hinterfragen.

XXXX: Also habe ich die Zuversicht?

XXXX: Über einen langen Zeitraum.

XXXX: Bin ich widerstandsfähig, also resilient, bin ich frustrationstolerant.

XXXX: Gebe ich nicht schnell auf.

XXXX: Die drei Sachen, die sollte man haben. Wer schnell frustriert ist, wer dazu neigt, bei

XXXX: Vervielentscheidungen oder bei widrigen Umständen dann aus eher so einer negative

XXXX: Sicht auf Dinge zu entwickeln, der sollte sich wirklich fragen,

XXXX: ob er sich das antun will, weil

XXXX: Ich glaube, dass das eine der Grundvoraussetzungen für ein gutes Unternehmertum,

XXXX: das bringt die Person mit,

XXXX: abseits von der Geschäftsidee als solcher, das ist die Zuversicht nach vorne

XXXX: und der Glaube an sich selbst.

XXXX: Das hört sich jetzt ein bisschen nach Kalenderspruch an, aber das ist wirklich meine.

XXXX: Ich weiß, was du meinst.

Andy: Das kam jetzt ja auch raus mit deiner Kaltakquise-Thematik vom Anfang, die wir hatten.

Andy: Wenn man sich da gleich entmutigen lässt, dann ist es vielleicht auch das Falsche.

Andy: Lorenz, das war jetzt ein langes Gespräch. Vielen Dank schon mal dafür.

Andy: Ein, zwei Fragen noch am Ende, wo ich ganz gern stelle, wie tust du aktuell?

Andy: Hat sich dein Arbeitsalltag jetzt geändert, jetzt wo die Firma schon ein bisschen

Andy: größer ist, nicht mehr so alles an dir hängt vielleicht?

Andy: Hast du mittlerweile geregelte Arbeitszeiten? Ist das noch so gastromäßig,

Andy: weil du der Gründer bist, der noch am Sonntag arbeitet?

Andy: Oder ist das so ein bisschen geregelter alles?

XXXX: Ich arbeite am Sonntag. Ich arbeite zwar gerne, weil da werde ich nicht erreicht.

Andy: Ich habe meine Ruhe.

XXXX: Ich habe meine Ruhe. Meistens mache ich am Samstag wirklich tatsächlich nichts.

XXXX: Und ich sehe so, dass ich, ja, ich arbeite jetzt keinesin 80 Stunden mehr.

XXXX: Ich komme mit Sicherheit nach meine 50 Stunden. aber ich verteile die über die

XXXX: Woche verteilt, so wie ich das will und das heißt, meine Arbeitstage sind nicht

XXXX: zwangsläufig länger, die sind eher kürzer. Ich schmier's mir sozusagen über eine Woche.

XXXX: Und die Natur der Arbeit hat sich geändert. Ich bin Gott froh,

XXXX: dass ich keine Kalterkrise machen muss.

XXXX: Nicht mehr, habe es lange genug gemacht. Ich mache nur mehr selten Online-Demos und so.

XXXX: Es tun sich dann neue Dinge auf, die gemacht werden müssen, die dann einfach viel Spaß machen auch.

Andy: Okay.

XXXX: Vielleicht könnte es sein, oder so, man sollte keine Angst vor Arbeit haben.

Andy: Ja, das ist, glaube ich, normal. Also wenn man Gründe, das darf man sowieso

Andy: nicht haben. Und wenn du jetzt mal nicht arbeitest, wie erholst du dich privat?

XXXX: Ich mache Sport, ich mache jeden Tag Sport. Ich mache zwar keinen Kampfsport

XXXX: mehr, weil ich einfach keinen Bock mehr habe, immer wieder offene Knöchel zu

XXXX: haben oder blaues Auge oder dergleichen.

XXXX: Aber ich mache Sport, ich lese, ich spiele Cello, ich habe zwei Kinder,

XXXX: die sind zwar jetzt 18, die machen mir Arbeitersfreude, aber die machen doch viel Freude.

Andy: Ja, bestimmt, weil mit 18 hört man Podcasts an, wahrscheinlich.

XXXX: Ja, aber ich weiß nicht, ob sie den alten Herrn hören wollen. Ja, ja, ja.

XXXX: Ich bin ja auch seit 25 Jahren verheiratet.

XXXX: Ich habe eigentlich ein cooles Privatleben, das in gewisser Weise auch nie zu kurz gekommen ist.

XXXX: Also da habe ich immer drauf geachtet. Es ist ja nicht unbedingt,

XXXX: ich muss ja nicht zehn Stunden mit Leuten zusammen sein, um Qualitätszeit zu

XXXX: haben, sondern nur wenn ich die zwei Stunden habe, dann muss ich ja die zwei

XXXX: Stunden fokussiert sein.

XXXX: Da kann ich nicht nach Hause kommen und sagen, ach, ich bin zu müden.

Andy: Und kannst du noch normal Abendessen gehen, ohne dich dafür zu interessieren,

Andy: welches System Astronomie das Restaurant nutzt, indem du zum Abendessen hingehst?

XXXX: Oh, absolut. Also da habe ich komplett aufgehört, das hat schon lange meine Frau übernommen.

XXXX: Ich habe da früher natürlich darauf geachtet, wie bewegen sich die und so weiter.

XXXX: Das interessiert mich überhaupt nicht mehr.

XXXX: Solange das Essen, solange das Ambiente cool ist, das Essen schmeckt und der

XXXX: Kellner freundlich ist, da können wir keine Mahler probieren.

Andy: Alles klar. Ja, Lorenz, vielen, vielen Dank für diese inspirierende Geschichte

Andy: und dass du hier so offen und ehrlich geteilt hast, wie so deine Reise war und

Andy: ich hoffe, es ist für den einen oder anderen was dabei.

Andy: Ich bin mir sicher, dass was dabei ist und dann wünsche ich dir weiterhin viel Erfolg und vielen Dank.

XXXX: Ich danke dir, Andreas. Ich weiß, ich habe die Zeit etwas überdehnt,

XXXX: aber ich dachte immer, naja, du kannst mir einbremsen.

Andy: Ja, ja, ich hätte dich dann eingebremst, alles in Ordnung.

XXXX: Vielen Dank für die Gelegenheit. Ja, sehr gerne. Ich würde mich freuen,

XXXX: wenn jemand das mitnimmt.

Andy: Alles klar, danke dir.

XXXX: Ciao. Bis dann. Ciao, ciao.

Andy: Ja, und das war es ja auch schon wieder, die Folge 158 von Happy Bootstrapping.

Andy: Wie hat es dir denn gefallen? Hast du bis zum Ende gehört? Schick mir doch gerne

Andy: dein Feedback an hallo at happy-bootstrapping.de oder nutze das Kontaktformular auf der Website.

Andy: Gerne kannst du auch bei YouTube einen Kommentar hinterlassen.

Andy: Da ist das Video nämlich jetzt auch drin und ich glaube, das Outro nehme ich

Andy: jetzt zum zwölften Mal auf, weil es Riverside irgendwie immer abgeschnitten hat.

Andy: Aber das wird schon, ich muss mich nur ein bisschen umgewöhnen.

Andy: Ansonsten nicht vergessen, den Branding Workshop mit Storyclass,

Andy: den ich wirklich sehr empfehlen kann.

Andy: Den Link findest du in den Shownotes und auf die Folge nächste Woche freue ich mich ganz besonders.

Andy: Da habe ich mit dem Alex Schäfer von CarRanger gesprochen. Das ist ein YouTube-Channel,

Andy: deswegen geht es jetzt hier auch auf YouTube.

Andy: Und der Alex hat das seit 2017 aufgebaut mit CarContent, also CarRanger logischerweise.

Andy: Neuen Autos, älteren Autos, Klassikern und hat da ein Geschäft nebenher aufgebaut

Andy: und machte seit Herbst dann Vollzeit, seit letztem Herbst.

Andy: Und das fand ich natürlich super interessant. und deswegen hat es mich sehr

Andy: gefreut, dass er zugesagt hat.

Andy: Also hören nächste Woche unbedingt rein in die Folge 159.

Andy: Bis dahin, mach's gut.

XXXX: Ciao, ciao.

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