Weinwunder bootstrapped: Weine, die es in Deutschland nicht gibt (#157)
Shownotes
In Folge 157 von Happy Bootstrapping spreche ich mit Andreas Krause, der Ende 2021 weinwunder gegründet hat – einen Online-Weinshop mit Weinen, die in Deutschland nicht erhältlich sind. Der Eventmanager betreibt das Ganze als Family Business mit seiner Lebensgefährtin nebenberuflich und macht aktuell bis zu 50.000 Euro Umsatz im Jahr bei 60 Artikeln im Portfolio.
Die Gründung begann in der Pandemie, als Andreas' Eventbranche komplett brach lag. Mit seiner Passion für Wein und der Erkenntnis, dass er nur mit Alleinstellungsmerkmal im Haifischbecken eine Chance hat, startete er mit drei Weinen. Heute hat er Weine aus Spanien, Italien, Deutschland und arbeitet an Frankreich – alles bootstrapped aus Eigenmitteln.
Andreas teilt offen, warum er nach drei Jahren über externe Finanzierung nachdenkt. Sein Ziel: 2026 ausweiten, 2027 profitabel werden. Außerdem spricht er über seine vier Säulen-Strategie und dass Leidenschaft wichtiger ist als schneller Profit.
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Transkript anzeigen
Andy: Hallo und herzlich willkommen zu Folge 157 von Happy Bootstrapping.
Andy: In der heutigen Folge spreche ich mit meinem Namensvetter, dem Andreas Krause,
Andy: und der hat Ende 2021 Weinwunder gegründet.
Andy: Bei Weinwunder gibt es Weine, und zwar Weine, die du in Deutschland oder Spanien,
Andy: Italien und Frankreich sonst nicht so einfach bekommst von speziellen Weingütern,
Andy: die er selber kuratiert hat.
Andy: Und er ist eigentlich Eventmanager und macht das Ganze als Family Business mit
Andy: seiner Lebensgefährtin nebenberuflich.
Andy: Auch solche Storys finde ich ja immer cool und ja, hat aktuell ein bisschen
Andy: mehr wie 60 Artikel im Portfolio, glaube ich.
Andy: Und er hat es natürlich angefangen, während die Eventbranche,
Andy: während Corona komplett brach lag.
Andy: Da musste man ja irgendwas machen und da haben wir ein bisschen drüber gesprochen,
Andy: wie kann man eigentlich heute noch einen Weinshop starten?
Andy: Ich habe selber auch mal einen Weinshop gemacht, das ist auch schon eine ganze
Andy: Weile her Und da habe ich natürlich viele Fragen dazu gehabt,
Andy: wie er das jetzt heute macht,
Andy: warum und woher die Leidenschaft kommt, die für den Andreas wichtiger ist als der schnelle Profit.
Andy: Am Ende der Folge findest du einen Gutscheincode, sind auch wie immer alle Sachen
Andy: verlinkt in den Shownotes.
Andy: Da findest du den Shop und Pakete und alles andere, was es gibt.
Andy: Genau, so, bevor es jetzt direkt losgeht, wie immer der Hinweis in eigener Sache.
Andy: Du kannst gerne den Podcast bewerten, es wird mir wirklich sehr viel weiterhelfen
Andy: oder den auch weiterempfehlen, teilen, was auch immer.
Andy: Und wenn du magst, kannst du mir gerne auch Gästevorschläge oder Feedback zum
Andy: Podcast über happy-bootstrapping.de schicken.
Andy: Da gibt es ein Kontaktformular, aber du kannst auch den Newsletter zum Podcast abonnieren.
Andy: Ansonsten, Happy Bootstrapping wird präsentiert von wemanage.de.
Andy: Das ist meine eigene Firma, die ich auch bootstrappe.
Andy: Und da helfen wir mit Cloud-Kosten-Optimierung, ganzheitlichem Betrieb von Web-Applikationen,
Andy: egal ob SaaS oder E-Commerce.
Andy: Wenn du irgendwelche Challenges hast mit Security, mit Kosten,
Andy: dann melde dich auch gern einfach bei mir.
Andy: Link ist auch in den Shownotes. Dann geht es jetzt direkt los mit der Folge
Andy: mit Andreas und mir. Viel Spaß!
Andy: Guten Morgen, Andreas, und herzlich willkommen bei Happy Bootstrapping.
XXXX: Ja, guten Morgen auch, Andreas. Danke, dass ich deine Zeit in Anspruch nehmen
XXXX: darf oder andersrum, dass du mir die Zeit gönnst und mich hier so ein bisschen interviewst.
Andy: Ja, klar, gern. Ich bin sehr gespannt. Damit die Hörer wissen,
Andy: wer du bist und was du machst, erzähl doch mal in zwei, drei Sätzen,
Andy: mit was du dich aktuell beschäftigst.
XXXX: Zwei Dinge. Ich bin ursprünglich Projektmanager im Eventbereich,
XXXX: mache Großprojekte oder habe Großprojekte
XXXX: gemacht, unter anderem für die Volkswagen-Gruppe und diverse mehr.
XXXX: BMW, viel Automobil tatsächlich, Bayer.
XXXX: Und seit der Pandemie ist das alles ein bisschen anders geworden,
XXXX: logischerweise. und habe mich während der Pandemie damit auseinandergesetzt,
XXXX: was kann man denn alternativ machen und habe Ende 2021 einen Online-Weinshop
XXXX: gegründet namens Weinwunder.
XXXX: Und den betreibe ich jetzt immer noch mehr oder weniger nebenberuflich,
XXXX: aber mit der Intention, das Ganze auf Sicht professionell und hauptberuflich zu bestreiten.
Andy: Weinwunder ist ja ein starker Name, sage ich jetzt mal. Ich habe gesehen,
Andy: tolle Tropfen, die du sonst nirgends bekommst, Aber kannst du in ein,
Andy: zwei Sätzen noch ein bisschen erzählen, was ist anders bei Weinwunder oder was bekomme ich für Weine?
XXXX: Also relativ einfach. Das stand jetzt im Portfolio, da gibt es zwei Ausnahmen,
XXXX: aber ansonsten alles Weine, die in Deutschland gar nicht erhältlich sind ansonsten
XXXX: oder aber nicht mehr erhältlich sind.
XXXX: Nicht mehr bezieht sich hauptsächlich auf die deutschen Weine.
XXXX: Das sind also Jahrgänge, die quasi ausgelistet sind bei Händlern,
XXXX: bei dem Weingut selbst, die online von denen nicht mehr angeboten werden,
XXXX: die wir dann quasi in unser Portfolio nehmen.
XXXX: Natürlich nicht einfach blind, nur weil sie nicht mehr gelistet sind,
XXXX: sondern natürlich mit dem Qualitätsanspruch, dass das in unser Portfolio auch passt.
XXXX: Und wir sind da sehr überzeugt von, dass das so ist.
XXXX: Ja, das ist so der...
Andy: Da kommen wir später noch drauf, was solche Weine dann ausmacht.
Andy: Wenn ich es richtig verstanden habe, machst du es gerade nebenberuflich,
Andy: aber ich frage trotzdem mal so, wie groß ist es ungefähr, wie viel Weine hast
Andy: du im Angebot, machst du es alleine, gibt es noch jemanden, der dir hilft und
Andy: kannst du so grob sagen, wie so eure Umsätze sind?
XXXX: Ja, klar. Also ich mache das hauptsächlich alleine.
XXXX: Wir nennen es ja Family Business. Warum? Weil die Idee ist ja gemeinschaftlich
XXXX: geboren, mit meiner Lebensgesellschaftin zusammen damals und die das auch unterstützt.
XXXX: Sie macht so ein bisschen das ganze Thema Facebook und Instagram,
XXXX: begleitet das und hat natürlich auch bei der Auswahl der Weine ein Mitspracherecht.
XXXX: Jetzt sind unsere Geschmäcker durchaus verschieden, was natürlich gar nicht schlecht ist.
XXXX: Einfach um das noch ein bisschen zu gucken, dass wir da in die richtige Richtung
XXXX: laufen mit unserer Auswahl.
XXXX: Aber das Operative an sich, also Kommunikation, was jetzt E-Mails und so weiter
XXXX: mit den Weingütern angeht, die Auswahl Weingüter, die wir erstmal zum Verkosten
XXXX: überhaupt ansprechen, etc.
XXXX: Besuch der Weingüter und so weiter und so weiter, das mache alles ich.
XXXX: Nebenberuflich heißt, ich versuche das so ein bisschen auszutarieren,
XXXX: je nachdem wie meine Auftragslage ist in meinem alten Shop, in Anführungszeichen,
XXXX: den ich ja jetzt kurz oder lang auch gerne drangeben möchte,
XXXX: ist die Aktivität für Weinwohner dann entsprechend mehr oder weniger.
XXXX: Ich würde das, wie gesagt, gerne auch perspektivisch 2026 insbesondere ausweiten
XXXX: und dann auch in die Richtung schieben, dass wir bestenfalls 2027 profitabel sind.
XXXX: Das sind wir natürlich noch nicht, weil wir das Ganze bis dato querfinanzieren
XXXX: heißt aus Eigenmitteln bestreiten.
XXXX: Und der Umsatz, den wir erzielen, der liegt zwischen, also 2024 war etwas stärker
XXXX: als 2025, kommen wir vielleicht nachher mal drauf, der liegt zwischen 30.000
XXXX: und 50.000 Euro im Jahr. Das ist also sehr überschaubar.
XXXX: Aber mit den jetzt momentan 60 Artikeln im Portfolio, wir haben jetzt auch ein
XXXX: Öl, also Olivenöl dabei.
XXXX: Wir verstärken jetzt die Sparte Schaumwein, haben einen Spritz mit aufgenommen aus Italien.
XXXX: Ein sehr, sehr gutes Produkt, der so ein bisschen in die Richtung Aperol geht.
XXXX: Aber eben ein Schaumwein ist eigentlich und versuchen da sukzessive eben dieses
XXXX: Portfolio zu verbreitern.
XXXX: Auch was die angebotenen Länder angeht, Spanien war der erste Schwerpunkt,
XXXX: dann jetzt Italien und Frankreich ist gerade dran.
XXXX: Also ich bin gerade dabei, mit einem Winzer aus Bordeaux da ins Geschäft zu kommen.
XXXX: Das stellt sich jetzt die nächsten 14 Tage raus, ob das klappt oder nicht.
XXXX: Hängt an verschiedenen Faktoren. Aber das ist so die Tendenz auch für 2026,
XXXX: Portfolio verbreitern oder kompletieren, sagen wir mal so, und das Ganze so
XXXX: aufzustellen, dass man sagt, okay, Weinwunder rufe ich auf im Netz und da gibt
XXXX: es halt eine Auswahl von Weinen, wo auch mich irgendeiner oder zwei oder drei ansprechen.
XXXX: Und da gibt es nicht nur einen Riesling und weiß ich nicht, einen Pinot Grigio
XXXX: und einen Rioja, sondern das Ganze ist so bestellt, dass man uns als relevant
XXXX: erachten kann, ja, das ist so das Ziel.
XXXX: Und dann darüber hinaus das Ganze ausbauen und 2027 profitabel machen, ist so die Ausrichtung.
Andy: Wie bist du auf die Idee gekommen, das nochmal zu starten? In deinen Shops gibt
Andy: es ja unzählige online, es gibt ganz viele verschiedene.
Andy: Was war so deine Motivation, dann 2021 zu sagen, hey, da fehlt noch was,
Andy: da in die Nische möchte ich rein, was hat dich motiviert?
XXXX: Ja gut, also Pandemie hat natürlich eine Rolle gespielt, Ende 2021,
XXXX: du erinnerst dich vielleicht noch.
XXXX: Und als ich ja in dem Event-Business verankert bin, hat das natürlich extrem reingehauen.
XXXX: Also sprich, ich war auf dem Projekt, das war mein letztes Projekt vor der Pandemie
XXXX: tatsächlich, eine Woche lang, war ongeboardet und fing gerade an.
XXXX: Also mich mit dem Thema intensiv zu beschäftigen und dann wurde uns der Stecker
XXXX: gezogen und seither war das Problem tatsächlich so, dass eventseitig fast gar
XXXX: nichts stattgefunden hat, außer diverse virtuelle Konferenzen etc.
XXXX: Heißt, der Markt war plötzlich tot und ich brauchte natürlich auf der einen
XXXX: Seite eine Ersatzbeschäftigung, die auch Geld bringt und auf der anderen Seite
XXXX: hatte ich natürlich verstärkt Zeit.
XXXX: Und das Thema Wein ist seit 15 Jahren, 20 Jahren eigentlich schon immer eins
XXXX: gewesen, was mich sehr interessiert. Jetzt habe ich einen meiner besten Freunde,
XXXX: arbeitet für einen großen Importeur in Deutschland.
XXXX: Hat selber auch Wein angebaut zwischenzeitlich mal. Nicht ganz so erfolgreich,
XXXX: wie er sich das vorgestellt hat, aber hat zumindest mal die Erfahrung gemacht,
XXXX: selber Wein anzubauen und das ganze Thema von A bis Z durchzuexerzieren.
XXXX: Und wir tauschen uns halt regelmäßig aus. Und ich war in meinen Urlauben immer
XXXX: unterwegs und habe geguckt, welche Weine gibt es, was ist interessant.
XXXX: Und dann war die Frage, was machen wir denn alternativ? Ja, wenn das jetzt so
XXXX: weitergeht, keiner wusste ja zu dem Zeitpunkt, wie lange dauert das mit der Pandemie.
XXXX: Zwei, drei, fünf, zehn Jahre für immer. Weiß ich nicht.
XXXX: Und das Thema Wein war halt auf der Agenda und haben das diskutiert.
XXXX: Und ich habe mir das angeguckt nochmal online.
XXXX: Und dann gibt es natürlich die ganz Großen, von Havesco angefangen.
XXXX: Das ist natürlich überhaupt nicht das Thema, mit dem wir uns beschäftigen.
XXXX: Es ging darum, was zu finden oder uns mit was zu beschäftigen,
XXXX: was tatsächlich am Markt auch eine reelle Chance hat.
XXXX: Und da gab es eigentlich nur genau den Punkt für mich zu sagen,
XXXX: also wenn, dann müssen wir was anbieten, was ansonsten keiner anbietet.
XXXX: Das ist unsere einzige Chance, die wir haben mit einem überschaubaren Budget,
XXXX: mit überschaubarem Marketing, kein, weiß ich nicht, 10, 15, 20.000 Euro im Monat Ad-Spend und so weiter,
XXXX: überhaupt am Markt Fuß zu fassen und überhaupt da reinzukommen.
XXXX: Und das war klar von vornherein, dass das Zeit braucht. Wir haben angefangen mit drei Weinen.
XXXX: Da bin ich ganz durch den Ball dran gekommen. Und das hat dann sukzessive gewachsen.
XXXX: Und teilweise auch in Urlaub mit der Familie habe ich mich dann ausgeklickt
XXXX: für zwei Tage und habe Weingüter besucht, um zu gucken, natürlich vorher schon
XXXX: ausgewählt, welche könnten denn in Frage kommen, um zu gucken,
XXXX: ob man A, tatsächlich die Erwartungen, die ich damit verbunden habe, auch erfüllt sieht.
XXXX: Und B, ob die dann auch Interesse haben, mit uns zusammenzuarbeiten,
XXXX: weil wir ja logischerweise jetzt nicht hergehen können und sagen,
XXXX: keine Ahnung, wir sind Jacques Weindepro. Bestellen LKW.
XXXX: Genau, bestellen LKWs und haben 20 Filialen in Deutschland. Das ist halt nicht so.
XXXX: Weil deswegen ja gezielt Weingüter, die in Deutschland nicht präsent sind.
XXXX: Und dann kommt es natürlich immer auf die Frage an, haben die eine Motivation,
XXXX: mit uns zusammenzuarbeiten?
XXXX: Können die da die Geschichte mitgehen? Und B, ist die Qualität der Weine so,
XXXX: dass wir sagen, das macht für uns Sinn oder nicht?
XXXX: Und das kann man vorab natürlich nie so genau eruieren. Wie gesagt,
XXXX: ich recherchiere viel, ich kann es eingrenzen, aber abschließend das Urteil
XXXX: muss natürlich vor Ort passieren, beziehungsweise dann, wenn wir die beiden.
Andy: Okay, und dann ist dein Modell so, du holst dir eine gewisse Anzahl der Weine
Andy: dann her und hast ein eigenes Lager, aus dem du das verkaufst?
XXXX: Genau, also da gibt es noch eine Stufe davor, wenn ich das noch kurz einschieben darf.
XXXX: Also die Weine werden vorausgewählt von mir, bestenfalls. Also ich würde sagen,
XXXX: 80 Prozent der Weine oder der Weingüter habe ich auch selber besucht.
XXXX: Mittlerweile gibt es zwei, drei oder fünf eigentlich, die ich noch nicht besucht
XXXX: habe, die tatsächlich uns bemustert haben. Also da habe ich dann ein Muster
XXXX: angefordert zu den Weinen, wo ich denke, die haben am Markt überhaupt eine Chance.
XXXX: Das sind sehr spezifische Weinsorten, die jetzt so in der Form in Deutschland
XXXX: auch gar nicht nachgefragt sind.
XXXX: Das macht auch relativ wenig Sinn, die dann bei uns in den Shop zu stellen,
XXXX: weil wir jetzt natürlich nicht den Impact haben im Markt zu sagen,
XXXX: okay, das ist der neue Innwein. Soweit sind wir lange nicht.
XXXX: Also die bemustern uns und oder ich habe die vor Ort besucht und sage,
XXXX: den Wein hätte ich gerne nochmal als Muster.
XXXX: Und dann haben wir hier so ein, ich wohne ja im Kölner Süden,
XXXX: eher in einem Dorf und da haben wir hier so ein Dorfpanel von 10 bis 20 Leuten,
XXXX: die entweder überhaupt gar kein Wein trinken oder aber sehr interessiert sind
XXXX: im Wein, teilweise auch ansatzweise Experten, also sehr heterogen,
XXXX: sehr breit gemischt und die machen dann nochmal eine Verkostung und das ist
XXXX: dann für mich quasi so der letzte ausschlaggebende Punkt zu sagen,
XXXX: nehmen wir oder nehmen wir nicht.
XXXX: Um das unabhängig von meinem persönlichen Urteil zu machen, weil das hilft ja
XXXX: nicht, wenn mir der Wein schmeckt.
XXXX: Das heißt ja noch lange nicht, dass es dem Gros der Leute da draußen auch schmeckt.
Andy: Ich stelle mir das jetzt schwierig vor, wenn du Weine hast von Weingütern,
Andy: die in Deutschland niemand kennt und die dann vielleicht...
Andy: Ich bin jetzt nicht so der passionierte Weintrinker. Mittlerweile habe ich das
Andy: auch ein bisschen reduziert, so wahrscheinlich wie viele.
Andy: Aber wie kannst du denn sowas, was jetzt unbekannt ist, dann bei uns hier vermarkten?
Andy: Das stelle ich mir nicht so einfach vor, als wenn das Weingut nicht bekannt
Andy: ist und vielleicht sogar die Sorte auch noch einen Namen hat,
Andy: der jetzt nicht Riesling ist oder Merlot.
XXXX: Ja gut, also es gibt natürlich die Klassiker wie Spanisch Rioja oder eine aus
XXXX: dem Ribera del Duero. Das ist ja mittlerweile auch relativ geflügelt.
XXXX: Italien auch ganz klassisch. Pinot Grigio. Bei Pinot Bianco wird es schon schwieriger,
XXXX: weil viele denken, was ist das? Klassisch Weißburgunder letztlich.
XXXX: Dann gibt es den Lugana, den wir nächstes Jahr auch im Programm haben.
XXXX: Haben wir noch nicht. Das ist ein bisschen schwierig zu finden,
XXXX: weil natürlich sehr, sehr gefragt.
XXXX: Es hat die Mode-Wein-Sorte schlechthin, was den Weißwein betrifft,
XXXX: seit zwei, drei, vier Jahren eigentlich.
XXXX: Und Primitivo kennt ja auch jeder. Ist ja jetzt auch so. Das haben wir.
XXXX: Also bis auf den Luganer auch alles im Angebot.
XXXX: Es gibt natürlich Sorten, die jetzt so noch nicht bekannt sind.
XXXX: Die wir, also Rabosa zum Beispiel von einem Weingut in Venezien,
XXXX: kennt auf gut Deutsch keine Sau hier.
XXXX: Ist aber wirklich, wirklich qualitativ sehr, sehr gut.
XXXX: Anders, aber natürlich ein Rotwein und auch wunderbar zu trinken.
XXXX: Nur eben eine andere Rebsorte, die natürlich wieder Verwandtschaft hat mit anderen,
XXXX: die man kennt. Das sind ja alles jetzt nicht unbedingt nur autotone Sorten,
XXXX: die jetzt für sich alleine stehen, sondern teilweise auch Kreuzungen von.
XXXX: Und wir haben zum Beispiel Ribolla Gialla, ist ja hier in Deutschland auch noch sehr, sehr unbekannt.
XXXX: Ein Weißwein aus dem Friaul, komplett im Friaul.
XXXX: Ich glaube 80 Prozent der Reetflächen, was Weißwein angeht, sind Ribolla Gialla
XXXX: und das ist kein kleines Weinanbaugebiet. Aber damit beschäftigt sich bis dato
XXXX: keiner in Deutschland oder weniger.
XXXX: Die Weine sind super teilweise, also wirklich sehr, sehr gute Qualität,
XXXX: sehr gute Weingüter in Italien.
XXXX: Ich war dieses Jahr in Verona auf der Weinmesse.
XXXX: Völlig geflügeltes Wort, Ribolla Gialla kennt jeder, findet jeder super.
XXXX: Also die Präsentation von den Weinen teilweise war auch sehr,
XXXX: sehr spektakulär, muss ich sagen.
XXXX: Lohnt sich auf jeden Fall für jemanden, der mal auf eine Weingäste-Messe gehen
XXXX: will, in einer interessanten Region. Verona ist also eine Reise wert auf jeden Fall.
XXXX: Das versuchen wir natürlich in den Markt zu bringen. Warum? Und das machen wir
XXXX: auch über Verkostung logischerweise, also lokal, dann regional über Weinfeste,
XXXX: eben auch so ein bisschen das ganze Thema bekannter zu machen.
XXXX: Und wir versuchen es natürlich jetzt auch, gerade im Hinblick auf Weihnachten
XXXX: kommt jetzt nächste Woche diese drei, vier Probierpakete aufgesetzt,
XXXX: wo die natürlich dann auch eine Rolle spielen, von uns entsprechend besprochen werden.
XXXX: Mittlerweile gibt es auch ein, zwei Feedbacks dann online von Kunden,
XXXX: die das entsprechend getestet haben und auch entsprechend positiv beurteilt haben.
XXXX: Ja, ist schwer, aber ist natürlich für uns auch eine weitere Chance zu sagen,
XXXX: okay, in Deutschland gibt es wenige Anbieter, wir sind einer davon und wir sind
XXXX: davon überzeugt, dass der Wein in Deutschland definitiv einen Markt findet,
XXXX: Jetzt müssen wir halt dranbleiben und das wird jetzt nicht morgen passieren,
XXXX: aber ich denke in ein, zwei Jahren werden wir da schon ausreichend Kunden haben,
XXXX: die den Wein auch gerne trinken.
Andy: Ja, es ist immer so auch meine Frage bei E-Commerce-Gästen, ob es denn Pakete
Andy: gibt, weil das ist immer so mein Ding, wo ich dann die Marke mal ausprobiere.
Andy: Man schaut, ist ja dann was, was der Inhaber oder Gründerin zusammengestellt
Andy: hat oder vielleicht auch die Pakete oder im Paket sind Weine oder Produkte drin,
Andy: die häufig gekauft werden.
Andy: Und so kann ich dann, kriege ich mal einen Rundumschlag von der Marke oder von dem Shop.
Andy: Dann habe ich jetzt erstmal nur ein Schaumwein-Paket online gefunden.
Andy: Da dachte ich so, ah, das ist jetzt nicht so weins.
XXXX: Das rührt aus der Vergangenheit tatsächlich, weil wir eine Kooperation mit Deutschlandcard hatten.
XXXX: Und die natürlich nur solche Pakete haben wollten.
XXXX: Also jetzt nicht originär nur eine Sorte, sondern eine Auswahl verschiedener.
XXXX: Da rührt das Schaumwein-Paket noch her. alle anderen Pakete haben wir rausgenommen,
XXXX: weil teilweise der Wein bei uns nicht mehr gelistet ist und wir können ihn auch
XXXX: nicht mehr holen oder das Paket als solches sich auch nicht verkauft hat zu dem Zeitpunkt.
XXXX: Wie gesagt, nächste Woche, Montag spätestens online, sind drei Pakete,
XXXX: die jetzt auch für Weihnachten natürlich interessant sind, aber grundsätzlich
XXXX: die Möglichkeit bieten, einfach mal zu gucken, was ist so ein Ribolla Jala zum
XXXX: Beispiel, der wird da drin sein.
XXXX: Wir haben vom gleichen Weingut auch den Spritz, also wirklich sehr,
XXXX: sehr schön, schön operativ, um das eben kennenlernen zu können.
XXXX: Und es ist natürlich vor Weihnachten klassischerweise auch eine ganz gute Zeit,
XXXX: weil die Bereitschaft, Wein zu kaufen, sei es fürs private Weihnachtsfest,
XXXX: sei es als Geschenk, was auch immer, ist natürlich da extrem hoch oder vergleichsweise hoch.
Andy: Okay. Ich habe meinem Vater eine Weinwanderung hier geschenkt gehabt, so im Sommer.
Andy: Und da waren wir hier bei uns mit so einer Weinführerin unterwegs und ja so ein bisschen erzählt.
Andy: Und da kam raus, dass die deutschen Winzer es zumindest aktuell sehr schwer
Andy: haben oder jetzt in den letzten Jahren, dass es immer schwerer wird.
Andy: A, mit dem Wetter natürlich, B, aber auch mit den Verkaufszahlen,
Andy: dass immer mehr, also der Weinkonsum geht generell zurück, war so die Aussage.
Andy: Aber vor allem trinken wir mehr aus dem Ausland und nicht mehr viel von den
Andy: deutschen Weinen und dass das eben schwierig ist dann für die Winzer.
Andy: Jetzt habe ich mir das nicht angeguckt, wie das so stimmt, aber du hast ja jetzt
Andy: auch gerade angesprochen, dass es 24 besser lief als 25.
Andy: War das eher auf dein Angebot dann bezogen oder hast du selber nicht so viel
Andy: Zeit reingesteckt oder ist das so das, was der Markt gerade macht und deswegen
Andy: ging es ein bisschen unter?
XXXX: Ja, also gute Frage. Nee, das hat mit dem Markt, glaube ich,
XXXX: eher weniger zu tun, weil ich glaube, bei uns in dem Volumen,
XXXX: was wir verkaufen, das jetzt nicht so eine Rolle spielt.
XXXX: Das ist, glaube ich, bei Größeren natürlich dann eher merklich.
XXXX: Für uns war es 25 schwierig dahingehend, dass A, mein Job so nicht so gelaufen ist.
XXXX: Mir sind zwei Projekte gecancelt worden, die ich eigentlich fest eingeplant
XXXX: hatte. Auf einem saß ich auch schon.
XXXX: Das wurde in kurzer Hand gestoppt. Und Ersatz finden wir nicht ganz so einfach.
XXXX: Das heißt, also meine privaten Mittel waren 25 ein bisschen eingeschränkter.
XXXX: Das war das eine. Das zweite war 24, haben wir noch vergleichsweise viel Marketing gemacht.
XXXX: Auch wenn das nicht so gut lief, wie ich mir das vorgestellt habe,
XXXX: war natürlich dann doch eine Frequenz da von Kunden, die dann auch bestellt haben.
XXXX: Und wir hatten eben diese Kooperation mit Deutschlandcard noch.
XXXX: Die wurde uns zum Ende Februar diesen Jahres gekündigt, weil die komplett einen
XXXX: Shift gemacht haben, neue Geschäftsführung, andere Strategie.
XXXX: Die arbeiten jetzt mit Jacques-Wein-Depot zusammen, machen auch nur,
XXXX: also mit Jacques-Wein-Depot zumindest nur noch Gutscheine, haben glaube ich
XXXX: noch einen großen drin, Venello, die so wirklich so ganz, ganz Convenience-Produkte machen für,
XXXX: Für den Weintrinker, der jetzt keinen großen Anspruch hat an das, was im Glas ist.
XXXX: Also würde ich jetzt nicht unbedingt mit unserem Anspruch an Qualität vergleichen,
XXXX: ohne dass ich nicht schlecht reden will, aber es ist halt einfach ein anderer Ansatz.
XXXX: Und das hat dazu geführt, dass wir 24 natürlich ein bisschen besser oder was
XXXX: für das Absatzvolumen angeht, ein bisschen stärker waren als 25, diese Faktoren.
XXXX: Das hat aber mit dem Markt erstmal nichts zu tun. Ich habe da auch eine sehr eigene Meinung zu.
XXXX: Also die Zahlen sind ja, also kann man ja nachlesen, das ist ja jetzt kein Geheimnis.
XXXX: Ja, es ist für Winzer schwieriger und nicht nur in Deutschland.
XXXX: Also in Bordeaux zum Beispiel werden 20 Prozent der Rebflächen einfach rausgerissen.
XXXX: Also die ziehen die Reben raus.
XXXX: Die werden da keine Ahnung, was da passiert.
XXXX: In Spanien ist es teilweise so, dass sie auch Reben rausgerissen haben,
XXXX: in bestimmten Weinregionen und Mandelbäume gepflanzt haben, weil vor Jahren
XXXX: irgendwann plötzlich der Boom oder die Nachfrage nach Mandeln exorbitant gestiegen ist.
XXXX: Dann haben die Mandelbäume gepflanzt und verticken jetzt Mandeln statt Wein.
XXXX: Also in bestimmten Regionen.
XXXX: Also es ist, glaube ich,
XXXX: Generell nicht ganz so einfach. Natürlich spielt eine Rolle,
XXXX: dass das Thema, ich lebe jetzt gesünder und will 100 werden und ich trinke kein
XXXX: Alkohol mehr, weil ich morgens tot umfalle, spielt natürlich eine Rolle.
XXXX: Dann in dem Zusammenhang auch das Thema alkoholfreier Wein,
XXXX: was ja aus meiner Sicht nach wie vor eher schwierig ist, weil qualitativ ist
XXXX: falsch, sondern geschmacklich meistens nichts mit Wein zu tun hat.
XXXX: Also das ist ein schwieriges Thema, was aber sukzessive besser wird.
XXXX: Das spielt natürlich eine Rolle insgesamt. Wenn du sagst, ich mache klassisch
XXXX: Wein, dann ist die Perspektive von außen natürlich die, ich hätte gerne Alkohol-Freien,
XXXX: hast du nicht. Haben wir mittlerweile tatsächlich.
XXXX: Aber hast du nicht, dann will ich auch nichts von dir.
XXXX: Also das sind verschiedene Faktoren. Deutsche Winzer, ja, es gibt eine Konsolidierung.
XXXX: Es gibt aber auch sehr, sehr viele deutsche Winzer, die sehr erfolgreich sind.
XXXX: Warum? Weil die es geschafft haben, qualitativ sehr, sehr gute Arbeit zu machen.
XXXX: Arbeit zu machen, mittlerweile auch exportieren. Jetzt in den USA ist es natürlich schwierig.
XXXX: Auch ein Thema Exporttarife.
XXXX: Die.
XXXX: Für viele Winzer, die jetzt exportorientiert waren, natürlich ein Schlag ins Kontor waren.
XXXX: Und da gibt es ja einige, die jetzt gar nicht so groß sind, die man auch gar
XXXX: nicht so auf dem Schirm hat, die aber wirklich 30, 40 Prozent Export machen
XXXX: und viel in den USA gemacht haben.
XXXX: Die haben natürlich ein Problem, tatsächlich das zu substituieren in irgendeiner Form.
XXXX: Und das gibt der deutsche Markt einfach so nicht her. Und dann hast du völlig recht.
XXXX: Der Punkt ausländischer Weißwein insbesondere. Lugana ist halt so ein,
XXXX: habe ich vorhin schon angesprochen, so ein Ding, was er gerade,
XXXX: und das nicht falsch verstehen, das klingt das blöd, wenn ich das so sage,
XXXX: aber gerade bei den weiblichen Weintrinkern sehr, sehr beliebt ist.
XXXX: Weniger bei den männlichen. Also ich habe irgendwann mal, ich weiß nicht,
XXXX: ob das statistisch wirklich belegt ist, aber so eine Zahl gelesen von 70% der
XXXX: Lugana-Trinkern sind weiblich in Deutschland.
XXXX: Das spielt natürlich auch eine Rolle. Also gerade das Thema Riesling,
XXXX: wir sind ja Riesling-Land, super Qualitäten, beste Winzer überhaupt weltweit,
XXXX: sehr hoher Qualitätsanspruch, sehr, sehr geile Weine. Ich bin Riesling-Trinker
XXXX: und bin Riesling aufgewachsen.
XXXX: Ich finde Riesling hervor die beste Weinsorte, aber das ist mein persönlicher Geschmack.
XXXX: Und da gibt es super Qualitäten, die auch auf der ganzen Welt so anerkannt sind.
XXXX: Aber für viele halt nur bedingt genießbar, weil säurehaltig und die tatsächlich
XXXX: einfach ein Problem haben mit dem Magen, also mit der Säure letztlich.
XXXX: Also meine Lebensgefährte ist das beste Beispiel.
XXXX: Die mag Riesling, aber sie kann nicht trinken.
XXXX: Also sagt sie, kalben Tag merkt sie, das geht nicht. Sie kriegt Magenschmerzen
XXXX: und das funktioniert einfach nicht.
XXXX: Also es gibt verschiedene Faktoren, die da eine Rolle spielen und dann muss
XXXX: man noch dazu sagen, dieser Gesamtabsatz, der zurückgeht,
XXXX: basiert ja durchaus auch darauf, dass diese Fassweingeschichte,
XXXX: das haben viele nicht auf dem Schirm, es gibt ja einen Markt für Fasswein,
XXXX: also gerade für diese niedrigeren Qualitäten für die Weine, die dann für 2,99
XXXX: irgendwo im LEH stehen oder im Discounter.
XXXX: Das sind ja jetzt keine Weine, wie man kennt klassischerweise,
XXXX: der Winzer geht durch den Weinberg und pflückt per Hand und so weiter,
XXXX: sondern die sind maschinell gelesen in Riesenmengen, werden in den Topf geschmissen,
XXXX: werden vergoren und abgefüllt.
XXXX: Dieser Markt, der ist eingebrochen, definitiv. Und das trägt natürlich dazu bei,
XXXX: dass die Gesamtabsatzzahlen und das Gesamtvolumen natürlich jetzt in den letzten
XXXX: drei Jahren von Jahr zu Jahr sinkt und spielt natürlich auch in die Gesamtbetrachtung
XXXX: mit ein. Also das sind, wie gesagt, verschiedene Faktoren.
XXXX: Die guten Winzer sind nach wie vor, glaube ich, gut dabei.
XXXX: Es sind viele Winzer, kleinere Winzer, die betroffen sind, die jetzt nicht so
XXXX: den Markt haben und natürlich kämpfen müssen, dass der Wein auch irgendwie weiterhin Absatz findet.
Andy: Ist eigentlich der, also du hast alkoholfreie Weine angesprochen,
Andy: das ist interessant, ich hatte auf der Bits & Brestles, war ich hier auf der
Andy: Konferenz in München, da gab es zum Beispiel
Andy: alkoholfreies Bier von Zero Labs, das ist ein, der Max macht das,
Andy: der MyMuesli-Gründer, habe ich mir jetzt auch bestellt, aber es ist natürlich
Andy: jetzt in dem Fall deutlich teurer als das normale Bier, weil du musst du erst
Andy: Bier normal produzieren, den Alkohol rausziehen und ich habe das so verstanden,
Andy: ja, da kann man mich auch gerne korrigieren, wenn ich falsch liege,
Andy: der typische Bierbrauer, der macht eine Quersubventionierung von dem Bier mit
Andy: Alkohol und dann wieder rausziehen und dann musst du das alkoholfreie Bier kannst
Andy: du halt nicht viel teurer verkaufen.
Andy: Jetzt ab Zero Labs gibt es halt nur alkoholfreies Bier, also sind die Preise
Andy: halt höher, weil es mehr Aufwand ist, vor allem weil die Marke auch noch kleiner ist.
Andy: Ist es beim Wein auch so, dass du den erstmal ganz normal produzierst und dann
Andy: den Alkohol rausziehst oder wird das anders produziert?
XXXX: Also im Grundsatz ist es genau so.
XXXX: Also du hast den vergorenen Wein, der dann quasi eine nächste Produktionsstufe
XXXX: hat, nämlich der kommt dann in diese Entalkoholisierungsanlage und wird dann
XXXX: mittlerweile in zweistufigen Verfahren,
XXXX: also mit Osmose und so weiter und so weiter, Rückführung von Aromen,
XXXX: das ist der entscheidende Punkt dabei,
XXXX: wird dann zum alkoholfreien Wein.
XXXX: Denn teilweise sind die ja gar nicht alkoholfrei im Sinne, sondern die haben,
XXXX: also den, den wir anbieten, der hat noch 0,4 Prozent.
XXXX: Also Restalkohol drin, was jetzt eigentlich keine Rolle spielt.
XXXX: Aber für die Puristen, die jetzt
XXXX: sagen, das muss 0,00 sein, dann sind wir nicht der richtige Anbieter.
XXXX: Aber dieses Verfahren ist halt extrem aufwendig. Wie gesagt,
XXXX: diese zweistufige Geschichte, die jetzt mehr und mehr zum Durchbruch verholfen
XXXX: wird, führt dazu, dass die Weine tatsächlich eher nach Wein schmecken.
XXXX: Warum? Weil nachdem der Alkohol quasi entzogen wurde, werden quasi von dem entzogenen
XXXX: Substrat die Aromastoffe irgendwie abgespalten.
XXXX: Ich frage mich nicht nach Details, ich bin kein Chemiker.
XXXX: Und die werden mehrheitlich wieder dem Ursprungsprodukt zurückgeführt.
XXXX: Das heißt also Aroma und Alkohol. Da geht natürlich einiges verloren,
XXXX: keine Frage. Zumal der Alkohol selber ja auch Geschmacksträger ist,
XXXX: so wie Fett und und und beim Essen.
XXXX: Und insofern kann man natürlich nicht erwarten, dass ein alkoholfreier Wein
XXXX: eins zu eins wie ein alkoholhaltiger Wein schmeckt.
XXXX: Ein alkoholhaltiger Wein wird in der Regel immer etwas voller,
XXXX: etwas vollmundiger und etwas kräftiger sein als ein alkoholfreier Wein.
XXXX: Aber per se geht es ja erstmal darum, dieses Weinerlebnis irgendwie alkoholfrei zu schaffen.
XXXX: Und das ist bis dato halt nur sehr bedingt gelungen. Schwierig.
XXXX: Weil eben diese Aromarückführung auch nur bedingt bis dahin eingesetzt wird. Warum?
XXXX: Ganz kurz noch. Die Maschinen sind schweineteuer.
XXXX: Ich glaube, in der Pfalz stehen im Moment drei, also in der ganzen Pfalz.
XXXX: Ich glaube, ein Viertel ist in Planung, das ist vielleicht gerade umgesetzt worden, weiß ich nicht.
XXXX: Die Dinger kosten mindestens eine halbe Million Euro.
XXXX: Also für einen kleinen Winzer völlig undenkbar, dass er sich immer so ein Ding
XXXX: anschafft, abgesehen von der Größe.
XXXX: Das sind quasi so Genossenschaften letztlich, die sich bilden,
XXXX: um diesen alkoholfreien Wein produzieren zu lassen.
XXXX: Die packen dann den Wein dahin und der wird dann da quasi entalkoholisiert und
XXXX: dann holen sie das wieder ab, so wie es ähnlich mit Versekten passiert,
XXXX: für viele Weingüter, die das selber nicht machen.
XXXX: Und das ist das eine. Und das Zweite, und das kommt jetzt dazu,
XXXX: und das vergessen viele, insbesondere diejenigen, die ja sehr stark darauf erpicht sind.
XXXX: Klima, Umweltschutz und so weiter und so weiter, CO2-Reduktion,
XXXX: das ist im Moment so, dass pro Flasche ein Euro nur für Energie drauf geht. Pro Flasche.
XXXX: Und die Energie, die da verwendet wird, ist ja immer nicht nur grün,
XXXX: sondern ist auch teilweise klassisch durch fossile Energie und so weiter.
XXXX: Mit fossiler Energie betrieben die Maschinen.
XXXX: Also es ist wirklich sehr kostenaufwendig Und die Weine, die jetzt angeboten
XXXX: werden, bei Aldi zum Beispiel habe ich gerade gesehen, irgendein alkoholfreier
XXXX: Wein für 4,99, das ist eigentlich nicht zu produzieren.
XXXX: Das geht eigentlich gar nicht, weil allein die Kosten pro Maschine,
XXXX: also selbst wenn ich nur anteilig irgendwas zahle, plus Energie, plus Glas, plus Label,
XXXX: plus Abfüllung, plus mein eigenes, also das ist quasi unmöglich.
XXXX: Die haben natürlich einen ganz anderen Ansatz und können das auch ganz anders auswählen.
XXXX: Kalkulieren, wie ein normaler Winzer. Aber es ist alkoholfreier Wein,
XXXX: ist sicherlich in fünf Jahren reden wir da anders drüber, aber im Moment immer noch schwierig.
XXXX: Zum einen finde ich Ökobilanz scheiße, auf gut Deutsch.
XXXX: Und zum zweiten halt von dem Produkt selber, also Wein ähnlich oder Wein gleich,
XXXX: eher noch schwierig zu betrachten.
Andy: Ja, ich glaube, das Schwierige ist ja dann auch noch, der Kunde,
Andy: der zahlt dann vielleicht sogar mehr fürs Produkt oder ähnlich und denkt sich
Andy: dann, warum sollte ich jetzt für den Alkoholfreien das Gleiche zahlen?
Andy: Das ist ja schwer zu kommunizieren, dass es mehr Aufwand ist,
Andy: das Alkoholfreie zu bekommen wie mit.
XXXX: Also die Nachfrage ist ja da, wenn du dich mit Winzern unterhältst,
XXXX: also mit allen, mit denen ich gesprochen habe, ob ich die jetzt vertreibe oder nicht, völlig egal.
XXXX: Für die ist das alles eher so ein, ja, wir müssen es machen,
XXXX: weil man mit nachgefragt, aber überzeugt sich davon nicht.
XXXX: Wie gesagt, das mag in fünf Jahren anders aussehen, wenn sich Produktionsverfahren etc.
XXXX: Soweit harmonisiert haben, dass man sagen kann, okay, man kann das relativ kostengünstig
XXXX: produzieren und die Qualitäten sind eben so, dass man sagt, das hat was mit Wein zu tun.
XXXX: Mittlerweile gibt es ja ganz viele sogenannte Proxys, die dann irgendwie in
XXXX: die Richtung gehen oder das substituieren wollen mit Matcha-Tee und was auch immer.
XXXX: Da bin ich ja überhaupt kein Freund von, aber das ist wie gesagt mein persönliches
XXXX: Thema oder meine persönliche Vorliebe.
XXXX: Viele andere scheinen da ja durchaus offen für zu sein.
XXXX: Und jetzt nochmal zurückkommen auf ZeroLabs. Ganz klar, Kosten wesentlich höher
XXXX: als für normales Bier durch diese Entalkoholisierungsnummer.
XXXX: Natürlich ist da das Verfahren etabliert. Damals, ich weiß nicht,
XXXX: schon 100 Jahre her, Klaustaler war ja das erste alkoholfreie Bier.
XXXX: Die haben ja was gelernt. Bei Wein ist es durchaus ein bisschen anders.
XXXX: Höherer Alkoholgehalt, mehr Aromen und so weiter und so weiter. Also,
XXXX: Vermag ich nicht ganz zu beurteilen, aber ich glaube, soweit ich das bisher
XXXX: verstanden habe, dass das bei Wein durchaus noch aufwendiger ist als bei Bier
XXXX: selber und demzufolge die Kosten halt einfach noch höher sind.
Andy: Okay, ja interessant. Also ich beschäftige mich jetzt gerne damit,
Andy: einfach weil ich ständig alkoholfreie Sachen trinke, aber man sieht ja mehr davon.
Andy: Und deswegen interessiert es mich, sie hat ja auch mal Heimat-Gin hier im Podcast,
Andy: das ist hier eine Gin-Marke bei uns, die haben auch einen alkoholfreien Gin,
Andy: der auch sehr gut läuft. Und da ist es eben auch so, die bieten den günstiger
Andy: an wie jetzt den Alkoholischen, aber es ist halt mehr Aufwand.
Andy: Also ist für den Produzenten schwieriger.
XXXX: Also zum einen wird es, die Kosten werden sich irgendwie harmonisieren.
XXXX: Es wird günstiger werden, das zu produzieren auf Sicht.
XXXX: Auf der anderen Seite ist es möglicherweise auch so, dass es natürlich auch
XXXX: ein Marketingthema ist. Also natürlich auch diese Nachfrage befriedigen und
XXXX: die Preise werden dann möglicherweise auch steigen.
XXXX: Also du steigst halt ein klassischerweise mit einem geringeren Preis,
XXXX: um die Leute dann ein bisschen aufzuhalten.
XXXX: Da hinzubringen, das auch zu kaufen und dann kostet es halt in zwei Jahren drei
XXXX: Euro mehr oder so, ja, also auch bedingt durch Inflation etc.
XXXX: Aber vom Grundsatz her, man muss das nur nochmal in eine Relation setzen,
XXXX: also weil, wenn man so liest, denkt man immer, oh Gott, oh Gott,
XXXX: also mittlerweile normaler Wein wird kaum noch getrunken, ist alles mal alkoholfrei,
XXXX: dem ist natürlich nicht so.
XXXX: Bis dato ist es so, ein Prozent der Produktion ist alkoholfrei in Deutschland.
Andy: Ah, okay, jetzt nicht viel, danke.
XXXX: Also es ist immer noch ein Nischenprodukt, das wächst, ja, und wenn man da natürlich
XXXX: Die klassischen Headlines sind ja so, oh, Absatz alkoholfreier Wein hat sich verdoppelt.
XXXX: Na gut, von welcher Menge reden wir. Also wie ich, wenn ich bisher,
XXXX: keine Ahnung, 100.000 Flaschen alkoholfrei verkauft habe und jetzt 200.000,
XXXX: dann ist das im Markt quasi nicht spürbar, aber hat sich natürlich verdoppelt.
XXXX: Also die Frage ist natürlich, wie sieht es in drei und fünf Jahren aus?
XXXX: Da bin ich sicher, dass das einen höheren Anteil hat an der Gesamtproduktion.
XXXX: Ich vermag nicht zu beurteilen, inwieweit das tatsächlich so einen Stellenwert
XXXX: bekommt wie alkoholfreies Bier.
XXXX: Keine Ahnung, ob das dann 10% sind oder 15% von einem Gesamtvolumen,
XXXX: weiß ich nicht. Ich habe keine Glaskugel.
XXXX: Aber die Weintrinker, die klassischen Weintrinker, die werden auch mehrheitlich
XXXX: beim normalen Wein bleiben, ohne dass das eine das andere ausschließt.
Andy: Ich kann mir vorstellen, dass die Marge für dich schwierig ist,
Andy: wenn du jetzt den Wein holst, du, das sind kleine Mengen aus dem Ausland,
Andy: dann verkaufst du ihn weiter.
Andy: Ich habe gesehen, du hast auch eine Eigenmarke jetzt am Start.
Andy: Ist das so auch mit der Grund, weshalb die entstanden ist?
Andy: Was ist das, ein Rosé oder sowas?
XXXX: Zwei sogar, ja.
Andy: Okay.
XXXX: Also das...
XXXX: Der Ursprung war eigentlich der, ich bin jetzt nicht, also mein Fable ist es nicht Roséwein.
XXXX: Also nach wie vor nicht, das wird es auch nie werden.
XXXX: Ich trinke dann ab und zu ganz gerne, auch gerade im Sommer,
XXXX: wenn es warm ist und so auf der Terrasse oder als Aperitif, was auch immer.
XXXX: Und da gibt es ja auch durchaus gute Vertreter. Die meisten Rosés,
XXXX: die ich probiert habe, natürlich auch aus Interesse und aus beruflichem Interesse
XXXX: insbesondere, haben mir nicht geschmeckt.
XXXX: Entweder fand ich sie fad oder die fand ich irgendwie Bitterstoffe, was auch immer.
XXXX: Also es war nie so, dass ich gesagt habe, das ist jetzt eigentlich ein Wein,
XXXX: wo ich zu 100% dahinter stehe und sage, okay, der hat eine Chance im Markt,
XXXX: den mögen die Leute, der Preis-Leistung ist cool.
XXXX: Und das war eigentlich so der urursächliche Auslöser, Auslöser,
XXXX: zu sagen, warum können wir nicht selber mal gucken, ob wir nicht ein Rosé hinbekommen.
XXXX: Das muss doch besser gehen.
XXXX: Insbesondere, wir sind ja in Deutschland, deutscher Rosé war bis vor fünf Jahren
XXXX: eigentlich unterrepräsentiert und das, was er am Markt gab, war eher mäßig.
XXXX: Und die klassischen Rosé Provence, mit dieser schönen Pastellrosa Farbe und
XXXX: so weiter, sehen toll aus.
XXXX: Miraval ist da der Vorzeige-Rosé, Brad Pitt und Angelina Jolie,
XXXX: Kennst du wahrscheinlich das Projekt.
XXXX: Mittlerweile nur noch Brad Pitt. Das hat das Ganze natürlich befeuert.
XXXX: So wie jetzt der Lugana zum Beispiel als Weißwein.
XXXX: Dieser Meraval war so das Ding, der quasi diesen Markt so ein bisschen gezogen hat.
XXXX: Mittlerweile gibt es unzählige Rosé, auch Deutsche, mittlerweile auch sehr gute.
XXXX: Das war, wie gesagt, vor fünf Jahren noch ein bisschen anders.
XXXX: Jeder ist auf den Zug aufgesprungen und wir haben damals, das ist ja schon eine
XXXX: Weile her, war relativ am Anfang tatsächlich 22 und gesagt, das muss ja irgendwie möglich sein.
XXXX: Und dann haben wir geguckt, wo gibt es ein Weingut, was das mit uns mal probieren
XXXX: möchte, weil es war ja komplettes Risiko.
XXXX: Funktioniert das? Kriegen wir es überhaupt verkauft? Ist die Qualität am Ende
XXXX: auch wirklich die, die wir haben wollen?
XXXX: Und haben dann tatsächlich mit drei angefangen, also drei verschiedene Rosés,
XXXX: einer so ein bisschen eher in Richtung halbtrocken, der eine war ganz klassisch
XXXX: trocken und der andere hatte so ein bisschen mehr Beerenfrucht,
XXXX: weil wir uns nicht entscheiden konnten bei den Proben am Ende,
XXXX: welcher von den drei soll es werden, haben wir alle drei genommen.
XXXX: Wir haben das dann reduziert auf zwei, das ist mittlerweile die dritte Generation.
XXXX: Und natürlich auch vor dem Hintergrund, wenn wir es verkaufen,
XXXX: können wir es natürlich deutlich günstiger verkaufen, beziehungsweise andersrum.
XXXX: Unsere Marge ist natürlich signifikant höher, als wenn wir das Produkt bei einem
XXXX: Winzer einkaufen und quasi verkaufen, also klassischer Retail.
XXXX: Da haben wir natürlich eine größere Marge. Trotz allem haben wir jetzt nicht
XXXX: draufgeschlagen und gesagt, wir gehen jetzt mit allen anderen mit und verlangen
XXXX: 10,50, 11,50, keine Ahnung, was mittlerweile so ein vernünftiger Rosé kostet,
XXXX: sondern versuchen das immer noch in dem unter 10 Euro zu belassen,
XXXX: um das für möglichst alle irgendwie zugänglich zu machen oder andersrum,
XXXX: natürlich möglichst viele damit anzusprechen.
XXXX: Das ist ja ein Spaßwein letztlich. Rosé mit Anspruch gibt es mittlerweile auch.
XXXX: Da gibt es gute Sachen, aber die kosten auch 30, 35 Euro teilweise.
XXXX: Das ist ja nichts für jeden Tag.
XXXX: Für mich ist das Alltagswein, gerade im Sommer natürlich, wenn es warm ist.
XXXX: Der ist frisch in der Regel. Wenn er eine schöne Frucht hat, umso besser.
XXXX: Dann kannst du wunderbar trinken. Der hat einen schönen Trinkfluss.
XXXX: Das ist so der Kern, das Rosé für mich.
XXXX: Das kann ich nicht guten Gewissens für 15, 20 Euro verkaufen.
XXXX: Also es macht überhaupt keinen Sinn.
Andy: Verstehe. Ja, also es ist interessant, dass du es ansprichst,
Andy: dass die Promis, dass die Weingüter haben oder jetzt auch ganz viele Hollywood-Stars
Andy: haben ja irgendwie auch Gin oder Tequila oder so.
Andy: Aber bei uns in Deutschland fällt es schon auch mit Wein auf.
Andy: Ich glaube, der Günther ja auch hat ein Weingut.
Andy: Der Joko macht mit Matthias Schweighöfer Wein.
Andy: Dann gibt es da, wie heißt es, also es gibt ganz viele, die da jetzt in diese
Andy: Richtung gegangen sind in den letzten Jahren.
Andy: Aber jetzt neue habe ich jetzt, glaube ich, nicht mehr gesehen.
Andy: Also ist vielleicht auch ein bisschen der Trend vorbei. Aber die sind,
Andy: glaube ich, alle noch am Start.
XXXX: Ja, es gibt mehr als man denkt. Also wenn man sich damit natürlich ein bisschen
XXXX: intensiver beschäftigt, dann trifft man auch auf den einen oder anderen bekannten
XXXX: Namen, den man vorher so gar nicht auf dem Schirm hatte, dass der auch im Weinbusiness unterwegs ist.
XXXX: Also Coppola zum Beispiel, Francis Ford Coppola.
XXXX: Das ist ja mittlerweile die Tochter schon längst, die das macht.
XXXX: Aber die sind schon 20 Jahre am Start, glaube ich, mit Rotwein hauptsächlich.
XXXX: Und dann gibt es einige, die das machen und dann so ein bisschen unterm öffentlichen Radar laufen.
XXXX: Wie gesagt, wenn man sich nicht intensiver mit dem Thema Wein beschäftigt und
XXXX: viel probiert und so, dann ist das so.
XXXX: Bei Miraval ist es halt, die haben halt eine riesen Marketingmaschine,
XXXX: haben das über drei Jahre so dermaßen gepusht, dass in ganz Europa jeder weiß,
XXXX: was der Rosé trinkt, was ist Miraval.
XXXX: Und tatsächlich weiß ich es hier von zwei Kölner Läden, denen ich unseren Rosé
XXXX: dann auch mal angeboten habe, ob sie den verkaufen wollen.
XXXX: Die haben gesagt, ja, super, das ist toll, aber eigentlich jeder zweite fragt nach Miraval.
XXXX: Ich glaube, den müssen wir bei uns ins Portfolio nehmen. Also,
XXXX: na gut, wenn es so ist, dann müsst ihr das machen.
XXXX: Ich würde es mal ausprobieren an eurer Stelle, aber ich kann mich natürlich nicht zwingen.
XXXX: Ich glaube, dass unser Rosé eine Daseinsberechtigung hat, jetzt nicht in dem
XXXX: Preissegment wie Miraval, aber definitiv in dem Preissegment unter 10 Euro.
XXXX: Da bin ich relativ davon überzeugt, dass der anderen Rosés in keinster Weise nachsteht.
Andy: Ich hatte ja mal den Gregor zu Gast von der Setmanufaktur und das fand ich ganz
Andy: interessant, deswegen spiele ich so auf das Thema Eigenmarke an, von
Andy: Und bei ihm weiß ich noch, dass ganz viel, oder ich glaube, er hat mittlerweile
Andy: alle Produkte eben auf die eigene Marke gemünzt.
Andy: Also alles ist Sepp. Er kauft lokal in Südtirol Speck und andere Produkte ein
Andy: und verkauft die dann mit seiner Brand weiter aus diversen Gründen.
Andy: Und das fand ich ganz interessant.
Andy: Deswegen habe ich jetzt mal gefragt, ob du dann mehr noch in die Richtung gehen
Andy: willst, weil du stellst dir auch die Weingüter so ein bisschen in den Vordergrund.
XXXX: Ja, also natürlich haben wir uns damit beschäftigt. Es gibt auch Gedankenspiele,
XXXX: das für einen oder anderen Weißwein zu tun.
XXXX: Das ist natürlich so, man muss sich überlegen, was macht mehr Sinn?
XXXX: Also verkaufe ich einen Pinot Grigio von einem Weingut X, der gut läuft oder
XXXX: mache ich jetzt meinen eigenen Grauburgunder? Also ich muss natürlich auch sehen,
XXXX: dass ich zumindest bei der Größe des Portfolios im Moment mich nicht selbst kannibalisiere.
XXXX: Also wenn ich natürlich sehe, dass auf Sicht fällt uns der Weg,
XXXX: aus welchen Gründen auch immer, weil es plötzlich andere Importeure gibt,
XXXX: die den auch in Deutschland anbieten oder oder.
XXXX: Dann ist das nochmal eine andere Situation. Aber es gibt schon Gedankenspiele
XXXX: für die eine oder andere Wein- oder Rebsorte, tatsächlich auch die Eigenmarke
XXXX: irgendwie ins Leben zu rufen.
XXXX: Ob das dann jetzt genauso läuft wie beim Rosé, wo dann ein Name draufsteht und
XXXX: hinten dran nur Made by Weinwunder oder ob das dann unter dem Weinwunder-Leben
XXXX: läuft, das ist nochmal eine ganz andere Geschichte.
XXXX: Aber im Grundsatz ist das definitiv ein Punkt, der bei uns auf dem Schirm ist.
XXXX: Nicht auszuschließen, dass das in Zukunft passiert.
Andy: Okay, jetzt haben wir viel über Marketing gesprochen, über das Produkt.
Andy: Jetzt will ich noch ein bisschen über Marketing sprechen.
Andy: Das interessiert mich so ein bisschen, wenn du sagst, ich mache so Weinfeste
Andy: oder vielleicht auch Verkostungen, um das Thema bekannter zu machen oder gehe
Andy: auf Weinfeste und habe dort einen Stand.
Andy: Was sind sonst noch so deine Marketingkanäle? Ich habe dich über LinkedIn entdeckt,
Andy: interessanterweise, weil du ein bisschen da über Bootstrapping gesprochen hast.
Andy: Da sprechen wir auch gleich noch drüber.
Andy: Findest du auf LinkedIn auch Weintrinker, die dann da im Shop bestellen oder
Andy: sind es eher andere Marketingkanäle?
XXXX: Also jetzt muss ich dazu sagen, ich bin ja jetzt seit sechs Monaten wirklich
XXXX: richtig aktiv bei LinkedIn.
XXXX: Also angemeldet bei LinkedIn glaube ich schon, weiß ich nicht,
XXXX: 15 Jahre oder so, seitdem es LinkedIn gibt, mehr oder weniger.
XXXX: Damals ja mehr mit der Intention zu gucken, wer bietet welche Projekte an und so weiter.
XXXX: Also eher aus Jobfindungsgründen, so wie Xing auch damals.
XXXX: Und mich gar nicht mit dem Thema LinkedIn so auseinandergesetzt,
XXXX: dass das jetzt irgendwie ein Social-Media-Kanal ist, der jetzt in irgendeiner
XXXX: Form so ein bisschen in Konkurrenz steht oder sich abhebt von Insta,
XXXX: Facebook, was auch immer.
XXXX: Und das ist tatsächlich mit Weinwunder jetzt, insbesondere dieses Jahr,
XXXX: erstmal bei mir so auf dem Schirm gewesen zu sagen, okay, da muss ich mich mehr engagieren.
XXXX: Ich habe mich dann damit auseinandergesetzt, habe mich schon engagiert,
XXXX: habe geguckt, wie sieht es aus, wer ist da alles aktiv und so.
XXXX: Und habe das für mich als nützlichen Kanal erachtet, insbesondere,
XXXX: und das ist der entscheidende Punkt, da ich, hatte ich vorhin schon mal kurz angesprochen,
XXXX: wir 24 tatsächlich Google Ads geschaltet haben und das für relativ viel Geld
XXXX: mit einem relativ geringen Ertrag, um nicht zu sagen, fast gar kein Ertrag im Verhältnis.
XXXX: Also es war eine Lessons learned, eine eher negative Erfahrung und hat uns einiges an Geld gekostet.
XXXX: Das war jetzt für 25 aus den genannten Gründen jetzt nicht so möglich,
XXXX: also das zu substituieren mit anderer Agentur, keine Ahnung,
XXXX: einem anderen Aufsatz, Eigenleistung etc.
XXXX: Und habe natürlich bei LinkedIn dann versucht herauszufinden,
XXXX: ob das möglicherweise ein Kanal ist, der für uns funktionieren kann.
XXXX: Und ja, deine Frage zu beantworten, ich finde Kunden da tatsächlich.
XXXX: Das ist jetzt noch nicht überbordend, dass ich wie andere sagen kann,
XXXX: okay, ich habe zehn DMs geschrieben und acht haben bestellt und nächstes Jahr
XXXX: bin ich Millionär. Ja, das ist es nicht.
XXXX: Aber ich merke, es ist Interesse da. Es gibt eine Community,
XXXX: die wirklich auch da offen für ist.
XXXX: Es gibt tatsächlich ein paar, auch zwei, die jetzt schon wiederkehrend bestellt haben.
XXXX: Und ich glaube, mit den Aktivitäten, die ich jetzt seit vier,
XXXX: sechs Wochen da angestoßen habe, werden das auch noch einige mehr werden.
XXXX: Dient natürlich auch dazu, dass...
XXXX: Tatsächlich jetzt, und das ist der nächste Schritt, B2B, also nicht nur diese
XXXX: B2C-Nummer, sondern B2B auch andere Weinhändler und Gastronomen irgendwie auf
XXXX: uns aufmerksam zu machen.
XXXX: Und das wäre dann auch für 2026 tatsächlich der nächste Step,
XXXX: auch dann unseren Wein zu platzieren.
XXXX: Ausgewählte Fachhändler, gute Gastronomie, geobene Gastronomie und so weiter und so weiter.
XXXX: Und dafür ist Lincoln, glaube ich, nach meinem bisherigen Empfinden,
XXXX: und ich glaube, das bestätigt sich auch in Zukunft,
XXXX: Ein sehr, sehr guter Kanal, ein sehr, sehr gutes Tool, was man da nutzt.
Andy: Es sind auf jeden Fall nicht, so andere Weinshops sieht man da so nicht.
Andy: Also die sind noch nicht in meinem Feed aufgetaucht. Das kann jetzt natürlich
Andy: auch sein, dass du was über Bootstrapping geschrieben hast und deswegen hat
Andy: es dann bei mir geknallt.
XXXX: Ja, kann gut sein.
Andy: Aber so ist natürlich, finde ich, interessant, weil sonst sind die halt eher
Andy: in den Performance-Kanälen, du hast es ja schon angesprochen,
Andy: also Meta, Google, Ads und so weiter unterwegs oder halt woanders.
Andy: Also wo ich immer sehr getriggert werde, ist, wenn es irgendwelche Angebote
Andy: gibt. Ich habe früher viel bei winos.de bestellt.
Andy: Einfach so ein Rundumschlag spanischer Weine. Und da war dann meistens immer
Andy: was dabei, was mir geschmeckt hat.
Andy: Und dann habe ich von dem alles nachbestellt. Deswegen mag ich dort die Pakete.
Andy: Das hat bei mir immer funktioniert, mich anzufüttern. So ein Paket,
Andy: wo man wahrscheinlich trotzdem kleine Marge drauf hatte. und dann habe ich danach
Andy: mir zwölf Flaschen von dem, 18 Flaschen von dem geholt oder so.
Andy: Aber jetzt, heute versuche ich dann tatsächlich doch auch mehr lokalen Wein
Andy: zu trinken, weil es gibt ja dann auch leckere Sachen dann hier bei uns, ehrlicherweise.
Andy: Oh, klar. Aber interessant.
XXXX: Es wird auch bei LinkedIn jetzt demnächst angeboten von unserer Seite.
XXXX: Also ich arbeite gerade an der Landingpage und da werden wir dann die Pakete,
XXXX: die ich vorhin schon angesprochen hatte, auch zumindest anteasen,
XXXX: was man sich auch nochmal mit auseinandersetzen kann.
Andy: Ich bin gespannt. Kennst du WeinCC? Ich habe dir ja im Vokus gesagt,
Andy: wir haben früher mit Wein-Lädle auch einen Online-Shop gemacht,
Andy: wo wir hier schwäbische Weine verkauft haben, aber das war ein bisschen naiv,
Andy: weil die Schwaben trinken ihren Wein halt großteils selber.
Andy: Aber wir waren damals auch bei WeinCC gelistet, fand ich interessant,
Andy: weil da kamen dann tatsächlich auch ein paar Bestellungen drüber,
Andy: hat für uns besser funktioniert wie Google Ads damals.
Andy: Auch da musst du ein Produkt, glaube ich, haben, wo die Leute suchen.
Andy: WeinCC, für die, die es nicht kennen, ist halt eine Suchmaschine speziell für
Andy: Weine. Da kann man schauen, wer hat welchen Winzer zu welchem Preis im Angebot.
Andy: Das hat damals ganz gut funktioniert. Da ist zumindest die Zielgruppe unterwegs gewesen.
XXXX: Ja, das ist nachher vor so. Ich habe mich damit vor einem halben,
XXXX: dreiviertel Jahr mal ein bisschen stärker auseinandergesetzt mit der Plattform.
XXXX: Ich müsste, und das habe ich dann irgendwie mit LinkedIn angefangen habe und
XXXX: so weiter so ein bisschen im Hintergrund geschoben, weil ich auch tatsächlich
XXXX: jetzt nicht 24 mich mit dem Thema beschäftigen kann, es gibt da noch ein paar
XXXX: andere Sachen die ich im Zuge, dass das Weinbusiness irgendwie erledigen muss,
XXXX: also es ist schon relativ zeitaufwendig auch,
XXXX: und WeinCC hat eine relativ einfache Struktur also die rechnen ja per Klick ab also wenn du,
XXXX: als Suchender irgendwie jetzt den Anbieter X für den Wein Y anklickst,
XXXX: dann, ich weiß gar nicht, was jetzt die aktuelle Rate ist, aber je nachdem,
XXXX: wie das Volumen auch ist,
XXXX: zahlst halt einen bestimmten Betrag von, was weiß ich, 15 Cent oder 18 Cent
XXXX: oder weiß ich nicht, pro Klick. Das kann natürlich...
Andy: Auf Irrwann sollte ich mehr, glaube ich, 30, 40 Cent oder so.
XXXX: Ja, ich glaube, das hat sich reduziert. Die aktuellen Preise habe ich jetzt nicht vorliegen.
XXXX: Aber das kann funktionieren, aber du hast für dich recht, das ist immer so genau
XXXX: der schmale Grat. Also werden wir da gefunden.
XXXX: Also suchen Leute unsere Weine und dann musst du ja, also das wäre jetzt mein
XXXX: Ansatz, einfach über so Sachen gehen wie Pinot Grigio,
XXXX: Klassiker, oder ein Rioja oder den Primitivo, was ja Rebsorten sind,
XXXX: beziehungsweise Weine aus Weinanbaugebieten, die mehr oder weniger jedermann
XXXX: geläufig sind und die auch relativ häufig gesucht werden.
XXXX: Dann mal welche Keywords da gesucht werden in Bezug auf Wein,
XXXX: dann sind die, also Pinot Grigio und Rioja ist, glaube ich, immer irgendwie in den Top 20. Hm.
XXXX: Und das wäre ja der Ansatz, dann bei Wein-CC zu sagen, also wir gehen über die
XXXX: Produkte da rein, an natürlich die Chance zu haben, dass sich derjenige,
XXXX: der sich mit unserem Pinot Grigio auseinandersetzt, möglicherweise auch einen
XXXX: anderen Wein bestellt, wenn er mal auf der Seite ist.
XXXX: Also das ist definitiv auch ein Punkt, der für 2026 wieder ein bisschen stärker in den Fokus gerät.
XXXX: Ich muss allerdings sagen, ich bin aktuell, wie gesagt, das ist ein halbes Jahr
XXXX: her, weiß jetzt nicht so genau, wie stark diese Plattform noch performt.
XXXX: Gibt es ja ein paar andere mittlerweile.
XXXX: Davon würde ich es natürlich dann abhängig machen, ob das Wein CC wird.
XXXX: Also bei WL Winzer werden wir uns definitiv nicht einklicken.
XXXX: Warum? Ja, es ist ja eher so ein bisschen Wettbewerb, weil die ja teilweise
XXXX: auch ein, zwei Weine haben, die wir im Portfolio eigentlich exklusiv haben,
XXXX: die dann quasi bei denen auch auftauchen.
XXXX: Ich ja mit den Winzern dann mich auseinandersetzen muss, warum und wieso.
XXXX: Aber bei WL Winzer ist es ja relativ einfach. Also Wein CC routet ja einfach
XXXX: nur durch auf den jeweiligen Anbieter. Also sprich in dem Fall dann auf uns.
XXXX: Bei WeWinzer ist es ja so, das ist ja im Prinzip nur eine Infoplattform.
XXXX: Du drückst drauf und bist mehr oder weniger mit dem Weingut direkt verbunden.
XXXX: Heißt, du bestellst bei dem Weingut selber und nicht bei WeWinzer.
XXXX: Das ist ja der Punkt. Die haben den Wein ja nicht im Lager, sondern die sagen,
XXXX: wir bieten den an und dann klickst du drauf und dann bist du mit dem Weingut
XXXX: verbunden und bestellst quasi direkt bei dem Weingut selber.
XXXX: Also, das ist ein anderer Ansatz.
XXXX: Und macht für uns überhaupt keinen Sinn, weil wir sind ja selber diejenigen,
XXXX: die vom Wein gut beziehen und das dann auch verkaufen.
XXXX: Da hilft uns wir Winzer nicht wirklich weiter.
Andy: Wie viele Leute hast du im Newsletter drin? Ich habe gesehen,
Andy: da gibt es auch 10% Rabattgutschein. Ist das was, was funktioniert?
XXXX: Ja, das funktioniert okay. Erstaunlicherweise ist es so, dass viele bestellen,
XXXX: ohne diese 10% in Anspruch zu nehmen, weil sie möglicherweise keinen Bock haben,
XXXX: ihre E-Mail-Adresse zu hinterlassen oder haben Angst, zugespammt zu werden.
XXXX: Da muss man dazu sagen, wir sind sehr zurückhaltend mit unseren Mails.
XXXX: Wir machen das sehr anlassbezogen.
XXXX: Also jetzt Black Week machen wir natürlich, aber eben mit diesen Paketen.
XXXX: Also das wird dann auch nicht so sein, dass das hier mit 30% Rabatt und Totschlag-Argumenten,
XXXX: sondern wir sind schon relativ konstant, was unsere Kreise angeht.
XXXX: Die Preise, die wir jetzt reduziert haben, beziehen sich teilweise oder größtenteils
XXXX: auf Weine, die wir jetzt auslisten demnächst, von denen nicht mehr so viele am Lager sind.
XXXX: Und einfach sagen, okay, wir wollen es jetzt abverkaufen und wenn da 10% oder
XXXX: 15% Reduktion dazu verhilft, dass die Leute sagen, ja komm, nehme ich noch eine
XXXX: Kiste, dann umso besser.
XXXX: Aber wir scheuen uns eigentlich oder anders,
XXXX: wir haben den Ansatz, unseren Anspruch jetzt durch irgendwelche Rabattschlachten
XXXX: und so weiter nicht irgendwie in Misskredit zu bringen,
XXXX: sondern wir wollen versuchen, möglichst konstant Preise anzubieten,
XXXX: auch nicht großartig erhöhen, sondern versuchen um von vornherein Preise zu
XXXX: machen, wo wir potenzielle Preiserhöhungen mehr oder weniger schon eingepreist haben.
Andy: In der nächsten Part vom Podcast geht es ja meistens immer so ein bisschen um
Andy: Bootstrapping und warum und wieso und was du alles vorhast.
Andy: Da möchte ich erstmal weiter vorne einsteigen. Du hast ein paar Artikel auf
Andy: LinkedIn ja auch geschrieben, seit du jetzt ein bisschen aktiver bist.
Andy: Der eine war, nicht gründen ist keine Option.
Andy: Erinnerst du dich an den? Was war so deine Motivation, das zu schreiben?
Andy: Oder generell nochmal auf deine Motivation?
Andy: Du bist ja jetzt auch nicht mehr, ich darf das ja sagen, ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste.
Andy: Dass du dann jetzt nochmal anfängst, sowas neu aufzubauen, ist ja auch anstrengend.
Andy: Man kann ja seine Zeit auch mit anderen Sachen verbringen.
XXXX: Ja, verstehe ich schon. Also das ist ja jetzt, sagen wir mal, alterslos.
Andy: Weinst du mir so, ja.
XXXX: Du musst das ja, ich bist ja selber auf LinkedIn-Inertiv, du weißt ja.
XXXX: Auf der einen Seite versuchst du natürlich, so viele Leute wie möglich anzusprechen.
XXXX: Auf der anderen Seite ist es ja gerade bei mir so, dass ich jetzt nichts poste,
XXXX: was ich irgendwie grundsätzlich nicht interessant finde.
XXXX: Und ich versuche natürlich immer auch, diese Perspektive Weinwunder und so weiter
XXXX: und das Interesse auf Wein irgendwie mitlaufen zu lassen. Also es wird nicht
XXXX: jeder Posto sein, aber das nicht gründen, war ja eher allgemein gehalten.
XXXX: Und ich glaube, nach meiner Erfahrung, und das ist tatsächlich so.
XXXX: Das ist, wenn man so ein bisschen Erfahrung im Business hat,
XXXX: und weiß ich nicht, jetzt nicht, also es gibt ja viele, die fangen da wirklich
XXXX: mit 20 oder 22 an, gerade jetzt, in den letzten ein, zwei Jahren,
XXXX: was völlig in Ordnung ist.
XXXX: Und die haben vielleicht auch Erfolg und so, super, gönne ich denen.
XXXX: Ich glaube, für Leute, die jetzt so ein bisschen eher konservativer sind,
XXXX: in Anführungszeichen oder eher in Richtung unser Alter gehen und diesen klassischeren
XXXX: Weg vielleicht durchschritten haben in den Anfangsjahren,
XXXX: ist es trotz allem eine nicht nur sehr gute, sondern glaube ich auch eine absolut
XXXX: bedenkenswerte Alternative. Warum?
XXXX: Wenn du ein halbwegs vernünftiges Geschäftsmodell hast,
XXXX: und eine halbwegs vernünftige Strategie, die jetzt nun du selber,
XXXX: nicht nur du selber als vernünftig erachtest, sondern möglicherweise auch ein
XXXX: paar andere sagen, das könnte Sinn machen und dich damit auseinandergesetzt hast und,
XXXX: versucht hast, da mal ein bisschen abzuprüfen, wie deine Ideen so ankommen,
XXXX: und dann noch in irgendeiner Form weißt, du kannst zumindest mal ein,
XXXX: zwei Jahre, was auch immer, sei es eine Dienstleistung, ist natürlich nochmal
XXXX: kostengünstiger, aber jetzt auch so ein Produktgeschäft wie bei uns ein, zwei Jahre überbrücken,
XXXX: und damit irgendwie das Business in Anführungszeichen versuchen voranzubringen,
XXXX: dann ist Gründen, finde ich,
XXXX: ganz persönlich, fast ein absolutes Muss, weil du lernst extrem viel in sehr kürzer Zeit.
XXXX: Wahnsinnig, wie soll ich sagen, Adrenalin getrieben, weil es ja dein eigenes Ding ist.
XXXX: Bestenfalls, und das sollte eigentlich auch Grundvoraussetzung sein,
XXXX: ist das was, was du extrem gerne machen möchtest.
XXXX: Also das typische Brennen, die intrinsische Motivation muss hoch sein.
XXXX: Das ist natürlich auch klar, einfach nur Gründen, um irgendwo 5,50 Euro zu verdienen,
XXXX: das macht natürlich wenig Sinn oder beziehungsweise ist nicht das, was ich meine.
XXXX: Und dann, wenn du dann in die Richtung gehst und das wirklich mit Herz und Seele
XXXX: betreibst und das machen wir ja auch und in überschaubarem Umfang und selbst
XXXX: da würde ich sagen, ich würde es keine Sekunde missen und ich bin auch relativ
XXXX: davon überzeugt, dass wir das,
XXXX: jetzt auch absatztechnisch nochmal auf ein ganz anderes Level heben können in
XXXX: den nächsten ein, zwei, drei Jahren,
XXXX: gibt es gar keine Alternative dazu, als irgendwo in einem Büro zu sitzen und
XXXX: dich von den 40 oder 45 Stunden, die du die Woche da verbringst,
XXXX: 20 Stunden drüber nachzudenken, ob das das Richtige ist für dich oder nicht.
XXXX: Oder, keine Ahnung, dann noch mit Familie und begrenzten Einkommenszuwachs über
XXXX: die Jahre und so weiter dann immer gucken zu müssen, jetzt willst du eine Häusle
XXXX: bauen und dies und das und jenes.
XXXX: Das sind ja die klassischen Werdegänge. Alles super, ja, also muss ja auch jeder
XXXX: wirklich für sich selber entscheiden.
XXXX: Nur ich glaube, dass Gründen, also Gründen,
XXXX: extrem viel Potenzial bietet, auch für zum einen Selbstverwirklichung und zum
XXXX: Zweiten, was das Thema Lernen angeht, im Business allgemein generell seinen Horizont zu erweitern.
XXXX: Das ist, finde ich, also ein absoluter...
Andy: Man lernt viel dazu, man lernt viel Neues auch.
XXXX: Wahnsinn, ja, und so viele Sachen, also was ich alles gelernt habe,
XXXX: was mit beiden überhaupt nichts zu tun hat.
XXXX: Also diese ganze Social Media Geschichte, da hätte ich mich nie mit auseinandergesetzt.
XXXX: Warum bin ich überhaupt, also ich bin froh, wenn ich mein Telefon bedienen kann.
XXXX: Und wenn ich jetzt anfangen muss, mich mit Google Ads auseinanderzusetzen und
XXXX: diesen ganzen drei, vier, fünf verschiedenen Unterseiten und der Marschen und
XXXX: dies und das und jenes, da wäre ich wahnsinnig.
Andy: Aber du hast kein Problem, zum Winzer zu fahren und den kennenzulernen.
Andy: Da haben ja dann die Digital Natives dann vielleicht eher Probleme damit.
XXXX: Ja, aber das ist ja jetzt mein Kerngeschäft. Also darum geht es ja bei mir hauptsächlich.
XXXX: Also um das Produkt, dass ein vernünftiges Produkt ist und alles außenrum,
XXXX: ist natürlich wichtig und extrem wichtig, um den Absatz zu fördern.
XXXX: Aber wenn du ein scheiß Produkt hast, dann hilft dir wahrscheinlich auch Google Ads auf Sicht nichts.
XXXX: Selbst wenn es vernünftig aufgesetzt ist und grundsätzlich performt.
XXXX: Aber Gründen ist, finde ich, ich bin ja jetzt relativ lange Freelancer und war
XXXX: auch gestellt. Also ich kenne beide Seiten und weiß halt, dass diese intrinsische
XXXX: Motivation als Freelancer, aber jetzt als Gründer umso mehr, also extrem hoch ist.
XXXX: Und das finde ich halt das, was Arbeiten für mich zumindest nicht als Arbeit
XXXX: dastehen lässt oder es ist nicht Gefühlarbeit, sondern das ist ein Teil meines Lebens.
XXXX: Und der mir also definitiv mehr Lebensqualität beschert.
XXXX: Bei mir persönlich. Und deswegen bin ich davon überzeugt, und ich höre es ja
XXXX: auch von anderen, die es ähnlich sehen oder ähnlich erleben.
XXXX: Und wenn man erfolgreich ist, umso mehr.
XXXX: Wenn man auch die Bestätigung monetär bekommt.
XXXX: Das ist einfach, also ich finde es für mich im Nachgang insbesondere alternativlos.
Andy: Interessant. Und dann hast du einen zweiten Artikel geschrieben zum Thema Bootstrapping.
Andy: Da würde ich gerne auch noch ein bisschen drauf eingehen. Ich muss mir jetzt
Andy: gerade selber noch mal kurz aufrufen. Da hast du ein bisschen so hin und her
Andy: überlegt in Public, wie es denn so weitergehen soll sozusagen,
Andy: wenn der Weinshop wächst.
Andy: Also das ist glaube ich jetzt vor einem Monat oder so, hast du das geschrieben,
Andy: die Entscheidung, naht Fremdkapital, ja oder nein, bis heute sind du Bootstrap
Andy: unterwegs, Leidenschaft, unzählige Arbeitsstunden, eigene Kohle als eigenes
Andy: Geld investiert, was wir jetzt auch schon ein bisschen drüber gesprochen haben.
Andy: Was sind so da deine Gedankengänge dazu?
Andy: Warum ist es nicht möglich oder warum überlegst du überhaupt irgendwie da Fremdkapital
Andy: aufzunehmen? Wofür würdest du das nutzen?
Andy: Und kannst dann das Business auch wirklich nachhaltig größer machen.
Andy: Das ist so meine Erfahrung jetzt hier aus dem Podcast, dass es dann halt häufig
Andy: kurzfristige Effekte sind, die das vielleicht helfen, aber halt,
Andy: dass es eben nicht nachhaltig wächst, also dass das Wachstum nicht bleibt.
Andy: Du hast ja jetzt angesprochen, selbst wenn du jetzt Geld hättest,
Andy: würdest du 100.000 für Google Ads auskaufen, dann würdest du ja Umsatz machen,
Andy: aber es bringt ja nichts.
Andy: Im Endeffekt muss ja da unter dem Strich was hängen bleiben.
Andy: Da würde ich gerne mal ein bisschen einsteigen in deine Gedankenwelt dazu.
XXXX: Ja, also es ist, Wir haben ja jetzt mittlerweile ein Portfolio,
XXXX: also das ist alles noch nicht hochtraben, also das sind 65 Positionen oder 63,
XXXX: das schwankt gerade so ein bisschen, weil zwei, drei Weine reinkommen und drei,
XXXX: vier wieder rausfliegen.
XXXX: Aber ein Portfolio, wo ich sage, okay, da lässt sich mit arbeiten.
XXXX: Also das ist ja kein Vergleich zu 2022, dann hat man dann fünf oder sieben oder
XXXX: zehn Weine im Angebot. Das ist ja jetzt, also kann man ja nicht am Ansatz von Relevanz sprechen.
XXXX: So, ich glaube, dass wir grundsätzlich jetzt auch mit dem, was wir vorhaben,
XXXX: an Produktergänzung noch, dann im Frühjahr 2026 so gut dastehen,
XXXX: dass wir sagen, wir können also mit Fug und Recht behaupten,
XXXX: wir haben eine breite Auswahl, ist für jeden was dabei.
XXXX: Und wir können sagen, also uns kann man definitiv in die Überlegungen mit einbeziehen,
XXXX: wenn man ein Wein kaufen möchte.
XXXX: Jetzt muss es aber so sein, dass das Ganze auch sichtbar wird und darum geht es ja.
XXXX: Und das Sichtbarwerden kann man jetzt ohne zusätzliche Maßnahmen wie Social
XXXX: Media Marketing, sei es Google, sei es Meta, sei es was auch immer oder eben
XXXX: LinkedIn im beschränkten Maße.
XXXX: Grundsätzlich vergessen. Jetzt kommt diese Geo-Nummer dazu, ja,
XXXX: SEO, Geo und so weiter, das vermag eventuell dazu verhelfen,
XXXX: dass unser Eins ohne großartigen Aufwand etwas sichtbarer werden könnte.
XXXX: Ja, das muss ich auch noch herausstellen, ob das so funktioniert.
XXXX: Aber der Grundsatz ist der, sichtbar werden ist so für uns die Maxime für 2026.
XXXX: Jetzt kriegen wir das offline, regional ganz gut hin über die Weinfeste.
XXXX: Ja, also da kriegen wir auch entsprechend Rücklauf und Zuspruch und so weiter,
XXXX: was für uns natürlich auch noch extrem cool ist, ein sehr positiver Nebeneffekt
XXXX: ist, wir kriegen direktes Feedback von den Kunden, was die Weine angeht,
XXXX: das hilft natürlich enorm.
XXXX: Und auch was unseren Auftritt angeht und so weiter, kommen teilweise tatsächlich
XXXX: Leute hin, die kennen den Webshop, wo ich denke, okay, das ist jetzt nicht Köln,
XXXX: das ist nicht unser Dorf, das ist nicht unsere Hood, sondern das ist 40 Kilometer
XXXX: weg und die haben uns schon mal irgendwie online gesehen, das finde ich schon mal positiv.
XXXX: Trotz allem ist es natürlich von der Sichtbarkeit, wenn ihr das checks bei Google
XXXX: und so weiter, bei diesen ganzen Rankings und so weiter, spielen wir eigentlich
XXXX: keine große Rolle, wenn überhaupt.
XXXX: Und das ist definitiv der Hebel für uns und das habe ich jetzt also mit ganz
XXXX: vielen Leuten besprochen, auch mit Agenturen und so weiter und so weiter,
XXXX: auch mit anderen Gründern, glaube ich, der Hebel, den wir ziehen müssen für 2026.
XXXX: Und da ist die Frage, wie kriegen wir das gewuppt?
XXXX: Wenn ich jetzt 2025 ganz konservativ zugrunde lege, was die verfügbaren Eigenmittel
XXXX: angeht, dann wird das nicht ausreichen.
XXXX: Also brauchen wir wenn dann irgendwie in irgendeiner Form ein Skaleneffekt,
XXXX: was verfügbares Kapital angeht,
XXXX: um dann möglichst bestmöglich die Skalierung hinzubekommen, was die Sichtbarkeit
XXXX: angeht und dann natürlich daraus resultierend Umsatz respektive Sicht auf Sicht gewinnt.
XXXX: Und das, glaube ich, wird nur funktionieren, oder das Stand jetzt,
XXXX: wird nur funktionieren, zumindest mal in der Geschwindigkeit,
XXXX: wenn wir das 2026 tatsächlich signifikant nach vorne treiben wollen,
XXXX: wenn wir externes Kapital dazuholen. Das steht für mich außer Frage.
XXXX: Die Frage ist nur, wollen wir das?
XXXX: Also erstmal muss ja jemand da sein, der sagt, okay, ich gebe euch die Kohle
XXXX: für die und die zu den Bedingungen. Das war es einer.
XXXX: Es hilft ja nichts, wenn ich darüber spekuliere und fabuliere.
XXXX: Und da ist keiner draußen, der sich auch nur ein Müder für interessiert.
XXXX: Aber das, glaube ich, wird nicht der Fall sein. Trotz allem ist immer noch die
XXXX: Frage, kommt es denn tatsächlich dazu,
XXXX: funktioniert es dann zu Bedingungen, die wir auch unterschreiben können,
XXXX: ohne uns in irgendeiner Form selbst ins Knie zu schießen oder aber unser Geschäftsmodell
XXXX: irgendwie in Frage zu stellen oder so. Das kann ja auch passieren.
XXXX: Dann wäre das aber so, den Kern deiner Frage zu beantworten.
XXXX: Mindestens 30 Prozent des Kapitals, Wir gehen jetzt mal von 75 bis 100.000 Euro aus.
XXXX: Ich würde 75 ansetzen, sehr gering noch und klein, aber ich glaube,
XXXX: das reicht, weil wir würden 30% des Kapitals definitiv für Marketing ausgeben,
XXXX: sehr gezielt, auf die Zielgruppe bezogen.
XXXX: Wir sind ja so aufgestellt, dass wir im Prinzip jetzt mit unserem jetzt 2026
XXXX: anstehenden B2B-Vermarktung, respektive Verkauf natürlich auch jetzt nochmal
XXXX: einen zusätzlichen Kanal aufmachen, den wir bisher ja nicht bestritten haben.
XXXX: Und wir haben jetzt neben den Weinfesten, den originären, die es ja klassischerweise
XXXX: bei euch in der Region noch viel mehr gibt als bei uns, weil jetzt ja eigentlich
XXXX: die nächste Weinregion so klein ist hier im Mittelrhein, dass da eigentlich
XXXX: keiner von weiß, der nördlich von Köln wohnt ungefähr.
XXXX: Trotz allem gibt es einige Weinfeste und ein sehr erfolgreiches hier in Köln,
XXXX: direkt am Rhein, unten am Rheinufer,
XXXX: was wir gerne bespielen wollen würden, was auch entsprechend Umsatz bringt und
XXXX: eine höhere Marge, weil natürlich die Weine dann nicht zu den Online-Preisen
XXXX: verkauft werden, sondern etwas höher angesiedelt werden.
XXXX: Aber wir machen auch eigene Veranstaltungen. Und die haben wir jetzt 2025 in
XXXX: der Form nicht bestritten, aus verschiedenen Gründen. Die werden wir 2026 aber
XXXX: wieder aufleben lassen.
XXXX: Also Wine-Partys unter dem Namen Ruthies Ping gibt es bei Insta und Facebook,
XXXX: kann man das nachgucken.
XXXX: Die Seite ist, glaube ich, gerade tot, also die Website, aber die wird jetzt
XXXX: zum Ende des Jahres auch wieder aktiv geschaltet.
XXXX: Und wir werden darüber natürlich auch wieder eine Zielgruppe ansprechen, die eher jünger ist.
XXXX: Und wir haben das jetzt mittlerweile viermal durchexerziert mit sehr gutem Erfolg.
XXXX: Also klassisch, gute Location, DJ, Wein zu moderaten Preisen,
XXXX: wo es einfach darum geht Spaß zu haben.
XXXX: Also es ist nicht großartig jetzt den Wein anzupreisen und Weinverkostung zu machen.
XXXX: Das passiert teilweise auch, weil Leute tatsächlich sehr interessiert,
XXXX: oder sehr fokussiert zu diesen Weinfesten kommen und sagen, hier,
XXXX: ich möchte mal diesen, das probieren und warum hast du den und wie schmeckt
XXXX: der und keine Ahnung, passiert tatsächlich, ja, hat mich selber erstaunt.
XXXX: Aber es geht darum, auch so ein, diesen Festivalcharakter in ganz klein irgendwie
XXXX: so ein bisschen umzusetzen.
XXXX: Und das funktioniert sehr gut und ich glaube, das hat sehr viel Potenzial,
XXXX: weil ja ganz viele Sachen, was Veranstaltungen angeht, auch nur kurzfristig
XXXX: irgendwie Erfolg haben und dann wieder verschwinden.
XXXX: Ich glaube, da kann man zumindest mal hier regional einen Anker setzen und das
XXXX: für die nächsten zwei, drei, vier, fünf Jahre irgendwie so etablieren,
XXXX: dass das eine feste Größe in dem Veranstaltungskalender hier im Großraum können ist.
XXXX: Also das wäre dann noch quasi der vierte Kanal sozusagen.
Andy: Das war jetzt auch eine lange Antwort auf meine Frage.
XXXX: Ja, das ist richtig. Sorry, ich habe dir ja vorher schon gesagt,
XXXX: wenn ich anfange zu labern.
Andy: Alles gut. Ja, interessant. Also denkst du dann eher, du kannst jemanden,
Andy: also kannst du den Weingut begeistern, in sowas zu investieren?
Andy: Würdest du das machen, dann bist du ja ein bisschen bias sozusagen.
Andy: Oder für wen ist sowas interessant? Das ist ja fast noch ein Business Angel
Andy: Ticket, sage ich jetzt mal, von der Größenordnung her, was du suchst.
XXXX: Ja, genau. Weingut ist schwierig, aber es gibt natürlich so Agenturen,
XXXX: die jetzt auch so gar nicht,
XXXX: großartig auftreten öffentlich, weil sie B2B unterwegs sind,
XXXX: das natürlich für den normalen Endverbraucher jetzt überhaupt gar nicht so richtig sichtbar ist,
XXXX: die natürlich in Größenordnung erreicht haben, wo das durchaus interessant sein könnte.
XXXX: Ich möchte natürlich das gerne weiter betreiben, auch so wie wir es machen,
XXXX: mit dem Geschäftsmodell und dem USP.
XXXX: Das heißt also, andere Importeure kommen da nicht in Frage, weil dann würden
XXXX: wir aufgekauft werden und unser Geschäftsmodell quasi aufgeben.
XXXX: Das will ich natürlich nicht, sondern es geht schon in die Richtung,
XXXX: dass das eher strategische Investoren sind, in Anführungszeichen,
XXXX: also auf kleiner Ebene, die auch mit dem Thema eine Affinität haben und sich
XXXX: damit auch perspektivisch auseinandersetzen, sodass man sagt,
XXXX: okay, wir müssen wachsen.
XXXX: Also da geht es um die gleiche Motivation, die gleiche Perspektive.
XXXX: Und das wird sicherlich nicht ganz einfach, da Leute zu finden,
XXXX: die sich darauf einlassen und da Bock drauf haben. und mit uns das machen wollen würden.
XXXX: Es gibt natürlich noch ein paar andere im Markt, die da möglicherweise auch
XXXX: in Frage kämen, sicherlich auch größer sind.
XXXX: Ja, aber das ist so die Motivation, warum wir das anstreben.
XXXX: Das heißt aber nicht, dass es genauso kommt.
XXXX: Kann genauso gut sein, wenn sich da nichts ergibt, was für beide Seiten Sinn
XXXX: macht, dass wir weiterhin bootstrapped unterwegs sind und versuchen dann natürlich über,
XXXX: die privaten Kanäle auch dieses Wachstum zu erreichen, was sicherlich dann nicht
XXXX: dazu führt, dass wir 2027 profitabel werden, sondern möglicherweise erst 28, 29.
XXXX: Was jetzt auch persönlich schlimm wäre, aber ich sehe halt das Momentum gerade.
XXXX: Ich sehe auch das, was ich gerade geschildert habe, diese vier Säulen eigentlich, die es sind.
XXXX: Die funktionieren alle, das weiß
XXXX: ich. Und die würde ich halt gerne einfach skalieren, ganz platt gesagt.
Andy: Aber du würdest es auch weitermachen, wenn das nicht klappen würde mit der Finanzierung
Andy: sozusagen? Das ist Leidenschaft. Das ist kein Erfolgskriterium für dich?
XXXX: Nee, nee, nee. Das ist aber jetzt das Momentum oder ich glaube eine Phase,
XXXX: wo das Sinn macht, zumindest zu probieren.
XXXX: Und deswegen würde ich es jetzt nicht einfach so vom Tisch putzen.
XXXX: Das will ich probieren. Und wenn es nicht klappt, dann machen wir es weiter, klar.
Andy: Ja, ich bin gespannt auf jeden Fall, wie es weitergeht. Jetzt hast du ein bisschen
Andy: erzählt, du bist Freelancer, dann machst du Weinwunder.
Andy: Wie ist es? Du hast so deine Arbeitszeit aus. Also wir nehmen jetzt auf am Montagmorgen.
Andy: Hast du eine normale Arbeitswoche?
Andy: Wenn du sagst, okay, du gehst selbst im Urlaub Weingüter anschauen und Wein
Andy: probieren, ist ja auch eine Passion von dir.
Andy: Ist das für dich Arbeitszeit? Wie
Andy: regelst du das? Hast du eine geregelte Arbeitswoche oder gar nicht mehr?
XXXX: Naja, also, sagen wir mal so, geregelt ist es durch exogene Faktoren.
XXXX: Also ich bin spätestens viertel nach sechs, halb sieben wach,
XXXX: aller spätestens, weil die Katzen dann auf mir rumtun und Hunger haben.
XXXX: Das ist mal Punkt eins. Also früher waren es die Kinder, die sind mittlerweile
XXXX: alt genug, muss auch länger schlafen als ich, aber das ist das Erste.
XXXX: Dann bin ich wach und dann bin ich im Prinzip nach einer halben Stunde,
XXXX: sitze ich am Rechner, im Zweifelsfall.
XXXX: Also wenn das die Regel ist, dann ist das so, dass ich morgens relativ früh
XXXX: tatsächlich aktiv bin und auch am Rechner bin, sei es E-Mails beantworten,
XXXX: was auch immer, was man zu der Zeit am geschicktesten macht.
XXXX: Andere sind da schon sehr kreativ, ich bin es zu der Zeit noch nicht.
XXXX: Und dann ist das abhängig von Terminen, abhängig von, teilweise gucke ich mir
XXXX: ja auch noch ein paar Webinare an und so, weil dieses Thema Social Media Marketing
XXXX: für mich ja eins ist, was ich mir zumindest mal so weit erschließen will,
XXXX: dass ich es auch verstehe, ja,
XXXX: auch wenn ich das nicht selber aktiv betreiben kann oder werde,
XXXX: ja, weil dafür einfach die Expertise werde ich mir nicht aufbauen können,
XXXX: weil ich auch nicht genügend intrinsische Motivation habe an der Stelle, ja.
XXXX: Und dann abhängig vom Termin geht das teilweise bis abends um acht.
XXXX: Ich bin da jetzt auch, wie du ja schon angesprochen hast, für mich fühlt sich
XXXX: das größtenteils nicht als Arbeit an, sondern das ist Interesse.
XXXX: Ich habe da Bock drauf, also gerade auch was Recherche angeht und so weiter,
XXXX: neue Sachen zu finden, mich mit den Leuten auseinanderzusetzen,
XXXX: zu gucken, gibt es eine Möglichkeit zu kooperieren. Ja, nein, vielleicht.
XXXX: Das ganze Thema Veranstaltung ist natürlich eins, da habe ich jetzt die letzten
XXXX: fast 20 Jahre drin gearbeitet in dem Segment, was mich wahnsinnig interessiert,
XXXX: weil Leute irgendwie dazu zu bringen, Spaß zu haben, ist eine großartige Sache,
XXXX: wenn das funktioniert. Und das mache ich sehr, sehr gerne.
XXXX: Und das jetzt im Zusammenhang mit Wein umso mehr. Also auch da gibt es eine
XXXX: Menge zu tun, eine Menge auch, sagen wir mal, strategisch zu planen oder zu
XXXX: eruieren, was könnte möglich sein.
XXXX: Ich habe meine Lebensgefährtin und denke immer, wenn ich dich frage,
XXXX: du sagst immer, du musst arbeiten, ja klar.
XXXX: Also ich meine, dann kommt dann auch dazu diese ganze Administration,
XXXX: das darf man ja nicht vernachlässigen, das weißt du ja selber.
XXXX: Ich hatte noch eine zweite Firma im Zuge dieser Eventgeschichte,
XXXX: die wird gerade abgewickelt, weil ich sie nicht mehr brauche.
XXXX: Das zieht auch Zeit, also Nerven auch. Und so weiter und so weiter.
XXXX: Kapitalerhöhungen haben wir gerade hinter uns. Was auch immer.
XXXX: Also auch das sind Themen, die ja irgendwie bedient werden müssen und mehr Zeit
XXXX: in Anspruch nehmen, als man ursprünglich denkt.
XXXX: Weil natürlich du nicht der Einzige bist, der sich damit auseinandersetzt,
XXXX: sondern die Behörden natürlich dann auch entsprechend ein Wort mitreden.
XXXX: Also ich könnte tatsächlich 24-7 arbeiten.
XXXX: Ich hätte immer was zu tun. Das mag ich natürlich nicht, aber manchmal ist der
XXXX: Druck auch ein bisschen größer.
XXXX: Und wenn ich parallel dann noch ein Projekt habe, umso mehr,
XXXX: weil das dann natürlich das Hauptaugenmerk der täglichen Arbeit hat.
XXXX: Aber ja, also Arbeit ist immer da. Ich geregelt, ja, frühmorgens geht es los.
XXXX: Und wie lange es dauert, hängt davon ab, wie aktuell gerade die Themen sind, die am Tisch sind.
Andy: Wunderbar, Andreas. Ich bin echt gespannt, wie es so weitergeht und vor allem,
Andy: wie du dich da entscheidest, wenn es passt.
Andy: Ich bin ja der Typ Bootstrapping, das weißt du, da geht es im Podcast ja drüber.
Andy: Ich glaube, da ist noch viel drin, aber ich verstehe auch deine anderen Gedanken.
Andy: Bin echt ein bisschen skeptisch, ehrlicherweise, ob das ein nachhaltiges Wachstum
Andy: ist, aber wichtig ist ja, dass du davon überzeugt bist, dass es dann funktioniert.
XXXX: Ja, das ist richtig. Also die Skepsis. Ich meine, es gibt ein Restrisiko, keine Frage.
XXXX: Dessen bin ich mir auch völlig bewusst. Und ich glaube einfach,
XXXX: dass wir von den Grundlagen, die wir gelegt haben in den letzten zwei, drei Jahren,
XXXX: so gut aufgestellt sind, wenn wir das dann in der Intensität betreiben,
XXXX: wie das Kapital es dann quasi vorgibt,
XXXX: dann bin ich auch sehr davon überzeugt, dass das funktioniert.
XXXX: Aber wie gesagt, natürlich kann es sein, dass in zwei Jahren ich da stehe und
XXXX: sage, es hat aus welchen Gründen auch immer nicht so gefluppt, wie das gedacht war.
XXXX: Das mag ich gar nicht ausschließen, aber von den grundsätzlichen Faktoren,
XXXX: die jetzt gerade auf dem Tisch liegen, bin ich zu 98,9 Prozent davon überzeugt, dass man das gehen kann.
Andy: Alles klar. Dann viel Erfolg auf jeden Fall bei der Suche und bei der weiteren
Andy: Reise und eine erfolgreiche Black Week.
XXXX: Ja, ich danke dir vielmals auch für deine Zeit und dass ich hier an einem Podcast
XXXX: teilnehmen durfte. Hat mich sehr gefreut, hat sehr viel Spaß gemacht.
Andy: Danke dir. Alles klar. Vielen Dank und viel Erfolg.
XXXX: Danke. Ciao, ciao.
Andy: Ja, das war auch schon wieder Folge 157 von Happy Boots Having.
Andy: Wie hat es dir denn gefallen?
Andy: Ich schätze immer ehrliches Feedback. Hau doch gerne rein, schick mir was über LinkedIn per Mail etc.
Andy: Einfach reingehauen. So, der Dry January ist vorbei, hat mir der Andreas noch geschrieben.
Andy: Mit dem Gutscheincode HAPPYBOOTSTRAPPING, das H und das B groß,
Andy: bekommst du 10% auf alles, außer Tiernahrung natürlich.
Andy: Kannst du natürlich gern bei Weinwunder was bestellen und schreib mir gern,
Andy: ob es dir gefallen hat und wie es dir geschmeckt hat.
Andy: Ja, und in der nächsten Woche habe ich eine ganz coole Folge und zwar mit dem
Andy: Lorenz Strasser von Pentacode.
Andy: Das ist ein Personalverwaltungsmanagement-Tool für Gastronomie,
Andy: Freizeitparks, Bäckereien. und da habe ich ganz viel gelernt,
Andy: weil er das auch schon eine Weile macht.
Andy: Das gibt es also nächste Woche, 158, die Folge mit dem Lorenz von Pentacode.
Andy: Bis dahin, dir eine erfolgreiche Woche. Mach's gut. Ciao, ciao.
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