Von 0 auf 32.000 Radfahrer: Wie Malthe Luda grouprides.cc in nur 2 Jahren bootstrappte (#115)
Shownotes
In Folge 115 von Happy Bootstrapping spreche ich mit Malthe Luda über seinen Weg als Gründer und Geschäftsführer von Swipe Circus, eines spezialisierten Studio für UX/UI Design, und der Fahrrad-Event-Plattform grouprides.cc.
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Mit nur zwei festen Mitarbeitern und einem eingespielten Freelancer-Team hat Swipe Circus namhafte Kunden wie die BSH und den ORF gewonnen, wobei der Erstkontakt zum ORF sogar über Malthes erstes Fahrradprojekt "Right Ride" entstand. Das Studio arbeitet bewusst mit einer Vier-Tage-Woche und setzt auf schlanke Strukturen ohne Projektmanager.
Seine Leidenschaft fürs Radfahren führte Malthe zur Gründung von grouprides.cc, einer Plattform, die Radsport-Events einfach organisierbar macht.
Die Plattform verbindet Fahrradbegeisterte im realen Leben, erleichtert Marken die Organisation von Testrunden und Events und finanziert sich durch verschiedene Abomodelle für Brands, Communities und bald auch durch eine Payment-Funktion für kommerzielle Anbieter. Nach nur zwei Saisons verzeichnet grouprides.cc bereits 5.000 Rides und 32.000 Teilnehmer.
PhotoQuest - Projekt von Thomas
Über mich: Mein Name ist Andreas Lehr und im Podcast "Happy Bootstrapping" interviewe ich wöchentlich wechselnde Unternehmer:innen zu Ihrer Geschichte. Ich bootstrappe meine eigene Firma "We Manage" und helfe Startups und Grownups mit nachhaltigen Cloud-Infrastrukturen und Web Operations.
Show-Notes
- grouprides.cc Website
- Swipe Circus Website
- Malthe Luda bei LinkedIn
- Vorteile von grouprides.cc
- Kooperationen für Marken bei grouprides.cc
- Beispiel Ride: "FOCUS BFT e-MTB RIDE " am 13.4. in Stuttgart
- Mein "allesnurgecloud" Newsletter zu Cloud, DevOps, IT und Security
- Werbung: Dev-Ops as A Service mit We Manage
- Werbung: Start-up Angebot bei We Manage buchen
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Schick mir gerne Fragen oder Feedback zum Podcast per E-Mail an hallo@happy-bootstrapping.de - viel Spaß mit der Folge!
Transkript anzeigen
Andy: Hallo und herzlich willkommen zu Folge 115 von Happy Bootstrapping.
Andy: In der heutigen Folge sprechen wir mit dem Malte Luda über seinen Weg als Gründer
Andy: und Geschäftsführer von Swipe Circus,
Andy: das ist ein spezialisiertes Designstudio für UX-UI-Design und eben auch der
Andy: Gründer der Fahrrad-Event-Plattform GroupRides.cc.
Andy: Bei Swipe Circus betreuen Malte und sein Co-Founder Andreas namhafte Kunden
Andy: wie beispielsweise BSH und den ORF in Österreich.
Andy: BSH sind Bosch Siemens Haushaltsgeräte, heißt es glaube ich.
Andy: Ja und über sein erstes Fahrradprojekt hat er Malte ein Buch geschrieben,
Andy: kam er eben über den Erstkontakt zum ORF.
Andy: Und darüber kam dann die Idee zu grouprides.cc, das ist eine Plattform,
Andy: die die Organisation von Radsport-Events einfacher macht.
Andy: Also sowas wie Meetup oder Eventbrite, aber eben speziell für Radsport.
Andy: Du kannst einen Ride selber organisieren in deiner Freizeit,
Andy: aber vor allem Firmen können das tun, um Testfahrten zu machen.
Andy: Das ist ein ganz großes Ding bei Fahrradherstellern und deswegen arbeitet die
Andy: Plattform auch viel mit verschiedenen Herstellern und Marken zusammen.
Andy: Fand ich super interessant.
Andy: Er hat auch, glaube ich, über zehn Rides pro Teilnehmer, also pro registriertem
Andy: User, was echt eine coole Zahl ist.
Andy: Und das Gesamtpaket fand ich jetzt interessant eben bei ihm aus Geschäftsmodell von der Agentur.
Andy: Das bedingt wiederum Group Rides und wie generell Group Rides funktioniert und
Andy: was er da jetzt noch mit vorhat, finde ich auch super spannend,
Andy: in welche Richtung es da mitgeht.
Andy: Ja, und bevor es jetzt direkt losgeht, ein Dankeschön an den Thomas und den
Andy: Ben. Die beiden haben den Podcast geshared auf LinkedIn und wie versprochen,
Andy: kurz die Erwähnung der beiden Projekte.
Andy: Der Thomas macht mit PhotoQuest.wedding ein Fotospiel für die Extraportion Spaß auf deiner Hochzeit.
Andy: Kannst du unbedingt mal auschecken, es sind verschiedene Spiele,
Andy: die man durchführen kann oder dem Brautpaar oder den Gästen auferlegen kann.
Andy: Coole Sache, fotoquest.wedding ist verlinkt in den Show Notes und der Ben macht
Andy: mit Octolux eine App zum Tracking von Tauchaktivitäten.
Andy: Das heißt, du kannst da tracken, wie war es am Tauchspot, hat es dir gefallen.
Andy: Es gibt jetzt eine Social Sharing Funktion, um eben deinen Tauchgang zu sharen.
Andy: Und die beiden, ja, schaust du dir mal an, sind zwei Indie-Hacker sozusagen,
Andy: die berufsbegleitend aktuell so ein Projekt machen.
Andy: Das finde ich auch immer ganz cool. Daher kurzer Shoutout und checkt die Links in den Shownotes.
Andy: Jetzt geht's los mit der Folge mit dem Malte und mir. Viel Spaß!
Andy: Guten Abend, Malte und herzlich willkommen bei Happy Bootstrapping.
Malthe: Hey, hallo Andreas.
Andy: Wer bist du, wo kommst du her und was machst du alles?
Malthe: Okay, das sind schon mal einige Fragen.
Andy: Viele Fragen zum Start, ja.
Malthe: Starten wir direkt rein. Ich bin Malte Juda, komme gebürtig aus der Nähe von Holland.
Malthe: Ich habe die Knicks größere Stadt, wäre auf der holländischen Seite Entschede.
Malthe: Das sind so ungefähr 30 Minuten mit dem Fahrrad, nochmal weiter in den Westen.
Malthe: Und wenn du aber da nicht dich so gut auskennst, dann fährst du nochmal eine
Malthe: Stunde mit dem Auto in den Osten, ein bisschen Osnabrück.
Malthe: Das heißt, irgendwo zwischen Ruhrpott und Nordsee in der Mitte of nowhere, da komme ich her.
Malthe: So, war 13 Jahre lang in München im Agenturbusiness unterwegs,
Malthe: bin jetzt seit sechs Jahren in Hamburg.
Malthe: Und jetzt habe ich schon wieder so viele Fragen im Kopf gehabt,
Malthe: dass ich die meist vergessen habe. Was ich noch so mache, hast du gefragt, richtig?
Andy: Ja, das Wichtigste her, deswegen bist du her.
Malthe: Genau, genau. Ich habe prinzipiell zwei Businesses, bis letztes Jahr hatte ich
Malthe: noch drei, oder eigentlich sogar sind es vier.
Malthe: Das ist einmal meine Agentur, die ich mit Andreas Lohner gegründet habe vor
Malthe: jetzt knapp sechs Jahren, die nennt sich Swipe Circus.
Malthe: Da bauen wir digitale Produkte, das heißt, wir schauen, wie ist die UX,
Malthe: wie ist die UI, wie ist die Designstrategie hinter einem Produkt.
Malthe: Ich habe grouprides.cc, worüber wir heute reden werden, Plattform,
Malthe: um Radsportbegeisterte zu connecten im realen Leben.
Malthe: Und dann habe ich zu dieser grouprides.cc noch eine Crew, die sind quasi Markenbotschafter
Malthe: der Plattform, die ich auch nochmal so versuche irgendwie zu managen.
Malthe: Das sind so elf Charaktere, was auch gar nicht so wenig ist.
Andy: Da hast du ja einige Pferde im Stall oder einige Fahrräder im Keller stehen.
Andy: Wie viele Fahrräder hast du denn im Keller stehen?
Malthe: Und aktuell habe ich tatsächlich, also wenn wir alle mit reinnehmen,
Malthe: habe ich ein Stadtrad, habe ich ein Lastenrad, habe ich ein Gravel, ein Rennrad.
Malthe: Ja, das sind die vier. Ja, und dann habe ich noch so ein Klapp, das sind fünf.
Malthe: Also es hält sich, glaube ich, nach den Grenzen, wenn man sich bei anderen Radfahrt
Malthe: begeistert und umschaut. Ja, genau.
Andy: Schon ein kleiner Fuhrpark sozusagen.
Malthe: Ja, auf jeden Fall. Auf der Parkfläche in der Tiefgarage steht kein Auto,
Malthe: sondern da stehen die Räder tatsächlich.
Andy: Ja.
Andy: Okay, da brauchst du doch keinen Vorparkverantwortlichen. Da war es auch schon.
Andy: Okay, ja, dann mich interessiert erstmal, wahrscheinlich gehen wir mal der Reihenfolge
Andy: nach vor, das macht am meisten Sinn.
Andy: Swipe Circus ist die Agentur, die du machst zusammen mit deinem Partner.
Andy: Wie groß ist die Agentur heute? Kannst du ein bisschen was erzählen,
Andy: dass wir das einordnen können?
Andy: Vielleicht Anzahl Mitarbeitende oder Umsätze auch?
Malthe: Genau. Kann ich dir relativ offen und ehrlich erzählen, ist eigentlich auch
Malthe: eines unserer Kredos, die wir halt raushauen.
Malthe: Also wir sind super klein, das heißt wir sind aktuell zwei Festangestellte mit
Malthe: vier Freelancern plus minus, weil wir aber auch sagen, wir skalieren nicht über
Malthe: Köpfe, sondern wir skalieren über die Prozesse.
Malthe: Weil jemand, der ständig neue Leute einstellt, muss am Ende des Tages auch immer
Malthe: mehr Jobs annehmen und vielleicht sieht es dann gar nicht mehr die Arbeiten,
Malthe: die man eigentlich machen wollte, als man die Agentur gegründet hat.
Malthe: Und schon wieder bist du in so einem Hamsterrad und dann musst du Agenturaufträge
Malthe: annehmen, die du eigentlich nicht annehmen willst, nur weil du so eine große
Malthe: Payroll hast sozusagen.
Malthe: Also deswegen skalieren wir eher über die Cleverness der Prozesse,
Malthe: der Workflows, als über die Köpfe. Genau. Das ist einmal so Punkt eins.
Malthe: Umsatz ist ganz okay, sagen wir mal so.
Malthe: Genau, arbeiten aber tatsächlich auch eher für größere Konzerne,
Malthe: also sei es für die BSH, also Bosch Siemens Hausgeräte,
Malthe: dafür brauchen wir sehr, sehr viel Embedded Software, also sei es dein Kaffee-Vollautomat
Malthe: zu Hause von Siemens, hat dein Display,
Malthe: dann schauen wir, wie kommst du von A nach B, wie kannst du dein Getränk so
Malthe: einstellen, dass du es dir entweder irgendwie rauslassen kannst nach deinen Vorlieben.
Malthe: Bis hin zur ORF-Mediathek, die wir letztes Jahr komplett auf links gekrempelt haben.
Malthe: Tatsächlich mit dem kleinen Team in gerade mal vier Monaten.
Malthe: Genau, das ist quasi das, was wir so bei Swipe Circus machen.
Andy: Den Kindertest bestehen die Kaffeemaschinen. Die machen hier so Warmkaber am
Andy: Wochenende, wenn wir noch schlafen hoffentlich.
Andy: Und das klappt ganz gut, als wir den Test haben gestanden.
Malthe: Sehr gut, danke.
Andy: Da musst du mir jetzt kurz erklären, was genau macht ihr da dann,
Andy: wenn ihr nur zu zweit seid plus Freelancer, dann schreibt ihr die Software aber
Andy: nicht selber, sondern ihr macht eben die Vorgabe, wie kann die UI aussehen,
Andy: was soll passieren, wenn ich wo draufklicke, dann auch über so Klick-Dummys
Andy: oder über Videos oder wie macht man sowas jetzt bei einem Beispiel Kaffee vollautomal,
Andy: ist ja gar nicht schlecht.
Malthe: Ja, also tatsächlich sind wir diejenigen, die uns überlegen,
Malthe: wie kommst du von A nach B, also wie kommst du auf ein Getränk,
Malthe: wie kannst du die Parameter des Getränks ändern und das einfach auf die einfachste
Malthe: Art und Weise oder eben auch vor allen Dingen ganz wichtig, so wie die Marke auch spricht,
Malthe: weil du kannst eben nicht kommunizieren, auch nicht im digitalen Bereich.
Malthe: Und dann, was wir da machen, ist ganz klassisch Wireframing, User-Testing.
Malthe: Dann schauen wir uns an, wie sieht die UI aus, also wie sehen die Elemente aus,
Malthe: wie sehen die Renderings auch von den Getränken beispielsweise.
Malthe: Also alles, was das Visuelle betrifft, aber alles, was so das Programmatische
Malthe: betrifft, ist, Umsetzen etc.
Malthe: Das macht dann quasi meistens sogar der Kunde selber in-house.
Andy: Und das Design von dem Kaffeeautomat selber dann auch oder wirklich nur die
Andy: digitalen Bedieneinheiten?
Malthe: Wir machen tatsächlich alle digitalen Bedieneinheiten, also das grundsätzliche
Malthe: User Interface und User Experience, genau.
Andy: Okay. Da kommt auch schon was zusammen bei deinem BSH, was du jetzt erzählt hast.
Andy: Da haben wir auch ein Gerät da, wo wir dann auch über die App steuern können und so.
Andy: Das ist ja auch schon mittlerweile auch eine Welt für sich und ein ganz neues
Andy: Ökosystem, was da entstanden ist.
Malthe: Ja, und dafür sind wir dann quasi da, dass halt auch, wenn du sagst,
Malthe: alle Geräte bekommen irgendwie ein Display, dass sie sich auch alle gleich anfühlen.
Malthe: Dass wenn du ein Gerät halt kennst, ähnlich.
Malthe: Ich finde es immer schrecklich, als Designer über Apple-Geräte zu sprechen,
Malthe: aber sie sind einfach so plakativ und jeder kennt sie und jeder nutzt mindestens eins gefühlt.
Malthe: Wenn du ein Gerät von dir verstanden hast, dann weißt du auch,
Malthe: wie die anderen Geräte bestehen.
Malthe: Also doof gesagt, du hast dein iPhone, dann weißt du, wie eine Apple Watch funktioniert,
Malthe: ohne dass du da nochmal eine Instruktion baust.
Malthe: Und genau das ist ja das höchste Ziel, was du hast, wenn du mehrere Produkte
Malthe: hast, die komplett unterschiedlich voneinander sind.
Malthe: Beispiel, du hast ein Staubsauger von Bosch und eine Kaffeemaschine von Bosch
Malthe: oder ein Staubsauger von Siemens und von Siemens die Kaffeemaschine.
Malthe: Dann willst du natürlich, dass du dich nicht immer wieder neu orientieren musst,
Malthe: wie Interaktionsmodelle funktionieren oder wie mentale Modelle funktionieren.
Malthe: Wie komme ich vor, wie komme ich zurück?
Malthe: Das sind dann so die Sachen, dass du sie einfach holistisch angreifen musst
Malthe: und dementsprechend auch durchziehen musst auf die gesamte Produktpalette.
Andy: Und wie seid ihr auf den Namen Swipe Circus gekommen?
Andy: Weil im Prinzip würde ich jetzt so sagen, Circus ist doch gerade das Verrückte.
Andy: Da ist alles durcheinander und vielleicht nicht so ganz geplant oder auch doch, ich weiß nicht.
Andy: Und dann geht es ja aber bei UI, UX-Design dann doch um diese geordneten Dinge,
Andy: die du gerade beschrieben hast.
Andy: Also wie sei da da auf den Namen gekommen? Und wann habt ihr es gegründet vor allem?
Malthe: Wir haben es gegründet vor sechs Jahren. Sieben, vor sechs Jahren. 2019, genau, 2019.
Malthe: Punkt eins. Damals war ich noch in München. Ich habe gegründet mit Andreas Lohner.
Malthe: Der ist immer noch in München. Ich bin damals aber zurzeit nach Hamburg gezogen,
Malthe: wo jeder gesagt hat, ihr werdet niemals 2019, weit vor der Pandemie,
Malthe: ihr werdet niemals digitale Produkte remote erarbeiten können.
Malthe: Das wird nicht funktionieren.
Malthe: Wir wissen alle, was dann passiert ist.
Malthe: Punkt eins. Punkt zwei, Namensgebung. Absolute Hölle.
Malthe: Im Endeffekt sind wir auf Swipe Circus gekommen, weil wir machen digitale Produkte.
Malthe: Swipen ist ein sehr gelernter Begriff mittlerweile, guter Term.
Malthe: Circus. Wir sehen es nicht so, dass du komplett durcheinander bist,
Malthe: sondern wir sehen es genau andersrum, weil wir sind aufgebaut,
Malthe: dass wir in die Stadt kommen,
Malthe: wo quasi der Kunde beispielsweise ist und wir haben immer das Setup dabei,
Malthe: was der Kunde quasi braucht.
Malthe: Also wir brauchen nicht die ganze Zeit, jetzt mal doof gesagt,
Malthe: den Hochseiltypen, weil vielleicht Kunde XY gar nicht den Hochseiltypen braucht,
Malthe: sondern wir brauchen da vielleicht eher den zweiten Dompteur.
Malthe: Um jetzt mal kurz in diesem Zirkus-Ding zu sagen. Das heißt,
Malthe: wir können quasi unseren Zirkus immer größer und kleiner machen,
Malthe: sind mobil unterwegs, also wir sind quasi mit der Agilität sozusagen verbunden.
Malthe: Das ist eigentlich so der Hintergrund, warum wir dann Swipe Circles prinzipiell gewählt haben.
Malthe: Einfach um die Skalierung zu zeigen, um auch so ein bisschen dieses sich anpassen
Malthe: auf neue Gegebenheiten rüberzubringen.
Andy: Was habt ihr dann, wenn ihr 19 gegründet habt, ein Jahr später ging die Pandemie los.
Andy: Was waren so für Meilensteine, wo du zurückblickend sagen kannst,
Andy: es hat alles funktioniert.
Andy: Ich meine, heute lachen wir darüber, so wie du gerade, über die Pandemie uns
Andy: gezwungen hat und was auf einmal alles funktioniert, was man vielleicht vorher verteufelt hat.
Andy: Aber was waren für dich so Meilensteine auf dem Weg dann in den sechs Jahren,
Andy: wo du gemerkt hast, hey, das funktioniert alles doch so, wie wir es geplant haben?
Malthe: Aber tatsächlich war es echt die Pandemie. Also bei allen anderen war es so,
Malthe: oh, wir müssen jetzt ins Homeoffice, wir müssen irgendwie remote arbeiten.
Malthe: Wie machen wir das mit der Abstimmung? Wie können wir unsere Status-Meetings
Malthe: irgendwie halten? Bei uns hat sich nichts verändert.
Malthe: Tatsächlich gar nichts. Also ich bin weiterhin irgendwie hier in meinen Büro
Malthe: gegangen und dann halt irgendwie bei uns zu Hause.
Malthe: Aber vom Workflow hat sich bei uns gar nichts geändert. Das heißt,
Malthe: während alle anderen sich irgendwie mit sich selber beschäftigt haben,
Malthe: weil sie ihre Workflows und ihre Abläufe auf Remote stellen mussten,
Malthe: ging es bei uns einfach weiter, weil wir schon immer Remote gearbeitet haben.
Malthe: Das war natürlich ein Riesenvorteil.
Malthe: Also es gab tatsächlich, das klingt jetzt vielleicht ein bisschen blöd,
Malthe: aber es gab tatsächlich keine Meinstelle, wo wir gesagt haben, jetzt läuft es.
Malthe: Sondern wir haben ja auch 2019 und auch in 2020, als die Pandemie noch nicht
Malthe: uns irgendwie ins Homeoffice gebracht hat, so gearbeitet und auch erfolgreich
Malthe: gearbeitet. Wir haben da ja schon auch propagiert, dass es funktionieren kann.
Malthe: Und dann war es ja so, dass die Leute gesagt haben, hey, wir machen jetzt Homeoffice.
Malthe: Ja, das stimmt, ihr macht jetzt Homeoffice, aber nicht intrinsisch,
Malthe: sondern ihr macht Homeoffice, weil ihr dazu gezwungen werdet.
Malthe: Und das sind schon nochmal zwei unterschiedliche Gesamt, ob ich dazu gezwungen
Malthe: werde oder ob ich das einfach aus intrinsischer Motivation mache.
Andy: Und wie hat es mit den Kunden dann funktioniert? Weil die waren ja eher gewohnt,
Andy: dass die Agentur vorbeikommt, den Pitch macht und die Meilensteine präsentiert und so weiter.
Andy: Aber war da euer Setup auch schon immer remote und die Kunden sind,
Andy: oder sind die Kunden alle in Hamburg oder in München?
Malthe: Tatsächlich sind die Kunden zu der Zeit alle in München gewesen und in der Schweiz.
Malthe: Und da hatten wir sowieso oft, dass wir einfach remote gearbeitet und auch präsentiert haben.
Malthe: Klar, zu wichtigen Meilensteinen sind wir natürlich vorbeigekommen und so weiter.
Malthe: Aber wir haben das auch ganz oft aufgrund der Effizienz einfach gesagt,
Malthe: hey, es ergibt für uns keinen Sinn, eine halbe Stunde zu euch zu fahren,
Malthe: eine halbe Stunde zurückzufahren, euch eine Dreiviertelstunde was zu präsentieren
Malthe: und dann wieder zu gehen.
Malthe: Lass uns das doch einfach effektiv machen mit einem Shortcut.
Malthe: Wir treffen uns und zwar im virtuellen Raum, zeigen euch die Sachen Abfahrt.
Malthe: Und das finden wir, also es funktionierte immer ganz gut, es funktioniert heute immer noch gut.
Malthe: Heute nehmen natürlich auch Präsenztermine wieder mehr zu. Aber prinzipiell
Malthe: sind unsere wöchentlichen Abstimmungen beispielsweise mit dem ORF sind natürlich digital.
Andy: Okay.
Andy: Wie macht ihr das dann mit, also du hast jetzt einen Co-Founder sozusagen,
Andy: du hast die vier Freelancer angesprochen, wie klappt das da mit der Zusammenarbeit
Andy: und wie muss ich mir das vorstellen in der Praxis?
Andy: Hast du da einen Vertrag mit denen, kannst du dann kurzfristig auf die zugreifen,
Andy: weil die werden ja manche auch ausgelastet sein, oder hast du die so angestellt,
Andy: dass die eine gewisse Grundauslastung bei euch haben? Oder angestellt,
Andy: das ist falscher Begriff.
Malthe: Ich weiß, dass sie so festfreie sind, meinst du? Erstmal sind es,
Malthe: ich bin jetzt seit 18 Jahren in dem Kosmos unterwegs, das heißt,
Malthe: das sind eh schon langjährige WeggefährtInnen,
Malthe: die ich da habe und prinzipiell funktioniert das immer so gut,
Malthe: weil unsere Projekte nicht irgendwie nur so zwei Monate gehen oder drei Monate
Malthe: gehen, sondern meistens sind das gerade bei größeren Kunden wie bei einer BSH oder Ähnlichem,
Malthe: sind das halt auch Produkte oder Projekte, die halt über ein bis zwei Jahre halt laufen.
Malthe: Das heißt, wir haben auch einen gewissen Vorlauf, dass wir die Leute,
Malthe: die wir dann als Freelancer ranholen, auch quasi dann dementsprechend blocken können.
Malthe: Also von daher haben wir nicht sowas wie, dass wir sagen, hey,
Malthe: wir nehmen dir x Personentage im Jahr definitiv ab und die rufen wir dann ab,
Malthe: sondern es ist dann schon auch eher tatsächlich auf Zuruf,
Malthe: was aber natürlich auch den Vorteil nützlich bringt, dass du nicht die ganze
Malthe: Zeit als Kunde so einen riesen Kostenapparat vor dich herschiebst,
Malthe: weil du die Person einfach nicht brauchst.
Malthe: Natürlich ist sie in dem Tagessatz der anderen Person mit inkludiert.
Malthe: Genau, nur weil ich gerade keine 3D-Artist brauche, zahle ich ihn trotzdem irgendwie mit.
Andy: Wie organisiert ihr das dann gegenüber, also erstmal mit in eurer Zusammenarbeit?
Andy: Habt ihr dort dann Arbeit über Slack oder über irgendwelche anderen digitalen Tools zusammen?
Andy: Und wie entstehen dann so Remote Designs? Ich dachte immer, gerade für solche
Andy: Sachen, für so Scribbling und so, ja, so wie kann denn so eine Bedieneinheit
Andy: aussehen für eine Kaffeemaschine?
Andy: Gerade für sowas muss man irgendwie mal was anfassen und das ausprobieren auch.
Andy: Ist das nicht so in der Praxis oder ist das dann quasi auch schon mit einem
Andy: 3D-Artist so gebaut und dann habe ich eher den Vorteil, dass es digital ist
Andy: und ich kann 20 verschiedene Sachen ausprobieren, weil ich es eben nicht produzieren
Andy: und drucken muss oder so?
Malthe: Genau, also bei uns ist es tatsächlich so, ich kann ja mal kurz nur so einen
Malthe: Tag reinspringen einfach.
Malthe: Wir haben jeden Morgen unseren Status Call, der zur gleichen Zeit stattfindet,
Malthe: wo jeder einmal kurz sagt, was Phase
Malthe: ist, wo es auch oftmals gar nicht so hundertprozentig um die Arbeit geht.
Malthe: Also ich würde sagen 50-50 vielleicht.
Malthe: Das heißt, den sozialen Aspekt kriegen wir da auch schon mal unter.
Malthe: Wir arbeiten tatsächlich auf Slack, weil es für uns einfach das Einfachste ist.
Malthe: Gerade mit so einem kleinen Team oder mit anderen Kunden sind wir natürlich
Malthe: dann auch in deren Teams zum Beispiel drin, dass wir da auch einen direkten
Malthe: Grad haben, logischerweise.
Malthe: Und natürlich treffen wir uns zu wichtigen Kickoffs und schließen uns ein und so weiter.
Malthe: Da wir digitale Produkte bauen, können wir sie auch digital bauen.
Malthe: Und es ist so, dass ich zum Beispiel bei uns den Part vom Designstrategen und
Malthe: vom UX-Design übernehme, das heißt die Konzeption etc.
Malthe: Und Andreas den großen Teil des Visuellen quasi übernimmt.
Malthe: Das heißt, wir geben uns sozusagen da den Staffelstab über, was hervorragend einfach funktioniert.
Malthe: Und wir sind, glaube ich, jetzt auch schon seit knapp zehn Jahren gemeinsam
Malthe: unterwegs, dass wir da einfach extrem gut eingespielt sind.
Malthe: Treffen uns aber regelmäßig zum Austausch oder auch, wenn wichtige Sachen sind. Das ist ja klar.
Andy: Und dann trifft man sich jetzt nicht in der Mitte, weil das ist nicht so schön
Andy: wahrscheinlich. Ihr trefft euch entweder in Hamburg oder in München.
Malthe: Ich sage mal so, Kassel hat auch schöne Sachen. Also tatsächlich.
Malthe: Aber wir haben uns tatsächlich noch nicht in Kassel getroffen.
Malthe: Ja, aber klar, wir machen auch Offsides, dass wir dann, keine Ahnung,
Malthe: nach Leipzig fahren beispielsweise.
Malthe: Aber es ergibt natürlich Sinn, dass wir uns dann in Leipzig,
Malthe: in Hamburg oder in München treffen.
Andy: Okay. Du hast ein bisschen jetzt eure Kunden angesprochen, BSH,
Andy: wem das nicht sagt, der Bosch Siemens Haushaltsgeräte heißt,
Andy: glaube ich, die Firma, oder?
Malthe: Genau, nur Hausgeräte.
Andy: Okay,
Andy: ORF ist natürlich eine krasse Nummer. Wie kommt man als gerade so kleines Team
Andy: an solche große Kunden ran und kann diese dann auch halten und bedienen?
Malthe: Das ist tatsächlich eine sehr witzige Story, die sogar fast mündet in unser eigentliches Thema.
Malthe: Und zwar lief das vorher. Ich weiß gar nicht, ob ich das über erzählen darf.
Malthe: Ich hau es einfach raus. Warum auch nicht?
Malthe: Der allererste Kontakt zum ORF lief tatsächlich über eins meiner Radprojekte, nämlich bei RideRide.
Malthe: Ich habe ein Buch geschrieben, am Ende waren es dann sogar drei Bücher,
Malthe: wo ich Radfahrer interviewt habe, warum sie Rad fahren, wo ihre Lieblingsrouten sind, etc.
Malthe: Das ist also ein Corona-Projekt tatsächlich, weil irgendwie ging es mir so ein bisschen auf den Keks.
Malthe: Was der Komoot vorschlägt, weiß ich jetzt nicht, ob das immer hundertprozentig
Malthe: die richtig beste Route ist oder ob es mir nur vorgeschlagen werden,
Malthe: weil jeder halt fährt so, vielleicht ist sie aber auch schlecht.
Malthe: Da fielte mir so das Quality-Gate, dann habe ich mir gedacht,
Malthe: okay, dann schreibe ich ein paar Leute in Deutschland an, die so eine gewisse
Malthe: Reichweite haben, die vielleicht auch ein bisschen Strahlkraft haben.
Malthe: Was sind denn eure Lieblingsgruppen vor eurer Haustür? Weil keiner konnte 2020
Malthe: irgendwie das Land verlassen. Lasst doch irgendwie gemeinsam in Deutschland fahren.
Malthe: Und das hatte ein Kollege beim ORF gekauft und hatte dann geschaut,
Malthe: was macht denn dieser Malte Luger sonst noch?
Malthe: Und kam dann auf Swipe Circus und hat uns dann angeschrieben und gesagt,
Malthe: hey, wir sind ja gerade ein bisschen was da machen, wollen was neu machen,
Malthe: können wir da mal sprechen?
Malthe: Dann sind wir da hingekommen, haben uns vorgestellt, haben unsere Arbeiten gezeigt.
Malthe: Wir hatten vorher tatsächlich auch in unserer vorherigen Agentur,
Malthe: wo wir rausgegründet haben, was für Vodafone gemacht, also Vodafone Giga TV,
Malthe: was so ist von dort zu Magenta TV.
Malthe: Das ist sehr, sehr naheliegend auch, also eine Streaming-Plattform.
Malthe: Haben uns vorgestellt, haben unsere Arbeiten vorgestellt und dann hieß es,
Malthe: naja, klingt eigentlich ganz gut, ich glaube, wir sollten eine Ausschreibung machen.
Malthe: Und haben dann ganz normal den offiziellen Weg gemacht etc. pp.
Malthe: Und genau, haben dann relativ flott die Mediathek auf Links gezogen beim ORF,
Malthe: die vorher TVTK heißt, jetzt heißt sie ORF on.
Malthe: Innerhalb von vier Monaten haben wir die erste Version daraus geknallt,
Malthe: was extrem schnell ist, gerade für den öffentlich-rechtlichen.
Malthe: Nur zwei Monate später gab es dann ORF-Kits, was quasi auf dem gleichen Designsystem basiert.
Malthe: Und jetzt sind wir gerade dabei, die meistbesuchteste Nachrichtenseite Österreichs
Malthe: neu zu machen, die Radiostation und genau.
Malthe: Aber es ist immer ein super langwieriger Prozess aufgrund von Ausschreibungen etc.
Malthe: Pp. aber einer meiner allerersten Kreativdirektoren hat mal gesagt,
Malthe: aus guter Arbeit entsteht auch mehr gute Arbeit.
Malthe: Und ich glaube, das beantwortet vielleicht irgendwie die Frage,
Malthe: wie man dann auch so große Accounts halten kann, als eigentlich eher kleines Team.
Malthe: Und wir sind uns aber auch eigentlich sehr bewusst,
Malthe: Und sie sind der krassen Überzeugung davon, dass kleine Teams viel schnelleren,
Malthe: besseren Output generieren können als große Teams, weil du viel schneller zur
Malthe: Entscheidung kommen kannst.
Malthe: Du musst viel weniger kommunizieren, viel weniger Leute mitnehmen und bist einfach
Malthe: viel schneller unterwegs.
Andy: Da wärst du wahrscheinlich sonst nach vier Monaten noch in der Abstimmung der Farben oder so.
Malthe: Ja, und vor allen Dingen hat der, die Sache ist ja, Design ist ja nicht demokratisch.
Malthe: Es geht da ja nicht um den Geschmack. Es geht da ja um die Brand.
Malthe: Also welche Marke, was soll sie verkörpern? Wie soll sein digitales Produkt aussehen?
Malthe: Das muss ja nicht heißen, dass du persönlich jetzt die Farbe rot super findest,
Malthe: deswegen muss alles rot sein, sondern die Marke hat eben als Kernfarbe beispielsweise
Malthe: rot, dann ist die eben so. Also mal ein ganz banales Beispiel.
Malthe: Das heißt, deine persönlichen Interessen, was auch immer dein Job dort ist,
Malthe: sind überhaupt gar nicht von Belang, sondern du musst die Marke repräsentieren. Und darum geht es.
Malthe: Deswegen ist Design einfach tatsächlich nicht demokratisch, so hart es sich anhört.
Andy: Und habt ihr dann, also das Design-System angesprochen, den Begriff kenne ich
Andy: auch, habt ihr das dann auch selber entwickelt oder machen das dann die Freelance
Andy: oder ein ganz anderes Team nach euren Vorgaben?
Malthe: Beim ORF jetzt, da war es tatsächlich so, dass wir den Grundstein dafür gelegt
Malthe: haben und dann der ORF hat natürlich intern auch Designer.
Malthe: Die haben das dann quasi weiterentwickelt. Das heißt, wir haben jetzt nicht
Malthe: jeden einzelnen State von jeder Seite quasi gebaut, sondern es ist dann schon
Malthe: auch ein Teamplay. Und das ist, glaube ich, auch unser großer Vorteil,
Malthe: dass wir nicht sagen, hey, gibt uns alles rüber und wir sehen uns in vier Monaten
Malthe: wieder, sondern es ist dann schon ein Miteinander.
Malthe: Und ich glaube, das ist das auch tatsächlich, was die Kunden schätzen,
Malthe: dass wir uns eben Workflow, Strukturen und Teams auch randocken können und das
Malthe: Ganze auch nochmal ein bisschen challengen können.
Malthe: Also wenn man es jetzt vielleicht übertrieben sagen will, wären wir vielleicht
Malthe: eine Mischung aus Designstudio und vielleicht so ein bisschen Business Consulting,
Malthe: in dem man halt dann sagt, da könnt ihr einen Shortcut machen und brauchen wir
Malthe: hier wirklich drei weitere Designer etc.
Malthe: Pp. oder schaut mal, wie wir dieses Tool einsetzen können etc.
Malthe: Ich glaube, das wird schon tatsächlich gerade von dem Größeren geschätzt,
Malthe: um da einfach mal einen frischen Wind reinzubringen, so blöd und banal,
Malthe: wie sich das vielleicht anhört.
Andy: Agenturen arbeiten ja heute häufig mit einem Retainer-Modell.
Andy: Also du zahlst eine Pauschale, dass du eben Zugriff auf die Designer hast,
Andy: auf die Leute, die es umsetzen.
Andy: Aber das hört sich jetzt für mich nicht so an, als habt ihr das gemacht.
Andy: Und das stelle ich mir jetzt bei einer öffentlich-rechtlichen Ausschreibung
Andy: dann auch schwierig vor.
Andy: Bietest du so ein Projekt dann zum Festpreis an? Oder wie läuft sowas ab dann aus eurer Sicht?
Malthe: Wir laufen in Sprints. Also du hast absolut recht. Es gibt bei uns beim ORF
Malthe: tatsächlich keinen Retainer. Hat sehr, sehr viele Gründe.
Malthe: Wir haben aber auch bei sehr vielen anderen Kunden gar keinen Retailer,
Malthe: weil wir auch sagen, wir wollen ja transparent den Leuten gegenüber sein.
Malthe: Und wenn halt was anfällt an
Malthe: Arbeit, dann ist es auch so, wir wollen jetzt nicht eine Flat Fee haben.
Malthe: Und dann, ja, haben wir was gemacht. Und am Ende des Tages bleiben wir unter
Malthe: dem Strich wie noch 25 PT halt über.
Malthe: Das sehen wir nicht so, finden wir unehrlich, irgendwie unethisch und verwerflich.
Malthe: Deswegen machen wir das nicht.
Malthe: Wir arbeiten aus Sprints. Das heißt, wir haben kleine Arbeitspakete.
Malthe: Ich glaube, alle deine HörerInnen werden wissen, was Sprints sind.
Malthe: Wir arbeiten jetzt nicht genau nach den Google Sprints. Die haben wir so ein
Malthe: bisschen umgewurschtelt, aber wir sagen prinzipiell haben wir Arbeitspakete,
Malthe: die zwei Wochen lang sind, sodass wir da genug Workload reinpacken können,
Malthe: um die nächsten zwei Wochen einfach zu erarbeiten.
Malthe: Wir beginnen meistens mit einem UX-Sprint, das heißt, wir machen die Konzeption.
Malthe: Nach einer Woche schaut man sich an, in welchem Stand man ist,
Malthe: kann dann weitermachen oder korrigieren.
Malthe: Und dann am Ende der ersten zwei Wochen UX kommt quasi die UI.
Malthe: Das heißt, du könntest sogar schon nach den ersten zwei Wochen Sprint anfangen,
Malthe: deinen EntwicklerInnen zu sagen, was sie schon mal bauen müssen,
Malthe: im Backend zum Beispiel.
Malthe: Genau, und das ist, glaube ich, eine sehr, sehr effiziente Weise.
Malthe: Und dann werden halt X-Sprints abgenommen, beispielsweise verkauft.
Malthe: Und dann schauen wir, dass wir in der Zeit genug schaffen. So hat jeder eine
Malthe: Kostenkontrolle und weiß auch, was Fasel ist.
Andy: Interessant. Also jetzt sprechen wir natürlich gleich über Group Rides.
Andy: Jetzt wird mich noch zwei, drei Sachen, weil du das Buch erwähnt hast,
Andy: noch interessieren. Oder die Bücher sogar.
Andy: Wie recherchiert man denn so Fahrradfahrer? Also mir fällt jetzt gerade hier
Andy: die zwei, der Max und der Nono, die habe ich bei Netflix gesehen, die Biking Borders.
Andy: Dokumentation, wer sie nicht kennt, das sind die zwei Jungs,
Andy: die sind eigentlich beides keine Biker und haben dann Bock, mit dem Rad nach
Andy: Peking zu fahren. Und der Nono ist, glaube ich, jetzt auch Gründer,
Andy: war jetzt bei OMR im Podcast, den verlinke ich, das ist eine total beeindruckende Story.
Andy: Und ich habe tatsächlich früher, wie hieß denn das Forum, im MTB-News-Forum,
Andy: ich bin ja Mountainbiker, da sprechen wir später dann auch noch drüber,
Andy: habe ich häufig den Alpenzorro verfolgt.
Andy: Ich weiß nicht, ob du den kennst, sagt dir das was?
Andy: Ja, das war immer so völlig verrückt. Er hat immer so damals noch zu Zeiten
Andy: ohne Smartphone, hat er schon Touren gemacht mit dem MDA.
Andy: Dann damals war der Vorgänger vom Smartphone Touren hochgeladen und hat immer
Andy: die Leute mit auf die Reise genommen, wo er dann auch übernachtet hat und sowas
Andy: war, weiß nicht ob es ihn heute noch gibt, aber ich glaube, der war auch Softwareentwickler
Andy: halbes Jahr Fahrrad, halbes Jahr
Andy: arbeiten und das fand ich interessant, die zwei fallen mir jetzt ein und ich
Andy: wusste wo ich die finde, aber wo hast du denn Radfahrer für dein Buch dann recherchiert?
Malthe: Klassisch tatsächlich, aber sag jetzt noch die Frage zu Ende.
Andy: Und wo hat der Mensch vom ORF das Buch entdeckt?
Malthe: Also genau, erstmal zur ersten Frage, wo hab ich hier recherchiert?
Malthe: Tatsächlich ganz klassisch auf Instagram.
Malthe: Also du bist irgendwann selber, also ich fahre seit 2016 Rennrad,
Malthe: bist du halt irgendwann in Instagram halt voll mit Menschen und dir werden neue
Malthe: Menschen vorgeschlagen und dann dachte ich mir so, ja,
Malthe: hau ich mal ein paar interessante Charaktere, denen ich sowieso schon folge,
Malthe: hau ich dir einfach mal an, was soll passieren?
Malthe: So, entweder antworten sie oder sie antworten nicht. Also, nein hast du,
Malthe: ein Ja kannst du kriegen.
Malthe: Und da kamen sehr, sehr gute Responses. Dann habe ich mir gedacht,
Malthe: okay, ich sollte mal vielleicht ein Konzept erst mal machen,
Malthe: bevor ich hier jetzt irgendwelche Leute interviewe.
Malthe: Bin dann so ein bisschen auf die Suche gegangen, wer könnte denn irgendwie die
Malthe: hohen Druckkosten decken.
Malthe: Dann mit der Specialized tatsächlich eine Partnerschaft gefunden,
Malthe: die gesagt haben, finden wir geil.
Malthe: Komoot hat gesagt, finden wir super. Und Garmin hat gesagt, finden wir extrem gut.
Malthe: Und damit hast du aber drei sehr, sehr starke Partner gehabt.
Malthe: Die natürlich das Buch auch von Anfang an mit ihren Namen aufgeladen haben.
Malthe: Also du musst einen Qualitätsstempel ja bekommen.
Malthe: Genau somit war quasi schon mal der Druck so Pi mal Daumen gedeckelt.
Malthe: So musste es natürlich nur noch geschrieben und gestaltet werden.
Malthe: Der kleinste Aufwand. Der absolute kleinste Aufwand.
Malthe: Und habe dann angefangen, Termine rauszuhalten, die Leute zu interviewen.
Malthe: So ähnlich gemacht wie du. So ein bisschen recherchiert, aber nicht zu viel,
Malthe: weil ansonsten kommst du zu sehr in den,
Malthe: Ja, in ein Insight-Gespräch, was du nachher nicht mehr auseinanderdröseln kannst
Malthe: und habe das dann selber gestaltet, habe das selber verlegt.
Malthe: Das gab es über meinen Shop, bin dann an den Großhändler Libri gekommen.
Malthe: Das ist quasi, glaube ich, der größte Buchversandhändler, weiß ich jetzt gerade
Malthe: gar nicht, also das ist ein Großhändler, in einem neuen Stall.
Malthe: Das heißt, gehst du morgen zu deinem Buchhandel oder heute zu deinem Buchhandel,
Malthe: sagst, hey, ich hätte gerne das Buch mit der ISBN-Nummer XY,
Malthe: dann ist das morgen da, das macht meistens Libri.
Malthe: Da bin ich dann reingekommen, also das heißt, ich war auch bei den lokalen Buchläden,
Malthe: plus die übernehmen die ganzen Krams auch für Thalia, für Amazon und so weiter.
Malthe: Auch da konntest du es kaufen, aber der Hauptvertrieb war tatsächlich über meinen
Malthe: Webshop, goodbrates.cc, das
Malthe: gibt es aber nicht mehr, könnt ihr trotzdem gerne mal draufgehen. Super.
Malthe: Und habe tatsächlich die ersten 500 Bücher alle per Hand in einen Karton gewickelt,
Malthe: habe das Adresslebel draufgeklebt und bin mit so einem kleinen Wagen zur Post
Malthe: gelaufen, mit so einem Bollerwagen.
Malthe: Bei euch sagt man, glaube ich, eher Leiterwagen.
Andy: Bollerwagen auch.
Malthe: Und habe die Dinger dann abgegeben. Und darüber hat tatsächlich auch der Kollege
Malthe: vom ORF das Buch gekauft.
Andy: Okay, also es gibt drei verschiedene, also drei Episoden oder drei Volumes von
Andy: dem Buch dann und du hast dann damit aufgehört irgendwann, weil es zu viel wurde
Andy: oder die Idee zu Grouprise daraus entstanden ist oder wie war das so?
Malthe: Ja, genau. Es ist eigentlich so ein fließender Übergang. Also einmal war es
Malthe: so, dass ich dann gedacht habe, was könnte denn der nächste Step sein?
Malthe: Dann war, das erste Buch ging tatsächlich um Deutschland und Österreich,
Malthe: wo man da halt so fahren kann.
Malthe: Und dann habe ich ganz klassisch einfach eine Umfrage gemacht.
Malthe: Das heißt, alle Kundinnen, die bei mir gekauft haben, haben mal kurz eine Meldung gekriegt.
Malthe: Ich habe eine Idee für etwas Neues, könnte mir helfen, was wollt ihr denn eigentlich
Malthe: als nächstes Buch haben? Wollt ihr überhaupt Neues haben? Wenn ja, was soll drin sein?
Malthe: Soll da mehr Gravel drin sein, mehr Rennrad? Sollen wir da mehr in die Städte
Malthe: reingehen? Wenn ja, was für Städte und so weiter.
Malthe: Und da kam halt raus, dass halt München am Umland und Frankfurt am Umland super beliebt halt waren.
Malthe: Also habe ich mich auf die Suche gemacht nach Menschen, die in Frankfurt und
Malthe: die halt in München Rad fahren.
Malthe: Und dann haben wir dann quasi die zweite Auflage gemacht, oder die zweite und dritte Edition.
Malthe: Und dann war es so, dass ich natürlich wieder meine Partner,
Malthe: die ich schon hatte, angefragt habe und Specialized sagte, also das Projekt
Malthe: war gut, aber für die beiden weiteren, da sind wir nicht am Start.
Malthe: Okay. Und für eine zweite Auflage des allerersten Buches, nee,
Malthe: da werden wir dann auch raus.
Malthe: Okay, passt. Also war ich quasi so ohne großen Ratpartner für ein Ratbuch.
Malthe: Und habe dann über den Kontakt über Emily, eine bekannte Freundin von mir,
Malthe: die auch sehr gut in der Ratsphäre, aber vernetzt ist, den Kontakt zu Focusbikes
Malthe: bekommen, die in Stuttgart sitzen.
Malthe: Aber dann habe ich denen das gepitcht und die haben gesagt, ja,
Malthe: finden wir geil, machen wir.
Malthe: Kam also zweite Auflage, München und Frankfurt Edition raus.
Malthe: Und dann kam irgendwann so die Idee, dass ich mir gedacht habe,
Malthe: es ist super nervig, dass du, wenn du irgendwo Rad fahren willst,
Malthe: weil zu der Zeit war ich sehr, sehr viel beruflich unterwegs und hatte mein
Malthe: Rad eigentlich immer dabei.
Malthe: Wenn ich jetzt in Frankfurt fahren möchte, dann muss ich mich erstmal in so
Malthe: ein Rabbit Hole begeben, um zu wissen, wann in Frankfurt welcher Group Ride stattfindet.
Malthe: Also wann kann ich mit anderen Menschen gemeinsam Fahrrad fahren?
Malthe: Und bis ich das rausgefunden habe, wo heute Abend vielleicht ein Ride stattfindet,
Malthe: war der Ride entweder vorbei oder ich hätte vielleicht schon gestern da sein
Malthe: müssen. Das hat mich immer so ein bisschen genervt.
Malthe: Plus, dass sehr, sehr viele Brands sich auf die Fahne schreiben,
Malthe: den Radsport inklusiver zu machen.
Malthe: Sie machen aber genau das Gegenteil. Sie machen den exklusiver, teurer.
Malthe: B, brauche ich eine Mitgliedschaft, um eine App runterzuladen,
Malthe: um dann zu sehen, dass in meiner riesengroßen Stadt wie Hamburg einfach nichts
Malthe: geht. Das hat mich irgendwie ein bisschen geformt.
Malthe: Und genau diese Idee habe ich dann auf Focus gepitcht.
Malthe: Und habe dann gesagt, wollen wir das machen? Dann hieß es, ja,
Malthe: aber wir haben noch eine bessere Idee.
Malthe: Willst du nicht, weil du aus deinen drei vorherigen Büchern einige Kontakte
Malthe: geknüpft hast, einfach dir ein paar Leute mitnehmen, wo du sagst,
Malthe: die stellst du uns vor und wir setzen dir auf ein Fokusbike.
Malthe: Dann hast du schon mal Content auf seiner Plattform und wir haben gute MarkenbotschafterInnen,
Malthe: die sowieso Bock haben, Rad zu fahren.
Malthe: Und dann haben wir quasi eine Dreifach-Win-Geschichte.
Malthe: Und das war so der Startpunkt von GrootRides. Und um die Frage zu beantworten,
Malthe: warum es das nicht mehr gibt,
Malthe: das RideRide, weil ich vor zweieinhalb ja ein Vater geworden bin und ich mir
Malthe: dann quasi gesagt habe, ich habe zu viele Baustellen, ich muss sie an Karten machen.
Malthe: Und habe dann gesagt, okay, RideRide muss dann dementsprechend sterben.
Malthe: Und das ist dann zum 31.12. im letzten Jahr passiert.
Andy: Und daraus ist dann aber jetzt GrootRide entstanden, dadurch,
Andy: dass du den Partner hattest. Das ist ja jetzt nicht schlecht,
Andy: um das mal so auszudrücken.
Andy: Du hast jetzt schon beschrieben für die Nicht-Fahrradfahrer das Problem,
Andy: dass man sich eben zusammentrifft und dann zusammenfährt.
Andy: Und das macht man in der Regel dann mit einem Rennrad oder mit einem Gravelbike.
Andy: Oder es gibt auch Mountainbike-Touren, habe ich gesehen.
Malthe: Mountainbike auch, genau.
Andy: Und da gibt es dann feste Rides an festen Tagen.
Andy: Also es geht quasi über das hinaus, was so ein Radverein anbietet. Einfach, oder?
Malthe: Ja, prinzipiell ist es noch simpler. Ja, also jeder kann auf unserer Plattform,
Malthe: ohne dass er sich eine App runterladen muss, ohne dass er sich irgendwie großartig
Malthe: registrieren muss, eine Ausfahrt einstellen.
Malthe: Also nennen wir es einfach mal Ausfahrt oder ein Event, ein fahrradbezogenes Event einstellen.
Malthe: Das heißt, du musst nur die typischen Parameter eingeben, was für eine Tour du fahren willst,
Malthe: also wo fahren wir lang, was machen wir, wie viele Leute möchte ich dabei haben
Malthe: und kannst dann quasi das ganze Ding für dich halt bewerben in deiner Bubble
Malthe: oder in deine WhatsApp-Gruppen schicken oder auf Instagram oder wo auch immer
Malthe: und die Leute können sich darüber anmelden.
Malthe: Der Vorteil davon ist, du weißt, wie viele Leute kommen, du weißt,
Malthe: wie viel gefahren wird, du hast einen Haftungsausschluss.
Malthe: Das heißt, wenn sich jemand dann doch nochmal hinlegt, dass du quasi nicht dafür
Malthe: haften musst, klingt im ersten Moment immer super trivial, aber wenn es passiert,
Malthe: glaub mir, das ist der größte Abfuck ever.
Malthe: Es sind auch so Sachen dabei, dass du die Fotos verwenden darfst,
Malthe: wenn du welche machst, etc.
Malthe: Aber das Wichtige ist, du kannst super einfach eine Ausfahrt einstellen oder
Malthe: auch einfach so, das war eigentlich das Wichtige, was wir initial machen wollten,
Malthe: und was wir dann angestoßen haben.
Malthe: Das ist so die Grundidee eigentlich von Green Pride.
Malthe: Du findest Leute in deiner Stadt, die mit dir Rennrad fahren wollen,
Malthe: Gravel fahren wollen, Mountainbike fahren wollen oder wenn du keine gefunden
Malthe: hast in deiner Stadt, erstell sie über eine.
Andy: Das ist ein bisschen wie Meetup,
Andy: für Meetups einfach mal war und dann viel für Startup-Events benutzt wurde,
Andy: aber halt eben so komplett mit Features angereichert für die ganze fahrende
Andy: Bubble sozusagen, egal welches Bike sie eben haben.
Malthe: Genau, trifft es voll auf den Punkt, das ist genau das, was ich gerade sagen
Malthe: wollte. Wir sind keine Social-Media-Plattform, wo man sich irgendwie vernetzen
Malthe: kann oder Kommentare unterschreiben kann oder schreiben oder was weiß ich.
Malthe: Wir sind tatsächlich, wie du sagst, Meetup. Ich sage ganz sehr gerne,
Malthe: wir sind sowas wie Eventbrite für Rad-Events.
Malthe: Genau, und darum geht es eigentlich. Das ist im Endeffekt genau das,
Malthe: was es am besten beschreibt.
Andy: Wie viele Events gibt es heute auf der Plattform und wie viele Rider?
Andy: Sind das dann Riders, die dort registriert sind, dass wir ungefähr wissen, wie groß es ist?
Malthe: Wir haben aktuell bis Oktober 2024, also nicht so ganz aktuelle Zahlen,
Malthe: knapp 5000 Riders gehabt.
Malthe: Der Großteil davon sind so 2.800 Rides, die eben Rennrad sind.
Malthe: Dann haben wir so 1.200 Gravel Rides und dann geht es quasi weiter mit Mountainbike.
Malthe: Das heißt, Mountainbike, und du bist ja selber Mountainbiker,
Malthe: ist jetzt nicht präsentiert dafür, dass man mit einer größeren Gruppe oder generell
Malthe: in der Gruppe durch die Gegend fährt.
Malthe: Aber auch das wird gerade tatsächlich immer mehr, habe ich das Gefühl.
Malthe: Genau, wir haben dann so knapp 32.000 Teilnehmer gehabt. Und hatten zu dem Zeitpunkt so 11.000 User.
Malthe: Aktuell sind es so, glaube ich, 15.000.
Malthe: Genau. Und dann haben wir, wie mal da, so 420 unique hosts.
Malthe: Das heißt, Menschen, die einen Write eingestellt haben, also mindestens einen
Malthe: Write eingestellt haben, was ich auch ziemlich viel finde tatsächlich.
Malthe: Ja, genau. Dann haben wir so 9,8 Signups per Write.
Malthe: Das heißt, im Schnitt fahren so 10 Leute tatsächlich mit oder melden sich halt
Malthe: dementsprechend an. und meine Lieblings-KPI ist tatsächlich 10,7 erstellte Rides
Malthe: pro Host, was mega geil ist.
Malthe: Das heißt, einmal scheint das Tool, das wir gebaut haben,
Malthe: so gut zu sein, dass die Menschen danach sagen, wenn sie ein Ride erstellt haben,
Malthe: erstellen sie halt eben im Schmitt 10,7 weitere Rides. Was ich...
Andy: Kann ich die einfach duplizieren? Also häufig habe ich ja meinen festen Tag,
Andy: jetzt wo ich sowas mache vielleicht, oder ich versuche es zumindest,
Andy: und dann kann ich so ein Serien Element einstellen.
Malthe: Kannst du tatsächlich auch machen. Lass du sagen, du machst einen Serientermin
Malthe: jede Woche, jeden Dienstag, durf gesagt 17 Uhr, kannst du sagen,
Malthe: wann der quasi enden soll, das geht natürlich auch, ja.
Andy: Okay. Und wie genau ist das Geschäftsmodell von dem ganzen Thema jetzt?
Andy: Ich habe verstanden, ich kann als Fahrer einfach mich da registrieren und sagen,
Andy: ich bin dabei wie bei Meetup und dann gehe ich da hin und fahre mit.
Andy: Der Host zahlt bei Meetup was, aber bei euch nichts, richtig?
Malthe: Genau. Also es gibt bei uns tatsächlich das klassische Freemium-Modell,
Malthe: dass du ganz normal als Nutzer viele dieser Features, die wir haben,
Malthe: kostenfrei nutzen kannst.
Malthe: Das heißt, jeder kann ein Ride erstellen, jeder kann ein Event erstellen.
Malthe: Wenn du aber zum Beispiel wiederkehrende Events erstellen möchtest,
Malthe: die du gerade angesprochen hast, dann bist du quasi in dem Bezahlmodell sozusagen.
Andy: Okay.
Malthe: Aber unsere Idee dahinter ist es, weil der Radsport ein super teurer Sport einfach
Malthe: ist, den wollen wir nicht noch teurer machen, indem du bei uns noch Geld bezahlen
Malthe: musst als teilnehmende Person.
Malthe: Das heißt, stellst du dir so ein bisschen vor, wie die Jungs und Mädels in der
Malthe: Fan-Kurve zahlen wesentlich weniger Geld als die oben auf der VIP-Loge.
Malthe: Aber die auf der VIP-Loge müssen so viel Geld bezahlen, damit die da unten relativ
Malthe: günstig unterwegs sind. Verstehe. Das ist so ganz grundsätzlich die Idee.
Malthe: Das heißt, worüber wir Geld generieren, sind tatsächlich Brands,
Malthe: die halt eben verschiedenste Funktionen bekommen, um ihre Events viel besser
Malthe: und effizienter zu organisieren. weil wenn wir hinter die Kulisse gucken.
Malthe: Teilweise Events oder auch Community-Ausfahrten von Marken organisiert werden,
Malthe: da würden wir beide unsere Hände über die Köpfe schlagen.
Malthe: Definitiv. Das beginnt von wilden Exit-Tabellen bis handgeschriebenen Zettel.
Malthe: Ist da alles unterwegs und am Ende des Tages kannst du nicht sagen,
Malthe: ob dieses Event wirklich erfolgreich war oder nicht.
Malthe: Weil was wollen die Brands? Die wollen am Ende des Tages ja Produkte verkaufen.
Malthe: Und so helfen wir quasi mit verschiedensten Features, den Brands wirklich nachzuvollziehen,
Malthe: sind diese Eventreihen, die wir hier erstellen, bringen die unter dem Abpacker
Malthe: auch zum Beispiel was. Das heißt, was schaffen wir?
Malthe: Einmal kriegst du bei uns ein Profil, wo du deine Produkte platzieren kannst,
Malthe: in Teasern oder in sogenannten Contentblöcken. Das heißt, unter jedem deiner
Malthe: Rides wird quasi nochmal ein neues Fahrrad beworben beispielsweise.
Malthe: Du kannst sämtliche Teilnehmerdaten exportieren.
Malthe: Das heißt, du kriegst nicht nur den Vornamen und den Nachnamen angezeigt,
Malthe: um die Leute irgendwie einzuchecken und zu wissen, ob sie da sind,
Malthe: sondern auch an welchem Event sie da waren etc.
Malthe: Pp. Das heißt, du kennst auch sehr, sehr genau deine Leute, die dort mitfahren,
Malthe: also deine typische Kundschaft, weil was willst du schaffen?
Malthe: Der Beratmarkt struggelt ja gerade relativ krass, weil alle gedacht haben,
Malthe: der Corona-Boom geht weiter, was aber einfach auch ökonomisch nicht funktionieren kann.
Malthe: Was willst du schaffen? Du willst den Käufer, wer an der Schrift hinbekommt.
Malthe: Also willst du ja auch irgendwie wissen, okay, wie kriegen wir das ganze Ding hin?
Malthe: Und das schaffst du natürlich, weil das Fahrrad ein super emotionales Produkt
Malthe: ist, über eine Real-Life-Experience.
Malthe: Und beim Besten geht es natürlich, wenn wir das gemeinsam machen.
Malthe: Kriegst also darüber die Daten von den Menschen, bei welchen Rides haben sie
Malthe: was mitgemacht, wie oft haben sie mitgemacht, etc.
Malthe: Plus, dass wir auch sowas anbieten wie Demo-Days. Das heißt,
Malthe: du als Marke kannst Fahrräder da zum Reservieren, also zum Testen reinstellen
Malthe: und was daraus ein Testable sozusagen.
Malthe: Was wir sehr, sehr ausgeklügelt haben von,
Malthe: Du, Andi, reservierst dir eine Bike in deiner richtigen Größe, hast ein MTB,
Malthe: kannst also angeben auch nicht nur, welchen Computer Mounted zum Beispiel haben
Malthe: möchtest, wenn du eine Tour fahren willst, sondern auch dein Gewicht,
Malthe: damit deine Dämpfer gleich richtig eingestellt werden.
Malthe: Okay. Nicht auf dieses Event kommst und es dann erst mal heißt,
Malthe: ah, Andi, okay, dann müssen wir erst mal das Fahrrad einstellen.
Malthe: Alle anderen sind ready, aber es verzögert sich, weil jeder noch sein Fahrrad
Malthe: einstellen muss. Also diese ganzen Sachen haben wir quasi abgefangen.
Malthe: Das heißt, der Mechaniker kann sich Bandarolen drucken, sieht darauf,
Malthe: was er einzustellen hat.
Malthe: Wenn er damit fertig ist, tackert er das Ding einfach vorne an den Lenker.
Malthe: Du kommst auf das Event, siehst, ah, da ist mein Name, da ist mein Fahrrad,
Malthe: cool abfahrt und alle haben eine gute Zeit.
Malthe: Also sowas bieten wir beispielsweise an, bis hin zu einer API,
Malthe: die du mit deinem CRM verbinden kannst, um zu sehen, hat jemand nach meinem
Malthe: Event ein Bike bei uns gekauft? Und da wäre es dann gerade interessant.
Andy: Da hat er das ja ganz schön ausgeklügelt. Du hast jetzt natürlich schon mir
Andy: das vorweggenommen, die Marke, aber ich habe geguckt, was bei mir in der Nähe
Andy: ist und was mich interessieren würde.
Andy: Und es ist natürlich ein Focus-Event. Ich verlinke das aber auch,
Andy: weil es ist, glaube ich, ein cooler Showcase. Und zwar könnte ich jetzt am 11.
Andy: April, am 13. April könnte ich nach Stuttgart gehen und könnte dann bei einer
Andy: Focus-Bike-Morgenbike-Ausfahrt mitmachen.
Andy: Und was ich cool finde, es gibt eine Schwierigkeit, die Routenlänge und die
Andy: Höhenmeter. Das ist ja auch ganz wichtig jetzt, um einzuschätzen.
Andy: Ob ich da mitmachen, mithalten kann sozusagen und jetzt ist es auch noch Teil
Andy: einer Collection, habe ich da den Checkpoint erwischt, vielleicht für dein,
Andy: was die Plattform alles kann,
Andy: weil dieses Event ist Teil einer Collection und zwar die Bike Film Tour Group
Andy: Rides, da wird dann ein Film gedreht, ne,
Andy: da gibt es den Film zu sehen wahrscheinlich. Okay.
Malthe: Genau, ich glaube, das Fokus ist dieses Jahr von der Bike Film Tour offizieller
Malthe: Partner, das heißt, Es gibt verschiedenste Radfilme, die in Kinos gezeigt werden.
Malthe: Und ich glaube, anhand dieser Reihe docken sie Group Roads an und haben dazu
Malthe: eine Collection erstellt.
Malthe: Genau, eine Collection ist nichts anderes als eine Sammlung von mehreren Events,
Malthe: die unter einem Thema zusammenpassen.
Malthe: Auch das kannst du als Marketer machen. Das heißt, du musst nur noch diesen
Malthe: einen Link teilen und nicht 20.000 verschiedene Events.
Malthe: Kannst in diesen Collections natürlich auch nochmal Videos unterbringen,
Malthe: um das mehr Emotionen zu wecken. Kannst deine Produkte unterbringen.
Malthe: Genau. Wie kamen wir jetzt gerade darauf? Helfe nochmal ganz kurz.
Andy: Ich wollte einfach nochmal wissen, wie es genau funktioniert, eben aus Sicht vom User.
Andy: Du hast ein bisschen erzählt, was man alles machen kann und das zeigt die Seite
Andy: eigentlich ganz schön, muss ich sagen.
Andy: Da gibt es dann auch die Vorstellung von dem aktuellen E-Mountainbike und dass
Andy: man das eben testen kann und kann sich eben anmelden und was gibt es für Akkutypen.
Andy: Und dann ist es verlinkt und Fokus ist verlinkt und der Haftungsausschluss,
Andy: den du erwähnt hast. Also es ist ein cooler Showcase. Ich verlinke es auf jeden Fall mal.
Andy: Wenn man Fahrrad fährt, kennt man das Thema und das macht total Sinn.
Andy: Man sieht auch, wer die beiden Hosts sind und weiß nicht, ob man die dann anschreiben
Andy: kann, aber ich bin jetzt nicht eingeloggt. Ich verstehe es auf jeden Fall.
Andy: Und das lohnt sich für euch, das so zu bauen, nur für die Hersteller,
Andy: sage ich jetzt mal, weil wenn die quasi der Haupt Zahler sind, dann müssen da ja schon
Andy: Enterprise-SaaS-Verträge rüberkommen, dass sich das lohnt.
Malthe: Also ganz kurz noch zu der Standardisierung, die du gerade gemacht hast, wegen Höhenmeter etc.
Malthe: Das heißt, diese Eingabemaske, wenn du etwas erstellst, ist immer genau auf
Malthe: die Sportart, die du einstellst, spezialisiert.
Malthe: Und das macht es natürlich, so wie du gerade gesagt hast, für jemanden,
Malthe: der teilnehmen will, super einfach, indem man einfach nur in die Short-Facts gucken muss.
Malthe: Passt es zu mir? Gerade MTB passen die Höhenmeter? Etc. pp. Genau.
Malthe: Tatsächlich ist es eine der Revenues, die wir haben, also dass die Marken uns quasi etwas zahlen.
Malthe: Da kann ich auch gleich offen darüber reden, was es quasi kostet, je nach Preis.
Malthe: Aber auch, wir haben gerade darüber gesprochen, dass wir per se keine Subscription
Malthe: oder ähnliches von Teilnehmern verlangen.
Malthe: Man muss sich die kleine Stärchen setzen.
Malthe: Wir releasen jetzt in den nächsten Wochen eine Payment-Funktion.
Malthe: Das heißt, dass du als Host auch prinzipiell Rides anbieten kannst oder Events
Malthe: anbieten kannst, die wir etwas kosten.
Malthe: Und da haben wir das klassische Prinzip, du kennst es von Airbnb,
Malthe: die 99 Euro, die das Ding bei Airbnb pro Nacht kostet, sind natürlich nicht
Malthe: die 99 Euro, die der Host bekommt und darüber ziehen wir dann quasi auch noch eine Revenue,
Malthe: so weit gedacht, dass wir dann quasi gerade auch Trainingscamps vorbereiten,
Malthe: das heißt, stell dir vor, Group Rides ineinander, du kannst quasi dein komplettes
Malthe: Trainingscamp oder deinen Radurlaub darüber planen,
Malthe: sowohl private als auch kommerzielle Anbieter und hast dann A schon mal direkt
Malthe: als Host die Kohle auf deinem Konto tatsächlich, um halt alles bezahlen zu können, weißt, wer mitfährt,
Malthe: weißt auch schon Sachen wie Ernährung, brauchen die ein Fahrrad,
Malthe: dann können wir dir wieder die Demo-Days andocken.
Malthe: Können die Hotelzimmer auswählen lassen, etc. Wie ernähren sie sich?
Malthe: Bist du Veganer? Und so weiter und so fort.
Malthe: All das können wir vorher stellen und abfragen. Die Leute haben viel,
Malthe: viel weniger Aufwand in der Organisation von solchen Camps.
Malthe: Und darüber können wir quasi dann auch nochmal Revenue streamen.
Andy: Ja, und sie müssen sich nicht als auch noch Shop-Anbieter sein.
Andy: Das ist ja häufig das Problem.
Andy: Ich habe für die Kinder schon Mountainbike-Kurse gebucht und dann hast du da
Andy: teilweise funktioniert das per E-Mail und dann Überweisung, Vorkasse und bla.
Andy: Und den Stress willst du als Anbieter ja gar nicht haben.
Andy: Du willst sagen, ich habe zwölf Slots, bucht euch ein, Self-Service, zack.
Andy: Und wenn die zwölf Slots sind, sind sie halt weg und fertig.
Malthe: Und den Stress willst du aber als TLN immer auch nicht haben.
Malthe: Du willst ja auch nicht darauf warten, weil gefühlt werden alle Leute da draußen
Malthe: jetzt und sofort, am besten gleich oder gestern,
Malthe: wenn ich jetzt darauf warten muss, dass mir jemand antwortet,
Malthe: um seine IBAN mir rüberzuschicken, damit ich dann der Person mein Geld überweisen
Malthe: kann und sie mir dann nach drei Tagen sagt, ey übrigens, jetzt bist du dabei,
Malthe: da sind wir doch mittlerweile leider alle viel zu ungeduldig für.
Malthe: Und so machen wir es quasi, dass wir es in einer Plattform haben und die Leute
Malthe: quasi darüber dann buchen können und es auch übersichtlich buchen kann.
Andy: Und was bezahlen jetzt die Hersteller nochmal? Ich habe es nicht vergessen,
Andy: du wolltest erzählen, was die bezahlen. Ich frage mich halt,
Andy: funktioniert es denn, wenn du jetzt einen Focus, einen Specialized,
Andy: einen Cube und wie die Hersteller alle heißen, wenn die alle parallel auf der Plattform sind?
Malthe: Erste Frage zum Preis, danach, ob das funktioniert, dass sie sich nicht konterkratieren.
Andy: Sich gegenseitig das wegnehmen.
Malthe: Genau, es beginnt tatsächlich bei super günstigen 5 Euro im Monat aus Jahrgerechnet,
Malthe: also wir machen immer eine jährliche Abrechnung für Communities,
Malthe: das heißt der Radverein um die Ecke oder lose Communities, die sich irgendwo
Malthe: zusammenfinden und weder eine EV sind noch irgendwas anderes.
Malthe: Denen wollen wir die Möglichkeit einfach geben, die Funktion von den Brands
Malthe: nutzen zu können, mit ein bisschen abgesteckter Variante.
Malthe: Weil wir uns tatsächlich auch davon einen relativ großen User-Bugs erwarten
Malthe: und einfach auch den Leuten die Möglichkeit zu geben, tatsächlich das Tool nutzen zu können.
Malthe: Und geht dann quasi bis 39 Euro für ein Local,
Malthe: sprich so ein klassischer Zweiradhandel um die Ecke, der ein bisschen was machen
Malthe: möchte und endet dann in der Enterprise-Version, die wir jetzt einfach mal Enterprise
Malthe: genannt haben, aktuell bei 499 Euro im Monat, wo du aber dann eine API-Anbindung hast,
Malthe: direkt an ein CRM beispielsweise, Also wo du eine analytische oder ein Analytics-Dashboard
Malthe: hast, wo du nochmal sehen kannst, wo passiert eigentlich am meisten.
Malthe: Du kannst dadurch ja auch deine eigenen Markenbotschaft erinnern,
Malthe: die halt für dich die Rides machen sollen, ein Stück weit monitoren.
Malthe: Also es geht dann auch schon noch weiter und in die Tiefe, um tatsächlich den
Malthe: Return of Invest von solchen Events zu bestimmen.
Andy: Das ist super interessant. Also dann hast du jetzt da mehrere Revenue-Streams.
Andy: Du hast quasi die Enterprise Kunden, dann hast du die Communities und jetzt
Andy: machst du noch einen auf mit Touranbietern oder Kursanbietern,
Andy: was ja auch eine Menge wahrscheinlich gibt, die das als Side-Hustle wahrscheinlich
Andy: machen und denen so eine Plattform helfen wird.
Andy: Ist denn dein Ziel mit Grouprides, dass das später dein Agenturgeschäft ablöst?
Andy: Parallel beides laufen? Funktioniert das gut? Kriegst du das unter einen Hut?
Malthe: Genau, dazu muss man kurz sagen, das ist aktuell, klar, noch Side Hustle.
Malthe: Habe ich gegründet, auch erst offiziell letztes Jahr, Ende Februar,
Malthe: mit einer Entwicklungs- oder Programmieragentur, Entwicklungsagentur,
Malthe: die ich schon sehr, sehr lange kenne. Die sitzt in Österreich.
Malthe: Das heißt, aktuell sind wir da sogar zu viert in dem ganzen Projekt.
Malthe: Und ja, es würde mich super freuen, wenn irgendwann das natürlich so ein bisschen,
Malthe: kippt oder vielleicht auch 50-50 pari-pari wird.
Malthe: Wenn es vom Revenue-Stream so wäre, wäre es mega gut.
Malthe: Genau, aber klar.
Andy: Du willst bloß regelmäßig nach Österreich fahren, das höre ich jetzt schon raus
Andy: hier. Das ist die vorschubbindende Elemente.
Malthe: Ja, das war ich früher schon. Und irgendwie zieht sich das auch tatsächlich
Malthe: durch die ganze berufliche Laufbahn.
Malthe: Ja, also klar soll das, also ich mache das Ding jetzt nicht,
Malthe: damit es irgendwie stagniert oder dass es irgendwie rückläufig wird.
Malthe: Und letztes Jahr war unsere zweite Straßensaison, die wir abgeschlossen haben.
Malthe: Davor habe ich das tatsächlich aus eigener Tasche gezahlt. Und dann habe ich
Malthe: der Ehrgeantrück gesagt, hey, hör mal, Thomas und Stefan, wollen wir das nicht
Malthe: mal gründen und gemeinsam den Shit halt nach vorne bringen?
Malthe: Dann hieß es, ja klar, was machen. Ende der Geschichte.
Malthe: Cool. Genau, deswegen letztes Jahr die zweite Straßensaison.
Malthe: Und was jetzt gerade auch für Anfragen jetzt schon reinkommen,
Malthe: an Enterprise Plans und welche Marken gerade schon wieder gesigned haben,
Malthe: lässt mich sehr, sehr positiv stimmen.
Malthe: Man muss aber dazu sagen, aktuell gibt es uns, also du kannst das Tool weltweit
Malthe: komplett nutzen, das gibt es auf Deutsch und auf Englisch, aber wir wollen dieses
Malthe: Jahr auch tatsächlich ein bisschen mehr internationalisieren,
Malthe: dass wir schauen, dass wir in anderen Ländern auch aktiver werden.
Andy: Das steht auf meiner Fragenliste noch. Also das hast du jetzt gut vorweggenommen.
Andy: Das hätte mich jetzt interessiert, weil der Name ist ja international und die
Andy: Hersteller verkaufen ja auch alle europaweit zumindest mal, die wir jetzt genannt haben.
Andy: Weil mindestens, manche sind amerikanisch, die haben nochmal ganz andere Interessen.
Andy: Gibt es sowas denn schon woanders, wenn du jetzt in den USA schaust?
Andy: Gibt es da so ein Meetup für Mountainbiker oder Rennradfahrer?
Malthe: Also tatsächlich haben wir so ein KPI-Dashboard, wo wir so sehen können,
Malthe: wo welche Rides eingestellt werden und welche besucht werden und so.
Malthe: Das war ziemlich interessant. Zum Beispiel letztes Jahr gab es relativ viele in Kuwait.
Andy: Warum auch immer, die aber auch
Malthe: Besucht worden sind. Wir haben welche, relativ viele in Großbritannien auch gehabt.
Malthe: Ich glaube sogar in Tokio waren
Malthe: zwei, Paris waren einige, gerade zu den Olympischen Spielen waren einige.
Malthe: Aber auch in Amerika, also sprich in den USA, waren glaube ich auch so,
Malthe: lass es vielleicht zehn gewesen sein, aber Leute, die ja tatsächlich das Tool auch ausprobieren.
Malthe: Genau, ist natürlich eine ganz andere Kultur, muss man sich auch mal ein bisschen reinfinden.
Malthe: Und da muss ich ganz ehrlich sagen, das ist absolutes Neuland,
Malthe: was ich dann da betreten werde.
Malthe: Eine Tool, eine Software, eine Plattform, die ich quasi selber mit aus der Taufe
Malthe: gehoben habe, auf den internationalen Markt zu bringen.
Malthe: Keine Ahnung, wie das funktioniert. Aber so eine kleine Idee habe ich da schon.
Malthe: Und zwar so ähnlich, wie wir es in Deutschland gemacht haben.
Malthe: Nämlich eben mit Markenbotschaftern, die auf Bikes unterwegs sind,
Malthe: die dann regelmäßig da schon mal Content reinhauen.
Malthe: Und natürlich auch ein großer Treiber sind die Marken, wie du sie gerade angesprochen hast.
Malthe: Also einen Scott oder einen Specialized oder auch einen Orbea,
Malthe: der gerade eine Orbea, die in Spanien quasi sitzen, wollen das Ding natürlich
Malthe: auch für ihr Hauptland haben.
Malthe: Dementsprechend sind wir nicht nur sprachlich gerade dabei, das Ganze zu internationalisieren,
Malthe: sondern auch einfach die Möglichkeit geben, das dann auch lokal nutzen zu können.
Andy: Für Spanien musst du es wahrscheinlich auch Spanisch am Start haben und so,
Andy: weil die nichts Englisch und
Andy: so haben. Die wahrscheinlich ein bisschen wollen, dass sie anders haben.
Malthe: Es wird ein bisschen mehr gepusht. Das Gleiche ist zum Beispiel bei den Franzosen.
Malthe: Da wird es auch definitiv mehr gepusht.
Malthe: Wir reden von einer Plattform, die sehr viele eigene Terms hat,
Malthe: sowas wie Pace oder Höhenmeter bis Sonderchecken.
Malthe: Es sind ja keine komplexen Sachverhalte, die da irgendwie widergespiegelt werden müssen.
Malthe: Ein großes Thema sind dann eher so juristische Sachen, so Datenschutz ist ja Therapie.
Andy: Und der Haftungsausschluss wahrscheinlich.
Malthe: Und auch sehr wahrscheinlich der. Aber das sind die großen Steine.
Malthe: Es ist ja kein ultra komplexes Tool, wenn man es mal irgendwie runter bricht,
Malthe: von der textlichen Geschichte her.
Andy: Du hast die Botschafter genannt. Jetzt ist es natürlich das Marketing, was mich interessiert.
Andy: Das sind ja so eine Art Influencer, musst du dann dir so Bikefluencer oder wie
Andy: auch immer man die nennt, auf der Welt suchen, die dann anfangen,
Andy: ihre Rides reinzustellen.
Andy: Mir fällt da einer in den USA ein, der häufig was mit Schwalbe macht und in
Andy: Kalifornien lebt, ein Deutscher.
Andy: Den kannst du vielleicht mal anfragen.
Malthe: Ja, tatsächlich ist es so, dass ich gar nicht darauf achte, ob die Menschen
Malthe: im Digitalen viele FollowerInnen haben, sie müssen lokal vernetzt sein.
Malthe: Das heißt, jemand, der wenig Follower hat, kann ja lokal trotzdem komplett aktivierend
Malthe: sein. Und das ist ja das Wichtige.
Malthe: Weil wir sind ja im Endeffekt der Vermittler von realen Erlebnissen.
Malthe: Was bringt mir das, wenn eine Person, keine Ahnung, 400.000 Follower hat,
Malthe: aber lokal kommt dann aber niemand vorbei.
Malthe: Und das schließt sich tatsächlich gar nicht so oft aus.
Malthe: Das ist oft so, dass sie dann trotzdem nicht lokal aktivieren können.
Malthe: Und ich finde, man muss auch ein Stück weit bei einer authentischen Geschichte bleiben.
Malthe: Aktuell ist es so, dass ich niemanden in der Crew habe. Aktuell sitzen wir alle,
Malthe: wir haben jetzt dieses Jahr einen Vertrag für zwei Jahre unterschrieben auf
Malthe: Rose-Bikes, das muss ich der Vollständigkeit halber sagen. Genau.
Malthe: Und niemanden aus unserer elfköpfigen Crew ist irgendwie ein Influencer,
Malthe: Bikefluencer oder ähnliches, sondern alle haben ihre normalen Jobs und keiner
Malthe: macht klassische Selfie-Videos oder versucht ihr unterbewusst irgendwelche Sachen zu verkaufen.
Malthe: Aber alle sind sehr, sehr gut eben vernetzt in der jeweiligen lokalen Bubble
Malthe: oder auch darüber hinaus.
Malthe: Und das ist, glaube ich, der große Vorteil, dass man da gute Sachen machen kann.
Andy: Musst du das dann gerade eigentlich groß vermarkten oder machen das die Marken
Andy: für dich, indem die ihre Flyer auslegen, wenn jemand in den Shop kommt und nimmt
Andy: die eine Flyer mit für den nächsten Group Ride und darüber werdet ihr bekannt?
Andy: Oder was kannst du noch machen? Also es ist Podcast natürlich,
Andy: aber kriegst du keine Ahnung. hast du jemanden, der PR macht und dann den Fahrradmagazin was schreibt.
Andy: Performance-Marketing stelle ich mir jetzt schwierig vor, weil du ja musst ja
Andy: an die Rider rankommen und die willst du jetzt eigentlich nicht für Geld einkaufen.
Andy: Das macht ja eigentlich keinen Sinn.
Andy: Also was kannst du da machen in der Marketing-Ecke?
Malthe: Ja, das ist eine sehr, sehr gute Frage, die ich mir auch ganz oft stelle,
Malthe: weil drei Entwickler und eine Person, die Sales macht, die Produkt macht, die UX macht und UI macht,
Malthe: und auch tatsächlich Kundenbetreuung und das, was ich gerade auch das hängt
Malthe: alles bei mir tatsächlich.
Malthe: Also, ich kann dir gar nicht konkret sagen, woher das Wachstum kommt,
Malthe: muss ich ganz ehrlich sagen.
Malthe: Also, ich kann dir sagen, dass knapp 50 Prozent organische Suche ist. Entweder,
Malthe: über Google tatsächlich oder Organic, wie ist der Fachbegriff?
Malthe: Einfach über Social Media.
Malthe: Also jemand teilt das Event, ich komme über Social Media.
Malthe: Das heißt, es sind 50 Prozent, die einfach organisch passieren.
Malthe: Du gibst bei Google ein, GroupBread in Stuttgart, bam, sind wir auf Platz 1.
Malthe: Oder GroupBread in Girona, sind wir auf Platz 1.
Malthe: Liegt einfach daran, wie du es vorhin schon gesagt hast, die Domain,
Malthe: der Markenname ist Programm und damit auch der richtige Term.
Malthe: Ich glaube, damit hat man schon mal den ersten Marketing-Schrift zufälligerweise
Malthe: gemacht, was mich bis heute wundert, dass groupreads.cc die Domain frei war. Ist ja auch nur gut.
Malthe: Also da gibt es keine Story wie bei Philipp Westermeyer, dass er onr.com gekauft
Malthe: hat. Zum Glück muss ich tatsächlich sagen.
Andy: Senkstellig hat er gekostet auch.
Malthe: Ja, ja, genau. Brauchen wir nicht drüber fügen.
Malthe: Genau. Aber wie kann man es machen? Tatsächlich sind die Marken natürlich ein großer Treiber.
Malthe: Klar, ist ja logisch, weil wenn ein Specialized sagt, wir machen ein Event oder
Malthe: ein ob er sagt, wir machen ein Bike-Festival oder eine Rose sagt,
Malthe: unser Testfest oder unsere Testfeste sind hier gelistet, bitte melde dich an.
Malthe: Natürlich bringt das Nutzer. Das ist doch ganz klar.
Andy: Ich kenne diese Festivals noch aus den Bike-Magazinen.
Andy: Sie machen eine Seite, schalten eine Anzeige. Haben die dann dort einen QR-Code
Andy: drauf, der zu Group Rides geht heute?
Malthe: Das kann ich dir gar nicht sagen. Aber ich weiß, dass es sehr,
Malthe: sehr viel über Social Media geht.
Malthe: Dass sie halt sagen, meldet euch da an, was ja auch viel effektiver und günstiger ist.
Malthe: Wir bieten ja auch einfach ganz easy an, dass du deine Social Media Assets oder
Malthe: deine Instagram Story einfach über uns generierst.
Malthe: Gehst auf Teilen, klickst auf Instagram und das Ding ist halt Story auf Instagram
Malthe: und der Link ist in der Zwischenablage.
Malthe: Also du musst dir immer aus der Effektivitätsbrille gucken von einer Brand,
Malthe: weil wenn ich jetzt sage, ich stelle da einen Writer ein, ist das ja schön und
Malthe: gut, aber den musst du hier ein Stück weit bewerben.
Malthe: Also müsste ich ja quasi wieder in-house bei uns eine Grafikerin oder einen
Malthe: Grafiker beauftragen, der mir nochmal eine Insta-Story baut,
Malthe: dann brauchte ich das wieder für ein paar Tage und es kostet mich natürlich
Malthe: intern wieder Ressourcen und Geld.
Malthe: Warum macht das nicht die Plattform per se für sich? Also auch wieder Effizienz.
Malthe: Und so, glaube ich, kriegen wir dann tatsächlich auch die Marken dazu,
Malthe: unser Tool zu nutzen, weil du
Malthe: überall ein paar Shortcuts machen kannst und dadurch wieder Geld sparst.
Andy: Bist du dann schon groß genug, dass die Marken jetzt, du hast Rosebikes als
Andy: neuen Partner angesprochen, dass die auf dich zukommen oder machst du da noch aktiv Outreach?
Malthe: Tatsächlich haben wir ganz wenig aktive Lead-Generierung gemacht,
Malthe: muss ich ganz ehrlich sagen.
Malthe: Ich habe gerade nochmal so die Liste vor mir, wie es, also wer aktuell drauf ist, Scott,
Malthe: Rose, Phobo, Specialized, Isadore, Lamasoco, Standard, Bikeleasing.de, Bigmore, Kuore.
Malthe: Wir haben bei den wenigsten gesagt, hallo, uns gibt es, schaut mal,
Malthe: sondern meistens sind die auf uns zu bekommen.
Malthe: Track ist jetzt gerade noch neu dazugekommen, Red Race ist eine riesengroße,
Malthe: deutsche Community, die extrem viele Events macht, die laufen über uns jetzt.
Malthe: Also aktuell habe ich das Gefühl, dreht sich das sogar ein bisschen,
Malthe: sodass wir jetzt gerade schauen müssen und jetzt vielleicht,
Malthe: ja kann man sagen, aktuell laufen alle Sales tatsächlich noch per E-Mail über mich.
Malthe: Das heißt, du schreibst mir eine E-Mail und sagst, hey, ich hätte Bock,
Malthe: ich schreibe dir zurück so und so, okay, dann machen wir einen Termin, dies, das.
Malthe: Das müssen wir jetzt auf unserer Seite mal effizienter lösen,
Malthe: das heißt, wir bauen jetzt gerade erstmal eine Sales-Page, wo du dann mal sehen
Malthe: kannst, welche Pläne gibt es, und die kannst du dann abschließen.
Andy: Das hast du noch gar nicht, sozusagen.
Malthe: Das gibt es jetzt noch gar nicht.
Malthe: Also ich schreibe tatsächlich sogar noch aktuell händisch eine Rechner.
Malthe: Also eigentlich, indem wir verkaufen den Kunden die Effizienz als Tool,
Malthe: und das ist auch so, aber bei uns sind wir gerade noch gar nicht effizient, überhaupt. Neukommen.
Andy: Ja, andere machen das, bevor es so weit sind, dass sie Kunden haben,
Andy: und daher ist das, glaube ich, der bessere Weg, wie ihr ihn geht. Okay.
Andy: Was unterscheidet sich im Marketing- und Vertriebsgame jetzt bei GroupRights
Andy: zu deinem klassischen Agenturgeschäft?
Andy: Gibt es Parallelen oder ist das komplett unterschiedlich?
Malthe: Das ist tatsächlich komplett unterschiedlich, weil,
Malthe: ich würde sagen, ja nicht nur, dass die Leistung, die wir ja quasi verkaufen, ein ganz anderes.
Malthe: Das eine ist ja, ich kaufe mir ein Tool ein, also ich kaufe mir eine Software ein.
Malthe: Das ist gut bei CC. Das andere ist, ich kaufe mir kreative Dienstleistungen.
Malthe: Also der Need per se ist ja schon mal was ganz anderes.
Malthe: Und der Kostenfaktor ist ja auch noch was ganz anderes. Das eine ist ja,
Malthe: wir können ja mal zurück irgendwie zum zum ORF ON gehen oder zu einer Siemens
Malthe: Kaffeemaschine, da schreibst du dich einfach random irgendwelche Leute an.
Malthe: Und eine Kaltequise auf unserer Seite macht überhaupt gar keinen Sinn,
Malthe: weil wir sind so spezialisiert, also wir machen zum Beispiel gar keine Webseiten
Malthe: oder Landingpages oder irgendwelche Social Media Kampagnen oder Ähnliches,
Malthe: weil wir sind da so spezialisiert mit Embedded Software,
Malthe: oder mit Web-Anwendungen, die wir gestalten und konzipieren,
Malthe: dass ja die Zielgruppe schon mal sehr, sehr gering ist.
Malthe: Und die einfach random, du hast auch in einem LinkedIn anzuschreiben,
Malthe: ergibt sehr, sehr wenig Sinn.
Malthe: Wo wir auch gerade tatsächlich auch schauen, wie können wir das quasi auf das
Malthe: nächste Level bei uns halt heben.
Malthe: Klar, aus guter Arbeit resultiert noch mehr gute Arbeit, habe ich vorhin schon mal gesagt.
Malthe: Aber darauf kannst du dich natürlich nicht immer verlassen.
Malthe: Vor allen Dingen nicht in der aktuellen Lage, weil ich glaube,
Malthe: noch wilder war es schon lange nicht mehr auf dem Planeten hier.
Malthe: Wo man denkt, jetzt ist alles wieder in Ordnung und dann kommt jemand nochmal
Malthe: mit einer wilden Idee um die Ecke, die jetzt, glaube ich, man bei allen nicht ganz gut tut.
Malthe: Dementsprechend sprechen wir auch von ganz anderen Investitionen,
Malthe: wenn ein Kunde wie die DSH, wie ORF, wie Volkswagen, mit Moja oder ähnliches
Malthe: auf uns zukommen, als zu sagen, hey, wir haben eine Software,
Malthe: die kannst du dir kaufen.
Malthe: Genau, das ist schon bei uns sehr, sehr viel Mund-zu-Mund-Propaganda,
Malthe: bei Swipe Circus, muss ich sagen, und glaube ich auch viel einfach über das Portfolio.
Malthe: Wohingegen einfach gut war jetzt, ich frage ganz oft einfach dann die Leute,
Malthe: die uns anschreiben, wo kommt.
Andy: Ihr denn her? Wo kommt ihr denn her?
Malthe: Und die Antwort ist sehr, sehr oft, ja, aber das kennt man halt.
Malthe: Also, ja, aber so unspezifisch, was heißt denn, das kennt man halt?
Malthe: Ja, aber ihr habt euch ja jetzt schon irgendwie in den letzten zwei Jahren,
Malthe: also sieht man ja immer mal wieder, dass irgendjemand was von euch teilt, so.
Malthe: Und ich glaube, das ist vielleicht so ein kleiner Trick, dass wir eben diese
Malthe: Insta-Story zum Beispiel so gebaut haben, dass sie vielleicht jetzt nicht optisch
Malthe: die schönste ist, aber sie ist wiedererkennbar. Da sind die Short-Tags drauf.
Malthe: Und wir haben unten nochmal den Absender von Groobrights.de.
Malthe: Also ich glaube schon, dass das vielleicht einer der Punkte ist,
Malthe: warum dann die Leute auf uns zukommen.
Malthe: Und da sind wir wieder so bei dem Thema Qualitätsstempel, was wir vorhin bei dem Buch hatten.
Malthe: Also wenn hinten auf dem Buch unten draufsteht, in Kooperation mit Specialized,
Malthe: Komoot und Garmin, dann denken die Leute, ey, das ist voll gut,
Malthe: das muss gut sein, sonst werden diese Marken ja nicht dabei.
Malthe: Wenn du jetzt auf GroupWrites.de gehst, dann gibt es da so eine Swimlane,
Malthe: da steht zum Beispiel fahre mit und dann siehst du verschiedenste Marken,
Malthe: die ich gerade schon mal genannt habe.
Malthe: Und wenn du aber als Marketingtyp von einer nicht dort ausgelisteten Marke dort
Malthe: drüber scrollst, denkst du dir auch, warte mal, die alle da sind,
Malthe: dann muss das ja gut sein.
Malthe: Also so kann ich es mir ein bisschen erklären. Vielleicht klingt das jetzt auch
Malthe: ein bisschen eingebildet, cocky, keine Ahnung, ich hoffe jetzt nicht,
Malthe: aber ich kann es nicht nachvollziehen. Und die Akquise ist tatsächlich nicht
Malthe: so, dass wir die Leute anschreiben und sagen, habt ihr nicht Bock?
Malthe: Es gibt ein, zwei, da haben wir das gemacht, tatsächlich, weil wir sind geil
Malthe: auch für unser Portfolio und wir sehen ein großes Potenzial.
Malthe: Aber prinzipiell kommen die Marken eher mittlerweile auf uns zu, was super cool ist.
Malthe: Also ein schönes Gefühl ist, dass Weltmarken einfach auf einen Zug kommen und
Malthe: sagen, wir würden uns im Jahr mit euch unterhalten, was macht ihr denn da so?
Andy: Kommen die Weltmarken nicht auch und sagen, ich möchte die Plattform gerne komplett
Andy: übernehmen, weil ich habe hier gerade meine eigene Community-Software,
Andy: die hat irgendeine Agentur vor zehn Jahren mal gebaut, die ist technisch veraltet, die ist blöd.
Andy: Also gibt es solche Anfragen dann auch, dass jemand von denen sagt,
Andy: wir möchten das gerne übernehmen und unseren Stempel drauf machen?
Malthe: Wir hatten ganz zu Anfang mal, vor knapp eineinhalb Jahren ungefähr,
Malthe: eine Anfrage von einem Competitor, Der heißt, kann man ja sagen,
Malthe: Link by Right, ist eine App.
Malthe: Die haben wir so ganz direkt angeklopft und haben gesagt, hey,
Malthe: lass uns mal unterhalten, was ihr so macht und was wir so machen.
Malthe: Weil die setzen komplett auf App mit Registrierung etc.
Malthe: Und wir gehen ganz anderen Approach und sagen, kein Mensch braucht heutzutage
Malthe: eine App. Es gibt ja einfach keinen Grund dafür, gerade nicht in dem Kosmos.
Malthe: Dann haben wir uns unterhalten, da kam relativ schnell zur Sprache.
Malthe: Was soll euer Laden kosten?
Malthe: Da haben wir gesagt, ja, nichts, weil da gibt es nichts zu verkaufen.
Malthe: Wir fangen ja gerade erst an, wir können uns gerne nochmal in zwei Jahren unterhalten, dann why not.
Malthe: Aber von den Marken her gibt es ja auch gar nicht so viel Sinn.
Malthe: Also wenn ich jetzt ein Rosebikes wäre oder ein Canyon oder ein Focus,
Malthe: ein Track, keine Ahnung was, warum sollte ich mir die Plattform kaufen?
Malthe: Weil ich habe davon im Prinzip gar nicht so viel. Ich kann sie ja besser nutzen,
Malthe: bin dadurch effektiver in der Vor- und Nachbereitung meiner Events und habe
Malthe: dazu sogar noch mehr Traffic, wenn andere Brands drauf sind.
Malthe: Also warum soll ich sie dann eigentlich eliminieren sozusagen?
Malthe: Haben wir uns auch schon mal gedacht, aber es ergibt einfach aus meiner oder
Malthe: unserer Sicht gar keinen Sinn, dass ein Hersteller etwas kaufen würde.
Malthe: Vielleicht große Konzerne wie ein PON, wo gefühlt jede Fahrradmarke dazugehört,
Malthe: oder an Excel auf der anderen Seite.
Malthe: Aber im Endeffekt würden sie, glaube ich, da wirklich keinen großen Vorteil haben.
Andy: Und ein Fahrradverlag, wäre es für den was? Die haben ja auch so,
Andy: die machen ein was weiß ich, gedrucktes Community-Management, sage ich jetzt mal.
Andy: Nur halt komplett anders gedacht. Ist das für die eine Erweiterung vom Portfolio? Auch nicht.
Malthe: Finde ich auch eher sehr schwierig. Das ist so ein bisschen wie,
Malthe: vielleicht hinkt der Vergleich, aber als Designagentur zu sagen,
Malthe: ich würde gerne die Software kaufen, mit der ich designe.
Malthe: Ja, so weißt du, also oder als Konzertveranstalter zu sagen,
Malthe: ich würde gerne Eventbrite kaufen oder Eventim kaufen oder Ticketmaster, why?
Malthe: Also, warum sollte ich, der die Konzerte veranstaltet, das Tool kaufen wollen?
Malthe: Es ergibt eigentlich keinen Sinn.
Malthe: Also, wenn du einen hast, gerne her damit, aber so spontan.
Andy: CTS ist an der Börse, glaube ich, wenn man das möchte, kann man das schon machen,
Andy: da muss man aber halt das Angebot verdoppeln, dann geht es wahrscheinlich schon.
Andy: Aber da musst du dich wahrscheinlich gut überlegen.
Andy: Ja, ist super interessant.
Andy: Ja, Technologiesteck haben wir noch nicht gesprochen. Das ist immer so eine
Andy: Frage, wo hochkommt. Dann kannst du da kurz noch was zu sagen,
Andy: bevor wir noch weiter ein bisschen Bootstrapping machen.
Malthe: Ja, ja, können wir gerne noch reden.
Andy: Mit was hat das umgesetzt?
Malthe: Also tatsächlich, Achtung, Disclaimer, gefährliches Halbwissen.
Malthe: Ich habe heute noch bei unseren Entwicklern bei Thomas, Dominik und Andreas
Malthe: und Stefan nachgefragt.
Malthe: Also, Frontend läuft auf Remix Run.
Malthe: Das heißt, das ganze Styling machen wir mit Tailwind CSS, das ist glaube ich
Malthe: auch einfach ganz schubliert.
Malthe: Das Backend läuft bei uns auf Node.js, auch Standard.
Malthe: Alles, was so Datenaustausch betrifft, machen wir über GraphQL, auch Standard.
Malthe: Ganz klassisch, Bilder werden auf Cloudinary gehostet, damit sie einfach nicht
Malthe: dein, also jemand wählt dann 15 MB iPhone-Bild hoch, dann willst du nicht das 5.
Malthe: Nach wie vor ist es halt, diese Generation-Content, was wir da halt anbieten.
Malthe: Wir haben nur ein Bild, aber das Bild kann auch sehr groß sein.
Malthe: Genau, also das Handling geht darüber, die Mails haben wir ganz starkmäßig über
Malthe: Mailjet einfach raus, die Sprachen über Cloudian, also es gibt eigentlich nichts,
Malthe: wo man sagt, boah, da haben wir jetzt was selber gebaut.
Malthe: Warum auch? weil prinzipiell gibt es alles.
Malthe: Lass uns das auf standardisierten Frameworks und Sprachen aufbauen,
Malthe: damit es skalierbar bleibt und nicht in irgendein Nischenprojekt reingehen,
Malthe: weil du weißt, ja, nicht um Handyreise geht.
Andy: Ja, die App-Geschichte finde ich noch interessant, weil du kannst natürlich
Andy: schon, wenn du jetzt so diese Rider hast, die die Communities lokal aufbauen, diese Botschafter,
Andy: die möchtest du, also das, was früher in Facebook-Gruppen passiert ist,
Andy: ich fahre am Samstag die und die Strecke, Werbock mitzukommen,
Andy: und dann hast du 30 Kommentare von Leuten drinstehen, warum es bei denen nicht
Andy: klappt und drei Stück kommen dann oder so.
Andy: Also diese Geschichte könntest du ja schon noch mitnehmen, wenn du mal später
Andy: sagst, du machst da auch eine Community-Funktion rein mit einer App oder so,
Malthe: Oder nicht? Also tatsächlich haben wir Community-Gedenken komplett von uns rausgestrichen
Malthe: und sagen, was die Welt definitiv nicht braucht, ist ein weiteres soziales Netzwerk.
Malthe: Ein soziales Netzwerk definitiv nicht.
Malthe: Das, was du gerade angesprochen hast, haben wir tatsächlich sogar schon integriert.
Malthe: Das heißt, wir haben Auto-Einladung, sage ich jetzt einfach mal.
Malthe: Also automatische Einladung, jetzt nicht Auto und Fahrrad, automatische Einladung.
Malthe: Das heißt, die sind so clever aufgebaut. Bin ich schon mal mit dir gefahren?
Malthe: Kannst du den Toggle setzen und das System weiß, hey, wir beide sind schon mal
Malthe: zusammen gefahren. Du hast was Neues eingestellt, dann kriege ich quasi eine Mail.
Malthe: Also es ist genau das Ding. Das funktioniert tatsächlich bei den Marken auch genauso.
Malthe: Aber bist du schon mal mit einer Marke gefahren, die stellt was Neues in deiner
Malthe: Nähe ein, bekommst du es quasi automatisch gepusht, du bekommst aber auch jeden
Malthe: Montag gepusht. Eine Übersicht.
Malthe: Genau, eine Übersicht, was passiert bei dir im Umkreis von 50 Kilometern.
Malthe: Das heißt, dieses ganze Community-Ding raus, warum keine App,
Malthe: weil es keine Funktionen auf unserer Plattform gibt, die wir nicht über die
Malthe: Web-App abbilden können.
Malthe: Also selbst du als Host änderst etwas an deinem Ride, zum Beispiel die Abfahrtszeit,
Malthe: dann kriege ich sofort eine E-Mail, dass die Abfahrtszeit geändert wurde.
Malthe: Das könnte man mit Push-Nachrichten lösen, aber wer garantiert mir,
Malthe: dass die Person in der App sagt, Push-Nachrichten erlauben?
Malthe: Also von daher ist das aber der Safeway, über Mails zu gehen,
Malthe: Klammer auf, das erhöht die KPI, die da, das heißt, wir schicken mehr Mails
Malthe: raus, die Leute öffnen die Mails, die Leute klicken auf die Mails und da kannst
Malthe: du wieder Werbeplätze verkaufen in der jeweiligen E-Mail.
Malthe: Also da kommen schon einige Revenue-Streams dann auch wieder zusammen und deswegen
Malthe: gibt es für uns gar keine, auch Handling-mäßig gar keine Nieden-App zu bauen.
Malthe: Also Android und iOS müsstest du pflegen. Das Ding zu wrappen ist ein Quatsch,
Malthe: weil dann brauche ich keine App.
Malthe: Ich will ja mal das Native oder ich lasse es bleiben. So knallharte Politik
Malthe: von uns und auch von Swipe Circus.
Malthe: Und auch vor allem von Alculpa. Das ist die Agentur, mit der ich quasi Google
Malthe: Bright CC gegründet habe. Ergibt keinen Sinn.
Malthe: Dementsprechend hättest du sonst drei Säulen, die du quasi bauen müsstest und pflegen müsstest.
Malthe: Wir hauen sehr, sehr schnell neue Features raus, du müsstest es auf allem nachziehen.
Malthe: Ja, aber nein.
Andy: Wie kriegst du das unter einen Hut, was du jetzt gerade machst?
Andy: Als Agenturgründer musst du Kunden zufrieden machen, die jetzt wahrscheinlich
Andy: nicht wenig anspruchsvoll sind.
Andy: Dann hast du Freelancer-Pools, die du verwalten musst, um die Agentur hinzubekommen.
Andy: Dann hast du die Entwicklungsagentur, Grouprides, Fahrräder.
Andy: Und das ist ja meistens wahrscheinlich Tagesgeschäft, weil du kannst nicht abends
Andy: jetzt, wir haben jetzt heute Abend aufgenommen, um jetzt gleich 10 Uhr,
Andy: kannst du ja nicht noch mit Rosebikes einen Call machen wahrscheinlich.
Andy: Also musst du das alles in deinen
Andy: geregelten Tagesablauf irgendwie unterbekommen. Wie kriegst du das hin?
Malthe: Das kriege ich so hin, dass wir bei Swipe Circus eine Viertagewoche haben.
Malthe: Das heißt, wir arbeiten von Montag bis Donnerstag.
Malthe: Auch da nochmal Thema Skalierung über Workflows und das funktioniert ja voran,
Malthe: sodass der Freitag tatsächlich aber auch für das Thema Group Rides da ist.
Malthe: Natürlich fliegen hier und da mal auch Termine während der Swipe Circus Zeit
Malthe: für Grouprides hat rein, logischerweise.
Malthe: Aber das kann man ganz gut deckeln. Die Organisation der Markenbotschafter innen
Malthe: funktioniert eigentlich auch relativ reibungslos und autark über WhatsApp-Gruppen,
Malthe: um ehrlich zu sein. Das ist der einfachste Weg, also über die Community einfach.
Malthe: Genau. Und es ist tatsächlich eine riesengroße Ausnahme,
Malthe: dass wir jetzt gerade um knapp 22 Uhr das hier machen, weil im Endeffekt bin
Malthe: ich da echt knallhart und bin spätestens viertel vor sechs, sechs Uhr zu Hause.
Malthe: Und dann kümmere ich mich lieber um meine Family und mache was mit denen.
Malthe: Gerne auch nochmal eher zu Hause als das.
Malthe: Und mache dann nochmal ein bisschen was auf der Couch. Aber ich bin jetzt,
Malthe: muss man auch sagen, kein Workaholic, der es so absolut geil findet,
Malthe: bis nachts um drei daran zu arbeiten,
Malthe: um sechs mit seinem Sohn aufzustehen und dann um halb neun ins Tiki-Kita zu
Malthe: gehen, ins Büro zu gehen, bis zehn Uhr da zu bleiben und dann wieder nach Hause zu gehen.
Malthe: Da haben sich die Prios tatsächlich bei mir verändert. und ich muss halt,
Malthe: ich schaue, dass ich effizienter werde.
Malthe: So, und dann sage ich, das machen wir. Nein und nein, das ist einfach tatsächlich
Malthe: auch das bessere Jahr, um noch mehr Floss von rauszuhauen. Das machen wir nicht.
Malthe: Auf das Feature konzentrieren wir uns jetzt auch nicht. Den Kunden bearbeiten wir jetzt.
Malthe: Also du musst einfach Prios setzen und da auch einfach stringent bleiben,
Malthe: weil ich glaube, es bringt tatsächlich nichts, wenn du etwas gründest oder wenn
Malthe: du etwas führst, wobei ich das voll ziemlich schrecklich finde.
Malthe: Nervös zu werden oder deine Entscheidung immer wieder zu revidieren oder dich umzuentscheiden.
Malthe: Weil auch wenn wir mit Swipe-Circus sehr, sehr klein sind, also die Boutique
Malthe: sind das Schnellboot, was man schneller links und rechts fahren kann,
Malthe: sollte man das nicht tun, weil irgendwann mit den Leuten halt schlecht,
Malthe: um in einer schlechten Metapher zu bleiben.
Malthe: Das gleiche ist bei GroupRise. Wir haben einen Kurs, wir haben jetzt die Roadmap
Malthe: für 2025 aufgesetzt und dabei bleiben wir tatsächlich dann auch.
Malthe: Ja, da gibt es bestimmt irgendwann ein Replan, aber wir priorisieren da einfach
Malthe: und sagen, okay, das ist für 25 jetzt der Weg, das machen wir jetzt,
Malthe: die Features werden ausgerollt, das Langläufe ist auch ganz gut,
Malthe: Q2 ist angeschnitten, Q1 haben wir über den Haken dran gemacht,
Malthe: ist gut und das ist dann schon etwas, was gut funktioniert, tatsächlich.
Andy: Letzte geschäftliche Frage, was genau meinst du damit, wenn du sagst,
Andy: man muss die Effizienz steigern in der kleinen Agentur?
Andy: Läuft es über Einsatz von KI?
Andy: Läuft es über Einsatz von Automatisierungswerkzeugen?
Andy: Ist es, ja, du hast jetzt vier Tage angesprochen, ist es einfach effizienter,
Andy: wenn man weiß, man hat weniger Zeit, man hat andere Deadlines?
Andy: Also wie genau kann ich mir das vorstellen in der Praxis?
Malthe: Es ist,
Malthe: Es ist nicht eine Sache, die du machst und dann läuft es so,
Malthe: sondern das ist einfach, wie oft, eine Hand ergreift von ihren Maßnahmen.
Malthe: Das beginnt bei dem Nichtverwenden von ProjektmanagerInnen.
Malthe: Also bei uns sprichst du halt immer mit den Leuten, die es halt gemacht haben.
Malthe: Warum sollen wir stille Post spielen und der Kunde zahlt es dann auch noch und
Malthe: verlangsamt dadurch den Prozess beispielsweise?
Malthe: Gibt es schon mal nicht. Dann haben wir den Meeting Monday. Das heißt auch,
Malthe: finden alle schrecklich bei uns, dass wir das so nennen. Aber Marketing rockt halt.
Malthe: Also montags werden eigentlich die meisten Meetings bei uns gemacht, die großen Meetings.
Malthe: Das heißt, montags haben wir voll Fokus auf alle wichtigen Meetings mit allen
Malthe: und anderen wichtigen und großen Kunden, dass wir das abarbeiten können.
Malthe: Dann haben wir quasi die restlichen Tage, um uns komplett zu fokussieren und
Malthe: wirklich acht Stunden effizient arbeiten zu können.
Malthe: Und nicht, da muss ich nachgestimmt, den Call, ach, da kommt noch was rein und
Malthe: so weiter und so fort. Das haben wir kein Erwitz.
Malthe: Dann ist es zum Beispiel so, dass wir ganz klare Aufgabenverteilung haben.
Malthe: Das heißt, ich muss jetzt Andreas nicht fragen, hey, muss ich hier noch was
Malthe: machen oder da noch was machen?
Malthe: Hast du jetzt schon UX hierfür gemacht? Also unsere Aufgabenfelder sind einfach
Malthe: extrem gut trennscharf geschnitten und wir wissen genau, wo wir uns übergeben müssen.
Malthe: Also nicht uns, sondern die Aufgaben übergeben müssen und wechseln. Es wird spät.
Malthe: Genau, das sind so Punkte, wo wir auf jeden Fall an Effizienz arbeiten.
Malthe: Bis hin zu, wir machen den ersten Design-Draft und dann ist es so,
Malthe: dass der tatsächlich auch sitzt, beziehungsweise so gebaut ist,
Malthe: dass man schnelle Variante rausbauen kann.
Malthe: Und ich glaube, dadurch bekommen wir dann schon auch ein sehr,
Malthe: sehr effizientes Arbeiten einfach hin.
Malthe: Das ist einfach eine Mischung aus, wo brauchen wir etwas nicht,
Malthe: also tatsächlich sagen nein und aber auch im Business sagen nein.
Malthe: Diese Projektanfrage, diese Produktanfrage, die ist nichts für uns.
Malthe: Dann sagen wir sie lieber ab, anstatt sie zu machen, weil wir denken,
Malthe: ah, da können wir nochmal schnell Geld mitmachen. Das hat noch nie funktioniert.
Malthe: Es gab noch nie in unserer Vergangenheit, ich weiß nicht, ob das bei anderen
Malthe: da draußen ist, sie dürfen sich gerne bei mir melden, ein, ah,
Malthe: das klingt zwar nicht so gut, aber die Kohle nehmen wir noch schnell mit,
Malthe: hat noch nie funktioniert.
Malthe: Bricht dir immer das Genick. Also auch da, Nein sagen, was nicht funktioniert.
Malthe: Oder wenn die Kultur eines Kunden einfach nicht zu uns passt, auch nicht.
Malthe: Wir haben vor drei oder vier Jahren einen sehr großen deutschen Sportwagenhersteller,
Malthe: der unweit von dir Werke hat, abgesagt, weil einfach tatsächlich die Kultur nicht gepasst hat.
Andy: Merkst du das im Onboarding, im ersten Gespräch schon oder wie läuft das?
Malthe: Ich glaube, ich würde behaupten, ich habe gar nicht so die schlechte Menschenkenntnis,
Malthe: aber man merkt es einfach, Floskeln, die gedroppt werden.
Malthe: Oder auch die Response-Zeit. Oder auch merkst du, dass deine Sachen,
Malthe: die du lieferst, schon vor dem Projekt gewertschätzt werden.
Malthe: Oder werden sie gar nicht angeschaut oder gar nicht heruntergeladen.
Malthe: Oder ist die Person während des ersten Meetings irgendwie am Handy beschäftigt
Malthe: und sagt nicht so, hey, ich schreibe mir was mit, sondern guckt ins Handy.
Malthe: Also nicht, dass das jetzt explizit dabei über den Case Over,
Malthe: aber das haben wir auch schon gehabt.
Malthe: Das kriegst du voll schnell mit. Oder dass Leute dir um 23.15 Mails schreiben,
Malthe: so hey, mach das bitte bis morgen 9.30 Uhr. Nee, 9.30 Uhr fangen wir an.
Malthe: Das ist was ich meine. Das kriegst du relativ schnell mit. Da kann man natürlich
Malthe: sagen, hey, da geht euch voll viel irgendwie verloren an Kohle.
Malthe: Ja, aber Kohle ist ja in dem Fall nicht alles, sondern ich will ja auch eine
Malthe: gute Zeit auf der Arbeit haben.
Malthe: Und vor allen Dingen will ich auch irgendwann mal wieder aus dem Büro rausgehen
Malthe: wollen. Und zwar mit guter Laune und nicht mit scheiß Laune.
Malthe: Und ich glaube, die Mischung macht es dann tatsächlich, dass man es effizienter
Malthe: hinbekommt. Und natürlich auch,
Malthe: die Arbeit in Sprint, also dass du weißt, in zwei Wochen muss dieses Arbeitspaket fertig sein.
Andy: Und das funktioniert auch bei euch? Das ist immer so das, was ich sehe,
Andy: bei Agenturen häufig hast du dann, hast du entweder dann wird es teurer,
Andy: die Qualität leidet oder es müssen Inhalte rausfliegen, so das berühmte Dreieck
Andy: zwischen Kosten, Inhalt und Qualität. Aber das kriegt er hin?
Malthe: Es funktioniert, glaube ich, ganz gut. Gut, wenn wir Kunden fragen,
Malthe: wie dann, also wenn wir halt Recaps machen oder halt Reviews machen,
Malthe: wie die Qualität ist, wie das ganze Ding abgelaufen ist etc.,
Malthe: gibt es wirklich im seltensten Fall, dass sie sagen, ja danke,
Malthe: dass ihr da wart, aber das brauchen wir nicht nochmal.
Malthe: Sondern, und ich glaube, es ist für viele auch sehr, sehr erfrischend,
Malthe: einfach einen ganz anderen Ansatz zu wählen.
Malthe: Nämlich eben nicht dieses Agenturige, so, da kommt irgendwie der Geschäftsführer,
Malthe: erbarmt sich, dir etwas zu präsentieren.
Malthe: Jemand, der das gemacht hat und mit dem man reden könnte, warum das Konzept
Malthe: so ist, der ist leider gar nicht da, weil er wird zwar als Kreativdirektor verkauft,
Malthe: ist aber eigentlich leider, in Anführungszeichen leider, nur der Juniorart-Direktor.
Malthe: Also eben, wir kennen ja alles Agenturgeschäfte, das ist doch ein Quatsch.
Malthe: Also warum verarschen wir uns alle gegenseitig?
Malthe: Lass doch einfach das so effizient und einfach wie möglich machen mit den kürzesten Kommunikationswegen.
Malthe: Manchmal geht es nicht, manchmal müssen wir Leute entscheiden, ist auch gut so.
Malthe: Aber lasst uns doch nicht verarschen. Das sind die Regeln.
Malthe: Digi-Geräusche befolgen und es funktioniert. Es funktioniert finanziell,
Malthe: es funktioniert vom Workload, es funktioniert vor allen Dingen von der schlimmes
Malthe: Buzzword, von der Work-Life-Balance, dass du halt einfach mit guter Laune aus dem Büro rausgehst.
Andy: Ich würde sagen, das ist ein schönes Schlusswort. Abschließend kurz,
Andy: wie erholst du dich privat noch?
Andy: Fahrradfahren, du hast Nachwuchs, haben wir schon gehört, mitgelernt,
Andy: bleibt wahrscheinlich dann nicht mehr viel Platz für andere Sachen.
Malthe: Ich sag mal so, die Jahreskilometer auf dem Fahrrad sind auf jeden Fall gut gefallen.
Malthe: Ja, also tatsächlich ist es so, dass ich, das klingt auch so cheesy und hättest
Malthe: du mich vor fünf Jahren gefragt, hätte ich gesagt, würde ich niemals sagen,
Malthe: aber ich ziehe schon Energie aus Zeit mit der Family.
Malthe: Oder auch Zeit mit mir alleine, aber es ist halt nicht mehr die sechs,
Malthe: sieben, acht Stunden Ausfahrt, sondern sind es einfach nur zwei Stunden,
Malthe: die man kurz am Deich fährt oder man geht eine halbe Stunde joggen,
Malthe: dann ist das aber auch cool.
Malthe: Ich glaube, es ist einfach wichtig, dass man nicht mal aktiv wieder Zeit für
Malthe: Sicherheit nimmt und vielleicht das Handy beiseite legt und nicht wie so ein,
Malthe: Zombie da die ganze Zeit da rumschaut, weil man es irgendwie gewöhnt ist,
Malthe: aber dadurch erholst es dich halt nicht. Ich glaube, das ist,
Malthe: Das ist auf jeden Fall das, was ich mache.
Andy: Ja, das kann ich bestätigen. Also ich finde auch, die zwei Stunden kann man
Andy: dann mehr genießen wie teilweise früher die acht.
Andy: Einfach weil man weiß, ey, das ist jetzt wirklich was Cooles und man hat es für sich.
Malthe: Ja, und dann sind die acht auch mal, wenn man das mal wieder macht,
Malthe: viel geiler, als wenn man immer die acht macht, weißt du.
Andy: Das stimmt, ja.
Malthe: Absolut, ja.
Andy: Viel, viel Erfolg weiterhin. Und ja, dir vielen Dank fürs Teilen der beiden
Andy: Storys jetzt in dem Fall.
Andy: Und war sehr interessant auf jeden Fall. dann schaue ich es mir auf jeden Fall
Andy: auch mal an, was man damit alles hier so machen kann mit unseren totalen Rides.
Malthe: Mach das sehr, sehr gerne. Stell auch gerne was rein.
Andy: Machen wir, ja. Vielen Dank, Malte.
Malthe: Danke, dass du hier so liefst. Sehr gerne.
Andy: Ciao. Und das war auch schon wieder Folge 115 von Happy Bootstrapping.
Andy: Vielen, vielen Dank, wenn du jetzt noch am Start bist.
Andy: Wie immer, schreib mir gerne Feedback zur Folge oder Fragen.
Andy: Überlinkt ihn einfach. Link in den Shownotes oder per Mail an hallo-bootstrapping.de
Andy: und check unbedingt FotoQuest von Thomas und Octolox von dem Ben aus.
Andy: So, in der nächsten Woche habe ich, gute Frage, ein, zwei Aufnahmen sind jetzt ausgefallen.
Andy: Ich habe jetzt in der Pipeline einmal die Julia, die hatte ich hier schon mal
Andy: im Podcast von Edel und Schnell.
Andy: Bin sehr gespannt, was bei ihr passiert ist. Wir sprechen am Freitag,
Andy: also morgen, wenn du das heute hörst.
Andy: Und am Montag habe ich die Aufnahme mit elternachricht.de.
Andy: Auch da bin ich schon sehr gespannt drauf. Eine von den beiden Folgen gibt es
Andy: auf jeden Fall. Bis dahin wünsche ich dir eine schöne Woche. Mach's gut. Ciao, ciao.
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